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21

Sonntag, 8. März 2009, 01:55

Du hast in jedem Punkt recht.
Meine XP-Prof. Installation ist schätzungsweise 3 Jahre alt, an den letzten BSOD kann ich mich nicht erinnern. Dabei traktiere ich das Ding mit aller möglichen Software, auch eigener 'on-the-fly' zusammengestrickter - kein Problem. Ich habe auch nicht erst an unzähligen Schräubchen drehen müssen bis es so stabil lief, dafür habe ich weder Lust noch Zeit. Was die Stabilität angeht bringt mir Linux also keinen Vorteil.
Der Rechner läuft rund um die Uhr und ist dabei durchgängig via Router mit dem Web verbunden. Surfen tue ich mit dem Firefox, Mail aber mit Outlook. Trotzdem kein Viren- oder Wurmbefall, mein Scanner (früher PC-Cillin, jetzt Avira) funktioniert offensichtlich tadellos und ohne zusätzlichen Aufwand für mich da mit automatischem Update. Ferner lasse ich mehr oder weniger regelmässig AdAware und Spybot laufen...mehr aus Gewohnheit, wann ich das letzte Mal einen Alarm hatte weiss ich nicht mehr. Und ich treibe mich wirklich auf allen möglichen Sites herum, nur klicke ich nicht überall blind 'OK'.
Über mangelnde Sicherheit kann ich mich also nicht beklagen, erneut kein Grund auf Linux umzusteigen.
Auf Windowsbasis bekomme ich so ziemlich jede Software die ich benötige, für Linux sicher nur bedingt. Also wiederum kein Grund pro Linux.
Welche Vorteile bleiben also? Für mich als normalen User schlicht und ergreifend keine, also bleibe ich bei Windows.
Schöne Grüsse
Toenne

22

Montag, 9. März 2009, 18:22

Kapitel 2 - Was Windows mitbringt

Nach Klick auf den START-Button präsentiert sich im Menü eine Auswahl an Programmen. In der linken Reihe sind das der Internet Explorer, Outlook Express (Mail), MSN (Microsoft Network), der Mediaplayer, Windows Messenger, die WindowsXP-Tour, der Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen und der Taschenrechner. Rechts finden sich Verknüpfungen zu den "Eigenen Dateien", zuletzt verwendeten Dokumenten, "Eigene Bilder", "Eiene Musik", dem Arbeitsplatz und der Netzwerkumgebung, zur Systemsteuerung, Programmzugriff- und Standards, Drucker und Faxgeräte, Hilfe und Support, "Suchen" und "Ausführen". Außerdemgibt es noch Schaltflächen zum Abmelden und Ausschalten. Bewegt man den Mauszeiger über "Alle Programme", klappt das Startmenü zwecks Zugriff auf weitere Programme auf. Die den Aufklappvorgang begleitende Animation in Form eines stufenweisen Einblendens wirkt mehr gewollt als gekonnt und nervt auf Dauer. Abschalten läßt sie sich folgendermaßen: Den Desktop rechtsklicken -> Eigenschaften -> Register "Darstellung" -> Schaltfläche "Effekte" -> Häkchen entfernen bei "Folgende Übergangseffekte...verwenden". Auf sehr leistungsschwachen PCs empfiehlt sich eine andere Methode: Gleichzeitiger Druck auf die Tasten Windows+Pause blendet die Systemeigenschaften ein (alternativ im Startmenü "Arbeitsplatz" rechtsklicken -> Eigenschaften). Im Register "Erweitert" unter "Systemleistung" auf "Einstellungen" klicken und den Punkt "Für optimale Leistung anpassen" wählen. Dadurch werden auf einen Schlag alle Animationen und Effekte deaktiviert, welche die Optik von Windows verschönern sollen. Die Taskleiste erscheint dann ebenfalls im von Win9x/Win2000 gewohnten Design. Auf schwacher Hardware läßt sich Windows jedoch deutlich flüssiger bedienen.
Ein User, der erstmals Windows verwendet, wird allerdings ein Weilchen brauchen, um diese Einstellungen zu finden und muß vorerst mit dem Schnickschnack leben. Oder er nimmt sich die Zeit und ruft über das Startmenü die Hilfe auf. Dort findet man sehr ausführliche Informationen zur Bedienung und Konfiguration von Windows, die zumeist auch direkte Links zu den relevanten Systemtools bzw. -einstellungen enthalten. Direkten Zugriff auf die wichtigsten Systemeinstellungen erhält man über die Systemsteuerung. Sie entspricht ungefähr dem Programm "Systemeinstellungen" unter MacOS und verwaltet von Anzeigeoptionen über Benutzerkonten bis zu Sicherheitseinstellungen alles, was irgendwie konfiguriert werden kann. Auch Fremdprogramme legen hier Shortcuts zur ihrer Config an.

