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21

Sonntag, 18. April 2010, 01:50

So wie Ich das sehe Tickt der ganze Globus nicht richtig.
Dieser Meinung war schon jemand anders und die Geschichte
hat gezeigt er hat kein ende gefunden!

Wie man das Szenario wendet und dreht,vom zerbomben oder zusehen und einfach
wuseln lassen, so oder so es kommt immer ein Überwachungsstaat im eigenem
Lande heraus.Im Überwachungsstaat werden miniTerroristen geboren usw usw tja
was ist das ende.

22

Sonntag, 18. April 2010, 08:48

Hallo,

Was mich brennend interessieren täte:

Haben sich die Soldaten freiwillig für diesen Auftrag gemeldet oder wurde ihnen dieser Auftrag von der deutschen Regierung aufgezwungen, dass sie nach Afghanistan gehen mussten?

Es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob sich in Afghanistan freiwillig dumme Hasardeure betätigen oder ob es sich bei den Soldaten um zwangsverpflichtete arme Schweine handelt.

Rolf

stein

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23

Sonntag, 18. April 2010, 10:12

Zitat

Original von cyblord

Das wäre der positive Teil, was aber nun wenn Länder wie der Iran Atomwaffen hätten (du bist ja dagegen dass die USA das denen verbieten). Dann wäre nur noch die Frage, wer drückt schneller auf den Knopf, Israel oder Iran.

gruß cyblord


Ok,

das ist die Politik des kleineren Übels - Die Supermächte kontrollieren die Welt und entscheiden, wer Waffen haben darf oder nicht. Das Problem ist, wer kontrolliert die Supermächte ?

Und die Besetzungen können auch nicht das unvermeidliche verhindern. 9/11 hat gezeigt, dass selbst eine Supermacht wie Amiland verwundbar ist. Fanatische Islamisten werden jederzeit gerne bereit sein, auch für neue Attentate dieser Art zu sterben. Und diese Art von Kriegsführung kann Amerika nicht gewinnen.

Und Atomwaffen wird man sicherlich nicht verhindern können, alleine das Arsenal an verschwundenem kernwaffenfähigen Material der ehemaligen Supermacht Sowjetunion reicht locker aus, um den entsprechenden Ländern genügen Material für den Bau der Kernwaffen zu verschaffen.

Für die westliche Welt sind die Islamisten teuflische Terroristen - für die Islamisten ist die westliche Welt machthungrig und eine Bedrohung für Ihre Lebensweise und ihren Glauben.

Alleine die Tatsache, dass ungläubige eines ihrer Länder besetzen und sich in interne Angelegenheiten mischen, wird dazu führen, dass die Gotteskrieger zurückschlagen. Sind wir dabei - ist auch ein Anschlag in Deutschland durchaus denkbar. Ist es das wert ?

Denn spätestens wenn wir bemerken, dass wir dieser Art von Kriegsführung nicht gewachsen sind, wird das unvermeidliche eintreten. Dann wird nämlich Udos Lösungsansatz = flächendeckende Vernichtung des Gegners immer wahrscheinlicher.

Gruss
Hans-Willi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stein« (18. April 2010, 10:12)


Hangfräse

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24

Sonntag, 18. April 2010, 10:22

Es steht immer noch 50:50 (einebnen) aber was Willi schreibt klingt logisch!!
:angel:

25

Sonntag, 18. April 2010, 11:25

Zitat

Original von Hangfräse
Es steht immer noch 50:50 (einebnen)


so auch die Ansicht Bin Laden und er hat es durgezogen, letztendlich hat er uns damit zu Sklaven unserer eigenen Terrorangst gemacht.
Afghanistan hat wenig mit Terrorismus zu tun, vielmehr geht es um strategische Ansprüche. Dazu passt das z.B Präsident Karzei früher Berater des US-Energiekonzerns Unocal war und von den USA zu dem gemacht wurde was er ist.

