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pacer

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41

Montag, 19. April 2010, 11:24

@nikolaus10, falls du es noch nicht bemerkt haben solltest, unsere ganze Welt wird von Lobiisten gesteuert und bestimmt. Ob es nun die Waffen- Tabak- Alkohol- oder Autoindustrie ist. Nicht zu vergessen Windows :wall:
In vielen Bereichen wäre es sehr einfach Problemlösungen zu finden, egal ob es sich dabei um Kriegstote, Alkohol- und Tabakgeschädigte oder Verkehrsopfer handelt. Aber das führt dann hier wieder zu weit.
Nochmal, realistisch bleiben und sich mit den Tatsachen abfinden, ob man's nun versteht oder nicht.
Merci und Salut

udo260452

RCLine User

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42

Montag, 19. April 2010, 12:03

Man sollte in diesem ganzen Afghanistan-Engagement nicht was hineingeheimnissen, was da gar nicht ist, ich hatte das vorher schon ausführlich erläutert, warum da überhaupt fremde Truppen (mit Mandat der UN!) drin sind: Ursprünglich ging mal nur um die Ergreifung von Osama bin Laden und seiner Kerntruppe, mehr nicht. Afghanistan selber interessiert unsere Politiker überhaupt nicht!!!!, da es dort keine Rohstoffvorkommen gibt (außer Opium).

Jetzt sind sie aber mal da mit einem Mandat zum Wiederaufbau des Landes und als Hilfestellung beim Aufbau eigener Polizei- und Armeeformationen.

Ab dem jahr 2011 wird mit dem Abzug begonnen, komme was da wolle. Ich denke mal, dass die Bundeswehr bis Ende 2011 vollständig von dort abgezogen sein wird, es sei denn, die politische Lage ändert sich bis dahin nochmal grundlegend.

Die Bundesregierung sah sich einfach mal in der Pflicht, dort mit nennenswerten Kontingenten an Soldaten hinzugehen, da

- erstens nach dem Krieg und der Vertreibung der Taliban Afghanistan als befriedet und ruhig galt, zumindest der Norden, wohin die Bundeswehr gegangen ist (das war ja auch so einige Jahre lang!),

- zweitens nach der Nichtbeteiligung am ersten Golfkrieg wegen grundsätzlicher Bedenken (stattdessen überwies die Bundesregierung 20 Milliarden an die USA, die waren da also quasi als Söldner in unserem Auftrag tätig) konnte sich die Bundesregierung irgendwann nicht mehr den internationalen Forderungen entziehen.

Wer jetzt auf die Bundesregierung schimpft und fordert, man solle von dort sofort abziehen, der hat sie nicht mehr alle, das geht gar nicht, will sich Deutschland nicht um jeden Preis international lächerlich machen.

Und nicht vergessen: Wer vor dem Terror flüchtet, den wird dieser Terror immer weiter verfolgen.

Grüße
Udo

43

Montag, 19. April 2010, 14:17

das scheint bei den deutschen Truppen im Norden das ehrbare Ziel zu sein, leider haben sich viele Kämpfer nach Norden zurückgezogen um den Amerikanern aus den Weg zu gehen ( sie werden sicher bald wieder nach Süden zurückkehren :D ) damit sind unsere Soldaten offensichtlich überfordert, nochdazu werden gleichzeitig von der amerkanischen Führung sinnlose Aktionen befohlen.
Ich bin kein Soldat und ich würde niemals auch nicht für Geld nach Afghanistan ziehen, mir würde reichen wenn es klare Ziele gäbe und vorallem einen zuverlässigen Zeitplan.
Es macht nachdenklich wenn deutsche Offiziere Mohnfelder ignorieren müssen.
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BlackJack

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44

Montag, 19. April 2010, 16:13

ich finde es immer wieder klasse wenn sich die leute wundern das da unten deutsche soldaten drauf gehen.
die eingentlich überraschung ist doch eigentlich nur das bisher so wieneige drauf gegangen sind. wer sich freiwillig als soldat meldet weiß das sein geschäft der Krieg ist. Natürlich hofft jeder das man sein ganzs berufsleben mit irgendwelchen übungen durch bringne kann aber wahrscheinich ist das nicht.
daher muss man auch damit rechnen das man zum ernsthaften einsatz kommt und dort sein leben verliert!
Und es muss niemanden wunder das im krieg soldaten sterben. Sie wurden dazu ausgebildet kreig zu führen ergo zu töten der gegner wurde aber für das gleiche ziel ausgebildet also muss sich auch niemand wundern wenn es auf beiden seiten zu toten kommt! im grundegenommen sind soldaten nichts anderes als eine Recource die bei moderatem verlust mölichst geringbringend eingestzt wird. Ich weiß das ist ne harte aussage aber so sieht es nunmal aus.

