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121

Montag, 26. April 2010, 00:50

Zitat

Original von udo260452
Womit wir wieder bei Afghanistan wären, denn die Motivationen und Zielsetzungen sind dort nicht die gleichen. Während die Bundeswehr dort überhaupt nur deshalb ist, weil wir auch mal unseren Beitrag mit bewaffneten Kräften bei UN-Missionen leisten wollten/mussten, um nicht vollends international den Ruf zu verlieren, sind die amerikaner dort nur wegen der Jagd nach Osama bin Laden, sonst wären sie gar nicht dort.


Ohohoh Udo, ich dachte du kennst dich als BW-Soldat zumindest in der Bündnispolitik von Deutschland aus und für welches Bündnis du in Afghanistan agieren würdest. Das ist nämlich ganz klar die NATO. Die UN-Truppen haben eine Schlagkraft von einer Streichholzschachtel im Gegensatz zu dem, was die NATO aus dem Ärmel zaubern kann. Was hier gegen die SED/PDS/Linken (in diesem Zusammenhang) geschrieben wird halte ich zumindest zum Teil auch für haarsträubend und kann wohl nur aus der CDU Ecke kommen. Politisch stimme ich zwar nicht mit denen überein, aber ich wollte es einfach mal sagen.

Für mich ist es interessant zu lesen, wie die Leute sowohl im Osten, als auch im Westen ihre Feindbilder bis heute nicht ganz aus dem Kopf bekommen haben, sei es die NVA (über die im Schulunterricht, zumindest bei mir, kaum ein Wort gefallen ist, dort war immer die Stasi "Schuld") oder die BW.

In einem muss ich Udo aber Recht geben. Und zwar in der Auffassung des Fahneneides. Man hat auch auf die Partei geschworen. Die Parlamentsarmee der Deutschen ist ja schön und gut. Aber meistens hat die Bundesregierung ehh die Mehrheit zumindest im Bundestag. In wieweit der Bundesrat da noch zustimmen muss oder eine 2/3 Mehrheit benötigt wird, weiß ich im Detail jetzt allerdings nicht. (Vermutlich wird zumindest eins von beidem der Fall sein!)

Die Bundeswehr in Afghanistan kann auf keinen Fall jetzt einfach abgezogen werden. Nach dem Bild, welches hier gemalt wurde, schreitet die Ausbildungsarbeit ja gut vorran. Zu den getöteten afghanischen Soldaten: Es ist tragisch, wenn so etwas passiert, aber nach meiner Informationslage haben sie nicht das verabredete Zeichen am Kontrollposten gegeben und sind wohl trotz Befehls zum Anhalten weiter gefahren. Wer in einer solchen Krisenregion würde dann nicht vermuten, dass der nicht unbedingt freundlich gesonnen ist? Der afghanische Präsident hat uns übrigens explizit um Hilfe gebeten, sonst wären wir nicht dort. Auch wenn der sehr amerikanisch ist.

mfg
Lasse

Edit: Ein Krieg kann (nach der Definition, die ich gelernt habe) nur zwischen zwei Staaten geführt werden. Da sich das alles innerhalb eines Landes abspielt, nennt man das bewaffneter Konflikt. Die Auswirkungen sind die selben, das Wort klingt allerdings ein wenig schöngeredet!
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http://www.lasse-behrens.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lasse« (26. April 2010, 00:51)


udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

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122

Montag, 26. April 2010, 08:12

Zitat

Original von Lasse

Zitat

Original von udo260452
Womit wir wieder bei Afghanistan wären, denn die Motivationen und Zielsetzungen sind dort nicht die gleichen. Während die Bundeswehr dort überhaupt nur deshalb ist, weil wir auch mal unseren Beitrag mit bewaffneten Kräften bei UN-Missionen leisten wollten/mussten, um nicht vollends international den Ruf zu verlieren, sind die amerikaner dort nur wegen der Jagd nach Osama bin Laden, sonst wären sie gar nicht dort.


