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Freitag, 26. Februar 2016, 16:28

Im Gespräch mit Michael Odenwald − kein zufriedenstellendes Ergebnis beim BMVI

Am 25. Februar 2016 fand ein Gespräch des DMFV mit dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Michael Odenwald in Berlin statt. Odenwald ist federführend für die Umsetzung der Pläne von Minister Alexander Dobrindt (CSU) verantwortlich, den Flugmodellbereich zu regulieren. Diese Pläne sehen unter anderem eine Flugobergrenze von 100 Meter für den gesamten Modellflugsport vor sowie das Verbot des Betriebs von Flugmodellen über 500 Gramm oder mit Kameraausstattung in Wohngebieten.

Durch das besondere Engagement der bayerischen DMFV-Mitgliedsvereine und der politischen Lobbyarbeit des DMFV kam dieses Treffen auf sehr hochrangiger Ebene nunmehr zustande. Neben Odenwald nahmen von Seiten des BMVI der zuständige Abteilungsleiter Luftfahrt, Ministerialdirektor Gerold Reichle, der Leiter Luftrecht Ministerialrat, Dieter von Elm, sowie vom Referat Luftrecht Erich Daum und Herr Niesen teil. Der DMFV war durch seinen Präsidenten Hans Schwägerl, Geschäftsführer Frank Weigand und Verbandsjustiziar Carl Sonnenschein vertreten.

Gemeinsam mit seinen bayerischen Mitgliedsvereinen hatte der DMFV seit November 2015 in Bayern gegen die Flugobergrenze von 100 Metern mobil gemacht. In vielen Gesprächen mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten der CSU sowie Landräten und Bürgermeistern im Freistaat Bayern wurde auf die Problematik für den Modellflug hingewiesen. Dies mit Erfolg, was sich darin zeigt, dass sowohl bei der Bayerischen Landesregierung wie auch beim Bundesverkehrsminister das Bewusstsein entstanden ist, dass die Interessen des Modellflugs berücksichtigt werden müssen.

Odenwald betonte, dass es nicht Ziel des Ministeriums sei, den Modellflugsport einzuschränken, man jedoch Handlungsbedarf sehe, da die Gefahrenlage im Luftfahrtbereich durch die hohe Zahl an Multikoptern und Drohnen in den letzten Jahren zugenommen habe. Systematisch gehören Multikopter, wenn sie zum Zwecke des Sports und der Freizeit betrieben werden, zu den Flugmodellen. Deshalb würde eine Trennung zwischen Multikoptern und klassischen Flugmodellen nach Ansicht des BMVI keine Lösung des Problems darstellen. Der DMFV machte deutlich, dass die vermeintliche Gefahr durch Flugmodelle, insbesondere Multikopter, nicht durch die Zahlen des zuständigen Luftfahrt-Bundesamts (LBA) und der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) belegt werden können.

Auch die Schadenbilanz des DMFV zeigt, dass hier keinerlei Zunahme von Schäden in den letzten Jahren stattgefunden hat. Auch hat der DMFV deutlich gemacht, dass die Persönlichkeitsrechte Dritter bereits jetzt schon durch das Zivil- und Strafrecht umfassend geschützt sind. Der DMFV konnte darauf verweisen, dass die Europäische Agentur für Flugsicherheit seine Einschätzung teilt, dass der Modellflug über eine sehr gute Sicherheitsbilanz und über einen hochwertigen Ordnungsrahmen verfügt.

Das BMVI nahm die Argumente auf und schlug als Lösung vor, eine Möglichkeit zu eröffnen, in Ausnahmen auch über 100 Meter Höhe fliegen zu können. Dies sofern keine Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung entgegenstehen, könnte die zuständige Landesluftfahrtbehörde eine einmalige oder dauerhafte Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von
Flugmodellen in einer Höhe von über 100 Meter erteilen. Die organisatorischen Einzelheiten müssten hierbei noch diskutiert werden.

Die Vertreter des DMFV bewerteten dieses Angebot als kritisch und nicht ausreichend. Für diesen Vorschlag werde es schwierig, die nötige Akzeptanz beim DMFV zu erzeugen. Präsident Hans Schwägerl kündigte vor diesem Hintergrund weiteren Widerstand des DMFV und seiner Mitglieder an, sollte es hier keine modellflugfreundlichere Lösung geben. Mit dem erfolgten Meinungsaustausch auf hochrangig Ebene mit dem BMVI wurde durch den DMFV ein erstes wichtiges Signal für die Interessen der Modellflieger in Deutschland gesetzt. Michael Odenwald und Gerold Reichle sagten dem DMFV weitere Gespräche zu.

In diesem Zusammenhang bittet der DMFV um die Meinung seiner Verbandsmitglieder: Wie würden Sie die angebotene Lösung über eine „Ausnahmeregelung“ bewerten? Wäre Sie unter gewissen Umständen für Sie akzeptabel? Schreiben Sie uns an info@dmfv.aero oder per Post an Deutscher Modellflieger Verband, Rochusstraße 104-106, 53123 Bonn.

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Freitag, 26. Februar 2016, 16:57

Vielen Dank für den starkes Einsatz für uns!

Wie ist das zu verstehen, wie eine dauerhafte Zulassung z.B. eines Vereins?

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Freitag, 26. Februar 2016, 17:05

Vielen Dank für den starkes Einsatz für uns!

Welcher starke Einsatz ??? im letzten Satz werden wir ja schon auf die kommenden 100m "eingeschworen". Es wird kommen was von Anfang an geplant war, der "Einsatz" der Verbände ist für die Katz!

