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Philippflieger

RCLine User

  • »Philippflieger« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:23

Generalimporteure und ihre Rechte bzw. Möglichkeiten

Hallo,
welche Rechte hat ein Generalimporteur eigentlich?

Ich frage mich, ob ich trotz eines Generalimporteurs Teile importieren kann (Privatgebrauch), in größeren Stückzahlen als 1 Stück? Wie ist das mit Sammelbestellungen?
Dürfte man als Händler die Teile importieren, wenn der Chinese am anderen Ende der Internetleitung die Marken-Aufkleber abmacht und dann unter eigenem Namen verkaufen?

danke...
Gruß Philipp

Paul H.

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2

Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:51

RE: Generalimporteure und ihre Rechte bzw. Möglichkeiten

Imho schon.

Ein Generalimporteur hat imho ja nur ein Abkommen mit dem Lieferanten - er kümmert sich um Vertrieb, Service usw, dafür wird ihm zugesichert dass der Hersteller niemandem in einem gewissen Gebiet etwas verkauft.

Der Generlimporteur kann höchstens beim Hersteller auf Einhaltung eines Vertrags pochen - wenn es so einen gibt. Das hat mit dir nichts zu tun, wenn dir der Hersteller direkt etwas verkauft: Schön. Hab das bei Chinesen schon gesehen - die wollen verkaufen, und wenn sich dabei jemand geschickter anstellt als der "Generalimporteur" hatten die keine Motivation diesem die Stange zu halten.
Hängt klarerweise von den jeweiligen Verträgen ab, du hast imho damit aber nichts zu tun.

Umgelabelte Produkte sind ja nichts Neues, nur kannst du nicht einen Markennamen (und wahrsch. Typenbezeichnung) einer anderen Firma verwenden, auch wenn das gleiche unter dem Label steckt, aber das ist ja logisch.

Wie es allerdings mit Designschutz etc. aussieht weiss ich nicht - wenn jemand dort fertigen lässt, nach eigenen Plänen, und der Hersteller verkauft das dann nebenbei - das wird eher nicht möglich sein.

Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (18. Juni 2008, 15:01)


3

Mittwoch, 18. Juni 2008, 22:51

Hi Phillip,

Sicherlich ein interessanter Ansatz.

Grundsätzlich mach' Dich schlau bei einem Rechtsberater wie es aussieht mit den Pflichten als Importeur und Händler
und der theoretischen und praktischen rechtlichen Situation mit diesem Geschäftspartner.

Besonderes Interesse würde ich auch darauf legen wen der "Aufklebereigentümer" rechtlich angehen kann, also ob er dem Chinesen oder auch Dir was kann. Der wird nämlich seine Arbeit etwas höher bewerten als Du und somit das Ergebnis auch verteidigen.

Auch solltest du bedenken daß Dir bei der Einstellung des Lieferanten genau dasselbe passieren kann, Du hast eine Kiste Motore und zeitgleich kommt ein Container voll zum halben Preis bei Deinem Nachbarn an....

Hier gibt es einiges zu lernen, etliche Seiten davor das übliche Spiel... Muster gut, Ware schlecht, Ersatz dauert, ist noch schlechter, irgendwann kommt nix mehr.
http://forum.mikrokopter.de/topic-3552-13.html

Der "Aufklebereigentümer" hat ggf. Prozesse oder gar Mitarbeiter dort vor Ort hinterlassen und bekommt trotzdem noch den einen oder anderen Sack voll Ausschuß....

Also mein Tipp:
Lass es

Da man aber wegen diesem Tipp und unbequemer Wahrheiten als Asiatenhasser, zurückgebliebener,... beschimpft und ignoriert wird...
Um hier den Thread nicht wider mit endlosen Diskussionen zu dem Theme zu belasten:
Jaja, Chinadirektimportware ist genial, ich bekomme gigantische Glücksgefühle beim Anblick der gottgleichen Verarbeitung und überragenden Leistungsdaten, ich wünschte ich könnte alles direkt selbst aus Asien kaufen, ich habe meine eigenbauten weggeworfen und gegen viel schönere Direktimporte ersetzt, ich hasse Kartoffeln, ich hasse mein Haus weil ich es nicht bis Hongkong tragen kann!

