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61

Sonntag, 28. September 2008, 12:58

Hallo!

Zitat

Da wird ein Elektroauto mit 700PS beschrieben, das in vier Sekunden auf 100km/h beschleuingt. Genau sowas braucht die Welt. Anstatt sparsame Elektroautos zu entwickeln, wollen uns diese superschlauen Konstrukteure irgend etwas beweisen, was absolut sinnlos ist. Gerade Elektrofahrzeuge, in denen die Energie äusserst knapp ist, müssen konsquent auf Leichtbau und Energieeffizienz ausgelegt sein. Vier Sekunden auf 100km/h ist aber das absolute Gegenteil.


Für den Energieverbrauch ist ist egal, ob man in 1sec oder 1min auf 100km/h beschleunigt. Der Verbruach wird durch Roll- und Luftwiderstand und der Geschwinidigkeit bestimmt.
Ich denke, dass der Lightning GT auch wegen der nötigen Bremsleistung so starke Motoren hat (bei einer Vollbremsung aus 100km/h liegt die mittlere Bremsleistung bei ca. 200kW).

Zitat

Zugegeben, ein LKW ist etwas gar träge, also verdoppeln wir die Leistung eben mal um den Faktor 2, was dann 22 PS ergibt. Mit dieser Leistung ist es absolut problemlos machbar, das bei uns in der Schweiz höchste erlaubte Tempo spielend einzuhalten (Autobahn 120km/h).


Mit den heutigen Autos wird das nicht hinhauen. Mein Auto (Mittelklasse-Kombi) braucht für 100km/h ca 16kW (22PS), bei 120km/h sind es bereits 25kW (34PS). Eine kleine Steigung (davon dürftet Ihr in der Schweiz einige haben) und man ist bei 40kW (55PS).

mfG Thomas

62

Sonntag, 28. September 2008, 20:39

Hallo,

Ist sehr interessant, all die verschiedenen Ansichten zum Thema hier lesen zu können.

@TS: Wenn deine Rechnung von 22PS für hundert km/h stimmt, dann musst aber einen schweren Kombi haben. Wieviel wiegt das Ding denn nun? Das heutige, mit viel zu viel Schnickschnack vollgestopfte Autos zum Energiesparen absolut ungeeignet sind, spüre ich selber jedesmal an der Tankstelle.

Eigentlich müssten gerade wir Modellbauer am ehesten einen gesunden Draht zum Leichbau haben, unser Hobby besteht ja zur Hauptsache daraus.

Es gab Zeiten, in denen die Leute froh waren, wenn man ein PS hatte, nämlich ein Pferd. Reichere Leute reisten mit der Kutsche, die hatten bis 6 und sogar mehr PS. Wenn wir mit Energie verschleudern so weiter machen wie bisher, werden unser Kinder und Enkel dieses Vergnügen, mit der Pferdekutsche zu reisen, mit Sicherheit wieder haben.

Ist für mich immer sehr spannend, mit gestandenen Eltern über deren Autos zu reden. Sind alles Eltern, die ihre Kinder über alles lieben, aber genau wiessen, dass sie auf Kosten ihrer Zukunft in Saus und Braus leben. Jede Mutter, die ihre Kinder in einem SUV zur Schule fährt, im Wissen, dass diese Kinder später deswegen vielleicht wieder zu Fuss laufen dürfen, solchen Weibern gehört einfach eine geklatscht. Den Vätern ebenfalls, sie versauen unser aller Energie mit beiden Händen (respektive mit möglichst unsinnigen Autos) und predigen daneben Umweltschutz, damit ihre Kinder eine bessere Zukunft haben. Am tollsten finde ich Leute, die an einer Demo für bessere Luft teilnehmen -mit Zigarette in der Schnauze. Da könnte ich glatt zum Killer werden. :evil:

Jeder, der hingegen eine mehr oder weniger vernünftige Weltanschauung vertritt, wird als weltfremder Trottel belächelt. Es gibt schlichtwegs keine Argumente gegen neue Antriebskonzepte, seien sie im Moment auch noch so verrückt, ausprobieren muss man sie trotzdem. Jedem, dem ich von meinem Traum, einen kleinen alten Mini auf Strom umzubauen, erzähle, meint sofort, er müsse mich amtlich bevormunden lassen.

Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt: Es waren nicht die inaktiven phlegmatischen, kleinbürlich denkendnen Ja-Sager, die an der Welt etwas veränderten. Es waren immer Luete mit irgendwelchen verrückten Ideen, die uns vorwärts gebracht haben. Angesehene, gutsituierte Universitätsprofessoren haben vor nicht allzu langer Zeit noch ihren Studenten beigebracht, dass alles, was schwerer als Luft ist, nicht fliegen kann. Zwei völlig ungebildete Fahrradmechaniker (Gebr. Wright) haben diesen überheblichen, vollgefressenen Säcken aber gezeigt, wie blöd diese Aussage ist. Man könnte Bücher über dieses Thema schreiben. Wer macht mit?

Aus dieser Sicht gesehen sind es auch heute wieder die kleinen Tüftler, die etwas verändern werden, aber garantiert sicher nie die grossen in sich selber verstrickten Konzerne. Die werden brav ihre Alibis bauen, aber ernsthaft sich um die Zukunft kümmern, das müssen wir schon selber tun.

Rolf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rolf Weber« (28. September 2008, 20:44)


o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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63

Montag, 29. September 2008, 08:26

Im Nachbarforum diskutieren wir auch darüber.
In versch. SUV Threads wurde gesagt, daß viele Besitzer solcher Autos die Sicherheit der Vehiekel schätzen, "gerne etwas mehr Blech.." um sich rum haben möchten.
Die gleichen Leute setzen sich aber am Wochenende löblicherweise aufs Rennrad oder Mountainbike, oder noch schlimmer aufs Motorrad und riskieren ihr Leben.

Wie bekommt man das unter einen Hut?
Gestern waren wir in Aalen bei den Römertagen, gleichzeitig war wohl ein Kick.
Verkehrschaos kann ich nur sagen, von Bussen keine Spur aber jeder mit seinem Auto.
Die gängigen 5 Meter Staatskarossen boten unserem A150 und einigen Smarts willkommene Parklücken,
Autos die abgeschleppt wurden waren ausschließlich große Limousinen (irgendwann nach der 20. Runde im Parkplatzmarathon parkten sie halt dort wo sie sich festgefahren hatten :D )
und beim Nebeneinanderparken belegten alle SUV´s die ich gesehen habe 2 Parkplätze :nuts:
Unsere Anfahrt war quer über die schw. Alb ca.30km,
Verbrauch bis Aalen genau 6,7l Super, Rückfahrt 6,5l

Oliver

Mike Laurie

RCLine User

Wohnort: E 4 ELEKTRO

Beruf: Dipl.-Ing.

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64

Montag, 29. September 2008, 21:30

Zitat

Es gab Zeiten, in denen die Leute froh waren, wenn man ein PS hatte, nämlich ein Pferd. Reichere Leute reisten mit der Kutsche, die hatten bis 6 und sogar mehr PS. Wenn wir mit Energie verschleudern so weiter machen wie bisher, werden unser Kinder und Enkel dieses Vergnügen, mit der Pferdekutsche zu reisen, mit Sicherheit wieder haben.


Da gab es auch noch keine Fettbonzen mit Privatjet, die als "Strafe" ne millionenschwere Abfindung bekommen wenn sie nicht genug Leute rausschmeißen und denen es egal ist dass Lohnsklaven wie viele von uns es sind, gibt, die täglich 200 km zur Arbeit fahren müssen, um überleben zu können...

