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Dienstag, 10. März 2015, 09:23

Felddrehzahl Regler Vs. Motor - Wer kann´s erklären?

Hi,

seit ein paar Tagen grüble ich wegen dem Thema Felddrehzahl und suche mir die Finger wund. Soweit habe ich schon zusammengekratzt.

Bsp. YGE 100 A Regler: 240.000 upm bei 2 Pol. Ergo bei 8 Pol: 240.000/8/2= 60.000 upm. D.h. der ESC kann den Motor bei einem 8 Poler maximal mit 60.000 upm (im Leerlauf) drehen. Nun die Fragen.


1. bezieht sich die maximale Felddrehzahl immer auf den Leerlauf? Ich betreibe keinen Motor ohne Prop (außer kurz beim Testen mit weniger Zellen). Angenommen der Motor dreht mit Prop maximal 10.000 upm, dann dürfte es doch mit der Felddrehzahl keine Probleme geben oder? Oder ändert sich das Magnetfeld trotzdem schneller? Kann ich mir nicht vorstellen und mir fehlt das Wissen dazu. ???

2. Was wäre, wenn der ESC die Felddrehzahl nicht erbringt. In englischsprachigen Foren habe ich nur einen einzigen Poste dazu gefunden. Der schreibt sinngemäß, dass der Motor dann rauh läuft und rattert. Kann denn der ESC und/oder Motor schaden nehmen, wenn man es testet?

3. Wenn verschiedene Regler lt. Herstellenangaben die gleichen Felddrehzahlen und Timings bringen, wieso wird dann aber einer bestimmten Zellenzahl / Leistung nur ein einziger Regler empfohlen. Was macht z.B. ein YGE besser als der vergleichbare Sunrise?

Danke euch

haschenk

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Dienstag, 10. März 2015, 17:34

Hallo Smithy,

Erstmal:

Zitat

Bsp. YGE 100 A Regler: 240.000 upm bei 2 Pol. Ergo bei 8 Pol: 240.000/8/2= 60.000 upm. D.h. der ESC kann den Motor bei einem 8 Poler maximal mit 60.000 upm (im Leerlauf) drehen. Nun die Fragen.

Das ist schon richtig, aber ich würde es anders sagen, sonst gibt's bei Manchen evtl. Verwirrung (du müsstest 8/2 auch noch in Klammern setzen):
Bei BLDC-Motoren spricht man (fachmännisch) immer von Polpaaren, bzw. man hat es immer mit Polpaaren zu tun. 2-Poler = 1 Polpaar, 8-Poler = 4 Polpaare. Es ist immer mechanische Drehzahl = Feld-Drehzahl / Polpaarzahl; bei einer max. Felddrehzahl von 240.000 Upm und 4 Polpaaren damit max. mechanische Drehzahl = 240.000 / 4 = 60.000 Upm.

Zitat

1. bezieht sich die maximale Felddrehzahl immer auf den Leerlauf? Ich betreibe keinen Motor ohne Prop (außer kurz beim Testen mit weniger Zellen). Angenommen der Motor dreht mit Prop maximal 10.000 upm, dann dürfte es doch mit der Felddrehzahl keine Probleme geben oder? Oder ändert sich das Magnetfeld trotzdem schneller? Kann ich mir nicht vorstellen und mir fehlt das Wissen dazu. ???

Die Leerlaufdrehzahl hat nur insofern mit der max. Felddrehzahl zu tun, daß die Leerlaufdrehzahl eben die max. vorkommende Drehzahl ist, und die ("runtergerechnete") Felddrehzahl eine Grenze dafür. Die reale Leerlaufdrehzahl hängt von der Betriebsspannung und vom "kv" (spez. Drehzahl) ab. Leerlaufdrehzahl = kv * Betriebsspannung; z.B. kv = 1500 Upm/V, Betriebsspannung = 12 V, => Leerlaufdrehzahl = 1500 * 12 = 18.000 Upm. Höher kann der Motor bei dieser Spannung nicht drehen. Jetzt muß man nur noch prüfen, ob diese Drehzahl (mit etwas Sicherheit...) unter der max. (runtergerechneten) Feldrehzahl liegt.

