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helierni

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81

Mittwoch, 21. April 2010, 23:19

Zitat

Original von HIND 24

Zitat


- Der größte Unterschied war aber der Eid, den die Soldaten ablegen mussten, schwörten die Bundeswehrsoldaten auf das Land an sich (..... "die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen"), so leisteten die NVA-Soldaten den Eid auf die Partei .... sie waren der bewaffnete Arm der Parteigranden, weiter nichts.

Udo


Lieber Udo Gigahertz,

damit die junge lesende Gemeinde nicht denkt, das Du mit solcher Aussage dort oben Recht hast, hier mal der Fahneneid der DDR-Soldaten im Wortlaut:
Zitat:
"Ich schwöre
Der Deutschen Demokratischen Republik,
meinem Vaterland, allzeit treu zu dienen
und sie auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung
gegen jeden Feind zu schützen."



Ich muss zugeben dass ich den "Osteid" nicht kannte aber wenn ich dann die Aussage von Udo wieder lese dann bekomme ich wieder einen dicken Hals.

Das ist genau dieses Halbwissen das zur Bibel und einzigen Wahrheit erklärt wird das mich hier im Forum (eigentlich im ganzen Internet) ankotzt ³

:wall: :wall: :wall: :wall: ehrlich..... ätzend..³

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »helierni« (21. April 2010, 23:20)


82

Mittwoch, 21. April 2010, 23:57

Diese Loblieder auf die NVA hier sind langsam bissle Grenzwertig.

HIND 24

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83

Donnerstag, 22. April 2010, 01:13

loblieder sind das mitnichten.

Die Jugend heute weiss verdammt wenig über die Wende, über die DDR, über die NVA und sonstiges.

Die wissen noch nicht mal wo Afghanistan liegt in der Weltkarte.

Ich denke schon, das alle älteren hier aufgefordert sind, Wissen zu vermitteln.
mfg von der Spree

Maik

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MCPX, wird bald ausrangiert
DX-10T
http://heli-team-berlin.de/



In a world without walls, who needs windows and gates ?

HIND 24

RCLine User

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84

Donnerstag, 22. April 2010, 01:17

doppelwopper. sorrry.
mfg von der Spree

Maik

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (22. April 2010, 01:19)


helierni

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85

Donnerstag, 22. April 2010, 12:12

Zitat

Original von cyblord
Diese Loblieder auf die NVA hier sind langsam bissle Grenzwertig.


Wo siehst Du die denn?

Außerdem: wieso wäre das grenzwertiger als Schwärmerei für die BW oder die US-Army?

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

helierni

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86

Donnerstag, 22. April 2010, 12:13

Zitat

Original von HIND 24
loblieder sind das mitnichten.


Ich denke schon, das alle älteren hier aufgefordert sind, Wissen zu vermitteln.


Aber richtiges Wissen und nicht irgendeinen Stuss (siehe weiter oben von unserem alleswissenden Spezi ;) )

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

87

Donnerstag, 22. April 2010, 15:46

Zitat

Die Jugend heute weiss verdammt wenig über die Wende, über die DDR, über die NVA und sonstiges.
Die wissen noch nicht mal wo Afghanistan liegt in der Weltkarte.
Ich denke schon, das alle älteren hier aufgefordert sind, Wissen zu vermitteln.

Wohl war.
Manch einer kann sich schon nicht mehr daran erinnern welch Zäsur der Somalia-Einsatz für die BW
und Ihr Selbstverständnis bedeutete. Ich habe Zeit- und Berufssoldaten auf der Stelle verharren sehen
als diese zur Freiwilligen-Meldung aufgefordert worden sind.
Zu dem was Udo & Maik ausführen kann man wohl sagen, dass es ein Wahrheit mit vielen Nuancen
gibt. Wer ein wenig Futter braucht kann hier evtl. fündig werden:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13685964.html
Aber Achtung: Meinungsbildung ist nicht immer nur das, was ein Link von sich gibt.
Gruß Thosch

"Stell dir vor, du gehst in dich und keiner ist da!"

udo260452

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88

Donnerstag, 22. April 2010, 21:07

Zitat

Original von HIND 24

Zitat


- Der größte Unterschied war aber der Eid, den die Soldaten ablegen mussten, schwörten die Bundeswehrsoldaten auf das Land an sich (..... "die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen"), so leisteten die NVA-Soldaten den Eid auf die Partei .... sie waren der bewaffnete Arm der Parteigranden, weiter nichts.

