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61

Sonntag, 1. Juni 2008, 10:41

In meinem Bekannten/ Freundeskreis ist nahezu jeder dazu bereit das Auto stehen zu lassen.
Es ist aber Schlichtweg unmöglich!

Wir wohnen hier auf dem Land. Ich habe gerade einmal 20km zur Arbeit. Man sollte ja denken das sei mit Nahverkehrsmitteln zu bewältigen. Ist es auch allerdings darf ich dann um 5 aufstehen um pünktlich um 7 in der Firma zu sein da die Verbindung einen rießen umweg mit Bus und Bahn zurücklegt.

so geht es vielen hier.
Das Nahverkehrssystem in Deutschland ist einfach katastrophal.
Da könnte man sich ja eine Scheibe bei unsern Schweizer Nachabarn abschschneiden!
Jede noch so kleine Ortschaft hat eine Bus/Bahnverbindung.
Dort fahren Busse und Züge nicht stündlich oder halbstündlich sondern in 10 oder 15 minuten abschnitten.
so muss das ausehen, aber darum kümmert man sich hier ja nicht.
____________
Gruß Johannes

P.S. Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn Behalten!
____________

62

Sonntag, 1. Juni 2008, 12:54

johannes hat recht,
Die meisten könne ihr Auto nicht stehen lasen. Und das liegt an der Politik der letzten Jahrzehnte , Es wurde immer auf das Auto gesetzt.
Das fängt damit an, das in den Dörfern das Bauen gefördert wird und mit dem Kilometergeld die Fahrt zur Arbeit subventioniert selbst wenn es 80 Km sind.
Hier in köln hat man erst letztes Jahr den Flughafen an die Eisenbahn angeschlossen , nach etwa 40 Jahren.
Die Post hat früher die Eisenbahn genommen um Briefe von Stadt zu Stadt zu fahren. Das war zu teuer.
Und jetzt wenn wir uns in Deutschland so langsam umdenken müssen, wird die Bahn privatisiert !
In der Schweiz gibt es keine eigenen Autoindustrie auf die man Rücksicht nehmen müsste. Da kann man auch eine Vignette einführen ohne das die Boulevarpresse schäumt.

Andreas

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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63

Sonntag, 1. Juni 2008, 13:52

Und trotzdem ist in der Schweiz das Benzin billiger als bei uns.
Steuerausfälle haben die deswegen nicht.
Auch unser Dorf, heute Stadt hatte vor 20 Jahren noch nen Bahnhof, sogar noch 2 Ortschaften weiter mitten rein an die Alb bis es nicht mehr ging.
Heute ist dort ein Radweg.
Wieso funktioniert in der Schweiz die Bahn wesentlich besser als bei uns?
Und privatisiert ist sie auch nicht, oder?
Was haben wir nicht alles verprivatisiert und heute schauen wir blöd aus der Wäsche.
Wir haben zwar 12000 Einwohner aber nur ne Postagentur mit einem Schalter.
Habe vor wenigen Tagen ein Päckchen an einen Kollegen hier im Forum verschickt das 4! Tage unterwegs war.

Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »o.st« (1. Juni 2008, 13:53)


Funjetex73

RCLine User

Wohnort: OHZ bei Bremen

Beruf: Kfz-Mech.

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64

Sonntag, 1. Juni 2008, 17:23

Ich besitze seit ca.3 Jahren kein eigenes Auto mehr,was mich bis vor kurzem auch nicht wirklich fehlte.
Meine Arbeitsstätte befindet sich in meiner Stadt(ca.20 Min.Fussmarsch,mit dem Fahrrad entsprechend weniger).Davon abgesehen fährt jeder dritte Arbeitskollege an meiner Haustür vorbei.
Die Bahnanbindung ist bei uns ganz gut gelöst um ins nahegelegene Bremen zu fahren.
Das kann natürlich nicht jeder haben.Nur fehlt mir jetzt die Ungebundenheit"mal eben"Loszufahrten sei es das Einkaufen/Freunde besuchen die eben nicht gleich um die Ecke wohnen/mal zur Wiese fahren und mit dem Flieger ein paar Runden zu drehen(ich weiss,wenn es für manche von euch nur das währe)
Aber die heutzutage horrenden Sprit/Unterhaltspreise schrecken mich von einem Autokauf ab.
Die Autoreparatur an sich währe nicht das Problem weil ich aus der Branche komme,nur kenne ich mich halt nur mit alten Auto`s aus an denen man selber noch was machen kann(Meine Lehrzeit ist schon ein wenig her).Die heutigen Fahrzeuge sind so vollgestopft mit Elektronik und Plastikabdekungen(Was auf die Elektronik bezogen,der Sicherheit natürlich zu gute kommt)das man teilweise sogar schon für einen Glühbirnenwechsel in die Werkstatt fahren muss.
So wie es aussieht werde ich wohl weiterhin per Pedes/zu Fuss da hinkommen wo ich möchte.Was in einem Fall so wie es ist mit dem Arbeitsplatz auch kein Problem darstellt.
Hangar:
Funjet light

Garage:
HPI Sprint II
HPI E1o
Tamiya TTo1-D
Tamiya Boomerang
Losi 1/18 MRC

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Funjetex73« (1. Juni 2008, 17:24)


65

Sonntag, 1. Juni 2008, 19:02

Zitat

Wir wohnen hier auf dem Land. Ich habe gerade einmal 20km zur Arbeit....

