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1

Montag, 15. Juni 2015, 14:43

Grexit „Heute ist ein schöner Tag“



Zitate:
„Ich schließe den Grexit als sinnvolle Lösung aus. Aber alles ausschließen kann niemand, auch ich kann nicht ausschließen, dass ein Komet die Erde trifft.“

„Klingt verrückt, aber es ist so: Je höher diese Steuern, je weniger zahlen die Leute, sie fühlen sich dann berechtigt, nicht mehr zu zahlen“„Wissen Sie, was unser wirkliches Problem mit der Mehrwertsteuer ist? Wir sind nicht in der Lage, sie zu kassieren.“

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu…t-13647440.html

wie ist eure Meinung zum Grexit? dafür?dagegen? welche Exit-Szenarien stellt ihr euch vor?
Ich bin für einen totalen Schuldenerlass, als Dank für Varoufakis ehrlichkeit und weil er uns näher an die D'Mark gebracht hat , die Griechen stehen wieder auf eigene Füße, es kommt zur D'Mark, alle sind Glücklich, Happy End.....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »offline« (15. Juni 2015, 14:48)


2

Montag, 15. Juni 2015, 15:20

Bin gegen einen Austritt. Egal von wem.

Und ich will auch die D-Mark niemals wieder haben.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


3

Montag, 15. Juni 2015, 16:26

Die D Mark wird es sicherlich so schnell nicht mehr geben. Was hätten wir für einen Vorteil daraus?
Europa bzw. die Europäische Union ist ein einmaliges Politisches- und Wirtschafssystem. Da es Weltweit kein vergleichbares Konstrukt gibt ist es natürlich sehr schwer im Umgang mit neuen Problemen und/ oder Umstrukturierungen. Deshalb muss man eben aus den gemachten Fehlern lernen. In meinen Augen auch kein Problem. So viele Vorteile wie man durch die EU hat, da dürfen auch mal ein paar neue Problem auftauchen an deren nicht trivialen Lösung hart gearbeitet wird.

4

Montag, 15. Juni 2015, 16:34

Langsam stürzt das Märchenschloss Europa, der Traum einiger selbstverliebter(Deutschen) Politiker in sich zusammen. :ok:
Und was hats gebracht? Einige Länder stehen kurz vor dem Bankrott, die Arbeitslosenzahlen stiegen ins unermessliche(Griechenland, Spanien usw.)
In Deutschland leben immer mehr Menschen in Armut. Die Preise sind in etwa gleich geblieben, nur das Einkommen hat sich halbiert.
Das Rentenalter wurde mal wieder höher angesetzt. Die Deutschen Steuerzahler werden für die Schulden anderer Länder zur Kasse gebeten.

Aber man soll ja ned nur meckern, die ohnehin schon zu DM Zeiten Reichen sind jetzt noch reicher. ;)


Vielen Dank dafür liebe Bundesregierung. :dumm:

5

Montag, 15. Juni 2015, 16:38

Ich moechte die EU nicht mehr missen. :w
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles.

Bleibt gesund!!!


jufi

RCLine User

Wohnort: Ba-Wü

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6

Montag, 15. Juni 2015, 16:41

Ich wette hier um einen Kasten Bier, dass es keinen Grexit geben wird :prost: !!!
Gruß Jürgen

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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7

Montag, 15. Juni 2015, 16:45

Die D Mark wird es sicherlich so schnell nicht mehr geben. Was hätten wir für einen Vorteil daraus?
.
Eine Währung, die die wirtschaftliche Stärke von Deutschland repräsentiert.

Jeder versucht mir zwar zu suggerieren, dass Deutschland von einem schwachen EUR profitiert, aber das dürfte wohl eher die international agierenden Konzerne betreffen.
Wir sind zwar Exportweltmeister aber wir brauchen für die Produktion zunehmend Importe von Rohstoffen oder Halbfertigerzeugnissen. Die werden üblicherweise gerne in US Dollar abgerechnet und die Preise sind mittlerweile jenseits von gut und böse, weil der Umrechnungskurs dermaßen bescheiden ist.

