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1

Samstag, 21. Juni 2014, 19:46

Rechtsfrage

Hallo zusammen,

bisher habe ich immer nur gelesen, heute möchte ich mich mal
zu Wort melden und dann gleich mit einer rechtlichen Frage.

Seit einiger Zeit schwelt in unserem Verein zwischen zwei
Mitgliedern ein Konflikt der meiner Meinung nach keiner ist. Um die Lage nun
etwas zu entspannen, bitte ich um eure Meinung. An einem sonnigen, windstillen
Morgen kam es auf unserem Vereinsgelände zu einer Begegnung der ehr unschönen
Art. Was war passiert?
Schadenshergang:

Wetter: heiter, Wind 0 km/h

3 Piloten flogen mit Ihren Modellen einige
geradlinige
Platzrunden. Zwei Warbirds vorn weg eine Cessna mit etwas größerem
Abstand immer hinterher. Ein weiterer Pilot wollte sich dem
Reigen mit seinem
Motorsegler anschließen. Dies gab er wohl auch beiläufig kund und
startete sein
Modell ohne das Okay aller aktiven Piloten aus der zweiten Reihe,
quer zur
Flugrichtung der bereits fliegenden Modelle. Recht sportlich
erreichte er auf ca.20m
Entfernung eine Höhe von 25-30m. Genau dort fräste er sich
mit seinem Prop. durch die rechte Fläche der etwas langsamer
fliegenden Cessna. Sehr
unsanft fielen daraufhin beide Modelle mit den entsprechenden
Schäden vom Himmel.
Beim einsammeln der Überreste bahnte sich der Konflikt schon
an, da keiner von beiden einen Fehler oder ein fehlerhaftes Verhalten zugeben
wollte.

Von einer Schuld Zuweisung möchte ich in diesem Zusammenhang Abstand nehmen. Aber wer von beiden hat eurer Meinung nach den Zwischenfall
verursacht und müsste die Kosten Tragen? Oder verhielten sich beide falsch?

Ich bedanke mich schon jetzt für eure interessanten Beiträge
zu diesem Thema.

-Ralf-

RCLine Team

Wohnort: Remscheid

Beruf: Prediger

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2

Samstag, 21. Juni 2014, 20:10

Kam der Motorsegler aus Sicht der Cessna von Steuerbord? Dann wäre die Cessna ausweichpflichtig,
berechtigt den Motorsegler aber nicht zum Rammen ..... 50:50 .....

Kam der Motorsegler aus Sicht der Cessna von Backboard, wäre der Motorsegler ausweichpflichtig ....
hier stellt sich nur noch die Frage, inwieweit der Cessna-Pilot den Unfall hätte vermeiden können ....
also auch 50:50 :evil:
Gruß Ralf (das Grantele)

Funcopter mit Alu-TS
Raptor E550

Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt:
Lieber Freund, das mache ich schon zwanzig Jahre so. - Man
kann eine Sache auch zwanzig Jahre falsch machen.
Tucholsky

gizzmocat

RCLine User

Wohnort: Rohr / Bayern

Beruf: nennen wir´s Hausierer...

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3

Samstag, 21. Juni 2014, 20:38

Hmmm, wo war der Flugleiter? Hat er dem Start zugestimmt?

Wir fliegen meist mit mehreren Modellen gleichzeitig ohne Berührungen, aber immer in einer bestimmten Richtung. Wenn da einer quer schießt.....

Rechtlich kann und will ich keine Aussage treffen, aber der neu hinzugekommene Pilot müsste sich schon an den fliegenden Modellen orientieren.
Gruß
Christian

Was nicht fliegt kann sich auch nicht erden...

Jan Herzog

RCLine User

Wohnort: Reinheim

Beruf: Dipl.Grafiker

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4

Samstag, 21. Juni 2014, 20:59

Scheint ein Absprachefehler zu gewesen zu sein , bei uns Wildfliegern sind bis zu 7 Kisten in der Luft und es hat bei diesem Massenformationsflug noch nie gescheppert ^^
Ich würde mich einfach besser absprechen und nur mit Leuten fliegen mit denen Absprachen gut zu halten sind .
Jeder Sollte seinen Schaden selbst tragen , Aber man sollte das Freundschaftlich regeln und dem Crashpartner auch unter die Arme greifen !!
Sonst leidet die Kameratschaft !
:D Beste Grüße : Jan ! :D

Meine HP : Janoschs Hangar :ok:
Club Page : Peters Flying Club :ok:
Bau und Reperaturservice : Flugakademie Reinheim :ok:


normalfreak

RCLine Team

Wohnort: Eifel/Raum Euskirchen

Beruf: Leichtflugzeugbauer

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5

Samstag, 21. Juni 2014, 21:04

Fakt ist, wenn jemand meldet das er startet oder landet, dann machen alle anderen den Luftraum um die Piste frei.
So kenne ich es jedenfalls.
Das überfliegen des Platzes ist dann auch nur in ausreichender Höhe genehmigt, eben so, dass man mit dem startenden Modell nicht zusammen stößt.
Finde es so eigentlich ganz sinnig, eine Starterlaubnis gibts bei uns jedenfalls nicht.
Mit freundlichem Gruß
Marcus

Jan.w.

