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61

Mittwoch, 16. April 2008, 08:00

tja, was werden die deutschen konzerne wohl machen, wenn sie nicht mehr billig dort produzieren lassen können :evil:

ganz einfach, die preise erhöhen.
die filteranlagen müssen schließlich bezahlt werden.
und das wird immer der endverbraucher.

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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62

Mittwoch, 16. April 2008, 08:34

Sagt mal, die Leute, die nicht bereit sind etwas Geld auszugeben und sich über "deutsche" Preise aufregen, kaufen die auch keine Levis, Mustang, Diesel...ect. Markenkleidungsstücke?
Seht euch da mal Fertigungskosten und Verkaufspreise an ;)

Ich kaufe zwar auch in China, aber nur unter 22€ und die Dinge, die ich hier nirgends finde.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (16. April 2008, 08:35)


o.st

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63

Mittwoch, 16. April 2008, 08:51

Zitat

Original von Holger_Lambertus

Zitat

lustig, dass es immer noch leute gibt, die glauben, die globalisierung sei aufzuhalten.

mittel und langfristig betrachtet helfen da auch strafzölle nix.
zumal die eh nicht der geschädigten industrie zukommen, sondern im unersättlichen bundeshaushalt verschwinden.

Zwischen Globisierung und Überollung ist ein Unterschied.
Die Löhne in China werden über kurz oder lang drastisch steigen, und die Welt kann nicht ewig auf das nächste Billiglohnland ausweichen, weil es irgendewann keine mehr gibt. Folge der Globalisierung und der freien Marktwirschaft ist langfristig ein Niveauanpassung.
Ich halte Strafzölle für "Übergangsphasen" zur Anpassung für eine gute Lösung, ich halte auch ein Import/Exportverbot für Waren die in Fabriken ohne vernünftige Filteranlagen in den Schonsteinen gefertigt werden, bzw in denen kein vernünftiges Arbeitsrrecht/Sicherheit gibt für eine gute Lösung, da auch eine Globalisierung der Menschenrechte und des Umweltschutzes stattfinden sollte.


Dem stimm ich voll inhaltlich zu.

"Globalisierung" ist ein Totschlagargument daß immer dann herhalten muß wenn es an unseren Geldbeutel geht.
"Globalisierung" ist nichts anderes als das Füllen bestimmter Geldbeutel- und das möglichst schnell!
Wohin uns das führt kann man jeden Tag in der Zeitung lesen.
Langsam wird immer mehr darüber nachgedacht wie man das etwas besser Regeln kann.
Und bei uns kommt zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte ein Aufschwung NICHT in den Taschen der Menschen an, die Kaufkraft sinkt immer weiter.
Bis auf eine Partei haben "die" uns immer gesagt, daß wir Wirtschaftswachstum brauchen dann würde es uns besser gehen.
Der Beweis ist erbracht daß dies heute nicht mehr so ist.
Die eine andere Partei bekommt deswegen immer mehr Zulauf.
Der soziale Sprengstoff, der die Entwicklung birgt, ist gewaltig.
Sogar die Italiener haben zum ersten Mal in ihrer Geschichte eindeutig gewählt.
Ausgerechnet einen Großkapitalisten :D
aber wenn man Interviews gesehen hat dann sollte der Typ kaum mehr schlafen können was die Italiener sich von ihm erhoffen.
Der Knall wird vermutlich auch gewaltig sein ;)

Oliver

udo260452

RCLine User

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64

Mittwoch, 16. April 2008, 18:34

Zitat

Original von Holger_Lambertus

Die Löhne in China werden über kurz oder lang drastisch steigen, und die Welt kann nicht ewig auf das nächste Billiglohnland ausweichen, weil es irgendewann keine mehr gibt. Folge der Globalisierung und der freien Marktwirschaft ist langfristig ein Niveauanpassung.
Ich halte Strafzölle für "Übergangsphasen" zur Anpassung für eine gute Lösung, ich halte auch ein Import/Exportverbot für Waren die in Fabriken ohne vernünftige Filteranlagen in den Schonsteinen gefertigt werden, bzw in denen kein vernünftiges Arbeitsrrecht/Sicherheit gibt für eine gute Lösung, da auch eine Globalisierung der Menschenrechte und des Umweltschutzes stattfinden sollte.