Um das nur einmal als Beispiel aufzugreifen (ist also nicht explizit auf Johannes gemünzt): Nehmen wir mal an der Sprit würde nur 1EUR kosten Ferner legen wir einen Verbrauch von 8l/100km zugrunde (was bei einem vernünftigen Auto und angepasster Fahrweise sicher schon hoch gegriffen ist, wer mehr braucht ist selbst schuld)
20km einfach = 40km pro Tag; 5-Tage-Woche -> 200km gesamt.
8l/100km -> 16l pro Woche = 64l pro Monat
Preis derzeit ~1,50EUR/l -> 96EUR
Preis gedacht 1EUR/l -> 64EUR
Differenz wäre also 8EUR pro Woche bzw. 32EUR pro Monat.
Jetzt mal Hand aufs Herz, ist diese Differenz wirklich so existenziell wie sie hier dargestellt wird? Klar zahlt man das ungern - aber wer würde diese 32EUR tatsächlich sinnvoll verwenden? Die würden halt für irgendetwas anderes verjuxt.
Und jetzt bitte nicht wieder das Hartz4- oder Rentnerargument vorbringen, die müssen nicht 40km täglich zur Arbeit...;)
Schöne Grüsse
Toenne

pcDoc

RCLine User

Wohnort: Raasdorf

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66

Sonntag, 1. Juni 2008, 20:02

Hi!

Zitat

In meinem Bekannten/ Freundeskreis ist nahezu jeder dazu bereit das Auto stehen zu lassen.[
Es ist aber Schlichtweg unmöglich!/QUOTE]

Genau das sehe ich auch als das größte Problem!!

Und sobald man sich extrem nach den Alternativen (Busse, Züge....) richten muss, ist das keine wirkliche Alternative mehr! Weil keiner fährt doppelt so lange in die Arbeit wenn er nicht muss!

Bei mir ists auch nicht viel anders in der Stadt gewesen! Ich habe mit dem Auto für ca. 10km (reine Stadt) 25-35 Minuten (je nach Verkehr) gebraucht! Für die gleiche Strecke waren es ca. 60 Minuten öffenltich! Im Sommer bin ich das dann immer mit so nem 125er Roller gefahren! Da war ich dann auch bei mehr Verkehr selten über 30 Minuten und es war sogar noch billiger als mit den Öffentlichen!!!! Abgesehen davon habe ich mir den Weg (5 Minuten zu Fuß) von der Station bis ins Büro erspart!

Solange sich da nicht wirklich was ändert gibts in vielen Fällen keinen wirklichen Grund (außer der Umwelt) für mich auf Öffentliche umzusteigen. Auf jeden Fall nicht generell!


Zitat

Jetzt mal Hand aufs Herz, ist diese Differenz wirklich so existenziell wie sie hier dargestellt wird? Klar zahlt man das ungern - aber wer würde diese 32EUR tatsächlich sinnvoll verwenden? Die würden halt für irgendetwas anderes verjuxt.



MIR persönlich gehts zwar auch ums Geld, aber primär um die Umwelt! Die 32€ pro Monat (384€ pro Jahr) würde ich sehrwohl sinnvoll nutzen! Warum sollte man die dann ausgeben? Hat man ja auch nicht, als der Sprit noch billiger war! Wenn man schon auf was anderes verzichten muss, damit man sich den Sprit leisten kann, dann stimmt da generell was nicht! Sollte es bei mir jemals so sein (hoffe mal das wird nie passieren), dann verzichte ich ganz auf das Auto! Zu mindest so lange bis ich es mir wieder bedenkenlos leisten kann.

mfg
Doc

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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67

Sonntag, 1. Juni 2008, 21:32

Also Toenne,
Deine Rechnung ist phänomenal.
Ich tanke auch 1x pro Monat- unseren Privatwagen.
Meinen Geschäftswagen tanke ich 1x pro Woche.
Ich bin selbständig und fahre zwischen 20 und 80km einfach.
Ich habe einen Mazda Premacy und einen A150.
Ich komme hier auf ganz andere Beträge- auch wenn ich kaum repräsentativ bin.
Aber ich bin auch kein Vielfahrer!
Wenn ich aber 40.- pro Monat sparen könnte, dann ist das ein 1wöchiger Urlaub in der Ferienwohnung am Gardasee aufs Jahr gerechnet.
Für mich sind das keine Peanuts!
Man hat Kinder, ne Frau,
alle wollen sie versorgt werden, Einkaufen, Ausflüge etc.
Ich glaube bei Deiner Rechnung hast Du ganz wesentliche Dinge einfach vergessen ;)
Es wird nicht viele Leute geben, die ausschließlich täglich nur 20 km zur Arbeit fahren und sonst grundsätzlich das Auto stehen lassen können.
Im Schwäbischen nennt man solche Leute "Stubenhocker" :D
Abgesehen davon schlagen sich die Spritpreise ja auch im Transportgewerbe nieder.
Alles was transportiert werden muß wird teurer.
Auch das muß ich mitbezahlen!

