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Holz

RCLine User

  • »Holz« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Oberösterreich

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1

Freitag, 27. Juli 2007, 23:05

Wer baut noch gern schwer und massiv?

Hallo,

gleich mal vorweg: ich bin Verbrenner-Pilot. Daher spielt das Gewicht beim Modellbauen für mich schon seit jeher nicht die zentrale Rolle. Ich baue meine Modelle in der Regel selbst, überwiegend aus Holz.

In meiner Anfangszeit habe ich mir das angewöhnt, lieber alles etwas zu verstärken, damit das Modell auch mal einen Crash aushält. Also lieber mal dort eine Leiste mehr, geklebt wird alles mit Weissleim und eine Gfk-Matte hat auch noch nie geschadet :tongue:

Aktuell baue ich mein erstes E-Modell (Verbrennerprobleme halt) und dann auch noch einen Segler (mein erster Segler überhaupt). Ich habe mir einen Bird of Time ausgesucht und mal drauflosgebaut. Jetzt ist das vom Aufbau her ein Thermikschleicher, ursprünglich ohne E-Motor geplant und auf leicht ausgelegt. Jetzt ist das Modell rohbaufertig und wenn ich ihn mir so ansehe, dann traue ich ihn mir gar nicht auf die Waage zu stellen: ohne gross darüber nachzudenken, habe ich Teile des Rumpfs und der Flächen mit Gfk beschichtet und dann noch schön gespachtelt (schön glatt). Im Rumpf finden sich da und dort Verstärkungen......irgendwie habe ich mir im Lauf der Jahre das so angewöhnt, dass alles massiv und stabil sein muss, dass das schon unbewusst mache. Und: wenn ich dann so ein Modell im Rohbauzustand begutacht, die Stabilität sehe...... das ist echt ein tolles Gefühl :D

Spricht total gegen die aktuelle E-leicht-Bau-Welle aber irgendwie ist das nicht mein Ding. Und Weissleim gegen Sekundenkleber würde ich sowieso nie tauschen.

Würde mich echt interessieren, ob es von der Sorte noch mehr gibt :ok:

Grüße Werner

2

Freitag, 27. Juli 2007, 23:29

Massive Bauweise mit hohem Gewicht bedeuten bei einem Crash natürlich auch grosse Kräfte, es ist also nicht zwangsläufig gesagt dass so ein Modell auch wirklich crashresistenter ist. Parkflyer sind ja ein schönes Gegenbeispiel, die prallen bei einem Absturz wieder ab... :evil:
Und die Notwendigkeit eines guten Teils der Verstärkungen bei einem Verbrenner sind ja in den allgegenwärtigen Vibrationen begründet, wenn man nicht gerade eine Latte verwendet die schon X Erdungen hinter sich hat und die Motorwelle des Treiblings nicht gerade eine Bogenform aufweist dann sind diese Vibrationen bei E-Modellen halt weitaus weniger ausgeprägt.
Zwar reissen aktuelle E-Antriebe auch Ziegelsteine in die Luft, aber das hohe Grundtempo und die niedrige Flugzeit sind dann wiederum nicht jedermanns Sache.
Wie so oft heisst es wohl den goldenen Mittelweg zu finden ;).
Schöne Grüsse
Toenne

wlange123

RCLine User

Wohnort: Mamas Bauch

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3

Samstag, 28. Juli 2007, 00:41

RE: Wer baut noch gern schwer und massiv?

