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1

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10:26

Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Wenn's nicht so wäre...

Eine grosse Hamburger Firma, nennen wir sie mal Grünkohl AG, entlässt etliche Mitarbeiter aus der Verwaltung, 52, 53 Jahre alt, im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung.
Die Kündigungsfristen werden eingehalten, die Mitarbeiter erhalten hohe Abfindungen, alles völlig legal.
Natürlich wissen die Mitarbeiter, das sie mit ihrem Alter und ihrer teilweise recht einseitigen Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt nur wenig Chancen haben.

14 Tage später erhalten sie vom Arbeitsamt ein Stellenangebot einer Zeitarbeitsfirma, die genau solche Mitarbeiter mit so einem Anforderungsprofil, "gerne auch älter", sucht. Gehalt allerdings nur so etwa 2/3 des letzten, aber sie müssen den Job annehmen, sonst wird die Stütze gestrichen.

Tatsächlich kriegen die kurzfristig einen neuen Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma, und sitzen einen weitere Woche später an genau dem gleichen Arbeitsplatz, von dem sie vorher gekündigt wurden. :O

Die Zeitarbeitsfirma ist orginellerweise eine 100%tige Tochter der Grünkohl AG, und erhält von der Agentur für Arbeit noch einen 30% Zuschuss zum Gehalt, weil sie Arbeitskräfte > 50 Jahren einstellen.
Alles völlig legal... :D

Frägt sich nur, wo geht das hin?

sceak

RCLine User

Wohnort: Siegen

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2

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10:32

Ich sag nur Schlecker und Schlecker XL.

Da ist es doch genau so gelaufen, nur statt Zeitarbeitsfirma ist hier die Schlecker XL angetreten.
Grüße,
Sven

FrankR

RCLine User

Wohnort: Geeste

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3

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10:50

Tja... hätten wir nicht so eine dumme Regierung...
Kann man nur hoffen das die Mitarbeiter dafür sorgen das auch nur noch 2/3 Umsatz da ist.
Es wird Zeit das es mal eine Reglung gibt wie hoch der Prozentuale Anteil an Zeitarbeitern in einer Firma geben darf.

Frank

ducfieber

RCLine User

Wohnort: Frankfurt (Oder)

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4

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 10:57

@ Andi, was soll man dazu sagen?
Das ist Deutschland, solche Handlungen sind die nicht schon normal u Alltag?

Ich wird einfach mal sagen der Betriebsrat deiner genannten Firma hat ganz klar Versagt oder ist nicht an den Arbeitnehmern sondern mehr an den Arbeitgeber interessiert.

Ja auch ich war in einer ähnlichen Situation. Schon aber über 5 Jahre her.
Betrieb bekam vom BundesLand über 1mio. Förderung um neue Mitarbeiter einzustellen. Naja ein Jahr später wurde der Standdort nach Polen u Spanien verlegt.

Gruß
Torsten

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ducfieber« (28. Oktober 2010, 10:58)


udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

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5

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 12:33

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von MechWerkAndi
Wenn's nicht so wäre...

Eine grosse Hamburger Firma, nennen wir sie mal Grünkohl AG, entlässt etliche Mitarbeiter aus der Verwaltung, 52, 53 Jahre alt, im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung.
Die Kündigungsfristen werden eingehalten, die Mitarbeiter erhalten hohe Abfindungen, alles völlig legal.
Natürlich wissen die Mitarbeiter, das sie mit ihrem Alter und ihrer teilweise recht einseitigen Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt nur wenig Chancen haben.

14 Tage später erhalten sie vom Arbeitsamt ein Stellenangebot einer Zeitarbeitsfirma, die genau solche Mitarbeiter mit so einem Anforderungsprofil, "gerne auch älter", sucht. Gehalt allerdings nur so etwa 2/3 des letzten, aber sie müssen den Job annehmen, sonst wird die Stütze gestrichen.