Hinzu kommt , dass unsere Währungshüter den Markt mit EUR geradezu überschwemmen, damit dieser noch mehr an Wert verliert. Super Idee !

Geld ist nichts mehr wert, wirft daher auch keine Zinsen mehr ab. Der Sparer ist in den Hintern gekniffen, ganze Altersabsicherungs-Systeme sind in Gefahr.
Und wenn wir die Griechen endlich raus gekegelt haben, dann stehen die nächsten Problemfälle vor der Tür. Ich bin immer ein Fan einer einheitlichen Währung gewesen aber eine Union macht nur dann Sinn, wenn alle beteiligten Länder wirtschaftlich auf Augenhöhe sind.

Dem ist aber nachweislich nicht so und daher ist das Ding irgendwann nicht mehr zu halten.

Alte Währung zurück ? Ja gerne ! Der erste, der da vorprescht sind die Briten, da wette ich fast drauf.
Und die Schweizer waren von vorneherein so clever, sich diesen Schwachsinn nicht anzutun.

Crischi74

RCLine User

Wohnort: Mötzingen

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8

Montag, 15. Juni 2015, 16:47

Heiko du hast nicht das Wissen um Volkswirtschaft und Politik, und auch keine Daten und Fakten zur Hand um dir eine vernünftige Meinung zu diesem Thema zu bilden. Du kennst nicht die Zusammenhänge. Die kennt keine Einzelperson. Das Thema ist so komplex dass es viele tausend ausgebildete Wissenschaftler, Anwälte und Sachbearbeiter brauch um die Sache zu analysieren und zu bewerten. Selbst ein extrem zusammengefasstes Dossier zu der Sache aus dem dann Staatsekretäre die Minister und Regierungschefs zur Entscheidungfindung beraten, hat viele 1000 Seiten.
Und dann gibts trotzdem noch soviele Unbekannte.

Ich halte es daher für sehr anmaßend sich aus wenigen Überschriften und Presseschnipseln sich eine entgültige Meinung zu bilden und diese derart kund zu tun. Sorry. Es gibt hier im Forum viele Diskussionen über Aerodynamik wo mit Halbwissen um sich geworfen wird und die Zusammenhänge nicht kapiert werden und einfachste Gleichungen aus Unwissenheit nicht angewendet werden.
Diese Themen sind aber im Vergleich der Komplexität zu der Griechenland-Thematik ein Wassertropfen auf einen Regenschauer.

Meine Meinung dazu ohne ein abgeschlossenes Studium in Volkswirtschaft oder Politik sollte man zum Thema Schuldenkrise besser den Mund halten.
:no:
Wer nicht viel weiss muss viel glauben. ¯\_(ツ)_/¯
Schaut mal rein. http://500px.com/ChristianDamm
oder https://www.instagram.com/chrischi74/

9

Montag, 15. Juni 2015, 16:48


Ich moechte die EU nicht mehr missen.


Ich auch nicht.

Die Deutschen Steuerzahler werden für die Schulden anderer Länder zur Kasse gebeten.

Irgendwie nicht richtig. Deutschland hat sich für Griechenland verbürgt. Was bedeutet wir zahlen nur im Falle eines Zahlungsausfalls. Aber da ja der Grexit hier gefordert wird kann es dem Steuerzahler nicht an Geld mangeln. Denn wenn der Grexit wirklich Eintritt, dann dürfen wir zahlen.

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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10

Montag, 15. Juni 2015, 16:50

Zahlen werden wir sowieso, dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Die Griechen werden es nicht schaffen kurz oder mittelfristig das Chaos zu beseitigen.

