relau

RCLine User

  • »relau« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 9. April 2010, 15:26

Regler direkt an Netzteil anschließen möglich?

Hallo Allerseits,

ich möchte um Motoren (Flieger) zu testen die Regler direkt an ein Netzteil anschließen.
Ich dachte dabei an das MRGN-900 Schaltnetzteil regelbar von 0 - 60 Volt .

Nun habe ich gelesen, das das unter Umständen gar nicht geht??

Hat da jemand Erfahrungen?
Gibt es Regler oder Steller die man an Netzteilen betreiben kann?
Ist die Restwelligkeit das Problem oder eine Rückspeisung?
:dumm:

Vielen Dank im Voraus...
Gruß Rene
- HK450 GT
- alte Bell 47G von Graupner nun elektrisch
- danach Bell Huey Cobra von 1972
- diverse Nuri bis 230 cm
- Parkflyer 70 cm bis 110 cm
- diverse Stinkerflächen

2

Freitag, 9. April 2010, 18:01

Das Problem ist der Takt des Reglers. Durch diese fließt mal der volle Strom und mal kein Strom. Der kleine Kondensator am Regler kann das auch nicht ausbügeln.
Dein Netzteil müsste also schneller regeln als der Regler schaltet. Kurz um es wird nichts. Das Netzteil wird anfangen zu schwingen und wenn du pech hast, dann schwingt es von 0 bis 60V.
Ein dicker Elko wird auch nicht ausreichen. Wenn dann müsste es schon eine Bleibatterie oder Lipo parallel zum Netzteil sein.
Ich rate dir also von solchen Versuchen ab. Nimm einen passenden Antriebsakku.

pem

RCLine User

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3

Freitag, 9. April 2010, 18:04

ausserdem lies besser mal (grundsätzlich und wegen Rückspeisung)

http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=80591
Ey ömma, wir sinne Borg. Uns kannze nich widderstehn. Jetzt tunwer dich bei uns beipackn

relau

RCLine User

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4

Samstag, 10. April 2010, 17:33

Hallo, vielen Dank für die Antworten.

Aufgrund des genannten Beitrages bin ich erst darauf gekommen das es Probleme mit dem MRGN-900 geben könnte. Das hatte ich mir einfacher vorgestellt....Ein Ladegerät hinter einem umgebauten PC Netzteil geht ja auch...aber das ich ein anderes Thema...


Das mit dem Takt des Reglers ist im Prinzip einleuchtend. Schade, dann wird die Sache doch teurer...

Welche Möglichkeit gibt es einen 500 Watt brushless Motor mit 24 Volt den halben Tag laufen zu lassen?
Ich möchte nur ungern so einen ollen Asynchronmotor verwenden.

Gruß Rene
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RudiRolf

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5

Samstag, 10. April 2010, 20:36

Hallo
von der Spannung her passenden Akku parrallel zu Netzgerät mit vernünftiger Kapazität damit die Spannungsspitzen gut geglättet werden .
MfG
Rudi

relau

RCLine User

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6

Sonntag, 11. April 2010, 19:23

Hallo Rudi,

ich habe mir sagen lassen das ein Bleiakku das nicht lange mitmacht. Ausprobiert hat der das aber auch nicht. Welche Spannung müßte man dann am Netzteil für einen 24 V Bleiakku einstellen, damit der nicht überladen wird und Schaden nimmt?

Und es müsste wegen der Rückspeisung ein Relais dazwischen, das den Akku vom Netzteil trennt wenn es abgeschaltet wird.

Hat das schon mal einer gemacht?

Gruß Rene
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chemienator

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7

Dienstag, 13. April 2010, 09:48

Ein Bleiakku ist dafür ungeeignet, da der für kurzzeitig hohe Ströme (Anlasser beim Auto) ausgelegt ist.

Mein Mittel der Wahl währe ein sogenannter Powercap
http://cgi.ebay.de/Dietz-21001-1-Farad-K…=item5639af8d9c

Das sind riesen Elkos mit Kapazitäten von einem Farad und mehr. Diese teile sind entwickelt worden, weil die Musikanlagen in getunten Autos teilweise Spitzenlasten (während den Bässen) haben, die die Motorleistung übersteigt. Und genau diese Spitzenleistungen (wie beim getakteten Regler) gleichen nunmal elkos am Besten aus. Lediglich die Größe musste angepasst werden.

Wenn du 24V brauchst, schaltest du eben 2 in Reihe.

Paul H.

RCLine User

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8

Dienstag, 13. April 2010, 10:49

Bleiakkus wären imho sehr wohl dazu geeignet - im Auto machen sie zu 99,9% ihrer Betriebszeit nix anderes: Das was die Lichtmaschine liefert puffern und glätten.
Soo sauber halten unsere Akkus die Spannung ja auch nicht, die Kondensatoren sind eher für Hifi-Anwendungen, aber das sind imho ganz andere Anforderungen bez. Glättung und Stromschwankungen.

Das einzige das Autobatterien nicht lange mitmachen ist wenn man sie ladet, entladet (also mehr als 20-30% der Kapazität entnimmt) ladet etc., sie sind nicht Zyklenfest. Aber dafür dass sie Spitzen glätten und ständig geladen werden sind sie prima. So 26-27V wäre ein guter Wert.


Wegen Rückspannung ans Netzteil (solte das ein Problem damit haben, es liegt ja nur die Akkuspannung an, keine Rückspeisung) eine entsprechend starke Diode dazwischenschalten, oder eben etwas eleganter ein Relais.