Tatsächlich kriegen die kurzfristig einen neuen Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma, und sitzen einen weitere Woche später an genau dem gleichen Arbeitsplatz, von dem sie vorher gekündigt wurden. :O

Die Zeitarbeitsfirma ist orginellerweise eine 100%tige Tochter der Grünkohl AG, und erhält von der Agentur für Arbeit noch einen 30% Zuschuss zum Gehalt, weil sie Arbeitskräfte > 50 Jahren einstellen.
Alles völlig legal... :D
Ja und? Das ist doch seit Langem gängige Praxis in fast allen größeren Unternehmen und das fällt dir es jetzt auf?
Frägt sich nur, wo geht das hin?
???

Die Chefs dieser Firma wären ja auch blöd, wenn sie diese feine Möglichkeit, Kosten zu sparen, nicht ausnutzen würden, oder? Schließlich ist das doch alles legal und von unserem Staat bzw. seinen gewählten Volksvertretern doch so gewollt, nicht?

Diesbezüglich stehen wir noch aber ganz am Anfang, wenn das so weitergeht, gibt es bald praktisch keine Arbeitnehmer mehr, die zum normalen Tarif arbeiten, nur noch "Aufstocker", die, um auf den Level von Harz-IV zu kommen, zusätzlich zu ihrem Vollzeitarbeitslohn auch noch Stütze kriegen ..... Das sind dann die Dummen, die fürs gleiche Geld noch arbeiten gehen, während die "echten" Hartz-IV-Leute für gleichen Lebensstandard nix tun müssen, nur gelegentlich beim Arbeitsamt vorbeischauen.

Ich frag mich bloß, wer denn für die Auffüllung der Steuer-, Renten- und Arbeitslosenkassen sorgen soll, wenn da am Ende keiner mehr effektiv was einzahlt .....

Grüße
Udo

6

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 12:45

boa... das is richtig hart!
Hmm is das normal wie der Heli fliegt - sieht aus wie ne besoffene Libelle :nuts:

Helis:
-Picooz Apache Papiermod
-Walkera 4#3B u. 4#3B boardless
-Blade MCX u. SR
-2x Gaui 200
-Minititan Cobra
-Kyosho EP Concept SR
-T-REX 500

FrankR

RCLine User

Wohnort: Geeste

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7

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 13:48

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von udo260452


Ich frag mich bloß, wer denn für die Auffüllung der Steuer-, Renten- und Arbeitslosenkassen sorgen soll, wenn da am Ende keiner mehr effektiv was einzahlt .....

Grüße
Udo


Und so ein Spruch von dir.......

8

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 14:46

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von MechWerkAndi


Frägt sich nur, wo geht das hin?


in die heutige Realität mein Lieber.

So was hats sich vor ca 10 jahren hier in Kiel bei den Kieler nachrichten ebenso abgespielt. Ich durfte selbst 3 jahre bei denen für € 6,14/ Std arbeiten.

Jetzt vor einigen Wochen bekamen wir 389 Sklaven alle unsere Kündigung weil ne ´neue Zeitarbeitsfirma an Bord geholt wurde die noch weniger kosten.

Wir haben versucht übers Fernsehen drauf aufmekrsam zu machen - hat niemanden wirklich interessiert-----

Übrigens: Du bist ja Hamburger. Liest Du die Morgenpost? Die wird nämlich auch in Kiel gedruckt.......

Gruß aus Kiel
diese masche ist schon lange fest etabliert.
Honey Bee King 2, BL 3900,
Eflite MCX und MSR, LAMA V3, Carsonn Hughes 500, Skylifter
Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

kalle123

RCLine User

Wohnort: Mönchengladbach

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9

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 14:58

Sieht irgendeiner hier Barikaden oder brennende Reifenstapel vor seiner Tür?

Ist doch ruhig hier in dieser unserer Republik.

Und wenn mal lokal die Bürger renitent werden sollten, wird halt mal feste draufgeklatscht. (Siehe Stuttgart 21)

Und laut Multimediabeschallung ist doch alles "SUPERGUT" hier.

KH :puke:

10

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 15:48

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von MechWerkAndi
Wenn's nicht so wäre...

