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21

Donnerstag, 22. Juli 2010, 19:02

Zitat

Original von hsh
In meinen Augen sollte z.B. der Hinweis auf die Haftpflichtversicherung bei "Spielzeug" deutlich öfter abgedruckt werden.


Wird sich aber verkaufshemmend auswirken ... an sowas hat der Handel sicher kein Interesse.
Tarot 500, T-Rex 500

22

Donnerstag, 22. Juli 2010, 22:06

Zitat

Original von Kue

Zitat

Original von hsh
In meinen Augen sollte z.B. der Hinweis auf die Haftpflichtversicherung bei "Spielzeug" deutlich öfter abgedruckt werden.


Wird sich aber verkaufshemmend auswirken ... an sowas hat der Handel sicher kein Interesse.


So ist es.....

Gruß
Honey Bee King 2, BL 3900,
Eflite MCX und MSR, LAMA V3, Carsonn Hughes 500, Skylifter
Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

23

Donnerstag, 22. Juli 2010, 22:09

Zitat

Original von Kue

Zitat

Original von hsh
In meinen Augen sollte z.B. der Hinweis auf die Haftpflichtversicherung bei "Spielzeug" deutlich öfter abgedruckt werden.


Wird sich aber verkaufshemmend auswirken ... an sowas hat der Handel sicher kein Interesse.


So ist es.....deswegen sind diese "Warnhinweise" des Handels ja auch irgendwie schizophren

Bei der einen Gefahr warnt der ach so fürsorgliche Handel den Verbaucher, damit ihm kein Leid passiert....aber bei der viel realeren Gefahr - nämlich dem wildgewordenen oder außer Kontrolle geratenden Koax- bzw RTF Heli der den Passanten im Stadtpark die Nase verbeult..... da hüllen wir uns in schweigen...

Grade so wie´s passt....

Gruß
Honey Bee King 2, BL 3900,
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Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thommthomm« (22. Juli 2010, 22:10)


24

Freitag, 23. Juli 2010, 23:08

Kleinere, von Preisdiktat großer Importeuren abhängige Händer haben das anscheinend nötig.

Die haben nämlich tatsächlich NICHT die viel zitierte Wahnsinnsgewinnespanne an den verkauften Waren die der Preisunterschied zu den Fernosthändlern vermuten lässt.

Beispiel gefällig?
Ein größerer Händler verkauft einen Chinamotor für 22 Euro an den Endkunde. Gleichzeitig tritt er als Großhändler auf der andere Händler beliefert. Diese bieten den Motor ebenfalls für 22 Euro an.
Als Endkunde bekommt man den einzelnen Motor in Fernost für 8 Euro inklusive Versand.

Der größere Händler kauft die Dinger für 4 Euro inklusive Versand und allen Abgaben beim Hersteller ein, ihm bleiben also im Direktvertrieb 18 Euro pro Motor um seinen Laden zu bezahlen, die nächste Bestellung vorzufinanzieren und zu leben. Wenn der Motor im Einkauf nicht noch billiger ist.
Ja richtig, das ist üppig.
Jetzt verkauft er die Motoren aber nicht nur an Endkunden, sondern auch an Wiederverkäufer. Etwa 16-17 Euro EK für den Wiederverkäufer dürften realistisch sein. Bleiben dem Wiederverkäufer also nur noch 5-6 Euro pro Motor um seinen Laden zu bezahlen, die nächste Bestellung vorzufinanzieren und zu leben.
Und das ist leider nicht mehr besonders üppig.
Gleichzeitig streicht der Großhändler 12-13 Euro für jeden Motor ein den er einem Widerverkäuifer verkauft ....