Udo


Lieber Udo Gigahertz,
damit die junge lesende Gemeinde nicht denkt, das Du mit solcher Aussage dort oben Recht hast, hier mal der Fahneneid der DDR-Soldaten im Wortlaut:
Zitat:
"Ich schwöre
Der Deutschen Demokratischen Republik,
meinem Vaterland, allzeit treu zu dienen
und sie auf Befehl der Arbeiter-und-Bauern-Regierung
gegen jeden Feind zu schützen."

Das war nur der erste Absatz, alle weiteren kann man nachlesen unter Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Fahneneid_der_NVA

Da steht nix von Partei, nix von SED, da fehlt nur "sowahr mir Gott helfe", wie es bei der BW üblich ist.

mfg
maik
Lieber Hind und hochverehrter Besatzungskommandant (hieß das wirklich so? Könnte man ja auch anders verstehen),

vielen Dank für das Zitat eures Fahneneides, ich habe mal den entscheidenden Passus fett hervorgehoben. Da steht es doch klipp und klar: Nicht dem Land, der Nation, dem Parlament habt ihr Treue geschworen, sondern explizit eurer R E G I E R U N G ! Wer aber war eure Regierung? Nun, soweit ich weiß, bestimmte bei euch ausschließlich die Partei (und damit meine ich nur die SED!), wer die Regierung bilden durfte! Oder hattet ihr am Ende doch dort wirklich freie Wahlen? Habt ihr euch am Ende durch euer Wahlverhalten gar selber freiwillig in Knechtschaft und Unterdrückung begeben? Sollte ich die Geschichte falsch interpretiert haben?

Im Unterschied dazu leistet der Bundeswehrsoldat keinen Eid auf die Regierung, sondern gegenüber dem Land (der Bundesrepublik Deutschland ..........) von Befehl der Regierung befolgen steht bei uns nix.

Wenn du intellektuell nicht in der Lage sein solltest, diesen fundamentalen Unterschied zu erkennen, dann weiß ich auch nicht weiter, aber ich glaube das nicht, denn um so weit zu kommen, wie du es geschafft hast, muss man schon was auf dem Kasten haben, also kann dein Nichterkennen dieses Unterschiedes nur darin begründet sein, dass du das nicht wahrhaben willst, entweder unbewusst oder absichtlich.

Nein, es war schon so, dass ihr unter völlig anderen Gesichtspunkten den Sodatenberuf ausgeübt habt, als wir hier: Ihr wart eine reine Parteiarmee, nur der REGIERUNG (Partei) der DDR unterworfen und verpflichtet und nicht eurem Staat.

Zitat

So ein damaliges Verhalten meinerseits, freiwilliger Austritt aus der BW wegen beruflicher Perspektivlosigkeit, kann man doch nicht betitteln mit "Mäntelchen in den Wind halten". Ich habe meinen Kopf nicht in den Sand gesteckt und der vergangenen Zeit nachgeheult. Ich habe mein Schiksal in die eigenen Hände genommen. Ich war nur 2 Monate arbeitslos seit der Wende.

Dein Verhalten damals ist nur folgerichtig und logisch sowie moralisch nicht anfechtbar. Ich selbst hätte wahrscheinlich nicht anders gehandelt.

Wenn du meinen Artikel sorgfältig gelesen hättest, dann wäre dir aufgefallen, dass ich mit meinen Beispielen und meiner Kritik nicht dich gemeint hatte (wie könnte ich, ich kenn dich doch gar nicht), sondern ganz andere, mir persönlich bekannte Leute. Und deren Verhalten finde ich ehrlich gesagt moralisch sehr verwerflich, obwohl ich zur Ehrenrettung der Masse der ehemaligen NVA-Leute sagen muss, dass weitaus allermeisten von denen für sich selbst die richtigen Schlüsse und Konsequenzen gezogen haben und von sich aus gegangen sind, nachem sie, wie es sich für deutsche Offiziere gehört, ihre dienstlichen Angelegenheiten ordnungsgemäß geregetlt und übergeben hatten. Diesen ehemaligen NVA-Soldaten gebürt unser aller Dank für ihren Beitrag zur friedlichen und geordneten Wende, obwohl sie persönlich allesamt Nachteile davon hatten (Verlust eines als sicher angesehenen Arbeitsplatzes, Perspektivlosigkeit usw.)

