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udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

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21

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:39

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von FrankR

Zitat

Original von udo260452


Ich frag mich bloß, wer denn für die Auffüllung der Steuer-, Renten- und Arbeitslosenkassen sorgen soll, wenn da am Ende keiner mehr effektiv was einzahlt .....

Grüße
Udo


Und so ein Spruch von dir.......
Wieso "von dir"? Ist das denn so falsch, was ich da geschrieben hatte? ???

Ich verstehe ja auch die Gewerkschaften überhaupt nicht mehr, warum lassen sie sich das alles gefallen? Denen laufen doch die Mitglieder in Scharen weg, die sind doch schon jetzt politisch praktisch tot.

Aber die Gewerkschaften sind doch das einzige Sprachrohr der Arbeitnehmer, die einzige Organisation, die für die Gesamtheit der Arbeitnehmer sprechen kann, nur die sitzen mit an den Verhandlungstischen, auch in den Großbetrieben. Warum lassen die sowas zu? ??? Fließen da Gelder oder feste Jobzusagen für diejenigen, die mit am Tisch sitzen? Wenn ja, warum unternehmen die übrigen Arbeitnehmer nichts dagegen? ???

Verstehe ich alles nicht so richtig, im Jahre 1983 haben die Gewerkschaften im Metallbereich 6 lange Wochen gestreikt, weil sie unbedingt den Eisntieg in dei 35 Stunden-Woche haben wollten ---- und wieviel Stunden muss nun ein Arbeitnehmer arbeiten?

Blöderweise war damals dieser Einstieg in die 35 Stunden Woche mit Lohnverzicht über sehr viele Jahre verbunden, dieser Lohnverzicht ist nie wieder wettgemacht worden, die Verkürzung der Arbeitszeit aber schon, totaler Quatsch! Warum hat keiner was dagegen unternommen? Das ist mir völlig unverständlich.

Grüße
Udo

Actros2644

RCLine User

Wohnort: Nordhessen

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22

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:39

Zitat

Ihr zahlt aber trotzdem dem Leiharbeitern ein Salär was nicht in Ordnung ist.


Sarkasmus bringt dich auch nicht weiter, bzw. diese Diskussion.

Es ist einfach Schade das in Deutschland der Ruf der Zeitarbeitsfirmen so schlecht ist, obwohl ich zugeben muss, dass einige dieser Firmen sicher maßgeblich dazu beigetragen haben.

Ich zwinge Niemanden bei uns anzufangen und halte auch keine auf der gehen will.

EDIT: Ja die liebe IG- Metall. Auch so ein Unternehmen, auf der einen Seite bekämpft sie Leiharbeit aber auf der Anderen schleißt sie Tarifverträge dafür ab.
Grüße

Michael

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Actros2644« (28. Oktober 2010, 20:44)


HIND 24

RCLine User

Wohnort: Spandau, bei Berlin

Beruf: Angestellter

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23

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 20:49

@ Michael:

Schwarze Schafe in Eurem Geschäft gibt es mehr als genug. Räumt doch mal untereinander bei Euch auf. Vielleicht wird Euer Ruf und der anderen Firmen ( die auch auf das soziale schauen) dann besser. Glaub ich aber nicht, bei der wirtschftlichen Entwicklung die vor Deutschland steht.

Und auf die Gewerkschaften kannste Dich nicht verlassen. Ich würde die abschaffen, aber sofort. Die haben die letzten 18 Jahre vollkommen versagt.

P.S. Ich bin nicht Gewerkschaftsmitglied. Die können mich alle kreutzweise.

Ich bin auch kein Cheffe. Nur Teamleiter ohne personelle Verantwortung. War Bedingung von mir. Nur so zum Verständniss.
mfg von der Spree

Maik

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »HIND 24« (28. Oktober 2010, 21:10)


udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

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24

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:08

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von HIND 24
Nur, das verwerfliche an der Sache ist aber, das man dem Leiharbeiter z.B. nur 2/3-tel zahlt seitens der Zeitarbeitsfirma ...................
Tja, wobei Zweidrittel ja schon sehr viel ist, meistens zahlen die nicht mehr als die Hälfte .... für gleiche Arbeit, wohlgemerkt. Natürlich bekommt die Leiharbeitsfirma mehr dafür, sonst würden die ja umsont arbeiten. Da jedoch die Firma, in der die Leiharbeiter arbeiten, ja Zuschüsse vom Staat für jeden Arbeitnehmer bekommt, der eingestellt wird wenn besondere Bedingungen erfüllt wurden (über einem gewissen Alter, eventuell mit einer Behinderung oder Einschränkung usw.), muss man ja diese Geld auch noch zum Gewinn hinzurechnen.

