Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

81

Dienstag, 26. Mai 2009, 23:55

Zitat

Original von Thomas_R.
Ohne Rechnung? Keine Steuernummer? Kein Hinweis auf abgefuehrte Umsatzsteuer?
Seltsam.

Die "Rechnung" existiert nur als Bestellformular im Internet.
Steuernummer? Warum? Das Unternehmen sitzt doch in Hongkong, nicht in Deutschland. Vielleicht haben die in Hongkong eine Steuernummer?
Aber irgendwie seltsam ist das schon. Eventuell haben wir es hier mit einer rechtlichen Grauzone zu tun? Keine Ahnung, dazu müsste man einen entsprechenden Fachanwalt befragen. Jedenfalls sind das alles Dinge, die uns als Kunden erstmal nicht weiter berühren sollten.
Über kurz oder lang wird es sicherlich eine rechtliche Prüfung geben, dank einiger aufmerksamer Konkurrenten. (Und das ist ja auch gut so)

Grüße
Udo

82

Mittwoch, 27. Mai 2009, 00:34

Hi Udo,
ja, da gibt es einen Unterschied zwischen Firmensitz und Erfuellungsort. Definitv ist da was nicht sauber. Ich blick nur noch nicht 100%ig durch.
Auf jeden Fall ist eine Lieferung aus Deutschland ohne irgendwelche Papiere nicht in Ordnung.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


Joerg62

RCLine User

Wohnort: Hessen - hinterm Bretterzaun links

Beruf: immer Schuld

  • Nachricht senden

83

Mittwoch, 27. Mai 2009, 00:40

Ihr könnt es nennen ,

wie ihr wollt - für mich ist es wieder nur ein neuer U H Werbetread !

Aber bisher am besten gefallen hat mir das von Scrat , Zitat :

Die guten Händler werden überstehen. Die Kasper, deren "Beratung" darin besteht, zu sagen: "Nimm das!" weils grade rumsteht und dann noch preislich hemmungslos überziehen, werden es, verdientermaßen, nicht schaffen.

Selbiges gilt für die sogenannten "Hersteller", die nur umlabeln und nicht einmal mehr hier entwickeln. Es gibt ja auch Andere. - Zitat Ende !

Bin da auch Kunde obwohl ich da seit 2006 nichts mehr gekauft habe - vielleicht erinnern sich noch ein paar daran - die Servergeschichte ... hab nen anderen Lieblingsasiaten , der in Macau sitzt und genau das selbe Zeugs wie die als OEM vertickert , auf den Motoren sind nicht mal die Turnigyaufkleber :D ... aber wenn ich sehe das die die iMax - Anlage umlabeln , für nicht ganz 70$ vertickern und ein FHSS Modul bei knapp 15 anfängt , könnte ich doch glatt wieder Rückfällig werden !

Und jetzt nicht wieder mit dem Jamara WFT 100mW Märchen kommen - ist ne reine Softwaresache !

U H ? Mir doch egal ! Ich will lediglich faire Preise und nicht den Marktführer der Umlabler noch reicher machen ...
Neulich hatte ich einen Traum ... ein Politiker hing am Apfelbaum ... , schon öfters hatte ich solche Träume , leider nie genug Bäume ! .

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

84

Mittwoch, 27. Mai 2009, 08:37

So, jetzt mal ganz wertfrei...

Wenn es eine Niederlassung in DE ist, muß auf der Rechung die MwSt stehen und entweder eine deutsche Steuernummer oder eine UST-ID zwecks Identifikation.

Ein weitere Variante wäre eine Lieferung mit asiatischer Rechnung und dem Vermerk "Tax and duties paid" - dann wäre der Zoll bezahlt, wobei dann noch strittig ist, ob und wer die Einfuhrumsatzsteuer bezahlt.

Bezüglich Udos Bemerkung....
Jedenfalls sind das alles Dinge, die uns als Kunden erstmal nicht weiter berühren sollten. .....

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, es kann sich niemand heraus reden mit der Begründung, er wäre davon ausgegangen, dass der Lieferant alles richtig macht.

Ich habe viele Jahre in der Logistik gearbeitet und bei einer Prüfung wurden einige strittige Sachen beanstandet und wir mußten im Endeffekt nachbezahlen. Das ist auch bei Privatleuten so.

