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Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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21

Dienstag, 10. Februar 2009, 19:54

Zitat

Original von toenne

Zitat

Der letzte Einkauf im örtlichen Modellbauladen hat mir gereicht. Ein paar Gabelköpfe, Stecker und ein wenig andererer Kleinkram und schon wieder 25 € futsch.

Und das schlimmste war wahrscheinlich dass die Porsches und Ferarris vom Inhaber und dessen Mitarbeitern dir auch noch den letzten Parkplatz weggenommen haben...


Da lese ich Ironie raus ;)
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

Tom41

RCLine User

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Software-Entwickler

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22

Dienstag, 10. Februar 2009, 21:35

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Also ich würde auf jeden Fall im AUsland bestellen. Besonders interessant ist da zur Zeit UK.

Ich sehe keinen Grund hier in Deutschland etwas draufzuzahlen, wenn es den selben Artikel auch günstiger gibt. Wenn die deutschen Händler ihre Kunden behalten wollen müssen sie halt ihre Preise anpassen....

Dann aber gleiches Recht für alle. Zuerst globalisieren wir die Jurisdiktion, dann kann man als Gerichtsort jeden Ort auf der Welt bestimmen.

Warum soll ich hier in Deutschland einem Anwalt 50 Euro die Stunde bezahlen, wenn ich in Bangladesch einen für 2 Euro die Stunde kriege? Oder 1000 Euro Gerichtskosten bei einem verlorenen Fall, wenn ich in Nepal beim Dorfrichter nur 20 Euro dafür bezahlen muß?

Wenn die Juristen in Deutschland ihre Kunden behalten wollen, müssen sie halt ihre Preise anpassen. :D

cu Tom
....
Flächen: ........ Parkmaster, Parkzone Trojan, Vapor, UMX Trojan, UMX Spitfire
Multikopter: ... Blade Nano QX, Blade 180 QX, Blade 200 QX
Helis: ............ Logo 400, Blade MSR-X
FB: ............... Spektrum DX-7
Sim: ............. Phoenix, AFPD

23

Dienstag, 10. Februar 2009, 21:54

Ja ich kaufe gerne dort ein wo es für mich günstig erscheint.
Das kann auch das Ausland sein, sei es Fernost, oder aus USA oder von sonst wo.
Wie immer muss man abwägen was man will, und was man bereit ist zu zahlen.
Hochpreisige Sachen würde ich lieber Vor Ort, oder in einem guten (und somit meist auch günstigen) Shop in Deutschland kaufen. Servos oder Akkus dürfen auch von weiter her kommen, da bei einem defekt der Verlust zu verkraften ist.

Hatte es im HK-UH Thread nicht geheißen, das die Deutschen Shops teilweise sogar mehr Modelle verkaufen, weil man sich die Komponeten günstiger importieren kann.

Ich für meinen Teil bestelle lieber Teile als das ich in einen Laden fahre. Das liegt aber auch daran, das ich einige Km bis zu nächsten Laden habe, und dann ist nicht gesagt, das ich die gewünschten Teile dort bekomme. Ggf. muss ich das dann bestellen lassen um die Teile später wieder dort hin abholen zu fahren. Macht für mich aber keinen Sinn, da kann ich gleich im Netz bestellen, und dann von mir aus auch im Ausland. Bei Conrad vor Ort bekomme ich nur 20% von dem was ich gerne hätte, den Rest müste ich online bestellen, da spare ich mir lieber die 160 km (für mal mal in den Laden) und gebe das fürs Porto aus.

MFG
Dany

Daniel wird beschleunigt von seiner ZZR1100

Darkwing

RCLine User

Wohnort: D-04329 Leipzig

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24

Dienstag, 10. Februar 2009, 22:00

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Original von Tom41

Zitat

Also ich würde auf jeden Fall im AUsland bestellen. Besonders interessant ist da zur Zeit UK.

Ich sehe keinen Grund hier in Deutschland etwas draufzuzahlen, wenn es den selben Artikel auch günstiger gibt. Wenn die deutschen Händler ihre Kunden behalten wollen müssen sie halt ihre Preise anpassen....

Dann aber gleiches Recht für alle. Zuerst globalisieren wir die Jurisdiktion, dann kann man als Gerichtsort jeden Ort auf der Welt bestimmen.

