Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Landei

RCLine Neu User

  • »Landei« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Most1/4; .at

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 28. März 2006, 09:27

F: E-Motor umgekehrt.

Hallo...

Mein Elektrowissen geht leider nicht recht weit über die Schulphysik hinaus, deshalb eine Frage an die Wissenden:


Welcher Typ unserer E-Motoren (auch Haushaltsgeräte oder E-Werkzeug) würde, wenn er selbst angetrieben wird:
a) so ca. 6-24 Volt liefern
b) selbst auch unter dieser Spannung laufen (wenn auch nur schlecht)
c) der Antreibkraft möglichst hohen Wiederstand bieten (!!wichtig!!)

umgekehrt gefragt:
Kennt jemand (günstige) Generatoren mit obigen Anforderungen, die sich auch als Motoren betreiben lassen.

Vielen Dank

lg stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Landei« (28. März 2006, 11:09)


2

Dienstag, 28. März 2006, 09:36

RE: F: E-Motor umgekehrt.

jeder fahrraddynamo kann das.

clystron

RCLine User

Wohnort: Vorarlberg/Österreich

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 28. März 2006, 09:41

Eine Motortype kann ich dir nicht liefern, aber ein bisschen Theorie:

zu a und b)

Idealisierte Betrachtung:
Ein drehender Gleichstrommotor erzeugt eine Generatorspannung die der Klemmenspannung entgegenwirkt, die Drehzahl im Leerlauf steigt dabei so lange bis die Generatorspannung der Klemmenspannung entspricht und somit kein Strom mehr fliesst.
In der Praxis erreicht man diesen Betriebspunkt nicht ganz wegen Verlusten.

Daraus lässt sich ableiten dass ein Motor im Generatorbetrieb mindestens mit seiner Nenndrehzahl gedreht werden muss (wegen Verlusten höher) um eine Spannung im Bereich der Nennspannung zu erzeugen oder umgekehrt ein Generator als Motor mit seiner Nennspannung betrieben eigentlich relativ gut laufen müsste.

zu c)
Damit ein Generator seiner Antriebsquelle ein Drehmoment abverlangt musst du ihn elektrisch belasten, über die Belastung kannst du das Drehmoment "einstellen". So funktioniert auch die Bremse in diversen Drehzahlstellern.

mfG
Wolfgang
There are 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't...

Landei

RCLine Neu User

  • »Landei« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Most1/4; .at

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 28. März 2006, 11:07

Dank euch beiden..

Allerdings: genausoweit reicht mein Wissen.


@Dynamo:
die "Bremswirkung" eines Dynamo ist mir zu gering.
(oder kann man die erhöhen, wenn ich etwas stärkeres als die Fahradfunzel anhänge?)
sind moderne Dynamos nicht (durch gewollte Eisenverluste) begrenzt, sodass bei hoher Drehzahl die Birnen nicht abbrennen? (das kann ich nicht unbedingt brauchen)

@Wolfgang
c)
ja, aber soweit ich mich erinnern kann gibt es doch unterschiedlichste Typen von Generatoren: mit Dauermagneten, welche die eine art "Anlaufhilfe" (tschuldigung für den Ausdruck, bin Elektro-DAU) benötigen, etc. etc.

was ich suche ist ein Generator der (möglichst schlagartig) möglichst hohen Wiederstand entgegensetzt.


Wenn das Thema für hier zu Umfassen ist, vielleicht kennt jemand eine seite "Funktionsweise von Generatoren für Dumpfbacken"


Danke Stefan

5

Dienstag, 28. März 2006, 11:09

pack doch einfach mal deine idee auf den tisch, dann wirds für uns leichter.

GSchroth

RCLine User

Wohnort: Süddeutschland

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 28. März 2006, 11:18

Hallo,

die Generatoren, die eine Anlaufhilfe brauchen, sind Sychrongeneratoren und eigentlich baugleich zu Synchronmotoren. Im Prinzip sind die Brushlessmotoren auch Synchronmotoren.

Grundsatzlich läßt sich jeder permanent erregte Motor auch als Generator betreiben. Ein Motor, der ein hohes Drehmoment hat, hat auch ein hohes Bremsmoment. Wenn man bei einem Brushless-Außenläufer einfach die Phasen kurzschließt, so hat man ein maximales Bremsmoment. Es geht aber auch mit billigen Bürstenmotoren.