Allerdings geht's ja nur um eine Restwelligkeit, nicht wie bei einem simplen Lader um komplett ungeglätteten Strom. Wenn's nur mit Kondensatoren geht ist's natürlich platzsparender und einfacher.

:w Paul
Heavy Metal: Das Bierdosen - OV-10 Bronco - Projekt
Status 30.11.2010 : Endlich geht's weiter - Kabinenhaube

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Paul H.« (13. April 2010, 11:18)


9

Dienstag, 13. April 2010, 11:09

Hallo,
benutze Schaltnetzteil 40A (Regelbar bis ca. 15,5V) um Regler/Motoren bis 40A kurzzeitig zu testen und die Diagramme zu aufzeichnen (Anlaufverhalten etc.).
Kabel ca. 40 cm (4mm2), ein Low-ESR-Elko 10.000µF/63V (und ein Kondensator 2,2µF/63V).
Wichtig! Regler betreiben ohne Bremse, sonst Rückspeisung haut rein. Gute Schaltnetzteil schaltet sich aus (rote LED!). Dann abwarten und neu einschalten.
Schlechte Netzteile gehen kaputt!!!
Ich benutze ein Servotester mit Autofunktion (1....20sec) und wenn manuell dann regele ich Drehzahl im letzten drittel ganz, ganz langsam, so wenn zufällig die Bremse aktiv, kann nicht mehr stark greifen ;)
Bei mir läuft es schon seit einige Jahre ohne Probleme.
Hier noch Auszug aus meinem Bericht über günstige Schaltnetzteil:
Bekanntlich sollen die Schaltnetzgeräte für Tests von Motoren bzw. Drehzahlsteller nicht benutzt werden. Wer das trotzdem tut, einige Grundkenntnisse über Drehzahlsteller und Schaltnetzgeräte müssen gegenwärtig sein, wie zum Beispiel: zusätzliche dicke Stütz-Kondensatoren bei Benutzung von längeren Kabel zwischen Schaltnetzgerät und Drehzahlsteller. Drehzahlsteller darf nur in einem Betriebs-Modus betrieben werden, in dem keine Rückspeisung zum Schaltnetzgerät stattfindet, sonst kann das Schaltnetzgerät beschädigt werden. Bei unseren Muster brennt dann mit Sicherheit die interne Diode (wurde schon durchgespielt!).

Grüße
Milan

P.S.
Es ist hier keine Ermunterung zum Nachahmen sondern nur Bericht über meine Erfahrung!
»millu« hat folgendes Bild angehängt:
  • Netzteil-Regler-Int.jpg

relau

RCLine User

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10

Donnerstag, 15. April 2010, 17:25

Hallo Allerseits.

Jetzt ist der Unterschied zwischen Regler- und Ladegerätbetrieb am Netzteil schon klarer.

Also ist generell, ohne Gewähr, der Betrieb mit den genannten Kondensatoren am Netzteil möglich, wenn man die Rückspeisung im Auge behält.

Auf der Suche nach dem low esr elko habe ich den Beitrag hier gefunden:
www.rc-network.de/forum/archive/index.php/t-61296.html

Die gleiche Frage wurde hier behandelt.

Danke an alle für die Hinweise.

Gruß Rene
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spacy

RCLine User

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11

Freitag, 16. April 2010, 22:06

Ich benutze zum Motoren testen ein Maas SPS-9400 - regelbares 40 A Netzteil
Funktioniert einwandfrei, allerdings, wie schon gesagt, Bremse ausschalten. Das Maas geht sonst auf Störung, dann muß man es kurz ausschalten. Aber ansonsten null problemo.

Sarge

RCLine User

Wohnort: D-65760

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12

Montag, 19. April 2010, 16:38

Das von Milan verwendete Netzteil habe ich auch schon benutzt, um BL Regler zu testen.
Ohne mir großartig Gedanken zu machen, es hat funktioniert, und ja, wenn Bremse gegriffen hat, ist im Netzteil eine Sicherung raus geflogen, nach aus-/einschalten war wieder alles in Butter.
Da das ein Labornetzteil ist, gehe ich auch mal davon aus, dass es seine Leistung (40A) ausreichend geglättet unter Last bereitstellen kann, dafür wurde es ja schließlich gebaut.
Das letzte bischen Restwelligkeit können ja noch die Kondesatoren am Regler ausgleichen.

Aloys Zimmermann

RCLine User

Wohnort: NRW

Beruf: Elektrowickler

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13

Montag, 19. April 2010, 17:55

Hey

Ich denke bei der Rückspeisung steigt die Spannung am Netzteil an, da kein Verbraucher angeschlossen ist der den Strom verbraucht.
Darum steigt die Spannung, es geht auf Störung oder irgend etwas schlägt durch !

Wie sieht es den aus, wenn ein Widerstand für zb: 2 A parallel ist, der würde bis zu 2 A Strom verbrauchen ohne das die Spannung steigt ????

Gruß Aloys.

14

Dienstag, 20. April 2010, 13:42

klar geht es!!!!
sogar mit 300A.
siehe z.B.
http://www.powercroco.de/12N10P4235_2.html
(ganz unten).

oder auch:
http://www.rc-network.de/forum/showthrea…eil#post1736993

Wichtig ist wohl die entsprechende Dimensionierung der Drähte, ein großer schneller Kondensator dicht am Regler und dass die Bremse ausgeschaltet ist!!!!

Michelfrank

relau

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15

Dienstag, 20. April 2010, 19:38

Super, das hört sich doch vielversprechend an. Das werde ich dann auch mal in Angriff nehmen.
Vielen Dank Leute.
Bis dann Gruß René
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