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Samstag, 27. Juni 2020, 17:10

Kurze Vorstellung und Schwierigkeiten mit dem Handstart einer Mustang Parkzone

Hallo zusammen,
bin der Klaus, fast schon in Rente, also ein " Alter " und habe wieder mit dem Modellflug angefangen, nach mehrjähriger Pause. Zuerst wurde ein Cockpit SX MPX 2,4 Sender besorgt, Lipos und Ladegeräte.
Im " Hangar " habe ich einige Modelle wie z.b. eine Libelle, ein 4 Klappensegler von CK-Modellbau , Taxi 3, Hochdecker, etc.
Das " Einfliegen der Modelle " klappte schon mal, nur beim Werfen der Mustang Parkzone , welche ich gebraucht erworben habe, zweifel ich schon an mir. Ich mh stubs die mehr aus der Hand, sie zieht dann
aber nach 2 Meter nach links. Ein Verzug der Fläche , Ungleiches Servosausschlagen, kann ich nicht entdecken. Es ist eine ziemlich starre LS drauf. Ich habe hier noch eine "weiche " Orginalluftschraube
von früher liegen.
Gruß und einen schönen Abend. Freu mich aufs Forum.
Klaus
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  • Staufenbiehl mit Klappen.JPG
  • Hochdecker mit Servos, Regler, Motor u. 2,4 GHZ Empfänger.jpg
  • TX 3 mit 100 gramm Blei.JPG

Smart

RCLine User

Wohnort: D-Weil am Rhein

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2

Samstag, 27. Juni 2020, 20:29

Hallo Klaus

Viel spass im forum :prost:
Zu deinem Mustang Problem, kann man pauschal nicht beantworten.
Für mich hört sich das nach einem klassischen strömungsabriss an.
Ansonsten such einen in deiner Gegend der dir hilft.


Gruß Rolf

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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3

Samstag, 27. Juni 2020, 22:10

Hallo Klaus,

das "nach_links_ziehen" rührt vermutlich davon her, daß in den ersten Sekundenbruchteilen/Sekunden nach der Freigabe des Modells die Luftkräfte und -Momente am Flieger noch gering sind, weil die Geschwindigkeit noch gering ist.
Mit Ausnahme vom Seitenleitwerk !
Dieses wird vom Propellerstrahl (mit seinem Drall) angeströmt, und das wirkt sich wie "Seitenruder links" aus.

Dieser Effekt ist u.a. auch von den "Großen" beim (Boden-)Start bekannt; dort kann/muß der Pilot mehr oder weniger in die Pedale treten, um ihn zu kompensieren. Im WW2 hat es deshalb (insbesondere bei der BF 109) zahlreiche Unfälle gegeben.
Man hat dieses "nach_links_ausbrechen" oft als Folge des Reaktions-Drehmoments des Motors erklärt; das ist aber nachweislich nicht der Fall- es ist die Folge des Dralls des Propellerstrahls und der daraus folgenden Schräganströmung des Seitenleitwerks.

Kannst du beim Handstart deines Modells nicht einfach den Tragflügel etwas rechts "hängenlassen" ? Das reicht aus, um die kurze Zeit zu überbrücken, bis das Modell mehr Fahrt aufgenommen hat.
Und Üben, Üben, Üben.... macht auch da den Meister.


Gruß,
Helmut

Dieter M

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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4

Sonntag, 28. Juni 2020, 08:31

Ich denke, dein Handsender hat "Flugphasen". Steuer einfach in Flugphase "Start" etwas Seitenruder rechts oder Querruder rechts.. Und dann die Flugphase nach dem Start schnell auf "Normal" legen.... Sollte gehen. So hatte ich das mit meiner Me gemacht. Nachteil : ich hatte bei einem nachfolgenden Start vergessen, Flugphase Start einzuschalten und die Me zerschellte bei uns im Fangzaun... Autsch.
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

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5

Sonntag, 28. Juni 2020, 11:26

Hallo Klaus,

der Effekt, nach links auszubrechen ist wie schon geschrieben ganz normal.

Mit etwas Übung, lässt sich halt herausfinden, wie man zum Start am besten klar kommt.