Anderes, krasseres Beispiel gefällig?
Ein allseits bekannter, kleiner 2 Kanal Spielzeugheli kostet wenn man beim Hersteller einen Container voll nimmt inklusive aller Versandkosten, Abgaben usw. 1 Euro pro Stück. Der Großhändler mit Exklusivvertrag (Monopole sind nur theoretisch verboten) verkauft die Dinger dem Einzelhandel für 18 Euro. Nachdem anfangs bereitwillig bis zu 30 Euro Endkundenpreis bezahlt wurden, 12 Euro Gewinn für den Einzelhandel also, ist die Nachfrage inzwischen geringer geworden, billige Kopien sind aufgetaucht, die Endkundenpreise für das Original liegen nicht mehr weit oberhalb von 20 Euro um überhaupt noch was zu verkaufen. Importeur verlangt unbeirrt 18 Euro pro Heli von den Wiederverkäufern, den letzten beißen bekanntlich die Hunde ...

Das Problem ist also weniger der bekannte Chinahändler, der für Chinaverhältnisse noch relativ teuer ist. Das Problem ist, dass kleinen Wiederverkäufern aufgrund des Preisdiktats der Importeure zu wenig bleibt. Auch die Kleinen konnten bisher ganz anständig leben, Reich wurden sie freilich nicht. Aber jetzt merken sie den Umsatzrückgang im RC-Elektronikbereich.


Wenn der bekannte Chinahändler seine Versandpraxis nicht bald ändert werden aber die europäischen Händler wieder ein Umsatzplus erleben.
Durch den Versand via Schweiz bleibt der Kram reihenweise hängen, auch die bisher so herrlich unkomplizierten und völlig legal abgabenfreien <22€ Bestellungen verursachen dem Kunde jetzt sinnlos Arbeit und Zeitaufwand :dumm:


In dem inzwischen an diversen Stellen zu lesenden Artikel des NV werden Gefahren durch Sammelbestellungen durchaus richtig dargestellt. Es steht aber leider an keiner Stelle, dass all diese Gefahren nicht auftreten wenn man nur für den eigenen Bedarf in Fernost bestellt. Das dürfte wohl die Mehrzahl der Bestellungen sein.
Außerdem wird weggelassen, dass man mit einem Bein im Knast steht wenn man unbenutzte Importelektronik bei ebay o.ä. verkauft. Da gilt man nämlich nach wenigen Teilen schon als gewerblich, wird schneller als man meint von irgendwem bei der Steuer angezeigt, hat keinen Gewerbeschein, keine vorgeschriebene Rücknahmeregelung für Elektronik usw. Die größte Gefahr wird also leider verschwiegen.
Wohin der Artikel zielt ist deshalb offensichtlich. Es ist keine Berichterstattung mehr, es ist Fehlinformation durch Weglassen wichtiger Teile der Information, sehr geschickt ohne ein Wort Unwahrheit zu schreiben. Es zeigt theoretische Gefahren auf die nahezu nie eintreten und lässt bei viel größeren Gefahren sprichwörtlich ins offene Messer laufen.
Eine Meinung über solche Praktiken und über den Zustand der "freien Presse" darf sich jeder selbst bilden ......


Matthias

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Matthias R« (23. Juli 2010, 23:32)


Skyrock

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25

Freitag, 23. Juli 2010, 23:33

RE: Panikmache deutscher Online-Händler.....haben sie DAS nötig?

Zitat

Original von GoFast
Hi,

ist keine Panikmache, sondern vollkommen richtig und auch korrekt geschrieben.
Gab aber schon eine lange und nichtsnutzige Diskussion darüber...

Btw.: Ich werde den Artikel hier für einige, die es für Panikmache halten, nicht nochmal erklären. Aufmerksames Lesen ist bei Texten aus dem juristischen Bereich nicht ganz einfach, aber nunmal besonders wichtig


Der Bericht von H. Felling ist ein gezielt konstruiertes Beispiel mit den Mitteln der Einschüchterung und der Suggestion.

Das gesamte Beispiel bezieht sich ausschließlich auf einen Sammelbesteller.

Nehmen wir mal an, im Verein mit 60 Mitgliedern gehen die Bestellungen reihum. (Solidaritätsprinzip)
Dann ist jedes Mitglied 1 mal in 5 Jahren mit einer "Sammelbestellung" dran.