Holger Lambertus der Weltwirtschaftsökonom und Weltwirtschaftswissenschaftler mit den überragenden Erkenntnissen, die unsere Wirtschaft retten werden!

Holger, was glaubst Du eigentlich, was ein ganzes Heer von hochbezahlten Außenwirtschaftlern und Diplomaten alles versuchen/versucht haben, um solche "Billigeinfuhren" aus Ländern, die nun mal andere Arbeitsbedingungen haben, zu verhindern, zu steuern oder zu lenken?

Was glaubst Du, wieviel kontinuierliche Kleinarbeit auf allen Ebenen bereits erfolgt ist/zur Zeit erfolgt und auch in Zukunft erfolgen wird, um in dieser Sache gleiche und faire Bedingungen zu schaffen?

Es ist nun mal leider so, dass China ein eigenes, fremdes Land ist, das sich nicht gerne irgendetwas vorschreiben lässt.

So einfach Strafzölle verhängen ist nicht: Es gibt zahlreiche internationale Abkommen die China mit den meisten anderen Ländern geschlossen hat, wo das explizit ausgeschlossen ist!

Diese alten Verträge wurden zu einer Zeit mit China geschlossen, als es denen noch nicht so gut ging, wie heute! Man wollte China damit eine Chance geben, Waren bei uns zu verkaufen, damit man keine oder nicht so viele Gelder zur Bekämpfung von Hungersnöten nach China überweisen musste. Außerdem dachte man, auf diese Weise könne man das Wohlwollen von China's Staatsführung erkaufen, immerhin war diese "Kapitalisierung" der chinesischen Wirtschaft ein erster Schritt weg vom Kommunismus (dachte man!).

Wenn man jetzt hinginge und einfach diese Verträge kündigen würde, würde das unabsehbare Folgen für den Weltfrieden haben!

Außerdem geht es heute doch gar nicht mehr ohne Produkte aus China.

Nahezu alles kommt inzwischen aus China!

Schaut mal auf eure Fernseher, Laptops, Festplatten, was ihr wollt! Bei sehr vielen dieser Produkte seht ihr "Made in China"!

Grüße
Udo

udo260452

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65

Mittwoch, 16. April 2008, 18:47

Zitat

Original von o.st
Und bei uns kommt zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte ein Aufschwung NICHT in den Taschen der Menschen an, die Kaufkraft sinkt immer weiter.
Oliver


Nun, das liegt leider am Totalversagen der Gewerkschaften, nicht an irgendeiner Partei!

Die Parteien sind nicht dazu da, Tarifpolitik zu machen!

Die Parteien machen Parteipolitik in ihrem jeweiligen Interesse, nicht um irgendwelchen Arbeitnehmern den Geldbeutel zu füllen! (Auch nicht die Grünen oder die Roten oder sonstwer!)

In der Vergangenheit hat das doch auch immer gut geklappt: Die Gewerkschaften haben mit Streiks gedroht, sollte man deren Lohnforderungen nicht nachkommen. Es gab ja auch Streiks. (Wenige!) Die Arbeitgeber gaben meistens nach.

Seit einiger Zeit meinten die Gewerkschaften, gesellschaftspolitisch tätig werden zu müssen und forderten statt mehr Geld, weniger Arbeitsstunden.

Das klappte auch zu Anfang, der gesellschaftspolitische Effekt war aber nahezu unbedeutend. Die Arbeitszeiten wurden inzwischen auch wieder angehoben, allerdings ohne Lohnausgleich!

Und hier haben die Gewerkschaften kläglich versagt!

Dass wir jetzt trotz Aufschwung immer weniger Geld in unseren Taschen haben, ist das "Verdienst" unserer Gewerkschaften, nicht die Schuld der Parteien!

Hinzu kommt noch die mir völlig unverständliche Reaktion sehr vieler Menschen, die z. B. beim letzten Bahnstreik kein Verständnis für die Forderungen der Streikenden hatten!

Genau das ist der Weg: Massvolle Abschlüsse anpeilen und mit allen Mitteln durchsetzen! Nur so wird der "normale" Bürger wieder mehr Geld oder zumindest nicht immer weniger, in seinen Taschen haben!

