1

Montag, 30. April 2018, 10:28

Propeller "vermessen"

Hallo

Bei einem meiner Segler ( 3,7m E-Master/ Tangent) steht ein Motortausch an und um sicherzugehen dass ein Handstart ohne Speerwurf Fähigkeiten auch danach noch möglich ist versuche ich zumindest über eine Standschub Messung ein Gefühl zu entwickeln.

Der Segler hat ca 4kg. Ich fliege ihn mit 5s/4000 und normalerweise beende ich den Flug aufgrund Genickstarre und nicht weil der Akku leer wäre.

Motortausch deshalb weil bei meinem Axi Getriebe PG 33, 1:4 , eine Achse gebrochen ist und das Getriebe nicht mehr erhältlich ist.

Um die Bohrungen des aktuellen Motorspants weiter zu verwenden kommt nun ein Direktantrieb von Reisenauer zur Verwendung.

Das wird der Neue....https://www.reisenauer.de/artikeldetails.php5?aid=2357

Und weil Hr. Reisenauer auch meist gerechnete und gemessene Daten einstellt , kann man meine Messsungen dann vielleicht als Ergänzung sehen.

Bilder wie , und womit gemessen ( ist nicht hoch wissenschaftlich, und nur was im Keller vorhanden ) werde ich dann in den nächsten Postings einstellen . Einen Eindruck bekommt man wie man Standschub Daten die man selbst im Keller misst in der Praxis interpretieren und verwenden kann- wenn alles gut geht .

Die Artikel zu Propeller Berechnung von Schenk und Ramoser kenne ich , habe sie auch gelesen und kann beide nur empfehlen.

In den nächsten Kommentaren werde ich dann die Fotos zur Illustration einstellen.

Der Kleine vorne bekommt den Antrieb
»SpeedyBee« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_0364.JPG
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (30. April 2018, 13:16)


2

Montag, 30. April 2018, 15:09

Die beiden Antriebe....

Der Getriebemotor , 2poliger Inrunner, mit 1:4 Getriebe, wird gegen den Außenläufer getauscht.

Bisher sorgte ein 16x10 Falcon CFK, und ein 41mm RF ohne Versatz für den Vortrieb.

Welcher Prop dann vorne drauf kommt werde ich mir noch heraussuchen , Spinner bleibt, allerdings ist nun auch ein 41mm mit Versatz vorhanden. Vielleicht liegt der Prop damit besser an . Das werde ich dann sehen.

Und am 2ten Bild sieht man die Anschlußflansche. Am Flieger muss nichts geändert werden . Heraus - und wieder festschrauben.
»SpeedyBee« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0365.JPG
  • IMG_0366.JPG
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

3

Montag, 30. April 2018, 18:38

Messanordnung und verfügbare Tools

Wie messe ich was und was ist dazu vorhanden...

1. "Motorprüfstand" - Motorwaage, Küchenwaage , die den Standschub anzeigt und ein Regler 120A - opto- fix verbaut so dass ich verschiedene Motoren einfach nur anstecken brauche. Regelung passiert über einen alten Servotester.
2. Unilog 1 , ist irgendwann übriggebliebene und hat hier eine fixe Verwendung gefunden
3. mit Drehzalsensor und Temp.sensor kann damit Strom, Spannung, Leistung, ...usw...was das Unilog halt kann
4. manueller Drehzahlmesser und Anemomenter für Strahlgeschwindigkeit , zusätzlich noch ein Aufsatz für das Mobiltelefon ( das schwarze Ding über dem gelben Teil... von Vaavud ) damit ebenfalls die Strahlgeschwindigkeit gemessen werden kann , zum Vergleich...


Und ein paar Props die man vergleichen kann
»SpeedyBee« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0373.JPG
  • IMG_0374.JPG
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (30. April 2018, 18:45)


4

Montag, 30. April 2018, 18:50

Und noch eine Gesamtansicht und man sieht auch dass das Ding schon mehrfach verstärkt wurde weil alles doch nicht so toll gewuchtet war,...