Ich bin mal gespannt wie lange unser mieses System noch läuft... Aber so lange ich als Student, der weniger Geld hat als ein Penner oder ein faules Schwein was kein Bock hat zu arbeiten, mit dem eigenen Auto rumfahren kann, auch mal 500 km für Modellfliegerurlaub oder Wettbewerbe ist alles noch OK, ich wunder mich selbst manchmal warum und wie das alles läuft..... :D

65

Dienstag, 30. September 2008, 21:48

Hallo!

Zitat

Wenn deine Rechnung von 22PS für hundert km/h stimmt, dann musst aber einen schweren Kombi haben. Wieviel wiegt das Ding denn nun? Das heutige, mit viel zu viel Schnickschnack vollgestopfte Autos zum Energiesparen absolut ungeeignet sind, spüre ich selber jedesmal an der Tankstelle.


Naja, so ein ganz normales Aut mit 1,5to, verteilt auf 4,80m.


Hier mal die Berechnung der Leistung:

Pw = Fw * v

Mit Fw (Fahrwiderstand) in der Ebene:

Fw = Fro + Fl

Fro (Rollwiderstand), f Rollwiderstandsbeiwert:

Fro = f * m * g

Mit Fl (Luftwiderstand), RHO Luftdichte, A Größter Fahrzeugquerschnitt:

Fl = 1/2 * RHO * cw * A *v²

Annahmen:

Rollwiderstand f = 0,013 (PKW Luftreifen auf Beton, Asphalt)

Luftdichte RHO = 1,202 kg/m³ (in 200m Höhe über NN)

Fahrzeugquerschnitt A = etwa 2,7m² für den Mondeo (1,8breit, 1,5hoch)

cw Wert = 0,31

gewünschte Geschwindigkeit = 100km/h = 27,78 m/s²

Masse m = 1500kg

Berechnung:

Pw = Fw * v

Pw = (Fro + Fl ) * v

Pw = ((f * m * g) + (1/2 * RHO * cw * A *v²))*v

Pw = ((0,013*1500*9,81) + (1/2 * 1,202 * 0,31 * 2,7 * 27,78²))*27,78

Pw = (191,295 + 388,175) * 27,78

Pw = 16.097,6W = 16,09kW = 21,9 PS


Wenn man nun mit 120km/h rechnet, kommt man auf die 25kW.

Bei einer Steigung von 5% braucht man zusätzlich 24,5kW (m * g * v(vertikal), also 1500kg * 9,81m/s^2 * 27,78 * 1,2 * sin(tan-1(0,05))).
Bei 3% Steigung sinds noch 14,7kW.



Sollte wer in meinen Berechnungen einen Fehler finden, darf er mich ruhig korrigieren.

mfg Thomas

66

Dienstag, 30. September 2008, 22:53

Zitat

Naja, so ein ganz normales Aut mit 1,5to, verteilt auf 4,80m.


Hallo Thomas,

Da siehst du es, 1,5 Tonnen Gewicht. Da liegt doch das Hauptproblem aller Autos. Wenn ich mir vorstelle, dass in so einem Auto 2 Personen sitzen (150kg), dann sehe ich, dass das Nutzlastverhältnis in keinstem Verhältnis stimmt.

Als bekennender Min-fan, einem Auto mit gerade mal 650kg verstehe ich die Welt nicht ganz, wenn ich heutige Autos sehe. Der allergrösste Anteil am Individualverkehr ist der Kurzstreckenverkehr, zumindest bei uns in der Schweiz (wird aber überall so sein). Genau bei diesen häufigen Kurzstrecken (bis ca. 50km) braucht es in einem Auto wohl kaum all den Schnickschnack, wie elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare Sitze, elektrisches Schiebedach, Klimanlage, elektrische Aussenspiegel und ähnliches. Wie senil und verweichlichst ist denn die heutige Gesellschaft, dass sie noch nicht mal drei Umdrehungen an einer Kurbel schafft und dafür locker viele Kilos in Kauf nimmt, die ihnen dann indirekt an der Tankstelle wieder das Geld aus der Tasche zieht. Da liegt doch das Problem, wir müssen wieder lernen, einen Kurbel zu drehen, anstatt alles bloss immer elektrisch per Knopfdruck zu bedienen.
Gerade die elektrisch verstellbaren Sitze sind doch absoluter Schwachsinn, ist was für Behinderte, jeder gesunde Mensch kann den Sitz innert Sekunden von Hand verstellen. Bequemlichkeit, soweit das Auge reicht, dann aber dauernd in Garage stehen, weil wieder einer der kleinen Scheisserchen nicht richtig funktioniert.