Natürlich würde das gesparte Geld andersweitig verjuxt werden.
Z.B. in neuen Klamotten, im besseren Urlaub, in neuen Fliegern etc.
Davon hab ich dann aber auch was,
wenn ich das aber nicht hab weil der Staat einfach nicht satt wird dann darf ich mich doch wohl lauthals darüber beklagen oder nicht!?

Sprit wird so oder so nie wieder billiger werden,
daß aber der Staat bei Preiserhöhungen der größte Profiteur ist,
das ist in meinen Augen ein Skandal!
Und das ist so wenn der Steueranteil über 60% leigt :no:

Wenn alle so denken würden wie Du,
ja dann sind 32.-/Monat nichts wert!
Früher gabs mal einen Spruch- wer den Pfennig nicht ehrt ist der DMark nicht wert ;)
Vor nicht allzulanger Zeit konnte man seinen Einkaufswagen für 60.- DMark so füllen,
daß die Hälfte auf dem Weg zum Auto runtergefallen ist.
Naja, vielleicht ahst Du schon recht, 32.-Euro sind nichts,
damit bekommt man nicht mal mehr im Lidl seinen Einkaufswagen Halbvoll ;)

Oliver

68

Sonntag, 1. Juni 2008, 21:57

Wie hiess der Titel doch gleich noch? "kampf gegen die spritpreise"

Na, hat sich bei all dem sinnlosen Stammtischgeschwafel schon was verbessert oder seid ihr immer noch am "kämpfen"? Indem jeder seine persönliche Situation und den Verbrauch seines Fahrzeuges kundtut, wird sich wohl kaum was ändern.

Also, kommt, kämpft endlich, ich will Blut sehen... (dem Titel entsprechend)

Ich selber helfe nicht mit beim kämpfen, mir ist völlig klar, dass so ein "Kampf" absolut sinnlos wäre und ich meine "grauen Zellen" lieber für etwas benutze, was ich persönlich beeinflussen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Balsafresser« (1. Juni 2008, 22:03)


69

Sonntag, 1. Juni 2008, 22:56

Zitat

Original von Balsafresser
Wie hiess der Titel doch gleich noch? "kampf gegen die spritpreise"

Na, hat sich bei all dem sinnlosen Stammtischgeschwafel schon was verbessert oder seid ihr immer noch am "kämpfen"? Indem jeder seine persönliche Situation und den Verbrauch seines Fahrzeuges kundtut, wird sich wohl kaum was ändern.

Also, kommt, kämpft endlich, ich will Blut sehen... (dem Titel entsprechend)

Ich selber helfe nicht mit beim kämpfen, mir ist völlig klar, dass so ein "Kampf" absolut sinnlos wäre und ich meine "grauen Zellen" lieber für etwas benutze, was ich persönlich beeinflussen kann.


Bei diesem Usernamen und dem dazu passenden geschwafel frage ich mich ernsthaft was das wohl sein kann.


Zitat

Und jetzt bitte nicht wieder das Hartz4- oder Rentnerargument vorbringen, die müssen nicht 40km täglich zur Arbeit...

Frag mal die ganzen Schwarzarbeiter, die wollen doch auch jammern. ;)


@ Oliver,

Zitat

Das gibt regelmäßig Ärger- sie hat die letzten 10 Jahre (seit ich sie kenne) kein Auto mehr getankt!
Das bringt mich auf die Idee einfach nicht mehr zu tanken.

Mach das mal, das hilft. :D
Erfahrungswerte.....

@Johannes

Zitat

In meinem Bekannten/ Freundeskreis ist nahezu jeder dazu bereit das Auto stehen zu lassen. Es ist aber Schlichtweg unmöglich!

Glaub ich deinen Leuten nicht. Wie kommen eure ganzen Schüler in die Penne? Haben alle Fernkurse?
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

pcDoc

RCLine User

Wohnort: Raasdorf

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70

Sonntag, 1. Juni 2008, 23:27

Zitat

Original von Ralfi

Glaub ich deinen Leuten nicht. Wie kommen eure ganzen Schüler in die Penne? Haben alle Fernkurse?


Ich möchte nicht für Johannes antworten, aber das kann schon gut sein! Schulen gibts ja doch meinst auch am Land bzw. wesentlich näher als viele Arbeitsplätze! Und lokale Busse gibts ja eh meist! Nur bis man mit denen in die Stadt kommt dauert meist etwas länger!

mfg
Doc

71

Montag, 2. Juni 2008, 01:58

Zitat

Also Toenne,
Deine Rechnung ist phänomenal.

Finde ich auch :D .

Zitat

Ich tanke auch 1x pro Monat- unseren Privatwagen.

Ich weiss zwar nicht welcher von beiden privat ist, aber ich gehe einfach mal von ~50l Tankinhalt aus. Gem. obigen - rein fiktiven - Zahlen wären das also 25EUR...hast also sogar noch was gespart ;).