RCLine User

Beruf: Schüler

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6

Samstag, 21. Juni 2014, 21:10

Sowas kann passieren, schade aber soetwas kommt eben vor.
Ich bin der Meinung keiner hat Schuld, man kann ja nicht beim fliegen seines Modell auf den gesamten Luftraum achten.
LG Jan

Vollker

RCLine User

Wohnort: Braunschweig

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7

Samstag, 21. Juni 2014, 21:33

Wer starten will, kann das natürlich nur dort, wo er die bereits fliegenden Modelle nicht gefährdet. Wenn deren Flugbahnen so wie geschildert auch noch vorhersehbar sind, scheint es sogar fast mutwillig auf einenZusammenstoß angelegt worden zu sein. Die bereits fliegenden Piloten sollten sich darauf verlassen können, dass starten wollende Piloten einen geeigneten Zeitpunkt zum Start abwarten. Bei solchen Platzrunden gibt es genügend Platz zwischendurch.

8

Sonntag, 22. Juni 2014, 06:51

... auf Grund der eindeutigen Sachlage dachte ich eigentlich, dass dieser Fall weniger umstritten sei. mmmh
Fakt ist, wenn jemand meldet das er startet oder landet, dann machen alle anderen den Luftraum um die Piste frei. So kenne ich es jedenfalls.
Das überfliegen des Platzes ist dann auch nur in ausreichender Höhe genehmigt, eben so, dass man mit dem startenden Modell nicht zusammen stößt.
So handhaben wir es normalerweise auch! 25 bis 30m Höhe in ca. 20m Entfernung sollten für einen sicheren Start doch eigentlich völlig ausreichend sein. Wen nicht, sollte den bereits fliegenden soviel Zeit gegeben werden, den für den Start benötigten Luftraum zu verlassen. Der Start des Motorsegler Piloten war meiner Meinung nach sehr sportlich. Oder doch unkontrolliert??

Wer starten will, kann das natürlich nur dort, wo er die bereits fliegenden Modelle nicht gefährdet. Wenn deren Flugbahnen so wie geschildert auch noch vorhersehbar sind, scheint es sogar fast mutwillig auf einenZusammenstoß angelegt worden zu sein. Die bereits fliegenden Piloten sollten sich darauf verlassen können, dass starten wollende Piloten einen geeigneten Zeitpunkt zum Start abwarten. Bei solchen Platzrunden gibt es genügend Platz zwischendurch.
... da bin ich genau deiner Meinung. Selbst wenn die Flugrichtung nicht eindeutig gewesen wäre, hätte er warten müssen!! Wer da aus welcher Richtung kam und eventuell hätte ausweichen müssen ist meiner Meinung nach in diesem Zusammenhang zu vernachlässigen.

9

Sonntag, 22. Juni 2014, 08:12

Eure Vereinssatzung oder die Flugordnung eures Vereins regelt sicher, wie die Startprozedur abzulaufen hat.

Aus zweiter Reihe, beiläufig seinen Startwunsch äußernd, ohne von jedem Piloten ein "ok" bekommen zu haben und quer zur gemeinsamen Flugrichtung ... die Schuldfrage wäre für mich hier recht eindeutig, falls es nicht so bei Euch üblich ist, dass ein wenig unorganisiert gestartet und gelandet wird.
Tarot 500, T-Rex 500

thorben97

RCLine User

Wohnort: Hamburg

Beruf: Auf dem Weg zum Fluggerätmechaniker Instandhaltungstechnik

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10

Sonntag, 22. Juni 2014, 09:35

Also wenn der von unten kam würde ich mal sagen er trägt die Schuld.
Andererseits sollte man nur mit leuten zusammen fliegen wenn diese auch in der Lage sind gegenseitig aufeinander zu achten. Wir fliegen teilweise mit 7 Modellen gleichzeitig ohne festgelegte Flugrichtung und es passiert nichts. Wenn bei uns dann was passiert dann ist das halt so. Da gibts dann keine Schuldzuweisungen oder sowas.
Mein Hangar: Petr Zak Yak 54 :evil: , Sebart Wind 110, Wind S und Angel S, PA Katana MD, Zaunkönig, Arrow v6, Kobras in allen Variationen :D und eine Sebart Su 29 140e ( 6s Elektro, love it :heart: )

Helis: Logo 600 SX, Warp 360, T-Rex 250 SE

Solange die Teile im Umkreis von 5m verstreut sind, zählt es als Landung :D

Ich habe visuellen Tinitus. Ich sehe dauernd nur Pfeifen!

