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udo260452

RCLine User

  • »udo260452« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 9. November 2009, 08:16

09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Nun ist es genau 20 Jahre her, dass die Mauer Löcher bekam, wenn auch nur durch ein Versehen eines seltsam uninformierten Politbüromitgliedes. Wir alle kennen die Bilder, wenn nicht aus eigenem Erleben, dann aus dem Fernsehen. Genau dieses Ereignis läutete die unumkehrbare Wende in der damaligen DDR ein, die schließlich zur friedlichen Wiedervereinigung führte.

Wenn ich mir aber so die aktuelle Diskussion darüber anschaue (ein Thread dazu auf RC-N wurde gerade geschlossen), dann sind doch die Meinungen darüber, ob das ein segensreiches Ereignis war oder nicht, sehr kontrovers.

So gibt es anscheinend auf beiden Seiten Stimmen, die am liebsten die Mauer wieder errichten würden, warum auch immer.

Mal ganz davon abgesehen, dass das praktisch nicht möglich ist ohne erneut Gewalt anzuwenden, wären damit die von den westdeutschen Steuerzahlern investierten 2 Billionen Euro unwiderbringlich futsch. Oder darf man die Wiedervereinigung nicht oder nicht nur unter monetären Gesichtspunkten sehen?

Grüße
Udo

Elektroniktommi

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2

Montag, 9. November 2009, 08:47

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Es Schadet weniger, wenn sie offen bleibt.

Ausserdem haben wir mehr Reiseziele bekommen ;)
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
[IMG]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=122429&sid=[/IMG]

[SIZE=4]Ströme messen nicht vergessen![/SIZE]

Chilikakaoexperte

dieter w

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3

Montag, 9. November 2009, 09:00

Für mich ist es das Glanzereignis in der deutschen Geschichte, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn heute weniger Raketen auf Westdeutschland gerichtet sind als früher. Ebenso kann ich in der Freiheit des Volkes nur Gutes erkennen.
Dass Unsummen von Geld dabei verbrannt wurden (und immer noch werden) ist einer der Negativaspekte. Aber haben nicht viele West-Kapitalisten enorm davon profitiert? Das kann man den Ostdeutschen sicher nicht ankreiden.
Was mich viel mehr beunruhigt ist, dass die Altsozialisten (Linken) sich derzeit so breit machen und mit plattesten Neidparolen (teils erfolgreich) versuchen, den Sozialismus wieder aufleben zu lassen. Die wirtschaftlichen Folgen werden die 2 Billionen der bisherigen Vereinigungskosten blass aussehen lassen.

:) Dieter
Wasserflieger sind geil! :nuts:

4

Montag, 9. November 2009, 09:49

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von udo260452
Mal ganz davon abgesehen, dass das praktisch nicht möglich ist ohne erneut Gewalt anzuwenden, wären damit die von den westdeutschen Steuerzahlern investierten 2 Billionen Euro unwiderbringlich futsch. Oder darf man die Wiedervereinigung nicht oder nicht nur unter monetären Gesichtspunkten sehen?

Zwischen den Zeilen gelesen drängt sich mir die Vermutung auf, daß du einer von denen bist, die die Mauer gern wieder aufbauen möchten? Aber lassen wir das...
Woher nimmst du die 2 Billionen? So weit ich weiß, gibt es überhaupt keine verläßlichen Zahlen darüber, wieviel Geld tatsächlich von West nach Ost geflossen ist. Und noch weniger darüber, wieviel von diesem Geld bestimmungsgemäß ankam bzw. wieviel direkt oder indirekt in westdeutsche Kassen zurückwanderte. Wieviele ostdeutsche Betriebe wurden zu symbolischen Preisen an Westunternehmen verkauft, mit Fördergeldern gespritzt und anschließend trotzdem abgewickelt? Wieviel ehemals volkseigener Grund und Boden ist zum Nulltarif oder zu Spottpreisen in westdeutschen Besitz übergegangen? Wieviele Mehreinnahmen bescherte der Marktzuwachs von 17 Millionen Menschen der westdeutschen Wirtschaft? Wieviele Steuern flossen durch den Marktzuwachs in staatliche Kassen zurück? Welchen betriebswirtschaftlichen Gewinn hatten und haben westdeutsche Unternehmen von den ostdeutschen Fachkräften und Arbeitern, die seit der Wende als Pendler im Westen schaffen? Für deutlich weniger Lohn als ihre Westkollegen?
Und so weiter und so fort...
Es ist ohnehin müßig, darüber zu diskutieren, ob Segen oder nicht. Die Mauer ist und bleibt weg. Mit den Folgen müssen wir nun leben, in Ost wie in West. Klar hat die Wiedervereinigung richtig was gekostet, aber nicht nur dem Westen. Und für weltweite Wirtschaftskrisen, kurzsichtige Politik und die Maßlosigkeit geldgieriger Individuen kann man die Ossis nun wirklich nicht verantwortlich machen. Das sind eher kapitalistische Phänomene.
Und nein, ICH will die Mauer keinesfalls wiederhaben...
...lieber Luftraum als Raumluft...