Das ist direkte Subventionierung der sowieso schon nicht armen Leute, der Firmeninhaber vom Staat aus Mitteln, die der normal arbeitende Mensch erwirtschaftet hat! Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen, was da abläuft! :no:

Zur Zeit ist die Tendenz so: Die normalen Leute, die "Mittelschicht", also der gut verdienende und gut ausgebildete Facharbeiter wird um seinen gerechten Lohn geprellt und muss die gleiche Arbeit zu einem sehr viel niedrigeren Lohn machen, der ist sehr oft so niedrig, dass es nicht mal zum Leben reicht, das heißt, trotz Vollzeitarbeit hat er noch anspruch auf Hartz-IV!

Das alles vollzieht sich dergestalt, dass diese Einsparungen der Firmen nur dazu führen, dass die Firmeninhaber noch mehr Gewinn aus ihrem Unternehmen herausziehen können ..... den sie dann entweder an der Börse mit weit weniger Aufwand nochmals mehren können oder den sie dazu nutzen, neue, hochmoderne Zweigbetriebe im noch viel billigeren Ausland zu errichten. Ist der dann fertig, wird auch noch dem letzten deutschen Arbeitnehmer gekündigt und die gesamte Produktion ins Ausland verlagert - auf diese Weise finanziert sich der Arbeitnehmer selbst die Wegrationalisierung seines Arbeitsplatzes.

"Schuld" daran haben aber weder die ach so bösen Leiharbeitsfirmen, die ja nur den von unseren Politikern gewollten Job machen, noch die nimmersatten Chefs der Firmen, die von den Leiharbeitern profitieren, denn wenn das geht, warum sollte eine Firma freiwillig darauf verzichten? Wir selbst könnten doch auch em Staat viele Milliarden schenken, wir bräuchten doch bloss keinen Lohnsteuerjahresausgleich mehr zu machen oder freiwillig auf uns zustehende staatliche Zuwendungen zu verzichten ..... macht aber niemand wissentlich, warum auch? Machen doch alle anderen auch, oder?

Grüße
Udo

25

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:29

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von MechWerkAndi
Eine grosse Hamburger Firma ... entlässt etliche Mitarbeiter ... im Rahmen einer betriebsbedingten Kündigung. ... und sitzen einen weitere Woche später an genau dem gleichen Arbeitsplatz, von dem sie vorher gekündigt wurden. :O


Hat denn niemand von den Mitarbeitern bei Erhalt der Kündigung eine juristische Überprüfung der Betriebsbedingtheit auf dem Wege der Klage vor dem Arbeitsgericht veranlasst?
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udo260452

RCLine User

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Beruf: Pensionär

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26

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:42

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von Kue
Hat denn niemand von den Mitarbeitern bei Erhalt der Kündigung eine juristische Überprüfung der Betriebsbedingtheit auf dem Wege der Klage vor dem Arbeitsgericht veranlasst?
Was sollte das bringen? Die Kündigungen waren doch im Rahmen der gesetzlichen Fristen rechterns ausgesprochen worden, oder? Glaub mir, Firmen, die sowas machen, haben vorher ganze Scharen von Rechtsanwälten damit beschäftigt, damit man nachher nichts falsch macht bzw. eine Lücke für eine erfolgreiche Klage offenlässt oder meinst du, diese Firmenchefs sind blöd? Du kannst davon ausgehen, dass die vorher alles hieb- und stichfest abgeklopft haben.

Außerdem wurden die Arbeitnehmer sicherlich mit einer großzügigen Abfindung geködert unter gleichzeitiger Drohung, dass dieses großzügige Angebot nur für sofort gilt, zögert der Arbeitnehmer mit seiner Unterschrift, so sagt man ihm, dass er dann überhaupt keine Abfindung bekommt, die Kündigung aber dennoch ausgesprochen werde. Bedenkzeit ist nicht, sonst könnte man sich ja mit den Kollegen beraten.

Das allergemeinste ist aber, dass die Betriebsräte den Arbeitnehmern wahrscheinlich auch noch dazu geraten haben, diese Kündigung widerspruchslos anzunehmen und die Abfindung zu kassieren (dass der Staat ihnen am Jahresende mindestens die Hälfte von der Abfindung wieder wegnehmen wird, das sagt denen natürlich niemand).