Man sollte aber auch wissen:
Je hochwertiger (geringe "Eisenverluste") ein Motor ist, desto näher liegen die Drehzahl des besten Wirkungsgrads und die zu wählende Lastdrehzahl bei der Leerlaufdrehzahl (folgt aus der Motortheorie, würde hier zu weit führen). Es kann daher leicht vorkommen, daß ein Motor z.B. bei 80 oder 85% der Leerlaufdrehzahl betrieben wird; d.h. man hat nur noch 20 oder 15% "Abstand" zum Leerlauf. Ein Motor muß daher "leerlauffest" sein; das ist normalerweise auch immer der Fall; du brauchst da keine Sorge zu haben.
Andererseits darf man einen Motor nicht bei zu kleiner Drehzahl (zu hohe Last, zu hoher Strom) betreiben. Eine Lastdrehzahl von rd. 64% der Leerlaufdrehzahl ist das absolute Minimum; normalerweise geht man nicht unter ca. 70%.

Zitat

2. Was wäre, wenn der ESC die Felddrehzahl nicht erbringt. In englischsprachigen Foren habe ich nur einen einzigen Poste dazu gefunden. Der schreibt sinngemäß, dass der Motor dann rauh läuft und rattert. Kann denn der ESC und/oder Motor schaden nehmen, wenn man es testet?

Die Erscheinungen beim Erreichen der max. Felddrehzahl sind unterschiedlich: Rattern, stockender Lauf, Pfeifen...
Der Motor wird eher keinen Schaden nehmen, beim ESC ist es gefährlich (hohe kurze Spitzenströme, evtl. sogar kurzzeitiger Kurzschluß). Das kommt dann auch drauf an, wie gut der Entwickler seine "Hausaufgaben" gemacht hat; es hat auch schon ESCs gegeben, die in diesem Fall einfach abschalten...
Man sollte daher das Erreichen der max. Felddrehzahl vermeiden; in den meisten Fällen ist das auch kein Problem (s. obige Beispiele).

Zitat

3. Wenn verschiedene Regler lt. Herstellenangaben die gleichen Felddrehzahlen und Timings bringen, wieso wird dann aber einer bestimmten Zellenzahl / Leistung nur ein einziger Regler empfohlen. Was macht z.B. ein YGE besser als der vergleichbare Sunrise?

Das weiß ich nicht.... Da ist auch Mythos und Realität schwer zu unterscheiden. Und die Entwickler bzw. Anbieter werden kaum was Anderes als "allgemeine Sprüche" dazu sagen; da geht's ans "Eingemachte"....

Gruß,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (10. März 2015, 17:47)


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Dienstag, 10. März 2015, 18:35

Hallo Helmut,

viele vielen Dank für deine Ausführliche Antwort. Gut, dann sind meine bisherigen Recherchen also richtig gewesen.

Ich war nur bisher verwirrt, da ich im Programm die Drehzahl sah, die bei ca. 9500upm liegt. Dabei ist mir nach dem Durchlesen deines Postes eben ein Licht aufgegangen. Dies ja die Propellerdrehzahl :wall: und bei einem 5:1 Getriebe liegt die Motordrehzahl bei 47.500 upm. Bei einem 5S Antrieb ihm Leerlauf dürfte die Spannung bei vollem Akku vmtl. nicht unter die 21 Volt fallen. In diesem Fall handelt es sich um einen 2950kv Motor = maximal 61950 upm (+- x).

Wie hier gut zu sehen, liegt die Leerlaufdrehzahl knapp über der maximalen Regler-Felddrehzahl.