Zitat

dann ist das ein 1wöchiger Urlaub in der Ferienwohnung am Gardasee aufs Jahr gerechnet... Ausflüge etc.

Mit dem Auto, is' klar ;).

Aber um es mal klarzustellen: Mir liegt es fern die hohen Spritpreise bzw. deren exorbitante Steigerung der letzten Monate zu verteidigen, vielmehr will ich nur darauf hinweisen dass
a) diese nicht nur dem Staat anzulasten sind
b) die Auswirkungen bei weitem nicht so dramatisch sind wie gerne dargestellt.

Du schreibst z.B. du würdest das Geld lieber in neue Modellbauartikel stecken - dass dort aber ein enormer Preisverfall stattfindet nimmst du natürlich kommentarlos hin, das ist halt normal. Vor 2 Jahren hast du weniger Geld fürs Tanken ausgegeben - hast du dafür mehr Modelle kaufen können?

Nehmen wir mal einen anderen wichtigen Bereich des täglichen Lebens: http://www.career-contact.de/news/I_07/l…e_in_europa.php
Beschwert sich hier jemand dass die Lebensmittel billiger sind als in Norwegen oder der Schweiz? Nö, nur dass der Sprit teurer ist.

Oder Wohnungsmiete: http://classic.facts.ch/downloads/mieten.pdf
Schweiz 100%, Dänemark 75%, Irland 80%, Deutschland 66% - für die Differenz z.B. zur Schweiz könnt ihr schon gut tanken.

Oder die Abgabenlast (Steuer plus Sozialaufwendungen): http://www.sozialpolitik-aktuell.de/bilder/II/tabII13.gif bzw. http://www.sozialpolitik-aktuell.de/bilder/II/abbII26.gif (Links von http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tabellen_europa.shtml ) - wir liegen hier unter dem europäischen Durchschnitt!

Also entspannt euch mal ein wenig, soooo furchtbar ist es hier nun auch wieder nicht...oder würdet ihr z.B. gerne in Neapel wohnen? ;)
Schöne Grüsse
Toenne

pcDoc

RCLine User

Wohnort: Raasdorf

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72

Montag, 2. Juni 2008, 08:42

Zitat

Original von toenne
...
Oder Wohnungsmiete: http://classic.facts.ch/downloads/mieten.pdf
Schweiz 100%, Dänemark 75%, Irland 80%, Deutschland 66% - für die Differenz z.B. zur Schweiz könnt ihr schon gut tanken.
...


Hi!

Ich weiß ja nicht wer diese Erhebung gemacht hat, aber für mich sagt die nicht viel aus! Ein Beispiel wäre Ungarn. Am Land, irgendwo weit weg von der nächsten Stadt sind die Mieten SEHR billig, dafür sind sie in Budapest zum Beispiel höher als in Wien!!! Trotzdem sind sie lt. diesem Vergleich deutlich billiger als bei uns! Außerdem gibts in Ungarn kaum Mietwohnungen, dort wird fast immer gekauft, weil die Kaufpreise für Wohnungen im Vergleich zu uns niedriger sind! Miete zahlt sich dort nur kurzfristig aus.

Aber du hättest noch Technik bringen können! Die ist in den letzten Jahren auch deutlich billiger geworden! Es verlagert sich momentan einfach alles! Das Problem ist, dass es sich meiner Meinung nach in die falsche Richtung verlagert!

Lebensnotwendige Sachen werden teurer und Luxusartikel werden billiger! Essen, Sprit, usw. braucht man täglich bzw. wöchentlich. Aber einen Fernseher oder Radio welche billiger geworden sind kauft man bei weitem nicht so oft! Eigentlich sollte es umgekehrt sein! Weil so beschwert sich jeder über teures Benzin und die steigenden Lebensmittelpreise, hat aber 2 oder mehr Fernseher zu Hause stehen!

Für die ganz armen ist das natürlich ein Problem, weil Essen müssen sie! Und von den billigen Fernsehern haben sie nichts, weil sie sich eh keinen leisten können!

mfg
Doc

FrankR

RCLine User

Wohnort: Geeste

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73

Montag, 2. Juni 2008, 09:53

Zitat

Original von toenne

Jetzt mal Hand aufs Herz, ist diese Differenz wirklich so existenziell wie sie hier dargestellt wird? Klar zahlt man das ungern - aber wer würde diese 32EUR tatsächlich sinnvoll verwenden? Die würden halt für irgendetwas anderes verjuxt.


Rechne die 32 Euro mal mit z.b. 3 Millionen Pendlern die das Geld dann unter die Leute bringen...

Frank

74

Montag, 2. Juni 2008, 10:30

Zitat

Ich weiß ja nicht wer diese Erhebung gemacht hat

Steht doch ganz am Anfang: Das statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat).

@Frank
Und was willst du mir jetzt damit sagen? Dass das eine lächerliche Summe ist im Vergleich zu den Zinsen für 1.5Bio Staatsschulden die wir zu zahlen haben?