Ohohoh Udo, ich dachte du kennst dich als BW-Soldat zumindest in der Bündnispolitik von Deutschland aus und für welches Bündnis du in Afghanistan agieren würdest. Das ist nämlich ganz klar die NATO. Die UN-Truppen haben eine Schlagkraft von einer Streichholzschachtel im Gegensatz zu dem, was die NATO aus dem Ärmel zaubern kann. mfg
Lasse

Das ist mir schon klar, dass dort keine UN-Truppen zum Einsatz kommen, sondern dass die NATO dort im AUFTRAG der UN tätig ist. Insofern war mein Wort von einer "UN-Mission" falsch, denn dieser Begriff UN-Mission ist bereits anders belegt. Ich wollte dami lediglich zum Ausdruck bringen, dass die Aktion in Afghanistan eine von der in den UN versammelten Völkergemeinschaft genehmigte/unterstützte/veranlasste Mission ist, also völkerrechtlich abgesegnet wurde, ganz im Gegensatz zu der amerikanisch/britisch/spanischen/polnischen Aktion im Irak, die wurde nämlich bekanntlich NICHT von der UN abgesegnet, weil die Franzosen trotz Drängens der Amerikaner diesem amerikanischen Antrag damals nicht zugestimmt hatten (seitdem sind die Amis ziemlich sauer auf die Franzosen, auch heute noch!)

Zitat

Für mich ist es interessant zu lesen, wie die Leute sowohl im Osten, als auch im Westen ihre Feindbilder bis heute nicht ganz aus dem Kopf bekommen haben, sei es die NVA (über die im Schulunterricht, zumindest bei mir, kaum ein Wort gefallen ist, dort war immer die Stasi "Schuld") oder die BW.
Nach meinen Beobachtungen werden die "Feindbilder" aber doch langsam abgebaut und in nochmal zwanzig Jahren wird man nicht mehr von den "neuen Bundesländern" sprechen, dann wäre dieser Begriff die 16.000.--€-Frage bei Günter Jauch ("Wer oder was wurde mit dem Begriff Neue Bundesländer tituliert, waren es A ....")

Dennoch und gerade wegen dem drohenden Vergessen darf man aber nicht die historische Wahrheit leugnen oder, was noch schlimmer ist, sich so zurechtbiegen, dass man selbst persönlich da in einem viel besseren Licht dasteht, als einem eigentlich zusteht.

Wer also zu DDR-Zeiten Offizier in der NVA war, der war einer von denen, die die offizielle Parteilinie mit allem, was dazugehört, aktiv unterstützt hatten, die mit ihrem Dienst an der Waffe Garanten für die Erhaltung des damaligen Status Quo waren, wer heute etwas anderes behauptet, der lügt ganz einfach, denn ich kann nicht glauben, dass alle diese ehemaligen Offiziere der NVA ihren damaligen Arbeitgeber von vorne bis hinten angelogen haben, dass sie dermassen begnadete Schauspieler waren, dass sie ihre Scharade Tag und Nacht, vor Bekannten und Freunden und ihren Ehepartnern aufrecht erhalten konnten, das kann kein Mensch, also ist davon auszugehen, dass sie wirklich 180prozentig überzeugte und in der Wolle gefärbte Kommunisten waren, sonst wären sie bei einer der zahlreichen Gesinnungsprüfungsgelegenheiten aufgefallen und hätten die entsprechenden Konsequenzen zu tragen gehabt.

Ein wenig Ehrlichkeit wäre hier sehr viel angebrachter als das sinnlose Lügen und Leugnen, denn es kann ja durchaus sein, dass sie damals -Mangels Vergleichsmöglichkeiten- tatsächlich von der Sache des Kommunismus überzeugt gewesen waren, dass sie die Nachteile nicht gesehen haben oder einfach ausgeblendet haben und dass sie nach der Wende eine grundsätzlich andere Einstellung aufgrund neuerer Vergleichsmöglichkeiten bekommen haben, dass ihnen sozusagen die Augen geöffnet wurden. Jetzt aber so zu tun, als wären sie lediglich "Bundeswehrsoldaten auf der anderen Seite" gewesen, ist einfach unwahr, lächerlich und ein ganz nund gar untauglicher Versuch einer Vertuschungs- und Verniedlichungsaktion.