@Mika

Zitat

Ich muss zugeben dass ich den "Osteid" nicht kannte aber wenn ich dann die Aussage von Udo wieder lese dann bekomme ich wieder einen dicken Hals.

Warum einen dicken Hals? Weil ich die Wahrheit schreibe? Wenn dir diese Fakten nicht passen, kann ich auch nichts dafür deswegen musst du doch nicht auf mich sauer sein, weil ich hier mal Klartext rede? Wie schnell doch früher allseits bekannte Fakten verdrängt werden und man beschimpft wird, wenn man diese wieder mal in Erinnerung ruft. Eigenartig. Warum ist das so?

Grüße
Udo

helierni

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89

Donnerstag, 22. April 2010, 22:55

Zitat

Original von udo260452

Warum einen dicken Hals? Weil ich die Wahrheit schreibe?


Das Problem ist, dass Du leider viel zu oft (ich sage nicht immer) nur Deine eigene Wahrheit gelten lässt.Egal zu welchem Thema.

Aber Du hast Recht, deswegen kann man einem Menschen nicht böse sein. Auch solche Menschen muss es geben.

ebenfalls Recht gebe ich jedoch ind em Punkt dass diese ganzen Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

90

Donnerstag, 22. April 2010, 23:11

Der Udo schreibt so viel, da habe ich gar keine Lust das alles zu lesen :(

Mal ne doofe Frage, wer soll den Sonst den Befehl zur Verteidigung geben als die Regierung.
Wer gitb den bei uns den Befehlt zur Verteidigung?
Vielleicht bin ich zu blöd oder zu naiv, aber ich finde da wird ein bisschen viel rein interpretiert. Schließlich gitbs den Verein schon länger nicht mehr.

Mal ne allgemeine Frage die sich mir heute Mittag aufgetan hat.
Die Afganistan Geschichte läuft ja offiziell als ne Polizeisache und die Jungs da unten sind nicht Militärrecht sondern Polizeirecht unterworfen (oder so ähnlich jedenfalls). Auf jeden Fall müssen die sich ja wohl für jeden Schuß rechtfertigen, ähnlich wie Polizeibeamte hier bei uns. Wenn die Soldaten dort jemand erschießen, dann ermittelt der Staatsanwalt, oder? Hat man ja bei der Tankerbombardierung gesehen. Aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage.

Wenn jemand in Afghanistan einen unserer Soldaten erschießt, wird dann gegen ihn in ermittelt?
Das mag zwar ein echt skurriler Gedanke sein, aber wenn man wieder die Analogie zur Polizei nimmt müsste das doch so sein....

MFG
Dany

Daniel wird beschleunigt von seiner ZZR1100

udo260452

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91

Freitag, 23. April 2010, 08:08

Zitat

Original von Dany_the_kid
Der Udo schreibt so viel, da habe ich gar keine Lust das alles zu lesen :(

MFG
Dany
Wenn dich mein Geschreibsel intellektuell überfordert, dann lies es doch gar nicht erst, dann aber dennoch Kommentare dazu abgeben ist höchst ...... seltsam.

Zitat

Mal ne doofe Frage, wer soll den Sonst den Befehl zur Verteidigung geben als die Regierung.
Wie man hier an deinem Statement deutlichst sehen kann, hast du über diese Dinge nicht den Hauch einer Ahnung, beleidigst mich hier aber so wie wie viele hier:

- Den Befehl zur Verteidigung gibt bei uns NICHT die Regierung, sondern unser PARLAMENT, das mit einer qualifizierten Mehrheit den Verteidigungsfall feststellen muss, erst dann übernimmt der Bundeskanzler (nicht der Verteidigungsminister) den formellen Oberbefehl über die Streitkräfte. Dennoch bleibt auch dann das Parlament letztlich der bestimmende Faktor, wenn das dann irgendwann die Beendigung des Verteidigungsfalles feststellen sollte, wird damit dem Bundeskanzler mit sofortiger Wirkung wieder der Oberbefehl entzogen. Eine Entmachtung des Parlaments ist in unserer Verfassung zu keinem Zeitpunkt vorgesehen.