Zitat Thomas Radetzki.....
Auf jeden Fall ist eine Lieferung aus Deutschland ohne irgendwelche Papiere nicht in Ordnung....

Das ist definitiv richtig. Für die Lieferung von deutschem Boden aus gelten Formvorschriften für eine ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung.

Gruss
Hans-Willi

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

85

Mittwoch, 27. Mai 2009, 08:42

Zitat

Original von Thomas_R.
Hi Udo,
ja, da gibt es einen Unterschied zwischen Firmensitz und Erfuellungsort.

Sicher gibt es den. Das hat aber mit unserer Problematik hier nichts zu tun, Erfüllungsort ist einfach nur der Ort, an dem der Auftragnehmer (der Versender) seine Pflichten aus dem zustandegekommenen Geschäft erfüllt hat. Bei deutschen (und in Deutschland ansässigen!) Firmen ist in den allermeisten Fällen der Erfüllungsort identisch mit dem Ort des Firmensitzes. Das soll nur zum Ausdruck bringen, dass (unter Vollkaufleuten) das Risiko des Versandes der Käufer trägt, weiter nichts und hat bei Verkäufen an Privatleuten sowieso keine Bedeutung.
Also bitte erstmal schlau machen, bevor hier mit Begriffen hantiert wird, deren Bedeutung einem selbst nicht klar ist. :D

Hier kommt noch hinzu, dass man als deutscher Käufer bei einer chinesischen Firma niemals das deutsche Recht anwenden kann, sondern allenfalls das chinesische Recht, wenn überhaupt, denn es bleibt die Frage der Durchsetzbarkeit.

Zitat

Definitv ist da was nicht sauber.

Definitiv? Was macht dich so sicher, dass Du Dich zu dieser Aussage versteifst? Hast Du andere Erkenntnisse? So weit würde ich nicht gehen, aber auch ich habe meine Zweifel, ob da wirklich alles in Ordnung ist.

Zitat

Auf jeden Fall ist eine Lieferung aus Deutschland ohne irgendwelche Papiere nicht in Ordnung.

So? Woher hast Du diese Erkenntnis? Ich habe bereits mehrfach Lieferungen von deutschen Firmen, die auch in Deutschland ansässig sind, völlig ohne irgendwelche Papiere bekommen. Man kann die Begleitpapiere nämlich durchaus auch separat schicken bzw. diesen Papierkram heutzutage im Zeitalter der totalen Vernetzung per Computer erledigen. Eine Vorschrift diesbezüglich gibt es nämlich nicht (klingt in diesem unserem Lande, wo so ziemlich alles reglementiert ist, komisch, ist aber so).

Grüße
Udo

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

86

Mittwoch, 27. Mai 2009, 08:59

Zitat

Original von stein
Wenn es eine Niederlassung in DE ist,..............
Gruss
Hans-Willi

Hans-Willi, das ist schon mal keine "Niederlassung", sondern nur ein Lager.

Zitat

..............muß auf der Rechung die MwSt stehen und entweder eine deutsche Steuernummer oder eine UST-ID zwecks Identifikation.

Also muss dann, da es ja keine Niederlassung ist, keine Rechnung bei sein.

Zitat

Ein weitere Variante wäre eine Lieferung mit asiatischer Rechnung und dem Vermerk "Tax and duties paid" - dann wäre der Zoll bezahlt, wobei dann noch strittig ist, ob und wer die Einfuhrumsatzsteuer bezahlt.

Kennst du das chinesische Recht? Nur dieses gilt nämlich, da der Versender in China sitzt. Versuch da mal, deutsches Recht durchzusetzen. Viel Spass dabei. Der Zoll hats ja mal versucht (und ist damit auf die Nase gefallen).
Nochmal auch für Dich: Bekomme ich eine Sendung aus Deutschland, so interessiert mich die Zollabwicklung oder die Zahlung irgendwelcher Abgaben (Sache des Lieferanten) einen feuchten Kehricht! Oder willst Du uns hier allen ernstes erneut weismachen, dass der ahnungslose Käufer bei der Annahme eienr solchen Sendung sich strafbar macht?

Zitat

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, es kann sich niemand heraus reden mit der Begründung, er wäre davon ausgegangen, dass der Lieferant alles richtig macht.