Kommen wir zu den ersten Aufgaben. Wir wollen einen kleinen Text schreiben. Der Windows-Anfänger wird nach kürzerem oder längerem Suchen im Startmenü unter Zubehör auf "Wordpad" stoßen. Die Bezeichnung ist für den deutschen User etwas unglücklich gewählt, "Texteditor" wäre sicher assoziativer. Das Programm ist recht simpel gehalten, bietet aber dennoch genügend Formatierungsmöglichkeiten, um einfache Korrespondenz zu erledigen. Sogar Bilder und andere Objekte lassen sich einfügen. Die wichtigsten Einstellungen zu Schriftart und -stil sowie zum Absatz sind direkt über Schaltflächen erreichbar. Abgespeichert werden die Dokumente im RTF-Format oder als einfache Textdateien. Bei letzteren natürlich ohne Formatierung.
Den Ausflug ins weltweite Netz unternehmen wir mit dem Internet Explorer. Sofern der PC nicht bereits über einen Router mit dem Web verbunden ist, startet bei dessen erstem Aufruf zunächst der Internet-Verbindungsassistent und hilft bei der Einrichtung einer DFÜ-Verbindung. An dieser Stelle nochmals der Hinweis, bei DFÜ-Verbindungen stets die Windows-Firewall zu aktivieren! Sofern sich Windows noch nicht auf dem aktuellen Update-Stand befindet, droht ansonsten ohne weitere Interaktion Wurmbefall! Der Internet Explorer (ohne Updates Version 6.0) lädt ohne besondere Eile die voreingestellte Startseite msn.com. Etwas Geduld braucht der Betrachter auf allen Seiten mit viel medialem Inhalt, der IE glänzt ohnehin nicht durch Tempo und wird durch den langsamen Prozessor (PII-333) noch zusätzlich aufgehalten. Beim Erstbesuch von Flash-Seiten stellt der IE fest, daß ein zusätzliches Plugin erforderlich ist, damit die Seite richtig angezeigt wird. Unter der URL-Leiste blendet sich dazu eine "Informationsleiste" ein, die man anklicken muß, um weitere Informationen zu erhalten. Das Plugin läßt sich dort auch gleich installieren. Aber Vorsicht! Dieser Mechanismus wird auch von Schadsoftware benutzt, um ins System einzudringen. Vor dem Klick auf "Installieren" sollte man zumindest erstmal durchlesen, welches Plugin sich da installieren möchte und von wem es stammt. Unsignierte Plugins sollten besser nicht installiert werden. Popups und diverse Links öffnet der IE in neuen Fenstern, Tabs gibt es im 6er noch nicht. Erwartungsgemäß überfordert ist das betagte System von Youtube-Videos. Die werden entweder gar nicht angezeigt oder erscheinen als Abfolge von "Standbildern". Aber wenigstens der Ton wird störungsfrei wiedergegeben.
Weil wir gerade bei Videos sind, testen wir doch gleich den Mediaplayer, der ohne Updates noch die Versionsnummer 9 trägt. Dieser fragt während des ersten Starts Optionen zum Datenschutz ab. Hier kann man ruhigen Gewissens alle Häkchen entfernen, damit der WMP nicht ständig im Web nach Informationen zu den abgespielten Titeln sucht. MP3s, WMVs und WMAs werden anstandslos wiedergegeben. AVIs je nach Codec auch. Bei anderen Formaten oder unbekannter Codierung sucht der WMP automatisch nach Codecs, findet sie aber selten. Bestimmte Dateiformate, wie z.B. Apples Quicktime, werden grundsätzlich nicht wiedergegeben und erfordern Zusatzsoftware. DVDs kann der WMP erst dann abspielen, wenn ein 3rd-Party-Decoder installiert ist. Der Mediaplayer kann auch Streams wiedergeben, die Funktion zum Suchen nach Internet-Radiosendern ist allerdings unübersichtlicher und deutlich unkomfortabler zu handhaben als iTunes auf dem Mac. CD-Tracks kann der WMP auf die Festplatte kopieren, jedoch (vorerst) nur als WMA-Dateien. Wir werden später sehen, ob sich die Format-Unterstützung mit dem kostenlosen Update auf die Version 11 verbessert hat und/oder welche Freeware-Player Multimedia-Aufgaben besser lösen.
Elektronische Post sowie News sendet und empfängt Outlook Express. Diese Aufgabe erfüllt es zuverlässig und schnell, deshalb benutze ich es selbst nach wie vor als E-Mail-Client. Die Einrichtung der Konten gestaltet sich unkompliziert, unterstützt werden POP, IMAP- und HTTP-Postfächer. Man kann für jedes Postfach getrennt einstellen, ob die Mail über die Standard-Internet-Route oder eine spezielle DFÜ-Verbindung abgeholt werden soll. Dies ist z.B. für T-Online-Kunden wichtig, deren Mailaccounts unter verschiedenen Mitbenutzer-Kennungen laufen. Outlook Express ist per Default so konfiguriert, daß externe Bilder und HTML-Inhalte sowie das Öffnen/Speichern ausführbarer Anhänge geblockt werden. Ersteres sollte auch so belassen werden, damit Scripte keinen Schaden anrichten können, auch wenn die Darstellung leidet. Die Nachrichten können anhand definierbarer Regeln gefiltert werden, sodaß z.B. Nachrichten für verschiedene Konten automatisch in die entsprechenden Ordner sortiert werden. Einen integrierten Spamfilter gibt es nicht, der kann jedoch mit guter Freeware nachgerüstet werden.
Bilder anzeigen kann die "Windows Bild- und Faxanzeige", die sich standardmäßig beim Doppelklick auf Bilddateien öffnet. Betätigt man die Schaltfläche "Bearbeiten", dann wird das Bild an "Paint" übergeben. Das ist eigentlich ein einfaches Zeichenprogramm. Bearbeiten kann man Bilder damit jedoch nicht wirklich, allenfalls in eines der wenigen unterstützen Formate (BMP, TIFF, GIF, PNG, JPEG) umwandeln. Für mehr als das Abspeichern eines Screenshots (über die Zwischenablage) oder erste Malversuche von Kindern im Vorschulalter ist Paint nicht zu gebrauchen. Aber auch dafür gibt es leistungsfähige Freeware-Alternativen.
Die Navigation im Verzeichnisbaum lokaler Datenträger oder Netzwerkfreigaben übernimmt der Windows-Explorer. Er ist weitaus leistungsfähiger, als man ihm zutraut. Je nach eingestellter Ansicht werden die Dateien als Liste mit oder ohne Details, Programm- bzw. Ordnersymbole oder als Miniaturen angezeigt. Sofern eine dem Dateityp entsprechende Anwendung installiert ist, wird bei den meisten Dateien eine Vorschau des Inhaltes mit angezeigt. Gibt man in der Adreßzeile des Explorers eine URL ein, dann öffnet sich diese im Standardbrowser. Auf gleiche Weise funktioniert auch der Zugriff auf versteckte Netzwerkfreigaben, also solche, die beim Durchsuchen der Netzwerkumgebung nicht angezeigt werden. Man kann bspw. mit Hilfe der Eingabe "\\PCNAME\C$" auf die komplette C-Platte eines (Windows-)Netzwerkrechners zugreifen, da C$ eine sogenannte administrative Freigabe ist, die Windows immer setzt. Natürlich geht das nur, wenn man auf dem Zielrechner auch die nötigen Zugriffsrechte besitzt. In einem Heimnetzwerk erspart es jedoch die umständliche Freigabe einzelner Ordner.
Über das Startmenü erreicht man unter Zubehör eine Reihe weiterer Systemtools und Hilfsprogramme, z.B. Adressbuch, Defragmentierung, Datenträgerbereinigung, Eingabeaufforderung (die Kommandozeilen-Shell von Windows), Remotedesktopverbindung, Terminalprogramm, Backup und anderes. Ich möchte jedoch hier nicht weiter darauf eingehen, das würde den Rahmen sprengen.
An erwähnenswertem Zubehör wäre da noch der Moviemaker. Für eine Betriebssystemzugabe ist er ganz ordentlich ausgestattet und reicht für das Bearbeiten und Zusammenschneiden selbst gedrehter oder aufgenommener Filme allemal aus. Sein größtes Manko ist jedoch die mangelnde Formatunterstützung. So ist der Import von Filmdateien stark vom verwendeten Codec abhängig. Selbst wenn der Mediaplayer die Filme wiedergeben kann, müssen sie sich noch lange nicht mit dem Moviemaker bearbeiten lassen. Schade drum.

