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Montag, 18. April 2016, 16:29

DMFV-Präsident trifft Peter Altmaier

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) plant eine Novellierung der Luftverkehrsordnung. Nach derzeitigem Stand droht so das Aus für den Modellflug und damit auch eine massive Einschränkung des Vereinswesens in Deutschland. Bei einem Treffen mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier machte Hans Schwägerl, Präsident des Deutsche Modellflieger Verbands (DMFV) deutlich, welche Folgen unverhältnismäßige Beschränkungen des Modellflugs für das Gemeinwesen und den Luftfahrtstandort Deutschland hätten.

Seit sich Alexander Dobrindt im November 2015 mit einem überraschenden Vorstoß zu Wort gemeldet und aufgrund der steigenden Verbreitung von ferngesteuerten Multikoptern („Drohnen”) neue Reglungen des Luftverkehrs angekündigt hatte, steht das Hobby von hunderttausenden Deutschen vor einem De-facto-Verbot. Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) arbeitet mit Nachdruck daran, den seit Jahrzehnten sicher und verantwortungsbewusst betriebenen Modellflugsport in Deutschland zu schützen. Unter anderem mit der Initiative Pro Modellflug und einer Online-Petition unter www.pro-modellflug.de/petition, die innerhalb kurzer Zeit fast 50.000 Mal unterzeichnet wurde.

Im Rahmen des politischen Engagements gegen die Pläne von Verkehrsminister Alexander Dobrindt traf sich DMFV-Präsident Hans Schwägerl nun mit Peter Altmaier (MdB), Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts. In einem intensiven Gespräch erläuterten Hans Schwägerl, Verbandsgeschäftsführer Frank Weigand sowie Lothar Melchior, DMFV-Gebietsbeauftragter für das Saarland dem CDU-Politiker, welche Auswirkungen unter anderem die von dessen Kabinettskollegen Dobrindt geplante flächendeckende Flugobergrenze von 100 Meter für den Modellflugsport hätte.

Der DMFV machte deutlich, dass die Interessen der Modellflugsportler beachtet werden müssen. Die innovative Vorreiterrolle der Modellflugs für die bemannte Luftfahrt und der Status als Talentschmiede für qualifizierte Fachkräfte im technisch-, naturwissenschaftlichen Bereich waren nur einige Argumente, mit denen der DMFV Altmaier konfrontierte. Der Minister zeigte sich sehr aufgeschlossen und machte deutlich, dass er sich der herausgehobenen Stellung des Modellflugsports bewusst sei. Er bat den DMFV um weitere fachliche Unterstützung und versprach, sich zunächst mit den zuständigen Staatssekretären im Verkehrsministerium auszutauschen. Anschließend wolle er auch direkt auf den Bundesverkehrsminister zugehen.