5

Montag, 9. November 2009, 10:44

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von Ted Striker
Und nein, ICH will die Mauer keinesfalls wiederhaben...

Das war keine Mauer.
Das war die Autobahn nach Potsdam. Hochkant hingestellt. Zum trocknen.

Ausserdem wird das in den Medien immer so dargestellt, als wie wenn sich die Bundesrepublik die DDR einverleibt hätte.
In Wirklichkeit war das genau andersrum.

Wo kriegt denn "Die Linke" so viel Stimmen her?
Warum sind denn hier alle Banken und Grossbetriebe verstaatlicht?
Warum ist unsere Kanzlerin und der Kapitän der Nationalmannschaft, und damit die beiden wichtigsten Posten im Staat, von Ossis besetzt?

NA?

frankyboy

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6

Montag, 9. November 2009, 11:10

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von udo260452
...wären damit die von den westdeutschen Steuerzahlern investierten 2 Billionen Euro...
Grüße
Udo


"Von den westdeutschen Steuerzahlern" - klar. Nur die. Wusstest Du, dass auch die Ossis Solisteuer auf der Gehaltsabrechnung zu stehen haben? Ist ein Ding, was?

Aber diese Disskusionen sind eh müssig. Als nächstes kommt, wie es denn sein kann, dass jetzt die ehemaligen SED-Schergen hier in den Regierungen sitzen. Dann gleitet es ab in Richtung Stasi und zum Schluss werfen alle mit ihren ureigenen Klischees rum, die sie nie ablegen werden.

Ich würde gerne in der Welt leben, wenn unsere Kinder (welche jetzt so um die 10 Jahre alt sein sollten) dann unser Alter erreicht haben. Da interessiert es dann nicht mehr, ob Ost, West, Oben, Unten oder was auch immer. Da gibt es Deutsche. Punkt, aus.

Man, was diese Auseinandersetzungen anöden. :(
(War es jetzt sehr auffällig, dass ich Ossi bin? Nein? Na ein Glück. Nicht dass ich mich schämen muss, weil ich die 2 Bill. an Steuergeldern vereinnahmt habe. ;) )
Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frankyboy« (9. November 2009, 11:12)


7

Montag, 9. November 2009, 11:51

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Segen! Was für eine Frage.

Zitat

Ich würde gerne in der Welt leben, wenn unsere Kinder (welche jetzt so um die 10 Jahre alt sein sollten) dann unser Alter erreicht haben. Da interessiert es dann nicht mehr, ob Ost, West, Oben, Unten oder was auch immer. Da gibt es Deutsche. Punkt, aus.

Wie du es bereits sagst: Viele Dinge "heilt" nur die Zeit.
Auf der anderen Seite wird die Generation von der du sprichst, dieses geschichtliche Ereignis
nicht mehr so intensiv sehen, riechen und fühlen wie wir.
Vlt. ist das auch gut so.

Gänsehaut
Panne!
Hoch gepokert! Respekt!

Letzten Endes haben wir wohl ziemlich Glück bei der Nummer damals gehabt.