Hier ein Tip den Du aber nun wirklich befolgen solltest:

NIE von der Gier packen lassen und wenn's schon so laufen muß dann wenigstens Risikostreuung betreiben und trotz schlechterem Preis/Lieferkosten kleine Posten kommen lassen.

VG
Stefan
"How can we win when fools can be kings" Muse

udo260452

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4

Mittwoch, 18. Juni 2008, 23:30

RE: Generalimporteure und ihre Rechte bzw. Möglichkeiten

Zitat

Original von Philippflieger
Ich frage mich, ob ich trotz eines Generalimporteurs Teile importieren kann (Privatgebrauch), in größeren Stückzahlen als 1 Stück? Wie ist das mit Sammelbestellungen?
Dürfte man als Händler die Teile importieren, wenn der Chinese am anderen Ende der Internetleitung die Marken-Aufkleber abmacht und dann unter eigenem Namen verkaufen?
danke...
Gruß Philipp

Die Antwort auf Deine Frage ist ganz simpel und einfach:

Wenn der chinesische Hersteller oder Händler auf Deine Anfrage/Bestellung hin die Bestellung akzeptiert und Dir die bestellte Ware ausliefert, hast Du Deine Antwort. Falls er die Lieferung verweigert bzw. die Bestellung ablehnt mit dem Hinweis, er dürfe nur an den Generalimporteur liefern, weißt Du auch Bescheid.

Es könnte natürlich sein, dass er Dir eine größere Bestellung liefert, sich bezahlen lässt und damit für ihn der Fall erledigt ist, Du aber bei dem Versuch, diese Sachen als Händler nun zu verkaufen, vom "Generalimporteur" abgemahnt wirst, da dieser ja einen "Exclusivvertrag" hat, wie er meint. Dann wird es wahrscheinlich einen Rechtsstreit geben, falls keine Seite einlenken will.
Der chinesische Hersteller/Händler ist dabei auf jeden Fall außen vor, der ist kaum von unserer Justiz zu belangen.
Es wird dann einen Rechtsstreit geben zwischen Dir und dem Generalimporteur. Wer da am Ende gewinnt und wieviel ihm das ganze Verfahren dann letztlich gekostet hat, kann man nicht voraussagen.

Grüße
Udo

5

Donnerstag, 19. Juni 2008, 04:31

hallo,

erstmal liegen die patent-, urheber- und markenrechte beim hersteller und nicht beim importeur.
der kann die aber an den importeur abtreten.
wenn man das gewerbsmäßig importiern will müsste man vorher mit nem anwalt das abklären, bei wem welche rechte liegen, ob der importeur nur importiert oder auch hersteller ist bzw teilweise oder alle rechte vom hersteller übertragen bekommen hat oder der hersteller sich verpflichtet hat, die interessen des importeurs rechtlich zu vertreten (in dem falle wird der hersteller nichts an dich direkt verkaufen).

da du im drittland (nicht-EU) kaufen willst musst du klären bei wem die rechte liegen und ob der und in wieweit er davon gebrauch macht.

hier kannst du nachschaun ob der rechteinhaber beim zoll überhaupt einen antrag auf schutz gestellt hat und welcher art, wenn nicht unternimmt der zoll schonmal gar nichts und das paket wird zumindest mal bei dir ankommen.
http://www.zoll.de/e0_downloads/f0_dont_…tragsteller.pdf

wenns so einfach und rechtlich durchschaubar wäre, würde das ja jeder machen...


mfg didan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »didan« (19. Juni 2008, 04:32)


Philippflieger

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6

Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:08

Hallo,
die Frage ist dabei, ob man verklagt werden kann, wenn man die Teile dann in Deutschland verkauft. Ich muss darüber mal mit einem Rechtsanwalt sprechen.