Meine Meinung

Rolf

67

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 01:22

Da stimme ich dir grundsätzlich zu...dass z.B. der neue Ford Fiasko zur Abwechslung mal nicht grösser und zudem sogar minimal leichter geworden ist gilt ja schlichtweg schon als revolutionär! Dann schaue man sich im Gegenzug aber mal den neuen Mondeo an, ein Monstrum von Auto.
Nur deinen letzten Satz kann ich nicht so recht unterschreiben, im Gegenteil sind Autos mbMn unglaublich zuverlässig geworden. Vor 20 Jahren hat man sein Auto häufiger repariert als gewaschen. Wartungsintervalle von 10tkm galten als lang. Nach 10 Jahren waren die Dinger komplett vergammelt und Sondermüll. 100tkm Laufleistung galten als enorme Laufleistung. Vergleich das mal mit heute ;).
Ich bin in den letzten 10 Jahren ~500tkm gefahren, ausserplanmässige Werkstattaufenthalte waren gerade in den letzten Jahren die absolute Ausnahme.
Schöne Grüsse
Toenne

68

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 10:20

Hallo Toenne,

Hast ja eigentlich recht, da habe ich mich wirklich etwas gar weit aus dem Fenster gelehnt. Stimmt schon, im allgemeinen ist die Zuverlässigkeit der Autos schon deutlich besser geworden.

Gehöre eben zu der Gattung Mensch, die davon ausgeht, dass Sachen, die nicht eingebaut sind, am allerwenigsten kaputt gehen. Man nennt mich im Freundeskreis auch manchmal den "Minimalisten" weil ich auch in anderen Belangen immer bloss das kaufe, was ich wirklich brauche, und nicht bloss deswegen, weil es trendy ist, obwohl ich es nicht brauche.

Beispiel: Habe ein Handy, das kann nicht fotografieren, gabs damals noch nicht. Dafür habe ich einen guten Fotoapparat, der kann aber nicht telefonieren. Habe so zum Spass mal mein Handy mit ein paar Gummiringen fest am Fotoapparat fixiert und die Kombination so auf den Tisch gelegt, dann mit stolzem Gesicht erklärt, dass ich der einzige sei, der eine 8 Megapixelhandykamera habe. Hättet das Gelächter erleben sollen. Will damit sagen, dass ich mir sicher im Moment, wo mein Handy noch korrekt arbeitet, kein neues mit Kamera zulegen werde, bloss, damit ich nachher zwei Kameras habe.
Wenn mein Handy den Geist aufgibt (ich behandle es aber pfleglich, da ich weiss, dass es nicht zum herumschmeissen gemacht wurde), ist früh genug, zu überlegen, was dann gekauft wird.