Selber werfen ist bei neuen Modellen im Hangar immer besonders spannend - kann auch gerne mal schief gehen.
( habe ich letzte Woche auch erleben müssen - eine kleine P-51 Mustang wollte beim ersten Versuch auch nicht wie geplant :( )

Da die Parkzone Mustang genug Power hat, würde ich die mit 3/4 Gas recht steil (35-45 Grad ) nach oben schubsen, dann bleibt mehr Zeit um an der Funke zu reagieren.
Wobei ich so große Flugzeuge sehr viel lieber vom Boden aus starte, dazu braucht es natürlich die passende Bahn - die muss man erst mal haben.

mfg
Roland
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

6

Sonntag, 28. Juni 2020, 13:15

Hallo miteinander,
erstmal danke für die Tipps. Find ich klasse, wir hier miteinander umgegangen wird !
Werde dies heute nochmals probieren. Der Effekt ist genau so, wie ihr das hier beschrieben hat.
Gestern 3 mal versucht und stets nach oben und dann nach links. Wenigstens konnte ich den
Motor noch rechtzeitig abstellen..
Schönen Sonntag noch.
KLaus
ps : Meine Mustang hat kein Seitenruder.
»Briuchvogel« hat folgende Bilder angehängt:
  • Mustang Parkzone.jpg
  • Oldtimer.JPG

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7

Sonntag, 28. Juni 2020, 17:42

Der Motor mit dem Propeller hat ein Drehmoment. Das Gegendrehmoment wirkt auf den Rest des Flugzeugs. Motor dreht rechts herum, Flugzeug will nach links um die Längsachse rotieren. Kein Seitenruder, da hilft nur Gegenquerruder beim Start. Die großen Warbirds mussten teils voll Seitenruder beim Start geben, weil Querruder da nicht sinnvoll wären. Es kann hilfreich sein, wenn das Modell beim Handstart von oben gefasst wird. Da lässt sich die Neigung des Rumpfs um die Längsachse besser "voreinstellen". Oder einen Gyro auf den Querruderkanal zwischen Empfänger und Servo einschleifen. Habe ich auch mal bei einer Albatros Dv3 gemacht. damit ging dann der Bodenstart wesentlich einfacher. Der Gyro war zu-/abschaltbar, ich brauchte ihn nur für den Start.
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HDN« (28. Juni 2020, 18:04)


hubicrasher

RCLine Neu User

Wohnort: Bad Ischl

Beruf: Systemadministrator

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8

Sonntag, 28. Juni 2020, 22:08

Servus Klaus,

Ich greife meine Gunfighter von oben gleich nach der Kabinenhaube, den rechten Flügel ca. 45Grad hängen lassen u. mit Vollgas in einem Winkel von ca. 45Grad noch oben schubsen. Hat bis jetzt immer tadellos funktioniert.
ciao - Hansn

mcxer

RCLine User

Wohnort: bei Köln

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9

Mittwoch, 1. Juli 2020, 13:32

Ja, ist noch einfacher wenn kein Seitenruder vorhanden ist, dann das nehmen was ich auch anraten würde - das ist Querruder!
( mein Funfighter hat auch kein Seitenruder - hätte er es, würde ich es deaktivieren ! )
mfg
Roland
DX4/9/18, jede Menge umx Flieger

Thomas.Heiss

RCLine User

Wohnort: bei Nürnberg

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10

Mittwoch, 1. Juli 2020, 15:43

Ist das Querruder denn schon ausgetrimmt bei dem Flieger (nach 1. Maiden)?

Bist Du Mode2 Flieger?
M1/M3 Flieger haben rechts halt Gas und sind quasi immer mit der linken Hand am QR/HR Knüppel und können dann rechts werfen.
Das sieht bei Mode 2 schon anders aus....


Ich hatte auch die PZ51D von PZ und kann mich da leider nicht mehr dran erinnern wie stark die nach links (über QR, nicht SR) ausgebrochen ist und ob ich gleich gegenlenken mußte.
Wenn dann hab ich das halt immer intuitiv gemacht.

Du hast aber schon die beiden Querruder (sind ja zwei getrennte Servos verbaut) im Flieger korrekt mit Subtrimm gerade zur Fläche ausgerichtet / fine-getuned?
Das erreicht man ja nicht so ohne weiteres (so fein) nur mit dem Ruderhorn und dem drehen an der Anlenkung.


Guter Tipp wären APC Propeller (mehr Steigung)...die haben ordentlich mehr Kraft und Push nach oben als das PZ Kunststoff-Propzeugs.
Leider bricht durch die Länge dann mal gerne ein Prop beim Landen (ohne Fahrwerk)...aber nicht immer.
Walkera Devo 10/DeviationTX (12CH DSMx & Telemetrie)...Ex-DX8...Blade 4503D...Walkera V120D02s...Blade 200QX BL Quad...StrykerQ (LEDs, QR M2 Umbau)...Ex-NanoCPX...Ex-120SR...Ex-MPX EGP...PPZ P51-D Mustang mit LEDs (crashed)...PZ Wildcat (crashed, Rumpf-Firewall suchend)
Suche: Unterstützung (telef., vor Ort) mech. Einstellerei f. XK K110 Heli wegen versch. Probleme