Wäre es denn wirklich so schlimm, mal öffentlich die Wahrheit zuzugeben?

- "Ja ich war damals überzeugter Kommunist und mit Leib und Seele dabei. Ja, ich war stolz darauf, dass meine Parteiführung in mich soviel Vertrauen setzte, dass sie mich zum Kommandanten eines Mi 24-Kampfhubschraubers ausbilden ließ. Ja, mein damaliges Feindbild war die NATO und vor allem der kapitalistische Klassenfeind Nummer 1, der Bundeswehrsoldat, den ich damals natürlich nicht als "Kollegen auf der anderen Seite" angesehen hatte, sondern lediglich als "Söldner des Kapitalismus", als den Kämpfer gegen unsere Ordnung, als jemand, der es darauf abgesehen hat, uns anzugreifen und die Errungenschaften des 20.Parteitages wieder rückgängig zu machen"..........

Ein solches ehrliches Geständnis ist wohl zuviel verlangt, da wird lieber gesagt, dass die Eidesformeln die gleichen gewesen wären, na ja.

Zitat

Man hat auch auf die Partei geschworen.

Nein, man hat nur auf die Partei geschworen. Lässt man mal das ganze Drumherum, das ganze Gesülze von "Vaterland" usw. weg, dann bleibt als Kernsatz der DDR-Eidesformel lediglich, dass sie schworen, den Befehlen der Regierung zu gehorchen, alles andere ist nur Beiwerk. Da dort bekanntermassen die Regierung immer 100%ig mit der Parteispitze identisch war ............ Tut mir ja Leid, aber was wahr ist, muss auch wahr bleiben. Wir kommen doch hier mit Verdrängen, Beschönigen und Drumherumreden nicht weiter, warum soll man denn nicht die Dinge beim Namen nennen?

Zitat

Die Parlamentsarmee der Deutschen ist ja schön und gut. Aber meistens hat die Bundesregierung ehh die Mehrheit zumindest im Bundestag.
Und?
Das ist doch nicht wichtig, ob die Regierung die Mehrheit hat oder nicht, wichtig ist, dass bei uns letztlich das Parlament, nicht die Regierung, das letzte Wort hat, wenn und ob und inwieweit es zum Krieg kommt, ob die Regierung Truppen nach Afghanistan entsendet oder nicht und wenn ja, wieviel und was die dort machen sollen. Darüber muss jedesmal das Parlament abstimmen, also die gewählten Volksverteter. Dann gibt es ein Mandat für diesen Einsatz für eine vorher genau festgelegte Zeitspanne.

Es sit schon ein Unterschied, ob eine Regierung einfach so solche Einsätze beschließen kann oder ob man dazu vorher das Parlament befragen muss.

Siehe dazu das Negativbeispiel USA: Dort hat der Präsident die unumschränkte Macht, der kann jederzeit einfach so den Atomkrieg auslösen oder irgendein Land überfallen, dazu braucht der nicht die Zustimmung des Kongresses oder des Senats oer wie dort die beiden Kammern heißen, er wird sich natürlich im Nachhinein verantworten müssen, spätestens dann, wenn er zusätzliches Geld braucht, um seinen Krieg dort weiterzuführen aber dann stehen seine Soldaten schon in dem Land! Nicht umsonst bezeichnet man ganz allgemein den amerikanischen Präsidenten als den mächtigsten Mann der Welt, weil er die Mittel hat, die Welt jederzeit auf Knopfdruck zu zerstören. Da kann ihn niemand dran hindern, wenn er das wollte! (Und die Amerikaner selber lieben diese Vorstellung, die finden das richtig geil!)

Zitat

Nach dem Bild, welches hier gemalt wurde, schreitet die Ausbildungsarbeit ja gut vorran.
Nun ja, nun ja, also so würde ich das nicht sehen. Da kaum ein Bundeswehr- oder Polizeilehrer einer der dort gesprochenen Sprachen mächtig ist, sind die auf Dolmetscher angewiesen, meistens Einheimische, die ein wenig Englisch können. Ich bin mir ganz sicher, dass da jedes zweite Wort fehlerhaft übersetzt wird und niemand kontrolliert das, wie denn auch? Dass es diesbezüglich an allem hapert, zeigen ja die "Reibungsverluste", die immer wieder auftreten, die Afghanen haben das einfach nicht verstanden, was die Deutschen ihnen beibringen, dass auch sie anhalten müssen, wenn sie dazu aufgefordert werden.