Also, was würdest du denn in dieser Situation machen?

Grüße
Udo

HIND 24

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27

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:42

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Darf ich Dich breaken Udo? Du bist schon lage raus aus der Wirtschaft. Wir hier 40- jährige und jüngere stecken voll mitten drin und und haben den Kopf voll mit second source, mit LCC, mit SPS, mit 5-S, mit Line Administrartion und und und.

Den ganzen Krempel kennst Du nicht, aber hilft der deutschen Industrie, vielleicht zu überstehen. Und die Leiharbeitsfirmen sind in diesem Konzept natürlich ein gefundenes Fressen, nur Ihr Image und Vergütungsmoral ist heutzutage unter jetziger Sicht nicht optimal.
mfg von der Spree

Maik

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Actros2644

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Wohnort: Nordhessen

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28

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:46

Zitat

Tja, wobei Zweidrittel ja schon sehr viel ist, meistens zahlen die nicht mehr als die Hälfte .... für gleiche Arbeit, wohlgemerkt. Natürlich bekommt die Leiharbeitsfirma mehr dafür, sonst würden die ja umsont arbeiten. Da jedoch die Firma, in der die Leiharbeiter arbeiten, ja Zuschüsse vom Staat für jeden Arbeitnehmer bekommt, der eingestellt wird wenn besondere Bedingungen erfüllt wurden (über einem gewissen Alter, eventuell mit einer Behinderung oder Einschränkung usw.), muss man ja diese Geld auch noch zum Gewinn hinzurechnen.


Zeitarbeitsfirmen werden seitens der BA, was Eingliederungszuschüsse angeht, genau so behandelt wie "reguläre" Arbeitgeber, aber da sieht man mal wieder was Du für einen gesitigen Müll schreibst. Diese Aussage steht auch im Widerspruch zu den schnellen Kündigungen, da bei Gewährung des EGZ immer eine Mindestbeschäftigungs- Pflicht besteht.
Grüße

Michael

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Actros2644

RCLine User

Wohnort: Nordhessen

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29

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:49

Zitat

nur Ihr Image und Vergütungsmoral ist heutzutage unter jetziger Sicht nicht optimal.


Ähm, wir sind uns doch einig das für Lohnhöhen die Gewerkschaften zuständig sind (oder der Staat durch Mindestlohngesetze), die schaffen es nicht anständig Löhne zu verhandeln, noch nicht mal gleiche Löhne Ost-West.
Grüße

Michael

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udo260452

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30

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 21:52

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von HIND 24
Darf ich Dich breaken Udo? Du bist schon lage raus aus der Wirtschaft.
Was willst du mir damit sagen? Dass ich keine Ahnung habe?

Zwar hast du recht, dass ich nicht viel in der freien Wirtschaft gearbeitet haben (bin mit 19 Jahren nach meiner Lehre in die Bundeswehr eingetreten), habe aber jetzt als Pensionär bereits einige Stellen in der freien Wirtschaft versucht zu besetzen, zwecks Nebenverdienst und Langweile und habe so auch Einblicke in die heutigen Gegebenheiten gefunden.

Ein Unterschied zwischen Damals und Heute wie Tag und Nacht, während früher der Arbeitnehmer noch halbwegs respektvoll behandelt wurde, als wertvolle Resource des Unternehmens gesehen wurde (zwar auch schlecht bezahlt), ist das Klima heute ganz anders, da wird man nur noch übern Tisch gezogen, jedenfalls wird das versucht, mit aller Macht. Und wer sich dagegen auch nur ein kleines bischen auflehnt, fliegt raus. Schliesslich warten ja mindestens 10 Leute draußen, die scharf auf deine Arbeit sind, auch wenn sie kein Deutsch verstehen und warten da mal keine 10 Leute, dann gibts ja noch das Arbeitsamt und die Leiharbeitsfirmen, alles kein Problem heute.

Grüße
Udo

31

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:00

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von udo260452
Du kannst davon ausgehen, dass die vorher alles hieb- und stichfest abgeklopft haben.


Nein, ganz sicher nicht. Eine selektive betriebsbedingte Kündigung einzelner Mitarbeiter ist heutzutage vor Gericht fast nicht durchzubekommen.
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udo260452

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32

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:03

Zitat

Original von Actros2644
Zeitarbeitsfirmen werden seitens der BA, was Eingliederungszuschüsse angeht, genau so behandelt wie "reguläre" Arbeitgeber, aber da sieht man mal wieder was Du für einen gesitigen Müll schreibst. Diese Aussage steht auch im Widerspruch zu den schnellen Kündigungen, da bei Gewährung des EGZ immer eine Mindestbeschäftigungs- Pflicht besteht.
Sach mal, was willst du hier beweisen? Meinst du, andere wären dumm?