Fraglich ist, ob hier die Leerlaufdrehzahl wirklich entscheidend ist, wenn der Motor IMMER mit Propeller geflogen wird und ein Leerlauftest maximal an 2 oder 3S gemacht wird; schon alleine wegen dem Getriebe.

haschenk

RCLine User

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Dienstag, 10. März 2015, 20:19

Hallo,

ja, das ist dann schon etwas eng bei dir...
5:1 ist eine ungewöhnlich hohe Untersetzung; die aber -von den Umständen des Einzelfalls abhängig- schon Sinn machen kann.
Ich vermute (!) mal, daß die von dir genannten 9.500 bzw. 47.500 Upm für den Betriebspunkt des besten Wirkungsgrads gelten.

Zitat

Fraglich ist, ob hier die Leerlaufdrehzahl wirklich entscheidend ist, wenn der Motor IMMER mit Propeller geflogen wird und ein Leerlauftest maximal an 2 oder 3S gemacht wird; schon alleine wegen dem Getriebe.

Dann solltest du kein Problem kriegen. Die Leerlaufdrehzahl ist halt eine einfach zu berechnende "Maßzahl" für das Drehzahl-Niveau eines Motors, und auf sie bezogen kann man ein paar andere Drehzahlen unabhängig von allem Anderen angeben. Z.B. liegt die Drehzahl der max. Leistung immer bei 50% der Leerlaufdrehzahl. Aber man kann das nicht ausnützen, weil dann der Wirkungsgrad schon unter 50% liegt und der Strom viel zu hoch ist. Die max. Leistung ist deshalb durch den max. zulässigen Strom bestimmt. Die schon erwähnten ca. 64% gelten für den sog. "O-Punkt"; unterhalb dieser Drehzahl nehmen die Verluste stärker zu als die Ausgangsleistung. In der Praxis wählt man Lastdrehzahlen etwa zwischen 75 und 85% der Leerlaufdrehzahl.

Es gibt da auch ein nettes Diagramm (das man aber nur erstellen kann, wenn man alle relevanten Motordaten hat). Dazu trägt man den Wirkungsgrad über dem Verhältnis Lastdrehzahl/Leerlaufdrehzahl auf, siehe Anhang. Man kann kann in der Theorie zeigen, daß der Wirkungsgrad bei einem Motor mit nur "Ohm'schen Verlusten" (im Wesentlichen Wicklungswiderstand) darin die Diagonale links unten -> rechts oben darstellt. Ein realer Motor hat aber noch weitere Verluste; bei den BLs sind das vor allem die "Eisenverluste". Deshalb muß die reale Wirkungsgrad-Kurve immer unterhalb der Diagonalen verlaufen. Je höher der maximale Wirkungsgrad ist, desto weiter reicht die Wirkungsgrad-Kurve in den "Zwickel" rechts oben hinein. Bei der Drehzahl des besten Wirkungsgrads sind die Eisenverluste gerade gleich den Ohm'schen Verlusten.
Mit diesem Diagramm (das allgemein gilt) kann man recht einfach "Schwindler" entlarven....
Leider sagt das Diagramm nichts über die Leistung(en) selbst aus; das ist dann eine andere Sache.

Gruß,
Helmut
»haschenk« hat folgendes Bild angehängt:
  • Prinzipverlauf_Eta.gif

5

Dienstag, 10. März 2015, 21:08

Hallo,

ja, das ist dann schon etwas eng bei dir...
5:1 ist eine ungewöhnlich hohe Untersetzung; die aber -von den Umständen des Einzelfalls abhängig- schon Sinn machen kann.
Ich vermute (!) mal, daß die von dir genannten 9.500 bzw. 47.500 Upm für den Betriebspunkt des besten Wirkungsgrads gelten.
5:1 und 6,7:1 ist bei Hotlinern ziemlich typisch.

Ich bin mir nicht sicher ob Drivecalc die optimale oder maximale Drehzahl anzeigt. Einzig den Vpitch kann man zwischen opt und max umstellen. Daher bin ich bisher von einem Maximumwert ausgegangen, da Strom etc. auch entsprechend angezeigt werden. Korrigiere mich bitte, falls ich mich irre.

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Dienstag, 10. März 2015, 22:29

Hallo,

Die maximalen Feldwechsel des Reglers sind nicht immer klar definierte Grenzwerte, teilweise sind die Herstellerangaben auch deutlich über den realen Werten

Fast alle Regler können heute laut Herstellerspezifikation 210000 Feldwechsel viele gar 240000...