Grüße
Udo

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »udo260452« (26. April 2010, 08:13)


123

Montag, 26. April 2010, 14:02

Feindbilder sind ja nichts schlechtes per se. Dass die DDR ein Unrechtsstaat war gibt ja sogar die Linke inzwischen Zähneknirschend zu. Und das darf man dann doch auch ruhig mal sagen oder nicht? Und die NVA war, wie Udo richtig sagt, eben der militärische Arm dieser Unrechtsregierung. Ich finde diese als Feindbild zu sehen entspricht ganz einfach der Realität und ist gerechtfertigt. Ich hasse die ewige Gleichmacherei, dieses relativieren wo es nur geht. Die Ostalgie und Sprüche wie "dort war auch nicht alles schlecht". Nirgendwo ist alles schlecht. NIE. Das heißt überhaupt nichts.

Und man kann überhaupt nicht schlecht genug von den Linken sprechen, diese sind die offizielle Nachfolgerpartei der SED. Ihre Vergangenheitsbewältigung können die sich sonst wo hinschieben. Würdet ihr so auch über eine nachfolgerpartei der NSDAP reden? (Nein die NPD ist das nicht). Würdest ihr die auch so in Schutz nehmen, wenn dort Alt-Nazis stehen und betäuern "wie haben unsere Vergangenheit bewältigt"?

Es gibt keine "Ähnlichkeit" der BRD mit der DDR, es gibt einen Himmelweiten Unterschied zwischen Parlamentsarmee und Regierungsarmee, zwischen Diktatur und Demokratie (das man das überhaupt sagen muss), zwischen Unterdrückung und Freiheit. Erschreckend dass den so viele Anscheinend nicht sehen. Da nimmt man lieber die USA als Feindbild (die uns noch nie, aber nie etwas getan hat, im GEGENTEIL), aber die DDR war ja nicht so schlimm. :wall: Man stellt sich moralisch über die USA, und Gleichzeitig kriecht man unter den Deckmantel der Freiheit, welche diese USA uns gebracht hat und während des kalten Krieges garantiert hat und es noch weiter tut. Ich rege mich selber oft genug über die Amis auf, aber irgendwo gibt es Realitäten die man auch mal sehen muss.

Dieses ewige Verharmlosen und Vergessen führt zu einer Wiederholung der Geschichte, immer und immer wieder.

gruß cyblord

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (26. April 2010, 14:05)


helierni

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124

Montag, 26. April 2010, 14:28

Zitat

Original von cyblord

Und man kann überhaupt nicht schlecht genug von den Linken sprechen, diese sind die offizielle Nachfolgerpartei der SED.


Das stimmt einfach so nicht. Die Linken sind ein Zusammenschluß aus dem WASG und der PDS. Die PDS, also quasi der Ostteil der Linken ist in Teilen eine Nachfolgepartei der SED, aber auch nur in Teilen, denn von den SEDlern sind bei weitem nicht mehr alle dabei, das erledigt sich schon aus biologischen Gründen.

Und von den Wessis kann keiner in der SED gewesen sein sondern im Westen sinds ganz einfach die Leute die sich von der früheren Volkspartei SPD nicht mehr genug vertreten fühlen.

Du selbst sprichts davon dass Du diese "ewige Gleichmacherei" hasst - und ziehst sie dennoch selbst durch. Tja, was soll man dazu sagen.....

Gruß Erich
(seit 4 Jahren Mitglied bei den Linken in Kiel)
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

125

Montag, 26. April 2010, 14:36

Zitat

Original von helierni
Die PDS, also quasi der Ostteil der Linken ist in Teilen eine Nachfolgepartei der SED, aber auch nur in Teilen, denn von den SEDlern sind bei weitem nicht mehr alle dabei, das erledigt sich schon aus biologischen Gründen.