Es wird keine Partei kommen, die das für den Arbeitnehmer übernehmen wird.

o.st

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66

Mittwoch, 16. April 2008, 19:26

Das ist meiner Meinung nach so nicht richtig.
Speziell in der CDU (die ich meistens gewählt habe) gibt es den Wirtschaftsflügel.
Z.B. Herrn Merz, da kam vor einigen Jahren mal im ZDF eine Sendung wo gezeigt wurde, wer nicht alles einer bestimmten Wirtschaftsorganisation angehörte und vor Allem welches Ziel die hatte.
Dieses Ziel wurde 1:1 erreicht.

Die Leute, die dort das Sagen hatten und haben,
kämpften mit allen Mitteln gegen die Gewerkschaften.
Traten auf wannimmer sie konnten und schufen eine Stimmung die den Gewerkschaften (deren Anhänger ich ganz gewiss nicht bin!) massiv geschadet hat.
Mit welcher Arroganz Herr Merz immer aufgetreten ist- daran wird sich der Eine oder Andere sicher noch erinnern.
Die Einmischung der Politik in die Sache zwischen Arbeitnehmer und Gewerkschaften machte auch unter Schröder nicht halt!
Im Gegenteil und die Früchte dieser Lobbyarbeit des Herrn Schröder erntet die SPD zur Zeit!

Die Bankenkrise hat ein paar Leuten die Augen geöffnet, Skandale um ein paar liebe Manager auch.
Wieviel sich da in Zukunft tun wird werden wir sehen,
allzuviel Hoffnung hab ich nicht, dazu leben wir viel zu sehr in einer Bananenrepublik!
Wer sägt schon den eigenen Ast...

Also- manche Parteien machen Politik in ihrem jeweiligen Interesse, das zugleich auch das Interesse bestimmter Wirtschaftszweige widerspiegelt.
Füllen sich deren und die eigenen Taschen,
der Arbeitnehmer geht dabei leer aus.
Und das....birgt einen Sprengstoff und Zuspruch für Leute, die ich nihct an der MAcht haben will!
Oliver

Holger_Lambertus

RCLine User

Wohnort: 31535 Dingendskirchen

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67

Mittwoch, 16. April 2008, 19:28

Udo
Keiner wird hier irgendetwas retten oder ändern, aber jeder darf hierzulande eine Meinung haben.

Freie Marktwirtschaft sollte m.E. nicht in Anarchie enden, denn das ist das was einige hier offensichtlich als Globalisierung verstehen.
Gruß Holle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holger_Lambertus« (16. April 2008, 19:29)


udo260452

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68

Mittwoch, 16. April 2008, 19:42

Zitat

Original von o.st

Die Einmischung der Politik in die Sache zwischen Arbeitnehmer und Gewerkschaften machte auch unter Schröder nicht halt!

Also- manche Parteien machen Politik in ihrem jeweiligen Interesse, das zugleich auch das Interesse bestimmter Wirtschaftszweige widerspiegelt.
Füllen sich deren und die eigenen Taschen,
der Arbeitnehmer geht dabei leer aus.
Und das....birgt einen Sprengstoff und Zuspruch für Leute, die ich nihct an der MAcht haben will!
Oliver


Ja, das hast Du ganz richtig erkannt: Natürlich versuchen die Parteien, in ihrem eigenen Interesse sich da einzuschalten, in die Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das ist doch ganz klar.

Übrigens machen nicht nur "manche" Parteien, sondern alle Parteien nur Politik in ihrem eigenen Interesse, nicht im Interesse der Bevölkerung!

Was lernen wir daraus? Nun, die Gewerkschaften müssten wieder zu altem Glanz und zur alten Macht zurückfinden und sich auf ihre Kerninteressen beschränken:

- 1. Mehr Geld in die Taschen der Arbeitnehmer!

- 2. Mehr Geld in die Taschen der Arbeitnehmer!

- 3. Mehr Geld in die Taschen der Arbeitnehmer!

- 4. Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer!

- 5. Mehr Geld in die Taschen der Arbeitnehmer!

Übrigens können wir auf keinen Fall mit den Chinesen lohnmässig mithalten! Das wird nichts! (Oder möchte hier jemand eine harte 60-Stunden-Woche für einen Monatslohn von 100 Euro arbeiten?)