Warum soll ich hier in Deutschland einem Anwalt 50 Euro die Stunde bezahlen, wenn ich in Bangladesch einen für 2 Euro die Stunde kriege? Oder 1000 Euro Gerichtskosten bei einem verlorenen Fall, wenn ich in Nepal beim Dorfrichter nur 20 Euro dafür bezahlen muß?

Wenn die Juristen in Deutschland ihre Kunden behalten wollen, müssen sie halt ihre Preise anpassen. :D

cu Tom

Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Und nebenbei noch schlecht informiert.

wenn Du im Nepal die Ziege des Dorfältesten überfährst findet die Verhandlung dort statt und es zwingt dich keiner einen deutschen Anwalt zu importieren.
Kaufst Du Ware im Ausland ist der Gerichtsstand ebenso meist beim Verkäufer und Du kannst ebenso den Chinesischen Anwalt für 2 € einstellen.

Willst Du Dein "deutsches Recht" durchsetzen geht das nur hier und Du musst einen an deutschen Gerichten zugelassenen Anwalt nehmen.

Und wenn Du am globalisierten europäischen Gerichtshof bist, kannst Du Dir ja jeden Anwalt nehmen der dort ganz globalisiert zugelassen ist. Das haben einige findige Firmen schon mitbekommen und handhaben dies auch so. Deswegen wollen die hochbezahlten Anwälte selbst dort "mindestgebühren" LINK
Die Juristen wollen ihre Preise nicht anpassen, der Wettbewerb hat aber genau das vorgesehen


:w Carl-Heinz

Tom41

RCLine User

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Software-Entwickler

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25

Dienstag, 10. Februar 2009, 22:13

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Und nebenbei noch schlecht informiert.

Ohne Scheiß?

Zitat

Willst Du Dein "deutsches Recht" durchsetzen geht das nur hier und Du musst einen an deutschen Gerichten zugelassenen Anwalt nehmen.

Deswegen sag ich doch, daß die Jurisdiktion (und alles andere auch) pauschal globalisiert wird. Das 'deutsche Recht' kann dann auch beim Dorfältesten verhandelt werden, sobald er mit der überfahrenen Ziege fertig ist.

'Gerechtigkeit' (und alles andere auch) wird dann immer beim günstigsten Anbieter eingekauft.

Wie schon gesagt: Gleiches Recht für alle. Warum sollen sich nur die Modellbauhändler ständig sagen lassen: 'Mußt Du halt Deine Preise anpassen'.

cu Tom
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom41« (10. Februar 2009, 22:15)


Darkwing

RCLine User

Wohnort: D-04329 Leipzig

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26

Dienstag, 10. Februar 2009, 22:35

Eben dies ist ja vor dem europäischen Gerichtshof möglich. Und da brauchts nicht zwingend einen deutschen Anwalt um pauschalisiertes europäisches Recht durchzusetzen. :D Globalisierung im kleinen aber das zählt sicher nicht.

Es scheint aber wohl immer mehr in die Richtung zu tendieren "Kauft nicht beim Ausländer". So hart es klingt, dass hatten wir schon mal.

PS: Meine Firma lebt von den bösen Chinesen, Indern, Amerikaner, Afrikanern und was da sonst noch über den Erdball kreucht. Ich gebe also nur einen Teil meines internationalen Geldes wieder zurück :)


:w Carl-Heinz

Biplane

RCLine User

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27

Dienstag, 10. Februar 2009, 23:15

Der Modellbauladen ist tot...

Vor vierzig Jahren gab es eine vielzahl von Tante Emma läden, die eine kleine, aber ausreichende Auswahl an Produkten für den täglichen Bedarf hatten. Die Käufer waren zufrieden und freuten sich auch immer über ein nettes Gespräch mit dem Inhaber. Diese Läden gibt es nicht mehr, doch die früheren Inhaber (okay heute sind sie wohl in Rente), mussten einen andern Job finden, um die Brötchen zu verdienen.

Vor dreißig Jahren gab es etliche Modellbauläden und das ein oder andere Vedes Fachgeschäft. Es gab eine Hand voll Hersteller und eine noch überschaubare Anzahl an Modellen und Zubehör. Da man kein Internet und höchstens zwei/drei Modellbauläden kannte, war man mit dem lokalen Angebot zufrieden.