MfG
Thorben

11

Sonntag, 22. Juni 2014, 11:06

... ja, er kam von unten und das mit einer echt sportlichen Steigleistung. Ob das nun gewollt oder eher ungewollt war kann ich nicht sagen. Sah aber schon ein bisschen nach Angriff aus. Der Pilot des Segler zeigt sich in dieser Frage sehr uneinsichtig Zitat:" Na du hättst ausweichen müsse" fand ich an der Stelle schon sehr unangemessen und Unkollegial. Um so schöner ist es, dass es doch noch einige Leute gibt die eine ähnliche Rechtsauffassung vertreten wie ich. Dafür erst einmal vielen Dank!
Für den Vorfall gibt es auch einige weitere Zeugen, diese positionieren sich aber leider nicht eindeutig in dieser Sache, so das es dem Vereinsfrieden nicht besonders dienlich ist. Es gab auch Angebote wonach beide einen guten Schnitt gemacht hätten. Aber Grundvoraussetzung für ein solches Angebot ist immer eine gewisse Einsichtigkeit. Dies lässt der geistige Habitus einiger aber oft nicht zu, leider!

12

Sonntag, 22. Juni 2014, 11:17

Prüfe doch mal, ob es eindeutige Regelungen in Eurer Satzung oder der Flugordnung gibt.

Und frage ggf. mal bei Deiner Modellbau-Versicherung nach, nicht als Schadensmeldung, dass kann später noch erfolgen, sondern als Beratung und Schlichtungsvorschlag.
Tarot 500, T-Rex 500

13

Sonntag, 22. Juni 2014, 11:24

... es gibt keine Eindeutige Regelung in der Satzung. Mus sie meiner Meinung nach auch nicht regeln, es sei den es sollen von vorn herein fest gelegt werden das der mit dem Preiswerteren Modell immer Schuld hat.

Kann man ohne Zustimmung des Gegners problemlos diesen Schaden dem DMFV bzw. der Vers. melden? Ähnlich wie es bei KFZ gehandhabt werden kann?

14

Sonntag, 22. Juni 2014, 15:52

Frage einfach mal (telefonisch) an, ob sie Stellung zu einer Vorfalls-Schilderung nehmen können. Falls ja, dann beschreibe den Vorfall möglichst neutral und sachlich. Nicht als Schadensmeldung, sondern erstmal als sachliche Beurteilung ohne Rechtsverbindlichkeit. Dann hast Du schon mal eine neutrale Stellungnahme dazu.
Tarot 500, T-Rex 500

15

Sonntag, 22. Juni 2014, 16:03

... ach so, Nachtrag, diese Stellungnahme soll dazu dienen, mit dem anderen Piloten ins Gespräch zu kommen. Ihr wollt ja sicher keinen Streit, sondern eine möglichst "richtige" Beurteilung und die damit dann einhergehenden Schadensregelung. Da ja beide Piloten eine Versicherung haben, dürfte der finanzielle Teil eh wurscht sein. Aber erstmal gilt es zu klären, wie die Schuldfrage aussieht.
Tarot 500, T-Rex 500

grmpf

RCLine User

Wohnort: Ludwigsburg-Oßweil

Beruf: EDV-Mitarbeiter Backup und Testcenter

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16

Sonntag, 22. Juni 2014, 17:26

Also unabhängig von irgendwelchen "rechtlichen" Bestimmungen sollte doch jedem Piloten klar sein, dass Querflug zu anderen Piloten immer kritisch ist. Ein Start quer zu Kollegen grenzt schon an ziemliche Dummheit oder Böswilligkeit.Natürlich kann es auf Grund der Gegebenheiten sein, dass ein Start von der Flugrichtung nicht anders zu machen ist, aber dann muss ich als Starter halt doppelt und dreifach aufpassen, was sich in der Luft tut. Tue ich es nicht und es passiert was, dann kann ich mich nicht einfach aus der Verantwortung davon stehlen und die Schuld auf andere Abschieben wollen.
Dazu brauch es auch keine besonderen Regelungen sondern nur gesunden Menschenverstand und Rücksichtnahme auf die anderen Piloten. Siehe auch die Schaumwaffeltreffen, wo gerne einige Piloten in der Luft sind und eigentlich immer einer am Starten oder Landen ist. Aber da wird halt wenn es irgendwie geht immer in Flugrichtung gestartet, nicht quer, nicht dagegen.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D