In der Praxis haben sich aber nur wenige herauskristallisiert die das auch wirklich zuverlässig können.

Herausragend sind dabei die YGE Steller, ebenfalls erprobt sind Castle Creation,Yeti Mezon...und die neueren Kontronik (Koby).....bei den preiswerten Exemplaren gehen Roxxy und Sunrise/Himodel Ice serie.

Zumindest bei YGE und Sunrise/Himodel hat das Timing einen grossen Einfluss auf die erreichbaren Feldwechsel.... 240000 oder höher wird nur mit 24° bzw 30° Timing erreicht (Warum das so ist weiß ich nicht)

Herkömmliche Hotlinerantriebe (Innenläufer)sind in der Regel 2 oder 4Poler, da ist das ganze relativ unproblematisch auch mit hohen Getrieberatios, Ausnahmen sind die Mega Motoren und (wenige) Plettenberg als 6Poler.

Kritisch wurde das Ganze mit den Aussenläufer-Getriebekombinationen wie Strecker oder Scorpion/Peggy Pepper.

Die Strecker sind 8 oder gar 10 Poler, die kleinen Peggys (2221) sind 6 Poler, die grossen Peggys(2524) sind überwiegend 8Poler.

Zitat

Die Erscheinungen beim Erreichen der max. Felddrehzahl sind unterschiedlich: Rattern, stockender Lauf, Pfeifen.


ich hab ein paar solche Fälle geloggt,,aktuell find ich nur den einen.. eventuell nicht das Paradebeispiel weil schon beim Hochlaufen .....ausbeschleunigt sieht aber ähnlich aus.



Ist eine kleine Peggy 3900KV an 5S und max ca 62500 Umdrehungen..... Anlaufstrom üblicherweise ca 130A.. hier im Log durch Synchriónisationsverlust Pulsen und Spitzenpeak 190Ampere (oder mehr,die gekappte Spitze kommt wohl vom 150 A Messhunt)

Motor und Regler haben das unbeschadet überstanden, nicht aber der Accu.. ein Z-Ableiter ist durchgebrannt,deshalb das aprupte Ende der Aufzeichnung.

Mit höherem Timing ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

Yello

7

Dienstag, 10. März 2015, 22:37

Zitat

Ich bin mir nicht sicher ob Drivecalc die optimale oder maximale Drehzahl anzeigt. Einzig den Vpitch kann man zwischen opt und max umstellen. Daher bin ich bisher von einem Maximumwert ausgegangen, da Strom etc. auch entsprechend angezeigt werden. Korrigiere mich bitte, falls ich mich irre.


Es gibt sicher mechanische Drehzahlgrenzen für jeden Motor, bei den Peggys hat zumindest bei mir bisher eher der Regler die Grenze aufgezeigt.

Der maximale Strom ist auch kein fixer Grenzwert,für Kurzzeitbelastungen kann man die Herstellerangabe (und damit den roten Punkt beim DC) teilweise deutlich überschreiten, gerade auch mir hohen Spannungen und hohen Drehzahlen.

Yello

8

Dienstag, 10. März 2015, 23:20

Das passt jetzt zwar nicht mehr ganz zu meiner Eingangsfrage, aber wenn du schon die 2524 Peggy ansprichst :)

Beim 2950er steht auf der Seite (ohne 5:1; Motor only): Max. Lipo Zellen: 4-5s - 5s nur mit YGE 24-30° Timing.

Rauslesen konnte ich, dass hier das 30°er Timing wichtig ist und die Felddrehzahl. Nur würde ich gerne wissen, wieso es "nur" mit einem YGE betrieben werden "darf". Was macht der Sunrise falsch/anders. Oder z.B. ein China-Pondon ala YEP? Gut, was heißt China Pondon...die letzten beiden kommen ja sogar aus dem selben Werk.