Krieg ist ein Geschäft das sicher tote fordert!!!

Gruß

Alex
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Hangfräse

RCLine User

  • »Hangfräse« ist der Autor dieses Themas

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45

Montag, 19. April 2010, 17:23

Zitat

Original von udo260452


Und nicht vergessen: Wer vor dem Terror flüchtet, den wird dieser Terror immer weiter verfolgen.

Grüße
Udo


Sehe ich auch so, solange die da unten sind kann man sie da unten auch halten, wenn erstmal einer vor der Türe steht und um ne Tasse Tee bittet is es zu spät!!

Im entfernten sinne:" Angriff is die beste Verteidigung!"

mfg. der andere Udo!! :w
:angel:

HIND 24

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46

Montag, 19. April 2010, 19:33

Zitat

Original von Hangfräse

Im entfernten sinne:" Angriff is die beste Verteidigung!"


Sagte das damals Friedrich Nitzsche oder Herr v. Clausewitz?
Wer die richtige Antwort kennt, sollte mal bei "Angie" vorsprechen. Der, Du, Sie, Es, kann dann das Gemetzel überall auf der Welt zum Ende bringen.

Ist schon traurig, das die Menschen im 21 Jahrhundert immer noch nicht dazugelernt haben. :evil: :evil: :evil:

P.S. ich war auch mal bei der Truppe NVA und BW. Ich weiss, wie man sich fühlt, wenn man einen Befehl bekommt den man garnicht mit seinem Innersten verbinden kann.
Man ist aber Soldat, hat seinen Schwur geleistet, also ist man Befehlsempfänger.
Egal was da ansteht. Wer sich heute aus freien Stücken als Reservist zu solchen Diensten verpflichtet, der ist entweder ein Staatsbürger vorm Herrn oder verkennt die Lage dort unten. Der sieht nur das Geld. Und bezahlt wird dort gut.

Mir ist das Geld egal. Ich häng meinen Arsch nicht mehr zum Fenster raus, für irgendjemanden. Von der militärischen Seite gesehen !!!
mfg von der Spree

Maik

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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (19. April 2010, 20:16)


47

Montag, 19. April 2010, 20:26

Warum stürzen sich Basejumper mit Fallschirmen von Brücken?
Warum erklimmen Extremkletterer überhängende und Felswände?

Och naja ich als Abenteurer würde mich auch über einen Sponsor freuen in diesem fall
halt Afghanistan gesponsert usw bei DE,also Ich kann jeden verstehen der diesen
Einsatz mitmacht und bin sicher bei vielen ist es Abenteuerlust.
Wo sonst haste ne change auf so einen Trip?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »offline« (19. April 2010, 20:28)


48

Montag, 19. April 2010, 20:43

Das " Geschaeft" des Soldaten ist nicht der Krieg sondern die Verhinderung desselbigen.
Ich war auch Soldat und habe nie "Krieg gelernt" sondern meine Aufgabe war die Verhinderung des Krieges.
Und genau das haben Millionen von Bundesbürgern auch gemacht.(recht erfolgreich).
Letztendlich gilt das auch für Afghanistan.

Ich behaupte immer noch das mehr Bundeswehrsoldaten freitags auf dem Heimweg ums Leben gekommen sind als in Afghanistan.

Und hoert mir auf mit Alexander dem Grossen, der ist seit mehr als 2500 Jahren tot.

Und noch was: " Die Geschichte lehrt uns das die Geschichte uns nichts lehrt"

49

Montag, 19. April 2010, 22:26

Zitat

Original von nikolaus10
Das " Geschaeft" des Soldaten ist nicht der Krieg sondern die Verhinderung desselbigen.
Ich war auch Soldat und habe nie "Krieg gelernt" sondern meine Aufgabe war die Verhinderung des Krieges.
Und genau das haben Millionen von Bundesbürgern auch gemacht.(recht erfolgreich).
Letztendlich gilt das auch für Afghanistan.