Die Situation ist doch folgende:

- Es werden Leute gekündigt, betriebsbedingt (Ha ha)

- die gleichen Leute werden bei einer Zeitarbeitsfirma wieder eingestellt

- dafür kassiert die Leiharbeitsfirma (man sollte besser das Wort: "Moderne Sklavenhändler" benuten) vom Staat Prämien, je nachdem

- sodann schickt die Leiharbeitsfirma diese Leute wieder zurück auf ihren alten Arbeitsplatz, wo sie die gleiche Arbeit wie vorher auch machen, aber dafür sehr viel weniger Geld bekommen.

Erkennst du hier nicht die Ironie, den Unsinn? All das geht auf Kosten der übrigen "noch Normalverdiener", die dafür sorgen, dass die die Staatskasse und die soziale Kassen gefüllt werden, während die gekündigten Arbeitnehmer nun dafür sorgen, das die Taschen der Chefs sowohl der Leiharbeitsfirmen als auch der Ursprungsunternehmen noch besser gefüllt werden, als vorher.

Willst du das nicht verstehen, dass das, was da zur Zeit abläuft, der reinste Quatsch ist? Dass das so nicht weitergehen kann?

Grüße
Udo

udo260452

RCLine User

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33

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:07

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von Kue

Zitat

Original von udo260452
Du kannst davon ausgehen, dass die vorher alles hieb- und stichfest abgeklopft haben.


Nein, ganz sicher nicht. Eine selektive betriebsbedingte Kündigung einzelner Mitarbeiter ist heutzutage vor Gericht fast nicht durchzubekommen.
Ach ja? :D :D :D :D
Mann, hast du aber Ahnung, warum hast du denn die Kollegen in Hamburg nicht beraten? Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden ........... wer sagt übrigens, dass es einzelne selektive Kündigungen waren? Eventuell hat man ja eine ganze Abteilung geschlossen? Für ein Woche.

Man ist da sehr erfinderisch, glaub mir. Oder willst du hier den Eindruck vermitteln, dass die Mitarbeiter in Hamburg selber Schuld an ihrer Misere sind? Dass die zu blöd waren? Hätten sie dich mal lieber vorher fragen sollen, nicht?

Grüße
Udo

HIND 24

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34

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:08

Zitat

Original von Actros2644

Zitat

Tja,
Zeitarbeitsfirmen werden seitens der BA, was Eingliederungszuschüsse angeht, genau so behandelt wie "reguläre" Arbeitgeber, aber da sieht man mal wieder was Du für einen gesitigen Müll schreibst. Diese Aussage steht auch im Widerspruch zu den schnellen Kündigungen, da bei Gewährung des EGZ immer eine Mindestbeschäftigungs- Pflicht besteht.


Du glaubst das echt? Ich mach Dir keinen Vorwurf. Geistiger Müll ist das auch nicht. Sind nur Erfahrungern von jetzt, also real time in Sachen Leiharbeitskräfte und dagegen läufst Du hier Sturm? Ist halt die Realität.
"Ähm, wir sind uns doch einig das für Lohnhöhen die Gewerkschaften zuständig sind (oder der Staat durch Mindestlohngesetze), die schaffen es nicht anständig Löhne zu verhandeln, noch nicht mal gleiche Löhne Ost-West."

Mindestlöhne? Wo gibt es das? Bei den Leiharbeitsfirmen aber nicht. Und die Leiharbeitsfirmen bauen darauf. Ihr macht Kasse. Wenn nicht, wäre das Unternehmen unrentabel und Ihr müsstet dicht machen.

Also bitte nicht so antworten und jemanden Unwissenheit unterstellen.
mfg von der Spree

Maik

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HIND 24

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35

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 22:27

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von udo260452

Zitat

Original von HIND 24
Darf ich Dich breaken Udo? Du bist schon lage raus aus der Wirtschaft.
Was willst du mir damit sagen? Dass ich keine Ahnung habe?

