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1

Donnerstag, 9. Oktober 2008, 19:59

EADS Phoenix

Mahlzeit!

Ich hab gestern ne ziemlich interessante Doku gesehen, und zwar über den Prototypen des zukünftigen europäischen Raumtransporters Hopper. Der auf 1:7 runterskalierte EADS "Phoenix" hat schon im Mai 2004 seine Feuerprobe bestanden:







Nämlich die vollautomatische und autarke Landung aus 2400m Höhe! Möglichkeiten zum Eingreifen hatten die Wissenschaftler nur per Auslösung des Rettungsfallschirmsystems, falls etwas schief gegangen wäre. Aber Phoenix hat die Landung mit Bravour bestanden und die Mittellinie gerade mal um 2cm verfehlt... :D ;)

--> http://www.astronews.com/news/artikel/2004/05/0405-006.shtml


Also ich finde so ne Entwicklung echt super, gerade daß Europa unabhängiger von den USA und Russland wird in Sachen Orbitaltransporte... :ok:

Aber wie der eine Wissenschaftler schon sagte, bis zur Serienreife werden noch etliche Jahrzehnte vergehen...


Manuel

o.st

RCLine User

Wohnort: Donzdorf

Beruf: Schaufensterdekorateur

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2

Donnerstag, 9. Oktober 2008, 20:40

RE: EADS Phoenix

Schön,
besagte Firma hat aber ganz spezielle Probleme und da ist es fraglich WANN die Jahrzehnte vergangen sind ;)

Oliver

3

Freitag, 10. Oktober 2008, 10:05

RE: EADS Phoenix

Zitat

Original von Onkel Manuel
hat die Landung mit Bravour bestanden und die Mittellinie gerade mal um 2cm verfehlt

Ähh.. ob das auch auf amerikanischen, in Zoll bemessenen Landebahnen funktioniert ? :D
...lieber Luftraum als Raumluft...

4

Freitag, 10. Oktober 2008, 11:26

RE: EADS Phoenix

Zitat

Original von Onkel Manuel
Aber wie der eine Wissenschaftler schon sagte, bis zur Serienreife werden noch etliche Jahrzehnte vergehen...


Das ist so traurig. Die Amis haben vor über vierzig Jahren eine komplette Mondmission in unter zehn Jahren auf die Beine gestellt und hier freut man sich, wenn ein großes Flugmodell mit nur 2cm Abweichung von der Mittellinie landen kann.

Lass es doch einen Meter sein, wenn dadurch die Entwicklung schneller geht... Aber nein, es müssen 2cm sein. Besser nur maximal eine halbe Haaresbreite, erst dann ist man zufrieden. Leider bekommt man so das Ding vor lauter Optimierererei niemals richtig in die Luft. Schade.

Grüße
Malte

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (10. Oktober 2008, 11:26)


Chief_Rocker

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5

Freitag, 10. Oktober 2008, 12:44

Zitat

Das ist so traurig. Die Amis haben vor über vierzig Jahren eine komplette Mondmission in unter zehn Jahren auf die Beine gestellt und hier freut man sich, wenn ein großes Flugmodell mit nur 2cm Abweichung von der Mittellinie landen kann.


so siehts doch aus.
Da hab ich schon Modelle mit Autopilot gesehn die das können, zusammen geschuster in der Keller Werkstatt. Mal erlich, soooo besonders ist diese Leistung nun wirklich nicht.
Runter kommen sie alle :D

MX 16 s
Extra 300 L - R.I.P
Fun Air 40
FunJet
Gemini

6

Freitag, 10. Oktober 2008, 14:07

Naja.. eine Technik, die unter allen denkbaren Bedingungen (ich sag nur Wiedereintritt etc.) so extrem zuverlässig funktioniert, daß man ihr bedenkenlos Menschenleben und milliardenschwere Fracht anvertrauen kann, die schraubt man nicht mal eben so auf dem Basteltisch zusammen. Das Grundprinzip ist möglicherweise noch einfach, die SICHERE Umsetzung im Detail braucht dagegen viel Zeit und Knoffhoff...
...lieber Luftraum als Raumluft...

Martin_Austria

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Wohnort: Saalfelden - Salzburg - Österreich

Beruf: Banker, Devisenabteilung

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7

Freitag, 10. Oktober 2008, 16:25

Hat ja eine nette Flächenbelastung für ein Segelflugzeug mit 3,9 Metern Spannweite und 1.200 kg Gewicht :D

8

Freitag, 10. Oktober 2008, 18:58

Zitat

Original von Ted Striker
die SICHERE Umsetzung im Detail braucht dagegen viel Zeit und Knoffhoff...

Aber doch nicht länger als die Entwicklung eines Flugzeugs?!