Interessante Art um sich offensichtlich vorhandene Komplexe und Schuldgefühle auszureden. Der Soldat ist also gar nicht für den Krieg da, sondern um den Frieden zu erhalten. Wenn das mal nicht nen fetten Kreisschluss ergibt. Genaugenommen das Gegenteil trifft zu. Hat man keine Soldaten, so hat man auch nie Krieg. Selbst wenn man angegriffen und unterjocht wird. Krieg gibts dann nicht. Also Krieg wird durch Soldaten erst möglich, und ohne Krieg hätte auch niemand Soldaten. Daraus folgt, sie bedingen einander.

Aber wenns dir hilft besser mit deinem (Ex-)Beruf umzugehen, dann bitte.

gruß cyblord

50

Dienstag, 20. April 2010, 13:15

Zitat

Original von cyblord
Der Soldat ist also gar nicht für den Krieg da, sondern um den Frieden zu erhalten. Wenn das mal nicht nen fetten Kreisschluss ergibt.


warum nicht? wenn du stark genug bist steigt die Wahrscheinlichkeit nicht angegriffen zu werden.

Es ist schon eine Weile her als ich meinen Wehrdienst leistete aber ich war im Glauben dies zu unserer Verteidigung zu tun. Ein Auslandeinsatz, wie sie heute stattfinden wären undenkbar gewesen.
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BlackJack

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51

Dienstag, 20. April 2010, 13:30

ob angriff oder Verteidigung ist doch völlig egal! Soldaten werden dazu ausgebildet zu töten! also muss sich auch niemand wunder wenn er selbst drauf geht!
Mann kann es auch ganz krass sagen jeder soldat ist ein Potentieller mörder!

das kann sich keiner schön reden.
Your-Aerial-Pic.de

52

Dienstag, 20. April 2010, 13:54

Zitat

Original von nikolaus10

Und hoert mir auf mit Alexander dem Grossen, der ist seit mehr als 2500 Jahren tot.


Dann etwas neuer: Laut Clausewitz ist die Krone der Kriegskunst der geordnete
Rückzug aus einer nicht zu haltenden Position.
Genau das steht in Afghanistan an.
Die einen erkennen es früher - die anderen füllen die Gräber.
Leider.
[URL=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7b/United_States_one_dollar_bill,_obverse.jpg]Hier[/URL] gibt es Klickdollars! :ok:

53

Dienstag, 20. April 2010, 14:47

"ob angriff oder Verteidigung ist doch völlig egal! Soldaten werden dazu ausgebildet zu töten! also muss sich auch niemand wunder wenn er selbst drauf geht!"

Ist so wie so alles egal, Ob du zum killen ausgebilldet bist oder als Hundehallter.
Wir wundern uns nur wenn nicht ausgebildete Maktfrauen die Graeber ausfuellen.
(Und zahlen auch noch dafuer)

Die einen waren dabei gewesen und die andern eben nicht, da darf man sich nicht wundern.

Erkennen wird es jeder-
frueher oder spaeter.

So jetzt muss ich meine Psychose auskurieren.
Ich habe immer noch fast jede fuenfte Nacht Alptraeume.
Weil ich vor mehr wie 35 Jahren meinen Grundwehrdienst geleistet habe und es mir nicht gelungen ist einen boesen Feind zu ermorden.

Statt dessen habe ich mit meinen boesen Gewehr auf Pappkameraden geschossen.
Ach ja, das Gewehr ist ja nicht boese sondern der Soldat der da hinter steht.

Komm du mir nur vor meine Flinte, dann werde ich meinem Ruf erst gerecht. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »nikolaus10« (20. April 2010, 19:56)


54

Dienstag, 20. April 2010, 17:29

Da gab es bei den Gewissensprüfungen die Frage was man macht wenn ein fremder Soldat versucht deinen Bruder zu töten, zur Waffe greifen oder nicht?
oder wie reagiert man in einer Situaton wie es kürzlich dieser Brunner erlebt hat, war es sein Pech das er Andere Verteidigt hat?
Um sich gegen fremde Armeen zu verteitigen braucht es nun mal eine Ausbildung das hat erst mal nichts nur mit töten oder gar morden zu tun.
Sicher wäre es besser alle Armeen nach Hause zu schicken und Terroristen Blumen zu schenken, ist ja auch eine heile Welt in der wir leben.
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Hangfräse

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55

Dienstag, 20. April 2010, 18:48

Zitat

Original von BlackJack
ob angriff oder Verteidigung ist doch völlig egal! Soldaten werden dazu ausgebildet zu töten! also muss sich auch niemand wunder wenn er selbst drauf geht!
Mann kann es auch ganz krass sagen jeder soldat ist ein Potentieller mörder!

das kann sich keiner schön reden.