Daraus können dann auch deutsche Juristen, die 64 Jahre nach Kriegsende gebraucht haben , um die Urteile des Volksgerichtshofs in der Nazizeit als generelles Unrecht zu erklären, keinen gewerblichen Besteller mehr machen.

Jeder, der schon einmal in Asien bestellt hat, der weiß, dass sich die Portokostosten nach dem Gewicht der bestellten Ware richten. Je mehr man bestellt, desto höher das Gewicht und desto höher sind die Portokosten. Also lassen sich mit "Sammelbestellungen" nur bedingt Kosten sparen.

Ich frage mich übrigens gerade, warum es in Modellbauzeitschriften in den U.S.A. von Anzeigen von Exportfirmen aus Fernost geradezu wimmelt und in deutschen Modellbauzeitschriften keine einzige deartige Anzeige zu sehen ist.

Der Hintergrund ist ist einfach. Einige große deutsche Importfirmen haben den Zeitschriften mit dem Entzug ihrer eigenen Anzeigen gedroht, wenn sie derartige Anzeigen von Importeuren aus Fernost annehmen. Und diese großen
Importfirmen sind es, die wir mit den Direktbestellungen so vortrefflich treffen können.
Da nutzen auch Drohungen und Einschüchterungen und illegale Aktivitäten in Verbindung mit dem deutschen Zoll nichts mehr.

mfg

Jürgen
Es wird nichts so HoTT gegessen, wie es gekocht wird!

26

Samstag, 24. Juli 2010, 10:10

Jürgen, volle Zustimmung, die Zeit ist vorbei, in der Sammelbestellungen billiger waren. Damit ist das Beispiel doch reichlich konstruiert (so nach dem Motto: irgendeinen Nachteil wird es doch geben ...)
Wesentlich interessanter wäre doch die Antwort auf die Frage, ob ein deutscher / EU - Modellbau - Händler im Ernstfall wirklich für ein fehlerhaftes Produkt haftet. Meiner Einschätzung nach würde es im Falle eines selbstentzündeten Lipos mit anschließendem Hausbrand doch eher so ausschauen:
- der Nachweis, genau den Lipo bei genau dem betroffenen Händler gekauft zu haben, fehlt meistens (Rechnung noicht mehr auffindbar, Lipo derartig zertsört, daß er nicht mehr eindeutig als Type X erkennbar ist)
- der Nachweis, daß der Lipo unter Aufsicht geladen wurde und Einhaltung aller Bedingungen betrieben wurde, ist nicht zu erbringen
- deshalb eskaliert die Sache schnell zum Sachverständigenstreit, der für den Kosumenten meist mit unvertretbaren Kosten verbunden ist

27

Sonntag, 25. Juli 2010, 13:05

Zitat

Original von Matthias R
Motor im Einkauf nicht noch billiger ist.
.............Etwa 16-17 Euro EK für den Wiederverkäufer dürften realistisch sein. .........
Gleichzeitig streicht der Großhändler 12-13 Euro für jeden Motor ein den er einem Widerverkäufer verkauft ....



Hallo Matthias hi alle anderen, deine Einkaufspreise stimmen leider nicht so ganz.
Der Motor kostet den Importeur mindestens 6€, der Händler bekommt ihn dann für ca.11€ und der Offizielle VK liegt bei 22€ ( Realpreis ist aber dann irgendwo bei ca. 18.90€ ) Der Importeur muss alle anlaufenden Reklamationen abwickeln, mit jeweils 2x Versandkosten, Ersatzteilversorgung, Telefonberatung, usw.... und dass alles für 4-6€ pro Motor. Dazu kommt dann noch mindestens 3 Telefonate täglich, dass die Händer X, Y und Z den Motor nur für 14€ abgeben, und der Importeur dafür sorgen muß dass die Preise Stabil bleiben.