Höchste Einkommen, beste Sozialversicherung, niedrigste Abgaben, niedrigste Lebenshaltungskosten...wenn ihr den Staat gefunden habt wo es all dies gibt dann sagt Bescheid, ich ziehe sofort um...
Schöne Grüsse
Toenne

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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75

Montag, 2. Juni 2008, 15:04

Zitat



Höchste Einkommen, beste Sozialversicherung, niedrigste Abgaben, niedrigste Lebenshaltungskosten...wenn ihr den Staat gefunden habt wo es all dies gibt dann sagt Bescheid, ich ziehe sofort um...


Du bist wie meine Frau.
Von einem Extrem ins Andere ;)
Wie wärs denn mit angemessenem Einkommen, 1 Klassenmedizin, gerechte Abgaben,
Lebenshaltungskosten auf vernünftigem Niveau, nicht von Spekulanten abhängig?

Dazu brauchst Du gar nicht umziehen, denn das gabs schon mal in diesem Staat.
Doch davon entfernen wir uns immer weiter, dagegen kämpfe ich z.B. in diesem Thread.
Manches von dem war nicht mehr finanzierbar,
die Gründe dafür sind vielfältig, aber wenn man genau hinschaut dann wurden Gelder zweckentfremdet, wir hatten die Einheit zu verkraften etc.
Unsere Sozialsysteme würden viel besser da stehen wenn nicht Leistungen entnommen würden für deren Gegenfinanzierung niemals Geld eingezahlt wurde!
Auch so eine Leistung der Politik.
Wenn ich mehr arbeite bleibt mir heute nicht mehr.
Die Inflation ist wieder auf einem sehr hohen Stand, doch den Staat juckt das nicht.
Denn er profitiert nicht nur durch den blühenden Export sondern eben AUCH an den Preissteigerungen.
Die Haushaltskonsolidierung ist eine Sache,
daß ich aber mehr Steuern bezahlen muß obwohl mein Geld immer weniger wert ist,
das ist die andere Seite. Stichwort kalte Progression.

Wir haben keine zu hohe Steuerlast,
aber eine immer schlechter verteilte ;)
Daß da was dran ist sieht man jetzt ja auch an den blühenden Ideen aller Parteien allen voran die FDP mit ihrem 3Satz.
Es geht mir auch nicht darum was ist, sondern was sein wird.
Wenn die Benzinbranche den Sprit um 10 Cent anhebt, dann ist an der Tanke die Erhöhung eben nicht auch nur 10 Cent.
Niemand behauptet, daß der Staat allein schuldig ist an den Spritpreisen,
wenn er es aber zu über 60% ist, dann ist er eben der Hauptschuldige!
Und wenn ich mir anschaue wie stark der Benzinpreis in der letzten Zeit gestiegen ist,
dann möcht ich gar nicht daran denken wo der in einem Jahr sein wird, oder in 2.
Wenn also da nichts gemacht wird, dann wird das Probleme geben.
Wart mal den Herbst ab wenn die Öltanks gefüllt werden müssen.
Die Gaspreise sind ans Öl gekoppelt- alle schreien doch nichts tut sich,
es gibt heute keinen Grund mehr dafür!
Im gleichen Maße steigen die Strompreise.
In allen Fällen machen die Unternehmen damit Milliardengewinne,
nur frage ich ob es richtig ist, daß der Staat damit ebenfalls Milliardengewinne macht.
Denn die Zeche zahlen wir, dem einen fällt es anscheinend leichter,
dem anderen immer schwerer.
Du hast die Mieten angeführt- ich habe eine vermietete Einliegerwohnung.
Was glaubst Du, wieso ich seit 5 Jahren die Miete nicht anheben konnte?
Trotz 3% Inflation im Monat!
Weil mein Einlieger ebenfalls immer höhere Lebenshaltungskosten zu tagen hat OHNE daß sein Einkommen wenigstens entsprechend steigt.
Du hast die Schweiz als Beispiel genannt- sollte man nicht tun den:
http://www.berufsstart.de/karrieretips/b…in_Schweiz.html
das Einkommen in der Schweiz ist wesentlich höher als bei uns.
Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen,
erinnerst Du dich an die Lokführer Streiks?
Die Eidgenössischen Lokführer verdienen mehr als doppelt soviel wie die Deutschen.
Gleiches gilt für ne Krankenschwester.
Trotzdem gibt es in der Schweiz auch heute noch Schienen bis in entlegenste Gegenden und Krankenhäuser müssen nicht schließen.

Da darf man doch mal fragen wieso das bei uns nicht auch klappt.

Mit Deinem Inschutznehmen der Regierungen stehst Du ziemlich alleine da wie die stetig fallende Wahlbeteiligung zeigt.
Wer ein paarmal gewählt hat weiß, daß sich- egal wer dran ist- absolut nichts an Ungerechtigkeiten ändert.
Schau Dir das Steuersystem an- kann man diesen Wust heute noch als gerecht bezeichnen?
Wenn nicht mal mehr ausgewiesene Fachleute mehr durchblicken?