Grüße
Udo

udo260452

RCLine User

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69

Mittwoch, 16. April 2008, 19:48

Zitat

Original von Holger_Lambertus
Udo
Keiner wird hier irgendetwas retten oder ändern, aber jeder darf hierzulande eine Meinung haben.

Freie Marktwirtschaft sollte m.E. nicht in Anarchie enden, denn das ist das was einige hier offensichtlich als Globalisierung verstehen.


Holger, selbstverständlich darf (und soll) jeder seine eigene Meinung haben! Dann muss man aber auch mit Widerspruch leben können!

Warum bist Du so pessimistisch? Sicher kann man was ändern, wenn man will! Deutschland hat schon schlimmere Zeiten erlebt, als gerade jetzt!

Mir scheint, jeder ist mit der gegenwärtigen Situation irgendwie unzufrieden, will aber möglichst wenig daran ändern, bzw. hat auch keine Vorschläge, wie man es denn "besser" machen könnte. Jedenfalls kann man heutzutage nicht mehr so einfach bestimmte Lieferländer boykottieren und deren Waren mit Strafzöllen belegen! Das geht nicht mehr, dazu ist die von vielen Leuten geschmähte "Globalisierung" viel zu weit gediehen!

Grüße
Udo

o.st

RCLine User

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Beruf: Schaufensterdekorateur

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70

Mittwoch, 16. April 2008, 20:26

Deutschland kann das nicht,
Europa vielleicht aber doch.
So gesehen ist ein Vergrößern des Euroraums erstrebenswert weil es da leichter fallen dürfte zwar nicht globale, dafür europäische Standarts durchzusezuen.
Theoretisch,
Denn praktisch produziert "Europa" nur jede Menge unnützes Papier, das zwischen den Tagungsorten hin und hergefahren wird.

Nein, Deutschland geht es nicht schlecht.
Aber zunehmend schlechter.
Auch das wäre global gesehen kein Problem wenn,
ja wenn nicht viel zuviele Menschen (mich eingeschlossen) ihr Lebenswerk noch ein paar Jährchen abzahlen müssen.
Ich bin Unternehmer. Kleinstunternehmer, Einmannbetrieb.
Um die steigenden Kosten zu decken arbeite ich mehr.
Wenn ich mehr arbeite sollte ich auch mehr verdienen oder zumindest das Niveau halten können.
Doch dem ist leider nicht so.
Das ist, als schwäme man gegen eine immer stärkere Strömung und gibt immer mehr Gas.


Oliver

71

Mittwoch, 16. April 2008, 22:39

Zitat

Die Parteien machen Parteipolitik in ihrem jeweiligen Interesse, nicht um irgendwelchen Arbeitnehmern den Geldbeutel zu füllen!
...
Dass wir jetzt trotz Aufschwung immer weniger Geld in unseren Taschen haben, ist das "Verdienst" unserer Gewerkschaften, nicht die Schuld der Parteien!

Nur damit ich es richtig verstehe: Sinn und Zweck von Wahlen ist es also ganz offiziell Politiker in Ämter zu heben welche sie dann zum Wohle der jeweiligen Partei und nicht etwa des Wählers ausüben? Dass es de facto tatsächlich so praktiziert wird ist mir schon klar, dies aber nicht nur hinzunehmen sondern sogar gutzuheissen (nichts anderes bedeutet der Schuldfreispruch) erschüttert mich nun schon ein wenig.
Selbstverständlich ist es Aufgabe der Politik die Interessen der Masse(!) der Bürger zu vertreten und nicht nur derer die den Parteien >5stellige Spendenschecks zukommen lassen.
Schöne Grüsse
Toenne

Pic Killer

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72

Mittwoch, 16. April 2008, 23:39

Man könnte eher sagen,wenn die Wahlen etwas bewirken würden,wären die schon verboten worden. :shy:
Aber einen großen Teil der Bevölkerung interessiert es mittlerweile wirklich nicht mehr. Auch bei sowas,müßte ein Aufschrei durch die Eu gehen,tut es aber nicht. [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,472567,00.html]klick[/URL]