next Chapter - Windows updaten

Microsoft veröffentlicht in größeren Abständen kostenlos sogenannte "Servicepacks". Das sind im wesentlichen Sammlungen von Patches, Sicherheitsupdates und Funktionserweiterungen. Servicepacks sind kumulativ, d.h. eine neue Version schließt die Neuerungen der vorangegangenen Servicepacks ein. Man muß also immer nur das aktuellste einspielen. Es macht absolut Sinn, dies zu tun, bevor irgendwelche anderen Updates installiert werden, weil so jede Menge Zeit und Download gespart wird. Das Servicepack kann auch bereits in die Installations-CD integriert werden, Anleitungen dazu gibt es im Web. Servicepacks können u.U. Probleme mit installierten Anwendungen und/oder Hardwaretreibern bereiten. Trotz ausgiebiger Tests kommt dies immer wieder mal vor, da MS natürlich nicht jede in freier Wildbahn anzutreffende Systemkonfiguration testen kann. Man sollte also nach Erscheinen eines neuen SP immer erst ein paar Wochen mit der Installation warten, bis evtl. Workarounds vorhanden sind.
Der Rest an Updates läßt sich auf zwei verschiedene Arten bewerkstelligen. Am komfortabelsten ist natürlich die automatische Updatefunktion, einzustellen in der Systemsteuerung unter Automatische Updates. Man kann dort auswählen, ob die Updates zu vorgegebener Zeit oder erst nach Benachrichtigung installiert werden sollen. Ich verwende normalerweise die Option "Herunterladen, aber Installationzeitpunkt manuell festlegen." Windows checkt dann selbständig nach Updates, lädt diese herunter und benachrichtigt den User anschließend durch ein gelbes Ausrufezeichen im Systemtray (links neben der Uhr). Klickt man dies an, öffnet sich ein Dialog, der Expressinstallation oder manuelle Auswahl anbietet. Express installiert alle Updates, während man manuell unerwünschte Updates auschließen kann. Wird ein Update deselektiert, fragt Windows nach, ob für dieses weitere Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. Wenn nicht, Häkchen setzen. Nach abgeschlossener Updateinstallation (kann ein Weilchen dauern) muß meist der PC neu gestartet werden. Das sollte man auf jeden Fall tun, da es ansonsten zu Fehlfunktionen kommen kann. Es ist nicht ungewöhnlich, daß Windows nach dem Neustart wieder neue Updates findet. Manchmal wird der Windows Installer selbst aktualisiert, und manchmal sind bestimmte Updates Voraussetzung für andere Updates. Erst wenn kein gelbes Ausrufezeichen mehr erscheint, dann ist Windows auf dem neuesten Stand.
Ein anderer Weg führt über die Windows-Update-Seite. Der ist für bestimmte Updates sogar unumgänglich, da nicht alle über das Auto-Update angeboten werden. Dazu gehört u.a. der Mediaplayer. Auf der Webseite werden automatisch alle sicherheitsrelevanten Patches selektiert und sollten unbedingt auch installiert werden. Weitere Updates können nach Bedarf manuell hinzugefügt werden. Der Mediaplayer sollte auch aktualisiert werden, da in Version 11 die Multimedia-Unterstützung stark verbessert wurde.
Im übrigen muß niemand Angst haben, durch die Updatefunktionen ausspioniert zu werden. Diesbezügliche Behauptungen sind Blödsinn, es werden keinerlei nutzerbezogene Daten nach Redmond geschickt. Noch nicht einmal dann, wenn die Windowsinstallation illegal ist. Bei nicht lizenzierten Kopien kann es jedoch sein, daß die Installation von Servicepacks bzw. Updates verweigert wird oder daß Windows anschließend mit entsprechenden Meldungen nervt.

Für heute genug. Im nächsten Kapitel schauen wir mal, ob und wie die Updates Windows verbessert haben.

to be continued...
...lieber Luftraum als Raumluft...

Tom41

RCLine User

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Software-Entwickler

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23

Mittwoch, 11. März 2009, 08:20

Zitat

Original von Ted Striker
Kapitel 2 - Was Windows mitbringt
................................
to be continued...

Ääääähhhh, Ted. Ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber kann es sein, daß Du zu viel Zeit hast?

Diese ganze Debatte um das alleinseligmachende Betriebssystem und das fast schon gewaltsame Überzeugen-wollen der 'Ungläubigen' ist doch echt Zeitverschwendung.

cu Tom
....
Flächen: ........ Parkmaster, Parkzone Trojan, Vapor, UMX Trojan, UMX Spitfire
Multikopter: ... Blade Nano QX, Blade 180 QX, Blade 200 QX
Helis: ............ Logo 400, Blade MSR-X
FB: ............... Spektrum DX-7
Sim: ............. Phoenix, AFPD

24

Mittwoch, 11. März 2009, 12:00

Zitat

und das fast schon gewaltsame Überzeugen-wollen der 'Ungläubigen'

Gerade das macht er hier doch nicht ??? .
Ich finde es absolut lesenswert.
Schöne Grüsse
Toenne

25

Donnerstag, 12. März 2009, 10:03

Zitat

Original von Tom41
Ääääähhhh, Ted. Ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber kann es sein, daß Du zu viel Zeit hast?