Und das macht es jetzt irgendwie besser? Natürlich besteht die nicht 100% aus ex SEDlern, das ist mir auch klar. Das Problem ist, dass dort ihre Vergangenheit ist und das reicht. Wie gesagt, Frage dich selber, würdest du eine Nachfolgerpartei der NSDAP für demokratisch ok halten, weil es sind ja nur Teile davon ex Nazis und nicht alle.... Es geht um die Wurzeln der Partei und deren Gesinnung. Nicht um einzelen Personen darin.

Wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst im gleichen Verein mit solchen Gestalten zu sein, die, als sie Gelegenheit hatten, das Volk mit Füssen getreten und drauf gespuckt haben, ihre Macht missbraucht haben und eine Diktatur aufgebaut haben. Frage mich wie du das machst!?

gruß cyblord

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (26. April 2010, 14:44)


126

Montag, 26. April 2010, 15:45

Viel schlimmer finde ich es das die SED/PDS/Linke auf die eigenen Leute hat schiessen lassen.
Das ist menschenverachtend.
Trotzdem muessen wir die Vergangenheit auf sich beruhen lassen.
Wir koennen sie nicht aendern und "Geschichte" wiederholt sich , obwohl andere das behaupten, sowieso nie.

" Die Geschichte lehrt uns das die Geschichte uns nichts lehrt "

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Darkwing

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127

Montag, 26. April 2010, 16:01

Auch wenn die letzten Posts nicht mehr wirklich viel mit Afghanistan zu tun haben, bleibt doch festzustellen.....
Wir bekommen es im eigenen Land doch teilweise nicht gebacken.

Stelle man sich vor, ein Teil der deutschen Bevölkerung versucht einem anderen Teil einzubleuen wie gut es doch war, dass man es vor dem diktaturischen Regime rettete und heim ins Rei... äh bessere Deutschland holte.
Es wird mehr oder weniger verlangt, sein bisheriges Leben zu versinnlosen und wer das nicht macht war einfach Teil des Regimes. Da wird schwarz/weiß denken vom feinsten angebracht. Ihr= schlecht und Verlierer und Wir = gut und Gewinner.
Cyblord.... wieviele Jahre hast Du gleich unter dem System gelitten, dass Du seine Strukturen so genau kennst?

Anders läuft es in Afghanistan auch nicht ab. Wir kommen euch befreien, Wir bringen euch die Zivilisation, bisher hattet Ihr doch nur Armut und Unterdrückung, so preiset den Befreier.
Das nennt man nicht Hilfe und Unterstützung leisten sondern missionieren.


:w Carl-Heinz

128

Montag, 26. April 2010, 16:08

Zitat

Original von Darkwing
Stelle man sich vor, ein Teil der deutschen Bevölkerung versucht einem anderen Teil einzubleuen wie gut es doch war, dass man es vor dem diktaturischen Regime rettete und heim ins Rei... äh bessere Deutschland holte.
Es wird mehr oder weniger verlangt, sein bisheriges Leben zu versinnlosen und wer das nicht macht war einfach Teil des Regimes. Da wird schwarz/weiß denken vom feinsten angebracht. Ihr= schlecht und Verlierer und Wir = gut und Gewinner.
Cyblord.... wieviele Jahre hast Du gleich unter dem System gelitten, dass Du seine Strukturen so genau kennst?


Genau das mein ich, wie kannst du denn so von Wiedervereinigung reden? ICH dachte immer die Leute werden dort drüben praktisch gefangen gehalten. Kann natürlich sein dass ich mich täusche und es war das Arbeiter und Bauern Paradies.
Ich muss nicht darunter gelitten haben um zu Wissen was eine Diktatur ist. Und die ganzen Leute die ihr Leben riskiert haben um rüberzumachen waren wohl auch nicht so begeistert denk ich mal. Was willst du uns denn damit jetzt sagen? Die DDR war doch nicht so schlimm oder wie? Die BRD wollte die DDR Bürger missionieren und hat ihnen nur eingeredet wie schlimm die DDR ist? Wenn du meinst die Geschichtsbücher müssten umgeschrieben werden dann sags doch. Ich werde dich dann auslachen aber was solls.