Eine grosse Hamburger Firma, nennen wir sie mal Grünkohl AG, entlässt etliche Mitarbeiter aus der Verwaltung, 52, 53 Jahre alt, im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung.
Die Kündigungsfristen werden eingehalten, die Mitarbeiter erhalten hohe Abfindungen, alles völlig legal.
Natürlich wissen die Mitarbeiter, das sie mit ihrem Alter und ihrer teilweise recht einseitigen Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt nur wenig Chancen haben.

14 Tage später erhalten sie vom Arbeitsamt ein Stellenangebot einer Zeitarbeitsfirma, die genau solche Mitarbeiter mit so einem Anforderungsprofil, "gerne auch älter", sucht. Gehalt allerdings nur so etwa 2/3 des letzten, aber sie müssen den Job annehmen, sonst wird die Stütze gestrichen.

Tatsächlich kriegen die kurzfristig einen neuen Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma, und sitzen einen weitere Woche später an genau dem gleichen Arbeitsplatz, von dem sie vorher gekündigt wurden. :O

Die Zeitarbeitsfirma ist orginellerweise eine 100%tige Tochter der Grünkohl AG, und erhält von der Agentur für Arbeit noch einen 30% Zuschuss zum Gehalt, weil sie Arbeitskräfte > 50 Jahren einstellen.
Alles völlig legal... :D

Frägt sich nur, wo geht das hin?


Wird schon lange so ähnlich praktiziert,dementsprechend is dann die Motivation.

Zitat

Original von MechWerkAndi
und erhält von der Agentur für Arbeit noch einen 30% Zuschuss zum Gehalt, weil sie Arbeitskräfte > 50 Jahren einstellen.


30% Zuschuss einsacken,ein unverschämter Betrug.

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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11

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 16:27

Ja, Ja !

Der deutsche Mitbürger ist leidensbereit und obrigkeitshörig.
In anderen Ländern würden schon Regierungsgebäude mit Pflastersteinen eingeworfen.

Die Nummer ist schon uralt und wird gerne durchgezogen, weil der deutsche Staat nichts dagegen unternimmt. Ein Heer von Leihsklaven geht in den minderwertigen Arbeitsmarkt zu Hungerlöhnen und die Regierung prahlt mit immer geringer werdenden Arbeitslosenzahlen.

Andererseits: Die Nummer sind wir selber schuld. Geiz ist ja bekanntlich geil und der Markt richtet sich danach. Billiger Plunder prodziert im Ausland, der tonnenweise auf den Markt geschmissen wird.

Eine Produktveredelung durch Qualitätskontrolle findet auch nicht mehr statt, ist ja zu teuer, dafür braucht man ja Arbeitnehmer, die bis 3 zählen können und die kosten Geld.

Also geht der ganze Schrott ungefiltert auf den Markt, damit man zumindest das Heer der Hartz 4 Leute mit billigem Plunder versorgen kann - die Kundengruppe und halt die Gruppe der Niedriglöhner wird ja immer größer, der Markt ist also da.

Aber es geht auch noch billiger und grottiger - also wieder Leute raus schmeißen und noch billiger produzieren. Also noch mehr Hartz4 Leute und Niedriglöhner und schon wird der Markt wieder größer - bis er kollabiert.

Das ist WIrtschaft zum Anfassen...

Gruss
Hans-Willi

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »stein« (28. Oktober 2010, 16:30)


12

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 17:25

Hallo,

Dem Hans-Willi absolut recht gebe, insbesonderes, was die Obrigkeitshörigkeit und der Geiz anbetrifft. Ich betreibe ein kleineres Gewerbe und habe das "Vergnügen" manchmal Artikel aus Deutschland zu beziehen.

Es macht schon lange keinen Spass mehr, mit deutschen Firmen Geschäfte zu machen, entweder fehlt denen die Motivation komplett, oder aber es fehlt an der nötigen Fachkompetenz, um anständig beraten zuwerden.

Woran dies liegt, habe ich bisher noch nicht im Detail hinterfragt, aber nach dem oben gelesenen fängt es mir an zu dämmern. Bis vor wenigen Jahren war "made in Germany" noch wahr, heute aber bekomme ich immer häufiger Chinaschrott mit diesem Label drauf. Natürlich von Firmen, die sich brüsten, deutsche Qualitätsware zu verkaufen.