- Das war eben in der DDR grundlegend anders, da hatte schon zu Friedenszeiten das Parlament nichts zu sagen und den Oberbefehl über die Streitkräfte hatte die Regierung, die -wie allgemein bekannt sein dürfte- mit der Parteispitze der SED völlig identisch war.

- Dieser Zustand manifestierte sich ja sogar in der Eidesformel, mit der die Soldaten nicht ihrem Staat die Treue schworen, sondern ihrer Regierung. Noch eingringlicher kann man doch diese fundamentalen Unterschiede nicht deutlich machen, aber einigen hier passt das wohl nicht, die wollen lieber die DDR als anderen deutschen Staat sehen, der im Grunde genau so aufgebaut war, wie unser Staat, nur eben "auf der anderen Seite", die ja auch ihre Vorzüge hatte, nicht wahr?

So beginnt eben Geschichtsklitterung: erst werden fundamentale Unterschiede negiert, verleugnet, nicht zur Kenntnis genommen, dann "war es doch alles gar nicht so schlimm" bishin zu "damals, in der DDR, da war vieles besser" und am Ende war dann das totalitäre DDR-System gar nicht mal so schlecht, aber das jetzige, unser System, das ist totaler Käse und gehört abgeschafft, nicht wahr?

Auch diese Mär fast aller ehemaliger NVA-Soldaten dass sie Soldaten waren, die die gleiche Berufsauffassung hatten, wie die Bundeswehrsoldaten, den gleichen Beruf ausgeübt hatten, nur eben "auf der anderen Seite" stimmt so nicht und dieses dumme Gelaber kann ich langsam nicht mehr hören, denn:

- Die NVA-Soldaten hatten im eigenen Volk wenig Ansehen, waren teilweise sogar richtig verhasst (mir ist ein ehemaliger DDR-Ausreisewilliger bekannt, der dort inhaftiert wurde nur weil er ausreisen wollte, der dann freigekauft wurde und nach hier gezogen ist, wenn sich dem ein ehemaliger NVA-Soldat offenbaren würde, würde der diesen sofort tätlich angreifen, mein Gott, was war der über diese Leute am fluchen!).
- Die NVA war dort ein Staat im Staate, die hatten ihre eigenen Regeln und machten sich (teilweise) ihre eigenen Gesetze, so hatten dort sämtliche Militärfahrzeuge im Strassenverkehr immer und überall Vorfahrt, Verkehrsregeln? Doch nicht für die NVA!
- Die NVA-Angehörigen genossen Privilegien, die dem einfachen Volk verwehrt blieben: So gab es in jeder Kaserne Läden, in denen sie z. B. Westklamotten (Jeans) kaufen konnten (zwar zu Wucherpreisen, aber immerhin brauchten sie keine Devisen sondern konnten mit ihren Alu-chips bezahlen).
- Es gab Vorteile für die Offiziere bei der Zuteilung von Wohnraum, teilweise gab es sogar Dienstwohnungen in unmittelbarer Nähe der Kasernen oder sogar innerhalb, so blieb man unter sich und konnte von der Stasi viel übersichtlicher überwacht werden.

Aber wir verlieren uns hier in Diskussionen über Vergangenes, das man zwar n icht vergessen sollte, aber auch nicht immer wieder hervorkramen muss, es sei denn, jemand betreibt schon wieder mal Geschichtsverfälschung, dann soll man nicht nur, dann muss man sogar enregisch widersprechen.

Zitat

Die Afganistan Geschichte läuft ja offiziell als ne Polizeisache und die Jungs da unten sind nicht Militärrecht sondern Polizeirecht unterworfen (oder so ähnlich jedenfalls). Auf jeden Fall müssen die sich ja wohl für jeden Schuß rechtfertigen, ähnlich wie Polizeibeamte hier bei uns.]
Nein, Bundeskanzlerin Merkel hat gestern vor dem Parlament davon gesprochen, dass es in Afghanistan "bewaffnete Auseinandersetzungen" gibt. Zum Verständnis: Diese Phrase wird heutzutage benutz, um das Wort "Krieg" anders auszudrücken, sie hat also gesagt, dass es in Afghanistan Krieg gibt und da die Bundeswehr dort vor Ort ist, befindet sie sich dort also im Krieg. Punkt. Basta. Ende des Herumgeieres, die Bundeswehr befindet sich im Krieg, wenn auch nur in Afghanistan.