Gruß Thosch
Gruß Thosch

"Stell dir vor, du gehst in dich und keiner ist da!"

udo260452

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8

Montag, 9. November 2009, 12:41

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von Ted Striker
Zwischen den Zeilen gelesen drängt sich mir die Vermutung auf, daß du einer von denen bist, die die Mauer gern wieder aufbauen möchten?

Nein, ganz und gar nicht. Erstens ginge das weder rechtlich noch in praktischer Durchführung und zweitens lässt sich nun mal das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen.
Mit meinem Eingangsposting wollte ich nur zum Diskutieren anregen, weiter nichts; und das ist mir ja auch gelungen. Um eine solche Diskussion ins Rollen zu bringen, muss man halt auch mal kontroverse, einem selbst gar nicht eigene Gedanken bringen.

Zitat

Aber lassen wir das... Woher nimmst du die 2 Billionen? So weit ich weiß, gibt es überhaupt keine verläßlichen Zahlen darüber, wieviel Geld tatsächlich von West nach Ost geflossen ist.

Erwischt! Du hast recht ...... ich habe gar keine konkreten Zahlen. Aber wer hat sie? Du weißt es? Mal ehrlich: Ist es wichtig, ob das 1 Billion oder 1,3 Billionen oder noch mehr waren? Das ist eh eine Summe, die zu abstrakt ist, als das ein normaler Mensch damit was anfangen könnte.

Zitat

Wieviele ostdeutsche Betriebe wurden zu symbolischen Preisen an Westunternehmen verkauft, mit Fördergeldern gespritzt und anschließend trotzdem abgewickelt? Wieviel ehemals volkseigener Grund und Boden ist zum Nulltarif oder zu Spottpreisen in westdeutschen Besitz übergegangen? Wieviele Mehreinnahmen bescherte der Marktzuwachs von 17 Millionen Menschen der westdeutschen Wirtschaft? Wieviele Steuern flossen durch den Marktzuwachs in staatliche Kassen zurück?

Ja ja, du hast ja so recht mit all diesen pauschalen Behauptungen .......... wir, die bösen, bösen Wessies haben mit unserem Geld und der daraus resultierenden Marktmacht die guten und ach so wettbewerbsfähigen ehemaligen DDR-Arbeitsplätze gnadenlos vernichtet ........ jetzt haben sie dort rein gar keine Arbeitsplätze mehr, kein Westgeld wurde dort auch nur halbwegs sinnvoll im Sinne der Schaffung neuer Arbeitsplätze investiert ........ Alle ehemaligen Vorzeigebetriebe der DDR wurden gnadenlos plattgemacht wobei diese doch so ausgezeichnete Chancen auf dem Weltmarkt hatten ...... erinnert sei hier an den unverwüstlichen Trabbi oder den luxuriösen Wartburg , diese Autos wollte jeder haben ....... mehr als 10 Jahre Lieferzeit sprechen für sich. Oder Robotron ...... der Hersteller der größten Mikrochips in der Welt!

Zitat

Welchen betriebswirtschaftlichen Gewinn hatten und haben westdeutsche Unternehmen von den ostdeutschen Fachkräften und Arbeitern, die seit der Wende als Pendler im Westen schaffen? Für deutlich weniger Lohn als ihre Westkollegen?

Wo hast Du denn das her? Soviel ich weiß, dürfen Betriebe ihre Gehaltszahlungen nicht vom Wohnsitz der Beschäftigten abhängig machen. Wenn natürlich Leute, die in der ehemaligen DDR wohnen, freiwillig für weniger Geld in Westbetrieben arbeiten, so ist das ihre Privatsache.

Zitat

Klar hat die Wiedervereinigung richtig was gekostet, aber nicht nur dem Westen.

So? Was dürfen denn die Ossies zur Weidervereinigung beitragen? Ich hoffe nicht, dass du jetzt mit dem Soli ankommst, den auch die Ossies bezahlen müssen. Hier geht es um erwirtschaftetes Geld, das eine ganze Gemeinschaft gemeinsam erwirtschaftet und dass von diesem verdienten Geld eben auch ein Teil abgezwackt wird, um den Osten zu finanzieren. Da sieht es aber im Osten düster aus ......... die hängen noch immer am westlichen Geldtropf dran, die erwirtschaften nicht genug, um damit alle ihre Ausgaben für Renten, Arbeitslosigkeit usw. zu bezahlen, da bleibt rein Netto gar nichts übrig.