So ein Schwachsinn, ich habe das anders gelernt!!

Der Soldat wird ausgebildet um seinen Gegner zu verwunden aber nicht um zu töten sondern um den Gegner zu binden!! Der Gegner muss beschäftigt werden aber nicht getötet!! Aber da nunmal "Heckler & Koch" keine Softair´s baut passiert es auch das einer niemehr aufsteht, manchmal ist es auch ganz gut um Gefahr für Leib und Leben und das seiner Kameraden zu schützen!! Du behauptest jetzt einfach nur mal was ohne vom Prinzieb eine Ahnung zu haben, das Gleiche sagen viele die keine eigene Meinung haben.

Beim Bund hies es immer: "Denken, Drücken, Sprechen!! "


ICH BIN KEIN MÖRDER!! Ich fühl mich angesprochen und ich belle auch weil ich zwar jetzt Reservist bin aber immer noch Soldat a.D. bin!!
:angel:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hangfräse« (20. April 2010, 20:44)


HIND 24

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56

Dienstag, 20. April 2010, 19:24

Zitat

Original von nikolaus10
Die einen waren dabei gewesen und die andern eben nicht, da darf man sich nicht wundern.

Erkennen wird es jeder-
frueher oder spaeter.

So jetzt muss ich meine Psychose auskurieren.
Ich habe immer noch fast jede fuenfte Nacht Alptraeume.
Weil ich vor mehr wie 35 Jahren meinen Grundwehrdienst geleistet habe und es mir nicht gelungen ist einen boesen Feind zu ermorden.



Und ich bin überglücklich, das ich damals 1989 !!! als die Mauer fiel, nicht mit der MI-24D losfliegen musste um Tod und Verderben zu bringen, über das eigene Volk.
Ich habe keine Psychose. Ich blende einfach aus, was passiert wäre, wenn es zum militärischem Einsatz damals gekommen wäre.

Denken muss ich aber oft dran, was wäre passiert damals.

Soldaten schaffen Frieden? Ist ein Spruch aus den Zeiten des Kalten Krieges. Soldaten stellen nur das milit. Kräftegleichgewicht wieder her. Das hat damals die BRD gemacht wie auch die DDR. Da machen wir uns mal nichts vor. Und jeder ging ans Soldatentageswerk, ob West ob Ost, jeder mit dem Gedanken im Hinterkopf, ich leiste meinen Dienst für den Frieden in Europa. Was für eine kranke Zeit damals.

Clausewitz wurde von mir zitiert wie auch von dirty fokker (sehr gutes Zitat und völlig treffend).
Der Clausewitz hat den Krieg in seinem Sinne und Unsinn studiert, schon lange vor unserer Lebenszeit. Seine Studien sind heute aktueller als je zu vor. Unterrichtsstoff an jeder militärischen Ausbildungsbasis für angehende Offiziere. War auch Unterrichtsstoff damals in der DDR für angehende Offiziere.

Was der damals erkannte, ist heute auch noch anwendbar. Ob es nun befolgt wird von den Befehlshabenden ist eine andere Sache. Die vertrauen und verstecken sich heute lieber hinter Ihren Dienstvorschriften von annodazumal und hinter der milit. Technik.

Im übrigen glaube ich, das ein BW-Soldat heute nach der Grundausbildung kein 100%iger Kämpfer ist. Geschweige denn ein Mörder. Und so jemand ist bestimmt nicht in Afghanistan unterwegs. Und ein Soldat ist kein Mörder !!!! Mal im bürgerlichem Gesetzbuch nachschlagen bitte, wann man juristisch gesehen ein Mörder ist.

Der Grundwehrdienstleistende kann dann gerademal gerade aus marschieren. Und dreht sich beim Komando "rechts um" nicht nach links. Das angesprochene Holzgewehr beherrscht er aber.
Da spielen die psycho Trick-Fragen, bei Einstellungsuntersuchungen keine Rolle in Sachen Tötung.

Diese Psycho-Fragen stellen auch nicht sicher, das ein Soldat so funktioniert wie er funktionieren soll im Ernstfall. Ein Mensch ist ein Mensch. Setzt man den psychisch und physisch unter Druck, dann reagiert der meistens anders als in diesen Tests.

Wer schon mal gedient hat, weiss was ich meine.

Eigendlich wollte ich zu diesem Threath nichts mehr schreiben. Nicolaus10 hat mich aber angestifftet. Seine Meinung konnte ich, so unkommentiert nicht stehen lassen.