Insgesamt wäre das eine sehr interessante Sache, wenn es gehen würde, denn die Gewinnspanne im Hobbybereich ist groß. Da könnte durch Direktimport etwas (etwas viel!) gespart werden.
Aufmerksam geworden bin ich durch einen Artikel, bei dem der Verkaufspreis hier in Deutschland etwa 330% des Einkaufspreises in China (nicht Unitedhobbies) betrug.
Dass der Hersteller an jeden verkauft, der genug abnimmt, ist in diesem Fall sicher.
vG Philipp

Philippflieger

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7

Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:12

Zitat

Original von didan


hier kannst du nachschaun ob der rechteinhaber beim zoll überhaupt einen antrag auf schutz gestellt hat und welcher art, wenn nicht unternimmt der zoll schonmal gar nichts und das paket wird zumindest mal bei dir ankommen.
http://www.zoll.de/e0_downloads/f0_dont_…tragsteller.pdf

Danke übrigens auch hierfür, der betreffende Importeur hat keinen solchen Antrag gestellt.

Die Frage nach den Rechten eines Generalimporteurs kam übrigens auf, als ich letztens etwas im Radio gehört habe von jemandem, der eine bestimmte Marke importiert hat und vom Generalimporteur verklagt wurde. Es ging dabei aber um Parfum, wenn ich mich richtig erinnere... dazu muss man sagen, dass Firmen, die Markenparfum importieren, üblicherweise auch die besseren finanziellen Möglichkeiten (und die besseren Anwälte ;) ) haben als irgendein 0815 Modellbauimporteur ;)
vG Philipp

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Philippflieger« (19. Juni 2008, 18:13)


8

Donnerstag, 19. Juni 2008, 20:19

>denn die Gewinnspanne im Hobbybereich ist großDa könnte durch Direktimport >etwas (etwas viel!) gespart werden.
>Aufmerksam geworden bin ich durch einen Artikel, bei dem der Verkaufspreis >hier in Deutschland etwa 330% des Einkaufspreises in China (nicht >Unitedhobbies) betrug.

Korrigiere aufgrund dieser Deiner Aussage:
Du mußt nicht nur mit einem RA sondern auch ganz dringend mit einem Steuerberater reden und mal einige reale Szenarien durchrechnen, vielleicht glaubst Du dem mehr als wenn ich das oben kommentiere :D
"How can we win when fools can be kings" Muse

Philippflieger

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9

Freitag, 20. Juni 2008, 18:14

Zitat

Original von Stefan_Lang
>denn die Gewinnspanne im Hobbybereich ist großDa könnte durch Direktimport >etwas (etwas viel!) gespart werden.
>Aufmerksam geworden bin ich durch einen Artikel, bei dem der Verkaufspreis >hier in Deutschland etwa 330% des Einkaufspreises in China (nicht >Unitedhobbies) betrug.

Korrigiere aufgrund dieser Deiner Aussage:
Du mußt nicht nur mit einem RA sondern auch ganz dringend mit einem Steuerberater reden und mal einige reale Szenarien durchrechnen, vielleicht glaubst Du dem mehr als wenn ich das oben kommentiere :D

Selbst wenn ich von einem hohen Umsatz, dementsprechend hohem Steuersatz und 19% Umsatzsteuer ausgehe, ist die Gewinnspanne immer noch groß. Da kommen dann noch einige Steuern hinzu, Fakt ist, dass trotzdem etwa 1,5x der Einkaufspreis als Gewinn übrigbleibt, grob überschlagen...
Gruß Philipp

10

Freitag, 20. Juni 2008, 20:59

Abzüglich

-Gebühren Gewerbeanmeldung (glaube nicht so schlimm bei Kleingewerbe?)
-Reklamationen und deren Versandkosten
-RCline Partnerschaft
-Steuerberater
-RA
-Einlage (eine Lieferung ist das absolute Minimum das Du zahlst bevor Du Geld siehst, eher mehr, bekommst du erst wieder raus wenn Überschuß da oder Laden dicht mit Glück)
-Einlage Einfuhrumsatzsteuer ? (bist glaube ich als Kleingewerbe nicht abzugsberechtigt?)
-wagnis (kommt überhaupt jedesmal Ware? Zahlen alle Kunden?)
-alles was ich vergessen hab' oder nicht weiß.

Aber das kann wirklich nur jemand mit Erfahrung oder ein Steuerberater berechnen, mein Wissen reicht nur soweit daß ich hier Helmuts Spruch anwende:
eine Vereinfachnung ist in manchen fällen schlichtweg falsch.