Würde man die Ausgleichszahlungen dorthin einstellen, so wäre Schluss mit all den Wohltaten, die wir immer noch in den Osten transferieren: Keine Rentenzahlungen mehr, keine Arbeitslosengelder mehr, kein Hartz-IV. Das ist ganz einfach so, die neuen Bundesländer sind nicht in der Lage, diese Ausgaben aus ihren Einnahmen selbst zu tragen.
Man lebt dort auf unsere Kosten über den eigenen Möglichkeiten.

Jetzt aber zu den Einschränkungen: Obwohl sich das oben Geschiebene hart anhört und ungerecht, ist es doch so, wie es ist. Und das ist auch gut so! Denn ich wollte in keinem Staat leben, der sichtbar immer noch aus zwei Teilen besteht......im Gegenteil finde ich es nach wie vor ungerecht, dass die Ossis für gleiche Arbeit weniger Geld bekommen, das ist ein Unverschämtheit und durch nichts zu rechtfertigen!

Dass es diese unvermeidlichen Ausgleichszahlungen gibt, ist unvermeidlich. Nur sollte es so laufen, dass der Osten in absehbarer Zeit auf eigenen Füssen stehen kann und dass dann diese Zahlungen überflüssig werden. Leider sehe ich da nur wenig Positives in dieser Richtung. Eher sehe ich mit Schrecken, dass die Länderpolitik dort sich auf immerwährende Ausgleichszahlungen einzustellen scheint.

Und noch etwas kann ich nicht verstehen: Warum scheinen die Ossis teilweise regelrecht einen Haß auf Wessis zu haben? Warum wählen sie nach wie vor die SED-Nachfolgepartei in so hohem Masse? Wollen etwa die am Ende ihre gute, alte DDR wiederhaben?

Grüße
Udo

udo260452

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9

Montag, 9. November 2009, 12:52

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von frankyboy
"Von den westdeutschen Steuerzahlern" - klar. Nur die. Wusstest Du, dass auch die Ossis Solisteuer auf der Gehaltsabrechnung zu stehen haben? Ist ein Ding, was?

Sag bloss ...... die Ossis zahlen auch den Soli? :D Na, wenigstens sind sie mit sich selbst solidarisch, das ist doch schon was.

Aber mal im Ernst: Woher kommt denn deren Soli? Letztlich alles aus dem Westen, da die gesamte Wirtschaft in den neuen Bundesländern nicht stark genug ist, um letztlich überhaupt Einnahmen zu erwirtschaften. Wie ich vorher schon schrieb: Ohne unsere Auslgleichszahlungen aus dem Westen würde das gesamte Staatswesen dort von heute auf morgen zusammenbrechen, da niemand dann noch irgendwo Geld verdienen würde.

Fährst Du auf einer der nagelneuen Autobahnen dort im Osten, so sei gewiss, dass diese nicht mit einer müden Mark aus Ostgeldern gebaut wurden. Das Gleiche gilt für sämtliche öffentliche Investitionen irgendwo bei euch: Alles Westgeld! Alles Geld, das hier im Westen verdient wurde!
Aber das ist auch in Ordnung so, anders ginge es doch auch gar nicht. Nur muss man euch von Zeit zu Zeit daran erninnern, wie ich mit Entsetzen feststellen muss.

Grüße
Udo

10

Montag, 9. November 2009, 13:13

Vor 20 Jahre fuhr ich Porsche und Geldsorgen waren fremd.
Sehr gut bezahlte Arbeit oder Lehrstellen waren an jeder Straßenecke zu finden.
5 - 10 Jahre nach Mauerfall Twingo,Spark usw naja egal nach weiteren 30 Jahren ist alles
vergessen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »offline« (9. November 2009, 13:17)


11

Montag, 9. November 2009, 13:19

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von udo260452
Und noch etwas kann ich nicht verstehen: Warum scheinen die Ossis teilweise regelrecht einen Haß auf Wessis zu haben? Warum wählen sie nach wie vor die SED-Nachfolgepartei in so hohem Masse? Wollen etwa die am Ende ihre gute, alte DDR wiederhaben?