Zitat

Original von Holz
In meiner Anfangszeit habe ich mir das angewöhnt, lieber alles etwas zu verstärken, damit das Modell auch mal einen Crash aushält. Also lieber mal dort eine Leiste mehr, geklebt wird alles mit Weissleim und eine Gfk-Matte hat auch noch nie geschadet


Ja es gibt noch mehr von deiner Sorte. Wenn ich einen Flieger baue und dort sind nicht mindestens 200 Gramm Epoxy verbraten, dann fühle ich mich nicht wohl. Weißleim nehme ich eigentlich nur für die Flügelrippen. Läßt sich besser handhaben wie Epoxy. Gfk-Matten und neuerdings CFK-Platten hier und da dran laminiert sind bei mir Standard. Bowdenzüge aus Plastik oder so kommen mir auch nicht ins Haus. Als Motor nehme ich schon immer lieber eine Nr. (oder auch zwei) größer als nötig...
:D

Gruß
Wolfgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wlange123« (28. Juli 2007, 00:43)


kmx4fun

RCLine User

Wohnort: Bad Oeynhausen

Beruf: Student, Elektrotechnik

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4

Samstag, 28. Juli 2007, 12:13

*schauder*

Wozu schwer bauen? Schwer fliegt meist auch schlechter, bzw. leicht wesentlich besser. Ich bin ein absoluter leichtbau fan, Epoxy benutze ich eigentlich gar nicht, höchsten zum Hauben Laminieren. Als Material verwende ich größtenteils luft, hat das beste gewicht :D

5

Samstag, 28. Juli 2007, 12:53

hallo
Ein guter Mittelwert ist im Auge des Betrachters wohl zu suchen - also jeder nach seinem gusto, aber ich mag auch nicht zum fliegen unbedingt eine Pincette und Speedkleber.
Beim Bird of Time mußt du nur aufpassen das er hinten nicht zu schwer wird, der lange Hebel verlangt dann viel Ausgleichgewicht vorn. Meiner wiegt 2,2kg bei 8NC Zellen und einem Purple Bull am Reisenauer Getriebe. Das reicht für etwa drei Steigflüge aber unter 45° Steigwinkel!
mfg HF
»godfligher« hat folgendes Bild angehängt:
  • bird_und_kleine.jpg
Telemetrie?
"Ich FASSTe so lange, bis Sender die gecrashten Teile online bestellen können!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »godfligher« (28. Juli 2007, 12:54)


GoFast

RCLine User

Wohnort: Nähe Hameln (31785)

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6

Samstag, 28. Juli 2007, 13:05

Zitat

Original von kmx4fun
*schauder*

Wozu schwer bauen? Schwer fliegt meist auch schlechter, bzw. leicht wesentlich besser. Ich bin ein absoluter leichtbau fan, Epoxy benutze ich eigentlich gar nicht, höchsten zum Hauben Laminieren. Als Material verwende ich größtenteils luft, hat das beste gewicht :D


Richtig!
Mit diesen ganzen Verstärkungen ist es doch immer so: Man fängt an etwas zu verstärken, doch wo geht die Kraft dann hin? Genau! Neben die Verstärkung. Also so kann man das auch nicht lassen und deshalb macht man hier und da wieder was und Nachher kannst du mit deinem Seglerrumpf Baseball spielen, aber dafür bricht die Fläche, da der Rumpf ja jetzt tonnenschwer ist ;)
Irgendwo muss die Kraft nunmal hin und durch Verstärken wird das auch nicht besser, da man nur die Kraft, die auftritt, durch höheres Gewicht erhöht.
Deshalb macht es doch viel mehr Sinn leicht zu bauen, um die Kräfte die auf die Konstruktion wirken gering zu halten.

Ein Massiv gebauter GFK Turbinenjet hält nämlich auch nicht annähernd so viel aus wie ein 130gr Schockflyer ;)
Der Shockflyer mag einem ja recht weich und instabil vorkommen, aber durch sein geringes Gewicht muss es natürlich auch nicht viel abkönnen.

Also ist der Trick an der Sache leicht aber trotzdem stabil zu bauen. Um das hinzubekommen, muss man sich ganz genau überlegen, wo welche Kräfte wirken und wie man diese mit möglichst wenig Material möglichst gut in die Konstruktion einleitet. Wenn man das macht bekommt man einen super gut fliegendes Fluggerät, dass nur beim Transport gefährdet ist, da es für solche Belastungen dann natürlich nicht mehr ausgelegt ist.

