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Christian_B

RCLine User

  • »Christian_B« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Land Sachsen

Beruf: KFZ-Mechaniker

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1

Sonntag, 8. August 2010, 16:38

Der ePost - Brief >>> brauch das die Welt wirklich

Hat da von Euch schon jemand eine eigene Meinung dazu???

Ich hab jedenfalls nach diesem Video http://www.youtube.com/watch?v=ssqrWI8xCuk erstmal alle Pläne in diese Richtung angehalten.
Gruß Christian

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2

Sonntag, 8. August 2010, 17:11

Aus Juristensicht seeehr bedenklich, wie die Post da das Briefgeheimnis umgeht. Die "besten" Stücke aus den AGBs wurden mal von einem Juristen in normales Deutsch übersetzt:

--> http://gutjahr.biz/blog/2010/07/die-gelbe-gefahr/

3

Sonntag, 8. August 2010, 19:28

Als Postkarte ganz ok ,bei vertraulichen Infos genau das richtige mittel fuer einen
Überwachungsstaat halt, vielleicht eine Idee die Koppelung mit einem Bundestrojaner .

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »offline« (8. August 2010, 19:28)


4

Montag, 9. August 2010, 13:37

Viel Gefasel und Panikmache.
1.Punkt: Da wird kritisiert dass ein E-Postbrief als zugestellt gilt sobald er im Nutzerbrieffach liegt. Na und? Ist beim klassischen Brief nicht anders - völlig wurscht ob man im Urlaub, im Krankenhaus oder auf dem Mond weilt, der Papierbrief gilt als zugestellt und die Frist läuft. Wo also ist der Nachteil gegenüber den klassischen Brief? Hier habe ich immerhin die Möglichkeit von auswärts mein Postfach zu prüfen.
2.Punkt: Es wird suggeriert man würde nun mit Spam-E-Postbrief überschwemmt. Später wird aber gesagt jeder Brief koste 55ct...
Letztlich also nix anderes wie normale Brief-Werbesendungen, für Spamversender wenig attraktiv da teuer. Und Adressen bekommt man problemlos von jeder Telefon-CD, sicher einfacher als erst die Post zu fragen. Ich bekomme vielleicht 2-3x im Monat irgendein Werbebriefchen, das dürfte beim E-Brief nicht nennenswert mehr werden. Wo ist das Problem den gleich wegzuklicken?
3.Punkt: Der E-Brief unterliegt 'nur' dem Fernmeldegeheimnis. 'Nur'? Jeder Polizist darf mein Telefon abhören? Ist die Polizei neuerdings eine Verfassungsschutzbehörde? Und Anruf bei der Post genügt und jeder darf reinschauen? Bullshit...
4.Punkt: Datenlöschung. Wie lange werden die Daten aufbewahrt? Solange das keiner weiss - möglicherweise sinds ja max 24h oder noch weniger - ist das alles Kaffeesatzleserei. Und wessen Partei ergreift man hier eigentlich, die von Lichtersteiner Bankkunden...?
5.Punkt: Keine Verschlüsselung wenn der Brief ausgedruckt und an einen Nicht-E-Postempfänger geschickt wird - wo genau ist da bitteschön der Unterschied zum normalen Brief? Auch hier wieder ein konstruierter Nachteil.
Schöne Grüsse
Toenne

5

Montag, 9. August 2010, 14:40

Zitat

Original von toenne
Viel Gefasel und Panikmache.
1.Punkt: Da wird kritisiert dass ein E-Postbrief als zugestellt gilt sobald er im Nutzerbrieffach liegt. Na und? Ist beim klassischen Brief nicht anders - völlig wurscht ob man im Urlaub, im Krankenhaus oder auf dem Mond weilt, der Papierbrief gilt als zugestellt und die Frist läuft. Wo also ist der Nachteil gegenüber den klassischen Brief? Hier habe ich immerhin die Möglichkeit von auswärts mein Postfach zu prüfen.

Nein, die Pflicht!

Zitat

2.Punkt: Es wird suggeriert man würde nun mit Spam-E-Postbrief überschwemmt.
... Ich bekomme vielleicht 2-3x im Monat irgendein Werbebriefchen, das dürfte beim E-Brief nicht nennenswert mehr werden. Wo ist das Problem den gleich wegzuklicken?

Es ist VERBOTEN, solche Emails zu schicken! Kann doch nicht angehen, daß sich die Post rausnimmt, am Adresshandel dafür Geld zu verdienen.
Außerdem, wer sagt Dir, daß es nicht irgendwann 300 oder 1000 Mails am Tag sind? Übernimmst Du die Kosten meiner Arbeitszeit, die ich brauche um wichtige von unwichtigen Mails zu unterscheiden?

Zitat

3.Punkt: Der E-Brief unterliegt 'nur' dem Fernmeldegeheimnis. 'Nur'?

Wenn es ein Brief ist, muss er dem Briefgeheimnis unterliegen. Aus welchem Grund tut er das nicht?

Zitat

Bullshit...

Du sagst es!