Aber wer Tips hat was man da noch messen kann und welche Tools her für eine einfache Messung Sinn machen....her damit
»SpeedyBee« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0378.JPG
  • IMG_0376.JPG
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 1. Mai 2018, 15:44

Hallo Anton.

Hardwaretechnisch bist du ja gut ausgerüstet, das langt meines Erachtens für Antriebsmessungen dicke.
Als Tool benutze ich natürlich den Drive Calculator, wo ich die den Motor nach mehreren Läufen mit verschiedenen Prop`s dann einpflege.
Und wenn du dir schon die Mühe machst, dann misst du den Antrieb auch mit den Komponenten die später im Modell zum Einsatz kommen, und probierst auch mal verschiedene Timing-Einstellungen aus.
Allein durch das beste Timing kann man schon mehrere Prozent mehr Wirkungsgrad aus dem Motor herausholen. Und dabei ist es wichtig das auch der Prop und der Akku (Spannungsbereich) dafür benutzt wird, was auch später ins Modell kommt. Denn je nach Spannung und/oder Last kann eine andere Timingeinstellung besser oder schlechter sein. Dir verwendete Regler spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, trotz gleicher Timingeinstellung kann die Differenz schon mehrere Prozent betragen. Probier`s mal aus ;) .

Gruß Andreas


Anbei mal ein von mir vermessener Motor mit Timing 15° und 26,5° bei drei verschiedenen Spannungen.
Erst bei der höchsten Spannung und Lastbereich ist das Timing mit 25,5° besser, darunter ist das 15° Timing die bessere Wahl.
»grossiman« hat folgende Bilder angehängt:
  • 15°vs26,5°-11V-web.jpg
  • 15°vs26,5°-22V-web.jpg
  • 15°vs26,5°-29V-web.jpg
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

6

Freitag, 4. Mai 2018, 17:29

Der Drive Calculator ist mir bekannt, auch ECalc. :) . Hab da aber noch nie etwas eingetragen. Timing EInstellungen werde ich einmal ausprobieren. Guter Tip.

Das macht dann meine Messungen noch komplizierter..
Wie gesagt am Anfang stand einfach der Wunsch zu wissen ob der "Tauschmotor" mit weclhem Prop ausreichend Schub für den Handstart bringt - wie gewohnt. Dabei habe ich die alte Kombi nicht vermessen soweit es den Standschub betrifft.
Flieger wiegt ca 4kg, bei 3,7m Spw. Und wie ich gesehen habe lässt er sich mit einem Standschub von 3,4-3,5kg gut aus der Hand starten ( ...ich habe es gerne wenn ich nicht werfen muss :) , und dass ist hier schon der Fall) Das Steigen selbst ist eher auf der gemütlichen Seite ( UNisens fliegt da grundsätzlich mit und liegt so bei ca 10m/s max, also nicht dramatisch )

Gesehen habe ich dass ein AeCC 16x8 mehr Standschub bringt als die Falcon CFK 16*10 .... und nachdem mehrere Props in etwa der Größe herumlagen habe ich sie unter den genannten Gesichtspunkten vermessen.
Und mit gerechneten Werten verglichen ( also die einfachen Rechnung,,,, Strahlgeschwindigkeit gerechnet über die Steigung mit der gemessenen Drehzahl, und Standschub ( einerseits gemessen über die Waage) gerechnet mit der Formel für den Massestrom x V - also wie bei Schenk und Ramoser auch beschrieben und diskutiert)

Dabei fällt auf:

- meine Messergebnisse sind von meiner Tagesform abhängig und machen locker die paar Prozent die es zB übers Timing zu finden gibt wett.
- die gerechneten Schubwerte sind meist ca. doppelt so hoch wie die gemessenen
- das 16x8 ungleich 16x8 ist. Oder anders .... was im Prop drauf steht ist nicht immer mit der Bezeichnung eines anderen Herstellers vergleichbar. Gut die Unterschiede sind nicht dramatisch , aber deutlich erkennbar
- die Blattform .... da gäbe es viel zu philosophieren.... aber die Profis wissen es ohnehin und ich kenne mich da zu wenig aus.
- wenn die gerechnete Strahlgeschwindigkeit niedriger ist als die gemessene dann stimmt etwas mit der Steigung beim Prop nicht. Also deutlich mehr Steigung als angegeben....


usw....

hier werde ich gleich einen Ausschnitt meiner Tabelle einstellen und vielleicht gitb es ja Anmerkungen oder eine Diskussion dazu.
Gemessen , Vermessen ( mit meinen Möglichkeiten ) habe ich 11 Prop´s der Größe 16 und 17" und einen 15" .