Vor zwanzig Jahren fing es an das viele Versuchten ihre eigenen Modelle zu entwickeln und zu vermarkten. Dies hat den Markt bereichert. Der Kunde wurde anspruchsvoller. Es gab nicht mehr 50 Mosquitos, 20 Taxis und Charter auf jedem Modellflugplatz, sondern eine immer buntere Mischung.

Vor zehn Jahren kam das Internet so langsam beim Durchschnittshaushalt an und die Vertriebswege wurden für kleinere Unternehmen globalisiert. Der Kunde hat seitdem einen Überfluß an Angebot. Der lokale Händler diente vielen nur noch als Kleinteillieferant, da er ohnehin nicht die gewünschten Modelle lagermäßig hatte. Der geringe Mehrpreis gegenüber Internetshops wurde akzeptiert. Es gab auch nur wenige Shops mit einer vollständigen Kleinteilpalette, so das nicht alles im Internet zu beziehen war.

Heute ist einfach jedes noch so kleine Schräubchen und Ersatzteil im Internet zu bestellbar und das noch weltweit zu erheblich günstigeren Preisen, wie beim lokalen Händler. Die Versandkosten spielen bei der Preisdifferenz kaum noch eine Rolle und die Lieferzeit von 10 Tagen aus den USA oder 3-4 Wochen aus China, sind auch für die meisten Bestellungen akzeptabel. Bei teilweise 50 und mehr Prozent Ersparnis, kann man sich locker einen Vorrat an allen gängigen Teilen anlegen. Die lokale Händler wird immer unwichtiger. Die Nicht-Internet-Kompatible Rentnergeneration stirbt langsam aus.

In zehn Jahren wird der lokale Händler, soweit es diesen noch gibt, wird nur noch von Einsteigern aufgesucht. Es werden nur die Modellbauläden überleben, die ihren Webshop ausreichend bekanntmachen und globalisieren konnten. Eine sehr umfangreiche Produktpalette ist in jedem Webshop ein muß. Lediglich einige spezialisierte Kleinhersteller können in Nischenbereichen noch existieren.
Zahlreiche ehemalige Modellbauhändler leben von Harz VIII oder befinden sich in Umschulungsmaßnahmen.

Gruß
Norbert
Hog Bipe, Bipe Spezial MK2, Geckos, Kleine Vampire, XP2, Siemens Schuckert E1, Weppies, Spitfire

28

Mittwoch, 11. Februar 2009, 00:01

Zitat

Original von Biplane
Vor vierzig Jahren gab es eine vielzahl von Tante Emma läden, die eine kleine, aber ausreichende Auswahl an Produkten für den täglichen Bedarf hatten. Die Käufer waren zufrieden und freuten sich auch immer über ein nettes Gespräch mit dem Inhaber. Diese Läden gibt es nicht mehr, doch die früheren Inhaber (okay heute sind sie wohl in Rente), mussten einen andern Job finden, um die Brötchen zu verdienen.


Einspruch! Es gibt immer noch "Tante-Emma-Läden". Sie verkaufen aber eben nicht mehr die Dose Erbsen oder Bohnen und 'nen Lolli, sondern sie verkaufen Bio-Produkte. Die Auswahl ist überschaubar, die Qualität stimmt, die Preise sind angemessen, der Rubel rollt.

Modellbauläden, die ihre Neu-Kunden (Einsteiger) falsch beraten, bei Sachen wie Carbonrohren sagen "Ham wa nischt!" oder eine Luftschraube (EK unter 2Eur) für 9,45Eur verkaufen wollen, haben es nicht verdient, zu überleben.

29

Mittwoch, 11. Februar 2009, 09:12

Zitat

Original von DrM
"Ham wa nischt!"