Zitat

4.Punkt: Datenlöschung. Wie lange werden die Daten aufbewahrt? Solange das keiner weiss - möglicherweise sinds ja max 24h oder noch weniger - ist das alles Kaffeesatzleserei. Und wessen Partei ergreift man hier eigentlich, die von Lichtersteiner Bankkunden...?

Die von Bürgern, für die das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland gelten.

Dir scheinen diese Dinge nicht wichtig zu sein. Kommst Du aus der DDR und fandst es toll überwacht zu werden?

Zitat

5.Punkt: Keine Verschlüsselung wenn der Brief ausgedruckt und an einen Nicht-E-Postempfänger geschickt wird - wo genau ist da bitteschön der Unterschied zum normalen Brief? Auch hier wieder ein konstruierter Nachteil.

Nein. Eventuell der erste.

Was haben eigentlich Notare und Anwälte dagegen?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/N…il-1050085.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DrM« (9. August 2010, 14:40)


6

Montag, 9. August 2010, 15:45

Zitat

Nein, die Pflicht!

Wo liest du dass? In den AGB steht "Der Nutzer wird daher aufgefordert, mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto zu kontrollieren. Von einer regelmäßigen Kenntnisnahme eines E-POSTBRIEFS mit elektronischer Zustellung durch den Privatkunden ist daher spätestens am Werktag nach Eingang im Nutzerkonto auszugehen."
Eine Aufforderung ist keine Verpflichtung. Es geht nur darum dass hier die gleichen Fristen gelten wie beim Papierbrief. Denn jede Wette: Viele denken dass das Datum des Abrufs gilt. Die Post baut hier lediglich vor um entsprechenden Streits die Basis zu entziehen.

Zitat

Außerdem, wer sagt Dir, daß es nicht irgendwann 300 oder 1000 Mails am Tag sind?

Vielleicht der gesunde Menschenverstand? Bereits heute gibt es die Möglichkeit des Massenmailing (damit meine ich jetzt die Papierform, nicht Mails) zu ähnlichen Preisen. Und, hast du 1000 Briefe pro Tag im Briefkasten? Im Gegensatz zur Spammail kostet so eine Zusendung Geld, ergo reguliert sich das bereits auf diesem Wege. Wie gesagt, kein Unterschied zum bisherigen Werbebrief.

Zitat

Wenn es ein Brief ist, muss er dem Briefgeheimnis unterliegen. Aus welchem Grund tut er das nicht?

Warum fragst du das die Post und nicht den Gesetzgeber? Warum unterliegen Email nicht dem Briefgeheimnis?
Die Post hätte sicherlich nichts dagegen wenn auch diese Inhalte dem Briefgeheimnis unterlägen: Erstens ersparte man sich negative Presse wie die obige und man käme weitaus seltener in die Verlegenheit ggf. Daten rausrücken zu müssen...der Aufwand kostet nämlich deren Geld (oder meinst du der MAD bezahlt die Post dafür?).
Die Post liefert einen Service wie er im Rahmen der derzeit geltenden Gesetzeslage möglich ist.

Zitat

Die von Bürgern, für die das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland gelten. Dir scheinen diese Dinge nicht wichtig zu sein. Kommst Du aus der DDR und fandst es toll überwacht zu werden?

Zeig mir die Passage im Grundgesetz oder auch nur im BGB gegen die hier verstossen wird und ich bin sofort bei dir. Aber nochmals: Wenn überhaupt dann ist hier der Gesetzesgeber aufgefordert nachzubessern. Wem die elektronische Übermittlung zu kritisch ist hat weiterhin die Möglichkeit die Papierform zu wählen, wo ist das Problem?

Zitat

Nein. Eventuell der erste.

Tut mir leid, habe ich jetzt nicht verstanden ??? .
Meinst du damit dass beim Ausdrucken jemand die Möglichkeit hätte den Brief zu lesen? Ohne das genaue Prozedere zu kennen gehe ich nicht davon aus das da jemand am Drucker steht und die Briefe Stück für Stück eintütet, das wird schon automatisiert sein. Und dass bereits heute viele Briefe an Ämter, KKs etc. gar nicht in Papierform dort ankommen sondern als Scan weisst du sicher?

Zitat

Was haben eigentlich Notare und Anwälte dagegen?

Was kritisieren die den da konkret?
- Der Bürger könnte zu blöd sein wichtige von unwichtigen Briefen zu untercheiden und letztere versehentlich löschen. Na, herzlichen Glückwunsch - haben die derzeit einen Vormund neben sich stehen wenn die ihren Briefkasten leeren um zu vermeiden dass ein Brief vom Amt zusammen mit dem Prospekt vom Möbelhaus Stuhl&tisch in die Papiertonne wandert? Ein klitzekleines Bisschen Eigenverantwortung sollte man mündigen Bürgern wohl auferlegen dürfen.
- "Dass die Kosten des Bürgers für den Unterhalt eines funktionierenden Rechners keine Erwähnung finden" - da erspare ich mir jeden Kommentar, das ist einfach nur albern.
- "Problematisch sei außerdem, dass die Indentitätsfeststellung nur einmal erfolge und Namenswechsel, etwa bei Heirat, nicht berücksichtigt würden. Damit würde dem Missbrauch des Systems Vorschub geleistet." Würde mich interessieren wie dieser Missbrauch konkret aussehen soll, in dieser Form ist das äusserst nebulös.
- "Anwälte wie Notare fordern mindestens einen zusätzlichen Passus im Gesetzentwurf, nach dem weder die Behörden noch die Arbeitgeber oder Unternehmen mit Monopolcharakter einen Bürger zwingen können, sich ein De-Mail-Konto zu besorgen." Zumindest dem schliesse ich mich vorbehaltlos an.