11

Montag, 15. Juni 2015, 16:51

Meine Meinung dazu ohne ein abgeschlossenes Studium in Volkswirtschaft oder Politik sollte man zum Thema Schuldenkrise besser den Mund halten.
:no:


Vielen Dank dazu. Endlich mal jemand der das erkennt. Ich wollte es ja so nicht ausdrücken, aber um so mehr dank ich dir dafür.

Zahlen werden wir sowieso, dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Die Griechen werden es nicht schaffen kurz oder mittelfristig den eingefahrenen Schlendrian auszubügeln.


Wenn du das so genau weißt, dann bist du der erste. Übrigens macht die Summe, für die wir uns verbürgt haben gerade mal ca. 1% des deutschen BIP aus..also, warte mal, nix...

12

Montag, 15. Juni 2015, 16:52

@Phil

Der Zahlungsausfall ist doch so oder so schon da. Griechenland wird auf längere Zeit Zahlungsunfähig sein. ;)

Scubapro

RCLine User

Wohnort: Darmstadt

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13

Montag, 15. Juni 2015, 16:58

Leider sieht man an Themen wie diesen immer wieder, dass die BILD funktioniert. :( :no: :wall:

In dem Fall empfehle ich folgende Lektüre:
http://www.bildblog.de/


Wo wir gerade bei populären Bashthemen sind.

Hier eine vollständige Liste dessen, das sich durch die sog. "Homo-Ehe" für "klassische" Ehen und Familien ändert:

14

Montag, 15. Juni 2015, 17:15

Meine Meinung dazu ohne ein abgeschlossenes Studium in Volkswirtschaft oder Politik sollte man zum Thema Schuldenkrise besser den Mund halten.


Mann, Mann, Mann .... diesen Satz solltest Du nicht hier in diesem Forum tippseln sondern an Frau Merkel schicken, diese "Physikerin" ist studiert und demnach deiner Meinung damit ja mit absoluter Fachkompetenz ausgestattet und somit berechtigt ihren Senf dazu abzugeben.

Diese Frau hat scheinbar nix besseres zu tun als in jedes ihr vor dem Kopf gehaltenes Mikrofon zu unken: "Ich will nicht das Griechenland den Euro/Euroraum verläßt, die Griechen müssen drin bleiben". Na bravo, eine bessere Verhandlungsposition kann Sie den Griechen nicht bieten, die sitzen die Sache aus in der Gewißheit das letztendlich wieder genug Geld fliessen wird um genauso wie die vergangenen Jahrzehnte weiterwurschteln zu können. Die EU und allen voran Frau Merkel hat sich schon viel zu lange zum Hampelmann (frau) der Griechen machen lassen.

Das (nicht nur deutsche) Problem ist das die Politiker in erster Line Interessenvertreter der Wirtschaft und nicht des Volkes sind das sie gewählt hat.

15

Montag, 15. Juni 2015, 17:31

nichts gegen die EU, aber welche vorteile bringt diese Wabbelwährung?
2008 konnte ich hier im Ausland jeden Monat gut am Automaten ziehen, leben wie ein König in Frankreich.
und nu, der Euro dümpelt von einem Tiefstand zum nächsten wer Geld anlegt, soll Gebühren zahlen, statt Zinsen zu kassieren usw usw.. ...
Ab 2010 fast täglich gebetet das dieser wieder steigt, nu bete ich dafür das dieser ins Bodenlose fallen wird dadurch zerbricht!

Zitate sind schön, hier noch eins:
"Beispiel USA: Angenommen, eine Reise in die Vereinigten Staaten schlägt mit 3000 Dollar zu Buche. Wer diese Reise heute zum aktuellen Euro-Dollar-Kurs bucht, muss dafür 2419 Euro hinblättern. Hätte man die gleiche Reise Anfang November gebucht – damals stand der Euro bei 1,38 Dollar – wären nur 2174 Euro fällig gewesen. Zu den Zeiten der Euro-Höchststände, im Sommer 2008, hätte ein Tourist die Beispiel-Reise sogar zum Schnäppchenpreis von 1875 Euro bekommen
"
http://www.focus.de/finanzen/news/staats…aid_760838.html


Ich wette hier um einen Kasten Bier, dass es keinen Grexit geben wird !!!


bin dabei ein Kasten Andechser. Grexit fällig vor 31. Dezember 2016,..schlag ein und der Kasten geht zu Silvester auf deine kosten :prost:

Leider sieht man an Themen wie diesen immer wieder, dass die BILD funktioniert.