Wen sollen sie denn sonst wählen? Etwa die CDU, wie direkt nach dem Mauerfall?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (9. November 2009, 13:20)


Farkas

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12

Montag, 9. November 2009, 13:35

Unterm Strich betrachtet ist das die letztendliche Aufarbeitung
alter Kriegslasten.

Zeit wurde es.... ==[]

Für alle Beteidigten ein bitterer/teurer Fall,und nicht zu vergessen,
das die Deutschen den shit EuroTeuro,im Vergleich zu anderen
EU Mitgliedsstaaten,auch zeitgleich"zusätzlich"noch mitfinanzieren
müssen.
Und auch da tragen wir,Europaweit,die Hauptlast.
Ist dann wohl auch eine Altkriegslast. :D

Gruss,Andi.

frankyboy

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13

Montag, 9. November 2009, 13:45

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Vergessen wir mal, dass ich Mod bin, damit ich mal deutlich schreiben kann.

@Udo: Woher der Haß einiger oder von mir auch vieler Ossis gegen Wessi kommt? Von solchem schwachmatischen Gebrabbel wie Du es absonderst. Du, der tolle Wessi, unterstützt mit Deinem Geld ausschließlich den Ossi. Der kann nichts, darum verdient er nichts. Und natürlich ist alles, aber auch restlos alles, was hier verdient wird, nur im Westen verdientes Geld. Sorry, aber wenn ich so einen Scheiß lesen muss, kommt mir das Mittag spontan wieder hoch.
Du willst angeblich provozieren, um eine Disskusion in Gange zu bringen. Mit Verlaub - Du provozierst nicht als Stilmittel, bei Dir schient das aus tiefstem Herzen und innerster Überzeugung zu kommen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du (Achtung - Spekulation!) noch nie einen Fuß in den Osten gesetzt hast. Denn nur dann kann man doch so einen Haß auf die Leute aus den neuen Ländern haben. Wenn man Deine Beiträge dazu liest, dass Du es ungerecht findest, wie mit den Ossis umgegangen wird - alles leeres Gewäsch.

Und dann - wenn ich lese "man muss euch erinnern". Genau wegen solcher ewig Gestrigen wie Du es bist, fällt die Mauer in den Köpfen der Deutschen nur Steinchen für Steinchen. Aber zum Glück stirb diese Generation auch aus und unsere Kinder haben keine Vorbehalte mehr gegeneinander.

Man bin ich froh, dass es so viele Wessis gibt, die einfach in Ordnung sind und keine Probleme mit den Ossi haben. Und ich bin froh, dass ich es gelernt habe, die Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrer Herkunft zu klassifizieren. Ich war am Wochenende gerade wieder "im Westen", nämlich in München. Und ich habe mich da wieder mit vielen tollen "Wessis" getroffen und wir hatten einfach Spaß. Das sind wertvolle Menschen für mich. Udo... wenn Du diesen Satz weiterdenkst, weißt Du, was ich nicht schreibe, ganz einfach, weil es der Anstand gebietet.

So, nun hacke weiter auf den Ossis rum. Ich nehme diesen Thread jetzt aus meinen Favoriten und muss dann auch das Geschreibsel von den Wenigen, die es nie lernen, lesen, sonst platzt mir noch der A****. :angry:
Gruß Frank

udo260452

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14

Montag, 9. November 2009, 14:57

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von frankyboy
@Udo: Woher der Haß einiger oder von mir auch vieler Ossis gegen Wessi kommt? Von solchem schwachmatischen Gebrabbel wie Du es absonderst. Du, der tolle Wessi, unterstützt mit Deinem Geld ausschließlich den Ossi.


Tut mir ja leid, aber was wahr ist, muss auch wahr bleiben. Oder darf man hier nicht mal mehr die Wahrheit schreiben? (Ich vermute mal, du sehnst dich insgeheim wieder nach den guten alten Zeiten, als es noch die Zensur bei euch gab? Da konnte man einfach unliebsames "Geschreibsel" unterdrücken, alles war Friede, Freude, Eierkuchen.)