Die Worte unserer Politiker haben mit ihren Taten auf weiten Strecken nichts mehr zu tun.
Sie beklagen sich sogar und fühlen sich ungerecht behandelt, wenn sie beim Wort genommen werden.
Da sollte man eher fragen,ob die Herren noch wissen,wer das Volk ist. Meiner Meinung nach gehört dieser Sumpf gehörig ausgetrocknet.
Bis dahin mache ich wie seid Jahren meinen Stimmzettel ungültig. :shy:

o.st

RCLine User

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73

Donnerstag, 17. April 2008, 07:45

Tja, das Europaparlament entzieht sich jeglicher Kontrolle.
Deswegen wird sich niemals etwas bewegen bez. Strafzöllen,
viel zuviele Unternehmen haben in China investiert und verdienen sich jetzt dumm und dämlich. Und somit die "Parlamentarier" selber.
Was versteckt sich hinter dem Vorwurf überbürdender Bürokratie in Deutschland?
UMWELTSCHUTZAUFLAGEN und Arbeitsplatzauflagen.

Um Beides muß man sich in China keine Gedanken machen und kostet somit auch nichts. Der Verweis auf die niedrigen Arbeitskosten ist reine Augenwischerei!
Für die, dies noch nicht kennen ;)
http://de.youtube.com/watch?v=vqCstvuBYAI&feature=related

Schaut mal in eine dt. Pressenstraße.
Arbeitskosten spielen dort fast keine Rolle.
Die Globalisierung ist ein gewaltiger Schritt zurück in der Entwicklung der Menschheit.
Sie schafft Arbeitsplätze in China, aber was für welche?
Das endet m.M. nach mal in einem BigBang!

Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »o.st« (17. April 2008, 07:46)


Chief_Rocker

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  • »Chief_Rocker« ist der Autor dieses Themas

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74

Donnerstag, 17. April 2008, 08:44

Na ja, das die Reichen die Armen ausnutzen war nun mal schon immer so. Früher mit Kolonien, dann die Industrialisierung und heute mit armen billig Lohn Ländern, in denen Arbeitsschutz, Gewerkschaften etc ein Fremdwort sind.
Irgendwann werden die Chinesischen Arbeiter sich das aber auch ncith mehr gefallen lassen, dass ihre Führung in Saus und Braus lebt und sie selber nichts für Ihre Arbeit erhalten...
Runter kommen sie alle :D

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udo260452

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75

Donnerstag, 17. April 2008, 11:33

Zitat

Original von toenne

Nur damit ich es richtig verstehe: Sinn und Zweck von Wahlen ist es also ganz offiziell Politiker in Ämter zu heben welche sie dann zum Wohle der jeweiligen Partei und nicht etwa des Wählers ausüben? Dass es de facto tatsächlich so praktiziert wird ist mir schon klar, dies aber nicht nur hinzunehmen sondern sogar gutzuheissen (nichts anderes bedeutet der Schuldfreispruch) erschüttert mich nun schon ein wenig.
Selbstverständlich ist es Aufgabe der Politik die Interessen der Masse(!) der Bürger zu vertreten und nicht nur derer die den Parteien >5stellige Spendenschecks zukommen lassen.


Aufgabe der Politik sollte es sein, dass die die Interessen der Bürger, der Wähler vertreten, das ist richtig. Einige Jungpolitiker versuchen das ja auch redlich. Die haben eventuell noch Illusionen und Visionen. Aber schon bald werden auch diese, meist so hoffnungsvoll gestarteten Politiker von der rauhen Wirklichkeit eingeholt und "heulen mit den Wölfen", wollen sie weiter vorankommen.

Beispiele:

Die schöne Fürther Landrätin Pauli. Hat diese es doch tatsächlich gewagt, den Landesvater Stoiber öffentlich zu kritisieren! Sie hatte insofern Erfolg, als das Stoiber vorzeitig von seinem Amt zurückgetreten ist. Aber was ist nun mit ihr persönlich passiert? Man hat sie rausgeekelt aus der Partei! Nun, da sie sich nicht zur Wiederwahl hat aufstellen lassen (wie denn auch, ohne die Hilfe einer Partei?) muss sie auf die Zahlung einer Pension verzichten! (Das sind so um die 500.000,--€, auf die sie da verzichten muss!)
Frage: Wird der "Fall Pauli" wohl Schule machen? Werden andere Politiker jetzt auch ihre Führer kritisieren? Wohl eher nicht!