Ich lese täglich in 3 verschiedenen Sprachen, stehe in kontakt zu Meinungen Gedanken und Mentalitäten die man erst verstehen kann wenn man Jahrzehnte im Ausland gewohnt hat und diese nicht nur erlebt sondern lebt. Also an Themen wie diesen? klär mich mal auf.

16

Montag, 15. Juni 2015, 17:36

Ich bin für einen totalen Schuldenerlass, als Dank für Varoufakis ehrlichkeit und weil er uns näher an die D'Mark gebracht hat , die Griechen stehen wieder auf eigene Füße, es kommt zur D'Mark, alle sind Glücklich, Happy End.....


weil allein dieser Satz nicht darauf schließen lässt sorry...Die D Mark wieder einzuführen wäre ein Schritt in die komplett falsche Richtung. Wird auch nicht kommen. Was würde passieren? Sie wird total überbewertet am Kapitalmarkt was dir zwar einen günstigen Urlaub in Amerika verschaffen würden, die deutschen Exporteure aber Umsatzeinbußen ins Bodenlose haben, weil audi, mercedes und co auf einmal extrem teuer sind im Ausland...was dann? Mitarbeiter entlassen, weniger Lohn, Kurzarbeit usw. und das nur als kleines Szenario...
das könnte man schön so weiter führen, da viele Unternehmungen in Deutschland vom Export leben. Und dabei haben wir noch nicht am auf wieder Anfallende Zölle, Quoten und sonstigen Schnick Schnack geachtet..

Auch heißt das noch lange nicht, dass die Griechen dann wieder auf eigenen Füßen stehen. angenommen die Drachme wird wieder eingeführt? Möchtest du sie haben? Möchte irgendjemand die haben? Die Griechen total abgeschirmt vom Weltmarkt, Import super teuer, Export..naja gab es noch nie wirklich. Ich glaube nicht, dass damit die Situation eine besserung erfahren hätte. Nur eins hätte sich geändert: Niemand interessiert es mehr!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »PhilSchlo« (15. Juni 2015, 17:45)


stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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17

Montag, 15. Juni 2015, 17:44

Naja,

einige Leute sollten mal vom hohen Roß runter kommen.


Ich bin durchaus Insider der Betriebswirtschaft aber das heißt nichts...auch Leute, die weder Finanzwirtschaft noch Volkswirtschaft studiert haben, können sich durchaus eine Meinung bilden, die auch mit der Bild nichts zu tun hat.

Fakt ist:

Im letzten Jahr ist unser Geld in erheblichem Maße entwertet worden. Es mag durchaus einige Gewinner dieser Krise geben, aber das sind ehe multinational operierende Konzerne und nicht der deutsche Mittelstand, der normale Gewerbetreibende oder gar der Arbeitnehmer.
Mir ist klar, dass einige exportorientierte Branchen, wie auch die Auto - oder Anlagenbauer davon profitieren aber die sind nicht der Mittelpunkt der Welt.

Auf den Vorteil bei Exporten ins nicht EUR geschädigte Ausland kann der überwiegende Teil der deutschen Gewerbetreibenden durchaus verzichten. Der ist nämlich auf Importe mit Fremdwährungen , vorzugsweise US Dollar angewiesen und dem laufen die Bezugskosten davon.

Die meisten Szenarien zu Altersabsicherung sind in Gefahr, der EUR bringt nichts mehr ein, die Zinsen sind am Boden.
Wer nicht gerade in Immobilien investiert hat oder in anderen Werte, der sollte sich mal überdenken, wie er im Alter über die Runden kommt.