Dass es ganz einfach so ist, wie es ist, das ist doch nicht eure Schuld oder unsere Schuld, das resultiert doch ganz einfach aus der Geschichte heraus. Dennoch wünschte ich mir manchmal, dass "unsere Brüder und Schwestern im Osten" diesen Aspekt (dass sie im Grunde zu einem sehr großen Teil von den hart erabeiteten Steuergeldern der Westbürger leben) nicht gänzlich aus den Augen verlieren. Dass das der Fall ist, zeigt ja deine aufgebrachte Reaktion hier.

Zitat

Der kann nichts, darum verdient er nichts. Und natürlich ist alles, aber auch restlos alles, was hier verdient wird, nur im Westen verdientes Geld.

Das habe ich so weder geschrieben noch gemint. Und dass weißt du auch, denn du bist nicht dumm.
Natürlich gibt es eine Menge Leute dort, die gut arbeiten, gutes Geld verdienen und auch dort investieren.
Natürlich werden auch dort hochwertige Dinge hergestellt und auch exportiert.
Natürlich sind die Ossis keineswegs dümmer oder fauler, als wir hier im Westen, eher im Gegenteil, aber die gesamte Produktivität des Ostens reicht leider nicht aus, um den Lebensstandard, der dort herrscht, zu finanzieren!
Wenn dir das nicht passt, kann ich es auch nicht ändern, dennoch sollte man die Wahrheit akzeptieren.

Zitat

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Du (Achtung - Spekulation!) noch nie einen Fuß in den Osten gesetzt hast. Denn nur dann kann man doch so einen Haß auf die Leute aus den neuen Ländern haben. Wenn man Deine Beiträge dazu liest, dass Du es ungerecht findest, wie mit den Ossis umgegangen wird - alles leeres Gewäsch.

Pauschalisierungen allenthalben, ich war nicht nur im Osten, ich habe dort sogar gelebt, gearbeitet und gewohnt (Am Schwielowsee, ganz in der Nähe von Potsdam).
Ich kenne die Denkweise der einfachen Leute dort, denn ich habe dort zur Untermiete gelebt mit Familienanschluss und kann sagen, dass das erste, was die Bewohner dort gelernt haben, war, wie die freie Marktwirtschaft funktioniert :D .
Im negativen, wie auch im positiven Sinn.

Dass ich das zutiefst ungerecht finbde, dass man dort für gleiche Arbeit weniger Geld bekommt, dass ist wirklich meine ureigene Meinung, das ist kein leeres Gewäsch.

Alles in allem zeigt mir deine heftige Reaktion auf hier von mir vorgebrachte Fakten, dass die "Leute im Osten" (ich maße mir jetzt mal an, deinen Post stellvertretend für viele andere "Ossis" zu nehmen) längst noch nicht die Tatsache der Wiedervereinigung und aller Folgen verarbeitet haben, dass da noch so manche Mauer in den Köpfen auch im Osten vorhanden ist.

Grüße
Udo

bswoolf

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Wohnort: Hannover

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15

Montag, 9. November 2009, 15:25

Auch wenn die Politik dies leugnet, sie hat ein gewisses Interesse daran, daß die Mauer in den Köpfen und damit die Resentiments bleiben.

Wenn man so hört, haben fast alle verloren. Zumindest wirtschaftlich. Die gewonnene Freiheit im Osten wird zu einem großen Teil dadurch aufgezehrt, daß man z.B. jetzt überall hin reisen könnte, wenn man nicht grade auf Hartz 4 wäre. Wirtschaftliche wäre der Westen, mal abgesehen von der kurzen Sonderkonjuktur nach der "Wende", ohne die blühenden Landschaften besser dran.