Was soll das Ding genau machen ?

Gruß

Landei

RCLine Neu User

  • »Landei« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Most1/4; .at

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 28. März 2006, 16:05

so...

hab meine Gedanken noch mal geordnet und das Anforderungsprofil geändert:

- NUR Generatorbetrieb (Motorbetrieb nicht nötig)
- bei geringer Drehzahl sollt kein(wenig Stom) erzeugt werden und leichtgängig sein
- ab gewisser Drehzahl soll Strom erzeugt werden und hoher Widerstand der Treibkraft entgegengesetzt werden.
- Dieser Widerstand sollte möglichst elektrisch dazugeschaltet werden können.


Da diese Anforderungen wahrscheinlich eine gewissen Regeltechnik bedürfen, denk ich mir, dass Lichtmaschinen aus PKW bzw. LKW inkl. Laderegler recht geeignet sind.

Falls ich die Technik vom Laderegler richtig verstanden habe:
- kleine Drehzahl (unter ca. 1200 U/min) => kein Strom raus, kein Strom im Elektromagnet
- höhere Drehzahl => LiMa lädt, Elektromagneten in Lima bewirken Widerstand.
- bei fallen der Drehzahl (inkl. Hysterese) wird Elektromagnet wieder freigegeben und kein Strom mehr erzeugt.

ist das (für KFZ-Technik) soweit richtig?

Kennt jemand bessere Systeme als KFZ (die ja nicht so einen tollen Wirkungsgrad haben)?


achja, warum?
wohne am Berg mit viel Wind (tolles Hangfluggebiet, vor der Haustür :D )
und diesen Wind will ich auch energetisch nutzen.

Danke S.

GSchroth

RCLine User

Wohnort: Süddeutschland

Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 28. März 2006, 16:48

Hallo,

wo willst Du hin mit der Energie ?

Wenn man einem Generator Energie abnimmt, steigt automatich das Bremsmoment an der Welle. Du könntest also einfach drehzahlabhängig Deinen Verbraucher anschalten (an den Generator). Das Bestromen der Spulen in der Lichtmaschine hat den gleichen Effelkt.

Gruß

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 28. März 2006, 17:11

Hi Leutz

bei zuvielwind ist es effektiver die windmühle in segelstellung zu fahren!
heute ist folgendes ein üblicher trick: bei zuviel anströmung reisst die strömung am blatt ab, man wählt das passende profil+anstellwinkel ;)

es gibt einige beispiele wie man sowas aus autoschrott herstellt..

bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Landei

RCLine Neu User

  • »Landei« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Most1/4; .at

  • Nachricht senden

10

Dienstag, 28. März 2006, 17:12

Zitat

Original von GSchroth
wo willst Du hin mit der Energie ?


zuerst mal in Akkus. (Wind kommt ja nicht regelmässigt)

Zitat


Wenn man einem Generator Energie abnimmt, steigt automatich das Bremsmoment an der Welle. Du könntest also einfach drehzahlabhängig Deinen Verbraucher anschalten (an den Generator). Das Bestromen der Spulen in der Lichtmaschine hat den gleichen Effelkt.


genau und momentan bin ich auf dem Gedankenzug, dass eben der KFZ-Ladregler das erledigt. Also Verbraucher= Akku.

wurpfel1

RCLine User

Wohnort: CH-rheintal

  • Nachricht senden

11

Dienstag, 28. März 2006, 17:21

upps ich werde alt, zulangsam 8(

hier noch der trick mit dem ausdemwindfahren. ist ganz easy wenn man gründlich drüber nachdenkt :D das geht komplett ohne irgendwelche elektronik :w dieser 3kw-rotor (samt mast) überlebt stürme mit 60MpH :)




wenn man ein passendes motorkonzept wählt, hier slot- ironless, erhält man ein breites band mit konstanter spannung.
zum akkuladen würde ich am boden einen MPT (max-power-traker) vorschlagen. diese einheit funzt wie ein schaltnetzteil bedeutend besser, zuverlässiger und billiger als eine KFZ-elektronik samt lima-eisen/cuhaufen ==[]
bin schon zu alt zum spielen.. macht aber gleichwohl spass ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wurpfel1« (28. März 2006, 17:28)