21

Sonntag, 16. September 2018, 01:37

Geschafft.
Die neue Lenkung ist drin und sie funktioniert hervorragend.
Dank der Kugelköpfe vollkommen spielfrei, leichtgängig und präzise.
Allerdings musste ich auch den Block, der quasi die Basis für die Vorderachse ist, neu drucken, sonst wären die Winkel der Spurstangen zu ungünstig gewesen.
Wahrscheinlich werd ich die Geschichte heute probefahren können, bin schon gespannt.

Nun sollte das Auto wesentlich besser beherrschbar sein, hehe.
»Rabenauge« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG000271.JPG
__Grüssle, Sly__

22

Sonntag, 16. September 2018, 11:23

Was wiegt das Ding eigentlich?

Gestern kam meine neue Waage- und nun weiss ich es genau:
1136g, fahrfertig, mit vollem Akku. 8)

Das ist weniger, als ich erwartet hatte, ehrlich gesagt. :tongue:

Und: es zeigt, dass das Auto grundsätzlich hinter den käuflichen gar nicht soo sehr zurücksteht. Immerhin beträgt das Mindestgewicht 1050g.

Nochn Und: man kann es auch leichter drucken. Ob man noch 100g von den Rippen bekommt, ist schwer zu sagen, aber ich hab etliche Teile deutlich stabiler gedruckt, als nötig wäre, wie ich jetzt weiss.
Jetzt aber wird alles eingepackt, ich muss zum Grossen Preis vom Erzgebirge.... :angel:
__Grüssle, Sly__

23

Sonntag, 16. September 2018, 18:32

Ja-gewonnen hab ich nix.
Also: doch.
Erfahrung....
Fakt: der Umbau der Lenkung war es wert-absolut. Das Ato lässt sich nun hervorragend manövrieren- vorausgesetzt, man ist nicht zu schnell.
Damit wären wir beim Problem: ich schätze, die Federung der Vorderachse taugt nichts.
In schnellen Kurven fing der Gaul dermassen an, mit den Vorderhufen zu hoppeln, dass es mehrere Überschläge gab.
Wahrscheinlich sind meine Federn (stammten aus der Restekiste) einfach zu weich. In Verbindung mit praktisch keiner Dämpfung wird das so nix.
Der erste Überschlag hat, ausser einigen Schrammen, an der Kamera (die oben auf dem nicht vorhandenen Dach) einen gebrochenen Vorderachsstummel beschert- das Auto lag wirklich so da wie es auf dem Bild ist.
Der war auch schnell gewechselt, das geht relativ flott.
Bei der Gelegenheit gab es mal ein Foto meiner aktuellen Ersatzteil-und Werkzeugkiste...da sind nicht alle Ersatzteile drin, die ich habe, aber das nötigste für Unterwegs schon.
Gute Erkenntnis: die Sollbruchstelle Halbachse funktioniert. Das Ding ist in ner Viertelstunde neu gedruckt, und in fünf Minuten ausgetauscht.

Weitere Überschläge folgten, der letzte beendete dann das fahren vorerst: Frontspoiler Schrott, vorderer Querlenker oben gebrochen, Lenkungslager am Querlenker weg (samt der Feder), Hinterachse gebrochen.
Die Überschläge kamen dieses Mal übrigens nicht wirklich von zu hohem Tempo in den Kurven: mit der alten Vorderachse bin ich die schneller gefahren.

Vielmehr lag es an dem Gehoppele, was sich dann einstellte, das ganze Vorderteil fing das Hüpfen an, und irgendwann kam es dann runter, und die Reifen krallten sich fest....das wars dann.

Alles nichts wirklich wildes, bis heute abend ist das Auto wieder flott, immerhin komme ich auch sonntags an Ersatzteile, hehe.

