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reddragon

RCLine User

  • »reddragon« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Nierdersachesn/ Cloppenburg

Beruf: Student

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1

Sonntag, 11. Dezember 2016, 15:32

Worauf bei "hoch flexiblen Kabeln" achten?

Hallo in die Runde,

ich habe eine bewegte Anwendung, in der es zum Kabelbruch neigt.
Worauf muss ich bei "hoch flexiblen Kabeln" achten?

Gibt es da Normen, oder Richtwerte?
Eine Seite habe ich entdeckt, die einem Mindestradius von 5xd angegeben hat.
Ist das Gut, oder Schlecht?
Ist der Außendurchmesser gemeint, der Nennquerschnitt, oder der Einzeldraht?
Gibt das einen Rückschluss auf die Biege-Anzahl?

Gruß
Burkhard
Gruß
Burkhard :w



IngoH

RCLine Team

Wohnort: Mittelfranken

Beruf: Industriemechaniker

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2

Sonntag, 11. Dezember 2016, 16:30

Hallo Burkhard,

so genau kenne ich mich da auch nicht aus. Aber ich habe auf Arbeit mal mitbekommen, dass Leitungen für bewegte Anwendungen "kabelschlepptauglich" sein müssen/sollen. Vielleicht findest du da ja bei google was.
Oder hier meldet sich noch jemand der sich damit auskennt.

Ingo

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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3

Sonntag, 11. Dezember 2016, 19:49

Hallo Burkhard,

du musst achten auf:

1. Möglichst viele Einzeldrähte mit geringem Querschnitt; bei Modellbau-üblichen Litzen z.B. 25x 0,05.
2. "Weiche" und Temperatur-unempfindliche Isolierung. Bei erhöhten Ansprüchen kommt da nur noch Silicon-Isolierung in Frage; die ist natürlich teurer als PVC.

Abgesehen davon musst du darauf achten, daß Anfang und Ende der Litze (samt Isolierung) fest "eingespannt/befestigt" sind, sodaß an diesen Stellen prakt. keine Beanspruchung mehr auftritt. Die Biegebeanspruchung sollte möglichst gleichmäßig auf die gesamte Länge verteilt sein. Eine Norm dazu kenne ich nicht.
Wenn nur Biegung in einer Ebene auftritt, werden oft auch Flachkabel verschiedenster Art eingesetzt; z.B. flache Kupferadern 0,05 oder noch dünner, die zwischen Kapton-Folien eingebettet sind. Solche auf Dauer-Wechselbiegung beanspruchte Verbindungen findest du z.B. in Scannern oder Druckern.

Bei Litzen wird meistens der Außen-Durchmesser und der Cu-Querschnitt angegeben. Bei Kupfer-Lackdraht muß man aufpassen, da wird immer der (elektrisch wirksame) "Blankdraht"-Durchmesser angegeben; zu dem kommt noch die Dicke der Isolierung dazu (idR nicht vernachlässigbar ! ). Da hat sich schon mancher Motoren- oder Spulenwickler vertan... Dafür gibt's Normen und Tabellen.

Du kannst ja mal stöbern bei Fachversendern, z.B. www.Reichelt.de . Ansonsten ist Google dein Freund.

Gruß,
Helmut

reddragon

RCLine User

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Wohnort: Nierdersachesn/ Cloppenburg

Beruf: Student

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4

Sonntag, 11. Dezember 2016, 20:26

Hallo Helmut,

danke für die Erklärung.
Die 0,05mm Einzeldrähte sind also schon einmal ein guter Anhaltspunkt.
Es sind Kabel mit bis zu 25mm² vonnöten, damit fallen wohl die Kapton-Folien aus.

Ich werde mich dann mal bei Reichelt durcharbeiten...

Danke
Gruß
Burkhard :w



haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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5

Sonntag, 11. Dezember 2016, 20:42

Hallo Burkhard,

25 mm² sind schon eine andere Nummer als "Modellbau-üblich....
Da werden dann wahrscheinlich dickere Einzeldraht-Dm infrage kommen. Bei so großen Querschnitten würde ich vor allem auch direkt bei Kabelherstellern suchen.
Nur als Gedanke: Man kann auch mehrere Einzellitzen parallel schalten; ist dasselbe Prinzip zum Erreichen von Flexibilität.

Gruß,
Helmut

reddragon

RCLine User

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Wohnort: Nierdersachesn/ Cloppenburg

Beruf: Student

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6

Dienstag, 13. Dezember 2016, 12:29

Hallo Helmut,

ohh, da ist mir ein Komma unter gegangen.

2,5mm² waren gemeint. Diese fallen noch unter "Modellbau", aber dann unter LAst, und noch flexibel... :D



Okay, ich denke aber, dass ich nun soweit alles habe.



Danke :ok:
Gruß
Burkhard :w