Rolf

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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69

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 10:35

Zitat

Original von toenne
Nur deinen letzten Satz kann ich nicht so recht unterschreiben, im Gegenteil sind Autos mbMn unglaublich zuverlässig geworden. Vor 20 Jahren hat man sein Auto häufiger repariert als gewaschen. Wartungsintervalle von 10tkm galten als lang. Nach 10 Jahren waren die Dinger komplett vergammelt und Sondermüll. 100tkm Laufleistung galten als enorme Laufleistung. Vergleich das mal mit heute ;).
Ich bin in den letzten 10 Jahren ~500tkm gefahren, ausserplanmässige Werkstattaufenthalte waren gerade in den letzten Jahren die absolute Ausnahme.


http://www.shortnews.de/start.cfm?id=729453 :evil:

hier mehr:

http://www.autobild.de/artikel/dauertest…tdi_785569.html
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (1. Oktober 2008, 10:37)


70

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 14:43

Und was willst du uns damit sagen? Da stehen auch Verkaufszahlen: März 2005 bis August 2008 = 344547 Stück...eine ganze Menge. Davon war dieser nun also eine Pflaume welche in einer überforderten Werkstatt gewartet wurde.
Was war denn?
- Airbag und Abgas = Kabelverbindung
- Tempomat ärgerlich aber wenig dramatisch
- Leistungsverlust
Der dritte Punkt zog sich durch weil diese Werkstatt (wie so viele andere) das eigene Denken vollumfänglich eingestellt hat und statt dessen nach dem Motto verfährt 'wenn das Diagnosegerät nix anzeigt dann ist auch nix kaputt'. Solche Werkstätten gab es vor 20 Jahren aber auch, kann ich ein Lied von singen...
http://www.adac.de/images/Pannenstatisti…tcm8-214903.pdf
Passat auf Platz 3, so dramatisch kann es also nicht sein.
Schöne Grüsse
Toenne

Wohnort: Lugano, Svizzera

Beruf: Im IT-Bereich tätig

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71

Donnerstag, 2. Oktober 2008, 23:30

Sind zwar auch 4 Räder dran, allerdings in ungewohnter Konfiguration. Aber es läuft praktisch alles mit (zugegebenermassen viele) Modellflug-Komponenten:

X-TRACER: http://www.epower.ch/forum/viewtopic.php?p=8819#8819
Hier geht es zum vollständigen Thread.

Und wer hat es gemacht??? :)

Gruss
-Fabrizio
Fabrizio Albonico
SUI 36291
Gruppo Aeromodellisti Lugano

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fabrizio Albonico« (2. Oktober 2008, 23:44)


Z-Maniac

RCLine User

Wohnort: Ingolstadt (Ex-Kasseläner)

Beruf: Student

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72

Freitag, 3. Oktober 2008, 08:55

WOW, da hat ja mal jemand richtig Geld und Zeit reingesteckt, Respekt!
Allerdings wird das Ding nicht soo Stadttauglich sein, eher etwas für Überlandfahrten.

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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73

Freitag, 3. Oktober 2008, 09:54

Das DIngs hab ich mal live gesehen, aber noch mit Spotzmotor :D

Ich möcht nicht drinsitzen wenn es
- seitlich knallt
- stürmt

Jedoch ist der Gedanke- weg vom konventionellen Aussehen-
sicherlich besser als konventionelle Autos einfach zu elektrifizieren.

Oliver

74

Freitag, 3. Oktober 2008, 13:34

>Für den Energieverbrauch ist ist egal, ob man in 1sec oder 1min auf 100km/h >beschleunigt. Der Verbruach wird durch Roll- und Luftwiderstand und der >Geschwinidigkeit bestimmt.

Als Laie würde ich trotzdem sagen in der Praxis wurden hier ein paar Faktoren vergessen die sich indirekt auswirken...

-Gewicht/Wirkungsgrad der Akkus
-Gewicht/Wirkungsgrad des Motors
(im Normalbetrieb großer langsam drehender Motor statt kleiner hochdrehender)
-Mechanische Auslegung der Antriebskomponenten und vom Fahrzeug selbst

Somit ist eine optimal ausgelegte 15sec/100 km/h Kiste sparsamer als selbige die für 5 sec/200 ausgelegt ist wenn beide im optimum der kleinen Kiste gefahren werden was ja eher der Alltagssituation entspricht.