Die ganze Tabelle werde ich dann auf meine Hompage stellen.
Für die die es genauer wissen wollen...... :ok:
»SpeedyBee« hat folgendes Bild angehängt:
  • prop datei ausschnitt.jpg
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (4. Mai 2018, 17:35)


7

Freitag, 4. Mai 2018, 18:10

und wie angedroht der Link zu mehr Info

Propellerdaten

und im Bild sind die Kandidaten zusehen.
»SpeedyBee« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_7305comp.jpg
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

  • Nachricht senden

8

Freitag, 4. Mai 2018, 20:23

Hallo Anton.

Prop`s hast du ja genug, also warum nicht einen Motor für DC vermessen.
Ich selbst mache erst ein paar Läufe mit dem geringst möglichen Timing, mindestens 4 verschiedenen Prop`s (in der Größe wirklich verschiedene) und einer Leerlaufmessung.
Das möglichst bei gleicher Spannung, und diese sollte zum Motor passen, also nicht 3S wenn der Motor für 6-8S ausgelegt ist.
In DC lege ich dann den Motor neu an und trage die Messergebnisse ein.
Dann wird das Timing erhöht und das Ganze nochmal, und das so oft bis eine Timingerhöhung nicht mehr sinnvoll ist. Meistens langen 3 Messdurchläufe, da kommen dann schon mal locker 15-18 Einzelläufe bei heraus.
In DC kann man nun gut vergleichen und mit Spannungen und Prop`s experementieren. Wenn ich dann meinen Favoriten gefunden habe, dann wird noch mal 1:1 auf dem Prüfstand das Setup getestet, inkl. Standschubmessung.
Fällt dies zufriedenstellend aus, wird das Setup eingebaut. Bei mir fliegt auch immer ein UniSens mit, und nach den ersten Flügen überprüfe ich dann auch die geloggten Daten. Oft probiere ich dann auch mal einen anderen Prop aus, denn für mich zählt (bis auf ein Modell :evil: ) effizientes Steigen mehr als maximal mögliches Steigen. Das kann man mit Hilfe des UniSens und dem Tool Data Explorer ziemlich gut überprüfen, in der Statistik werden die verbrauchten mAh pro Motormeter Höhengewinn angezeigt. Dafür sollte man aber die Steigflüge so gleich wie möglich ausführen, z.B. immer aus und auf die gleiche Höhe steigen, sowie die gleiche Anzahl Steigflüge. Erst dadurch werden meiner Meinung nach die Setup`s halbwegs vernünftig vergleichbar.

Was die Messwerte der Prop`s angeht, klar, die können trotz gleicher Größenangabe sehr verschieden ausfallen. Auch allein ein 2mm größeres oder kleineres Mittelteil beim Test ergibt schon andere Werte.
Aber selbst wenn man das den richtigen Prop, Mittelteil und Drehzahl hat, fallen die gemessenen Werte von DC oft deutlich anders aus. Woran das liegt? Ich vermute mal das es zum einen am Messequipment liegt. Wir messen doch mehr oder weniger mit "Hausmitteln", und das tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes, bestes Beispiel ist die digitale Küchenwaage zur Standschubmessung.
Aber ganz ehrlich, das juckt mich nicht so besonders, für mich ist wichtiger das ich mit meinen Mitteln auf jeden Fall Vergleiche machen kann. Ob der Standschug nun tatsächlich 2kg, 1,9kg oder 2,1kg beträgt, mit den 5% Toleranz kann ich leben.
Ich habe gesehen das du eine Standschubwaage vom Prinzip gleich mit meiner Standschubwaage ist, da kann der Propellerstrahl wegen der Motoraufnahme und den relatif dicken Armen auch nicht ganz ungehindert wirken, da geht es doch schon los ;) . Aber wenn ich auf meiner Waage mit Prop A 2kg und mit Prop B 2,1kg Standschub bei sonst gleichen Daten erziele (Propgröße, Spannung, Strom.....), dann weiss ich zumindest das Prop B um 5% besser ist, mehr will ich doch nicht.