Ich will Dich nur dazu bringen von der Vereinfachung (polemische Stammtischparole "Aufkleber draufkleben und reich werden") weg zu gehen und Dir wirklich mit tatsächlichen Zahlen und wenn notwendig mit erfahrener Hilfe eine Meinung zu bilden, da Leute die Preise machen häufig ein "Du zockst mich ab" zu hören bekommen, manchmal ungerechtfertigt wie ich weiß.
"How can we win when fools can be kings" Muse

Joerg62

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11

Samstag, 21. Juni 2008, 21:22

Die Frage ist gut aber ...

...die meisten hier vergessen dabei immer etwas !

Ist geschriebenes Wort im Internet wahr , nur weil es da steht ?

Das meiste , was wir über Waren aus China bzw. Asien wissen , beruht schlichtweg auf geziehlte Fehlinformation , gesteuert durch die , die das Wirtschaftssystem , so wie wir es kennen " am laufen " halten ...

Vergesst das "dritte Weltland China " - wir zahlen lediglich noch jährlich 60 Millionen € Entwicklungshilfe an die , weil wir aus gemachten Verträgen nicht so ohne weiteres herauskönnen und wenn wir einfach aussteigen , wären die Chinesen beleidigt . Gesichtsverlust auf unserer Seite und wer will schon 1,6 Mrd. Chinesen beleidigen ...diese gemachten Verträge bescheren uns aber auch Import und Exportgewinne gegen die die 60 Mio. wie Peanuts aussehen...80% der Dinge des täglichen Bedarfs werden eingeführt.
Von wo wohl ?Asien...
Dinge die wir uns gar nicht leisten können zu produzieren , weil wir was anderes raushauen müssen um am Weltwirtschaftsmarkt zu bestehen .
Natürlich will keiner wissen , das das T-Shirt das er anhat aus China kommt und letzten Monat noch aus 2 PET - Flaschen bestand , die nach dem 4. abfüllen in D im Container ankamen und dann geschreddert wurden ...ist aber so .

Da gibt es auf der einen Seite die bekannte Wirtschaftsstruktur , die aus Großhändlern , dem Ländervertrieb , den Powersellern , den Endkunden (Shops) und dem Endverbraucher (wir) besteht...habe bestimmt was vergessen . Und jeder in der Kette will verdienen , jedesmal wird das Produkt teurer . Leidtragende sind im Endeffekt wir , weil wir in dieser Kette das letzte Glied sind .
Der Inhaber eines Modellbauladens ist auch nur ein armes Schwein ( sorry !) , der als vorletztes Glied in der Kette ums Überleben kämpft , weil es seit einiger Zeit so etwas wie das Internet gibt und unsere gewählten Räuber einer Sache zugestimmt haben , die sich weitläufig Globalisierung nennt...

Dadurch ist es mir als Endkunden möglich auch dort zu bestellen , wo der Großhändler bestellt !
Der Hersteller will lediglich Umsatz machen ! Dem ist es egal , wer bei ihm käuft .Selbst die großen wie GWS und Graupner haben keinen Ausschließlichkeitsvertrag !
GUAN - LI behält sich vor die 2 . Wahl unter eigener Regie zu verkaufen ...Beispiel "die nachgemachte GWS-Corsair " :D :D :D .Von GWS ist lediglich die Urform...wird seit 1993 von GUAN-LI , die auch die Wilga für Graupner machen , produziert...

So , jetzt kommt einer daher , der den Generalimporteur mimt ! Den Vertrag möchte ich sehen !Schaut euch doch mal die Schutzliste beim Zoll an ...Geschacksmuster und Marke ...umlabeln ist in D erfunden worden !
Der ist lediglich Generalimporteur weil das Produkt über seine Frachtwege , seine Handels und Cooperationspartner vertrieben wird , weil der ne Struktur aufgebaut hat , die es ihm ermöglicht als Alleinvertreibender aufzutreten , sonst nix !

Ich weiß das GWS Druck auf die kleineren ausübt , damit ähnliche Produkte nicht billiger in die reichen Pfründe gelangen ...wer gibt schon gerne einen Markt auf , den er sich vor Internet , vor Globalisierung erobert hat ?

Wenn ich was bestelle , bei xyz , gibt´s ne mail wo drin steht - du , das machen wir in gelb für GWS und in Rot für Graupner , der PAF kriegts in Blau ...willst du dir nicht ne andere Farbe aussuchen ?
Dem chinesischen Hersteller ist es sowas von egal wen er beliefert , Hauptsache Umsatz...