Bevor hier Ostler und Westler übereinander herfallen, sollte der Blick vielleicht mal auf die Gewinn(l)er der ganzen Sache schauen. Ohne echte Daten behaupte ich mal, daß der "Aufbau Ost" für ein drittel der bisher verbratenen Summe machbar gewesen wäre. Nun, es haben sich ne Menge Leute bereichert und die gälte es auszumachen und mal zu befragen. Genau von diesen Leuten wird abgelenkt, solange es solche Zickereien gibt. Treuhandgewinnler, Straßenbaukartelle, Rentenkassenplünderung, etc. Jeder kennt Beispiele. Schaut doch einfach mal da hin, statt Euch anzugiften.
Gruß,
Wolfgang
[SIZE=1]Es hat ganz harmlos mit einem Piccoz angefangen:
Jetzt muß ich anbauen.
[/SIZE]

16

Montag, 9. November 2009, 15:36

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von udo260452
Dennoch wünschte ich mir manchmal, dass "unsere Brüder und Schwestern im Osten" diesen Aspekt (dass sie im Grunde zu einem sehr großen Teil von den hart erabeiteten Steuergeldern der Westbürger leben) nicht gänzlich aus den Augen verlieren.

Stimmt, wir sollten wenigstens dreimal täglich auf die Knie fallen und unseren Dank gen Westen beten. Zumindest in den Pausen, wo wir gerade mal nicht Hartz4-gesponsertes Dosenbier vom Aldi schlürfend aus dem Fenster glotzen und die westdeutschen Arbeitskolonnen anfeuern, die unseren Osten in eine blühende Landschaft verwandeln...
Natürlich gibt es hier keinerlei rentable Niederlassungen von Unternehmen wie VW, AMD, Siemens, Solarworld oder der Chemie-, Pharma-, Textil und sonstiger Industrie. Nee, wir häkeln weiter Deckchen und schnitzen Holzlöffel, die uns dann von Bürgern aus den alten Ländern aus Mitleid abgekauft werden.
Und die Handvoll Blödmänner, die für 20-30% weniger netto die gleiche Arbeit machen, sind doch selber schuld. Sie könnten doch von der Stütze sorgenfrei leben, ohne sich anzustrengen.
Der pauschale Haß auf alle Wessis ist uns ohnehin in die Wiege gelegt, elende Kapitalisten... Klassenfeinde!
Aber irgendwas ist komisch an diesen Wessis. Obwohl sie uns zahlenmäßig weit überlegen sind, lassen sie sich von einer Ost-Tante regieren und machen einen gräßlich sächsischen Dialekt sprechenden Fußballer zum Häuptling der Nationalelf, wie der Mechwerker richtig eingeworfen hat. Das versteh wer will...
...lieber Luftraum als Raumluft...

ducfieber

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Wohnort: Frankfurt (Oder)

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17

Montag, 9. November 2009, 16:10

@ Udo echt großes Kino was du ableistest?
du behauptest viele ossis wollen die mauer zurück. wieso sollten sie auch nicht so denken, wenn sie dein gelaber lesen?

auch ich habe 6 jahre lang in west dt gewohnt. was soll ich sagen. mein betrieb wurde geschlossen mit jährlich 12 mil. miese u das 3 jahre lang. bosch hatte leute entlassen. firmen wurden aufgekauft. wo ist das wirtschaftswunder in westen denn noch? die uns alles finanzieren????
haste mal was mit bekommen. es sind nicht mehr die 90iger.

u man sollte bedenken warum die ddr schlechter da stand u der jetzige osten? man sollte mal etwas weiter zurück in die geschichte blicken. u dann kann man ein auf protz machen. aber solche leute wie du sind einfach viel zu kurzsichtig!

der ganze osten sollte dir eine dankes karte schicken :wall:

mal zu dein krankhaftes denken wenn einer mehr was bezahlt als ein anderer.

was machste udo wenn einer wie ich ein motorradunfall hatte u nie die kosten wieder einzahlen wird? da zahlste ja für mich ossi ja auch noch mit. ich hoffe wir teilen die gleiche krankenkasse.
:rose:

gruß
torsten

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ducfieber« (9. November 2009, 16:14)