Ist ja hier der Laber-Threath.

P.S. las grade Udo´s Beitrag.
@Udo: Den letzten Satz hätteste lassen können. Sorgt nur für Stimmung.
mfg von der Spree

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (20. April 2010, 20:41)


57

Dienstag, 20. April 2010, 21:42

Zitat

Original von HIND 24


Der Grundwehrdienstleistende kann dann gerademal gerade aus marschieren. Und dreht sich beim Komando "rechts um" nicht nach links. Das angesprochene Holzgewehr beherrscht er aber.



zur Zeit des kalten Krieges hat es gereicht zu wissen wo man im Ernstfall hingehörte :D und man wusste worum es ging, dieser mögliche Fall war für uns alle allgegenwärtig.

Afghanistan ist doch was völlig anderes, dort müssen sich die Soldaten fragen was sie dort eigentlich machen und zuhause ist das Vertrauen in diese Mission längst schon dahin. Selbst die Amerikaner haben ihr strategischen Wünsche in dieser Region abgehakt.
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58

Dienstag, 20. April 2010, 21:49

Zitat

Original von HIND 24
Und ich bin überglücklich, das ich damals 1989 !!! als die Mauer fiel, nicht mit der MI-24D losfliegen musste um Tod und Verderben zu bringen, über das eigene Volk.
Ich habe keine Psychose. Ich blende einfach aus, was passiert wäre, wenn es zum militärischem Einsatz damals gekommen wäre.

Denken muss ich aber oft dran, was wäre passiert damals.

Ja das ist auch für mich immer noch ein Wunder, dass damals die Machthaber in der DDR nicht haben schießen lassen ........... vorbereitet dafür war ja alles, die Befehle lagen vor, scharfe Munition war verteilt usw. Es kam nur nie der Befehl zum Einsatz. Das war das eigentliche Wunder im Vorfeld der Wiedervereinigung. Ich gehe übrigens davon aus, dass, wäre der Befehl erteilt worden, die NVA-Soldaten diesen auch befolgt hätten, zwar nicht mit Freude oder Begeisterung, aber sie hätten ihre soldatische Pflicht erfüllt und ihre eigenen Leute massakriert, mit wenigen Ausnahmen natürlich.

Zitat

Soldaten schaffen Frieden? Ist ein Spruch aus den Zeiten des Kalten Krieges. Soldaten stellen nur das milit. Kräftegleichgewicht wieder her. Das hat damals die BRD gemacht wie auch die DDR. Da machen wir uns mal nichts vor. Und jeder ging ans Soldatentageswerk, ob West ob Ost, jeder mit dem Gedanken im Hinterkopf, ich leiste meinen Dienst für den Frieden in Europa. Was für eine kranke Zeit damals.
Das sehe ich etwas anders. Es ist meiner Meinung nach unzulässig, Bundeswehr und NVA jeweils gleichzusetzen, es gab da doch ein paar wesentliche Unterschiede nicht nur in Punkto Ausbildung und Ausrüstung, das geht wesentlich tiefer:

- Die Bundeswehr war seinerzeit lediglich dazu da, im Verbund mit den Amerikanern (und den anderen verbündeten Streitkräften) eine Invasion aus dem Osten zu verhindern, also Landesverteidigung zu betreiben.

- Hätten die Amerikaner nicht massiv darauf bestanden, dass auch die Bundesrepublik Deutschland selbst sich mit eigenen Streitkräften an der Verteidigung beteiligt, so gäbe es wahrscheinlich bis heute noch keine deutsche Armee, denn nach dem verlorenen Krieg wollte man keine Soldaten mehr.

- Ausrüstung und Ausbildung bei der Bundeswehr waren seinerzeit genau darauf abgestimmt: Landesverteidigung und sonst nichts (das hängt uns ja heute immer noch nach, wir haben keine Waffensystem, die man jetzt in Afghanistan dringend bräuchte, stattdessen wurde noch vor kurzem die "Haubitze 2000" eingeführt, was sollen wir damit?)

- Da es aber an der ehemaligen innerdeutschen Grenze immer sehr ruhig blieb (bis auf vereinzelte Schüsse auf flüchtende Ostler), da der eigentliche Schutz durch den amerikanischen atomaren Schutzschild gewährleistet wurde, entstand alsbald das Gefühl, als Soldat nicht wirklich gebraucht zu werden und wenn doch, wäre es ja auch egal, da dann sowieso der Atomkrieg losbrechen würde und ob man dann als Soldat oder als Zivilst stirbt, macht dann auch keinen Unterschied mehr.