Bram
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26

Sonntag, 18. April 2010, 14:35

Zitat

Original von Rolf Weber
Hallo,

Was mich brennend interessieren täte:

Haben sich die Soldaten freiwillig für diesen Auftrag gemeldet oder wurde ihnen dieser Auftrag von der deutschen Regierung aufgezwungen, dass sie nach Afghanistan gehen mussten?

Es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob sich in Afghanistan freiwillig dumme Hasardeure betätigen oder ob es sich bei den Soldaten um zwangsverpflichtete arme Schweine handelt.

Rolf


Also jetzt mal im Ernst, wenn jemand Berufssoldat ist, aber keinen Einsatz machen will, dass ist so als ob du zur Feuerwehr gehst, aber wenns brennt hast du keinen Bock mehr und bleibst zu Hause. Man wird ja nicht Soldat um Lebenslang die Latrine zu reinigen.
Trotzdem wird niemand zu Auslandseinsätzen gezwungen, aber ein Soldat befolgt nunmal Befehle. Es gibt wirklich viele die gerne ins Ausland gehen (wird im übrigen auch sehr gut bezahlt) und anderen gehen eben, weil es ihr JOB ist. Und diese dann als "dumme Hassardeure" zu betiteln ist schon ziemlich dreist.

gruß cyblord

Hangfräse

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27

Sonntag, 18. April 2010, 15:03

Die hälfte der Soldaten in Afghanistan sind Berufsoldaten!! Man wird nicht gezwungen sondern beordert! Man kann immer abspringen besonders in einem solchen Fall! Aber das wussten die vieleicht genauso wenig wie usereins was daraus entstehen könnte!! Und dsas was jetzt ist, ist nunmal Krieg. Das Dumme st nur das unsere Kameraden dafür nicht ausgebildet wurden und unsere Politiker wieder mal viel zu Blauäugig ragiert haben. Wir haben KRieg das is Fakt!! Nach über 60Jahren befindet sich Deutschland im Krieg!! Kreig hat was mit Tot zu tun, das ist kein Zeichentrickfilm das ist pure realität!! Die wenigsten haben ein Ahnung davon, die wenigsten!! Das ist eine verdammt traurige Realität!! Und noch weniger in unserer Wellness und Fun-Gesellschaft interesiert sich dafür!! Hauptsache Party !! kooooooooooooooooootz!!
:angel:

28

Sonntag, 18. April 2010, 15:42

"stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"
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29

Sonntag, 18. April 2010, 16:10

Zitat

Original von Bram
"stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"


Zitat

"Stell Dir vor es kommt Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet wer den Kampf vermeiden will: Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat"


Bevor jetzt das Geschrei losgeht, ich weiß dass die Herkunft dieses Gedichts umstritten ist. Von Sandburg ist der 1. Satz klar, und den Rest hat wahrscheinlich Brecht, aber nicht zum Thema Krieg geschrieben sondern es wurde ihm angedichtet. Aber egal. Denn die Begründung unserer Regierung für den Einsatz in Afghanistan ist ja genau dies, nämlich dass sonst der Krieg zu uns getragen wird wenn wir ihn nicht dort führen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (18. April 2010, 16:14)


udo260452

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30

Sonntag, 18. April 2010, 16:26

Zitat

Original von Rolf Weber
Hallo,
Was mich brennend interessieren täte:
Haben sich die Soldaten freiwillig für diesen Auftrag gemeldet oder wurde ihnen dieser Auftrag von der deutschen Regierung aufgezwungen, dass sie nach Afghanistan gehen mussten?
Es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob sich in Afghanistan freiwillig dumme Hasardeure betätigen oder ob es sich bei den Soldaten um zwangsverpflichtete arme Schweine handelt.
Rolf
Dazu folgendes:

- Wehrpflichtige werden grundsätzlich nicht ins Ausland geschickt, um dort an "friedenserhaltenden Massnahmen" oder andere militärische Einsätze teil zunehmen. Dazu reicht deren Ausbildung voren und hinten nicht aus (viel zu kurz), sollte sich jemand aus dem Kreis der Wehrpflichtigen dazu berufen fühlen, an einer solchen nicht ungefährlichen Mission teilzunehmen, so muss er sich vorher länger verpflichten, wird dann besser ausgebildet und verliert damit seinen Status als Wehrpflichtiger. Es wird also in Deutschland kein Wehrpflichtiger zu irgeneinem Kriegseinsatz mit der Waffe gezwungen! Es sei denn, zur Landesverteidigung, wenn das Parlament den Verteidungsfall festgestellt hat.