Zitat

Auf jeden Fall müssen die sich ja wohl für jeden Schuß rechtfertigen, ähnlich wie Polizeibeamte hier bei uns. Wenn die Soldaten dort jemand erschießen, dann ermittelt der Staatsanwalt, oder?
In der Vergangenheit, als man in Berlin noch nicht offiziell von Krieg gesprochen hatte, war das so, ja, da hat immer auch der Staatsanwalt ermittelt, ob das jetzt anders wird, weiß ich nicht, sollte aber so sein.

Zitat

Wenn jemand in Afghanistan einen unserer Soldaten erschießt, wird dann gegen ihn in ermittelt?
Selbstverständlich wird ermittelt, jedenfalls in der Vergangenheit war das so, ob das jetzt, nachdem offiziell von Krieg die Rede ist, anders ist, weiß ich nicht. Es dürfte aber klar sein, dass solcherart Ermittlungen deutscher Staatsanwälte nicht viel bringen, da man, selbst wenn man die Schuldigen ausfindig gemacht haben sollte, diese nicht festsetzen kann, wenn sie nicht den Fehler machen und irgendwann mal in die Bundesrepublik einreisen sollten.

Grüße
Udo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »udo260452« (23. April 2010, 08:11)


92

Freitag, 23. April 2010, 08:30

Zitat

Original von udo260452
ich habe mal den entscheidenden Passus fett hervorgehoben. Da steht es doch klipp und klar: Nicht dem Land, der Nation, dem Parlament habt ihr Treue geschworen, sondern explizit eurer R E G I E R U N G ! Wer aber war eure Regierung? Nun, soweit ich weiß, bestimmte bei euch ausschließlich die Partei (und damit meine ich nur die SED!), wer die Regierung bilden durfte!


dieser Passus ist mir auch gleich ins Auge gesprungen und ich habe zuerst so gedacht wie du, allerdings habe ich diese Schlussfolgerung sofort verworfen. Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Soldat der NVA bewusst auf die Partei geschworen hat und grundsätzlich linientreu war.


Bram
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Darkwing

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93

Freitag, 23. April 2010, 08:56

Ich erkenne in dem Satz aber auch eindeutig das Wort "Vaterland"
Der Rest ist Wortklauberei. Udo Du kannst ja bald Deinen US-Waffenbrüdern verklickern wie undemokratisch sie sind wo doch der Präsident ihr oberster Befehlshaber ist.
In meinem Umfeld gibt es nicht einen der die NVA Soldaten gehasst hat.

Udo
Mir kommt bei manchem Deiner Posts unweigerlich das hier in den Sinn.


:w Carl-Heinz

94

Freitag, 23. April 2010, 09:37

Man muss vergessen und neu anfangen.
Immer im gestrigen rumstochern macht depressiv (und rechthaberisch).

Die Vergangenheit kann man nicht ändern aber die Zukunft kann man gestalten.

udo260452

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95

Freitag, 23. April 2010, 10:22

Zitat

Original von Bram

Zitat

Original von udo260452
ich habe mal den entscheidenden Passus fett hervorgehoben. Da steht es doch klipp und klar: Nicht dem Land, der Nation, dem Parlament habt ihr Treue geschworen, sondern explizit eurer R E G I E R U N G ! Wer aber war eure Regierung? Nun, soweit ich weiß, bestimmte bei euch ausschließlich die Partei (und damit meine ich nur die SED!), wer die Regierung bilden durfte!


dieser Passus ist mir auch gleich ins Auge gesprungen und ich habe zuerst so gedacht wie du, allerdings habe ich diese Schlussfolgerung sofort verworfen. Ich kann mir nicht vorstellen dass ein Soldat der NVA bewusst auf die Partei geschworen hat und grundsätzlich linientreu war.