- Enstrechend war die "Kampfmoral" in der Truppe, es wurden Witze gemacht, dass der beste Zeitpunkt eines Angriffes in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wäre, weil dann praktisch alle Soldaten zu Hause wären oder auf dem Weg dorthin bzw. von dort wieder zurück. Stau auf der Autobahn ins Stocken geraten würde.

- Ganz anders dagegen Moral, Ausrüstung und Ausblidung der NVA: Dort bereitet man sich ernsthaft auf den Tag X vor, an dem das Angriffssignal aus dem Kreml kommen würde (natürlich sagte man den Leuten, dass die Bundeswehr der aggressive Feind sei, der jederzeit angriffsbereit sei), entsprechend war die Ausbildung und es wurden Vorkehrungen getroffen:

- Man baute in Strausberg (Verteidingungsministerium) eine riesige begehbare Relieflandkarte vom Territorium des "Klassenfeindes" auf, die hohen Herren konnten mittels Bühne darüber schweben und hin- und herfahren,
- es gab umfangreiche Lager mit Bundeswehruniformen, Dienstgradabzeichen und staatlich gefälschten Truppenausweisen Zwecks Erleichterung subversiver Massnahmen in Feindesland, es gab Lager voll mit Lebensmittelkarten (Rationierung) für die Bewohner der Bundesrepublik Deutschland, es gab staatlich gefälschte Ausweise und noch vieles mehr, das darauf hindeutet, dass man dort auf Invasion sehr gut vorbereitet war.

- Der größte Unterschied war aber der Eid, den die Soldaten ablegen mussten, schwörten die Bundeswehrsoldaten auf das Land an sich (..... "die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen"), so leisteten die NVA-Soldaten den Eid auf die Partei .... sie waren der bewaffnete Arm der Parteigranden, weiter nichts.

Ich finde schon, dass das ganz wesentiche Unterschiede waren und hört doch bitte auf mit dem Gesülze von "wir hatten den gleichen Beruf, die gleiche Einstellung, bloß auf der andern Seite", das ist einfach nur verlogen und stimmt doch überhaupt nicht!

Zitat

Und ein Soldat ist kein Mörder
Doch, natürlich ist er das! Gemäß einem Urteil des obersten deutschen Gerichtes darf man jeden Bundeswerhsoldaten ungestraft einen "potentiellen Mörder" nennen und weiter behaupten, dass "alle Soldaten Mörder sind". Das ist die Wahrheit.

In diesem Sinne
viele Grüße

euer potentieller Mörder

Udo

HIND 24

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59

Dienstag, 20. April 2010, 21:53

Zitat

Original von Bram
Afghanistan ist doch was völlig anderes, dort müssen sich die Soldaten fragen was sie dort eigentlich machen und zuhause ist das Vertrauen in diese Mission längst schon dahin. Selbst die Amerikaner haben ihr strategischen Wünsche in dieser Region abgehakt.

Stimmt.


Aber das ist Politik und wurde hier schon diskutiert
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HIND 24

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60

Dienstag, 20. April 2010, 22:35

Zitat


Ja das ist auch für mich immer noch ein Wunder, dass damals die Machthaber in der DDR nicht haben schießen lassen ........... vorbereitet dafür war ja alles, die Befehle lagen vor, scharfe Munition war verteilt usw.
Udo/


hast Du noch alle Tassen im Schrank?
Warst Du damals 1989 dabei, leibhaftig. Ich schon.
Da war gar nix vorbereitet rein militärisch gesehen. Wer gibt Dir das Urteilsrecht zu behaupten, das in einer militärischen Einheit der NVA damals in 1989 irgendwelche Munition zusätzlich gebunkert wurde?
Das was Du da alles geschrieben hast, ist schon sehr Psycho.

Das hätten die Politoffiziere zu DDR-Zeiten mit Ihren Propagandreden so nicht hinbekommen wie Du jetzt.

Bleib der ewig gestrige. Tschüss Udo machs gut und stolper nicht über eine russische Tretmine irgendwo auf der Welt.


@ Mod@Admin: bitte abtrennen vom Threath. oder löschen. :nuts: :dumm: :dumm: :dumm: :dumm: :dumm: :dumm:

Leutnant der BW a.d. und in Ehren entlassen.
mfg von der Spree

Maik

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (20. April 2010, 22:47)