Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 26. Oktober 2007, 16:37

2,4 Gigahertz - vom DMFV organisiertes Treffen sorgt für mehr Klarheit

2,4 Gigahertz

Vom DMFV organisiertes Treffen sorgt für mehr Klarheit

Die neue 2,4-Gigahertz (GHz)-Technologie wird unter Modellflugsportlern derzeit heiß diskutiert. Was ist möglich? Was ist erlaubt? Worauf muss ich achten? Die Liste der Fragen bei Anwendern ist lang. Aber auch in der Industrie herrscht Unklarheit darüber, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen es in der Zukunft geben wird. Daher wurde der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) gebeten, ein Treffen mit den zuständigen Behörden zur organisieren.

Bei diesem am 16. Oktober 2006 veranstalteten und von DMFV-Fachreferent für Funk, Dieter Perkuhn, moderierten Gespräch nahmen neben Vertretern der Bundesnetzagentur und dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (Referat Luftverkehr) auch Vertreter der Firmen Graupner und robbe teil. Zwei Themenschwerpunkte standen bei der Sitzung im Mittelpunkt: Der Betrieb und Verkauf von 2,4-GHz-Anlagen mit 100 Milliwatt (mW) Strahlungsleistung jetzt und in Zukunft sowie die Zulässigkeit des Betriebs von 2,4-GHz-Anlagen im Zusammenhang mit der Frequenzregelung in den Aufstiegsgenehmigungen für Modellflugplätze.

Nach grundsätzlichen Ausführungen stellte die Bundesnetzagentur heraus, dass sie keine Vorbehalte gegen den Betrieb und den Verkauf von 2,4-GHz-Anlagen mit 100 mW Strahlungsleistung hat, die auf der Basis der europäischen Norm ETSI EN 300 328 arbeiten.
Der Frequenzbereich 2400,0 bis 2483,5 Megahertz (MHz) für breitbandige Datenübertragungssysteme wird durch die Flugmodell-Fernsteuerungen nach derzeitiger Rechtslage konform mit den Bestimmungen der Verfügung 89/2003 Allgemeinzuteilung von Frequenzen im Frequenzbereich 2400,0 - 2483,5 MHz für die Nutzung durch die Allgemeinheit in lokalen Netzwerken; Wireless Local Area Networks (WLAN-Funkanwendungen) genutzt.

Es ist von Seiten der Frequenzregulierung nicht beabsichtigt, an diesem Status etwas zu ändern, solange keine schwerwiegenden Fakten einen Korrekturbedarf erforderlich machen. Dazu könnten beispielsweise Auffälligkeiten bei der elektromagnetischen Verträglichkeit und/oder einschlägige, verbindliche Entscheidungen von EU-Gremien oder Gremien der Conférence Européenne des Administrations des Postes (CEPT) zählen. Diese Aussage gilt demnach auch für die Zeit nach Juli 2008, ab diesem Datum gilt die Version 1.7.1 dieser Norm. Definitionsgemäß gibt es keine Einschränkung oder Vorbestimmung des Anwendungsfalles, sodass die Fernsteuerung von Modellen abgedeckt ist. Die Bundesnetzagentur kann diese Aussage nur für Deutschland treffen, im europäischen Ausland können abweichende Regelungen zutreffen.

Die Möglichkeit der Benutzung von 2,4-GHz-Anlagen auf Modellflugplätzen, in deren Aufstiegserlaubnis die Einschränkung auf Frequenzen des 35-MHz-A- und B-Bands und vier Frequenzen des 40-MHz-Bands geschrieben steht, ist zurzeit nicht gegeben. Betroffene Vereine müssen zu bestehenden Aufstiegsgenehmigungen einen Änderungsantrag stellen. Von der Bundesnetzagentur wurde herausgestellt, dass von ihrer Seite keine besondere Information hinsichtlich der Verwendung der 2,4-GHz-Frequenzen für den Modellflug an die Bundesländer gegeben werden muss, weil gemäß Verfügung 89/2003 eine Allgemeinzuteilung von Frequenzen im Frequenzbereich 2400,0 bis 2483,5 MHz für die Nutzung durch die Allgemeinheit – also auch für den Modellflug – besteht. Gleichwohl will sich der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz wegen der Rechtssicherheit um eine schriftliche Mitteilung der Bundesnetzagentur bemühen. Der DMFV hat sich bezüglich dieser Problematik bereits an das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Bonn gewandt. Das Ziel ist, kurzfristig und unbürokratisch eine bundeseinheitliche Regelung herbeizuführen.

Weitere Informationen zum Thema 2,4 GHz in Deutschland sind im Internet unter www.dmfv.aero zu finden. Sicherheitsbedenken gegen die Verwendung von 2,4 GHz-Frequenzen für den Modellflug gibt es nach Meinung der anwesenden Mitarbeiter der Firmen Graupner und robbe sowie der Vertreter des DMFV nicht. Diese Ansicht basiert auf Basis sehr positiver Ergebnisse aus umfangreichen Testreihen.