Bram
Doch, natürlich war es so. Wer dort freiwillig Soldat wurde, war sich bewusst, dass er für ganz bestimmte Leute, für einen ganz bestimmten Zweck dort diente. Sind denn schon jetzt alle Parolen von damals vergessen? Die ständige Indoktrination mit so komischen Sprüchen wie "Wo das Volk die Macht ausübt, ist der Frieden in guten Händen" oder so ähnlich, hätte man z. B. vor der Wende den Herrn Hind privat gesprochen, so hätte er erstens:

- von diesem außergewöhnlichen Vorfall sofort seinen entsprechenden Leuten (Polit-Offizier der Kompanie, das sogenannte "rote Väterchen") Bericht erstatten müssen,

- hätten seine Aussagen ganz anders geklungen, so nach dem Motto: "Ihr seid die kapitalistischen Aggressoren, wir müssen uns dagegen wappnen aber am Ende werden wir siegen, denn wir haben die bessere Ideologie, bei euch herrscht Unterdrückung durch die Kapitalisten, bei uns herrscht das Proletariat, wir sind die besseren und im Zusammenwirken Seite an Seite mit unseren sowjetischen Waffenbrüdern ........ bla, bla, bla........ so wären seine Ausführungen stundelang
weitergegangen, denn darin wurden alle Offiziere geschult. Ob er selbst zu dem Zeitpunkt daran geglaubt hat, weiß ich nicht, aber das war die offizielle Sichtweise, die von jedem NVA-Offizier vertreten werden musste, ansonsten gab es für ihn immense Probleme.

- Die weitaus allermeisten Offiziere wurden lange vor ihrem Eintritt in die NVA auf Linientreue geprüft und dann immer wieder darauf eingeschworen, inwieweit der Einzelne jetzt selbst davon überzeugt war, kann ich nicht sagen, es gab da wohl sowohl solche als auch andere, aber alle hielten sich peinlichst genau an die offizielle Denkweise, selbst im privaten Bereich und erst recht unter Freunden, denn man wusste ja nie, wer von seinen Freunden mit der Stasi zusammenarbeit oder plötzlich zum anomymen Zuträger der Stasi werden würde ..........

Sind denn nach nur so kurzer Zeit wirklich all diese Umstände bereits in Vergessenheit geraten? Kann das sein?

@nikolaus10:

Zitat

Man muss vergessen und neu anfangen.
Energischster Widerspruch! NEIN! Eben nicht! Vergessen darf man nicht, auf keinen Fall. Sonst besteht doch die Gefahr, dass sich die Geschichte eines Tages wiederholt. Und wie es aussieht, sind wir ja auf diesem Wege, wie das immer stärkere Abschneiden der SED (jetzt umbenannt in die Linken) auch hierzulande bei uns ja eindrucksvoll beweist!

Vergessen niemals! Aber man sollte ihre unrühmliche Vergangenheit diesen Leuten nicht immer wieder vorwerfen, das ist schon richtig. Jedoch, wenn die selber damit anfangen und sich hier absolut falsch darstellen, dann sollten wir dem Einhalt gebieten und diese falsche Darsatellung zurechtrücken (so lange das noch möglich ist und man nicht dafür ins Gefängnis muss)

Also richtig ist: NVA-Offiziere waren nun mal der bewaffnete Arm der SED (steht so ja auch in deren Eidesformel) und mussten ihre Linientreue immer wieder beweisen.

Wer heute was anderes behauptet, der lügt ganz einfach.

Es mag dennoch NVA-Soldaten gegeben haben, die nur formell Parteimitglieder waren, die nur zum Schein mitgemacht haben, dann haben diese Leute aber damals ihren Arbeitgeber betrogen.

Die anderen, die damals linientreu waren und heute in Bundeswehruniformen herumlaufen, die betrügen ihren jetzigen Arbeitgeber, diese beiden Möglichkeiten gibt es doch nur: entweder haben die damals betrogen oder heute, man kann nicht gleichzeitig überzeugter Kommunist und Kapitalist sein.

Grüße
Udo

udo260452

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96

Freitag, 23. April 2010, 10:26

Zitat

Original von Darkwing
Udo Du kannst ja bald Deinen US-Waffenbrüdern verklickern wie undemokratisch sie sind wo doch der Präsident ihr oberster Befehlshaber ist.
Das tue ich bereits laufend, denn meiner Meinung nach ist das System der USA keineswegs ein rein demokratisches. Aber aus anderen Gründen als deren Eidesformel.