Offen gesprochen:
Derzeit läuft er auf 4s mit einem YEP einwandfrei. Allerdings bin ich von der Leistung etwas enttäuscht, da der Steigunterschied zum 70 EUR Vorgängermotor mit 45 EUR Regler nicht so ausfiel wie gedacht. Mir wurde am Platz von einem guten Freund sogar gesagt, dass er keinen Unterschied merke. Ich selbst spüre auch nicht so viel. Die Logs sagen ca. 7-9m/s mehr als vorher. Da mag einer jubeln, aber für das Paket mit ~300 EUR hatte ich mir da etwas mehr erhofft als 38m/s. Vor allem da ich das ganze dauerhaft auf 4s betreiben wollte.

Jetzt allerdings, nach den ersten Flügen, wird mir klar, dass sich die Umrüstung nicht wirklich gelohnt hat, wenn ich nicht mehr aus dem Motor raushole. Möglich wäre eine 16x16S bei 4s. Bin mir aber nicht sicher ob das wirklich zu einem Anstieg (außer beim Strom) führt. Schön wäre es, denn ich habe extra 3x 4s 45c+ Akkus neu gekauft.

5s würde vmtl. das bringen, was ich mir Anfangs erhoffte, allerdings muss ich zugeben, ist mir das nicht nochmal 190 EUR Wert, da bin ich ehrlich. Es ist für mich ein Funflieger und bei mir nicht im Dauereinsatz.

Daher eben die Frage, wieso nur ein YGE funktioniert, wenn ein Sunrise ICE für 100 EUR oder ein YEP für ~45 EUR lt. Hersteller die gleichen Werte haben (und offentlich die letzteren Baugleich/Softwaregleich etc. sind). Es soll hier nicht um die Geiz ist Geil Geschichte gehn, sondern hier komme ich wieder zurück zur Eingangsfrage mit der Felddrehzahl. Wenn wirklich nur der YGE funktioniert, dann soll es so sein. Für mich ist dann aber vorerst der 5S Zug abgefahren.

Ich würde ja schon gern das jetzige Setup mal mit 5s probieren, wenn ich wüsste, dass der Motor unbeschadet bleibt. Der Regler sollte theoretisch ja drosseln. Timing würde ich sowieso gleich auf 30° stellen.

Schön wäre, wenn jemand eben erklären könnte, warum nur YGE und was ist, wenn kein YGE verwendet wird.

9

Dienstag, 10. März 2015, 23:38

@Smithy
Erwartest du jetzt fachlich korrekte Anworten oder willst du fragen warum ein Hersteller bestimmte Regler empfiehlt? Oder willst du wissen ob Nachbauten auch gehen?
Oder oder oder...

:w
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles


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Dienstag, 10. März 2015, 23:58

Sorry falls es nicht deutlich herauskam. Ich wollte nur den Hintergrund erläutern. Soviel oder oder oder ist da gar nicht drin ;)

Ich will natürlich fachliche Antworten. Ich will nicht wissen, warum der Hersteller den bestimmten Regler empfiehlt, sondern was das bei baugleichen Modellen mit der Felddrehzahl zu tun hat.


Genauer gesagt, würde ich eigentlich nur gern zwei Fragen beantwortet haben, die ich eben im Eingangsthread schon so geschrieben hatte.

1. Wenn ein Hersteller sagt, nimm nur Regler X wegen der Felddrehzahl, dann ist meine Frage eben, wieso baugleiche Modelle, die lt. Datenblatt die selben Werte leisten, nicht funktionieren. Das würde ja bedeuten, dass die baugleichen Modelle Märchen im Datenblatt haben oder eben andere Gründe die ich nicht weiß und ihr vllt. wüsstet.

2. Angenommen man würde sich auf die Datenblätter verlassen, der Regler aber tatsächlich nicht die Felddrehzahl erreicht. Welche Folgen hat es, wenn man diesen einen Regler nicht zwangsläufig nimmt, sondern die anderen.

Wie schon berichtet wurde, läuft er evlt. unsauber, stottert, hat höhere Peaks, zerstört am Akku etwas. Allerdings war letzters wohl ein Timing Problem und nach dem erhöhen verschwunden.