Dieter Perkuhn
Fachreferent für Funk im DMFV

Rudy F

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: Medizintechniker/ Biomechanik in Pension

  • Nachricht senden

2

Freitag, 26. Oktober 2007, 18:07

Hallo,

somit ist jetzt eindeutig festgelegt und nicht mehr diskutierbar:

Zitat

Nach grundsätzlichen Ausführungen stellte die Bundesnetzagentur heraus, dass sie keine Vorbehalte gegen den Betrieb und den Verkauf von 2,4-GHz-Anlagen mit 100 mW Strahlungsleistung hat, die auf der Basis der europäischen Norm ETSI EN 300 328 arbeiten.


Was wohl bedeutet, dass 100mW nur mit FHSS zulässig sind.

Methoden, die eben nicht FHSS entsprechen, also DSSS, sind somit nur mit 10mW/1MHz zulässig.

Umgekehrt geht aus der zitierten Formulierung hervor, dass daher sehr wohl Vorbehalte nicht nur für den Betrieb, sondern auch für den Verkauf von Anlagen bestehen könnten, die der EN 300 328 Norm nicht entsprechen, weil sie mit DSSS mehr als 10mW/1MHz strahlen.

Es liegt somit an der Firma Graupner zu beweisen, dass iFS FHSS entspricht.

Sollte diese meine Auslegung jetzt hier, die schon meiner monatelang geäusserten Meinung entspricht, als nicht richtig empfunden werden, wird sie ja auf forenübliche Art richtiggestellt werden.

Zur Klarstellung der Frequenzgrenzen nach EN 300 328 das Bild; das ist aber leider diie Österreichische Normenlage in Übereinstimmung mit EN 300 328

Nach einem Hinweis von Frank Tofahrn habe ich die Teilungsgrenze bei 2G454, nämlich den Satzteil .. bis 2G454 und 10mW bis 2G483 .. um 21:50 entfernt

:w Rudy
»Rudy F« hat folgendes Bild angehängt:
  • subclass22. gif.gif

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »rcFIA« (26. Oktober 2007, 21:53)


Alt-F4

RCLine User

Wohnort: oberer Niederrhein

  • Nachricht senden

3

Freitag, 26. Oktober 2007, 20:22

RE: 2,4 Gigahertz - vom DMFV organisiertes Treffen sorgt für mehr Klarheit

Sehr interessant! :ok:

Waren denn die Vertreter der Bundesnetzagentur die selben, die Anfang des Jahres für den Wirbel der Rechtsunsicherheit gesorgt hatten?

Zitat

Original von DMFV_Pressestelle
...
Bei diesem am 16. Oktober 2006 veranstalteten...


16. Oktober 2006? Muss das nicht 2007 heißen? ???
Gruß Ulli
:w
... einfach öfter mal 'Alt-F4' drücken ...

frwi

RCLine Neu User

Wohnort: Ihrlerstein

  • Nachricht senden

4

Freitag, 26. Oktober 2007, 23:40

Hallo Ulli,

da muß ich dir Recht geben: 2006????

Wenn das nicht ein Druckfehler ist, dann gute Nacht, wenn man jetzt für diese Stellungnahme gut 1 Jahr braucht :)
Mit fliegerischem Gruß, Franz

5

Samstag, 27. Oktober 2007, 10:41

Tach,

dieser Absatz der DMFV-Website ist damit dann wohl hinfällig:

Zitat

Seit Juli 1997 wurde der Standard EN 300 328 mehrfach überarbeitet. Die letzte Version 1.7.1 datiert vom Oktober 2006. Die Vorgängerversion 1.6.1 kann von Herstellern zurzeit noch parallel zur Version 1.7.1 zur Erklärung der Konformität herangezogen werden. Diese Möglichkeit endet mit dem Außerkrafttreten der Version 1.6.1 im Juli 2008. Ab diesem Zeitpunkt ist ausschließlich die Version 1.7.1 gültig. Nach Auskunft der Bundesnetzagentur ist die Version 1.7.1 dahingehend zu interpretieren, dass keine Fernsteuerungen zur Steuerung von Modellen mehr auf Grundlage des Standards EN 300 328 in Verkehr gebracht werden dürfen. In Betrieb befindliche Geräte genießen Bestandsschutz.


Die Frage bleibt nur, welcher Hersteller/Vertreiber tatsächlich vollkommen dem Standard (auch nach Juli 2008 ) entspricht.

Definitiv klar scheint damit auch zu sein, dass einzig und alleine Futaba 100mW darf und somit alle anderen "sinnfrei" bzw., wenn Abstrahlleistung einstellbar und falsch eingestellt, "illegal" werden.
Meiner Meinung nach sollten Sender, die vom Anwender problemfrei sehr kurzfristig in ihrer Abstrahlleistung verändert werden können und damit nicht mehr zulässig sind, nicht verkauft werden dürfen...

@Dieter Perkuhn
Ich persönlich würde mir vom DMFV eine Übersicht wünschen, welche Produkte wie weit dem verbindlichen Standard ab 2008 bei welcher Sendeleistung entsprechen.
Da die Hersteller scheinbar zu keinerlei Information fähig/willens sind und eine klare Aussage ja auch nur im Sinne des DMFV und seiner Mitglieder sein kann.

bis denn
Sebastian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sebalexx« (27. Oktober 2007, 10:42)