Trotzdem wird umgebaut: die Federung vorne fliegt bis auf weiteres wieder raus.
Ohne die fuhr es sich doch deutlich besser.....
Klasse finde ich das Material des Autos: Schrammen gab es trotz einiger, teis recht spektakulärer Überschläge (z.T. mehrere Rollen seitwärts) so gut wie keine- ok, die Dachkamera hat bisschen gelitten, aber die ist in zehn Minuten neu gedruckt.
Wer den F1 bauen will: klebt die Kamera nicht fest, so könnt ihr sie gelegentlich tauschen, ein billigeres Verschleissteil gibts nicht.
Die hält auch so gut.
Ausserdem komme ich nun mit dem Geritzele etwas weiter. Bisher war ich mit nem 14er Motorritzel und dem grossen Differential gefahren, heute hatte ich das 13er Motorritzel drauf:
Geschwindigkeit ist _deutlich_ niedriger (kaum zu glauben, was ein son Zähnchen ausmacht), Beschleunigung noch heftiger (das war fast die einzige Situation, in der die Tamiya-Reifen mal ins rutschen kamen, bei spontanen Tritten gegen den Gashebel), und der Stromverbauch nicht der Rede wert- ich bin ungefähr ne halbe Stunde gefahren, und hab lausige 400mAh nachgeladen.
Und: die Bremse funktionierte immerhin etwas besser.
Das ist jetzt doof, denn eigentlich müsste ich nun länger untersetzen, das Auto _kann_ ohne weiteres schneller fahren, aber dann wirds wieder nich mehr ernsthaft bremsen...
Dank der neuen Lenkung trau ich mir auch ein deutlich höheres Tempo ohne weiteres zu, die geht nun wirklich so, wie man sich ne richtige Lenkung vorstellt.
Ausserdem: die Beschleunigung mit dem 13er Ritzel ist so brachial, dass das Auto beim Beschleunigen mit dem Heck schwänzelt.

Ich konnte aus dem Stand raus Donuts machen, Lenkung rum, Gas-drehen lassen so lange ich will, dann kurz etwas Gas zurück und Lenkung auf, das Auto schiesst sofort davon.

Sieht cool aus, ist aber eher nutzlos...dann lieber etwas länger untersetzen, und schneller fahren können. Grade in Kurven musste ich extrem vorsichtig beschleunigen.
»Rabenauge« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG000264.JPG
  • IMG000282.JPG
  • IMG000291.JPG
__Grüssle, Sly__

24

Montag, 17. September 2018, 19:39

So.
Die Federung ist wieder raus.
Fährt sich tatsächlich besser ohne....
__Grüssle, Sly__

25

Mittwoch, 19. September 2018, 13:45

Inzwischen habe ich den Umbau der Lenkung mal veröffentlicht:
https://www.thingiverse.com/thing:3104997
Falls es jemand nachbauen will.
Das Lenkverhalten verbessert sich damit deutlich, und vor allem: man kann die Lenkung nun auch einstellen. Ausgeklapperte Spurstangen (die sich bei der Originallösung beizeiten einstellen) gehören damit auch der Vergangenheit an.
Ich hab es zwar als "work in progress" markiert, aber die Lösng kann, so wie sie ist, bereits gebaut werden.

w.i.p ist das nur, weil ich eventuell an den Servohalter noch mal ran gehe (der funktioniert einwandfrei, könnte aber hübscher und _noch_ stabiler sein)...ausserdem hab ich noch nicht abgeklärt, ob die 2017er Version die selbe Vorderachse hat. ggf. muss ich da auch anpassen.

Inzwischen hab ich mir den Frontspoiler vorgenommen. Der ist ja ganz nett aber- einen hab ich schon demoliert, dem zweiten fehlt auch schon ne winzige Ecke und-das Ding druckt neun Stunden!
Ich will versuchen, ihn dreiteilig zu machen: linker Flügel, rechter Flügel, Mittelteil.
Das Mittelteil soll die beiden Hälften einfach nur unter der Nase einklemmen.

Beim anecken (man wird wohl selten frontal in ein Hindernis fahren, und wenn doch, hat man wohl andere Probleme :nuts: ) kann die getroffene Seite dann nach hinten weg schwenken- und mit etwas Glück passiert gar nichts weiter.
Schlimmstenfalls muss man _eine_ Seite neu drucken, das wird dann auch nur vier Stunden (geschätzt, aber in der Gegend wirds werden) sein..
Mal sehen, ob ich das-ausreichend stabil- hinkriegen werde.
__Grüssle, Sly__

26

Mittwoch, 26. September 2018, 14:46

Sodele.
Nachdem einige Teile immer wieder mal versagen, werd ich das Material teilweise wechseln.
Schon gelaufen ist ein Differential aus PETG- funktioniert hervorragend. Ich bild mir sogar ein, die Druckqualität (und auch das Laufgeräusch) ist noch besser.
Da ich bisher mit PETG keine Erfahrung hatte, hab ich noch nichts weiter draus gemacht, aber ich werd als nächstes auch die beiden Hinterachs-Böcke aus PETG drucken. Die platzen nämlich regelmässig längs auf (mein PLA schwarz taugt auch nicht besonders viel, ist das berüchtigte Janbex, ich will das Zeug aber mal aufbrauchen), da die Senkkopfschrauben, die den Diffusor und den Heckspoiler halten, die Teile geradezu spalten.
Ausserdem ist ne Rolle gelbes PETG in Zulauf- daraus werde ich, wenn die Farbe stimmt (das weiss man leider nie, bevor man das Zeug in der Hand hat, bei unterschiedlichen Herstellern) den Frontflügel machen.
An der Umkonstruktion auf mehrteilig sitze ich noch - sieht aber nicht gut aus: da kommen Materialstärken von 2mm bei raus, da braucht man an so exponierten Stellen mit PLA gar nich anfangen...
Inzwischen ist der zweite Frontflügel -na ich sage mal "fast verschlissen"- noch sind zwar nur Ecken abgeplatzt, aber schön ist anders....PETG ist nicht so spröde, also nen Versuch wert!