Grüße
Udo


Ahnung haste schon, nur heute ist vieles anders als damals, sehr viel anders. Verdammt anders. ! Und damit hat man halt auf Arbeit zu tun. Ist nicht mehr vergleichbar mit den Zuständen in 1992. 1992 ist für mich wirtschaftliches Mittelalter. Also Ritter-Zeit, Mittelalter halt, aus wirtschaftlicher Sicht heutzutage

Heute, staun ich nur noch, was vor 20 Jahren nicht ging und heute geht.
mfg von der Spree

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udo260452

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36

Donnerstag, 28. Oktober 2010, 23:24

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von HIND 24
[
Ahnung haste schon, nur heute ist vieles anders als damals, sehr viel anders. Verdammt anders. ! Und damit hat man halt auf Arbeit zu tun. Ist nicht mehr vergleichbar mit den Zuständen in 1992. 1992 ist für mich wirtschaftliches Mittelalter. Also Ritter-Zeit, Mittelalter halt, aus wirtschaftlicher Sicht heutzutage

Heute, staun ich nur noch, was vor 20 Jahren nicht ging und heute geht.
Ja da gebe ich dir recht, heute ist vieles sehr anders. Aber das hatte ich doch auch geschrieben? Ich hatte nämlich meine "Aha"-Erlebnisse in der freien Wirtschaft bereits machen dürfen - vor noch nicht allzu langer Zeit und kann daher ganz gut vergleichen.


Grüße
Udo

FrankR

RCLine User

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37

Freitag, 29. Oktober 2010, 00:18

Udo.
Wie lange hast du der Wirtschaft Geld zugeführt und wie lange hast du vom Staat gelebt?
Jetzt mal ehrliche antworten und nicht dein übliches um den Brei gelaber.

38

Freitag, 29. Oktober 2010, 08:56

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von Actros2644
Sicher sind diese Machenschaften aller Schlecker und "Grünkohl" schlimm, aber nach den letzten Tarifabschlüssen von IGZ und BZA so nicht mehr möglich. Außerdem wird zur Zeit das AÜG (Arbeitnehmer- Überlassungsgesetz) in der Art überarbeitet, dass solche Dinge ebenfalls nicht mehr möglich sind, zumindest dann nur noch zu Equal- Pay Bedingungen.

IMHO besteht Einigkeit darüber, das sich jetzt gerade, in diesem Moment, eine Armee von Rechtsanwälten mit der Frage auseinandersetzt, wie das juristisch ausgehebelt werden kann.

Zitat

Original von Kue
Hat denn niemand von den Mitarbeitern bei Erhalt der Kündigung eine juristische Überprüfung der Betriebsbedingtheit auf dem Wege der Klage vor dem Arbeitsgericht veranlasst?

Weiss ich nicht. Könnte mir vorstellen, das da fallweise etwas in Gange ist, aber bis das abgewickelt ist, sind längst Fakten geschaffen.

Im Grunde geht es doch eigendlich auch garnicht darum, ob die eine oder andere Zeitarbeitsfirma vielleicht moralisch fragwürdigen Methoden nachhängt.
Moral muss man sich leisten können. ;)

Sollte man dann über die Moral der politischen Entscheider diskutieren?
Besser nicht... :D

Wir werden in ein paar Jahren keine Arbeitslose mehr haben, von einem unvermeidbaren Bodensatz an nicht-vermittelbaren mal abgesehen.
Aber nicht, weil die Firmen so viele einstellen.
Sondern weil keiner mehr da ist, der die Arbeit macht.

Die Bildungsträger haben in den letzten Jahren aufgrund der Nachfrage aus der Industrie viele Metallberufler auf CNC Bediener umgeschult, ehemalige Metallbauer, Bohrwerksdreher usw.
Da gibt es jetzt schon keine mehr.
Jetzt wird überlegt, auch Bewerber aus anderen Berufsfeldern umzuschulen.
Einen Bäcker zum Beispiel...
Der müsste aber eigendlich erst mal eine Lehre machen, und ausserdem, wer backt dann die Brötchen?

39

Freitag, 29. Oktober 2010, 09:22

Zitat

Original von Actros2644

Zitat

Nur, das verwerfliche an der Sache ist aber, das man dem Leiharbeiter z.B. nur 2/3-tel zahlt seitens der Zeitarbeitsfirma ( der Rest ist der Gewinn der Leiharbeitsfirma), die Zeitarbeitsfirma aber von Auftraggeber mehr fordert, etwas weniger zwar, als wenn der Auftraggeber den Leiharbeiter als Mitarbeiter hätte. Nutznieser ist die Zeitarbeitsfirma und der Auftraggeber. Für die Zeitarbeitsfirma sind das weniger Personalkosten, heuer und feuer ist alltag, für den Auftraggeber sind das nur Ausgaben in der Bilanz, die den Einnahmen gegenüberstehen. Sehr effektiv aus steuerlicher Sicht für das Unternehmen.