Bin mal gespannt, wohin Deutschland geht, es scheint ja immer schlimmer zu werden. Zwar gehen die Arbeitlosenzahlen ja zurück, nun wirds mir aber klar, warum. Aber eben, bei diesem zusammengewürfelten Politikerhaufen wird sich wohl kaum etwas zum besseren wenden.

Rolf

13

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 17:51

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von Thommthomm
Übrigens: Du bist ja Hamburger. Liest Du die Morgenpost? Die wird nämlich auch in Kiel gedruckt.......

Nö, die gedruckte Version nicht, hin und wieder mal im online-Portal.

Ich sehe in diesem Umfeld von "Arbeitsplatzerfindung" zwei, eigendlich drei grosse Themenkreise.
Ad eins sinkt auf die Tour natürlich das Reallohneinkommen immer weiter, und damit auch das Steueraufkommen. (Geringere Lohnsteuer, geringere Mehrwertsteuer wg. zurückgehenden Umsätzen etc.).
Im Gegenteil werden immer mehr Arbeitsplätze subventioniert, was wiederum einerseits das Lohnkostenniveau verzerrt und am anderen Ende noch mehr Steuern kostet.

Irgendwann kann das doch keiner mehr bezahlen?

14

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18:17

Doch doch das erste was mir in Chile aufgefallen ist sind die vielen arbeiter in den Geschäften.

Als beispiel n Modehaus.

In Deutschland naja die situation kennt Ihr ja alle!
Hier in Chile is das anders,da steht von morgens bis abends an der
Umkleidekabine einer als einweiser .Daneben springen 3
Putzfrauenherum,schlecht zu beschreiben nach der Umkleidekabiene gibt
der einweiser die Klamotten einem Falter/Zusammenleger der wiederum
gibt die Klamotten einem Aufhänger/an Platz leger naja wiederum drei
weitere arbeiter stehen dumm rum diese sind überwacht von drei Detektiven.An
der Kasse die selbe Optik.Hey wie geil habe seit gut 2 Jahren meine Lebensmittel
nicht selbst in Tüten verpackt denn das machen hier die Studenten denn diese
stehen zu Zehnt an einer Kasse in reihe und glied abwechselnd kommt einer
aus der reihe und verpackt Dir deine Lebensmitte,l nach getaner arbeit heisst es
sich einzureihen ans ende der Studenten Schlange.Das Auto wird bewacht der
Einkaufswagen weggeschoben (kannst am Auto abstellen) selbst die
ausgetretenen Kippen liegen nicht laenger wie 2 Minuten,diese werden weiter
aufgeraucht oder weggefegt.

Deutsche sprache schwere sprache habe keine Zeit ,u.hoffe der text is noch
einigermaßen zu entziffern.

(mir fehlt ein arbeiter bzw das wäre eine idee einen kontroller fuer meine Texte in der Plauderecke )

Die summe machts dann klappt es auch mit den Steuern.
Was euch noch fehlt das ist der Mindestarbeiter zwang für Firmen bzw ohne
Motivation kommt das automatisch.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »offline« (28. Oktober 2010, 18:54)


15

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18:40

Stellenangebot:
24H Job!

Suche Deutschen kontrolleur/ Forenposter bzw Person die Offlines Texte
in der Plauderecke bei RCline kontrolliert und dem richtigem Thread zurordnet.
Gehalt 50 Euro a 12 Monate.

Wenn das Lohnniveau so weit gesunken ist bitte melden bzw. PN senden
mit aussagekräftigen lebenslauf.

Gruss
Heiko

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »offline« (28. Oktober 2010, 18:41)


HIND 24

RCLine User

Wohnort: Spandau, bei Berlin

Beruf: Angestellter

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16

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 19:21

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von udo260452

Zitat


Die Chefs dieser Firma wären ja auch blöd, wenn sie diese feine Möglichkeit, Kosten zu sparen, nicht ausnutzen würden, oder? Schließlich ist das doch alles legal und von unserem Staat bzw. seinen gewählten Volksvertretern doch so gewollt, nicht?
Grüße
Udo


Stimmt Udo, die Chafs wären alle blöd, die das nicht machen würden um Personalkosten zu sparen. Und im BAB sind die Personalkosten für gewöhnlich die höchsten Kosten.