Diese ganze Debatte um das alleinseligmachende Betriebssystem und das fast schon gewaltsame Überzeugen-wollen der 'Ungläubigen' ist doch echt Zeitverschwendung.

cu Tom

Also im Moment habe ich grad keine Zeit, deswegen Fortsetzung später.
Da hast du mich sicher mißverstanden. Mir geht es eher darum, das Kriegsbeil um die verschiedenen Systeme zu begraben. Ich bin der Meinung, daß alle drei derzeit gebräuchlichen Desktop-OSse grundsätzlich für die gängigen Anwendungen brauchbar sind und das jedes seine speziellen Vor- und Nachteile hat. Natürlich mag jeder User "sein Betriebssystem" am liebsten, genau wie jeder Autofahrer eine gewisse emotionale Beziehung zu "seiner Marke" hat. Ich versuche mit den Erfahrungsberichten lediglich, die Unterschiede so objektiv und schonungslos wie möglich darzulegen. Da ich langjähriger Windows-User bin, habe ich damit natürlich auch die meisten Erfahrungen und kann dafür die besten Tips anbieten. Eine gewisse Subjektivität ist daher sicher nicht zu vermeiden, man möge es mir verzeihen.
Nach dem Mac- und Windows-Test will ich bei gleicher Vorgehensweise auch noch Linux unter die Lupe nehmen. Natürlich sind Anregungen und Kritiken anderer User jederzeit willkommen, solange sie sachlich bleiben. Normalerweise richte ich die PCs -ohne großartig nachdenken zu müssen- nach meinen Erfahrungswerten ein, sodaß sie auf Anhieb problemlos laufen. Ich mach das ja jeden Tag. Deshalb ist es gar nicht so einfach, sich in den Normaluser hineinzuversetzen, der die Installation nach Handbuch vornimmt und womöglich über Details stolpert, die ich nicht mal bewußt wahrnehme. Wenn ich also zu methodisch vorgehen sollte, dann teilt mir das bitte mit... ;)
...lieber Luftraum als Raumluft...

mizban

RCLine User

Wohnort: Franken

Beruf: hat er

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26

Donnerstag, 12. März 2009, 16:36

Hi Ted Striker,

erfindest Du nicht gerade das Rad neu? Vergleiche der verschiedenen OSse gibt's doch schon zuhauf in den verschiedenen Betriebssystem-Foren, mal mehr, mal weniger leidenschaftlich, mal mehr, mal weniger kompetent, mal mehr, mal weniger aussagekräftig.

Als allererstes fehlt mir der Vergleich der Philosophien, die hinter den jeweiligen OSsen stecken. Und zwar Neutral und nicht Pro-irgendwas, wie vielleicht der ganze Fred "etwas" Kleinweich-lastig ist.

Bei Deinem Vergleich vermisse ich vor allem die Besprechung des "Unterbaus". Es ist nicht einfach damit getan, die "Installierbarkeit", die "Oberflächen", die "Updatefähigkeit" und das Verhalten zu vergleichen. Ob ein Häkchen hier oder eins da gesetzt wird, ob Multimediainhalte so oder so wiedergegeben werden, ist alles nicht so ausschlaggebend. Das können die OSse heute alle.

Bei Deinem Vergleich vermisse ich weiterhin zum Beispiel beim MacOS die hervorragende Schnittstelle Mensch-Maschine, die in Ihrer überragenden Ausführung weder von Windows, noch von Linux, noch von irgendwem anders erreicht wird.

Auch auf die Resourcenhungrigkeit gehts Du nicht ausreichend ein. Da würde Windows ganz schön alt aussehen...

Für eine Beschreibung von Linux ist eine gehörige Portion Fachwissen vonnöten, Du wirst sehen, auch Linux läßt sich installieren, halt wieder ein wenig anders, auch Linux kann alle Multimedia-Inhalte wiedergeben, auch bei Linux kann man ein Häkchen hier und eins da setzen, auch Linux kann man leicht updaten. Aber das macht Linux nicht aus. Unter anderem wirst Du dabei auch die Erfahrung machen, daß die Oberfläche KDE (schon seit der alten Version 3.x) Möglichkeiten bietet, die Du noch nicht kennst, weil sie Kleinweich erst teilweise bei Windows7 einführen wird...

Mit dem bisher gelesenen kann ein ernsthafter User nicht viel anfangen, weil wie gesagt, das Wesentliche fehlt: der Unterbau (Dateisysteme, Prozeß-Handling, Sicherheit, Hardware-Handling und und und)... Drum mag es für Dich vielleicht eine interessante Erfahrung sein, verschiedene OSse zu installieren und mal ein bißchen damit rumzuprobieren, mehr aber auch nicht.

"Die anderen" brauchen im allgemeinen keine Funktionsbeschreibung von Kleinweich, weil sie in der Regel von da herkommen und nicht ohne Grund weggegangen sind. Außerdem lassen sie das eine oder andere Progrämmchen auf ihren OSsen noch in Emulatoren laufen, sodaß ihnen die von Dir genannten Fakten nicht neu sein werden. Daß sie dennoch nicht wieder zurückwechseln, spricht Bände...

Die Schlagwörter "Green Computing" (Energiehunger bei vergleichbaren Betriebszuständen) oder effektive Leistungsfähigkeit "Benchmarks" (Dateisysteme, Anwendersoftware) würden einen optimalen Vergleich sinnvoll abrunden.

Also würde ich mir fast erlauben, Dir zu empfehlen, ein neues Modell zu bauen, vorhandene Aufzuarbeiten oder für die nahende "Draußen-Saison" fertig zu machen. Da hast Du Deine Zeit vermutlich sinnvoller verbracht.


Servus
der Michael

bekennender "Nur-Linux-Anwender", der sich bei Windows wie in einem Gefängnis vorkommt, und der bei ausreichend finanziellen Mitteln schon längst zum Mac übergelaufen wäre.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mizban« (12. März 2009, 17:20)


27

Donnerstag, 12. März 2009, 19:24

Zitat

Mit dem bisher gelesenen kann ein ernsthafter User nicht viel anfangen

Seine Intention nicht kapiert? Möglicherweise richten sich seine Zeilen ja an die User die anderes Interessen haben als Computer und ihre Betriebssysteme. Er beschreibt wie der normale DAU ein System in Betrieb nimmt, nicht wo man welche Schraube wie herum drehen muss um noch 1/2% Performance rauszukitzeln.
User die Links zu verschiedensten Vergleichstest mit 3Promille direkt nach dem Aufwecken aus dem Koma ohne Fehler herunterbeten können sind sicherlich nicht seine Zielgruppe...;)
Schöne Grüsse
Toenne

28

Donnerstag, 12. März 2009, 19:27

@Michael:
Applaus!
Wen Du 'nen PC zum Mac machen möchtest, hilft EFIX. Setzen wir hier testweise auf einem Arbeitsplatz ein, funzt hervorragend. Ich würde nicht auf 'nem Mac arbeiten wollen. Der Dateimanager gefällt mir nicht, "cat /proc/cpuinfo" funktioniert nicht und die Speicherverwaltung ist erheblich langsamer (im Anwendungsfall 2000x1MB anfordern ca 5x).