Im Endkunden betrieb lohnt sich das, sonst eher nicht, was auch der Grund ist, dass jeder der es sich leisten kann, den Krempel selber aus Chinesien besorgt

Zitat

Original von Matthias R
Ein allseits bekannter, kleiner 2 Kanal Spielzeugheli kostet wenn man beim Hersteller einen Container voll nimmt inklusive aller Versandkosten, Abgaben usw. 1 Euro pro Stück. Der Großhändler mit Exklusivvertrag (Monopole sind nur theoretisch verboten) verkauft die Dinger dem Einzelhandel für 18 Euro. Nachdem anfangs bereitwillig bis zu 30 Euro Endkundenpreis bezahlt wurden, 12 Euro Gewinn für den Einzelhandel also, ist die Nachfrage inzwischen geringer geworden, billige Kopien sind aufgetaucht, die Endkundenpreise für das Original liegen nicht mehr weit oberhalb von 20 Euro um überhaupt noch was zu verkaufen. Importeur verlangt unbeirrt 18 Euro pro Heli von den Wiederverkäufern, den letzten beißen bekanntlich die Hunde ...



Naja ein 2 Kanal hubi ohne Gyro kostet Aktuell ca. 3€ FOB im 40" Container
nur sowas will keiner mehr haben. Und wenn doch dann kostet das dingen ca. 15€ im Laden.

Und wenn die Preise Fallen ist der Importeur übrigens der Dumme, denn der Händler bestellt dann keine mehr, der Importeur hat den Plunder im Lager liegen und dort verkauft er nix. Also macht er den HEK billiger, damit die Hubis nicht anfangen zu faulen.

Diese und andere Gründe sind mit Ausschlaggebend, dass ich mich aus diesem Berufszweig verabschiedet habe und heute "nurnoch zum Spass" Modellfliegen gehe
Gewinne eine frsky Horus !!!

Kratze hier ▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒ mit einer Münze, und finde heraus, ob Du der Gewinner bist!



Erfahrung heißt gar nichts, man kann eine Sache auch 20 Jahre falsch machen ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Torsten Hill« (25. Juli 2010, 13:07)


28

Montag, 26. Juli 2010, 08:29

RE: Panikmache deutscher Online-Händler.....haben sie DAS nötig?

Zitat

Original von Skyrock
Ich frage mich übrigens gerade, warum es in Modellbauzeitschriften in den U.S.A. von Anzeigen von Exportfirmen aus Fernost geradezu wimmelt und in deutschen Modellbauzeitschriften keine einzige deartige Anzeige zu sehen ist.

Das ist mal was interessantes...

Ob der Motor in China nun 8 oder 10 € kostet, ist in der Sache eigendlich unerheblich.
Die originäre Wertschöpfung an diesem Artikel liegt nur zu einem geringen Teil beim Hersteller.
Mir wurde vor ein paar Wochen ein Posten 55 ccm Benzinmotore made in China angeboten, frei schweizer Grenze, zu 90,- das Stück.
Da kriegt man so ein Gefühl dafür, wo die Sache langgeht.
Frachtkosten, im übrigen, muss der Andere auch bezahlen. Ich halte diesen Posten in der Summe der Artikel aber für eher gering.

Skyrock

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29

Montag, 26. Juli 2010, 10:12

Genau das ist es!

Andi hat es sehr schön auf den Punkt gebracht!

Was der Handel macht, ist im Verhältrnis zur Herstellung einer Ware die reinste Abzocke und der reinste Wucher.

- den Transport einer Ware zum Endkunden übernehmen DHL, Post u.s.w. (man achte darauf, dass in Andi's 90 € für den 55 cm³ Motor schon Transport bis in die Schweiz undas Gewinnelement des Herstellers, sowie alle Produktionskosten enthalten waren)
- die Herstellung einer Ware ist die jedoch die eigentliche operative Tätigkeit und nur durch sie wird Mehrwert erzeugt.
- der Handel leistet keinen Mehrwert an der Ware, die er über Transportunternehmen aus Fernost bezieht, sondern er lagert, präsentiert und verteilt nur. (versenden tut er nicht, das machen Post DHL, u.s.w.)