Aha, also haben wir jetzt die Pflicht, sämtliche diesbezüglichen Geschäftsunterlagen der Firmen robbe, Graupner, Multiplex, Jamara usw. sowie auf jeden Fall alle Unterlagen des uns beliefernden deutschen Händlers einzusehen, damit wir uns vor Strafe schützen können?
Hans-Willi, sei mir nicht böse, aber selbst Du wirst einsehen müssen, dass dass Quatsch ist.

Zitat

Ich habe viele Jahre in der Logistik gearbeitet und bei einer Prüfung wurden einige strittige Sachen beanstandet und wir mußten im Endeffekt nachbezahlen. Das ist auch bei Privatleuten so.

Hans-Willi, das eben nicht der Fall: Es ist schon ein Riesenunterschied, ob es sich um einen Privatmann(frau) handelt, oder eben eine Firma, die die gekauften Artikel verarbeitet oder weiterverkauft.

Zitat

Auf jeden Fall ist eine Lieferung aus Deutschland ohne irgendwelche Papiere nicht in Ordnung....
Das ist definitiv richtig. Für die Lieferung von deutschem Boden aus gelten Formvorschriften für eine ordnungsgemäß ausgestellte Rechnung.

Bitte sei doch so nett und veröffentliche Deine Quellen, die dieses belegen.

Grüße
Udo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »udo260452« (27. Mai 2009, 08:59)


stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

87

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:00

Sorry Doppelpost !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stein« (27. Mai 2009, 09:06)


stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

88

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:04

Zitat

Original von udo260452
[
So? Woher hast Du diese Erkenntnis? Ich habe bereits mehrfach Lieferungen von deutschen Firmen, die auch in Deutschland ansässig sind, völlig ohne irgendwelche Papiere bekommen. Man kann die Begleitpapiere nämlich durchaus auch separat schicken bzw. diesen Papierkram heutzutage im Zeitalter der totalen Vernetzung per Computer erledigen. Eine Vorschrift diesbezüglich gibt es nämlich nicht (klingt in diesem unserem Lande, wo so ziemlich alles reglementiert ist, komisch, ist aber so).

Grüße
Udo


Hi Udo,

es gibt definitiv Formvorschriften für eine deutsche Rechnung. Natürlich kann diese auch separat verschickt werden, keine Frage.

Sollte diese Rechnung per Email ermittelt werden und der Sendung liegt kein Original bei, so ist diese mit einem zugelassenen Verfahren digital zu signieren, um gültig zu sein.

Ein zugelassenes Verfahren ist z.B. DigiSeal von Secypt

Mit dem Erfüllungsort hast Du im Großen und Ganzen Recht. Knackpunkt ist der Ort des Inverkehrbringens - sollten die deutschen Behörden der Meinung sein, dass dies der Lagerort in Deutschland ist, sollten sich die Kollegen schnell mal Gedanken wegen EAR, Batterieverordnung ,Verbraucherrecht und deutschem Steuerrecht bezüglich Umsatzsteuer machen.

Gruss
Hans-Willi

Gruss
Hans-Willi

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »stein« (27. Mai 2009, 09:05)


stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

89

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:17

Ach ja Udo, die grundsätzlichen Formvorschriften für eine Rechnung sind...

- Vollständiger Name und Anschrift des Ausstellers
- Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers
- Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Ausstellers
- Lieferdatum oder Leistungszeitraum
- Ausstellungsdatum
- Fortlaufende Rechnungsnummer
- Menge und Bezeichnung der Lieferung oder Leistung
- Gesamtpreis
- Umsatzsteuersätze (in Prozent)
- Umsatzsteuerbeträge (in Euro)
- Falls erforderlich Grund für Umsatzsteuerbefreiung

Für Beträge unter 150 EUR genügen--

Name und Anschrift des Ausstellers,
- Ausstellungsdatum der Rechnung
- Bezeichnung und Menge der Lieferung oder Leistung
- Gesamtrechnungsbetrag (brutto)
- Steuersatz (in Prozent) oder der Grund für eine eventuelle Steuerbefreiung

Grundlagen sind z.B.:
§ 14 Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 19 Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 33 Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV
und diverse andere Gesetze und Verordnungen im deutschen Steuerdschungel.