Nur, das verwerfliche an der Sache ist aber, das man dem Leiharbeiter z.B. nur 2/3-tel zahlt seitens der Zeitarbeitsfirma ( der Rest ist der Gewinn der Leiharbeitsfirma), die Zeitarbeitsfirma aber von Auftraggeber mehr fordert, etwas weniger zwar, als wenn der Auftraggeber den Leiharbeiter als Mitarbeiter hätte. Nutznieser ist die Zeitarbeitsfirma und der Auftraggeber. Für die Zeitarbeitsfirma sind das weniger Personalkosten, heuer und feuer ist alltag, für den Auftraggeber sind das nur Ausgaben in der Bilanz, die den Einnahmen gegenüberstehen. Sehr effektiv aus steuerlicher Sicht für das Unternehmen.

Leidtragende sind die Länder und Komunen und die Leiharbeitskräfte. Es ist einfach nur eine Umverteilung des Geldes von arm zu reich. Die Rentenkassen scheinen das bisher auch noch nicht gerafft zu haben. Ist normal, ist ja eine Behörde. Ebenso wie die Krankenkassen. Und die ganzen anderen Behörden in Deutschland. An aller erster Stelle voran das Finanzamt. Gott hab die seelig.

Und wenn das von stattlicher Seite her noch gefördert wird, frage ich mich, warum macht man das? Für mich steht fest, das machen Die nur um die Zahlen zu verfälschen. Und von daher gilt der Spruch, ich glaube nur an eine Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe mit realen Mitteln.

Dazu fällt mir spontan Heinrich Heine ein. " Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht..."
mfg von der Spree

Maik

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Actros2644

RCLine User

Wohnort: Nordhessen

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17

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 19:53

Zitat

Nur, das verwerfliche an der Sache ist aber, das man dem Leiharbeiter z.B. nur 2/3-tel zahlt seitens der Zeitarbeitsfirma ( der Rest ist der Gewinn der Leiharbeitsfirma), die Zeitarbeitsfirma aber von Auftraggeber mehr fordert, etwas weniger zwar, als wenn der Auftraggeber den Leiharbeiter als Mitarbeiter hätte. Nutznieser ist die Zeitarbeitsfirma und der Auftraggeber. Für die Zeitarbeitsfirma sind das weniger Personalkosten, heuer und feuer ist alltag, für den Auftraggeber sind das nur Ausgaben in der Bilanz, die den Einnahmen gegenüberstehen. Sehr effektiv aus steuerlicher Sicht für das Unternehmen.


Nja alles Stammtischparolen. Möglicherweise hast Du vergessen, dass wir auch die Lohnnebenkosten zu tragen haben, sowie Ausfall bei Krankheit etc. Ich frage mich immer wenn die Zeitarbeitsfirmen alle sooo böse sind warum Zwegat und Konsorten da immer zuerst hinrennen, wenn sie (wie gestern Abend gesehen) ihre Lebenslooser unterbringen müssen.

Sicher sind diese Machenschaften aller Schlecker und "Grünkohl" schlimm, aber nach den letzten Tarifabschlüssen von IGZ und BZA so nicht mehr möglich. Außerdem wird zur Zeit das AÜG (Arbeitnehmer- Überlassungsgesetz) in der Art überarbeitet, dass solche Dinge ebenfalls nicht mehr möglich sind, zumindest dann nur noch zu Equal- Pay Bedingungen.

So, nun dürft ihr mal richtig draufkloppen...

EDIT: Und es gibt hier ja immer Einen, der zu allem eine Meinung- aber keine Ahnung- hat.
Grüße

Michael

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HIND 24

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18

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:03

Von daher nehm ich an, Du bist Betreiber einer Zeitarbeitsfirma.

Was Du anführst ist alles richtig, nur Gewinner ist nicht der Leiharbeiter. Der büsst sogar ein.