Ich kann für meinen privaten Bedarf einführen was ich möchte , auch am "Generalimporteur" vorbei , wenn der Hersteller bereit ist mich zu beliefern ! Ich kann auch nen ganzen Container bestellen und an meine Modellbaufreunde verteilen , solange ich keinen Gewinn damit erziehle !
Sobald ich was verdienen will , gelten die Bestimmungen , die der Stefan Lang ansatzweise anspricht - und im Modellbau/Freizeitsektor ist der Kuchen schon geschnitten und die Stücke sind längst verteilt...der Zug ist abgefahren !
Ich kann lediglich jemandem , der hier den Hals icht vollkriegt , ne lange Nase drehen !

Dieser kann mir , weil es hier grade "in" ist , mit Abmahnung drohen aber kommt damit gegen die Privatperson und Endverbraucher nicht durch .(haben schon ein paar versucht , kann ich belegen)
Der muß sich an den Hersteller wenden !

Und : Es gilt der Gerichtsstand des Landes , wo der Kaufvertrag zu Stande gekommen ist !

Nochwas Herr P. - 330% sind ein schlechtes Geschäft ! Die Differenz zwischen EK und VK beträgt in der Regel 700 % - fast überall ! Die Differenz zwischen EK - Kleinbesteller und VK hier ist ja schon 500%...und im Modellbau ist´s garantiert nicht anders !


Jörg
(mache nichts im Bereich Modellbau - ...aber nen EK rauskriegen , ist nicht wirklich das Problem !)
Neulich hatte ich einen Traum ... ein Politiker hing am Apfelbaum ... , schon öfters hatte ich solche Träume , leider nie genug Bäume ! .

udo260452

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12

Sonntag, 22. Juni 2008, 11:52

RE: Die Frage ist gut aber ...

Ich kann mich den Ausführungen von Joerg62 nur anschließen, diese Zusammenhänge hat er sehr schön erklärt.

Also: Wenn der chinesische Hersteller Dir etwas verkauft, dann ist davon auszugehen, dass der "Generalimporteur" keinen Exklusivvertrag damit hat und dann ist das auch alles in Ordnung.

Wenn Du aber die Teile anschließend ganz normal verkaufen willst, eben viel billiger als dieser "Generalimporteur" und trotzdem noch einen ordentlichen Gewinn einstreichen willst........

dann solltest Du Dich vorher ganz genau erkundigen, was man alles zu beachten hat und vor allem auch, was man so alles zu zahlen hat an Steuern, Zoll, Gebühren, Zwangsbeiträge für die Industrie- und Handelskammer, wo Du dann automatisch Zwangsmitglied wirst aufgrund Deiner Gewerbeanmeldung (das wissen die Meisten nicht, dass das so ist; da kommt denn ein böses Erwachen, wenn man eine Rechnung über einen Jahresbeitrag von 1.000,--€ bekommt! Voraussetzung ist allerdings das Überschreiten einer gewissen Umsatzschwelle, also aufpassen!)
und noch viele weitere Hemmnisse, Gefahrenquellen usw., die man jetzt und hier gar nicht alle aufzählen kann.

Also, so einfach, wie man sich das alles gemeinhin vorstellt, ist es denn doch nicht.

Wenn du das aber trotzdem machen willst: Viel Glück und Erfolg damit. (Aber stell Dir das nicht soooo einfach vor!)

Grüße
Udo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »udo260452« (22. Juni 2008, 11:52)


13

Sonntag, 22. Juni 2008, 13:08

>Wenn du das aber trotzdem machen willst: Viel Glück und Erfolg damit

Eben, WENN Du das wirklich willst und durchziehen willst (also min. 2-3 Jahre richtig reinhängen und Geld reinstecken) dann las' Dich beraten, halte immer einen PlanB bereit (2. Lieferant, 2. völlig anderer Geschäftsbereich, Möglichkeit in's Angestelltenverhältnis zurückzukehren) und zieh' es durch, wenn man sich richtig engagiert schafft man -fast- alles.