Gruß Andreas
»grossiman« hat folgendes Bild angehängt:
  • RIMG1890.JPG
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

9

Freitag, 4. Mai 2018, 21:10

... das was du erklärtst ist der Grund wieso ich den DC nicht verwende.... ;)
hoffe das ist ok :)

im Prinzip ist es ja egal wie gemessen wird , wenn immer der gleiche Fehler gemacht wird, wären die Ergebnisse vergleichbar.
Und die Ergebnisse der Props sind auch vergleichbar ,...weil wie gesagt immer der gleiche Fehler.

Der Punkt den man aber schon machen kann und aus den Schubwerten gerechnet / gemessen ersieht ist , dass die gemessenen etwa halb so gross wie die gerechneten sind.
Also wie gesagt wenn immer der gleiche Fehler , dann passt es wieder.


Aber ein anderer Punkt ist zB dass der Aeronaut Starrprop offensichtlich eine deutlich andere Steigung hat , als angegeben.

Die Sache mit dem Timing werde ich sicher auch am Prüfstand probieren. Habe mich bisher aber nur dann damit gespielt wenn der Motor zB deutlich zu warm wurde. ( passiert bei dem einen oder anderen Inrunner in Kombination mit dem einen und anderen Regler) ..
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (4. Mai 2018, 21:16)


grossiman

RCLine User

Wohnort: Engelau, Schleswig-Holstein

Beruf: KFZ-Meister, spez. Karosserieinstandsetzung

  • Nachricht senden

10

Samstag, 5. Mai 2018, 01:00

Aber ein anderer Punkt ist zB dass der Aeronaut Starrprop offensichtlich eine deutlich andere Steigung hat , als angegeben.
Das stimmt. Dafür bringen sie im Flug auch meistens mehr Leistung, natürlich bei entsprechend mehr Strom. Ich habe mir mal den Spaß erlaubt bei einem meiner E-Segler etwas zu experementieren. Einmal mit einer Aeronaut ACC 13x8 und mit einer Graupner Cam Carbon 13x8. Der Unterschied in der Steigleistung beträgt im Schnitt ca. 10%. Mit der ACC steigt der Flieger schneller, bei entsprechend höherer Stromaufnahme. Aber die Effizienz ist bei beiden Prop`s fast gleich, pro Meter Höhengewinn mit Motor werden 1,19 mAh (ACC) und 1,18 mAh (Graupner Cam) verbraucht. Auf dem Prüfstand würde man nun erwarten das die ACC auch einen höheren Standschub erreichen würde, dem ist aber nicht so. Im Stand erzeugt die Graupner Cam gut 10% mehr Schub bei gleichzeitig geringerer Stromaufnahme, diesen Vorteil kann sie aber im dynamischen Flug nicht umsetzen, da hat die ACC die Nase vorn. Wenn man die Prop`s direkt miteinander vergleicht, dann kommt es einem so vor als wenn die ACC gut 0,5" - 1" mehr Steigung hat. Ich möchte nun nicht entscheiden welcher Prop besser ist, beide haben ihre Berechtigung. Da die Effizienz fast gleich ist, benutze ich z.Z. die GrCam, der Antrieb wird nicht bis zur Grenze ausgereizt und dadurch geschont, und senkrecht steigt der Vogel trotzdem noch.

Also, was die Standschubwerte in DC angeht, da bin ich immer etwas skeptisch, aber auch was die eigenen Testwerte auf dem dem Prüfstand angeht, Beispiel ACC13x8 und GrCam13x8 ;) . Entscheidend ist immer noch die Leistung im Flug, und um das zu überprüfen gibt es ja zum Glück Telemetrie.
Die Motordaten in DC finde ich aber doch schon verlässlich, aber auch nur bei den Motoren die gut gemessen wurden. Das kann man an den eingetragenen Daten und der Verlässlichkeitsskala sehen.

Und man muss auch nicht gleich an die Decke gehen wenn der eigene Motor nicht die Leistung bringt wie der gleiche Motor der in DC gelistet ist. Allein schon ein anderer Regler kann schon mehrere Prozent ausmachen, dann kommt noch ein anderes Mittelstück dazu, ein Prop von einem anderen Hersteller (obwohl gleiche Größe), und der Luftdruck passt auch nicht weil man z.B. auf 500m über NN wohnt. Und schwupps, schon hat man erheblich weniger Standschub und der Motor bringt auch nicht die erhoffte Leistung (nicht passender Regler, und /oder ungeeignetes Timing).

Gruß Andreas
Theorie ist, wenn man alles weiss, aber nichts funktioniert.
Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiss warum.
Einige verbinden beides miteinander:
Nichts funktioniert und keiner weiss warum ??? .

Mein Verein: http://www.lsc-condor.de/

11

Samstag, 5. Mai 2018, 07:16



.........die Effizienz ist bei beiden Prop`s fast gleich, pro Meter Höhengewinn mit Motor werden 1,19 mAh (ACC) und 1,18 mAh (Graupner Cam) verbraucht.

........dann kommt noch ein anderes Mittelstück dazu,........

Gruß Andreas


Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: als ich das hier begonnen habe ging es wirklich nur darum ob der andere Motor mit dem selben Prop einen ähnlichen Standschub bringt ( also ca.3,5- 4kg) damit ich beruhigt aus der Hand starten kann. Und weil andere Props herumlagen wurden sie stationär verglichen.

Bei E- Seglern ist es eher einfach. Da sehe ich nur 2 Punkte die man zum Vergleich hernehmen kann. Steigen und Effizienz ( mAh/Motorhöhe). Sagst du ja auch.
Bei Motorfliegern ist es ohnehin sehr individuell.

Und gemessen wurden Starrprops und Klappprops.

Kann da auf 2 Punkte direkt auch eingehen......weil wenn man sich ein wenig den Kopf dazu zerbricht kommt man ohnehin immer wieder auf die gleichen Themen ....

- Effizienz bei gleichem Motor, aber unterschiedlicher Zellenzahl....

https://rckonstruktor.wordpress.com/2016…4s-im-e-segler/

Und wenn sich das wirklich wer durchliest, muss ich ergänzen- der genannte Flieger fliegt momentan mit 5s , aber anderer Antrieb ( Motor und Prop)
Das wäre der Flieger um den es dabei geht... https://youtu.be/PYsWs2uWu4s
Das gilt halt nur bei E-Seglern so.

- und bei einem unterschiedlichen Mittelstück hat man einen anderen Durchmesser. Das sollte aber ohnehin klar sein.Hoffentlich zumindest.
Also das 40,41mm Mittelstück gibt zusammen mit einem 16" Klappprop von AeCC die 16" Durchmesser.
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (5. Mai 2018, 07:26)