Wird die Rakete nun max. ausgefahren sieht es noch schlechter aus für deren Bilanz.

Richtig?
"How can we win when fools can be kings" Muse

Philippflieger

RCLine User

Wohnort: Leverkusen

Beruf: Zivildienstleistender

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75

Freitag, 3. Oktober 2008, 13:39

Zitat

Original von toenne
Dann schaue man sich im Gegenzug aber mal den neuen Mondeo an, ein Monstrum von Auto.

Ist trotzdem kein schlechtes Auto... unser Mondeo (vorletzte Version, also nicht der ganz neue) verbraucht bei unsparsamem Fahrverhalten (Immer wenn es geht beschleunigen, zeitweise 190km/h auf der Autobahn, Landstraße und Autobahn gemischt gefahren) 8,2 Liter im Durchschnitt. Die 8,2l sind echte 8,2l, das wurde nicht von der Anzeige angezeigt, sondern an der Tankstelle ausgerechnet.

Guck mal nach, was einer von diesen blöden SUVs mit deutlich weniger Komfort verbraucht, bei der Fahrweise....


btw: Unsere Autos hier sind sowieso klasse, im Vergleich zu denen "von drüben". Ich war letztens in den USA, da hatten wir einen Leihwagen, Chevrlet, der bei den maximal erlaubten 65 mph (~105km/h) im Schnitt 11 Liter verbraucht hat. Da aber sanft und mit Tempomat über den Highway, nicht etwa wie oben beschrieben.

Gruß Philipp

dieter w

RCLine User

Wohnort: Grünstadt (Pfalz)

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

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76

Samstag, 4. Oktober 2008, 10:56

Zitat

Original von Rolf Weber
Hallo Toenne,

Hast ja eigentlich recht, da habe ich mich wirklich etwas gar weit aus dem Fenster gelehnt. Stimmt schon, im allgemeinen ist die Zuverlässigkeit der Autos schon deutlich besser geworden.

Gehöre eben zu der Gattung Mensch, die davon ausgeht, dass Sachen, die nicht eingebaut sind, am allerwenigsten kaputt gehen. Man nennt mich im Freundeskreis auch manchmal den "Minimalisten" weil ich auch in anderen Belangen immer bloss das kaufe, was ich wirklich brauche, und nicht bloss deswegen, weil es trendy ist, obwohl ich es nicht brauche.

Beispiel: Habe ein Handy, das kann nicht fotografieren, gabs damals noch nicht. Dafür habe ich einen guten Fotoapparat, der kann aber nicht telefonieren. Habe so zum Spass mal mein Handy mit ein paar Gummiringen fest am Fotoapparat fixiert und die Kombination so auf den Tisch gelegt, dann mit stolzem Gesicht erklärt, dass ich der einzige sei, der eine 8 Megapixelhandykamera habe. Hättet das Gelächter erleben sollen. Will damit sagen, dass ich mir sicher im Moment, wo mein Handy noch korrekt arbeitet, kein neues mit Kamera zulegen werde, bloss, damit ich nachher zwei Kameras habe.
Wenn mein Handy den Geist aufgibt (ich behandle es aber pfleglich, da ich weiss, dass es nicht zum herumschmeissen gemacht wurde), ist früh genug, zu überlegen, was dann gekauft wird.

Rolf


Habe die ganze Zeit nur mitgelesen... aber die Story mit dem Fotohandy ==[] - einfach nur klasse! :D Das zeigt die wahre Überlegenheit!