Falls Du meintest einfach mal 10-20 Motore für Deine Kumpels zu bestellen, sei ehrlich mit denen und mach' klar wer das Risiko trägt (nicht Du :D )

Wenn Du meintest einmalig 400€ Motore kaufen und 800€ verkaufen kannst du ein par Leute glücklich machen und hast selbst noch eine kleine Belohnung über..... siehe die letzten Beiträge, für unsaubere privatabwicklung ist das zu groß, für eine Saubere Abwicklung den Aufwand nicht wert.
"How can we win when fools can be kings" Muse

Joerg62

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14

Sonntag, 22. Juni 2008, 17:07

Zwangsmitglied ...

Hey Udo ,

der ist gut !
Habe ich auch schon durch ! Zwangsmitgliedschaft , ungewollter Eintrag in die Handwerksrolle etc.pp. ...und was das ein Geld kostet wenn du wieder raus willst oder es löschen musst , weil du das Gewerbe nicht mehr ausüben kannst ...:puke: :puke: .

Wenn du trotzdem immer noch sowas vorhast , such dir ein Land , das nicht ausliefert ! :evil:
Gründung einer Limited - Gesellschaft in GB ist da sehr zu empfehlen ...

Jörg
Neulich hatte ich einen Traum ... ein Politiker hing am Apfelbaum ... , schon öfters hatte ich solche Träume , leider nie genug Bäume ! .

15

Dienstag, 29. Juli 2008, 20:47

Hi Leute, ich oute mich gleich mal als Importeur

ein anderes ganz wichtiges Problem habt Ihr übersehen, das wir in Deutschland
so wunderschöne besch...Gesetze wie das Elektro-Altgeräte Gesetz haben.
Was das ist ??
http://www.stiftung-ear.de/hersteller

und was das bedeutet auf kurz Deutsch:

jeder und zwar wirklich jeder der ElektroArtikel aus dem Ausland bezieht und hier verkauft fällt unter dieses Gesetz. Der Heli für den Eigenbedarf ist überhaupt kein Problem, aber sobald etwas verkauft wird, vor allem bei ebay, warten die Abmahnhaie auf euch und glaubt mir es wird richtig teuer !!
Abmahnungen sind da noch billig, es geht nämlich mit Strafen wegen Verstoß zu diesem Gesetz weiter und wer meint bei ebay als privater Verkäufer passiert ja nix, das Finanzamt läßt grüßen, oh welch schöne Bewertungen.
(Ich hab es auch nicht geglaubt und wurde eines besseren belehrt, sche...)
Es ist auch jeder registrierte Name problemlos online bei EAR prüfbar und derjenige welche kein WEEEEEEE in seinem Impressum oder der Hersteller hat, das wird schon wieder teuer.

Registrierung und folgekosten sind richtig teuer, vom endlosen Papierkram mal abgesehen.
Da sind die zu zahlenden Zölle und Einfuhrumsatzsteuer und Transportkosten
in der Hoffnung die Ware kommt wirklich und in gutem Zustand an.
Ach nochwas, kann mir jemand ein Link zu einem Hersteller geben womit ich
über 300% Gewinn abziehen kann, meine Traumvorstellung.
Ich bin aktuell froh wenn ich nach Abzug aller Zusatzkosten noch 50% draufschlagen kann, sorry kein Flachs. Und Garantie, sowie evtl Regress nach der Produkthaftpflicht noch gar nicht berücksichtigt, aber das ist nur der kleine Teil.
Laßt aktuell übrigens auf jeden Fall die Finger von 2.4 Ghz Anlagen aus dem Ausland, da droht aktuell richtig Ärger.

ansonsten viel Spaß bei unserem Hobby
Gruß Thomas

16

Mittwoch, 30. Juli 2008, 08:59

Als Steigerungsform:

Der Allein- oder Exclusivimporteur.

Der Traum eines jeden Modellbauhändlers. Das kriegst Du nur bei MIR!! Schön. Aber es will keiner haben. Und wenn es einer haben will,dauert es keine paar Wochen, und die ach so exclusiven Artikel kommen durch irgendeine Hintertür in den Markt...

Jeder versucht's mal, jeder darf mal, funktionieren tut das nie. Gleichauf, TC, Graupner, die Liste ist beinahe unendlich. Schlauer wird aber keiner.