Die üblichen Sprüche, dass bei niedrigen Zinsen die Leute Ihr Geld ausgeben und somit die Wirtschaft ankurbeln kann man vergessen.
Die sind nämlich verunsichert, was die Zukunft bringt und geben eher nichts aus.

Defakto merken auch die Doofen ohne BWL oder VWL Studium, dass Sie klammheimlich abgezockt werden. Da hilft es auch nichts, wenn ein paar "Wirtschaftsexperten" in Foren oder anderswo ihnen versuchen zu erklären, dass Sie die Feinheiten der gehobenen Finanzpolitik nicht verstehen.

18

Montag, 15. Juni 2015, 17:54

auch Leute, die weder Finanzwirtschaft noch Volkswirtschaft studiert haben, können sich durchaus eine Meinung bilden, die auch mit der Bild nichts zu tun hat.


Druchaus wahr. Eigentlich bin ich froh um jeden der das tut. Nur wie viele sind das wirklich? Immerhin ein paar haben es getan, die auch sehr sinnvolle Kommentare verfassen.
Aber wenn dann wieder Unwahrheiten verbreitet werden, die einfach falsch sind - sorry, dann muss ich sagen lieber mal ruhig sein. In diversen Diskussionen gibt es Aussagen da stellt sich mir jedes Haar. Ich versuche auch nicht in einem fachfremden Bereich den allwissenden zu Spielen.

Die meisten Szenarien zu Altersabsicherung sind in Gefahr, der EUR bringt nichts mehr ein, die Zinsen sind am Boden.
Wer nicht gerade in Immobilien investiert hat oder in anderen Werte, der sollte sich mal überdenken, wie er im Alter über die Runden kommt.


Da sind wir uns definitiv einig. Das die EU gerade keine tolle Phase hat, ja ich glaube das sieht jeder. Aber warum dann gleich aufgeben? Es gibt so viele tolle Vorteile (nicht nur ökonomischer Natur) wieso die alle wieder fallen lassen?
Nur weil ich mal mein Flugzeug im Acker versenke schmeiß ich ihn nicht weg, nein, ich versuche ihn zu reparieren..

19

Montag, 15. Juni 2015, 18:11

@Phil

Der Zahlungsausfall ist doch so oder so schon da. Griechenland wird auf längere Zeit Zahlungsunfähig sein. ;)

Genau das ist das Problem. Egal ob Griechenland den Euro behält oder nicht, wir - also alle steuerzahlenden Bürger aller anderen Euroländer - kommen aus der Sache nicht mehr "sauber" raus. Da wurden Milliarden in den Sand gesetzt und es kommen unweigerlich weiter Milliarden dazu.

Es kann doch niemand ernsthaft glauben, dass das so einfach ist wie es zur Zeit gerne dargestellt wird. Der "Plan" der EU sieht vor, dass Griechenland die verlangten Reformen komplett abarbeitet, im Gegenzug noch 1x (ein Mal) 7,2 Mrd. Euro "Rettungsgeld" bekommt und von da an wieder auf eigenen Beinen steht. Das wird so nix!
Der größte Witz an der Sache ist die angestrebte Vereinbarung zu einem griechischen Haushaltsüberschuss, inklusive Streit über irgendwelceh planwirtschaftlichen Nachkommastellen. Das einzige was an den Haushaltszahlen wirklich steuerbar ist, ist doch die Ausgabenseite. Die Einnahmenseite ist zwar in gewissen Grenzen beeinflussbar, aber nicht exakt steuerbar. Eine gesunde Wirtschaft kann man nicht befehlen, erst Recht nicht zu irgendeinem Stichtag, als würde man einen Schalter umlegen. Ohne eine gesunde Wirtschaft geht aber auf Dauer nix, außer man hat vor sich auf Dauer einzurichten wie manche Länder irgendwo in Zentralafrika, wo kaum einer weiß wovon er morgen satt wird und wo Straßen mit bloßen Füßen in den staubigen Boden getreten werden.