300% bis 600% Aufschlag auf den Warenwert sind reiner Wucher und durch die vom Handel erbrachten Leistungen in keinster Weise gerechtfertigt.

Im Internetzeitalter wird so etwas transparent und clevere Kudnen wehren sich.

Wenn sich der kleine Händler um die Ecke von seinen Vorlieferanten rechtswidrig die Preise diktieren läßt und sich erpressen läßt, dann ist er selber schuld. Auch kleinere Händler können heute direkt von den Produzenten in Fernost direkt importieren.
Größere Händler diktieren ihrerseits sowieso den Großhändlern die Preise und geben den Einkaufsvorteil an ihre Kunden weiter. (habe mal eine Bestellung von einem größeren Händler bei Graupner mitgehört : o-Ton Ich bestelle X Servos Typ YY zum Preis von ZZ.ZZ! take it or leave it!)

mfg

Jürgen
Es wird nichts so HoTT gegessen, wie es gekocht wird!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Skyrock« (26. Juli 2010, 10:14)


Elektroniktommi

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30

Montag, 26. Juli 2010, 11:17

RE: Genau das ist es!

Wollte ja hier eigentlich nichts schreiben....aber:

Zitat

Original von Skyrock
300% bis 600% Aufschlag auf den Warenwert sind reiner Wucher und durch die vom Handel erbrachten Leistungen in keinster Weise gerechtfertigt.


Lagerkosten, Garantieansprüche, Lohnkosten ect. werden einfach mal ausser Acht gelassen.

Zitat


Auch kleinere Händler können heute direkt von den Produzenten in Fernost direkt importieren.


Auch hier ist das nicht ganz richtig:
Die Produzenten geben nicht 10er Packungen ab, nein, viel lieber 1000-10000er Packungen.
Leg Du dir mal als Einzelhändler 1000-10000 Motoren, Flugzeuge, Servos auf Lager....und das von jedem Typ.
Hier Übernimmt der Großhandel, der auch 5 Stück liefert.
Als Produzent würde ich für Mindermengen saftige Preisaufschläge nehmen, das Einrichten der Linie ist ein Fixpreis und wird auf die Stückzahl gerechnet.

Des weiteren musst Du dich als Importeur auch noch um alle anfallenden Abgaben und Konformitätserklärungen kümmern.
Die Zeit und diesen Gewinn hat kein Einzelhändler, um das mal eben "nebenbei" zu machen.
Die Aufschrift "NICHT BRENNBAR" ist keine Herausforderung!
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Elektroniktommi« (26. Juli 2010, 11:31)


Skyrock

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31

Montag, 26. Juli 2010, 11:53

Zitat

Lagerkosten, Garantieansprüche, Lohnkosten ect. werden einfach mal ausser Acht gelassen


Nein, das werden sie nicht, aber auch der Hersteller hat Lohnkosten und der zeitliche Lohnanteil bei der Herstellung einer Ware ist immer noch prozentual deutlich höher als der bei dem Vertrieb entstehende Lohnanteil.

Garantie- und Gewährleistungsansprücher hat ein Händler auch gegenüber einem Hersteller. Oftmals reichen Händler diese Ansprüche des Kunden sowieso nur nochh als Durchleitstation an den Hersteller weiter.

Lagerkosten hat auch ein Hersteller, der lagert die Ware nämlich auch zwischen bis sie ihm ein Händler oder Endkunde abnimmt.

Zitat

Die Produzenten geben nicht 10er Packungen ab, nein, viel lieber 1000-10000er Packungen.
Leg Du dir mal als Einzelhändler 1000-10000 Motoren, Flugzeuge, Servos auf Lager....und das von jedem Typ.
Hier Übernimmt der Großhandel, der auch 5 Stück liefert


Das ist erwiesenermaßen Blödsinn und nicht wahrheitsgemäß dargestellt! Bei Bedarf nenne ich Dir ein paar Hersteller aus Fernost, bei denen Du auch 1, 5 oder 10 Modellmotore direkt bestellen kannst. (Mehr ist natürlich günstiger)