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (12. März 2009, 19:29)


29

Donnerstag, 12. März 2009, 23:30

Ted, wenn es deine Zeit zulaesst bitte weiter so. :ok:

Ist ja auch mein Beruf. Aber so aus der DAU Sicht hab ich das auch nie gesehen. Da merkt man erstmal wieder das man mit Kunden tatsaechlich oft in unterschiedlichen Sprachen redet.

Meine Kunden sagen: Ist mir egal wie das Kind heisst. Aber es muss laufen ohne umzufallen. Und ich will nicht umlernen muessen.
Meine Intention ist: Muss absolut stabil laufen. Ich verdiene naemlich nicht immer was extra wenn ich reparieren muss. Der Kunde muss alles machen koennen was er braucht. Nicht mehr und nicht weniger.

PS: Die Auswahl "fuer optimale Leistung anpassen" hat auch ein paar Nachteile. Die Schrift schaut dann manchmal fuerchterlich aus. Ich bin da mit an die Umgebung angepassten Einstellungen meist besser gefahren. Aber dann hat da wiederum jeder das gleiche bekommen.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

30

Freitag, 13. März 2009, 00:05

Zitat

Original von mizban
Bei Deinem Vergleich vermisse ich weiterhin zum Beispiel beim MacOS die hervorragende Schnittstelle Mensch-Maschine, die in Ihrer überragenden Ausführung weder von Windows, noch von Linux, noch von irgendwem anders erreicht wird.

Ähh.. genau darum geht es eigentlich. Wahrscheinlich ist dir dieser Thread entgangen, den ich zuerst geschrieben habe. Den Anstoß dafür gab mir die oft zu hörende bzw. zu lesende Aussage, daß sich der Mac besonders intuitiv und kinderleicht bedienen läßt. Ich wollte selbst feststellen, ob das stimmt und habe mir zu diesem Zweck einen Mac gekauft. Einen sehr betagten iMac zwar, jedoch spielt das fürs Thema keine Rolle, die reine Bedienphilosophie von MacOS hat sich ja nur wenig geändert. Es geht dabei überhaupt nicht um die technischen Details, sondern ausschließlich darum, ob und wie ein unbedarfter User einfache Aufgaben in Büro, Web und Multimedia mit den jeweiligen Systemen lösen kann (Toenne hat das absolut richtig verstanden). Genau genommen sollte diesen Test jemand absolvieren, der noch nie an einem Computer gesessen hat.
Daß dieser Thread etwas Win-lastig ausfällt,liegt daran, daß es in ihm um Windows geht. Der nächste wird Unix-lastig ausfallen, so wie der vorhergehende Mac-lastig ausfiel.

Im übrigen versuche ich so objektiv zu bleiben wie möglich. Andere Meinungen/Erfahrungen sind stets willkommen. Mich interessieren vor allem die Details, die den einen oder anderen User zum Umstieg bewegen. Also weshalb GENAU ein bestimmtes OS bevorzugt wird. Die pauschale Aussage "unerreichte Benutzerfreundlichkeit" genügt mir nicht. WAS exakt bedient sich besser oder WELCHE Aufgabe kann ich WARUM leichter oder schneller lösen? Ich akzeptiere auch subjektive Argumente, etwa "Mir gefällt einfach das Look-and-Feel besser.", "Ich mag keine kommerzielle Software." oder "Ich habe eine Aversion gegen die Firma XYZ.". Es muß nur ehrlich gemeint sein... ;)
...lieber Luftraum als Raumluft...

31

Freitag, 13. März 2009, 00:09

Ted, ich versuch mal die Tage deine Erfahrungsberichte in einem Unterforum hier zusammenzufassen. Dann wird vielleicht fuer einige einiges klarer. :w
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

32

Freitag, 13. März 2009, 00:11

Gute Idee, danke! Ich werde wahrscheinlich erst nächste Woche fortsetzen können, die Kundschaft geht halt vor. Gute Nacht!
...lieber Luftraum als Raumluft...

33

Freitag, 13. März 2009, 00:51

Ich hab dann mal.
Ted, anderer Titel? Hab ich was vergessen?
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

34

Freitag, 13. März 2009, 09:36

Wunderbar, ist alles OK, dankeschön!
...lieber Luftraum als Raumluft...

35

Freitag, 13. März 2009, 22:14

Du hattest noch Linux ins Auge gefasst. Welche Distri planst du da?
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles

36

Samstag, 14. März 2009, 13:12

Wir wohl Ubuntu werden, da es oft als Desktop-OS empfohlen wird. Außerdem mag ich Debian, auf dem Ubuntu basiert.
...lieber Luftraum als Raumluft...

37

Donnerstag, 19. März 2009, 17:36

Kapitel 4 - Was haben die Updates verbessert oder erneuert?

Der Internet Explorer beherrscht nun Tabbed Browsing und verfügt über eine extra Suchleiste sowie integrierten Phishing-Filter. Neu ist auch die Schaltfläche "Schnellregisterkarten". Klickt man da rauf, wird im Browserfenster eine Art Miniaturübersicht aller geöffneten Tabs angezeigt. Obwohl sich das Look-and-Feel dem Firefox angenähert hat, werde ich mit dem IE nicht so recht warm. Er wirkt im direkten Vergleich irgendwie unübersichtlicher, wozu auch die in Farbe und Design verschlimmbesserten Icons beitragen. Das gefühlte Tempo beim Seitenaufbau hat sich gegenüber dem IE6 eher noch verlangsamt. Vernünftiges Scrollen ist erst möglich, nachdem die Seite vollständig geladen wurde, ansonsten hakt es ständig.

