Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Ecofan

RCLine User

  • »Ecofan« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz, Zürich

Beruf: Gymischüler

  • Nachricht senden

21

Samstag, 30. Juli 2005, 20:04

Also, jetzt müssen wir von vorne beginnen!
Im Getriebe gibt es zwei Wellen. Eine Welle (wir nennen sie hier mal "motorseitige Welle"), die über die Kupplung mit dem Motor verbunden wird. Und eine zweite Welle, die fest mit dem Antriebsstrang verbunden ist, die Antriebswelle. Die Zahnräder sind fest auf der Antriebswelle draufgemacht. Diese Zahnräder greifen immer in die Zahnräder der motorseitigen Welle. Die Räder der Motorwelle sind aber nicht fest auf dieser verbunden. Sie werden über eine Klauenkupplung, die fest auf der Motorwelle sitzt, an diese "angekuppelt", wenn man schaltet. Die Zahnräder auf der Motorwelle drehen sich alle unterschiedlich schnell.
Ziel ist es, die Motorwelle auf die Drehzahl des zu verschalteten Zahnrades zu bringen, damit die Klauenkupplung kuppeln kann und somit das gewünschte Zahnrad fest mit der Motorwelle zu verbinden.

Bei einem nicht synchronisierten Getriebe muss man durch Einsatz von Kupplung und Gas die Motorwelle auf die richtige Drehzahl bringen. (Zwischenkuppeln und Zwischengas.)

Bei einem nicht synchronisierten Getriebe weiss ich folgendes: Jeder Gang hat einen Synchronring, der die Zahnräder beim Kuppeln auf die Drehzahl der Motorwelle bringt, damit die Klauenkupplung greifen kann.
Nur: Es kann ja nur ein Zahnrad auf die Geschwindigkeit der Motorwelle abgestimmt werden! Die Synchronringe können die Drehzahl der Motorwelle doch nur auf ein Zahnrad anpassen, nicht auf alle Gänge! Man kann aber trotzdem in jeden Gang ohne Chrrrr hineinschalten....
Irgedwo hab ich ne Lücke. Wo?

Gruss und Danke
Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

22

Samstag, 30. Juli 2005, 20:55

Also mit der Synchronisation im Detail kenn ich mich nicht so gut aus, aber jedenfalls ist das mal wieder ein super Thread hier in der Plauderecke :ok:
Zauberlink
Flugzeugforum :ok:
Locker bleiben, wenns mal länger dauert, bin in der Woche kaum online;)

23

Sonntag, 31. Juli 2005, 12:45

Zitat

Original von Ecofan
Bei einem nicht synchronisierten Getriebe weiss ich folgendes: Jeder Gang hat einen Synchronring, der die Zahnräder beim Kuppeln auf die Drehzahl der Motorwelle bringt, damit die Klauenkupplung greifen kann.


Das stimmt nicht.
In einem unsynchronisierten Getriebe gibt es keine Synchron (Schleif-)ringe.
(Motorrad...)

In einem synchronisierten Getriebe (Auto...) sitzen zwischen den Zahnrädern diese Schleifringe, die beim Auskuppeln (Kraftschluss zum Motor getrennt...) die Zahnräder auf die entsprechende Drehzahl der ABTRIEBSwelle bremsen.
Und weil alle Zahnräder ständig in Eingriff sind, laufen dann auch alle gleich.

In einem üblichen Auto-Getriebe gibt's drei Wellen:
>> Antriebswelle (von der Kupplung, läuft mit Motordrehzahl...)
>> Abtriebswelle (zu den Rädern...)
>> Nebenwelle (Rückwärtsgang, zum reversieren...)

Als ich bei der Bw den Führerschein gemacht habe (B, C, E, F1) auf dem MAN 5to mit "Wixxer" Schaltung, gab's jedesmal was an die Ohren, wenn man den Gangwechsel ausser an der Drehzahl gehört hat... :O

Ecofan

RCLine User

  • »Ecofan« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz, Zürich

Beruf: Gymischüler

  • Nachricht senden

24

Mittwoch, 3. August 2005, 23:54

Ich kapiers immer noch nicht!
Auf welcher Welle sitzen denn die Klauenkupplungen? Auf Welcher Welle sind die Zahnräder fest draufgebunden, auf welcher mit der Klauenkupplung drangemacht?