Natürlich haben dann Großhändler die 1000 oder 10000 Motore dort einkaufen noch günstigere Einkaufspreise, aber bei den Handelsspannen einen Motor von 90 € frei schweizer Grenze gekauft und den 50 cm3 Motor dann für 317 € verkauft., entsteht doch eine prima Marge. Selbst wenn man den jetzt zur Umsatzmaximierung an den Endkunden für 250 € verkaufen würde, ist die erzielte Marge für den Händler noch immer exorbitant.

mfg

Jürgen
Es wird nichts so HoTT gegessen, wie es gekocht wird!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Skyrock« (26. Juli 2010, 11:55)


32

Montag, 26. Juli 2010, 11:55

RE: Genau das ist es!

Nicht nur der Mengenrabatt für ganze Container, sondern auch die Versandkosten machen Kleinbestellungen (10 Motoren, 20 Serovs ...) in Fernost für Händler zu teuer. Der Container kommt auf dem Seeweg, Kleinkram kann man selbst wenn man will nicht anders als per Luftpost liefern lassen, da gibt's kein "slow boat" als Sparvariante.
Und deshalb sind die kleinen Händler tatsächlich erpressbar und müssen wohl oder übel die Preise bezahlen die die Großhändler verlangen.
Und diese Kleinen können auch nicht in Kirchheim anrufen und 5 Servos zu ihren Preisvorstellungen ordern, von den Kleinen werden Listenpreise verlangt. Würden sie 100 Stück verlangen sähe die Sache schon anders aus.

33

Montag, 26. Juli 2010, 12:24

RE: Genau das ist es!

Zitat

Original von Matthias R

Und deshalb sind die kleinen Händler tatsächlich erpressbar und müssen wohl oder übel die Preise bezahlen die die Großhändler verlangen.


Nicht nur das: Die großen hersteller haben sogar feste Vorgaben in Punkto Schaufenster- bzw Ladengröße und teilweise auch Mindestabnahme-Mengen....habe ne zeitlang im Modellbau-fachhandel gearbeitet.

Und natürlich vergessen Leute die keinerlei Ahnung vom Handel haben schnell den Aufwand der Händler betreibt und in den Preis mit einrechnen muss....

Aber darum gings gar nicht, das hat mit der Anfangsgeschichte nichts zu tun.....

gruß
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thommthomm« (26. Juli 2010, 12:25)


Elektroniktommi

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34

Montag, 26. Juli 2010, 12:33

Zitat


Das ist erwiesenermaßen Blödsinn und nicht wahrheitsgemäß dargestellt! Bei Bedarf nenne ich Dir ein paar Hersteller aus Fernost, bei denen Du auch 1, 5 oder 10 Modellmotore direkt bestellen kannst. (Mehr ist natürlich günstiger)


Ja, machen das denn wirklich alle?
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Skyrock

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35

Montag, 26. Juli 2010, 13:14

Zitat

Der Container kommt auf dem Seeweg, Kleinkram kann man selbst wenn man will nicht anders als per Luftpost liefern lassen, da gibt's kein "slow boat" als Sparvariante.
Und deshalb sind die kleinen Händler tatsächlich erpressbar und müssen wohl oder übel die Preise bezahlen die die Großhändler verlangen.


Auch das ist nachweislich nicht richtig. Ich habe mir z.B. persönlich einen einzelnen Baukasten für $128 auf dem Seeweg aus Kanada schicken lassen. (und zwar die Beaver von Martin Rousseau : www.mraerodesign.com)
Und merke, jeder ist nur in so weit erpressbar, als er sich erpressen läßt.

Wenn das einer der Importeure mit den großen Händlern der Branche, wie Staufenbiel, Schweighofer, Lindinger oder Wiggerich,+++ versuchen würde, dann würde er kläglich Schiffbruch erleiden.

Zitat

Ja, machen das denn wirklich alle?