Jedes Unternehmen, welches Rechnungen in Deutschland ausstellt, ist an o.g. Punkte gebunden. Ob für einen privaten Rechnungsempfänger alle o.g. relevant sind, ist eine andere Sache. Der Aussteller, also der gewerbliche Unternehmer ist auf jeden Fall daran gebunden.

Gruss
Hans-Willi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stein« (27. Mai 2009, 09:18)


udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

90

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:22

Zitat

Original von stein
Hi Udo,
es gibt definitiv Formvorschriften für eine deutsche Rechnung. Natürlich kann diese auch separat verschickt werden, keine Frage.
Hans-Willi
Gruss
Hans-Willi

Klar gibt es Formvorschriften zur Erstellung einer Rechnung. Wem sagst Du das? (Bin gelernter Kaufmann). Der Knackpunkt ist aber doch der, dass alle diese schönen Vorschriften nur in Deutschland gelten, nicht in China. Und HC ist nun mal eine rein chinesische Firma, die in Deutschland nur ein Warenauslieferungslager betreibt.

Zitat

Sollte diese Rechnung per Email ermittelt werden und der Sendung liegt kein Original bei, so ist diese mit einem zugelassenen Verfahren digital zu signieren, um gültig zu sein.

Darüber muss man sich keine Gedanken machen, denn HC verschickt keine Rechnungen, weder als "hardcopy" noch als E-mail. Wie man sieht, geht es auch so. Chinesisches Recht halt (wenn überhaupt). Man hat lediglich seine Order und die Bestellbestätigung sowie die elektronischen Unterlagen über die erfolgte Zahlung. Mehr nicht. Komischerweise reichen diese Unterlagen aber für unseren Zoll vollkommen aus, dass der danach die Gebühren festlegt. Also ist diese Art der "Rechnungsstellung" im internationalen Verkehr wohl nicht zu beanstanden.

Zitat

Knackpunkt ist der Ort des Inverkehrbringens - sollten die deutschen Behörden der Meinung sein, dass dies der Lagerort in Deutschland ist, sollten sich die Kollegen schnell mal Gedanken wegen EAR, Batterieverordnung ,Verbraucherrecht und deutschem Steuerrecht bezüglich Umsatzsteuer machen.

Hiermit gebe ich Dir recht, eine sehr interessante Frage, die meiner Meinung nach zur Zeit in den Bereich der "Grauzone" fällt. Mal sehen, wie lange das so gut geht.

Grüße
Udo

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

91

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:26

Zitat

Original von stein
Ach ja Udo, die grundsätzlichen Formvorschriften für eine Rechnung sind...

- Vollständiger Name und Anschrift des Ausstellers
- Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers
- Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Ausstellers
- Lieferdatum oder Leistungszeitraum
- Ausstellungsdatum
- Fortlaufende Rechnungsnummer
- Menge und Bezeichnung der Lieferung oder Leistung
- Gesamtpreis
- Umsatzsteuersätze (in Prozent)
- Umsatzsteuerbeträge (in Euro)
- Falls erforderlich Grund für Umsatzsteuerbefreiung

Für Beträge unter 150 EUR genügen--

Name und Anschrift des Ausstellers,
- Ausstellungsdatum der Rechnung
- Bezeichnung und Menge der Lieferung oder Leistung
- Gesamtrechnungsbetrag (brutto)
- Steuersatz (in Prozent) oder der Grund für eine eventuelle Steuerbefreiung

Grundlagen sind z.B.:
§ 14 Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 19 Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 33 Umsatzsteuerdurchführungsverordnung (UStDV
und diverse andere Gesetze und Verordnungen im deutschen Steuerdschungel.

Jedes Unternehmen, welches Rechnungen in Deutschland ausstellt, ist an o.g. Punkte gebunden. Ob für einen privaten Rechnungsempfänger alle o.g. relevant sind, ist eine andere Sache. Der Aussteller, also der gewerbliche Unternehmer ist auf jeden Fall daran gebunden.

Gruss
Hans-Willi

All das bestreite ich ja auch gar nicht. Es ist nur eben so, dass eben all diese schönen Vorschriften in China keine Gültigkeit haben.

