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Dienstag, 5. August 2014, 07:44

KV Bezeichnung

Servus !

Da der Regler/Steller ja ein wichtiges Element im Zusammenspiel mit dem BL-Motor ist denke ich dass hier auch Motorspezialisten (Theoretiker) zu finden sind.
Solche bitte ich, sich mal diesen Thread anzusehen.


Vielen Dank !
Gerhard

lichtl

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Beruf: muß mann haben

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Donnerstag, 7. August 2014, 09:35

Servus Gerhard
solange Du deien Frage nicht explizit auf den Punkt bringst treten wir auf der Stelle.

Erörtere bitte Deine Frage so das wir auch Zielgerichtet Antworten können wenn auch unser Wissen ausreicht.
Nach der Antwort von Helmut ist auf diene Fragestellung so wirklich alles geschreiben worden.
Alles weitere füllt Lehr und Sachbücher.
auch im Winter gibt es Thermik !

Gruß Bernd :ok:

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Mittwoch, 31. Dezember 2014, 07:47

Also: Natürlich gibt der Steller/Regler die Frequenz des Drehfeldes vor. Aber: Der Motor muss dem Feld folgen können. Und das kann er nur, wenn er genügend Drehmoment bringt (sonst fällt hinter das Feld, wird falsch kommutiert, was zu sehr hohen Strömen, Hitze evtl. Schäden führt). Das Drehmoment hat unter anderem mit dem Strom zu tun. Und dieser wird höher, wenn die Spannung höher ist, und zwar näherungsweise proportional zur Spannung.

Bei doppelter Spannung fliesst der doppelte Strom, was zu doppeltem Drehmoment und damit doppelter Drehzahl führt (und vierfacher Leistung, weil Leistung mechanisch Drehzahl x Drehmoment ist, und elektrisch Strom mal Spannung).

Somit kann man die Drehzahl pro Spannung also Konstante angeben (auch wenn die Linearisierung nur eine Näherung ist).

Und natürlich ist die Einheit blöd, finde ich auch. Man müsste die Messgrösse z.B. "spezifische Drehzahl" nennen und ihr die Einheit V^-1 min^-1 (Volt hoch -1 mal Minute -1) geben. Aber leider bin ich hier nicht im Beruf und darf nichts korrigieren... :-)


Dumm ist nur: Nicht jeder Hersteller gibt die Konstante für den gleichen Betriebszustand an: Einige bei Leerlaufdrehzahl, einige bei maximalem Wirkungsgrad (das wäre sinnvoll), einige bei maximaler Leistung. Darum sind die Werte oft wenig aussagekräftig (RC-Flugzeugfirmen sind da zwar besser als die Autöler, oft ist es schon bei maximalem Wirkungsgrad).

So, und wenn man jetzt also die Akkuspannung weiss und die "kV" bei max Wirkungsgrad, so weiss man die Drehzahl, auf die man den Prop wählen muss, um möglichst lange fliegen zu können mit einem Akku, bzw. falls der Prop gegeben ist, kann man die Spannung anpassen oder ein entpsrechendes Getriebe wählen, oder den Motor danach wählen usw...

Natürlich muss man dazu auch die Motorleistung bei spezifischer Drehzahl und max. Wirkungsgrad kennen. Seriöse Hersteller geben das an.

Fazit:
- "kV" ist eine blöde Bezeichnung, aber wir wissen, was gemeint ist.
- alleine sagt sie wenig über den Einsatzbereich des Motors, aber zusammen mit den weiteren Angaben kann man eine Antriebsauslegung berechnen.

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