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Freitag, 7. Januar 2011, 17:09

DMFV-Präsident Hans Schwägerl zum Vorstoß von Bundesministerin Aigner

Quadrokopter

DMFV-Präsident Hans Schwägerl zum Vorstoß von Bundesministerin Aigner

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte Ilse Aigner (CSU), Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, jüngst ihre Vorbehalte gegen Quadrokopter oder ähnliche, leicht zu fliegende Modelle, die mit Kamera ausgerüstet und für jedermann erschwinglich sind. „Ein Kamera-Ausflug in Nachbars Garten wäre zumindest problematisch“, wird Aigner zitiert. Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) räumt dem Schutz der Persönlichkeitsrechte selbstverständlich eine hohe Priorität ein, warnt aber vor übereilten Reglementierungen für technisch anspruchsvolle Sportgeräte.

Hans Schwägerl, Präsident des 70.000 Mitglieder starken Verbands: „Quadrokopter und vergleichbare Flugmodelle sind eine Innovation und Bereicherung für den Modellflugsport. Daher sind wir als DMFV auch für Piloten solcher Modelle erster Ansprechpartner in Deutschland. Selbstverständlich weisen wir unsere Mitglieder auf sämtliche rechtlichen Bestimmungen hin – wie zum Beispiel die Notwendigkeit eines speziellen Versicherungsschutzes für Flugmodelle – und erwarten natürlich, dass der Datenschutz gewahrt und die Persönlichkeitsrechte geachtet werden. Hier teilen wir die Einschätzung der Ministerin, dass der Flug durch Nachbars Garten mit einem mit Kamera ausgestatteten Modell ‚problematisch‘ ist “.

Es sollte aber grundsätzlich beachtet werden, dass zum Beispiel ein Opernglas, eine Kamera mit Teleobjektiv oder moderne Video-Technik deutlich höhere „Spionage-Potenziale“ besitzen. „Aufgrund ihrer begrenzten Reichweite von maximal 50 Meter sind die derzeit erhältlichen, preisgünstigen Quadrokopter, die sich mittels Smartphone steuern lassen, denkbar ungeeignet für die Ausspähung von Nachbars Privatsphäre“, so Schwägerl.

Der DMFV-Präsident warnt daher vor einer Vorverurteilung und verweist hierbei vor allem auf die wachsende gesellschaftliche Bedeutung des Modellflugsports: „Über Modelle, die sich sehr einfach über ein Smartphone steuern lassen, sinkt die Einstiegshürde in dieses Hobby. Und der Modellflugsport ist nachweislich eine Freizeitbeschäftigung, die technisches Interesse weckt, den Umgang mit komplexen Sachverhalten fordert und fördert, dadurch Wissen schafft und folglich Grundstein für eine erfolgreiche technisch-wissenschaftliche Ausbildung ist.“ Gerade in Hinblick auf den jetzt schon eklatanten Fachkräftemangel in Deutschland könne eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung wie der Modellflugsport einen wichtigen Beitrag leisten, um diesen Negativ-Trend zu stoppen. Schwägerl: „Selbstverständlich steht der DMFV bereit, um gemeinsam mit der Ministerin nach unproblematischen, gleichzeitig den Modellflugsport fördernden Lösungen zu suchen.“