Bist du echt der Meinung die BRD ist nicht das bessere Deutschland gewesen? In der DDR hat es sich besser gelebt? Ich denke mal für einige "Gruppen" gilt das schon.... Gehörst du dazu?

In diesem Fall ist es einfach Schwarz-Weiß. Hier Freiheit, drüben Diktatur. So einfach ist das Leben manchmal. Mit Gewinnern und Verlierern hat das nichts zu tun.

gruß cyblord

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (26. April 2010, 16:15)


HIND 24

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Beruf: Angestellter

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129

Montag, 26. April 2010, 16:30

Noch ein OT an:

Seit der Wende habe ich viel neues erfahren, aber auch viel verloren.
Etwas habe ich aber nicht verloren und das ist Anstand.
Und in diesem Sinne:

Udo Gigaherz, herzlichen Glückwunsch zum 58. Geburtstag. Familiäres Glück und vor allem Gesundheit.

Hals und Beinbruch weiterhin.
(nicht missverstehen, so verabschiedete man sich unter Piloten)

OT aus.
mfg von der Spree

Maik

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In a world without walls, who needs windows and gates ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (26. April 2010, 17:36)


helierni

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  • »helierni« wurde gesperrt

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130

Montag, 26. April 2010, 16:37

Zitat

Original von nikolaus10
Viel schlimmer finde ich es das die SED/PDS/Linke auf die eigenen Leute hat schiessen lassen.


Gehts noch? was hat die Linke damit zu tun.

Einige kriegens nicht auf die Reihe. Von den Schießbefehlgebern ist keiner mehr dabei......

@ cyblord ich mache das einfach in dem ich eben nicht alles gleichschalze und defferenzieren kann.

Wenns danach geht kann man eigentlich die CDU auch nicht wählen weil sich dort nach dem Krieg sehr viele EX-Nazis wieder gefunden haben.

Filbinger in Baden-Württemberg und auch Bundeskanzler Kisinger waren nur die spitze des Eisberges

Aber das ist natürlich was anderes. Es ist in diesem lande eben immer noch so, dass man sich entschuldigen wenn man links orientiert ist - ich rede von den heutigen Linken NICHT von der SED.

Gruß
Helifliegen seit 15 Jahren, Schiffe seit 25 Jahren...und alle Finger sind noch dran

131

Montag, 26. April 2010, 16:48

Zitat

Original von helierni

Zitat

Original von nikolaus10
Viel schlimmer finde ich es das die SED/PDS/Linke auf die eigenen Leute hat schiessen lassen.


Gehts noch? was hat die Linke damit zu tun.

Einige kriegens nicht auf die Reihe. Von den Schießbefehlgebern ist keiner mehr dabei......

@ cyblord ich mache das einfach in dem ich eben nicht alles gleichschalze und defferenzieren kann.

Wenns danach geht kann man eigentlich die CDU auch nicht wählen weil sich dort nach dem Krieg sehr viele EX-Nazis wieder gefunden haben.

Filbinger in Baden-Württemberg und auch Bundeskanzler Kisinger waren nur die spitze des Eisberges

Aber das ist natürlich was anderes. Es ist in diesem lande eben immer noch so, dass man sich entschuldigen wenn man links orientiert ist - ich rede von den heutigen Linken NICHT von der SED.

Gruß


Natürlich ist das ein Unterschied, das waren ex-Nazis in einer demokratischen Partei. Die haben nicht von KZs geschwärmt in ihren Reden. Und wie toll das Reich damals war. Die Linken verehren ihr Scheiß System immernoch.
Bei der Linken ist es so, dass dort ex- SEDler in einer Nachfolgepartei der SED sind. Großer Unterschied würde ich sagen. Und was macht es dass von den "Befehlsgebern" keiner mehr dabei ist? Die Partei ist diesselbe. Und die Einstellung auch.

gruß cyblord

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (26. April 2010, 16:50)