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Mittwoch, 11. März 2015, 00:05

1. Wenn ein Hersteller sagt, nimm nur Regler X wegen der Felddrehzahl, dann ist meine Frage eben, wieso baugleiche Modelle, die lt. Datenblatt die selben Werte leisten, nicht funktionieren. Das würde ja bedeuten, dass die baugleichen Modelle Märchen im Datenblatt haben oder eben andere Gründe die ich nicht weiß und ihr vllt. wüsstet.

Das hat der Hersteller eben genau mit diesen Parametern getestet. Und wird sicher nichts ungetestetes empfehlen.

2. Angenommen man würde sich auf die Datenblätter verlassen, der Regler aber tatsächlich nicht die Felddrehzahl erreicht. Welche Folgen hat es, wenn man diesen einen Regler nicht zwangsläufig nimmt, sondern die anderen.

Als ich glaub das hat Helmut klar erlaeutert. Kann optimal, gut oder schief gehen.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles


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Mittwoch, 11. März 2015, 00:15

Ich kann jetzt nirgens finden dass Andy die Verwendung eines Sunrise an 5S am PP 2524 2950 ausschliesst....

Ich selbst fliege den Antrieb an 5S und 15x16 und 16x17 mit jeweils 0° oder 2° Mittelstück sowohl mit Sunrise 150,als auch mit Himodel Ice150. YEP hat bei mir nicht funktioniert.

Timing hat Einfluss auf die erreichbare Feldwechselfrequenz, den 15x16 fliege ich mit 30°.. den 16x17 mit 24°.

Steigleistung habe ich um 63m/sek über 2sek gemittelt aus dem Steigleistungsgraph, bestätigt durch Airspeed über Pitot Sensor an 16x17 2°.

Modell Teaser ,SPW 196cm, etwas über 1,4kg...




Yello

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yello« (11. März 2015, 00:20)


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Mittwoch, 11. März 2015, 00:23

ausschliesst....

Jep. Genau das ist es.
Es wird das empfohlen mit dem gestetst wurde. Das heisst aber nicht das was anderes nicht funktioniert.
Muss halt jeder selbst in Erfahrung bringen.
Gruss
Thomas
🖖

Vielleicht ist Wissen doch nicht die Antwort auf alles


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Mittwoch, 11. März 2015, 00:29

Eventuell noch zusätlich zu den Chinaclonen...

Es wird allgemein behauptet dass YEP, Sunrise und Himodel Ice identisch wären...

Ich kann das so nicht bestätigen, habe mehrere Sunrise und Himodel, und hatte einen YEP..

Alle sind sie unterschiedlich im Aufbau und bei der Bestückung und auch teilweise im Betriebsverhalten.

Das mag chargenabhänig sein, ich kann das nicht genau sagen , alle meine Sunrise und Himodel sind über 2Jahre alt.

Der YEP ist bei mir am gleichen Antrieb bei dem die anderen einwandfrei funktionieren einfach unspektakulär bei Maximaldrehzahl verendet.


Es gibt da offensichtlich einen Bug bei den YEP bezüglich ínterner Leiterquerschnitte näheres hier nachzulesen (auf englisch):

http://www.rcgroups.com/forums/showthrea…13#post27969903

Wie auch immer , der YGE bietet die grössten Reserven.



Yello

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yello« (11. März 2015, 00:37)


15

Mittwoch, 11. März 2015, 00:37

ausschliesst....

Jep. Genau das ist es.
Es wird das empfohlen mit dem gestetst wurde. Das heisst aber nicht das was anderes nicht funktioniert.
Muss halt jeder selbst in Erfahrung bringen.
Auf der Seite steht: Max. Lipo Zellen: 4-5s - 5s nur mit YGE 24-30° Timing.



Sorry Thomas, aber mit dem Wort nur bin ich von der Empfehlung direkt bei der Voraussetzung. Und genau das hat mich zu der Eingangsfrage bewegt. "Empfohlen mit YGE" oder "getestet an YGE" oder ähnliches hätte mich gar nicht zum grübeln gebracht.