Und wer mir nicht glaubt, der soll mal ein leichtes Modell fliegen... Ich wette dann tauscht ihr doch den Weißleim gegen den Sekundenkleber ;)
Grüße,
Fabi

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

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7

Samstag, 28. Juli 2007, 13:07

das mit dem schwer hat viele nachteile: die energie die im crash frei wird steigt ja im quadrat zur geschwindigkeit.
darum ist es nicht möglich einen unzerstörbaren flieger zu bauen :evil:

es ist aber möglich die mindestgeschwindigkeit soweit abzusenken dass nichts mehr passieren kann :w

niedrige landetempi erlauben auch bessere anflüge und korrektes aufsetzen.
in reinkultur ist das bei einem shocky zu sehen: der ist so langsam dass ausser props kaum was zu bruch geht.
das fördert allerdings auch einen risikoreichen flugstil in bodennähe :angel:



es ist sinnvoller möglichst leicht zu bauen und eine einfach zu reparierende knautschzone vorzusehen.
beim Emodel ist es oft möglich den akku abwerfbar zu bauen. damit fliegt das schwerste teil beim einschlag raus ohne die innereien zu zerbröseln..
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

8

Samstag, 28. Juli 2007, 13:35

Hi!

Ich bau' immer schön schwer... mittlere Dichte knapp unter 1kg/dm³ :D

leichter kommt man einfach nicht mehr von der Oberfläche weg :wall:

GoFast

RCLine User

Wohnort: Nähe Hameln (31785)

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9

Samstag, 28. Juli 2007, 14:53

Zitat

Original von MaGo
Hi!

Ich bau' immer schön schwer... mittlere Dichte knapp unter 1kg/dm³ :D


Wenn meine Modelle tauchen sollten, würde ich das auch so machen ==[]
Grüße,
Fabi

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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10

Samstag, 28. Juli 2007, 15:12

Nuja, Superleichtbau betreibe ich auch nicht, fast keine meiner Eigenkonstruktionen ist in der Luft zerstörbar, und mit Kleber spare ich aus Bequemlichkeit nicht.

Verstärkungen sinnvioll einzusetzen braucht aber etwas Erfahrung, ein supersteifer Kohleholm bei einem Depronschalenflügel ist z.b. suboptimal - die Festigkeit des Deprons wird gar nicht mehr genutzt...
Weiche Knautschzonen, am liebsten aus elastischem Material, baue ich auch gerne ein, Schwimmnoodeln liefern gutes Material dafür.

Der Vergleich zwischen Turbinenjet und shocky hinkt gewaltig, schleppt mal so nen Shocky mit dem Jet ;)
Klar ist was langsames einfacher zu landen, aber wo bleibt da der Nervenkitzel :nuts:

Ich mach mir um das Gewicht beim Bau keine Gedanken, ist immer im grünen Bereich, obwohl ich festigkeitsmässig deutlich zum Überdimensionieren neige.

:w Paul

p.s.: Das wird mein nächster Photoflieger, etwa 950g Abfluggewicht bei 1.26m SP
»Paul H.« hat folgendes Bild angehängt:
  • Pinky1.jpg
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (28. Juli 2007, 15:19)


Mike Laurie

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Wohnort: E 4 ELEKTRO

Beruf: Dipl.-Ing.

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11

Samstag, 28. Juli 2007, 16:54

ich baue immer leicht und kann garnicht anders...
mir ist auch mal aufgefallen, dass ich mehr aufwand und nachdenken habe um leicht zu bauen..
selbst bei einem telemaster nehme ich lieber dünneres holz für die servobretter oder überlege ob man da noch löcher reinbauen kann, nehme nur 2 statt 4 schrauben zum servoeinbau weils leichter ist....