Ja, in Deutschland lebte es sich bisher eigentlich noch ganz gut.
Die Kaufkraft sinkt, mehr Wachstum kommt bei der Bevölkerung nicht mehr an,
die Arbeitslosenquote sinkt, aber nicht so stark wie es bedingt durch die gute Konjunktur hätte sein sollen.
Auch da denk ich eher an morgen!
Wenn die Binnenkonjunktur immer mehr abnimmt- und daran besteht ja wohl kein Zweifel,
was wird dann wenn es wieder mal ein sog. Nullwachstum gibt?
Dann ist kaum mehr Kaufkraft vorhanden um die Konjunktur zu stützen!

Ich kann mit einem Spritpreis von max. 1,30 gut leben.
Jetzt haben wir 1,50 und ich kann den gestiegenen Preis nicht an meine Kunden weitergeben.
Was ist, wenn er bei 2.- liegt?
Das wird bald der Fall sein.

Ja, mit der Ersparnis kann ich mir einen Urlaub am Gardasee finanzieren, fahre dorthin mit dem Auto.
Was dagegen?
Oder sollte ich besser fliegen?
Ach ja, Bahnfahren ist ja so billig- Schienen hab ich dort auch noch keine gesehen ;)
Fliegen kann ich mir schon lange nicht mehr leisten,
obwohl ich sehr gut ausgebucht bin, obwohl ich den höchsten Unternehmensumsatz 2007 hatte seit ich den Betrieb übernommen habe.
Das sollte mir nicht zu denken geben?
Für wen oder was arbeite ich denn dann wie ein Dackel?
Natürlich ist nicht der Staat alleine daran schuld,
aber er muß per Grundgesetz Schaden von seinen Bürgern abwehren.

Und ich finde nicht daß er das tut,
dafür finde ich jede Menge Dinge, wo er das nicht tut und sich auch noch fadenscheinig dagegen verteidigt!

Oliver

76

Montag, 2. Juni 2008, 16:56

Kann das sein dass du meine Postings und die Links gar nicht gelesen hast? ???
'Mit Deinem Inschutznehmen der Regierungen' - nix Inschutznehmen, ich mache sie lediglich nicht für alles verantwortlich.

Zitat

Du hast die Schweiz als Beispiel genannt- sollte man nicht tun den:
http://www.berufsstart.de/karrieretips/b...in_Schweiz.html

Zitat von diesem Link: 'Die Gehälter in der Schweiz sind - verglichen mit den EU-Ländern - sehr hoch. Weltweit verzeichnet die Schweiz das höchste Pro-Kopf-Einkommen. Auch das durchschnittliche Anfangseinkommen für Hochschulabsolventen liegt in der Schweiz höher als in Deutschland. Da jedoch das Leben in der Schweiz sehr kostspielig ist und die Lebenshaltungskosten (auch Wohnen, Krankenkasse, Steuern) 30-50 Prozent über dem Niveau der umgebenden Länder liegt, relativiert sich ein so hohes Gehalt leider wieder.'

'gerechte Abgaben' - wer definiert das? Die Schweizer?

'Die Inflation ist wieder auf einem sehr hohen Stand' -> http://www.focus.de/finanzen/news/tid-77…aid_136948.html
Uns gings schon weitaus schlechter - bei unter 3% soll der Staat bereits gegensteuern?
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/ref…000&language=de
Auch hier liegen wir (knapp) unter dem europäischen Durchschnitt - warum immer alles schlechtreden?

'Denn er profitiert nicht nur durch den blühenden Export sondern eben AUCH an den Preissteigerungen' - in welchem Staat ist das nicht so?
Zur Steuerlast nochmal Eurostat (zu irgendwas muss der Haufen ja gut sein :D ): http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/I…F-08-047-EN.PDF
Oh Wunder, auch dort liegen wir bei weitem nicht an der Spitze...

'nur frage ich ob es richtig ist, daß der Staat damit ebenfalls Milliardengewinne macht.
Denn die Zeche zahlen wir'
Von der Zeche werden u.a. Schulden abgebaut deren Zinslast erdrückend ist - wäre es dir lieber wenn auch zukünftig ein grosser Teil der Einnahmen ausschliesslich für eben diese Zinsen aufgebracht würden? Vielmehr zeigen die von dir genannten ehemals goldenen Zeiten auf wie Politik auf Kosten der folgenden Generationen gemacht wurde, da muss endlich gegengesteuert werden!
'Wer-will-nochmal-wer-hat-noch-nicht-Politik' hatten wir viel zu lange...diese Schulden sind unsere Schulden.

Manchmal könnte man meinen ihr unterstellt Politikern dass sie diesen Beruf nur dafür gewählt haben um anderen endlich mal so richtig in die Taschen zu langen - macht ihr es euch da nicht etwas zu einfach?
Rot/Grün (von denen man ansonsten denken mag was man will) hat den Grundstein für unseres jetziges Wachstum gelegt. Der Dank? Abwahl...
Soviel zum Thema der mündige Bürger würde alles viel besser machen.
Schöne Grüsse
Toenne

77

Montag, 2. Juni 2008, 17:41

Zitat

Original von Ralfi

@Johannes

Zitat

In meinem Bekannten/ Freundeskreis ist nahezu jeder dazu bereit das Auto stehen zu lassen. Es ist aber Schlichtweg unmöglich!