Darkwing

RCLine User

Wohnort: D-04329 Leipzig

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132

Montag, 26. April 2010, 17:09

Es geht doch nicht darum wer welches System besser findet... im Bürgerveralbern nehmen sich beide nicht viel. Mit umgeschriebenen Geschichtsbüchern... das ist so eine Sache die durchaus schon passiert ist.
Cyblord Du scheinst in den Geschichtsbüchern nicht richtig gelesen zu haben, die DDR ging nicht vor die Hunde weil die BRD der bessere Staat war. Sie ging unter weil erst ein paar ihrer Bürger den Mum in den Knochen hatte und es dann immer mehr wurden die sagten "bis hierher und nicht weiter".
Es ging dabei nicht klarzustellen welcher der beiden deutschen Staaten besser ist, nur darum den eigenen Staat wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

Die Afghanen haben damals die Rote Armee aus dem Land vertrieben, klar mit Waffen aus der westlichen Welt, aber geblutet und gestorben ist da weder der GI noch der BW Soldat sondern der Afghane.
Anschliessend wurden sie uninteressant für die westliche Welt und nun wo den Menschen nichts mehr geblieben ist, kann man nicht einfach versuchen ihnen die Würde auch noch zu nehmen um sie dann von Grund auf neu als Freiheitsliebende Demokraten wieder aufzubauen.

Wenn wir es im eigenen Land nicht schaffen mit einem alten System aufzuräumen ohne dabei in Versuchung zu geraten den selbstgerechten Larry raushängen zu lassen der eigentlich einfach nur das Glück hatte auf der anderen Seite geboren zu sein....
wie wollen wir das dann in einem Land schaffen das in Sprache und Religion so anders ist ?


:w Carl-Heinz

133

Montag, 26. April 2010, 17:32

Zitat

Cyblord Du scheinst in den Geschichtsbüchern nicht richtig gelesen zu haben, die DDR ging nicht vor die Hunde weil die BRD der bessere Staat war. Sie ging unter weil erst ein paar ihrer Bürger den Mum in den Knochen hatte und es dann immer mehr wurden die sagten "bis hierher und nicht weiter".


Wo hab ich was anderes behauptet?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »cyblord« (26. April 2010, 19:02)


134

Montag, 26. April 2010, 18:18

Zitat

Original von Darkwing
, die DDR ging nicht vor die Hunde weil die BRD der bessere Staat war. Sie ging unter weil erst ein paar ihrer Bürger den Mum in den Knochen hatte und es dann immer mehr wurden die sagten "bis hierher und nicht weiter".


ganz so war es nicht, nachdem sich die Grenzen in Ungarn geöffnet haben wurden die Innerdeutschen Grenzen bedeutungslos, das wurde schnell jedem klar.Erst recht nachdem die Russen praktisch ihren Segen für öffnung gaben. Das hat die Leute auf die Strassen bewegt.

Was habt ihr nur mit der ollen Vergangenheit, jeder der Verwante drüben hatte kannte kein Gut und Böse. Die DDR war ein Staat und hatte ein Militär, na und. Was habe ich wärend meiner Wehrdienstzeit konventionelen Krieg geübt obwohl ich wusste wenn es so weit kommt werden wir alle in kürzester Zeit eingedampft. Immerhin hatte ich für den Fall der Fälle einen Gummiumhang und eine Tube Schmierseife. Dieser Krieg hätte nie geführt werden können, es ist doch sowas von egal auf welcher Seite man lebte.
Heute, was heute passiert, das zählt.

Bram
T-Rex 450 PRO + Helis zu Pflugscharen
T-Rex 250 SE
Protos FB mit Beast

135

Montag, 26. April 2010, 18:24

Zitat

Original von udo260452
Wer also zu DDR-Zeiten Offizier in der NVA war, der war einer von denen, die die offizielle Parteilinie mit allem, was dazugehört, aktiv unterstützt hatten, die mit ihrem Dienst an der Waffe Garanten für die Erhaltung des damaligen Status Quo waren, wer heute etwas anderes behauptet, der lügt ganz einfach, denn ich kann nicht glauben, dass alle diese ehemaligen Offiziere der NVA ihren damaligen Arbeitgeber von vorne bis hinten angelogen haben, dass sie dermassen begnadete Schauspieler waren, dass sie ihre Scharade Tag und Nacht, vor Bekannten und Freunden und ihren Ehepartnern aufrecht erhalten konnten, das kann kein Mensch, also ist davon auszugehen, dass sie wirklich 180prozentig überzeugte und in der Wolle gefärbte Kommunisten waren, sonst wären sie bei einer der zahlreichen Gesinnungsprüfungsgelegenheiten aufgefallen und hätten die entsprechenden Konsequenzen zu tragen gehabt.