- Es gehen also nur Soldaten dorthin im Status Zeit- oder Berufssoldat.

- Es werden jedoch inzwischen nicht nur Zeit- und Berufssoldaten dorthin entsandt, die sich für diese Einsätze auch explizit freiwillig gemeldet haben, vielmehr ist es so, dass inzwischen Ganze Verbände dorthin verlegt werden. Welcher Verband in welcher Stärke und wann dorthin muss, steht allerdings schon sehr lange vorher fest, wer dann meint, er wolle dort nicht hin, findet sicherlich Mittel und Wege, sich woanders hin versetzen zu lassen, allerdings dürfte dann die weitere Karriere solcher Kameraden einen Knick bekommen.

- Es sei also festzuhalten, dass praktisch niemand gegen seinen ausdrücklichen Willen dorthin entsandt wird. Klar, die meisten, die einfach dorthin befohlen werden, werden sehr froh sein, wenn ihre Zeit rum ist und sie unbeschädigt wieder nach Hause gekommen sind, ein flaues Gefühl bleibt da immer. Schließlich weiß man ja, dass man nicht zu touristischen Zwecken dorthin geht.

- Es gibt aber dennoch (trotz der gefährlichen Situation dort) Kameraden, die gerne dorthin möchten, die sich speziell für solch einen Afghanistaneinsatz freiwillig melden, weil der Verband, in dem sie gerade tätig sind, nicht zur Verlegung dorthin vorgesehen ist und auch niemals dorthin verlegen wird, denkt man mal an all die vielen Stäbe und Kommandobehörden, an die Nachschub- und Logistikleute oder an das Schulpersonal, deren Angehörige müssen sich schriftlich bewerben, wenn sie an einer solchen Mission teilnehmen wollen, sonst gehen sie nicht dorthin.
Ich selbst bin z. B. pensionierter Berufssoldat (Marine) und hatte während meiner aktiven Zeit nie den Hauch einer Chance auf solcherart Einsätze, habe aber letztes Jahr eine längere freiwillige Wehrübung absolviert, wo ich unter anderem einen tieferen Einblick in diese Freiwilligenmeldungen-Sachen erlangt habe.

Es ist schon erstaunlich, dass sich so viele freiwillig dazu melden, sogar Reservisten, darunter auch bereits pensionierte Soldaten. Das kann man so lange machen, bis man 65 Jahre alt wird oder bis der Arzt kommt und sein Einverständnis entzieht.

Auch ich habe diese Möglichkeit genutzt, mich beworben und bin angenommen worden. Ich werde also von November 2010 bis April 2011 dorthin gehen, vorher muss ich noch einige Trainingseinheiten und Schulungen hinter mich bringen und vor allem muss ich mich noch ärztlich untersuchen lassen sowie das ganze Impfprogramm über mich ergehen lassen.

Eingekleidet wurde ich bereits letzte Woche.

Warum ich das mache?

Nun, ich sags lieber frei heraus: In allererster Linie wegen des Geldes, ansonsten hat man als Pensionär kaum die Möglichkeit, seine Pension aufzubessern, denn die Jobs in der freien Wirtschaft sind allesamt nur noch Ausbeutungsjobs, die sonst niemand machen will (habe ich alles bereits durchexerziert, darüber könnte ich Bücher schreiben!) und zum anderen, weil mir hier zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und ich die Nase voll habe von der täglichen Hausarbeit, die ich zwangsläufig machen muss, weil meine Frau berufstätig ist.
Klar, das sind alles komische Gründe, gebe ich gerne zu aber andererseits bin ich doch bereits ein alter Sack, um den es nicht wirklich Schade wäre, wenn der nicht wiederkommt, was solls also? Irgendwann geht sowieso das Licht aus, was solls also?