Glaub ich deinen Leuten nicht. Wie kommen eure ganzen Schüler in die Penne? Haben alle Fernkurse?


Nicht dein Ernst oder?

Was du mir glaubst und was nicht ist mir relativ egal ;)

in meinem Bekanntenkreis sind außerdem nicht mehr allzuviele Schüler vertreten.
Die jenigen allerdings kommen sowieso mit dem Bus zur Schule, wo lebst du?
Das hab ich ja noch nie gehört das Schüler ihr eigenes Auto haben, bzw. mit einem in die Schule fahren.
____________
Gruß Johannes

P.S. Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn Behalten!
____________

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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78

Montag, 2. Juni 2008, 18:37

Hallo Toenne,
gleiches könnte ich von Dir auch behaupten.
Mehrmals hab ich daruf hingewiesen daß ich die Politik nicht für alles verantwortlich mache.
Und wieder mal gehst Du in die Extreme.
Natürlich soll die Schuldenlast abgebaut werden, dafür gibt´s ein Ziel- doch nicht um jeden Preis!
Wenn alle Preise raufgehen nimmt der Staat mehr ein.
So wie es aussieht sogar sehr viel mehr.
Und ich sage eben- zuviel denn das würgt die Binnenkonjunktur ab.
Ich seh das jeden Tag.
Und genau deswegen befürchte ich, daß am Ende die Rechnung eben nicht aufgeht weil eine sinkende Kaufkraft in dem Maße irgendwann zu Ausfällen führt und dann passt nichts mehr zusammen.
Dann noch eine Rezession und Schluß ist´s mit der Haushaltskonsolidierung.
Deshalb sollte man behutsam gegensteuern und endlich mal z.B. eine vernünftige und übersichtlich einfache Steuerreform machen.
3% Inflation klingt wenig, gell.
Daß die aber zur Zeit fast durchgängig jeden Monat 3% ist macht wohl am Ende des Jahres ein wenig mehr aus ;)

Ich kenne Deine persönliche Situation nicht, Du aber meine auch nicht.
Aber Wenn ich sage daß ich mehr denn je arbeite aber weniger habe als z.B.2006/7
dann stimmt doch was nicht, oder?
Und hier kommt eben die Steuer ins Spiel.
Als Dekorateur macht man nicht die Riesenumsätze und hat nicht das was z.B. ein Ingenieur im Monat hat ( vergessen wir mal daß ich nicht weiß, was ich am Monatsende haben werde)
Jeder Unternehmer passt nach Möglichkeit seine Kosten den veränderten Umständen an.
Wieso der Staat nicht bzw. mal irgendwann?
Diätenerhöhungen gehen doch auch viel schneller (wenn jetzt auch nicht durch)

Du zweifelst, daß die Spritentwicklung an die Existenz geht?
Ich nicht denn sie ist ja nur ein kleiner Teil der GEschichte um die unglaubliche Besteuerung der Energiekosten.
Und ich seh natürlich meinen Kontostand jedesmal wenn ich zur Bank gehe.
Ich KANN einfach nicht mehr arbeiten- wo wird das also für mich hinführen?

Gerechte Abgaben definieren nicht die Schweizer, sondern dieser Staat.
Eine 60% Beteuerung ist in meinen Augen verfassungswidrig, da fängts schon mal an.
Das liegt schon mal über dem Spitzensteuersatz, oder lieg ich da falsch?
Schau mal Nachrichten, da wird jetzt wieder sehr viel über diese Gerechtigkeit diskutuiert, warum?
1. wegen den nächsten Wahlen
2. weils so ist ;)

"Oder Wohnungsmiete: http://classic.facts.ch/downloads/mieten.pdf
Schweiz 100%, Dänemark 75%, Irland 80%, Deutschland 66% - für die Differenz z.B. zur Schweiz könnt ihr schon gut tanken."

Also ist doch die Miete in der Schweiz umgerechnet genau so hoch wie bei uns- so ungefähr ;) Nichts anderes wollte ich sagen.
Ich kann daher nicht argumentieren.... was wollt ihr denn, in der Schweiz ist die Miete....dafür könntet ihr....
Die Schweiz ist auf einem sehr hohen Niveau,
unser Niveau sinkt zur Zeit in meinen Augen etwas zu stark ;)
Wir haben Kaufkraftverluste an die ich mich mit meinen 47 nicht erinnern kann.
Die Schweizer kaufen gerne in Deutschland ein, da kenn ich mich aus ;)

Der Staat hat eine Pflicht und der kommt er nicht nach.
Darum wird eine große Volkspartei von nur noch 20% der Bevölkerung gewählt.
Der Rest geht einfach nicht mehr wählen.
Ja, das finde ich auch nicht richtig.
Aber verständlich und deshalb ist die ANgst der Parteien vor der immer größer werdenden Gruppe der Nichtwähler sehr groß.
Denn die könnten ja...... ;)
Dann ist wieder mal keiner Schuld außer dem dummen, mündigen Bürger.

Es hat keinen Sinn, ich geh jetzt darauf nicht mehr ein.