Stammtischparolen sind das nicht von mir, ich habe mit Leiharbeitern zu tun und mein bester Kumpel hat eine Leiharbeitsfirma hier im Bundesdorf. Also so halbwegs den Einblick habe ich schon, in Euer Geschäft. Es ist so gewollt und völlig legal. Ich denk aber die Leiharbeiter denken da ganz anders drüber.

P.S. Leiharbeitsfirmen sin für Zwegert und Excperten die erste Anlaufstelle, weil man dort einen Job bekommt, der nach 7 Tagen schon zu Ende sein kann. Jetzt hast Du als Arbeitsvermittler ein Problem und musst versuchen den so schnell wie möglich neu zu vermitteln. Kannste den nicht vermitteln, kündigst Du den sofort.
Wer glaubt den an das was in diesen Fernshsendungen gezeigt wird???? Ist nicht die Realität, und das weisst Du auch.

Wenn jemand krank wird, wird der gekündigt in einer Leiharbeitsfirma. Kann sein, das Du sozial eingestellt bist und Krankengeld zahlst. Kann ich mir nicht vorstellen.

P.S. Deine "Lohnnebenkosten" sind immer noch günstiger als wenn der Auftraggeber den Mitarbeiter fest oder befristet einstellt. Bitte niemals vergessen. Leiharbeitsfirmen würden nicht bestehen, wenn die nicht ein Gewinn erwirtschaften würden.

Und wie ich selbst gesehen habe, kann man davon sehr gut leben.
mfg von der Spree

Maik

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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (28. Oktober 2010, 20:19)


Actros2644

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19

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:19

Zitat

Von daher nehm ich an, Du bist Betreiber einer Zeitarbeitsfirma.


Falsch, bin nur angestellter Niederlassungsleiter.

Zitat

Wenn jemand krank wird, wird der gekündigt in einer Leiharbeitsfirma. Kann sein, das Du sozial eingestellt bist und Krankengeld zahlst. Kann ich mir nicht vorstellen.


Naja dann frag ich mich, warum mein Standort im letzten Monat 500 Krank und- 260 Garantiestunden bezahlt hat, ich denke ich sollte da mal ein ernstes Wort mit meinen Kolleginnen sprechen.

Ich bin mit Sicherheit kein Samariter, würde aber nie mit Menschen so umgehen. Es ist in den heutigen Zeiten nicht mehr so einfach Mitarbeiter zu entlassen, da wir nicht nur einen Facharbeitermangel haben, sondern eher einen Mangel an Arbeitnehmern im Allgemeinen.

Sich es ist ja einfacher den Bildzeitungsparolen hinter her zu laufen, als sich mit dem Thema mal richtig zu beschäftigen.
Grüße

Michael

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HIND 24

RCLine User

Wohnort: Spandau, bei Berlin

Beruf: Angestellter

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20

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:27

Was ist die Bild-Zeitung? Kenn ich nicht.

Ich denke, als Niederlassungsleiter weisst Du ganz genau wovon ich spreche. Die verlässlichen Leihkräfte behält man, die die immer vermittelbar sind , von denen trennt man sich nicht, auch nicht wenn die mal krank sind. Vom Rest trennt mann sich aber schon sehr schnell. Würde ich auch machen, entweder der arbeitet oder arbeitet nicht zur festgestellten Zeit.

Ihr zahlt aber trotzdem dem Leiharbeitern ein Salär was nicht in Ordnung ist.

P.S. mein Kumpel, der eine renomierte Zeitarbeitsfirma hier betreibt ist sogar so sozial eingestellt, das er persönlich den Leiharbeiter zur Arbeitsstätte fährt und wieder abholt, wenn der keinen fahrbaren Untersatz hat. Und der ist auch noch der Cheffe von der Firma.
Sagen wir es einfach mal so, Arbeitsplätze in D wurden geschaffe mit den Leiharbeitsfirmen und den da beschäftigten Mitarbeitern. Die vermitteln Billigarbeitskräfte und streichen Gewinn ein. Ist so möglich wegen unserer Politik und den Gewerkschaften.
mfg von der Spree

Maik

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