Schauen wir, ob der Mediaplayer punkten kann. Der fragt zunächst, ob die Einstellungen per Express oder benutzerdefiniert vorgenommen werden sollen. Ich wähle aus Gewohnheit (und Vorsicht) die benutzerdefinierte Variante und verschiebe die vorgeschlagene Einrichtung eines Shops (zum Kauf von Musik) auf später. Neben der ansprechenderen Optik hat sich auch die Formatunterstützung verbessert. Unter anderem kann der WMP jetzt MPG-Filme wiedergeben. An einigen Codecs scheitert er nach wie vor, ebenso wie an Quicktime-Videos oder Real-Streams. DVDs kann er weiterhin erst nach Installation eines 3rd-Party-Decoders wiedergeben. Immerhin wird alles, was läuft, auch ruckelfrei dargestellt. Unverändert lieblos gestaltet präsentiert sich die Wiedergabe von Internetradio. Die spartanische Genre-Auswahl und die unübersichtlich gestaltete Senderliste verderben einem schnell den Spaß an der Suche. Für das Rippen von CDs steht mittlerweile auch das MP3-Format mit Bitraten zwischen 128 und 320 KBit/s zur Auswahl.

Das wars dann auch schon im Wesentlichen an für den User direkt ersichtlichen Neuerungen. Der Rest an Updates hat hauptsächlich Sicherheitslücken gestopft und Betriebssystemkomponenten aktualisiert.

Kapitel 5 - Sonstige Grundausstattung:

Entgegen meiner früheren Absicht werde ich an dieser Stelle keine Tips zum "Aufbohren" von Windows geben, sondern mich auf die notwendigsten Erweiterungen beschränken. Grund hierfür sind die Einwände von Usern anderer Betriebssysteme bezüglich der Wahrung gewisser Neutralität. Auch wenn dies hier kein repräsentativer Vergleichstest ist, möchte ich dem der Fairneß halber Rechnung tragen und die Leser nicht unterschwellig auf die Microsoft-Schiene bugsieren. Die versprochenen Tips werde ich zu gegebener Zeit in einem extra dafür ausgewiesenen Windows-Thread nachholen.
Also, was brauchen wir noch mindestens?

1. Windows kann standardmäßig keine PDF-Dokumente anzeigen. Da dieses Format inzwischen zum plattformunabhängigen Quasi-Standard für alle Arten von elektronischer Dokumentation geworden ist und auch Rechnungen etc. als PDF-Datei verschickt werden, muß der kostenlose Acrobat Reader installiert werden. Downloaden sollte man ihn direkt bei Adobe unter http://www.adobe.com/de/products/reader/ . Die Installation kann auf langsamen Systemen ein Weilchen dauern, der aktuelle Reader in Version 9 arbeitet anschließend im Gegensatz zu früheren Ausgaben jedoch ziemlich fix.

2. Das Java Runtime-Modul. Dieses wird zur Ausführung von Programmen benötigt, die in Java geschrieben sind. Häufig auf interaktiven Webseiten, z.B. Shops oder Webcams zu finden, aber auch andere Anwendungen benutzen Java. (nicht zu verwechseln mit Java-Script, das trotz ähnlichen Namens etwas ganz anderes ist). Downloadquelle: http://www.java.com/de/download/manual.jsp . Das Installationsprogramm möchte mir außerdem die Yahoo-Toolbar unterschieben. Da ich kein Freund von Toolbars bin, entferne ich das Häkchen.

3. Ein Office-Paket. Eine Tabellenkalkulation gehört nicht zum Lieferumfang von Windows und Wordpads Möglichkeiten reichen nur für einfachste Korrespondenz. Die Wahl fällt auf das frei erhältliche Open Office aus dem Hause Sun, wo auch Java herstammt. Unter http://de.openoffice.org/ findet man die aktuellste Version, z.Zt. die 3.0.1.
Ich installiere das vollständige Paket und wähle nur Java ab, weil dies vorher schon in aktuellerer Version den Weg auf die Platte gefunden hat.
Sofern der OpenOffice-Schnellstarter nicht schon beim Booten geladen wurde, vergehen ca. 40 Sekunden, bis ein leeres Textdokument bearbeitbar auf dem Desktop erscheint. Weitere Aufrufe leerer Writer- oder Calc-Dokumente dauern nur wenige Sekunden. Das Schreiben von Texten und Ausfüllen von Tabellen ist anschließend flüssig möglich.