Gruss vom schönen Kanada mitten im Outback, wos anscheinend Hotspots gibt.... :D
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Arne Vorreiter

RCLine Neu User

Wohnort: D-30989 Gehrden

Beruf: WiMi

  • Nachricht senden

25

Donnerstag, 4. August 2005, 02:14

Hi Mario

den Aufbau eines Schaltgetriebes in Worte zu fassen ist nicht so einfach, schau Dir daher am besten folgende Links an:

Zur Synchronisation:
http://www.kfz-tech.de/SSynchronisation.htm
(Es wird eine Sperrsynchronisation dargestellt, der Gang kann erst eingelegt werden, wenn die Drehzahlen von Welle und Zahnrad gleich sind. Das hat mit der Form der Klauen zu tun, ist aber für das Verständnis des eigentlichen Synchronisiervorgangs nicht so wichtig)

Zur Anordnung der Schaltmuffen:

Zweistufiges, koaxiales (oder auch gleichachsiges) Vorgelegegetriebe, wird überwiegend für Fahrzeuge mit Heckantrieb verwendet:
http://www.kfz-tech.de/Schaltung.htm
Dabei ist die Abtriebswelle (verbunden mit dem Radantrieb) koaxial in der Antriebswelle (verbunden mit der Kupplung) im Bereich der ersten Zahnradpaarung (von links gezählt) gelagert. Im vierten Gang wird die Antriebs- mit der Abtriebswelle direkt verbunden (Direktgang).

Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb kommen meist einstufige Getriebe zum Einsatz, in diesem Fall liegen die An- und die Abtriebswelle nebeneinander:
http://www.kfz-tech.de/UngleichachsigesGetriebeL.htm

Für weitere Informationen: http://www.kfz-tech.de/Wechselgetriebe.htm
Oder einfach nochmal nachfragen :ok:

Gruß
Arne

Ecofan

RCLine User

  • »Ecofan« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz, Zürich

Beruf: Gymischüler

  • Nachricht senden

26

Freitag, 5. August 2005, 01:07

Hmm, jetzt wird einiges klarer! Vielen Dank!
Es wird ja erst synchronisiert, wenn man den Hebel in den Gang drückt.... so kann die Muffe die "motorseitige Welle" auf die korrekte Drehzahl bringen!

Vieles klar!

Herzlichen Gruss
Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Ecofan

RCLine User

  • »Ecofan« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schweiz, Zürich

Beruf: Gymischüler

  • Nachricht senden

27

Freitag, 5. August 2005, 23:36

Hm, wie wirds eigentlich beim Automatikgetriebe gelöst? Der wird doch wohl auch mit Schiebemuffen arbeiten, die per Motor bewegt werden, oder? Wei synchronisiert denn der? Der hat ja vom Wandler her konstant Kraft auf den Wellen....
???

Gruss
Mario
" Das Nötige ist einfach und das Komplizierte ist unnötig" ----- Michail Kalaschnikow

Theis T.

RCLine User

Wohnort: Ruppertsberg

  • Nachricht senden

28

Samstag, 6. August 2005, 00:00

sägemehl bringt normalerweise auch was bei krachenden getrieben oder liege ich da falsch???

Gruß Tobias

Arne Vorreiter

RCLine Neu User

Wohnort: D-30989 Gehrden

Beruf: WiMi

  • Nachricht senden

29

Samstag, 6. August 2005, 01:35

Ein Automatikgetriebe arbeitet etwas anders, im konventionellen Automatikgetriebe werden Planetengetriebe eingesetzt. Die Sonnen-, Planeten- und Hohlräder werden über Lamellenkupplungen und -bremsen je nach gewünschtem Gang gekoppelt oder abgebremst. Die Lamellenkupplungen und -bremsen lassen sich auch unter Last (üblicherweise hydraulisch) betätigen, wodurch ein Schalten ohne Zugkraftunterbrechung möglich ist. Auftretende Drehzahlunterschiede gleicht dabei der Drehmomentwandler aus, er wirkt in gewisser Weise wie ein stufenloses Getriebe.
Link: http://www.kfz-tech.de/Vollautomatik-Getriebe.htm

Es gibt Vorgelegeggetriebe, die die Gänge über Lamellenkupplungen statt Schiebemuffen schalten, diese können dann auch unter Last geschaltet werden. Solche Getriebe findet man aber eher in kleineren Schienenfahrzeugen.

@ Tobias:
8( Das mit dem Sägemehl habe ich noch nie gehört, was soll das bewirken? Ich könnte mir vorstellen, dass sich unter anderem die Lebensdauer der Getriebelager durch so eine Aktion verkürzen würde. ???

Gruß,
Arne

Theis T.

RCLine User

Wohnort: Ruppertsberg

  • Nachricht senden

30

Samstag, 6. August 2005, 10:45

so weit ich weis hat man das früher zum teil gemacht wenn man ein auto verkauft hat und das getriebe schon etwas gekracht hat ums leiser zu bekommen, so weis ichs zumindest???

Gruß Tobias

Arne Vorreiter

RCLine Neu User

Wohnort: D-30989 Gehrden

Beruf: WiMi

  • Nachricht senden

31

Samstag, 6. August 2005, 13:27

Also die Laufgeräusche werden dadurch bestimmt verringert. Nur wird es dann noch schneller verschleissen. Sinnvoller wäre es da schon, zäheres Getriebeöl zu verwenden. So oder so kann es allerdings passieren, dass die Synchronisierung nicht mehr korrekt funktioniert, dann kracht es beim Schalten erst recht...

Gruß,
Arne