Insgesamt hat das Auto doch einige Verschleissteile: nahezu alles, wo metrische Schrauben direkt in PLA geschraubt werden, funktioniert nicht allzu lange: Vorderachsschenkel,-achsen, Hinterachse...man sollte da nicht unnötig dran herumschrauben.

Und vor allem: mit äusserster Vorsicht festziehen, ne viertle Umdrehung zu viel, und da hält nix mehr. Auch hier _könnte_ PETG überlegen sein- ich werds ausprobieren.
Und: immer ein paar Ersatzteile mitnehmen. Gerade die Vorderachsschenkel und -achsen sind schnell gedruckt.
Auch Motorritzel braucht man auf Vorrat: mir sind schon zwei weggeflogen, da auch die nur aufgepresst sind. Wahrscheinlich werden die wieder weich, wenn der Motor bisschen warm wird, hehe.

Allerdings fahre ich immernoch eine recht kurze Untersetzung: 3.29. Bei zu hohem Tempo wird die Fuhre doch schnell seeeehr instabil.
Diese Untersetzung, mit nem Standard-Blechmotor, geht gerade noch, wenn man mit dem Gasfinger _bisschen_ vorsichtig ist (sonst schwänzelt das Heck, und mangels Federung wird das unkontrollierbar).
Stemmen würd der Motor ein bisschen längere Getriebe schon noch, ich war gestern auf ner leicht abschüssigen Piste-da merkt man zwischen bergauf und bergab keinen Unterschied.
__Grüssle, Sly__

27

Montag, 1. Oktober 2018, 01:52

Sodele.
Nach mehreren Fahrten (und entsprechenden Reparaturen *grmbl) kann ich das Problem wohl eingrenzen:
Das Auto hat einen extrem schmalen Grenzbereich. Nachdem nun die Lenkung vernünftig justiert ist, kann ich auch Kurven deutlich schneller fahren, und auch auf schnellen Geraden liegt das Ding recht gut aber: ein Ticken zu schnell in der Kurve und: Abflug.
Das bedeutet _immer_ nen Überschlag- mit den entsprechenden Folgen, meist gebrochene Achsen.
Da kündigt sich auch nix an, das passiert von jetzt auf gleich- ein kleiner Zappler und ab...
Ich denke, es ist die Mischung aus den selber gedruckten Felgen und den Tamiya-Reifen, denn: nach einer Weile sieht man deutlich, wie sich die Reifen auf der Felge nach innen drücken.
Wenn man sie mal betastet merkt man: die Einlage ist nach innen verrutscht!
Offenbar sind also die Felgen von Thingiverse für die Tamiya-Gummireifen überhaupt nicht geeignet- jedenfalls nicht die, die auch zum Differential passen.

Es gibt noch ne andere Version solcher Felgen, aber die haben fünf Speichen, können deshalb nicht zusammen mit dem Differential genutzt werden.
Diese Felgen wiederum haben diese "Wände" (die Tamiya-Gummireifenfelgen auch haben), bei denen kann die Einlage nicht verrutschen.
Dadurch nun hat man folgendes Problem: das Auto neigt sich in der Kurve nach aussen-die Einlage aber rutscht nach innen-der Reifen gibt aussen nach->Überschlag.
Mit Moosgummireifen würde es übrigens so funktionieren-die haben andere Felgen.

Das bedeutet: mal wieder selbermachen. :(

Wahrscheinlich werde ich die Fünfspeichen-Felgen (die mir eigentlich schon immer besser gefallen haben) etwas umzeichnen (eine jedenfalls, die anderen drei gehen ja), und dann den Differentialmitnehmer auch auf fünf Finger umkonstruieren.
Fazit: ganz so einfach isses alles doch nich.....jedenfalls nicht, wenn man das Auto auch mal artgerecht bewegen will. 8)
Wird nun aber einie Weile dauern, ehe es Neuigkeiten gibt, immerhin müssen zwei Teile umkonstruiert werden, und dann brauch ich nen neuen Satz Reifen....
__Grüssle, Sly__

28

Montag, 1. Oktober 2018, 10:43

Wuerde Kleben der Reifen nicht evtl. auch helfen?
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles


29

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 12:26

Die Reifen sind verklebt.
Ohne kommst du keine 10m weit-woher ich das weiss?