Für jemanden, der auf der anderen Seite der Mauer aufgewachsen ist und das System DDR nicht aus eigenem Erleben kennt, lehnst du dich mit deinen Behauptungen ziemlich weit aus dem Fenster.
Die Rekrutierung von Berufssoldaten der NVA lief nach dem einfachen Schema ab, jeden zu nehmen, den man irgendwie kriegen konnte. Es spielte absolut keine Rolle, ob die Kandidaten überhaupt fachlich oder menschlich für den Dienst geeignet waren. Nur ein sehr geringer Teil der Berufssoldaten verpflichtete sich aus eigenem Antrieb, z.B. solche, die unbedingt Flieger werden wollten. Der Rest wurde entweder mit Vergünstigungen oder auch Druck "überzeugt". Die Rekrutierungsgespräche fanden mehrmals während der Lehr- bzw. Abitur-Zeit statt und waren grundsätzlich Pflicht. Der Kandidat saß allein mehreren Genossen und/oder Offizieren gegenüber, die anfangs freundlich auf ihn einredeten, aber sehr schnell in einen harschen bis drohenden Tonfall wechselten, wenn der betreffende kein Interesse bekundete. Und so kippten viele während der Gespräche um und unterzeichneten eine Verpflichtung, die sie gar nicht wollten. Hatte man jedoch einmal unterschrieben, dann war es nur sehr schwierig (und mit Repressalien verbunden) möglich, die Verpflichtung wieder rückgängig zu machen. Ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Dienst war noch viel schwieriger bis unmöglich.
Es ist schwer in Zahlen abzuschätzen, wieviele Berufssoldaten tatsächlich aus Überzeugung hinter dem kommunistischen System standen, auf jeden Fall stellten sie die Minderheit dar...
...lieber Luftraum als Raumluft...

136

Montag, 26. April 2010, 18:25

Die DDR ging daran zu Grunde das die Leute massenweise davongelaufen sind.
Wenn das mit den Montagsdemos nicht geklappt haette waehren die auch anderen auch noch abgehauen.
Weil es in der BRD einfach besser war !

Aber, ist alles Schnee von gestern und sollte unser derzeitiges Handel nicht beeinflussen.
Ich verstehe und vergebe allen die damals unrecht begangen haben.

Aktuelle Raelitaet ist das die SED/PDS/ Die Linke in ihren hoechsten Parteispitzen noch IM'ler hat.
Die Stasi ist in der Partei immer noch gegenwaertig, auch in den West-Genossen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nikolaus10« (26. April 2010, 18:28)


137

Montag, 26. April 2010, 18:28

lieber die Linke als FDP
T-Rex 450 PRO + Helis zu Pflugscharen
T-Rex 250 SE
Protos FB mit Beast

138

Montag, 26. April 2010, 18:40

Aber an den Haenden der FDP klebt kein Blut ........

139

Montag, 26. April 2010, 19:37

kein Blut, stimmt aber Betrüger sind sie allemal.
Man muss ja nicht wählen was man nicht will, also was solls.
T-Rex 450 PRO + Helis zu Pflugscharen
T-Rex 250 SE
Protos FB mit Beast

140

Montag, 26. April 2010, 19:52

Zitat

Original von Bram
kein Blut, stimmt aber Betrüger sind sie allemal.
Man muss ja nicht wählen was man nicht will, also was solls.


Richtig, Blut oder gebrochene Wahlversprechen (was jede Partei macht), Diktatur, alles egal. Was solls.
Merkst du eigentlich dass du Müll laberst? Was willst du uns denn eigentlich sagen? Diese Beliebigkeit mit der du hier immer Antwortest ohne wirklich was zu sagen ist echt anstrengend und dümmlich.

gruß cyblord