Es wäre jetzt mal interessant zu prüfen, inwieweit dieses deutsche Auslieferungslager diesen Chinesen zu einem Deutschen macht.
Wie ich schon mal schrieb, dürfte die Klärung dieser Frage nicht so ganz einfach sein. Da sollten sich mal die Fachanwälte mit beschäftigen.

Grüße
Udo

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

92

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:30

Zitat

Original von udo260452

Komischerweise reichen diese Unterlagen aber für unseren Zoll vollkommen aus, dass der danach die Gebühren festlegt. Also ist diese Art der "Rechnungsstellung" im internationalen Verkehr wohl nicht zu beanstanden.

Grüße
Udo


Hi Udo,

den Zoll interessieren diese chinesischen Phantasieblätter schon lange nicht mehr. Unser Zollamt verlangt von jedem Privatmann grundsätzlich eine Kopie des Paypals Beleges.

Ansonsten hast Du natürlich Recht, die Formvorschriften gelten nur in DE !

Gruss
Hans-Willi

93

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:55

Verkrampft Euch doch nicht so bei den Rechnungsformalitäten ... das klärt sich mit der Zeit, schließlich befindet sich das Unternehmen gerade mal im Aufbau und es sind neue nationale Rechte zu beachten ... das wird schon.

Es ist jedenfalls eine gignatische unternehmerische Leistung nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen in China mit internationalem Versand aufzubauen sondern auch Filialen im Ausland zu eröffnen! RESPEKT !!! :ok: Es ist eigentlich anzunehmen, dass das kein Einzelfall mehr bleiben wird.

Was haben denn unsere heimischen Händler da entgegenzusetzen? Wo sind denn innovative Konzepte für den Vertrieb?
Na super, ne Messe mit Verkaufsständen und Vorführungen wo man noch Eintritt bezahlt um sich Produkte anzusehen die man dann kaufen kann ... zzz
Telefonservice ... machen die Asiaten auch schon
Gewährleistung ... machen die Asiaten auch schon
Schnelligkeit ... können die Asiaten auch schon
Sortimentsbildung ... machen die Asiaten auch schon

Ich habe es leider zu oft gesehen, dass wirklich gute Einzelhändler mit Fachwissen und bester Beratung eingehen weil sie an alten Konzepten festgehalten haben. Motto: Habe einen Laden, den schließe ich morgends auf und abends wieder zu und wer Fragen hat kann ja kommen. ... Wäre schade wenn unsere Händler nicht eine gute Antwort auf die Strategie der Asiaten entwickeln würden.

Was passiert eigentlich, wenn dieses chinesische Unternehmen aus Hamburg bei RC-Line ein paar Banner haben möchte? :nuts:
Tarot 500, T-Rex 500

94

Mittwoch, 27. Mai 2009, 09:59

Zitat

Original von Kue
Was passiert eigentlich, wenn dieses chinesische Unternehmen aus Hamburg bei RC-Line ein paar Banner haben möchte? :nuts:

Nichts. :w
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


Joerg62

RCLine User

Wohnort: Hessen - hinterm Bretterzaun links

Beruf: immer Schuld

  • Nachricht senden

95

Mittwoch, 27. Mai 2009, 10:12

Nichts ...

... den find ich GUT ...

Kriegen ja eh schon genug kostenlose Werbung hier , wozu also noch Banner ?

Kriegt irgend wer von euch auch schon mal " Wholesaler " Angebote vom Lieblingschinesen ? Ich kaufe ja schon mal für den Verein in ..... ein , also wieder ein paar tausend € , die dem Umlabler hier durch die fetten Finger gehen aber die scheinen es trotzdem alle nötig zu haben oder haben " Lunte " gerochen ! ( PN ! )

Anm.: Ich werde mich hüten , mich hier in diesem Land noch mal selbstständig zu machen ...

Jörg
Neulich hatte ich einen Traum ... ein Politiker hing am Apfelbaum ... , schon öfters hatte ich solche Träume , leider nie genug Bäume ! .

Lars77

RCLine User

Wohnort: Sachsen

Beruf: Dipl.-Ing.