MADSEN

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Wohnort: Ochsenfurter Gau

Beruf: TZ

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12

Samstag, 28. Juli 2007, 19:15

leichtbau betreib ich bei mein KIS, wo ich auf jedes grämmchen und klebertropfen geachtet hab.. bei mein e-segler hab ich das nich... hats chon mal jeamdn ne SE 200 mit 2,2kg geflogen? durchzug wie sau... aba thermiksegeln ist nur drin wenn wirklich thermik da is...aba dazu hab ich ja mein reinen segler.. ne gute "alte" SE 100...


ioch find ma sollte da leicht baun wos nötig is. nur bei nem motorflieger halte ich es für übertrieben um jedes gramm zu käpfen...

:w
©Thomas
"SED" - "SED-PDS" - "PDS" - "Die Linkspartei.PDS" - "WASG" + "Die Linkspartei.PDS" => "Die Linke" - Und wenn Sie sich noch 10 mal umbennen...
www.radio-legende.de

Jamaicaman

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Wohnort: PB

Beruf: IT - Systemelektoniker

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13

Sonntag, 29. Juli 2007, 14:38

Zitat

nehme nur 2 statt 4 schrauben zum servoeinbau weils leichter ist....


gegen Leichtbau spricht ja gar nichts, aber gegen Leichtsinn schon.

Ich finds ok wenn man hier und da Gewicht einspart, dennoch sollte ein Modell nicht in der Luft ausseinander fallen.
Und solche dinge wie Servos mit nur 2 Schrauben fest machen ist meiner Meinung nach an der falschen Stelle gespart. Man sollte schon immer die Sicherheit mit im Auge behalten.
forum.speedscene.eu << das Forum zum Speedflug

Paul H.

RCLine User

Wohnort: A-Graz

Beruf: freiberuflicher Techniker

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14

Sonntag, 29. Juli 2007, 14:43

Ich weiss nicht wann ích das letzte mal eine Schraube für ein Servo verwendet hab ;)

Ob's ein Risiko ist muss jeder, nach Lage der Verhältnisse für sich selbst entscheiden. Solche Ferndiagnosen sind zwar nett, aber völlig nutzlos.


Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Jamaicaman

RCLine User

Wohnort: PB

Beruf: IT - Systemelektoniker

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15

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:02

das sehe ich anders. Gerade bei größeren Modellen mit Verbrenner sollte man nicht an solchen Dingen sparen.
forum.speedscene.eu << das Forum zum Speedflug

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jamaicaman« (29. Juli 2007, 15:03)


HenrikG

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Wohnort: Gummizelle

Beruf: Azubi zum Feinmechaniker

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16

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:07

Wenn ich dir jezt sage dass ich in meinem 1,20m E.Heli die Servos auchnur mit 2 Schrauben festgemacht habe bekommst Du nen Herzinfarkt? :evil:
Viele Grüße, Henrik :w

Ich lüge prinzipiell immer. Nein, das stimmt nicht. Ich lüge eher selten, aber dann gerne und oft.

Jamaicaman

RCLine User

Wohnort: PB

Beruf: IT - Systemelektoniker

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17

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:09

ja, gerade bei den dingern wo sich der Flügel dreht :tongue:
forum.speedscene.eu << das Forum zum Speedflug

HenrikG

RCLine User

Wohnort: Gummizelle

Beruf: Azubi zum Feinmechaniker

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18

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:12

Keine Angst, sind schon 4...
»HenrikG« hat folgendes Bild angehängt:
  • hubschraubär.jpg
Viele Grüße, Henrik :w

Ich lüge prinzipiell immer. Nein, das stimmt nicht. Ich lüge eher selten, aber dann gerne und oft.

19

Sonntag, 29. Juli 2007, 15:52

Lieber 2 Schrauben die richtig sitzen als 4 Schrauben die nicht richtig sitzen ;)

wlange123

RCLine User

Wohnort: Mamas Bauch

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20

Sonntag, 29. Juli 2007, 20:14

Zitat

Original von Matthias R
Lieber 2 Schrauben die richtig sitzen als 4 Schrauben die nicht richtig sitzen ;)


Ja, lieber ein Auto mit 2 Rädern die richtig sitzen, als 4 Räder die nicht richtig sitzen ;)