Im Grundsatz denke ich genau so wie Rolf. Ich hatte als Geschäftsführer vor ein paar Jahren auch Mercedes E-Klasse mit 6-Zylinder-Motor gefahren und dann einmal über diesen Schwachsinn nachgedacht. Der Mercedes-Händler wollte es schlichtweg nicht glauben, als ich nach Ablauf des Leasing-Vertrags auf einen Peugeot 307 gewechselt habe...
Das war allerdings das Auto mit den meisten technischen Defekten, die ich jemals hatte. Mein derzeitiger Skoda Oktavia fällt dagegen schon leicht ab, der Ford Focus C-Max war ein Muster an Sparsamkeit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitig gutem Komfort.
Was ich damit aussagen will? Die heutige Kfz-Technik ist sehr weit fortgeschritten und könnte auch sehr zuverlässig sein - ist es aber nicht immer.

Aus meiner Sicht sollten einfach Pkws. deren CO2-Ausstoß > 125 mg/km (Zahl könnte auch anders sein) ist, nicht mehr steuerlich als Dienstfahrzeuge geltend gemacht werden können. Dann hätten wir
- einen Riesen-Aufschrei der deutschen Automobilindustrie
- keine steuerliche Förderung von Dreckschleudern
- eine reelle Ausgangssituation dafür, dass sich Umweltfreundlichkeit in welcher Richtung auch immer bezahlt macht.

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

77

Samstag, 4. Oktober 2008, 16:31

Gramm pro Kilometer, nicht Milligramm!

Grüße
Malte

78

Samstag, 4. Oktober 2008, 16:40

Hallo,

Bin ich froh, dass ich nicht ganz der einizge bin, der so denkt.

Es gibt da so eine Energieeffizienzplakette, man findet sie auf Haushlatgeräten und inzwischen auch auf Autos. Habe sie unten mal abgebildet. Diese Plakette ist (war) EU-weit einheitlich, wodurch natürlich die deutschen Luxus-IK's Energiemässig mehr als schlecht abschnitten. Da die Deutschen aber ein cleveres Völklkein sind (hm...), kamen sie auf die glorreiche Idee, das Gewicht des Fahrzeuges auch mit in diese Eneregieeffizienzberechnung einzubeziehen. Das hat dann in einem Fernsehvergleichstest zwischen einem Golf, einem Tuareg und einem 70 Tonnen Beugrubenkipper dazu geführt, dass der Golf eine sensationelle Dreckschleuder ist (mit etwa 170g/km Co2), wohingegen der Tuareg (Werte habe ich nicht grade zur Hand) bereits ein sehr grünes Auto ist. Der 70 Tonnen Baukipper (mit etwa 3980g/km Co2) hat auf der grünen Seite der Plakette schon gar keinen Platz mehr, so grün und umweltfreundlich wie er nach der deutschen Anpassung der Plakette nun ist. Jeder, der einen kleinwagen fährt, soll ihn also gefälligst möglichst schnell entsorgen und sich einen 70 Tönner zulegen, damit er endlich umweltfreundlich und sauber herumkurven kann. Wer sich keinen 70 Tönner leisten kann, der soll gefälligst wenigstens den grössten IK kaufen, je schwerer das Ding ist, umso sauberer werden die Werte auf der Plakette.

Die Autoindustrie aus dem (völlig unwichtigen) restlichen Teil der EU hat nun das Nachsehen ,mit ihren "normalen" Autos, eben den Dreckschleudern, sie darf nun wieder in Brüssel intervenieren und sich gegen die grossklotzigen, total verlogenen Herren von BMW, Audi, Mercedes und Konsorten durchsetzen. Die Lobby derer ist doch so gewaltig, wie der Herr Bush blöde ist.

Moral von der Geschicht: Trau keinem über den Weg, schon gar nicht einem Deutschen und am allerwenigsten einem deutschen Aumobilhersteller bzw. dessen Vertreter in der Politik.
:D :D :D

Da kommt sich jeder normaldenkende Bürger verarscht vor. Na, gottseidank gibts da noch die japanische Autoindustrie, wenigstens die haben verstanden, in welche Richtung es geht. Da kann ich heute schon das kaufen, vovon die deutschen Hersteller noch nicht mal was gehört haben. Hybrid mag noch nicht das Maximum sein, aber zumindest die Richtung stimmt. Irgendwo muss man ja mal anfangen, es kann im Laufe der Zeit bloss besser werden.