  • Nachricht senden

96

Mittwoch, 27. Mai 2009, 10:32

Und was willst du mit den ganzen Andeutungen jetzt sagen? ???
[SIZE=1]Aktuell in Betrieb: EJS | PZ Mustang | PZ Habu | Freewing MiG-15 | Phase 3 F-16 | TwinJet BL | MPX Fox | concepta | Rennfloh [/SIZE]

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

97

Mittwoch, 27. Mai 2009, 11:06

Hallo Kue

Es hat sich doch jetzt schon einiges geändert.

Der Fachhändler an der Ecke wird zwar im Moment noch durch die Vertriebspolitik der großen Distis geschützt aber das hilft auch nichts - mehr und mehr geht es in Richtung Spezialisierung und direkter Absatz.

Somit wird ein Großteil der kleinen Fachhändler die nächsten 10 Jahre nicht überleben. Es sei denn, die haben den Laden nur als zusätzlichen Absatzfaktor und machen Ihr Hauptgeschäft über den Direktvertrieb.

Defacto wird sich auch der eine oder andere große Disti überlegen müssen, wie er die nächste Zeit über die Runden kommt. Viele Händler werden den Weg über de Direktimport wählen unter Umgehung der Distributoren. Geht auch nicht anders, die Margen sind im Keller und die Kosten hoch.

Desweiteren wird dringend zu überprüfen sein, ob der ganze Klimbim, mit dem die deutschen Unternehmen von der Regierung belastet werden, so weiterhin noch aufrecht erhalten werden kann. Es macht ja auch keinen Sinn, wenn wir die Umwelt und den Verbraucher schützen und der Rest der Welt karrt die Klamotten hier rein und spart sich all diese Kosten.

Zitat Joerg62...
Anm.: Ich werde mich hüten , mich hier in diesem Land noch mal selbstständig zu machen ...

Das ist aber etwas flach gedacht, wenn Du angestellt bist und Dein Chef hat keine Gewinne mehr, weil ihm die Ausländer das Wasser abgraben, kannst Du dich ebenfalls im Arbeitsamt anstellen oder demnächst ebenfalls zu stellenweise menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und zum Hungerlohn Deine kärgliche Existenz sichern.

Denn nur dann wäre der Standort Deutschland wettbewerbsfähig - aber dann wäre der Preis dafür, dass ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer auf Menschenwürde, gerechtes Entgelt, Arbeitschutz, Umweltschutz und sonstiges verzichtet.

Gruss
Hans-Willi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »stein« (27. Mai 2009, 11:12)


udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

98

Mittwoch, 27. Mai 2009, 11:17

Zitat

Original von stein

Zitat

Original von udo260452

Komischerweise reichen diese Unterlagen aber für unseren Zoll vollkommen aus, dass der danach die Gebühren festlegt. Also ist diese Art der "Rechnungsstellung" im internationalen Verkehr wohl nicht zu beanstanden.

Grüße
Udo

Hi Udo,
den Zoll interessieren diese chinesischen Phantasieblätter schon lange nicht mehr. Unser Zollamt verlangt von jedem Privatmann grundsätzlich eine Kopie des Paypals Beleges.
Gruss
Hans-Willi

Hans-Willi, wenn Du mich schon zitierst, dann auch bitte vollständig. Der in Deinem Zitat meines Postes vorangestellte Satz lautete wie folgt:

Zitat

Man hat lediglich seine Order und die Bestellbestätigung sowie die elektronischen Unterlagen über die erfolgte Zahlung.

Siehe da: Ich schrieb also, dass man die elektronischen Zahlungsunterlagen, sprich: Paypal, mit einreichen muss. Die Liste mit den bestellten Artikeln benötigt der Zoll, um die Höhe des Zollsatzes festzulegen (falls Zoll überhaupt anfällt), die Zahlungsunterlagen werden benötigt zur Feststellung des gezahlten Betrages, also der Höhe des Warenwertes. Nichts anderes habe ich geschrieben, zwar etwas anders ausgedrückt.

Grüße
Udo

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

99

Mittwoch, 27. Mai 2009, 11:33

Zitat

Original von stein
Der Fachhändler an der Ecke wird zwar im Moment noch durch die Vertriebspolitik der großen Distis geschützt aber das hilft auch nichts - mehr und mehr geht es in Richtung Spezialisierung und direkter Absatz.
Gruss
Hans-Willi

Diese Vertriebspolitik wird aber inzwischen auch von der anderen Seite aufgeweicht: Bei robbe kann der Endkunde unter bestimmten Bedingungen schon jetzt direkt einkaufen (Ersatzteile), bei HiTec (Multiplex) kann der Endkunde fast das gesamte Sortiment direkt ordern, allerdings in beiden Fällen zum Listenverkaufspreis des Händlers, also teurer, als der sogenannte "Strassenpreis" und damit für den Kunden völlig uninteressant.