Grüße
Malte

9

Freitag, 10. Oktober 2008, 19:04

Ein Flugzeug steigt ja auch nicht auf 130km Höhe, setzt dort Satelliten aus und tritt dann wieder in die Erdatmosphäre ein... :nuts:

Und den Vergleich zu dem amerikanischen Mond-Programm damals kann man doch gar net aufbringen. Da hatte sich die mächtigste Industrienation auf die Hinterfüße gestellt und ein Abermilliarden-schweres Raumfahrtprogramm in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft... :tongue:


Manuel

10

Freitag, 10. Oktober 2008, 20:40

Das Problem ist , wenn die mehrere Jahrzehnte entwickeln ist das Ergebnis schon veraltet wenn es endlich fertig ist :shy:


Ob so ein Orbiter überhaupt sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Viel mehr Potenzial sehe ich in einer luftatmenden und wiederverwendbaren Unterstufe. Auf dem ersten mindestens 20-25 Höhenkilometern gibt es Luft die Sauerstoff für den Antrieb liefern kann, man muss dann weniger Sauerstoff mitnehmen, die Nutzlast kann entsprechend höher ausfallen (oder man baut das ganze Gerät dann entsprechend kleiner).
Außerdem lässt sich hier mit einer Tragfläche Auftrieb erzeugen, senkrecht steigen ist doch Blödsinn ==[] .

11

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:16

Zitat

Original von DrM
Aber doch nicht länger als die Entwicklung eines Flugzeugs?

Raumfahrttechnik ist sicher ungleich komplizierter als ein Atmosphären-Flieger. Und selbst da dauert es oft viele viele Jahre bis zur Serienproduktion. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß inzwischen mehr Wert auf Sicherheit gelegt wird als zu Zeiten des kalten Krieges. Damals waren tote Astronauten halt Kollateralschäden. Man gab ein paar Salutschüsse ab und schickte die nächsten rauf. Heutzutage wird jeder Zwischenfall genauer hinterfragt. Vielleicht würden die Raumfahrer der Columbia und Challenger noch leben, wenn ein klein wenig länger getestet worden wäre. Die gingen unsinnigerweise wegen miserabler Dichtungen bzw. Klebstoff drauf.
...lieber Luftraum als Raumluft...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ted Striker« (10. Oktober 2008, 21:18)


12

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:32

Zitat

Original von Ted Striker
Die gingen unsinnigerweise wegen miserabler Dichtungen bzw. Klebstoff drauf.

Dichtung ja, deswegen ist ja der Booster hochgegangen. Aber 2003 ist durch ein abgefallenes Schaumstoffstück eine Kachel der linken Nasenleiste gebrochen bzw angebrochen, beim Wiedereintritt hats dann halt das ganze Shuttle auseinandergerissen...

--> http://de.wikipedia.org/wiki/STS-107


@Matthias
Na der Hopper soll mal auf nem Schlitten beschleunigt werden und steigt dann so allmählich in den Himmel. Aber von den Lifter-Programmen hab ich auch schon lange nix mehr gehört, anscheinend isses doch zu sperrig und unrentabel, wer weiß... :O


Manuel

13

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:52

Dann war die Isolierung eben nicht ausreichend befestigt. Auf jeden Fall Schlamperei.
...lieber Luftraum als Raumluft...

14

Freitag, 10. Oktober 2008, 22:29

Nein, die Nasenleiste des linken Flügels hatte nen Knacks wegbekommen, das hat nix mit Kleber zu tun:



Die Nasa gab ja selber zu, daß sie bei der Untersuchung des Unfalls erst gar nicht an diese Möglichkeit gedacht hatten, weil diese Kacheln bis dahin als unzerstörbar galten. Erst der Beschusstest hat diese Schwachstelle aufgezeigt... ;)

Manuel

Pic Killer

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Wohnort: Dorsten

Beruf: Werkstoffprüfer

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15

Freitag, 10. Oktober 2008, 22:58

Naja.......auf einem Schlitten zu beschleunigen,ist eine uralte Idee,die irgendwann in den 80er von Sänger wieder aufgegriffen wurde.Draus geworden ist nix.

Ich denke mal eher,das die schwerfälligen und sündhaft teuren Läden wie die Esa und NASA bald ausgedient haben.Burt Rutan hat ja in recht kurzer Zeit gezeigt,was mit verhältnis wenig Geld und Zeit realisierbar ist. :ok:
Die denken da auch schon einen Schritt weiter und einige andere Private sind auch am entwickeln.

16

Samstag, 11. Oktober 2008, 13:57

Zitat

Original von Onkel Manuel
Nein, die Nasenleiste des linken Flügels hatte nen Knacks wegbekommen, das hat nix mit Kleber zu tun:

Ich meine nicht die Kacheln am Shuttle, sondern die Isolierung am Haupttank, welche sich löste und dann den fatalen Schaden anrichtete. Das Problem war wohl sogar bekannt.
...lieber Luftraum als Raumluft...

17

Samstag, 11. Oktober 2008, 15:28

Aso. Na das Problem ist eigentlich schon bekannt, seit es die Shuttles gibt. Nur wurden die abfallenden Schaumstoffteile noch nie als gefährlich eingestuft. Das hat sich ja seit dem Colombia-Unglück geändert... ;)

Manuel