Womit ich dann wieder bei meinem Mini wäre, den ich gerne vorne mit einem modernen Smart Motörli und hinten mit zwei Radnabenmotoren haben möchte. Die Akkus auf dem Rücksitz (an deren Stelle wenigstens) da ich eh keine viersitzige Kutsche brauche. Meine Feundin ist nämlich nicht schwanger. :D :D :D

Rolf

Edit: Plakette anhängen wäre vielleicht auch nicht schlecht.
»Rolf Weber« hat folgendes Bild angehängt:
  • 270px-EU_energy_label.png

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rolf Weber« (4. Oktober 2008, 16:41)


79

Samstag, 4. Oktober 2008, 17:41

@Rolf:

>den ich gerne vorne mit einem modernen Smart Motörli
hm... ich hätte ihn gerne ohne diesen, da ich nicht wüsste wozu.

Ich brauche etwas was mich täglich 20km befördert und praxistauglich ist, 140km/h sind ausreichend, mit einer sicheren Reichweite von 100km könnte ich einen Flughafen, 4 Bahnhöfe, 2 Firmenwagen, einen Jeep und einen 3,5 tonner erreichen falls es was gröberes sein soll. Mit 140km wären es 2 Flughäfen.
Deshalb einen Stinker mitschleppen der wieder nur ärger macht (iss ja kein Lebensdauerwunder...) und Gewicht bedeutet wäre ungünstig, für schnell mal Flughafen München wechsel' ich eh auf was angemessenes um auf der A9 zu überleben.

Ein Fahrrad oder Zweirad für die täglichen 20km (10km einfach) steht überhaupt nicht zur Debatte da dies Landstraße durch die Pampa ist und dort 50% der Idioten dort einfach mal vorbeizeihen weil ja gestern kein Gegenverkehr kam....
Außerdem muß das auch im Winter klappen und darf meine Klamotten oder meinen Allgemeinzustand nicht beeinträchtigen.
->Klimaanlage wenn das Ding kein Cabrio ist!
Öffentlicher Nahverkehr währe wahnsinn, 1 Person/Bus ist sehr ökologisch und ein super Geschäft :dumm:


Somit suche ich seit längerem als Zweitwagen:
2 sitzer
alltagstauglich
wintertauglich
140km/h spitze
14-20s auf 100 km/h
(optimal: sichere Reichweite 100km @140 km/h)
minimal: sichere Reichweite 50km @120 km/h)
Sicherheit mindestens Smart ähnlich
laufende Kosten angemessen (kein utopisches Akku-leasing von x00€/monat :dumm: )
max 20000€ neu
sauber konstruiert bzgl. Wartungsfreiheit

Und ganz ehrlich betrachtet werden wohl 20-30% der arbeitenden Bevölkerung mit diesem Ding 90-95% ihrer Fahrten bequem erledigen können.... und könnten damit tonnenweise Kohle sparen. Für Familien sieht es sicherlich anders aus, jedoch nimmt der kurzpendler seine Kinder nicht mit zur Arbeit....
"How can we win when fools can be kings" Muse

80

Samstag, 4. Oktober 2008, 18:55

Hallo,

Gut so, dann produziere ich also mal eine Serie von etwa 100'000 Minis. Mit und ohne Smartmotörli.

Technisch wäre ich bereit, Arbeitslose, die mir helfen, gibts bei euch ja auch genug. Muss ich bloss noch einen der superreichen Manager umbiegen, damit er mir etwas von seinem Geld gibt, dann gehts los. :D :D :D

Wer Lust hat, kann schon mal eine Anzahlung leisten. Liefertermin und Endpreis wird später bekanntgegeben. Ebenso die technischen Daten. :D :D :D

Rolf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rolf Weber« (4. Oktober 2008, 18:56)