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RCL Super-User


Dabei seit: 12.06.2003
Herkunft: CH-rheintal
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23.02.2006 13:04 |
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wurpfel
RCL Super-User


Dabei seit: 12.06.2003
Herkunft: CH-rheintal
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Hi Nitromax
der STM hat einige interessante konkurrenten, zb die brennstoffzelle oder ein gasmotor
für mobile anwendungen gibt es vorteilhaftere konzepte als den STM.
der dampfmotor ist hochinteressant, nur lässt sich ein eta von mehr als 37% (optimaler carnot-prozess) nicht erreichen!
jede fuelcell bietet da mehr, plastik-membranen um 50%, hightech-weltraumdinger über 90%.. zusammen mit schwungradspeichern wird auch die dynamik überzeugen
brennstoffzellen gibts mit plastik-membrane, läuft direkt mit einer wässrigen methanollösung und luftsauerstoff.
das ganze ist vorerst als händyakku gedacht, etwa gleichgross und leistungsfähig wie eine li-ion-zelle. oder statt der bleiakkus auf dem flugfeld sowas!
warum denn nun überhaupt einen STM??
direktmethanol-fuelcells arbeiten bei 80-130°. das ist ausreichend um einen niedertemteratur STM (mit endlichen abmassen anzutreiben und das ganze als wärmepumpe-blockheizkraftwerk zu betreiben.
bezogen auf den brennstoff sind inkl. kondensation wirkungsgrade über 100% möglich..
der hauptvorteil eines STM ist die vielseitigkeit:
trotz einfachem aufbau kann das gleiche gerät strom erzeugen, heizen und kühlen zur verwertung ungenutzter temperaturunterschiede bietet sich der STM an, vorallem im stationären bereich!
darum wird am niedertemperatur STM auch noch geforscht: das teil hat im verbund mit high-tech eine ganz gute zukunft!
bei schwungrad-speichern hängt es von der regelung ab ob ein reaktionsmoment übrigbleibt oder ob sich die beiden kreiselmomente gegenseitig aufheben!
meine erfahrungen beschränken sich auf den gegenläufigen antrieb für meine grosse BUGATTI R101 mit zwei 4330LRK: die laufen synchron mit einem regler an 16er-props, von einem kreiselmoment ist absolut nichts feststellbar..
________________________ bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von wurpfel1 am 26.02.2006 10:18.
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26.02.2006 10:17 |
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Dietmar_K
RCL Power-User

Dabei seit: 02.04.2004
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Hi,
der STM ist sicher eine faszinierende Technik, aber im Vergleich zu anderen thermodynamischen Maschinen füllt er bis heute nur Nischen. Eine wirklich breite Anwendung gabs jedenfalls in seiner doch schon recht lange Geschichte nicht.
Dennoch gab es auch Versuche damit z.B. im Automobilbau (ich glaube Toyota war da mal sehr weit).
Es gab tatsächlich mal eine kleine Serie von STM getriebenen PKW. Der Motor war nach dem Taumelscheibenprinzip gebaut, hatte 6 doppelt wirkende Zylinder, die jeweils paarweise auf die Taumelscheibe drückten und insgesamt wie bei einem Trommelrevolver angeordnet waren. Durch entsprechende Überstömkanäle wurde der Gasaustausch so bewerkstelligt, dass die eine Seite komplett durch einen Dieselbrenner geheizt und die andere Seite gekühlt werden konnte.
Leistung und Ansprechverhalten entsprachen in etwa dem von Dieselmotoren. Sehr schöner Nebeneffekt war, dass der Motor sehr langsam mit hohem Drehmoment lief und fast geräuschlos war.
Allerdings hatte man damals die Dichtungsprobleme nicht wirklich in den Griff bekommen, weswegen der Motor letztlich wieder in der Versekung verschwand.
Das Hauptproblem bei Fahrzeugmotoren ist, dass sie in einen weiten Drehzahl- und Leistungsbereich betrieben werden und daher im Gegensatz zu stationären Aggregaten viel grösseren mechanischen, thermischen und sonstigen Belastungen ausgesetzt sind.
Soweit ich weiss, hat man die Dichtungsprobleme bisher nur bei stationären STMs in den Griff bekommen. Würde man so ein Aggregat in ein PKW einbauen, würde das enorme Gewicht alle Vorteile wett machen.
Inzwischen gibt es auch Antriebskonzepte, die einiges besser sind als ein STM, daher wage ich mal die Prognose, dass es der STM niemals mehr in den Automobilbereich als Antriebsmotor schaffen wird.
Das bringt mich noch zu einem Punkt, den ihr hier am Anfang diskutiert hattet: der Wirkungsgrad. Speziell in der Automobilindustrie ist man heutzutage wieder weg vom wirkungsgradoptimierten Motor. Das liegt einfach daran, dass ein Verbrennungsmotor mit optimalem Wirkungsgrad wirklich übelste Abgaswerte hat. Und aufgrund des breiten Drehzahl- und Leistungsbereichs ist es auch besser den Motor so auszulegen, dass er eben über einem möglichst breiten Bereich ein hohes Drehmoment erzeugt und damit im Verbrauchsminimum fährt. Das ist inzwischen erheblich wichtiger geworden als der maximale wirkungsgrad (der sowieso nur in einem ganz kleinen Drehzahl- und Leistungsbereich erreicht wird)....
Gruss,
Dietmar
PS: ich habe übrigens auch so einen Niedertemperatur-STM. Läuft schon mit Handwäreme. Aber er verbraucht schon all seine "Kraft" um die Reibung der Kugellager zu überwinden.
Ein wenig Überschuss produziert er erst, wenn man ihn über einem Teelicht betreibt.
________________________ Modell-Wasserfliegen / AFP(D)-Modelle : http://www.kdkuehn.de
Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von Dietmar_K am 04.03.2006 00:49.
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04.03.2006 00:46 |
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Sven 
RCL Neu-User

Dabei seit: 04.11.2007
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04.11.2007 15:20 |
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