Oder Frau Metzger in Hessen: Hat diese Frau es doch tatsächlich gewagt, ihre Hessen-Parteivorsitzende, Frau Ypsilanti, zu kritisieren und an ihr Wahlversprechen vor der Wahl zu erinnern, auf kleinen Fall mit den "Roten" zu kooperieren! eine Ungeheuerlichkeit, so was! Daraufhin wurde sie "gebeten", doch ihr Mandat gar nicht erst anzutreten! Das is der eigentliche Skandal!

So wird Politik gemacht: Nur die Interessen der eigenen Partei verfolgen, alles andere ist völlig unwichtig! (Das war aber schon immer so, ist nichts Neues!)

Wie naiv muss man denn sein, um zu glauben, dass es irgendeine Partei auf diesem Erdball geben könnte, die ausschließlich das Wohl der Bevölkerung im Auge hat?

Nein, nein! Will der Arbeitnehmer Verbesserungen seines Daseins erreichen, so kann er das nur mit Hilfe von starken, kompromisslosen Gewerkschaften erreichen! Das ist Fakt, ob es einem passt, oder nicht! Da wird es keine einzige Partei geben, die für ihn die Löhne anhebt, schon gar nicht die "Roten" (17. Juni 1953 schon vergessen?)

Grüße
Udo

udo260452

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76

Donnerstag, 17. April 2008, 11:37

Zitat

Original von Chief_Rocker
Irgendwann werden die Chinesischen Arbeiter sich das aber auch ncith mehr gefallen lassen, dass ihre Führung in Saus und Braus lebt und sie selber nichts für Ihre Arbeit erhalten...


Das ist schon richtig, Chief Rocker, nur, wann wird das sein? Ich befürchte, bis es soweit ist, werden hier alle mit dem Fahrrad fahren und die Chinesen mit dem Auto! Dann sind wir längst zum Billiglohnland der Chinesen geworden!


Grüße
Udo

udo260452

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77

Donnerstag, 17. April 2008, 11:43

Zitat

Original von o.st
Ich bin Unternehmer. Kleinstunternehmer, Einmannbetrieb.
Um die steigenden Kosten zu decken arbeite ich mehr.
Wenn ich mehr arbeite sollte ich auch mehr verdienen oder zumindest das Niveau halten können.
Doch dem ist leider nicht so.
Das ist, als schwäme man gegen eine immer stärkere Strömung und gibt immer mehr Gas.
Oliver


Oliver, vielleicht mal Dein Geschäftsmodell überprüfen? Eventuell kannst du in einer anderen Branche leichter, besser, eher Geld verdienen? Keine Ahnung. Im Geschäftsleben gilt: Es gibt ständig Veränderungen! Das, was gestern gut war und für sehr viel Umsatz und Gewinn gesorgt hatte, muss morgen nicht auch noch so sein!

Das ist eben der Nachteil, wenn man Selbstständig ist: Zwar redet einem niemand in seine tägliche Arbeit rein und sagt, was man zu tun und zu lassen hat und im Erfolgsfall kann man ziemlich schnell ziemlich viel Geld verdienen, aber man hat auch das gesamte Risiko zu tragen! Ein Umstand, den viele einfach nicht wahrhaben wollen!

Grüße
Udo

o.st

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78

Donnerstag, 17. April 2008, 12:15

Du hast schon recht mit Deinen Aussagen, Udo.

Zu meinem Geschäftsmodell-
versteh das bitte nicht falsch, ich bin als Dekorateur außerordentlich erfolgreich,
mehr geht einfach nicht, meine Kunden sind zufrieden....
Doch der Einzelhandel bzw. jede Branche die auf einen Allrounder wie mich zurückgreifen kann/will,
steht mit dem Rücken an der Wand.
Grund ist der seit vielen Jahren stetig zurückgehende Konsum, der nur z.T. durch aggressive Preispolitik aufgefangen werden konnte.
Die stetig sinkende Kaufkraft der Deutschen ist ein Problem, das einfach nicht gesehen wird.
Wie sagte doch Herr Merz " ...die Binnenkonjunktur ist mir wurscht..." das hat er tatsächlich gesagt!