18

Montag, 9. November 2009, 16:28

Wenn ich die Ossis doch nur verstehen würde........ :D

Die Unternehmen, die du gerade aufgezählt hast wurden übrigens zumindest zum Teil staatlich subventioniert, sodass die genau dort den Standort aufmachen. Es hat kaum was damit zu tun, dass eine Firma nu im Osten oder im Westen ihre Fabrik aufmacht, sondern vielmehr mit den Standortbedingungen, die dort vorzufinden sind. Die waren im Osten halt besser, weil der Osten durch den Solidaritätszuschlag mehr gefördert wird, als der Westen. Ich fand es schon ein wenig komisch, als ich auf meine Zinsen einen Solidaritätszuschlag gezahlt habe. Als Schüler! Ich habe nichts gegen Ostdeutsche (bis auf der Dialekt, der ist einfach grässlich, aber da kann ich unseren Süden ja auch nicht ausschließen...). Mitlerweile ist es schon so weit gekommen, dass Politiker anfangen vom Aufbau West zu erzählen.... Die größte Lachnummer, die sich besagter Politiker aber erlaubt hat war es, als er gesagt hat, dass die A1 zwischen Hamburg und Bremen ausgebaut werden soll. Schonmal wer in den letzten paar Monaten A1 gefahren? Dauerbaustelle... Also vermutlich keine neue Idee, sondern nur eine alte, die sich jemand auf die Fahnen schreiben will.....

Achso die DDR stand natürlich wirtschaftlich fast bei 0, da die Sowjetunion ja sämtliche Fabriken abgebaut hatte und der Westen mit amerikanischem Geld gefördert wurde. Da entstand hautpsächlich der wirtschaftliche Unterschied. Von daher haben die Ossis einfach Pech gehabt und in den Folgen unseres Österreichers einfach den kürzeren gezogen....

mfg
Lasse
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http://www.lasse-behrens.de

ducfieber

RCLine User

Wohnort: Frankfurt (Oder)

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19

Montag, 9. November 2009, 16:35

Zitat

Original von Lasse


Achso die DDR stand natürlich wirtschaftlich fast bei 0, da die Sowjetunion ja sämtliche Fabriken abgebaut hatte und der Westen mit amerikanischem Geld gefördert wurde. Da entstand hautpsächlich der wirtschaftliche Unterschied. Von daher haben die Ossis einfach Pech gehabt und in den Folgen unseres Österreichers einfach den kürzeren gezogen....

mfg
Lasse


Da kennt sich aber mal einer aus :ok: DANKE
so wer hatte da die besseren karten? so ne leute wie udo müßte man heilen können

udo260452

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Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

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20

Montag, 9. November 2009, 16:52

RE: 09.11.: Vor 20 Jahren: Fall der Berliner Mauer = Segen oder Fluch?

Zitat

Original von Ted Striker
Stimmt, wir sollten wenigstens dreimal täglich auf die Knie fallen und unseren Dank gen Westen beten. Zumindest in den Pausen, wo wir gerade mal nicht Hartz4-gesponsertes Dosenbier vom Aldi schlürfend aus dem Fenster glotzen und die westdeutschen Arbeitskolonnen anfeuern, die unseren Osten in eine blühende Landschaft verwandeln...
Natürlich gibt es hier keinerlei rentable Niederlassungen von Unternehmen wie VW, AMD, Siemens, Solarworld oder der Chemie-, Pharma-, Textil und sonstiger Industrie. Nee, wir häkeln weiter Deckchen und schnitzen Holzlöffel, die uns dann von Bürgern aus den alten Ländern aus Mitleid abgekauft werden.
Und die Handvoll Blödmänner, die für 20-30% weniger netto die gleiche Arbeit machen, sind doch selber schuld. Sie könnten doch von der Stütze sorgenfrei leben, ohne sich anzustrengen.
Der pauschale Haß auf alle Wessis ist uns ohnehin in die Wiege gelegt, elende Kapitalisten... Klassenfeinde!

Ich mag Ironie, vor allem, wenn sie so sarkastisch daherkommt, wie hier. :ok:

Zitat

Aber irgendwas ist komisch an diesen Wessis. Obwohl sie uns zahlenmäßig weit überlegen sind, lassen sie sich von einer Ost-Tante regieren und machen einen gräßlich sächsischen Dialekt sprechenden Fußballer zum Häuptling der Nationalelf, wie der Mechwerker richtig eingeworfen hat. Das versteh wer will...

Ich gebs ja zu: Auch wir Wessis sind eben nicht fehlerfrei.........

Grüße
Udo