Jawoll, genau dieser Spruch ist es, der mich vom Kauf beim lokalen Modellbaudealer zunehmend abhält. Ich bin gern bereit, einen gewissen Aufpreis in Kauf zu nehmen, wenn das Sortiment stimmt. Höre ich allerdings bei 3 von 4 Besuchen die Sprüche "Haben wir nicht.", "Kenn ich nicht.", "Weiß ich nicht" oder "müssen wir bestellen", dann bereue ich zutiefst, den Sprit verfahren zu haben. Ein Laden, der nur 08/15-Komponenten vorrätig hat und noch nicht mal in der Lage ist, für die bei ihm verkauften RTF-Sets und Bausätze auch Ersatzteile zu liefern, ist seiner Existenz unwürdig.
Wie man es richtig macht, beweisen Händler wie z.B. Staufenbiel oder MHM-Modellbau, die sowohl Ladengeschäft als auch Webshop betreiben und ein gut sortiertes Angebot führen.
...lieber Luftraum als Raumluft...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ted Striker« (11. Februar 2009, 09:13)


Addicted

RCLine User

Wohnort: LK DA-DI

Beruf: Dipl.-Ing. Bauingenieur

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30

Mittwoch, 11. Februar 2009, 10:53

Zitat

Original von Ted Striker

Zitat

Original von DrM
"Ham wa nischt!"

Jawoll, genau dieser Spruch ist es, der mich vom Kauf beim lokalen Modellbaudealer zunehmend abhält. Ich bin gern bereit, einen gewissen Aufpreis in Kauf zu nehmen, wenn das Sortiment stimmt. Höre ich allerdings bei 3 von 4 Besuchen die Sprüche "Haben wir nicht.", "Kenn ich nicht.", "Weiß ich nicht" oder "müssen wir bestellen", dann bereue ich zutiefst, den Sprit verfahren zu haben.
Ihr tefft den Nagel auf den Kopf. Deshalb bin ich dazu übergegangen, vorher im Laden anzurufen und die Verfügbarkeit abzufragen. So spare ich mir die vielen nutzlosen Besuche dort und fahre nur hin, um bestellte oder doch vorrätige Sachen abzuholen. Nach dem "wie" zu fragen, habe ich bereits völlig aufgegeben - die Antworten konnte ich bisher noch nie verwenden...

Gruß
Chris
...nein Schatz, das ist das gleiche Modell...!

:angel:


Auf Wunsch eines Mods wurde dieser Teil der Signatur gelöscht. Und dass nur, weil sein Virenscanner bei Java "dichtmacht"...

Biplane

RCLine User

Wohnort: Heidelberg

Beruf: Softwareentwickler

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31

Mittwoch, 11. Februar 2009, 11:34

Mal anders herum gefragt...

Brauchen überhaupt noch jemand einen lokalen Modellbauladen ?

Ein Argument für den lokalen Händler war immer die gute Beratung, die aber nur selten wirklich brauchbar ist und das andere Argument ist die schnelle Verfügbarkeit, die aber auch vielerorts nicht ausreichend ist. Wegen dieser Vorteile hat man dann auch einen etwas höheren Preis akzeptiert, da die personellen und räumlichen Kosten auch getragen werden mussten.

Jetzt gehen mir die positiven Argumente auch schon auf. Bei vielen Internetshops hat man die Artikel bei Bestellung am Sonntag abend nach dem kleinen Crash, meist schon nach 2-3 Werktagen. Das folgende Wochenende ist dann schon wieder alles Einsatzbereit. Abgesehen davon braucht man je nach Arbeitszeit nicht mehr früher Feierabend machen, um noch schnell zum Händler zu fahren.

Ein Händler ohne Internetshop wird nicht überleben und auch nur mit einem guten Internetshop ist auch langfristig ein ausreichender Umsatz zu generieren. Klasse finde ich die Shops, bei denen man die Modelle direkt mit passenden, optionalen Komponenten komplett zusammenstellen kann. Ist bequem, auch wenn der gemischte Kauf bei verschiedenen Händlern vermutlich günstiger ist. Es gibt da (noch) viele marketingwirksame Möglichkeiten, die von einige große Shops nicht bieten.

Ohne Ladenlokal, kann der Modellbauhändler auch kosten sparen und die Artikel etwas günstiger anbieten. Aber solange viele Artikel mit Listenpreis des Herstellers im Laden ausgezeichnet sind (letztich bei einer Parkzone Corsair und Spektrum DX5i gesehen), dann kann der Händler wohl bald einpacken.
Hog Bipe, Bipe Spezial MK2, Geckos, Kleine Vampire, XP2, Siemens Schuckert E1, Weppies, Spitfire

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Biplane« (11. Februar 2009, 11:42)


danousek

RCLine User

Wohnort: Mannheim

Beruf: Student (Jura)

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32

Mittwoch, 11. Februar 2009, 12:16

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Original von Tom41

Zitat

Also ich würde auf jeden Fall im AUsland bestellen. Besonders interessant ist da zur Zeit UK.