Grüße
Udo

Gert

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31

Sonntag, 18. April 2010, 16:44

Hallo Udo,

als ehemaliger Zeitsoldat und auch alter Sack, ziehe ich meinen Hut vor Deiner Einstellung und Deiner Ehrlichkeit.

Ich wünsche Dir bei diesem Einsatz alles Glück dieser Welt und eine gesunde Wiederkehr. :w
Gruß Gert


Hangfräse

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  • »Hangfräse« ist der Autor dieses Themas

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32

Sonntag, 18. April 2010, 17:33

Meine Güte, dahin gehen würde ich auch, zu verlieren hätte ich ebenso wenig!! Ausser meiner beruflichen Laminiererkarriere und Modellfiegen gäbs für mich auch nix was mich noch halten würde!! Bevor der Krieg vor der eigenen Haustüre geschieht würde ich auch alles daran setzen meine Liebsten davor zu beschützen!! Ich hab schon einmal als Zeitsoldat für Frieden gedient allerdings hatte es dort gefruchtet oder ist mittlerweile auf dem besten Weg dorthin!! Werbung im Fernsehen für Urlaub machen sie wieder im Kosovo/Mazedonien/Kroatien....!! :ok:

Aber jetzt mit 35 is die Wahrscheinlichkeit eher gering nochmal für so einen Einsatz sich bewerben zu können. Hätte aber kein Problem damit wenn es doch soweit käme!

Das Geld is halt auch eine Motivation oder positiver Nebeneffekt!! :D

mfg. udo
:angel:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hangfräse« (18. April 2010, 17:34)


33

Sonntag, 18. April 2010, 17:50

Zitat

...weil es ihr JOB ist. Und diese dann als "dumme Hassardeure" zu betiteln ist schon ziemlich dreist.


Das "dumm" nehme ich hiermit zurück, aber den Hasardeur lasse ich so stehen. :D

In meinen Augen ist es auch dreist, wenn man so einen Auftrag in Aghanistan als JOB bezeichent...

Frühmorgens Zeitungen austragen ist ein JOB (zwar ein verschissener, aber immerhin...), aber doch nicht eine "Friedensmission" am anderen Ende der Welt. Das ist doch etwas mehr. Entweder ist man Weltverbesserer und glaubt daran, dass so ein Einsatz zum erfolg führt, das tun ja einige, sonst gäbe es diese Mission nicht, oder aber man hat den Standpunkt "no risk, no fun". Geld als Grund dafür, dorthin zu gehen, kann ich zwar akzeptieren, aber nicht verstehen.

Rolf

34

Sonntag, 18. April 2010, 18:26

Zitat

Original von udo260452
ich sags lieber frei heraus: In allererster Linie wegen des Geldes, ansonsten hat man als Pensionär kaum die Möglichkeit, seine Pension aufzubessern, denn die Jobs in der freien Wirtschaft sind allesamt nur noch Ausbeutungsjobs, die sonst niemand machen will (habe ich alles bereits durchexerziert, darüber könnte ich Bücher schreiben!) und zum anderen, weil mir hier zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und ich die Nase voll habe von der täglichen Hausarbeit, die ich zwangsläufig machen muss, weil meine Frau berufstätig ist.
Klar, das sind alles komische Gründe, gebe ich gerne zu aber andererseits bin ich doch bereits ein alter Sack, um den es nicht wirklich Schade wäre, wenn der nicht wiederkommt, was solls also? Irgendwann geht sowieso das Licht aus, was solls also?

Grüße
Udo


Danke Udo, damit hast Du mein Gewissen ungemein entlastet :D
T-Rex 450 PRO + Helis zu Pflugscharen
T-Rex 250 SE
Protos FB mit Beast

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

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35

Sonntag, 18. April 2010, 20:22

Zitat

Original von Gert

Ich wünsche Dir bei diesem Einsatz alles Glück dieser Welt und eine gesunde Wiederkehr. :w
Danke für die netten Wünsche, das wird schon.