Wenn Griechenland "gerettet" wird und den Euro behält, werden wir europäische Steuerzahler Griechenland noch viele Jahre in regelmäßigen Abständen immer wieder mit neuem Geld "retten" müssen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine griechische Pleite, also ein Totalausfall aller Kredite, billiger kommt als ein Zuschussbetrieb für Jahrzehnte.

Die "Rettungsmilliarden" bekommen übrigens nicht die griechischen Bürger. Die werden verwendet um Bankkredite des griechischen Staats zurückzuzahlen. Die faulen Kredite der Banken werden so - zwar indirekt, aber nur kaum getarnt - auf die Allgemeinheit übertragen. Hier wird das Geschäftsrisiko der Banken auf die Allgemeinheit abgewälzt. Wäre die Zockerei gut gegangen, hätten die Banken den Gewinn selbstverständlich nicht auf die Allgemeinheit verteilt.


Wie gut kann eigentlich ein System sein, das man ständig retten muss?
Der Euro war gut gemeint, aber handwerklich miserabel umgesetzt. Es hätte von Anfang an eine in wesentlichen Punkten zentral gesteuerte Haushalts- und Wirtschaftspolitik für alle Euroländer her gemusst. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn jeder egoistisch sein eigenes Süppchen kocht und dabei das Große Ganze aus den Augen verliert.
Aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, die ganze EU ist gut gemeint, aber handwerklich stark mangelhaft umgesetzt.
Würde das alles richtig funktionieren, hätten Euro und EU schon allein deshalb nur Vorteile, weil sie keine Nachteile mehr hätten. Anzustreben ist das allemal :ok:
Die Antwort auf die Probleme von EU und Euro kann nicht sein, alles wieder aufzulösen. Was will man denn dann als nächstes auflösen? Man könnte dann ja gleich wie in vergangenen Jahrhunderten wieder vor und hinter jedem Dorf einen Schlagbaum aufstellen, Zölle erheben und mit unzähligen verschiedenen, selbstverständlich völlig inkompatiblen Maßeinheiten messen und wenn's gefällt auch gleich noch die gemeinsame Rechtschreibung wieder abschaffen.

20

Montag, 15. Juni 2015, 18:14

alte Währung zurück ? Ja gerne ! Der erste, der da vorprescht sind die Briten, da wette ich fast drauf.

haben die Briten etwa den Euro? Ist mir da was entgangen?

Wie gut kann eigentlich ein System sein, das man ständig retten muss?
Der Euro war gut gemeint, aber handwerklich miserabel umgesetzt. Es hätte von Anfang an eine in wesentlichen Punkten zentral gesteuerte Haushalts- und Wirtschaftspolitik für alle Euroländer her gemusst. Es kann auf Dauer nicht funktionieren, wenn jeder egoistisch sein eigenes Süppchen kocht und dabei das Große Ganze aus den Augen verliert.
Aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, die ganze EU ist gut gemeint, aber handwerklich stark mangelhaft umgesetzt.
Würde das alles richtig funktionieren, hätten Euro und EU schon allein deshalb nur Vorteile, weil sie keine Nachteile mehr hätten. Anzustreben ist das allemal :ok:
Die Antwort auf die Probleme von EU und Euro kann nicht sein, alles wieder aufzulösen. Was will man denn dann als nächstes auflösen? Man könnte dann ja gleich wie in vergangenen Jahrhunderten wieder vor und hinter jedem Dorf einen Schlagbaum aufstellen, Zölle erheben und mit unzähligen verschiedenen, selbstverständlich völlig inkompatiblen Maßeinheiten messen und wenn's gefällt auch gleich noch die gemeinsame Rechtschreibung wieder abschaffen.


:ok:

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