Ich sehe keinen Grund hier in Deutschland etwas draufzuzahlen, wenn es den selben Artikel auch günstiger gibt. Wenn die deutschen Händler ihre Kunden behalten wollen müssen sie halt ihre Preise anpassen....

Dann aber gleiches Recht für alle. Zuerst globalisieren wir die Jurisdiktion, dann kann man als Gerichtsort jeden Ort auf der Welt bestimmen.

Warum soll ich hier in Deutschland einem Anwalt 50 Euro die Stunde bezahlen, wenn ich in Bangladesch einen für 2 Euro die Stunde kriege? Oder 1000 Euro Gerichtskosten bei einem verlorenen Fall, wenn ich in Nepal beim Dorfrichter nur 20 Euro dafür bezahlen muß?

Wenn die Juristen in Deutschland ihre Kunden behalten wollen, müssen sie halt ihre Preise anpassen. :D

cu Tom
:wall: :wall: :wall:
8) LOGO 500 SE VStabi :ok:
:evil: T-Rex 450 VStabi :evil:
8) T-Rex 600 NSP VStabi
Microstar 400 :angel:
PicooZ :-)(-:

Graupner MX-22

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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33

Mittwoch, 11. Februar 2009, 12:32

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Original von DrM

Zitat

Original von stein
Warum seid ihr dann nicht auch so konsequent und verlagert euren Wohnsitz nach China ...aber von den Hungerlöhnen dort könntet ihr nicht mal Papierflieger basteln, geschweige denn Modellflug betreiben.



Äääähm, Hans-Willi, jetzt werde ich fast böse. Mal drei Fragen:

1. Was denkst Du passiert wenn die Leute, die in China kaufen, keine Einkommens/Lohn/Mehrwert/Minralöl-etc Steuer mehr in Deutschland zahlen?

2. Wo wird das Zeug, das Du in Deinen Webshop verkaufst hergestellt?

3. Warum ziehst DU nicht dahin?

Grüße
Malte


1) Was hat das mit dem Thema zu tun ?

2) Leider zu oft im Ausland, ernährt aber trotzdem in Deutschland Leute oder arbeiten die Leute in Modellbauläden oder bei den Distributoren umsonst ?

3) Weil ich beschlossen habe in Deutschland zu leben und somit leider die soziale Hängematte mitfinanzieren muß

Und sorry, wenn ich hier von Porsche und Ferraris der Modellbauladenbetreiber lese, sehe ich schon wieder, dass wir uns langsam der Betriebswirtschaft auf Stammtischniveau nähern. Ich setze nicht bei allen Kenntnisse des Marktes und in der Betriebswirtschaft voraus, aber so langsam sind das Äußerungen wie im Kindergarten.

Wenn die ganzen Händler sich eine angeblich goldene Nase verdienen, warum seid Ihr so blöd und geht ehrlicher Arbeit nach...

Ihr braucht doch nur den Gegenwert mehrerer der o.g. Porsches als Lagerbestand , kaufmännische Kenntnisse, Kenntnisse im Bereich Marketing und Betriebsführung, den Mut, ein gewisses Risiko eingehen zu wollen und das wars dann doch auch schon. Na was ist los, überfordert mit der Aufgabenstellung ????

Aber ich kenn das aus anderen Bereichen... Riesen Klappe am Kopp aber keine Traute den Schritt zu wagen und mal einen 14 Stunden Tag hin zu legen und das Risiko einzugehen...

Gruss
Hans-Willi (sorry bin die nächste halbe Stunde nicht online, muß mal die Ferraris ausfahren, die stehen sich sonst kaputt)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »stein« (11. Februar 2009, 12:34)


34

Mittwoch, 11. Februar 2009, 12:42

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Original von stein
1) Was hat das mit dem Thema zu tun?