Nochmal zurück zu den Hintergründen (es ist wohl so, dass gewisse Dinge nach und nach in den Hintergrund verschwinden, daher muss man mal von Zeit zu Zeit etwas die Geschichte rekapitulieren):

- Ohne "nine-eleven" (11.09.2001) hätte es diesen ganzen Afghanistan und Irak-Schlamassel niemals gegeben.

- Der Hauptdrahtzieher der Terroranschläge (Osama bin Laden) hatte zum damaligen Zeitpunkt sein Hauptquartier in Afghanistan.

- Die damaligen Afghanistan-Machthaber, die Taliban hatten diesen Terrorfürsten nicht nur geduldet, sondern sogar aktiv unterstützt und waren nicht zur Herausgabe dieses Unmenschen bereit.

- Daraufhin kam auf Betreiben der USA ein UN-Beschluss zustande, der militärische Gewalt (das Wort Krieg wird peinlichst vermieden, es ist aber genau das gemeint) für den Fall sanktioniert, dass die Machthaber in Afghanistan gewisse Fristen verstreichen lassen ohne Osama bin Laden herauszurücken oder sich zumindest zur Zusammenarbeit bei der Festsetzung und Verfolgung von Osama bin Laden bereiterklären.

- Natürlich ließen sie diese Fristen verstreichen und so begannen die Kampfhandlungen, geführt von den Truppen der USA, den Briten, Kanadiern und auch (im Norden) von aufständischen Afghanischen Truppen, der sogenannten "Nordallianz". Das waren diese berühmten "Warlords", die sich eigentlich ansonsten bekämpfen, aber sich zu diesem Zweck mal zusammengeschlossen hatten.

- Wider Erwarten hatten die Alliierten sehr raschen und nachhaltigen Erfolg, so dass innerhalb kurzer Zeit die Taliban entmachtet waren.

- Offiziell hatte an diesen Eroberungsgefechten die Bundeswehr noch nicht teilgenommen, man munkelt aber allenthalben von sporadischen Einsätzen der Spezialtruppen, über die aber naturgemäß nie etwas berichtet wird, daher kann man darüber trefflich spekulieren (meiner unmassgeblichen Insidermeinung nach waren da sehr wohl Bundeswehrspezialisten bereits überaus aktiv im Einsatz im Zusammenwirken mit amerikanischen Spezialkräften; die waren auch sehr erfolgreich -wer hat z. B. all diese Guantanamo-Häftlinge eingefangen? die "normalen" Soldaten sicherlich nicht, die hätten gar nicht gewusst, wer das ist-leider bekamen sie aber niemals Osama selbst zu fassen, der war denen immer einen Schritt voraus und so ist es ja noch heute)

- Nachdem nun feststand, dass das Hauptziel des ganzen Einsatzes, nämlich das Dingfestmachen oder Umbringen von Osam bin Laden, nicht erreicht wurde, da dieser sich ins Nachbarland abgesetzt hatte, verloren die USA ziemlich rasch ihr Interesse an diesem Land und zogen beinahe vollständig ab, auch aus dem Grund, dass man ja jetzt unbedingt den Saddam-Hussein erledigen musste, hatte er doch Massenvernichtungswaffen, wie der CIA seinem Präsidenten weismachte.

- In das nunmehr befriedete Land, wo nicht mehr gekämpft wurde, da konnte nunmehr die Bundeswehr mit einem Mandat Einzug halten, wo man Schulen bauen wollte, die Infrastruktur wieder herrichten wollte, und vor allem beim Aufbau einer eigenen Afghanischen Polizei und Armee behilflich sein wollte.

- Dass sich die Situation dort so verschlechterrt hat, konnte niemand voraussehen und nun haben wir den Salat.

- Kritik an der unzureichenden Ausstattung ist zwar angebracht, das ist aber nicht der Hauptgrund für die vielen Opfer, da muss man ganz einfach mal die Befehlsstrukturen untersuchen.