Nein alle Hersteller in Fernost machen das nicht, aber einige. Ich hatte auch nicht geschriebn ,dass alle Hersteller kleinere Händler beliefern, aber die Händler könnten sich ja z.B. zu Einkaufsgemeinschaften zusammen schließen.

Zitat

Und natürlich vergessen Leute die keinerlei Ahnung vom Handel haben schnell den Aufwand der Händler betreibt und in den Preis mit einrechnen muss....

Aber darum gings gar nicht, das hat mit der Anfangsgeschichte nichts zu tun.....


M.E. hat das sehr wohl etwas mit der Anfangsgeschichte zu tun, weil deutsche Modellbauzeitschriften für die großen Importeure der Branche (und Anzeigenkunden) Gefälligkeitsartikel schreiben und ihre Leser ( Modellbauer) mit den Mitteln der Dämagogie und Suggestion vom Direktimport abhalten wollen.

Es wird ihnen nicht gelingen.....

mfg

Jürgen
Es wird nichts so HoTT gegessen, wie es gekocht wird!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Skyrock« (26. Juli 2010, 13:27)


36

Montag, 26. Juli 2010, 14:43

Zitat

Original von Torsten Hill
Dazu kommt dann noch mindestens 3 Telefonate täglich, dass die Händer X, Y und Z den Motor nur für 14€ abgeben, und der Importeur dafür sorgen muß dass die Preise Stabil bleiben.


Genau hier wird es sehr interessant, denn genau das ist m.W. verboten, passiert aber!

Der Importeur beliefert den Händler nicht mehr, der zu einem günstigeren Preis anbietet als die Kollegen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (26. Juli 2010, 14:46)


37

Montag, 26. Juli 2010, 15:50

Zitat

Original von Skyrock


M.E. hat das sehr wohl etwas mit der Anfangsgeschichte zu tun, weil deutsche Modellbauzeitschriften für die großen Importeure der Branche (und Anzeigenkunden) Gefälligkeitsartikel schreiben und ihre Leser ( Modellbauer) mit den Mitteln der Dämagogie und Suggestion vom Direktimport abhalten wollen.

Es wird ihnen nicht gelingen.....

mfg

Jürgen


Ok, gebe Dir im Nachhinein völlig recht und bekenne mich schuldig :w stimmt schon.....auch der letzte Zusatz :ok:

gruß
Honey Bee King 2, BL 3900,
Eflite MCX und MSR, LAMA V3, Carsonn Hughes 500, Skylifter
Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

38

Montag, 26. Juli 2010, 23:32

Schade dass es hier nur um Modellimproteure / modellbauhändler geht.
Denn die Bekleidungsindustrie lacht sich tot über nur 30% Marge unter 300% nehmen die die Hände nicht mal aus der Tasche und machen nix.

Hört endlich auf zu zetern , dass sich die Modellbauimporteure an euch gesund stoßen wollen. Weder die, noch die Händler machen diesen so viel beschworenen Riesen Reibach.
Es sind nur die Großen, die die selbst importieren, die eine Filiale nach der anderen aufmachen. Und diese leben zu 80% von den Anfängern.

Ich weiß wie schwer es ist :
a. einen zuverlässigen Partner in Chinesien zu finden

b. dass Produkt welches man bestellt hat auch im Container vorzufinden (Stichwort Qualität)

c. Die ganzen Gesetzestexte so zu lesen dass man nach Inverkehrbringen weder im Knast noch immenses Geld verliert (dass mit dem Geld hatten wir schon)

d. man mindestens nochmal soviel Kohle wie in den Container in die Werbung Buttern muß, damit "das Volk" Wohlwollend zur Kenntnis nimmt, was es da so neues gibt.

e. die Kunden stundenlang zu beraten, sie dann wiederkommen, einem dass Mitbewerberprodukt vor die Nase halten und sagen "geil war 3€ billiger".
Die Ersatzteile wollen sie dann bei dir beziehen weil der Onlineversteigerer weder die Ersatzteile hat, noch welche besorgen kann.