Fazit:
Nochmal zur Erinnerung: Der vorliegende Test wurde bewußt auf einem 10 Jahre alten PC vorgenommen, um die Performance mit dem ebenso betagten iMac besser vergleichen zu können. Erstaunlicherweise laufen die meisten Standardaufgaben durchaus mit akzeptablem Tempo, sofern der Arbeitsspeicher genügend ausgebaut wurde. Unter 256 MB braucht man gar nicht erst anfangen, 512 MB sollten es schon sein. Einige Anwendungen scheitern jedoch komplett an der leistungsschwachen Hardware, z.B. die Wiedergabe von Youtube-Videos.
Der Erfolg oder Mißerfolg einer Windows-Installation hängt in erster Linie von der verwendeten Hardware ab. Anders als beim Mac existiert in der Windows-Welt eine unüberschaubare Vielfalt an Komponenten. Sofern Windows entsprechende Treiber mitbringt, verläuft die Installation problemlos. Nicht in Windows integrierte Treiber muß der Anwender zur Verfügung stellen, was den Normaluser jedoch schnell überfordert, da er meist nicht im Bilde ist, welche Hardware eigentlich in seinem PC steckt. Bei veralteter oder exotischer Hardware sind oftmals gar keine XP-Treiber verfügbar, die betroffenen Komponenten können dann nicht verwendet werden.
Im Anschluß an die Installation bedarf es noch ein paar Klicks an Einstellarbeit, um lästige Meldungen sowie unnütze oder die Performance drückende Funktionen abzuschalten. Es ist außerdem angeraten, das System vor der Benutzung auf den neuesten Updatestand zu bringen, denn dies verbessert die Funktionalität und schützt zumindest vor bekannten Sicherheitslücken.
Ein guter Teil der Standardaufgaben kann bereits mit "Bordmitteln" von Windows erledigt werden. Für Internetbrowsing, E-Mail, Adressenverwaltung und einfachste Textverarbeitung sind Programme vorhanden, ein Terminplaner fehlt. Die Wiedergabe von Multimedia-Dateien ist ebenfalls möglich, allerdings werden bei weitem nicht alle Formate unterstützt und das Abspielen von DVDs gelingt nur mit Hilfe von 3rd-Party-Software (wurde erst in Vista integriert).
Das Look-and-Feel von Windows XP läßt deutlich zu wünschen übrig. Kitschige Wallpaper und lieblos programmierte Effekte nerven eher, als daß sie die Arbeit verschönern. Manche Funktionen, z.B. die Suche nach Internet-Radiosendern, sind so unübersichtlich gestaltet, daß man schnell die Lust daran verliert.
Trotz der optischen Mängel geht die Bedienung gut von der Hand. Das Startmenü bietet Zugriff auf alle Funktionen sowie installierte Programme und läßt sich durch simplen Druck auf die Windows-Taste stets aufrufen. Häufig benötigte Programme kann man ähnlich wie in Apples Dock in der Schnellstartleiste ablegen. Die Gestaltung der Programm-Menüs ist weitgehend einheitlich, sofern die Softwarehersteller die entsprechenden Vorgaben berücksichtigen.
In punkto Stabilität muß sich Windows nicht hinter MacOS oder Unix verstecken. Abstürze einzelner Programme legen nicht den ganzen PC lahm, hängende Anwendungen können mittels Taskmanager beendet werden. Bluescreens kommen nur noch selten vor und sind fast immer auf fehlerhafte Hardware, schlecht programmierte Treiber von Fremdherstellern oder Schadsoftware zurückzuführen. Die hohe Anfälligkeit für Viren/Trojaner/Malware ist m.E. das größte Manko des Redmonder Betriebssystems. Aufgrund seines Marktanteils von ca. 90% (Desktop) ist es natürlich Zielscheibe Nr.1 für die Cyber-Bösewichte. Ungepatchte Windows-PCs sind bei direktem Internetzugang u.U. schon innerhalb weniger Minuten ohne Zutun des Users verseucht. Es ist allerdings durchaus möglich, sich zuverlässig gegen Attacken zu schützen. Größtenteils sogar mit windowseigenen Mitteln (wie das genau geht, folgt bei Gelegenheit in einem separaten Thread).
Auch die Arbeitsgeschwindigkeit von Windows ist bei weitem nicht so schlecht, wie häufig behauptet wird (genügend RAM vorausgesetzt). Im direkten Vergleich mit dem iMac konnte ich jedenfalls keine signifikanten Unterschiede feststellen. OpenOffice lief unter Windows sogar wesentlich schneller. Der Grund hierfür liegt jedoch in einer schlechten Portierung des Paketes auf die PowerPC-Plattform. Laut Aussagen verschiedener Mac-User lahmt OpenOffice auch auf neueren PPC-Macs, während es auf Intel-basierten Apple-Computern normal schnell ausgeführt wird.
Nahezu konkurrenzlos steht Windows an der Spitze der Betriebssysteme, wenn der PC als Plattform für Spiele dienen soll. Auch hier sorgt der hohe Marktanteil für eine Konzentration der Softwareindustrie auf Billys Fensterladen. Wer Games zocken will, kommt so gut wie nicht drumherum.

Das wars vorerst für Windows, als nächstes folgt der ultimativ subjektive Linux-Test. Natürlich auf der gleichen Hardware. Schaun wir mal... :-P
...lieber Luftraum als Raumluft...

MADSEN

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38

Dienstag, 24. März 2009, 20:23

Zitat

Original von toenne

Zitat

Und was willst du uns jetzt damit sagen?

http://www.rclineforum.de/forum/thread.p…700#post2954700
Zitat von der Ubuntu-Site:

Zitat

Everything you need comes on one CD, providing a complete working environment. Additional software is available online.

The graphical installer enables you to get up and running quickly and easily. A standard installation should take less than 25 minutes.

Once installed your system is immediately ready-to-use. On the desktop you have a full set of productivity, internet, drawing and graphics applications, and games.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen offensichtlich auseinander. Ich kam nicht ins Web, dafür gabs aber gleich einen satten Fehler. Somit für mich keine Alternative, dazu muss ich nicht erst 'umlernen' und mich reinfuchsen. Und schon gar nicht erst recherchieren welche der verschiedenen Linux-Distributionen für mich die Richtige wäre:
>Klick< (Mein Browser fügt am Ende der Adresse ein '<br />' ein ???, bitte entfernen)
>Klick<
>Klick<


also ich würde auch sagen, bleib bitte bei Windows...

1. wird jedem neu Linux nutzer der von Windows kommt K(Ubuntu) empfohlen. der unterschied der beiden distris is eigentlich keiner...Die restlichen distris wird dir glaube ich niemand empfehlen
2. dann versuchst du windows programme auf linux einfach mal so auszuführen. dass das nicht geht ist eigentlicht keine große Überraschung.


OT:

meine eigene Erfahrung mal dazu:

Habe bis vor 3 Monaten quasi ausschließlich Windows genutzt, war aber nicht mehr zufrieden mit der Lösung. Habe mir dann vor ca. nem halben Jahr Kubuntu Hardy Heron auf ne neue Platte im alten Rechner instaliert. Instalation war mir ohne jegliches "Linux" wissen möglich. Was etwas schwieriger war war der Internet zugriff. nicht, weil es mir Kubuntu so schwer gemacht hat, sonder eher weil ich mich bisher auch bei Windows nie mit dem Internet einrichten vertraut gemacht hatte...Als ich dann an ein paar Problemen kam, und ein guten Freund gefragt hab (seit Jahren gentoo User) kam er spontan vorbei. Wir hams dann aufgrund des Umbennens des Rechnernamens geschafft uns quasi auszusperren, da es daraufhin keine root rechte mehr über "sudo" zu bekommen gab.(Die Gentoo Variante ist unter Kubuntu nicht Problemlos...) Daraufhin lies ich es dann auf dem alten Rechne sein.