Rate.... :O

Die muss man sogar lückenlos mit der Felge verkleben, alles andere reisst die wieder runter- ich bin auch, blauäugig wie ich bin, auf die Idee gekommen "machst das nur punktuell, das hält schon, und du kriegst sie mal wieder runter, falls was ist"- denkste, Herzchen. :shy:

Da meine Felgen aus PLA sind, ist auch nix mit erhitzen, um die Reifen wieder zu lösen, die Felgen würden eher weich als der Sekundenkleber.
Problem ist wohl, dass der F1 keinerlei Federung hat, und somit sämtliche Fliehkräfte direkt auf die Kombination Felge/Reifen wirken, und zwar völlig ungedämpft. Und dann die -doch recht hohen- möglichen Kurvengeschwindigkeiten.
Das wirkt also immer direkt auf die Reifenflanken, und eben die werden bei dem Tamiya-Felgen etwas gestützt. Ausserdem verhindert dieser "Ring" auf der Felge halt, dass die Einlage verrutschen kann- bei meinen nicht.
Nach kurzer Fahrzeit merkt man, wenn man die Reifen mal betastet, dass die Einlage tatsächlich etwas nach innen gewandert ist-an der Aussenseite (vom Fahrzeug aus gesehen) fühlen sich die Reifen deutlich weicher an als innen.
Auch sieht man, dass die Lauffläche auf dem Rad quasi nach innen verschoben ist: die innere Reifenflanke steht senkrecht, die äussere aber schräg.
__Grüssle, Sly__

30

Freitag, 12. Oktober 2018, 13:00

Sodele.
Die Tage sind die neuen Reifen vom Seidel eingetroffen, also gehts weiter.....
Da ich nun junggfräuliche F104-Hohlkammerreifen hatte, konnte ich die auch mal genau ausmessen.
Anschliessend gings es an Blender, und die Flgen wurden nahezu komplett umkonstruiert (jedenfalls die Aussenseite)- es stellte sich nämlich heraus, dass die Thingiverse-Felgen nicht mal die richtigen Abmessungen haben-die linke und die rechte, hintere, sind unterschiedlich... ==[]

Das korrigiert, und dann ein bisschen mit den neuen Erkenntnissen herumkonstruiert.
Ergebnis siehe Anhang-die neongrüne ist die neue Version, die orange das Ding von Thingiverse.
Die Unterschiede sieht man wohl deutlich. 8)

Auch ein kleiner Test bestätigt es: die Einlage kann auf der orangen Felge munter nach links oder rechts rutschen, da diese kleinen Wülste annähernd Null Halt geben- auf meiner Version rutscht da gar nichts mehr!
Zwar sind die Reifen _etwas_ schwieriger zu montieren (die haben ne feine Nut in der Flanke, die genau um den äusseren Rand greifen muss), aber wenn mans hat, halten die schon ohne Kleber bombenfest.

Trotzdem soll man sie aussen noch verkleben-sagt Tamiya.

Das glauben wir denen einfach mal....:)
Einen kleinen Haken gibts aber wohl: die überarbeiteten Felgen lassen sich nicht mehr ohne Stützstruktur drucken, und da die Ringe nur 1mm dick sind, sollte man die Felgen auch in höherer Auflösung drucken (die orangen hatte ich aus 0.2mm-Schichten zusammengenagelt, die gelbe ist mit 0.1mm gedruckt). Also mehr Druckzeit und _etwas_ mehr Materialverbrauch.

Ich nehm das aber gerne in Kauf, wenn ich dafür ein Auto kriege, was man gescheit fahren kann....so oft gehn die Felgen wohl auch nicht kaputt, dass die längere Druckzeit zu sehr nervt.

Von den orangen hab ich keine einzige kaputt bekommen...
Als nächstes steht nun an, auch die übrigen zwei Felgen entsprechend umzuzeichnen- bis jetzt hab ich nur die linke, hintere.

Für die Differential-Version aber braucht man drei verschiedene- ist noch bissel Arbeit, aber da ich die Abmessungen ja schon habe, halb so wild.
»Rabenauge« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG000491.JPG
__Grüssle, Sly__

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rabenauge« (12. Oktober 2018, 13:14)