- Es macht wenig Sinn, wenn ein vor Monaten gefasster Plan, hier und da Patroille zu laufen/fahren trotz sich dramatisch verändernder Situation einfach durchzuziehen, weil es ja mal so befohlen wurde. Da wäre vielmehr Eigeninitiative und Abweichen vom Üblichen gefragt, sonst wird man berechenbar.

Zum Schluss gebe ich noch zu bedenken, dass eine wie auch immer gut hochgerüstete Armee gegen einen Guerillakrieg am Ende immer den Kürzeren ziehen muss. Es gibt da genügend Beispiele, angefangen von Lettow-Vorbeck im ehemaligen Deutsch-Südwest-Afrika, den ein Heer von Hunderttausenden Briten nicht schlagen konnte, obwohl er nichtmal Hundert Soldaten hatte und auf Askaris angewiesen war, auperdem bekam er keinen Nachschub, er überfiel einfach immer wieder die Briten und nahm sich das, was er brauchte, dann Vietnam, wo ein Heer von 500.000 hochgerüsteten amerikanischen GIs nicht gegen ein paar Vietkong siegreich sein konnte usw. usw.

Grüße
Udo

36

Sonntag, 18. April 2010, 22:18

Leztzendlich ist ein Afghanistaneinsatz fuer einen BW-Soldaten nicht gefaehrlich.
Die taegliche Teilnahme am Strassenverkehr ist wesentlich gefaehrlicher.
Noch gefaehrlicher sind Alkohohl und Tabak.

37

Sonntag, 18. April 2010, 23:08

Mal eine frage von mir.

Flächendeckende Vernichtung des Gegners geht leider nicht,da dann in meinen
Augen kein ende in sicht.Guerillakrieg geht nicht da zu hohe verluste und sehr selten
Gewonnen.Truppenabzug geht leider auch nicht da man die da unten nicht einfach
wuseln lassen kann.Truppenpräsenz und Meinungsbildung geht leider auch nicht auf
langer sicht.

Also ist doch Logischerweise eine zb 10% Flächendeckende Vernichtung mit
anschliessendem aufruf an übrigen Zivilisten + Waffenverteilung + Ausbildung die
einzigste Lösung?

Aber was ist mit Pakistan Uzbekistan und wie sie alle heissen einige haben
andere mittelchen wie Eselchen. ???

Ich sehe da kein ende ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »offline« (18. April 2010, 23:09)


pacer

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38

Montag, 19. April 2010, 10:02

So krass es auch klingen mag aber habt ihr schon bedacht, wieviel Umsatz der Rüstungsindustrie bei den geforderten und sicher auch möglichen und sinnvollen, schnelleren Lösungungen durch die Lappen gehen würde. Und dann die vielen Arbeitsplätze :wall:
Also immer schön realistisch bleiben, der Rest sind Kollateralschäden.
Merci und Salut

39

Montag, 19. April 2010, 10:45

Es ist billig...
mit einer Verschwörungstherie zu kommen indem es heist das die ach so gewaltige Waffenlobisten Rüstungsindustrie ein interesse an Afhanistan hat.
( Der letzte Eagle IV Auftrag fuer die BW-Afghanistan ging in die Schweiz)

An anderer Stelle hier hies es auch das die Bundesrepublik ein Grossmacht Interesse an Afghanistan hat, hat sie aber nicht. Und Bodenschaetze sind auch nicht wirlich da,

Bis jetzt hat jede Regierungsform jeglicher Coleur Geld in die Landesverteidigung gesteckt, einfach weil sie in der Verantwortung waren.

Im übrigen beschweren sich die andern NATO Staaten das wir zu wenig in unsere Rüstung stecken.

40

Montag, 19. April 2010, 11:02

Ein Blick in die Geschichte lohnt sich immer:
Alexander (der Große) war der einzige - seit man Geschichte schreibt - der siegreich
aus Afghanistan herauskam.
Wie hat er das gemacht?
Er ging rein und auf schnellstem Weg wieder heraus (Richtung Indien) und nie wieder
hinein.
Von Alexander lernen heißt siegen lernen.
[URL=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7b/United_States_one_dollar_bill,_obverse.jpg]Hier[/URL] gibt es Klickdollars! :ok: