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franzl63

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1

Dienstag, 22. Januar 2019, 13:58

Drehzahlsteller / Drehzahlregler

Hallo Modellbaufreunde,

bei mir tauchte ein kleines Problem auf.

Ich benötige einen Drehzahlsteller bzw. Drehzahlregler
für einen kleinen Bürstenmotor.

Habe nur folgende Daten von diesem Gerät: Spannung 12 Volt, Leistung ca. 2,4 Kw.
Der Regler sollte mindestens 250 Ampere stemmen können.
Besser wären 300 (Anlaufstrom).

Hier mal ein Bildchen vom Motörchen:



Grüße Franz

2

Mittwoch, 23. Januar 2019, 13:20

wo ist das Problem, der soll 320A können ;)
https://www.ebay.de/itm/7-2v-16v-16V-320…W-/283249979189


Wenn das aber was ernsthaftes werden soll, bleiben natürlich noch ein paar Fragen offen.

Brauchst Du Richtungsumkehr?
Nachdem noch ein Schneckengetriebe dranhängt, ist mit Rückspeisung eher nicht zu rechnen (selbsthemmend), solltest Du aber noch abklären.

Der jedenfalls beherrscht auch Rekuperation, kann aber nur "Vorwärts"
https://www.ebay.com/itm/300A-10-50V-12V…no/172396094972


Wenn aus dem Stromnetz betrieben macht vielleicht auch ein einstellbares Netzteil Sinn.

franzl63

RCLine User

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3

Mittwoch, 23. Januar 2019, 13:45

Hast du dir den oberen Link einmal genauer angesehen?
Was meinst du was ein Drähtchen mit AWG 16 bei 320 Ampere macht?

https://www.sab-kabel.de/kabel-konfektio…tzenaufbau.html

Ich habe da meine Zweifel.

Drehrichtungsumkehr geht nicht durch Polarisationswechsel da dies ein umgebauter
Startermotor ist. Der dreht immer in die gleiche Richtung.

Mit dem unteren kann ich leider nichts anfangen, da die Beschreibung auf
Englisch ist und ich leider nur ein dummer Deutscher bin.

Mit dem Netzteil wird es schwierig, müsste dann zwangsläufig ein Kabel
hinter her ziehen.

Zum Schluss: Der Motor ist bzw. soll der Antrieb für ein Schleuderrad einer
ferngesteuerten Schneefräse werden.
Deswegen ein Startermotor. Relativ wenig Drehzahl aber hohes Drehmoment.

Grüße Franz

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »franzl63« (23. Januar 2019, 14:06)


PatrickK

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4

Donnerstag, 24. Januar 2019, 00:01

Hast du dir den oberen Link einmal genauer angesehen?

Ich vermute mal, daß Elektrobiber deine Frage für eine Trollfrage hielt, das lag mir nämlich zuerst auch nahe. Diese Angaben gab's vor zwei Jahrzehnten in D auch. Die Entwickler multiplizierten in asiatischer Begeisterung dem maximalen Strom, den eine Transe unter Laborbedingungen für eine Minute überlebt hatte (die anderen, schlechteren nicht, aber man arbeitet ja forwährend an seiner persönlichen Optimierung) mit der Anzahl der Transen. Da kommen so phantastische Zahlen bei raus. Ist doch schön, alle freuen sich. Und organisieren einen gemeinsamen Umzug ;-) Deutsche (und andere des westlichen Kulturkreis') fanden den Geruch bei solchen Strömen doof und haben die nicht mehr gekauft, lieber die teureren von Schulze und Manz, die "nur" 40A konnten.

Zitat

Drehrichtungsumkehr geht nicht durch Polarisationswechsel da dies ein umgebauter Startermotor ist.

Mit einer Feldwicklung, die auch noch Leistung braucht. So'ne Motoren wurden oft darüber gesteuert: weniger Feld -> weniger Drehmoment. Allerdings ist das ein Verfahren, wenn Strom nix kostet, aber (früher) dessen Beherrschung schwierig war. Bei Lichtmaschinen in Autos ist das seit vielen Jahrzehnten Standard, bei Motorrädern seit dem Einzug der Japaner auch, BMW hielt in den späten Sechzigern da mit, zumindest bei den Behördenschüsseln mit Blaulicht und Funkgerät, wenn Adenauer oder FJS wieder eskortiert werden mussten.

Zitat

Mit dem unteren kann ich leider nichts anfangen, da die Beschreibung auf
Englisch ist und ich leider nur ein dummer Deutscher bin.

Und dann kannst du mit der sonderbaren "Einheit" AWG was anfangen ;-?

Zitat

Der Motor ist bzw. soll der Antrieb für ein Schleuderrad einer
ferngesteuerten Schneefräse werden.

Aah, nu kommt Butter bei die Fische!

Gegenvorschlag: du schaust bei Ebay Kleinanzeigen oder in der Memminger Zeitung nach einem gebrauchten E-Rolli oder Scooter. Der sollte noch laufen, aber abgewetzte Reifen, "fährt nicht geradeaus" oder "schaut häßlich verrammelt aus" ist völlig egal. Die Batterien gips bei Keckeisen, Starterbatterien taugen nur sehr begrenzt dafür. Die Systemspannung ist seit Jahrzehnten 24V. (Die 12V-Geräte, die ich in meinen Fingern hatte, kann ich an einer Schreinerhand abzählen - ich bin kein Schreiner.) Es sollte kein arg kleiner sein, denn die kommen aus China, sind recht gut (kein Flachs) und fahren mit 600 "deutschen" Wättern 6 oder 10KM/h. Wirklich! (Ich kann nicht lesen, was der chinesische Hersteller schreibt, aber bis die in D eine Zulassung bekommen, müssen da nachprüfbare Zahlen stehen.) 2.4KW macht 100A, das sind von mir im Fahrbetrieb gemessene Ströme von 16KM/h-Scootern, die höchst erlaubte Geschwindigkeit. Nicht in der Ebene, aber wenn ich die zur Reparatur in die Finger kriege, will ich die Fehler ja finden. Die Steuerungen haben alle eine Anfahrbegrenzung. Wenn kaputt, wird's allerdings teuer mit den Originalersatzteilen. Eine Fahrsteuerung kommt gern auf flockige 500.-, allein der Fahrhebel mit Befestigung geht gegen dreistellig. Das ist allerdings nur ein Stellpoti mit der spezifischen Mechanik, das kannst du auch anders lösen. Obacht: E-Rollis haben oft zwei Motoren, dann wird auch die Lenkung, Schrägen-Nichtabtrift und sowas über die unterschiedliche Ansteuerung zweier Motoren gelöst. Das willst du nicht.

Diesen Winter wird das aber nix mehr ;-)

servus,
Patrick

franzl63

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5

Donnerstag, 24. Januar 2019, 00:26

Das stimmt mit dem Winter.
Aber der nächste kommt bestimmt.

Das mit der "sonderbaren" Einheit AWG?
Es gibt Google!

Jedoch hat Google bei der Übersetzung von Englisch
auf Deutsch erhebliche Grammatikprobleme.
Deswegen bringt auch die Übersetzung nicht wirklich viel.
Diesen Kauderwelsch versteht kein Mensch.

Grüße Franz

6

Donnerstag, 24. Januar 2019, 15:21


Zum Schluss: Der Motor ist bzw. soll der Antrieb für ein Schleuderrad einer
ferngesteuerten Schneefräse werden.

damit lässt sich schon eher was anfangen. Also keine Drehrichtungsumkehr, keine (wesentliche) Rückspeisung, aber wenn das auf ein Hindernis kommt, kräftige Strompulse.

Im einfachsten Fall ein PWM-Steller + ordentliche MOSFET-Ansammlung - aber da ist der Steller aus dem zweiten Link aus meiner Sicht schon recht ordentlich gemacht.

Gibts noch ne Nummer kleiner und mit deutschem ? ? ? Angebotstext, scheint mir aber mit 60A Dauer definitiv etwas schwachbrüstig unterwegs.
https://www.ebay.de/itm/163377140656

Bei RC Hochstrom-Bürstenreglern ists etwas ruhig geworden, weil über Brushless einfach höhere Leistungsdichte mit weniger Störungen durch Bürstenfeuer möglich ist.

Auf der anderen Seite: 2,4kW, also tatsächlich 200A bei 12V braucht bei im Dauerbetrieb für einer halbe Stunde einen Akku mit mindestens 100Ah - das dürfte das größere Problem sein.

Englisch sollte doch für Dich kein Problem sein?

Noch ein Link für ein Open Source-Projekt
http://motocone.blogspot.com/

franzl63

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7

Donnerstag, 24. Januar 2019, 21:43

Das mit der Energiequelle stimmt schon.
Habe eh vor mit zwei 100er parallel zu fahren.

Das Ding soll ja auch ein gewisses Gewicht wegen der
Traktion haben.

Außerdem sind die 200A nur unter Volllast.
Ich rechne eher mit 150A.


Mit dem Bürstenfeuer habe ich weniger Bedenken.
Habe schon einen Schlepper zum Schleppen meines Juniors
auf der Luftmatratze auch mit einem ähnlichen Startermotor gebaut
und hatte bis dato keinerlei Probleme damit.

Ha, jetzt meinst du, das du mich mit meinen Englischkenntnissen überführt
hast?
Da muss ich dir widersprechen:
"Google dein Freund und ""Helfer""

Mit den Reglern muss ich noch schauen.
Wäre schon angenehm, das Teil langsam hoch zu fahren an
Stelle einfach ein zu schalten.
Zumal vermutlich der Anlaufstrom kurzzeitig fast ins Unendliche
steigen und die Mechanik auf Dauer auch nicht glücklich sein würde.

Grüße Franz

8

Freitag, 25. Januar 2019, 14:45

nix für ungut mit dem Englischen, aber alle Datenblätter der Halbleiterhersteller orientieren sich halt leider an dieser Sprache. Wären aber auch so nicht unbedingt verständlich ;)

Begrenzter Anlaufstrom lässt sich auch per Vorwiderstand (bei 12V ist 1Ohm maximal 12A...) + Brückrelais erreichen.
Aber auch dann bleibt das Risiko des Kurzschlusstroms, wenn während des Fräsens dat Dingens auf Block läuft. Das können aber gebrückte Relais besser ab - mit dem Restrisiko, dass sie nicht mehr abschalten können...

franzl63

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9

Freitag, 25. Januar 2019, 15:01

Das wäre auch eine Option.
Übertrieben geschrieben:
Eine Feder als Widerstand zum Hochfahren
und dann mit einem Hochstromrelais überbrücken.

Man sollte halt nicht unbedingt unter Last wieder abschalten
sonst wird sich der Kontakt, vermute ich, stark beleidigt fühlen.

Auf Block fahren kann ich, glaube mal, verneinen bzw. ausschließen.
Soll ja eigentlich nur für Neuschnee sein und nicht zum Fräsen von Eis und Matsch-Klumpen.


Danke schon mal für die Ideen.
Werde alles schon mal vermerken und später beim Bau mehr oder weniger einfließen lassen.

Grüße Franz

haschenk

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10

Freitag, 25. Januar 2019, 17:26

Hallo Franz,

wie groß ist denn der Motor tatsächlich (ist aus dem Bild nicht ersichtlich) ?

Anlassermotoren sind eigentlich "Sondermotoren", ausgelegt für maximales Drehmoment über einige Sekunden bei (für die sonstige Fahrzeugelektrik) gerade noch erträglichem Strom. Ob da die Verwendung als Antriebsmotor bei längerer Laufdauer "am Stück" gutgeht ?

Da sein Wirkungsgrad nicht "besonders gut" sein dürfte- wie willst du die Verlustwärme abführen ?
Wenn es tatsächlich um die genannten Werte von Leistung und Strom geht, dann sind das einige hundert Watt.

Die Nutzleistung über ein (einfaches ?) Schneckengetriebe zu führen, ist imho auch problematisch; hast du dich über die Eigenschaften von Schneckengetrieben schon mal schlau gemacht ?

KFZ-Anlassermotoren werden im Modellflug u.a. in Hochstartwinden als Antrieb verwendet. Ralph Decker hat sich in "FMT-Kolleg" Nr. 3 (1989) ausgiebig mit dem Thema anläßlich des F3B-Windenreglements beschäftigt. In der F3B-Szene dürfte es auch heute noch erhebliches knowhow dazu geben (Motoren/Steller/Schalter/Ströme/Leistumgen usw.); auch bei kommerziellen Herstellern von solchen Winden. Das dürfte auch ein Suchfeld für dich sein. Allerdings geht es da auch nur um Kurzzeitbetrieb.


Gruß,
Helmut

franzl63

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11

Freitag, 25. Januar 2019, 18:05

wie groß ist denn der Motor tatsächlich (ist aus dem Bild nicht ersichtlich) ?





Da sein Wirkungsgrad nicht "besonders gut" sein dürfte- wie willst du die Verlustwärme abführen ?
Wenn es tatsächlich um die genannten Werte von Leistung und Strom geht, dann sind das einige hundert Watt.


Wie du siehst, habe ich ein Kühlgebläse am Motor angebracht, der durch Ausfräsungen Kühlluft durch das Innere des Motors zieht.



Die Nutzleistung über ein (einfaches ?) Schneckengetriebe zu führen, ist imho auch problematisch; hast du dich über die Eigenschaften von Schneckengetrieben schon mal schlau gemacht ?


Das Schneckengetriebe wird nur zum Antrieb der Einzugsschnecke verwendet.
Also relativ geringe Belastung. Auch der schlechte Wirkungsgrad ist dadurch vernachlässigbar.
Der Hauptantrieb des Schleuderrades ist der Stummel.


Grüße Franz

12

Freitag, 25. Januar 2019, 21:36

Trouble building a brushed controller? Wow. Here is an English lesson.

https://www.brighthubengineering.com/diy…roller-circuit/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cohesive« (25. Januar 2019, 22:24)


13

Montag, 28. Januar 2019, 13:43


KFZ-Anlassermotoren werden im Modellflug u.a. in Hochstartwinden als Antrieb verwendet. Ralph Decker hat sich in "FMT-Kolleg" Nr. 3 (1989) ausgiebig mit dem Thema anläßlich des F3B-Windenreglements beschäftigt. In der F3B-Szene dürfte es auch heute noch erhebliches knowhow dazu geben (Motoren/Steller/Schalter/Ströme/Leistumgen usw.); auch bei kommerziellen Herstellern von solchen Winden. Das dürfte auch ein Suchfeld für dich sein. Allerdings geht es da auch nur um Kurzzeitbetrieb. Helmut


Günther Hager hat dazu auch was auf seiner Homepage.
http://www.aero-hg.de/winde.htm

Allerdings muss man klar dazu sagen, dass sich der Halbleitermarkt inzwischen auch weiterentwickelt hat.

franzl63

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14

Montag, 28. Januar 2019, 14:42

Hallo,

das ist eine sehr schöne Sache für einen, der sich in der Materie auskennt.
Für mich persönlich, scheidet diese Variante (Selbstbau) leider aus.
Elektrik geht relativ gut, aber mit Elektronik schaut es sehr schlecht aus.

Habe einmal einen Bausatz eines Servotesters gekauft und genau nach
Anleitung zusammen gelötet...… selbst mit vorgefertigter Platine
ging die Sache in die Hose.

Grüße Franz

15

Montag, 28. Januar 2019, 16:00

hab gerade das Datenblatt vom ebay 172396094972 runtergeladen. Auch wenn auf den Prospektbildern die Lötqualität nicht wirklich berauschend ist, wird das immer noch besser sein, als was Du gerade beschrieben hast.

Der "Baustein" hat auch einen RC-Modus (PWM Mode 2) - lässt sich also direkt an eine Fernsteuerung anklemmen (DIP1 ein, DIP2 ein).
Strombegrenzung ist über Poti einstellbar (hier ist die Anleitung nicht klar, hätte ich jetzt DIP3 ein gesettz)
Anlaufverzögerung/Hochlaufkurve auch über Poti programmierbar
Das ganze lässt sich dann über Serielle Schnittstelle auch ansteuern / konfigurieren sowie Messwerte auslesen.

Und nach Ungarn kannst Du zur Not auch fahren, falls das nicht funktioniert (ist nicht in China oder USA) - um Deine EU-Verbraucherrechte geltend zu machen.

franzl63

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16

Montag, 28. Januar 2019, 16:11

Danke,
den hast du mir oben schon gepostet.
Wurde schon notiert :ok:

Grüße Franz

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