2) Leider zu oft im Ausland, ernährt aber trotzdem in Deutschland Leute oder arbeiten die Leute in Modellbauläden oder bei den Distributoren umsonst?

3) Weil ich beschlossen habe in Deutschland zu leben und somit leider die soziale Hängematte mitfinanzieren muß


ad 1) DU hast vorgeschlagen, daß die Leute nach China gehen sollen, DAS hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun.
Wenn sie es aber täten, ginge in Deutschan der Arsch erst recht auf Grundeis! Und das hätte mit dem Thema zu tun.

ad 2) Und dann willst Du es den Modellbauern verleiden? Selters predigen, aber selber Sekt saufen...

ad 3) Die zahle die auch (incl dem Gehalt & Sozialabgaben für ca. 20 Angestellte), heule aber nicht darüber rum.

Heute habe ich ein Paket aus China bekommen. 20m LED-Leuchtband, zollamtlich sauber abgefertigt. Preis ca 60% für exakt die Ware, die die deutschen Händler "durchschieben"...
Die 150 Eur für Nix außer einmal neu Verpacken hätten mich schon geärgert.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DrM« (11. Februar 2009, 12:44)


bswoolf

RCLine User

Wohnort: Hannover

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35

Mittwoch, 11. Februar 2009, 12:48

Vor allem kann ich das Geschwalle von der sozialen Hängematte nicht mehr hören. Wenn Dir das nicht gefällt, bitte geh Du doch nach China oder in die USA, die übrigens ohne die "Matte" die selben Probleme haben.
Gruß,
Wolfgang
[SIZE=1]Es hat ganz harmlos mit einem Piccoz angefangen:
Jetzt muß ich anbauen.
[/SIZE]

jfbaumi

RCLine User

Wohnort: D-67354 Römerberg

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36

Mittwoch, 11. Februar 2009, 12:54

Hi zusammen,

ich finde hier werden viele verschieden Dinge über einen Kamm geschert.

Für mich macht es immer noch einen Unterschied ob eine Ware in D entwickelt und produziert wird, oder ob die Ware im Ausland entwickelt und produziert wird.

Ich gebe Hans-Willi da schon recht, dass Produktion und Entwicklung in D deutlich teurer ist als im Ausland.
Gerade Produkte aus D sind meist auch hochwertiger, langlebiger und leistungsfähiger wie Ware aus dem Ausland.

AAAAber, es macht für mich sehr wohl einen Unterschied wenn dann Waren vom deutschen Händler billig in China eingekauft und mit unverschämten Gewinnspannen an den deutschen Kunden weiterverhöckert werden.
Die Gewinnspannen die sich manche Händler ( es gibt da auch Ausnahmen ) da einräumen sind wirtschaftlich eben nicht mit Sozialabgaben, hohen Löhnen, Lohnnebenkosten, Umweltgebühren, Steuern und unnützen Abgaben ( EAR Gebühren, Produkthaftungsversicherungen, ... ) zu begründen, sondern nur noch mit Gier nach schnell verdientem Geld.

Weiter verstehe ich nicht das wenn Firmen durch globalen Handel ihre Gewinne maximieren und auf Kosten schlechter sozialen Verhältnisse im Ausland ( China, Indien ) sich bereichern wird das als selbstverständlich angesehen.
Wenn ich als Privatperson die gleiche Ware über einen chinesischen Händler kaufe werde ich aber für die schlechten Verhältnisse dort Verantwortlich gemacht mit der Begründung das ich durch meinen Einkauf dort diese Verhältnisse unterstütze. :shake:

Kommt noch hinzu das die Globalisierung, dass Auslagern von Produktionen schließlich keine Erfindung von uns arbeitendem Volk in D ist, sondern von den Wirtschaftsbossen die in ihren Firmen in D immer mehr Leute rücksichtslos rausschmeißen um ihre Gewinne schön im 2 stelligen Bereich zu halten. Wenn jetzt der Deutsche immer weniger Geld im Geldbeutel hat ( immer mehr Arbeitslose, 1 Euro Jober, .. ) muß er eben auch schauen wo er sparen kann

Zitat

...und mal auf das Brot verzichten und nur Wasser trinken....