Danke yellow für die letzte Aufklärung.

16

Mittwoch, 11. März 2015, 00:44

Und genau das hat mich zu der Eingangsfrage bewegt. "Empfohlen mit YGE" oder "getestet an YGE" oder ähnliches hätte mich gar nicht zum grübeln gebracht.

Ja was erwartest du denn von den Herstellern?
Die haben getestet. Und genau das wird dann angegeben. Und wenn es mit 1000 anderen Reglern auch geht? Was solls? Man gibt in den Daten genau das an was getestet wurde. Und keinen Millimeter mehr.
Gruss
Thomas
🖖

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17

Mittwoch, 11. März 2015, 00:45

Ich fliege meine Antriebe mit relativ hoher Last und F5B typisch also nur kurz horizontal und nie abwärts.
Dadurch sinkt das Risiko des "Überdrehens".

Ich hab insgesamt 4 diesbezüglich "grenzwertige" Antrieb in Betrieb und denke dass ich das soweit im Griff habe, das gilt aber wie gesagt nur für meine spezielle Anwendung.

Andy hat deutlich mehr Antriebe verkauft und dadurch auch mehr Erfahrungswerte, ich will ihm da nicht reinreden.

Am besten du rufst ihm an..


Yello

18

Mittwoch, 11. März 2015, 00:57

Hatte ich gestern und heute mehrfach versucht, entweder besetzt oder klingeln. Hat wohl viel zu tun, kein Problem. Daher hatte ich dann den Thread gestartet, weil mir das Thema nicht aus dem Kopf ging und mich brennend interessierte. Danke dir.

@Thomas: Dass ein Hersteller nicht 1000 Regler testet ist mir klar. Bloß "nur" bleibt "nur" auch wenn es evlt. anders gemeinst ist. Wenn ich mal Klugscheissen darf, was ich normal anderen überlassen: klick

Wenn ich dann als verunsicherter User diese Frage nicht stellen darf, weil ich gerne den Grund für so ein "nur" erfahren würde (es kann ja sein, dass es wirklich NUR mit diesem geht, da habe ich nur keine Erfahrung damit und frage genau eben deswegen nach), dann muss ich zugeben, bin ich hier im falschen Forum gelandet. oder oder oder....da hilft auch der noch so winkendste smiley nichts. :(

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Mittwoch, 11. März 2015, 01:05

@Smithy

ich weiss nun echt nicht mehr was du erwartest.
Die Empfehlungen hast du ja bekommen.
Und auch die Antwort auf das "nur".

Kommt mir nun in etwa so vor als wenn du ein optimales Setup suchst. Das was aber nicht die eigentliche Frage.
Gruss
Thomas
🖖

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Mittwoch, 11. März 2015, 01:11

Ja,
Ich hab den Eintrag auf der HP jetzt gefunden,steht da explizit nur beim 2950 ohne Getriebe in der allgemeinen Spezifikation.

Direktantrieb bei der KV an 5S würde eigentlich nur im kleinen Speeder Sinn machen, also typischerweise auch senkrecht abwärts was im Einzelfall auch nahe an Leerlaufdrehzahl herankommen könnte...

Da müsste man sich aber schon heftig mit dem Prop vertun , 4x3 oder so..... :hä:

Wie auch immer , Andys HP liefert Unmengen an Daten.. und wenn das da mal steht beruft sich auch jemand drauf... die meisten anderen Hersteller /Vertreiber machen es sich da einfach... wo nix aussagekräftiges steht braucht man auch nicht für gradestehen....

Zitat

Ich fliege meine Antriebe mit relativ hoher Last und F5B typisch also nur kurz horizontal und nie abwärts


Muss da bisschen zurückrudern... hab meine PylonPeggy 2524 2800 nicht erwähnt... an kleinen 1400er Zellen gehen auch 6S ganz passabel horizontal "dauerhaft" bei relativ geringer Last (1100 Watt im Flug) mit Sunrise...
sind dann auch über 60000....


Yello