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Freitag, 26. Februar 2016, 17:38

Die Ausnahme von der 100 m Höhenbegrenzung wird es nur für Wildflieger geben. Damit kann ich leben. ( Realsatire...)
Ein Herz für Drohnen! Gruß Rainer

stein

RCLine User

Wohnort: Juelich, NRW

Beruf: Kaufmann

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Samstag, 27. Februar 2016, 09:52


Das BMVI nahm die Argumente auf und schlug als Lösung vor, eine Möglichkeit zu eröffnen, in Ausnahmen auch über 100 Meter Höhe fliegen zu können. Dies sofern keine Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung entgegenstehen, könnte die zuständige Landesluftfahrtbehörde eine einmalige oder dauerhafte Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von
Flugmodellen in einer Höhe von über 100 Meter erteilen. Die organisatorischen Einzelheiten müssten hierbei noch diskutiert werden.


Dass die 100 Meter Grenze kommt, ist eigentlich meiner Meinung nach klar. Die Ausnahmen (zugelassene Modellflugplätze mit ausgewiesenen Flugsektoren) sind eine akzeptable Lösung.
Wenn ich mal irgendwo ausserhalb der Modellflugplätze fliege, kann ich mit der 100 Meter Lösung leben. Ist eh alles ein Witz..er soll denn das alles kontrollieren ? Die eh schon total unterbesetzten Behörden werden wohl kaum 10.000 neue Leute einstellen, die mit irgendwelchen Laser-Peilgeräten in den Büschen liegen und die Höhe der Wildflieger messen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »stein« (27. Februar 2016, 10:00)


grmpf

RCLine User

Wohnort: Ludwigsburg-Oßweil

Beruf: EDV-Mitarbeiter Backup und Testcenter

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Samstag, 27. Februar 2016, 10:07

Die generelle Höhengrenze von 100m halte ich für sehr schwierig. Für Helis und Multis mag das ja gehen, aber was ist mit den ganzen (E-)Seglern? Da sind 100m für viele die Starthöhe um mal nach Thermik zu suchen. Und wer sein Modell über eine Hangkante schiebt, der hat die 100m auch sehr schnell überschritten. Oder gehören inzwischen alle beliebten Hänge in D inzwischen den Vereinen?
Das Ganze ist für mich mal wieder ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Politiker sich um irgendwas "kümmern" von dem sie exakt 0.0 Ahnung haben. Vielleicht sollte man die Elfenbeintumbewohner per Gesetz dazu verdonnern, erst einmal mindestens 1 Jahr in einem Bereich zu arbeiten bevor sie genau zu diesem Bereich auch was sagen dürfen. Da würde uns einigen Schwachsinn und unnötige Kosten ersparen.
Grüße

Harald

aktiv: Fläche, Quad, Heli :angel:
im Aufbau: Eyecatcher 2
Elektronik: FrSky Taranis X9E mit Multiprotokoll-Modul, UDP50
abgelegt: diverses :D

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Samstag, 27. Februar 2016, 11:03

Unter andern wo bringt eine Höhenbegrenzung von 100m einen Rechtlichen Vorteil gegen das "Drohnen Problem"

In der Nähe von Flughäfen darf ich nur 30m hoch, bzw innerhalb der 1.5km gar nicht
Wenn ich in der Stadt oder anderswo über 100m fliege, sehe ich nichts mehr wenn ich spannen will

Der ganze Aktionismus vom DMFV ist völlig in der falschen Richtung gegangen, es ist klar, das man sich um den normalen Modellsport sorgen macht, ihr hättet aber eher zeigen sollen, das die Politiker sich mit den "neuen" Regeln Lächerlich machen, weil genau die Modelle, um die es dabei geht, gar nicht betroffen sind.
Eine Mindestflüghöhe von 20-30m und 90% der Copter würden nur noch in der Ecke liegen.

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Samstag, 27. Februar 2016, 11:41

Der "Kompromissvorschlag" schafft in erster Linie mal ein bürokratische Monstrum: jeder Verein muss dann quasi erstmal die Ausnahmegenehmigung erstmal beantragen und auch erhalten. Und was ist mit den vielen IG´s (Interessensgemeinschaften) im Modellflug, die von präparierten Plätzen ohne Zulassung (weil nur elektrisch und < 5 kg geflogen wird)? Die müssen dann erstmal durch das ganze Zulassungsverfahren. Was für ein bürokratischer Wahnsinn.
Eine Regelung in dem Sinne wäre allenfalls denkbar, wenn die entsprechende Ausnahme schon im Gesetzesentwurf für zugelassene Plätze von vorne herein verankert ist.

Dann bleiben aber immer noch die vielen nicht zugelassenen Plätze, Flughänge, etc..

Ich bin kein Freund von populistischen Stammtischparolen, aber in der Flüchtlingsfrage schafft die Bundesregierung de facto den Rechtstaat ab und in der vorliegenden Problematik ergeht man sich dann in sinnloser Regelungswut.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Roadrunner007« (27. Februar 2016, 11:47)


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Samstag, 27. Februar 2016, 11:55

Ich bin kein Freund von populistischen Stammtischparolen, aber in der Flüchtlingsfrage schafft die Bundesregierung de facto den Rechtstaat ab und in der vorliegenden Problematik ergeht man sich dann in sinnloser Regelungswut.

So schafft die Regierung immerhin einen Ausgleich! Merke(l) : es werden immer die fefi€€t , die es mit sich machen lassen. Realpolitik halt.
Ein Herz für Drohnen! Gruß Rainer