Grüße
Udo

Darkwing

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97

Freitag, 23. April 2010, 11:22

Wie war das gleich noch mal in den Anfängen der Bundeswehr... welchen Eid hatten die Leute auch in den hohen Positionen vorher mal geleistet?
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen.... Wortklauberei und Tatsachenverdrehung eines Aussenstehenden der nicht einen Tag in dem System gelebt hat. Klingt in etwa so wie ein Verweigerer der den ganzen Tag Hetzkolumnen schreibt über die Ausbildung zum potentiellen Mörder in der Bundeswehr.
Im übrigen kann man gleichzeitig Kommunist, Sozialist, Kapitalist, Hinduist,Islamist UND gleichzeitig deutscher sein.

Ganz ehrlich, ich wüsste nicht ob ich jemanden mit diesen Ansichten unter Einsatzbedingungen an meiner Seite haben wollte. Ich hätte ganz einfach Zweifel daran meine Rübe im Ernstfall sauber gedeckt zu wissen. Kann ja sein der Einsatz des eigenen Lebens lohnt für den nicht missionierten Kameraden nicht.


:w Carl-Heinz

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darkwing« (23. April 2010, 11:23)


98

Freitag, 23. April 2010, 11:40

Zitat

Mal ne doofe Frage, wer soll den Sonst den Befehl zur Verteidigung geben als die Regierung.
Wie man hier an deinem Statement deutlichst sehen kann, hast du über diese Dinge nicht den Hauch einer Ahnung, beleidigst mich hier aber so wie wie viele hier:[/quote]

Auch wenn ich 10 Monat meinen Grundwehrdienst abgeleistet habe, muss ich zu geben das ich nicht weiß, bzw. auf Anhieb wusste wer bei uns jetzt den Verteidigungsbefehl ausgibt. Ist mir letztendliches auch schnuppe.

Und wenn du mein Kommentar, das du so viel schreibst und ich das im Moment nicht komplett lesen will als Beleidigung auffasst, dann kann ich dir da auch nicht mehr helfen :dumm:

Zurück zur meiner usprünglichen Frage. Gilt da für unsere Jungs jetzt das Kriegsrecht oder haben wir da wieder eine Sonder-Spezial-Regelung.

MFG
Dany

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helierni

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99

Freitag, 23. April 2010, 12:16

Zitat

Original von nikolaus10
Man muss vergessen und neu anfangen.
Immer im gestrigen rumstochern macht depressiv (und rechthaberisch).

Die Vergangenheit kann man nicht ändern aber die Zukunft kann man gestalten.


In diesem Fall stimme ich mit Udo 100%tig überein. EINSPRUCH

Und Deinen letzten satz ändern: Man muss die Vergangenheit begreifen und die Gegenwart zu verstehen und beeinflussen zu können.

Das fängt schon im kleine/privaten an. wenn ich in meiner 2 ehe den gleichen egoistischen Murks gemacht hätte wie in meiner ersten wärs wieder in die Hose gegangen - das geht aber nur wenn man sich die fehler der Vergangenheit immer mal wieder vor Augen führt, ist einfach so.

Die Zeit heilt sicherlich Wunden, aber es bleiben IMMER Narben zurück und mit denen wird man an die Vergangenheit erinnert.

wie gesagt, das ist im kleine/privaten...und im großen gilt das selbstverständlich ebenfalls.

Sonst hätten gerade in Zeiten wie diesen die braunen rattenfänger noch mehr Zulauf als ohnehin schon, denn gerade in diesem Bereich sterben die Zeitzeugen langsam aber sicher aus und deren Geschichte MUSS zumindest in einem gewissenUmfang in den Köpfen bleiben, auch wenns nicht jedem gefällt.

Und das gilt für die Stasi ebenso.

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

100

Freitag, 23. April 2010, 12:18

Zitat

Auch wenn ich 10 Monat meinen Grundwehrdienst abgeleistet habe, muss ich zu geben das ich nicht weiß, bzw. auf Anhieb wusste wer bei uns jetzt den Verteidigungsbefehl ausgibt. Ist mir letztendliches auch schnuppe.

Du darfst wählen gehen?

Zitat

dann kann ich dir da auch nicht mehr helfen

Wenn du es nicht lesen willst, kann dir auch keiner mehr helfen.
Lesen <-> mitreden
Nicht Lesen <-> ...
Gruß Thosch

"Stell dir vor, du gehst in dich und keiner ist da!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thosch89« (23. April 2010, 12:20)