Oliver

79

Montag, 2. Juni 2008, 19:12

Grosser Gott, jetzt droht sogar schon eine Rezession...
Dass du persönlich Probleme hast ist bedauerlich (ich bin übrigens seit ~1J ebenfalls selbstständig, ackere wie ein Gaul und lebe letztlich doch vom Gehalt meiner anderweitig beschäftigten Frau...nur um das mal klarzustellen), aber vielleicht liegt das auch einfach daran dass dein Berufsbild im Aussterben begriffen ist? (das meine ich jetzt keineswegs zynisch...das ist einfach der Lauf der Dinge, wer lernt heute noch Schuster oder Korbmacher?). Daraus aufs gesamte Unternehmertum zu schliessen ist vielleicht doch etwas weit hergeholt, meinst du nicht auch?
Putzig finde ich aber 'Die Schweizer kaufen gerne in Deutschland ein, da kenn ich mich aus' - ich denke hier wäre alles so teuer? Möglicherweise kaufen sie auch hier weil sie es sich daheim nicht leisten können?
Schau dir mal diese Grafik an (entnommen bei Wiki):



Wieso höre ich hier keine Schweizer oder Österreicher jammern?

Wie hat sich eigentlich unser Lebensstandard in den letzten Jahren gewandelt? Jeder über 18 hat selbstverständlich einen Führerschein, die meisten Haushalte mehr als ein Auto. Selbiges wird dann genutzt um 1km entfernt Brötchen zu kaufen. Ein Fernseher ist inzwischen selbstverständlich zu wenig, jedes der Kinder hat einen eigenen...inkl. DVD-Player und Soundsystem, versteht sich. Ein Handy hat heute jeder Knirps, einen PC sowieso.
Natürlich wirst du jetzt sagen 'unzulässige, überspitzte Verallgemeinerung', damit hast du natürlich auch nicht Unrecht. Aber tendenziell ist es so: Wir haben im internationalen Vergleich noch immer einen überaus hohen Lebensstandard und werden dennoch nicht müde den Weltuntergang herbeizureden.
Aber um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen, wie stellst du dir die Lösung vor? Soll die Bundesregierung die Steuern jetzt jeweils tagesaktuell festlegen? Spritpreis gestiegen -> Steuern runter, Spritpreis fällt -> Steuern wieder rauf? Der Bundestag als Börse? Damit würde endgültig jegliche Berechenbarkeit wegfallen, kein allzu grosser Anreiz für Unternehmer und Investoren.
Schöne Grüsse
Toenne

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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80

Montag, 2. Juni 2008, 19:56

Mach Dich ruhig über mich lustig, ich denke mir meinen Teil.
"Dann noch eine Rezession und Schluß ist´s mit der Haushaltskonsolidierung."
Deine Art Schlüsse zu ziehen solltest Du überdenken, denn ich habe nicht geschrieben daß ne Rezession droht.
"Putzig finde ich aber 'Die Schweizer kaufen gerne in Deutschland ein, da kenn ich mich aus' - ich denke hier wäre alles so teuer? "
Siehe erster Satz.
Die Schweizer haben eine wesentlich höhere Kaufkraft gerade im Ausland.
Benzin werden sie aber nur mit Zähneknirschen bei uns kaufen ;-)

Du hast es nicht begriffen,
meine berufliche Situation ist besser denn je.
Doch zahl ich unverhältnismäßig mehr Steuren als je zuvor.
Die Ungerechtigkeit liegt darin, daß ich jetzt weniger habe wie zuvor, als der Betrieb schlecht ergelaufen ist.
1. wegen der Steuer
2. wegen den Preiserhöhungen.
3. ich zahle Steuern im Voraus weil der Staat anscheinend besser weiß wie meine Einkommensituation 2008 ausieht als ich.

Rechnen wir mal weiter, das Ziel der 5Mark 2,55€ oder so ist sehr nahe.
Politisch von den Grünen gewollt.
Die Mineralölgesellschaften haben den Preis also auf 1,02 € angehoben.
(Jetzt sind sie glaub ich bei 70 Cent.)
Der Staat würde dann also 1,53 €uro an jedem Liter Sprit einnehmen.
Doch der Spitpreis wird weiter steigen, kostet dann der Liter Sprit 3,4,5.-€???
Oder sollte der Staat nicht langsam mal anfangen seine Einnahmen aus den Energiesteuern zu deckeln weil sich immer mehr Menschen die Tanks nicht mehr füllen können? (Damit meine ich alle Tanks)
Von mir aus mit einem Inflationsausgleich?
So stelle ich mir das vor.
Und dann ne Steuerreform die den Nahmen auch verdient.
Wo solche Sachen berücksichtigt werden.
Der Staat hat genug Steuereinnahmen aber sie sind zunehmend ungleich verteilt.
Deswegen bin ich kein Linker oder sowas.
Das ist einfach so.
Wir hatten mal einen breiten Mittelstand.
Ist das noch so- bemüh mal da solche Grafiken,
was dieses Riesenteil aöllerdings aussagt erschließt sich mir nicht.

Oliver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »o.st« (2. Juni 2008, 19:57)