Nur zur Klarstellung: Ich will rein gar nichts verharmlosen, im Gegenteil bin ich der Meinung dass man sich mit so einem Thema auf jeden Fall kritisch auseinandersetzen sollte. Kritisch auseinandersetzen heisst für mich aber sich sachlich damit auseinanderzusetzen, und davon kann bei den ersten beiden Links hier im Thread nicht die Spur die Rede sein.
Nur mal der Einstieg aus dem Blog:
"Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, wie groß meine Verachtung gegenüber der Pressestelle der Deutschen Post ist " - da weiss wenigstens gleich jeder was nun folgt.
"Meine jüngste Interview-Anfrage als Blogger wurde natürlich erst gar nicht ernst genommen: „Social Media Anfragen werden durch unseren Kundenservice beantwortet, die leider nicht auf Interviews eingerichtet sind“ - auf welchem Planeten lebt der Kerl? Er kann ja mal als Blogger von Weltruf versuchen ein Interview bei Daimler, Aldi oder BASF zu bekommen, die werden ihm genauso etwas husten. Peinlich und albern.
"und ich gebe mir die größte Mühe, meinen Zorn im Zaum zu halten und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren" Ja, nee...is klar...und jeden Donnerstag radelt der Papst auf einem Dreirad bei uns durch den Ort...

Hier wird Hetze mit Hilfe von Pseudoargumenten betrieben die zum überwiegenden Teil schlichtweg keine sind. Dass ein paar Anwälte zu Wort kommen verwundert nicht (es steht auch nirgens wieviele man abgeklappert hat bis endlich das gewünschte Statement im Kasten war ;) ) - Anwaltskanzleien sind Wirtschaftsunternehmen die nicht abgeneigt sind namentlich als 'Experten' zitiert zu werden. Dass Anwälte nicht per se als Hüter der Moral auf Gottes Erde wandeln dürfte jedem klar sein dem der Ausdruck 'Abmahnanwalt' etwas sagt, ich für meinen Teil nehme solche Aussagen jedenfalls nicht grundsätzlich für bare Münze. Zumal sich deren Kritikpunkte - bis auf die Weitergabe der Mailadressen - nicht einmal in der gemeinsamen Erklärung wiederfinden. Dafür aber...
"„Es gibt keinen triftigen Grund, einen De-Mail-Dienst zu initialisieren. Mit der elektronischen Signatur ist eine Zustellung elektronischer Dokumente heute schon möglich“, so Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, DAV-Präsident. Deshalb könne auch nicht davon ausgegangen werden, dass deutsche Behörden tatsächlich einen Bedarf für diesen Dienst hätten. „In der Praxis läuft die E-Mail-Kommunikation heute schon problemlos“, so Ewer weiter. "
Wie nun? Ist die elektronische Übermittlung nun gefährlich oder nicht? Und was hat das mit einer Notwendigkeit zu tun? Wo wird erwähnt dass dies in der Kommunikation z.B. zwischen Unternehmen durchaus auch eine Erleichterung sein kann? Das wird munter durcheinander gemischt.
Schöne Grüsse
Toenne

Christian_B

RCLine User

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Wohnort: Land Sachsen

Beruf: KFZ-Mechaniker

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7

Mittwoch, 11. August 2010, 09:38

DE-MAIL >>> E-POST >> was brauchen wir denn noch ?

Nicht verwechseln mit e-post, das ist was........???

De-Mail ist eine Initiative der Bundesregierung mit WEB.DE und Partnern.
Hier droht eine regelrechte Überschwemmung.
Gruß Christian

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8

Mittwoch, 11. August 2010, 10:14

Ein weiteres Kapitel im Buch 'Dinge, die die Welt nicht braucht'.
Hier soll für einen Monopolisten, der sein Geschäftssfeld schrumpfen sieht, staatlich unterstützt ein neues Geschäftsfeld zum Abzocken errichtet werden.
Saatlicherseits müssten die Frage gestellt werden, welche Kompetenz in Sachen Daten - und Zugriffssicherheit die Post eigentlich hat - so wie das von jedem anderen Anbieter auch verlangt würde.
Tatsächlich würde es viel einfacher gehen - Verschlüsselung und Dokumentensicherheit ist in E-Mails schon seit mehr als 10 Jahren möglich; Open-Source-Lösungen dazu existieren in großem Umfang.