12

Sonntag, 6. Mai 2018, 19:16

Servus Anton.
Es darf ja jeder machen, was Ihm gefällt, aber n.m.E. wird diese ganze Standschubdiskussion überbewertet.
Im Buch von W. Geck " Antriebe nach Maß" (1995) findet z.B. es kaum Beachtung. Das Leistungsgewicht steht das eher im Rampenlicht Bei der ganzen Rechnerei, wird aber immer erwähnt, das die endgültige Luftschraube im praktischen Flug erflogen werden sollte.
So ist auch meine Erfahrung.
Wenn du mit Luftschrauben höherer Steigung arbeitest, wird die Standschubgeschichte ungenau, bis unbrauchbar.
Nur arbeiten Luftschrauben mit einem D/S Verhältnis um 0,8 -1 effizienter.
Klar reisst hier im Stand die Strömung ab, aber bei vernünftiger Auslegung reicht auch ~2/3 Gas und die Schraube greift beim Start.
Noch ein kleines Beispiel aus meiner Praxis.
Ich fliegen einen normalen 2,2m Allround- Zwecksegler mit einer 16x16s mit ~ 550W Eingangsleistung.
Gib das mal in ein Rechenprogramm ein....
Katastrophale Werte sind die Folge. Einen Standschub kannst du nicht gescheit ermitteln.
Halbgas, schubs und Vollgas. Dann fängt der Spaß für mich an.
Ebenso bei einem 3m Zwecksegler, eine 18 x16.
An die Luftschrauben hab ich mich im praktischen Flug rangetastet. Eine RFM 17x19rot war nicht ganz so toll.
Für mich steht bei den Rechenprogrammen im Vordergrund, ob der Motor in einem gesunden Arbeitspunkt läuft.
Also nahe am Eta Maximum. damit die Verlußtleistung nicht den Antrieb grillt.
Wie eine Luftschraube am jeweiligen Modell funktioniert, kann dir kein Programm verlässlich sagen. Denn hier gibt es zu viele Unbekannte, einschließlich der Vorlieben des Piloten.
bis bald Maik

13

Montag, 7. Mai 2018, 22:20

Hallo Maik

Kann ja jeder machen wie er will in jedem Fall ist selber messen besser . Wer das nicht kann kann ja immer noch auf den Dc, ecalc und was es alles gibt ausweichen.

Beim Handstart eines 4m Seglers ( der auch vom Gewicht ein Oldie ist ) ist der Standschub nicht ganz egal ....und darum ging es ja letztendlich.

Also zusammenfassend:

1. ich hatte einen Getriebeantrieb gegen einen Direktantrieb getauscht
2 um sicher zugehen dass der Handstart problemlos möglich ist habe ich den Standschub auf einer Waage gemessen ( denn Direktantrieb dann zusätzlich mit 11 versch. Propellern da die gerade herumlagen, gemessen ... :) ) Ein Vergleich dieser Propeller unter identen Bedingungen ist nur am eigenen Prüfstand mögluch und nicht im DC zB.....- Gründe sollten ersichtlich sein
3.Dann einen Propeller ausgewählt der in etwa den gemessenen Daten mit der Kombi davor entsprach.
4.Heute den Praxistest im Flieger gemacht. Spannweite 3,7m, Gewicht ca. 4kg, mit Unilog mitgelogt. Nur den Strom usw, ohne Drehzahl
5. Strom im Steigflug ident wie im STand 48/48A, nur beim Beschleunigen ist der Strom im Flug sogar etwas höher. Da benötigt er für 2s ca52A. Anm: bei kleineren Seglern bis 2m und Hotliner dauert die Beschleunigungsphase nur einen Bruchteil hat aber dann im Anlaufen und Beschleunigen das gleiche Verhalten. Im Horizontalflug ist der Strom natürlich geringer weil der Prop mit der geringen Steigung dann bald durch ist ....aber auch das ist klar. Nur fliege ich mit einem 4m Segler im Horizontalflug üblicherweise ohne Motor.

Meiner Erfahrung nach lassen sich Prop´s mit hoher Steigung auf den gezeigten Prüfständen nicht wirklich vermessen ( Gründe kann man separat diskutieren, wenn aber Props so vermessen werden und dann irgendwo eingetragen werden , werden die Fehler dabei nicht richtiger)

Bei Props mit geringer Steigung 6-10" passen die Ergebnisse im Stand ganz gut zum Flug.

Mit Hotliner oder 2m Segler mit einem Steigen bis 40m/s und höheren Geschwindigkeiten mache ich es ähnlich. Handstart soll bei mir , egal welcher E-Segler, ohne Speerwurf Training möglich sein. Und da ist halt einmal der Standschub das Maß der Dinge. Dass das keine Aussagekraft fürs Fliegen ist eh klar.