Nja alles Stammtischparolen. Möglicherweise hast Du vergessen, dass wir auch die Lohnnebenkosten zu tragen haben, sowie Ausfall bei Krankheit etc. Ich frage mich immer wenn die Zeitarbeitsfirmen alle sooo böse sind warum Zwegat und Konsorten da immer zuerst hinrennen, wenn sie (wie gestern Abend gesehen) ihre Lebenslooser unterbringen müssen.

Sicher sind diese Machenschaften aller Schlecker und "Grünkohl" schlimm, aber nach den letzten Tarifabschlüssen von IGZ und BZA so nicht mehr möglich. Außerdem wird zur Zeit das AÜG (Arbeitnehmer- Überlassungsgesetz) in der Art überarbeitet, dass solche Dinge ebenfalls nicht mehr möglich sind, zumindest dann nur noch zu Equal- Pay Bedingungen.

So, nun dürft ihr mal richtig draufkloppen...

EDIT: Und es gibt hier ja immer Einen, der zu allem eine Meinung- aber keine Ahnung- hat.


Weisst Du, das mag bei den Großen der Branche alles so sein, es gibt jedoch in dem Bereich nachgewiesener Maßen über 180 Firmen von denen ne ganze Menge sich eben nicht an den angesprochenen Dingen orientieren.

Bei uns lagen folgende Dinge im Argen

- die 400der Kräfte bekamen weder bezahlten Urlaub noch LFZ im Krankheitfall
- die Leute die über 400 € arbeiteten bekamen keine Zuschläge für Sonn- und
Feiertagsarbeit
- Man bekam am Montag bescheid wann man am Dienstag arbeiten sollte
- Es war unser Firma (Tabel-Hannover) völlig egal was in irgendwelchen Tarifverträgen stand.....

Die Leute wurden von den Festangestellten derartig massiv angegangen dass nicht nur einmal unsere Mädels (erwachsene gestandene Frauen zwischen 30 und 67) heulender Weise durch die Gegend gelaufen sind.

Und ich bin jemand der nicht nur eine Meinung hat sondern die Dinge 3 jahre lang selbst erleben durfte. Du brauchst mir in dieser Hinsicht nichts zu erzählen mein Freund.

Der frühere Ansatz der Zeitarbeit (nämlich Personal für Spitzenzeiten vorzuhalten) ist schon lange nicht mehr vorrangig, sondern es geht ausschließlich darum Löhne zu drücken und die Gewinne zu optimieren - nichts anderes!!

Gruß
Honey Bee King 2, BL 3900,
Eflite MCX und MSR, LAMA V3, Carsonn Hughes 500, Skylifter
Tyrann 450
Ansonsten haben 40 Jahre Modellbau in allen Sparten doch Spuren hinterlassen 8)

40

Freitag, 29. Oktober 2010, 18:27

RE: Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument

Zitat

Original von udo260452

Zitat

Original von Kue

Zitat

Original von udo260452
Du kannst davon ausgehen, dass die vorher alles hieb- und stichfest abgeklopft haben.


Nein, ganz sicher nicht. Eine selektive betriebsbedingte Kündigung einzelner Mitarbeiter ist heutzutage vor Gericht fast nicht durchzubekommen.


Ach ja? :D :D :D :D
Mann, hast du aber Ahnung, warum hast du denn die Kollegen in Hamburg nicht beraten?

Grüße
Udo


Ja habe ich, ist berufsbedingt.

Bei einer selektiven betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber nachweisen, dass ganz genau DIESER Arbeitsplatz betrieblich nicht mehr aufrechterhalten werden kann und er muss nachweisen, dass der betroffene Mitarbeiter nicht auf einem anderen Arbeitsplatz im gleichen Tätigkeitsfeld eingesetzt werden kann oder durch angemessene Maßnahmen für einen anderen Arbeitsplatz im Unternehmen umqualifiziert werden kann. Das gelingt vor Gericht in der Regel nicht und deshalb strebt man dann im Klagefall von seiten des Arbeitgebers eine außergerichtliche Einigung an. Wer da zustimmt ist selber Schuld.
Tarot 500, T-Rex 500