Auf dem neuen Rechner kam nun aber Debian mit einem "richtigen" Root.. Vorneweg, ohne Hilfe hätte ich die Einrichtung wohl nicht so Problemlos geschafft. (Fehlende Treiber für Grafikkarte, WLAN-Karte) allerdings hatte ich auch nur die "minimal installations cd" und habe die 64bit Version. Die Internetverbindung mittels LAN war sofort vorhanden. Problemmatischer war es bei den fehlenden Treibern. Insbesondere die WLAN Karte wollte am Anfang nicht so recht.
Auch wenn ich das Einrichten allein nur mit größter mühe geschafft hätte, will ich mein Linux nicht mehr missen. Ich habe mir auch ein WIN XP auf den neuen Rechner installiert, seit der installation nicht mehr gebootet...Ich bin zufrieden, und die Vorteile überwiegen. Will ich ein neues Programm (z.B. Widelands) gehe ich in Konsole, hole mir root rechte, tipp "apt-get install widelands" und warte bis es fertig ist...(ok, ich gebe zu das geht nur sofern das Programm offiziell für Debian zur verfügung steht)
Und für mich der größte Vorteil - keinerlei Zusatzkosten. Der Rechner ist selbstzusammengestellt, und somit wurde ich auch nicht zum kauf eines Betriebssystems genöttigt :)
OT end:

und weil Ted es unten ansprach. Mein Umstieg machte ich zum Teil aus neugier, zum Teil daher weil ich MS nicht wirklich sympathisch finde, und Apple noch schlimmer ist mit seim "ich-bin-die-geilste-marke" Und weil Linux nicht den Arbeitsspeicher frisst wie Windows. Ich finde es auch irgendwie interessant wie stolz manche Windows User auf die grafischen Neuerungen von Vista sind. Wenn man dann mal nachschaut, und feststellt das Linux das schon länger, mit weniger Leistung schafft, frage ich mich wiso Windows mit seinem größeren Kapital es nicht schafft ähnlich Produktives zu programmieren.
ein MAC stellt für mich eigentlich keine Alternative da. Ich brauche keinen Tower der gut aussieht, oder im Bildschirm integriert ist. Er steht eh unterm Tisch...Noch dazu finde ich einen MAC zu überteuert. ich habe hier ein 64bit System, mit ner Zockergrafikkarte (Zotac GF 9800 GT AMP[falls sich wer wundert. ich geh ab und zu auf LAN[])mit nem Asus motherboard ect. un die Hardware hat mich ca. 700€ gekostet(eine genaue Aussage kann ich nicht treffen, da ich noch Tastatur und Maus mitgekauft habe) und ich habe nich vor mir die nächsten 4 -5 Jahre was neues zu kaufen...

:w
©Thomas
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39

Mittwoch, 25. März 2009, 00:50

Zitat

2. dann versuchst du windows programme auf linux einfach mal so auszuführen. dass das nicht geht ist eigentlicht keine große Überraschung.

Schrieb ich aber doch auch, oder? Dieser Test war ja ganz und gar nicht ernst gemeint, ich fand es nur witzig dass jede EXE als Archiv gehandelt werden sollte was natürlich erst recht nicht ging. Eine simple Fehlermeldung 'Unter Linux nicht ausführbar' hätte genügt statt zusätzliche Verwirrung zu stiften.

Zitat

Wenn man dann mal nachschaut, und feststellt das Linux das schon länger, mit weniger Leistung schafft, frage ich mich wiso Windows mit seinem größeren Kapital es nicht schafft ähnlich Produktives zu programmieren.

Lad dir mal Knoppix (oder war es doch Ubuntu oder Kanotix?) runter, die haben es mit den Gimmicks echt auf die Spitze getrieben. Da flimmert es, Fenster explodieren statt einfach nur zu schliessen, man darf irgendwelche Wassereffekte bewundern - dagegen ist Vista von erfrischender Schlichtheit. Man darf dann also erstmal alles per Hand deaktivieren (bei einer LiveCD natürlich jedesmal)...was dann aber u.U. wieder nicht ganz einfach ist wenn die Bildschirmauflösung reduziert ist, der Inhalt der Fensters das aber irgendwie nicht mitbekommen hat. Da verschwinden dann Optionen am rechten Bildschirmrand und sind unerreichbar weil es dummerweise keine horizontale Scrollbar gibt.
Für Freaks die sich gerne mit ihrem System auseinandersetzen ist Linux eine tolle Spielkiste, wer aber einfach nur einschalten und arbeiten will darf erstmal durch ein ziemliches Jammertal...so er die Geduld dafür aufbringt.
Windows mag Schwächen haben, keine Frage. Ich sehe bei Linux aber keine Vorteile die das aufwiegen, dafür ist mir der Weg dorthin viel zu holperig und anstrengend, aus der Lebensphase bin ich raus. Mein Vater hatte sich mit 65 seinen ersten (Windows)PC gekauft, vorher hatte er maximal gelegentlich mit einem Taschenrechner zu tun. Mein erster Gedanke war 'Oha, jetzt wird das Telefon nicht mehr stillstehen'. Pustekuchen, er kam von Beginn an gut klar. Ich wage mir nicht auszumalen wie das mit Linux ausgegangen wäre...
Nebenbei: Mein XP Prof. läuft bombenstabil, ich bekomme dafür jegliche denkbare Anwendung (und probiere auch alles mögliche Zeugs aus, die Kiste schluckt es ohne BSOD), unglaublich viel davon als Free- oder Shareware..was will ich denn mehr? Ich war z.B. für den im anderen Thread genannten Rechner auf der Suche nach einem vernüftigen Festplattentool für Linux (das originale Linux auf der HDD hats irgendwie zerrissen, deswegen auch das Gehampel mit den Live-CDs). Zwar stand überall großspurig 'Freeware', bloss zeigte sich immer dass es lediglich Demos waren und die Vollversionen Kohle kosten (das Böse ist immer und überall, auch bei Linux). Da habe ich bei Windows um Welten mehr Auswahl.
Meine persönliche Meinung, ist klar ;).
Schöne Grüsse
Toenne

MADSEN

RCLine User

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40

Freitag, 27. März 2009, 16:04

naja die linux distris die für dich zu viel spielerei haben, gibt es für die user die diese wollen. Ubuntu kann es nich gewesen sein, da ubuntu wie auch debian standardmäßig gnome verwendet, und was viel schlichteres bekommt man nicht. müsste also knoppix gewesen sein. wobei mir neu is das das standardmäßig so verspielt sein soll...
naja un wenn vista dagegen schlicht is...es is nich wegzudiskutieren das vista trotzdem wesentlich mehr leistung verbrät. du legst dir ja nich auch extra gewicht ins auto um langsammer zu fahrn ;)

naja und bugs sind bei windows auch mehr als genug vorhanden...

naja, eigentlich alles was für linux als freeware entwickelt wird (wie auch das kostenlose spiel widelands) gibts auch für windwos. andersrum ist das halt nicht der fall...wobei es eigentlich für alles was man so machen kann und will auch ein passendes Programm für Linux gibt...

:w
©Thomas
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