Weiter gehts, für alle die immernoch denken, dass Eigenimport als Klein Händler so eine Super Lösung ist.
Wenn ich es geschafft habe meine Ware LCL zu bekommen (zu deutsch: Stückgut per Schiff) muß ich:
CE Kennzeichnung,R&TTE ,EMV , RoHS, Deutsche Bedienungsanleitung und Deutsche Produktaufkleber Bei- und anbringen.
Schaffe ich das nicht, und werde erwischt, bin ich mal geschätzte 10000€ Strafe pro Produkt und vergehen los.

Wenn ein Chinese den Krempel für kleines Geld verkaufen kann, weil die Lohnkosten dort nix wert sind, ist dass für euch ok.
Und wenn eine Zeitschrift ihren Deutschen Anzeigenkunden beisteht und einen sachlich völlig richtigen Bericht abdruckt ist dass falsch?

Ein "Normaler" Modellbauhändler versucht eben "nur zu überleben". Aber man sieht ja dass es immer weniger werden.

P.s.
Aber ich gebe euch recht!
Nichts wird den Direktvertrieb aufhalten, meine Chinesiche KFZversicherung ist so extrem billig, genauso wie mein Yinlingauto. Sobald meine Frau wieder aus der Chinesischen Kur zurück ist, fahren wir nach Shunde und gucken zu wie die Süßen kinder in dieser dunklen Fabrik Brushlessmotoren wickeln.
Gewinne eine frsky Horus !!!

Kratze hier ▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒ mit einer Münze, und finde heraus, ob Du der Gewinner bist!



Erfahrung heißt gar nichts, man kann eine Sache auch 20 Jahre falsch machen ...

39

Montag, 26. Juli 2010, 23:41

Zitat

Original von DrM

Zitat

Original von Torsten Hill
Dazu kommt dann noch mindestens 3 Telefonate täglich, dass die Händer X, Y und Z den Motor nur für 14€ abgeben, und der Importeur dafür sorgen muß dass die Preise Stabil bleiben.


Genau hier wird es sehr interessant, denn genau das ist m.W. verboten, passiert aber!

Der Importeur beliefert den Händler nicht mehr, der zu einem günstigeren Preis anbietet als die Kollegen.


Es wird dich vielleicht überraschen, aber es soll Händler gehen, die damit Geld verdienen wollen/müssen. Und diese sind froh um jeden Euro mehr am Monatsende.
Als Beispiele wo es ganz normal ist dass die Preise Überwacht werden :
Bücher, Benzin, Lebensmittel, Autos, Klamotten, Computer und eben auch Hobby (rc modellbau) und bis auf das Hobby regt sich keine Sau drüber auf.
Gewinne eine frsky Horus !!!

Kratze hier ▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒ mit einer Münze, und finde heraus, ob Du der Gewinner bist!



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40

Dienstag, 27. Juli 2010, 00:07

Zitat

Original von Torsten Hill
Es wird dich vielleicht überraschen, aber es soll Händler gehen, die damit Geld verdienen wollen/müssen. Und diese sind froh um jeden Euro mehr am Monatsende.


Froh um kriminell erwirtschaftete Kohle? Pfui!

Preisabsprachen sind verboten, also ist das kriminell, erst recht, wenn es Geld bringt!
http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/pr…reiskartell.htm

Zitat

Als Beispiele wo es ganz normal ist dass die Preise Überwacht werden :
Bücher, Benzin, Lebensmittel, Autos, Klamotten, Computer und eben auch Hobby (rc modellbau) und bis auf das Hobby regt sich keine Sau drüber auf.


Nur im Buchhandel gibt es eine Preisbindung. In allen anderen Bereichen ist es illegal, jede Menge Säue regen sich auf und das Kartellamt reagiert drastisch!
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/…n_bid_4132.html
http://www.stern.de/wirtschaft/news/unte…co-1535539.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne…,668389,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne…,679283,00.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/S…en-1029488.html
http://www.abendblatt.de/region/norddeut…Baugewerbe.html

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »DrM« (27. Juli 2010, 00:15)