Als Dienstleister ist man jedoch stark abhängig von der Binnenkonjunktur.
Wegen meiner Leistungen, die sich deutlich von der Konkzurrenz abheben (Rundumbetreuung, Innenausbau, Qualität) hab ich einen Großkunden dazugewonnen.
Ich hab also mehr Arbeit,
durch die Preissteigerungen hab ich jedoch auch wesentlich mehr Kosten die ich nicht weitergeben kann.
Dazu muß ich erheblich mehr ans Finanzamt zahlen wie bisher.
Unterm Strich arbeite ich als wesentlich mehr, verdien aber nicht mehr.
Mit Hinblick auf´s Finanzamt muß ich wohl sagen, daß ich fast gleich viel verdienen würde wenn ich weniger arbeite.
Meiner Gesundheit würde ich dadurch auch helfen und ich würde auch nicht in Gefahr geraten Gewerbesteuer zu zahlen.

In diesem Land wird man also für Mehrarbeit ganz eindeutig bestraft was ich unglaublich finde!

Da die Lebenshaltungskosten aber stetig steigen, die Freibeträge aber nicht (kalte Progression) geht die Rechnung trotzdem nicht auf- ich MUSS mehr arbeiten.

Wie gesagt- als Dekorateur war ich noch nie so gefragt wie jetzt,
im Geldbeutel kommt davon aber unverhältnismäßig wenig an.


Deswegen reg ich mich auch so auf!

Oliver

Chief_Rocker

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79

Donnerstag, 17. April 2008, 13:32

@ Oliver Staudenmaier

Das ist ein Problem das sehr viele Selbsständige haben. Viele Kleinbetriebe gehen daran zu Grunde, obwohl sie nix falsch machen.
Da die meisten Firmen ihre Werbekontingente und auch VKF Aktivitäten arg einschränken mussten, bleibt leider nicht mehr so viel übrig für Aufwendige Aktionen. Schade eigentlich.
Runter kommen sie alle :D

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udo260452

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80

Donnerstag, 17. April 2008, 18:07

Zitat

Original von o.st
versteh das bitte nicht falsch, ich bin als Dekorateur außerordentlich erfolgreich,
mehr geht einfach nicht, meine Kunden sind zufrieden....
Doch der Einzelhandel bzw. jede Branche die auf einen Allrounder wie mich zurückgreifen kann/will,
steht mit dem Rücken an der Wand.
Grund ist der seit vielen Jahren stetig zurückgehende Konsum, der nur z.T. durch aggressive Preispolitik aufgefangen werden konnte.
Die stetig sinkende Kaufkraft der Deutschen ist ein Problem, das einfach nicht gesehen wird.



Oliver, siehst Du denn nicht, dass da etwas nicht stimmen kann? Du arbeitest sehr erfolgreich und wickelst mehr Aufträge als zuvor ab, aber dennoch nimmst Du immer weniger ein?

Mir scheint, Deine Auftraggeber drücken erfolgreich die Preise mit dem Hinweis auf sinkende Kaufkraft und Kaufunlust der Leute. Das mag im Einzelfall stimmen oder auch nicht. Hast Du mal Einblick in die Gewinn- und Verlustrechnung Deiner Auftraggeber nehmen können? Ich vermute: Nein! Also bist du da auf Hörensagen angewiesen.

Das kann aber so nicht funktionieren, Oliver! Kannst Du denn auch die Preise Deiner "Liefereanten" mit dem Hinweis auf schlechte Gewinnsituation drücken? Kannst Du Deiner Versicherung z.. B. sagen, dass Du ab sofort 20% weniger Prämie überweist, weil Deine Gewinne immer weiniger werden? Oder das gleiche mit dem Finanzamt machen? Ich glaube, eher nicht!

Gute Arbeit muss gut bezahlt werden oder es wird eben nicht gearbeitet!

Verlange für Deine Arbeit adäquaten Lohn, oder lass es sein! Was wollen Deine Auftraggeber denn machen? Einen anderen, billigeren Dekorateur beschätigen, der weniger gute Ergebnisse abliefert? Sollen sie doch! Dann wird deren Umsatz noch mehr fallen!

Du und Deine Arbeit, ihr seid nicht die Kostenretter des Einzelhandels auf Deine Kosten! So geht es doch nicht.

Übrigens: In den meisten Branchen gibt es noch mehr als genug Umsatz!

Grüße
Udo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »udo260452« (17. April 2008, 18:08)