Was wäre aber, wenn diese großen Distributoren da umdenken würden?

Zitat

Somit wird ein Großteil der kleinen Fachhändler die nächsten 10 Jahre nicht überleben.

Eben. Wer nimmt dann den großen Distributoren die Artikel ab? Früher oder später werden sie umschwenken müssen auf Direktvertrieb für den Endkunden. Und dass dann die Preise nach unten gehen müssen, dürfte klar sein, denn dann würden sie direkt mit HC und Konsorten konkurrieren, da ja dann die Mär von der Fachberatung vor Ort auch für die großen Distributoren wegfallen würde.

Zitat

Desweiteren wird dringend zu überprüfen sein, ob der ganze Klimbim, mit dem die deutschen Unternehmen von der Regierung belastet werden, so weiterhin noch aufrecht erhalten werden kann. Es macht ja auch keinen Sinn, wenn wir die Umwelt und den Verbraucher schützen und der Rest der Welt karrt die Klamotten hier rein und spart sich all diese Kosten.

Ein Ärgernis ersten Ranges. Unsere Politik ist hier gefordert, sich was einfallen zu lassen. So, wie sich das jetzt darstellt, läuft es auf eine Diskriminierung deutscher Händler hinaus. Das kann ja so nicht bleiben. Andererseits darf und kann man heutzutage nicht so einfach mehr den Protektionismus wieder aufleben lassen. Das geht nicht mehr im Zeichen der Globalisierung. Also müssen unsere Händler entlastet werden, sonst sind sie eines nicht zu fernen Tages verschwunden.

Zitat

Denn nur dann wäre der Standort Deutschland wettbewerbsfähig - aber dann wäre der Preis dafür, dass ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer auf Menschenwürde, gerechtes Entgelt, Arbeitschutz, Umweltschutz und sonstiges verzichtet.

Genau das ist der Eiertanz, den wir als Land machen müssen: Auf der einen Seite konkurrenzfähig sein, auf der anderen Seite wollen wir aber unseren gewohnten Standard nicht aufgeben. So ganz passt das nicht zusammen.

Grüße
Udo

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

  • Nachricht senden

100

Mittwoch, 27. Mai 2009, 11:58

Jepp,

bezüglich Fachhändler / Distributoren gibt es 2 denkbare Szenarien.

1)
Die Händler koppeln sich von den Distis ab und bestellen direkt im Ausland - bzw. finden sich in Einkaufsgemeinschaften zusammen, die für die Händler bestellt.

Der klassische Modellbauonkel an der Ecke stirbt aus, es gibt spezialisierte Sparten Internethändler und einige große Modellbau-Megastores.

Das würde das Ende der bisherigen Distributionslandschaft bedeuten und Graupner/Robbe/MPX hätten ein Problem. Wäre auch ein Nachteil bei Innovationen...ohne MPX gäbe es z.B. keine Schaumwaffeln, die Chinamänner liefern zwar so was mittlerweile auch, aber die haben nur abgekupfert.


2)
Graupner /Robbe und die anderen Verdächtigen schmeißen den Notanker und verkaufen per Direktvertrieb an den Endkunden zu knallhart kalkulierten Preisen.

Dies wiederum würde das Ende vieler Modellbauläden bedeuten und viele Arbeitsplätze / Existenzen fallen weg.

Meiner Meinung nach werden sich beide Varianten in den nächsten Jahren klammheimlich und langsam einschleichen, viele Händler werden direkt importieren und ich warte im Moment noch auf den Paukenschlag und der erste große Distributor startet mit dem Direktvertrieb.

Eine dritte aber unwahrscheinliche Variante wäre, dass die Industrie Strafzölle für Importprodukte erkämpft. Aber als Exportnation sitzen wir dann auch im Glashaus und somit ist das wahrscheinlich unrealisitisch.

Somit ...es bleibt spannend....

Gruss
Hans-Willi