Der Rest wird im Flug optimiert , immer noch ohne DC. Also wer selber messen kann und weiß wie er die Daten interpretiert hat es einfacher .
Und - vorallem- man ist nur mit den eigenen Fehlern konfrontiert nicht mit jenen der Anderen ;)

So das wars........FLieger ist wieder in der Luft , mit neuem Antrieb und alles geht so gut wie zuvor :)
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (7. Mai 2018, 22:28)


14

Montag, 7. Mai 2018, 22:45

noch ein Nachtrag

... irgendwie kamen leider immer Antworten wie toll der DC ist.....:)

das bestreite ich ja nicht, auch die Limits beim Standschub sind bekannt, aber wenn jemand tatsächlich in die Tabelle hineingesehen hat ?


- also für mich war es überraschend zu sehen dass der gerechnete Wert ( also mit den einfachen Mitteln, Massestrom usw...) doppelt so groß war wie der gemessene. ( tatsächlicher Schub ca 40-50% vom gerechneten..kann auch dann 55% sein)
- dass bei einem Propeller ( und das kann ich bei den Starrprops dieses Herstellers auf alle anderen umlegen die ich zumindest geflogen habe ) die Steigung deutlich größer ist als angegeben.
- bei einer schmalen Blattform ist der Schub deutlich geringer (RF) , aber auch der dazu benötigte Strom . In diesem Szenario könnte man den RF 16x8,5 mit 6s fliegen um ähliche Werte wie die andern Props zu kriegen....
....... usw.....

Nachdem ich die Tabelle ja erstellt habe sind mir dies Dinge und andere weitere aufgefallen.
Hat aber alles nichts mit dem DC zu tun und das war auch nicht meine Intention....

sondern eher eine Anregung dass ein 16x8 Prop ungleich 16x8 Prop eines anderen Herstellers ist.....
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

15

Donnerstag, 10. Mai 2018, 12:30

Da capo

...so dann schiebe ich noch ein paar Daten nach....

und zur Zusammenfassung und zum Vergleich

Getriebeantrieb bei einem 3,7m Flieger wird gegen einen Direktantrieb getauscht.

Der Motor wird im Stand gemessen ob Standschub (für den Handstart!) ausreicht und welcher Strom dabei fließt. Und weil da schon alles aufgebaut war, wurden auch noch andere Props draufgeschnallt und aus Interesse gemessen . Und ein wenig gerechnet um herauszufinden wie sich die gemessenen Daten im Stand zu den mit den einfachen Formel gerechneten verhalten. Ohne Schlüsse daraus zu ziehen,was das im Flug bedeuten könnte.

Genug der Worte:

Antrieb ist eingebaut , Flieger geflogen und ein Unilog war dabei.


Motor Leopard LC 4260 -480kv, Reisenauer, Prop Aeronaut CC 16*8
Standschub 3,7kg ( Gewicht Flieger ca 4-4,2kg )
Standstrom 48A , und der Prop dreht mit ca 7000 min-1

im Steigflug gemessen:
Motorstrom 48-50A, Drehzahl dabei 7500 ( 7200-7700....hängt vom Ladezustand des Akkus ab und der Art des Steigflugs)

....der Strom war im Flug also im Wesentlichen ident wie im Stand vermessen, und die Drehzahl im Flug ist 5-10% höher)

mehr kann man daraus nicht erkennen, aber mir reicht das .....

Ich habe mir dann die unterschiedlichen Steigflüge nochmals genauer angesehen ( wie ändert sich die Drehzahl in den 10-20s je Steigflug, max Steigen / Unilog zu gemittelten Steigen usw, ...)

Und als Erklärung zu den beiden Grafiken

die Erste zeigt den gesamten Flug, Dauer ca 37min, davon 15min Thermikflug mit 3mal abturnen, 7 Steigflüge mit einer Dauer von 10-20s... und im Detail den 2ten Steigflug.....mit einer Dauer von 16s von 7 auf 150m...

Kurven / Graph:
Rot - Strom (A)
Blau - Spannung (V)
Grün- Höhe (m)
»SpeedyBee« hat folgende Bilder angehängt:
  • E-Master , 9.Mai 2018.JPG
  • E-Master Steigflug 2 , 9.Mai 2018.JPG
Grüße Anton

Da macht fliegen Spaß https://youtu.be/PYsWs2uWu4sciao


RCKonstruktor

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SpeedyBee« (11. Mai 2018, 08:15)