Warum prangert man das an? ==[]

Letztendlich soll jeder kaufen wo er will und was er will.
Wie war das noch mit der freien Marktwirtschaft?
Gibts die eigentlich noch?
Wie waren die Gewinne z.B. der Mineralölindustrie in dem schlechten Jahr 2008? :evil:
Gruß Jürgen
jbsseiten

37

Mittwoch, 11. Februar 2009, 13:20

Zitat

Und sorry, wenn ich hier von Porsche und Ferraris der Modellbauladenbetreiber lese, sehe ich schon wieder, dass wir uns langsam der Betriebswirtschaft auf Stammtischniveau nähern.

Wenigstens elektroniktommi hat es erkannt -> das war Ironie in Hinblick auf den immer wiederkehrenden idiotischen Vorwurf die örtlichen Händler würden ihre Kunden abzocken und sich eine goldene Nase dabei verdienen.
Mögen all jene die sowas von sich geben mal ein Gewerbe anmelden und staunend betrachten welche Fixkosten Monat für Monat auflaufen, die wollen alle erstmal erwirtschaftet werden - und zwar vom Gewinn, nicht vom Umsatz.
Schöne Grüsse
Toenne

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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38

Mittwoch, 11. Februar 2009, 13:27

RE: Im Ausland kaufen ja/nein

Zitat

Original von DrM

ad 3) Die zahle die auch (incl dem Gehalt & Sozialabgaben für ca. 20 Angestellte), heule aber nicht darüber rum.


Ja dann schieb doch mal Deine Produkte zu Chinapreisen heraus und schau mal, wie lange Du 20 Mitarbeiter noch beschäftigen kannst. Es sei denn Du arbeitest auf Kosten des Staats mit 1 EUR Jobbern...

Abschließend...ich habe nix gegen die Leute, die in China Ihren Kram bestellen. Ich bekomme nur einen Lachkrampf wenn ich einige Äußerungen lese, von Leuten, die nachweislich absolut keine Ahnung haben, was in der deutschen Wirtschaft im Moment abläuft....


Gruss
Hans-Willi

Elektroniktommi

RCLine User

Wohnort: MK, Sauerland

Beruf: Konstrukteur

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39

Mittwoch, 11. Februar 2009, 13:36

Zitat

Original von jfbaumi

Zitat

...und mal auf das Brot verzichten und nur Wasser trinken....

Warum prangert man das an? ==[]


Zitat


Wenn die deutschen Händler ihre Kunden behalten wollen müssen sie halt ihre Preise anpassen....


Zitat


...und mal auf das Brot verzichten und nur Wasser trinken....


Der Kontext fehlt ;)

Meint Ihr wirklich, die können in Saus und Braus leben?
Jedenfalls nicht die Einzelhändler.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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40

Mittwoch, 11. Februar 2009, 13:45

Zitat

Original von bswoolf
Vor allem kann ich das Geschwalle von der sozialen Hängematte nicht mehr hören. Wenn Dir das nicht gefällt, bitte geh Du doch nach China oder in die USA, die übrigens ohne die "Matte" die selben Probleme haben.


Klar werden die Probleme immer globaler, weil in den Schwellenländern die Leute so langsam aufwachen und am globalen "Wohlstand" teil haben wollen.

Deshalb findet seit Jahren ja ein richtiger Wanderzirkus bei den Konzernen statt, die verlegen Ihre Produktionsstandorte sofort, wenn es zu teuer wird....

Aber nochmal... wer bezahlt denn die sozialen Errungenschaften in DE...

Vielleicht mal zur Info, mein Hauptstandbein ist seit 20 Jahren die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen ! Ich optimiere Betriebs- und Vertriebsabläufe und plane Logistik-Ketten und helfe den Leuten, Kontakte ins Ausland zu knüpfen, um Produkte zu importieren. Ich kenne die Belastung bei Direktimporten und ich kenne den Preisverfall auf breiter Front.

Ich habe einen ziemlich genauen Überblick über alle Branchen und kenne die Nettorendite vor Steuer. Da sollte man manchmal scherzhaft die Empfehlung aussprechen, dass die Leute die Kohle lieber in sichere Wertpapiere oder sonst was anlegen....

Der kleine Fachhändler vor Ort steckt sich jedenfalls die Mörderkohle definitiv nicht ein....

Gruss
Hans-Willi