Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

patrick

RCLine User

  • »patrick« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Alinghi-Land

Beruf: Technopolygraf

  • Nachricht senden

1

Montag, 16. Juni 2003, 09:28

Brushless blockiert...

Hallo!

Am Wochenende war ich so blöde und habe es fertig gebracht dass mein AXI 2820/10 (an 10 Zellen) angelaufen ist obwohl der E-Segler noch am Boden lag. Die Luftschraube blockierte natürlich den Motor und nach zwei Sekunden brannte mein Regler durch, er ist förmlich verkohlt.

Meine Frage: Was passiert im innern Motors wenn die Schraube blockiert? Er riecht nicht verbrannt, sieht auch unversehrt aus, aber ich habe das Gefühl er lässt sich schwerer von Hand drehen.

Ist der Motor auf alle Fälle hin? Habt ihr Erfahrungen?

Danke und Gruss, Patrick

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »patrick« (16. Juni 2003, 09:30)


Peter_Rother

RCLine User

Wohnort: D- Stuttgart

Beruf: Dipl.Ing.

  • Nachricht senden

2

Montag, 16. Juni 2003, 09:57

Hi Patrick

ich will nich den ganze Vorgarng erkaleren, aber Dein Motor ist hochstwahrscheinlich in Ordnung, wenn der Regler schnell verbrannt wurde und den Stromkreiss geoeffnet hat.

welche Regler was das?

somodi

RCLine User

Wohnort: D-31275 Ahlten (Hannover)

  • Nachricht senden

3

Montag, 16. Juni 2003, 09:58

mein beileid.....
hast du vor dem durchdrehen des motor´s denn steller abgenommen?

wenn er noch dran ist, kann es sein, das einzelne phasen des motor´s kurzgeschlossen sind und der motor sich dadurch schwerer drehen läßt.
Bye!:w

:evil:Was nicht senkrecht geht, ist UNTERMOTORISIERT:evil:

somodi@web.de

Dicker

RCLine User

Wohnort: Hamburch

Beruf: Ezialist

  • Nachricht senden

4

Montag, 16. Juni 2003, 09:59

Das klingt ziemlich unglaublich!
Alle Regler die ich kenne schalten beim Anlaufen so sanft das da nix passieren kann!

Was fuer ein Regler war das? Ich wuerde den meinem Haendler um die Ohren hauen! Und mitsamt dem Regler gleich einen neuen Motor anfordern...

sowas darf nicht passieren! ==[] ==[] ==[]

Gruss Julian *Unglaublich*
FollowMe

I :heart:Alex

patrick

RCLine User

  • »patrick« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Alinghi-Land

Beruf: Technopolygraf

  • Nachricht senden

5

Montag, 16. Juni 2003, 10:16

...tja, ich wundere mich auch dass die Elektronik gleich in Rauch aufgeht!

Der Regler ist der im Set gelieferte 40e-3ph. Ich weiss jetzt nicht ob ich "nur" einen neuen Regler brauche (das sowieso, der alte ist ein Brikett) aber im Motor kann eigentlich nichts durchbrennen oder?!

@ somodi:
Erholen sie die evtl. kurzgeschlossenen Phasen jemals wieder ist ist das ein Grund für die Tonne???

Gruss, Patrick

Fraett

RCLine User

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

6

Montag, 16. Juni 2003, 10:19

Hallo!

Ich glaub somodi meint, das im (kaputten) Regler die Phasen kurzgeschlossen sind.
Hast du den motor mit angestecktem regler durchgedreht oder den regler vorher abgezogen?

Gruß, Jan

Dicker

RCLine User

Wohnort: Hamburch

Beruf: Ezialist

  • Nachricht senden

7

Montag, 16. Juni 2003, 10:30

Kaputte Mosfets schliessen Kurz. Das heisst, das die Einzelnen Phasen ueber den Regler kurzgeschlossen werden.
Kuck dir die Wicklung im Motor einfach mal an. Wenn es da Dunkle und helle Draehte gibt oder sogar was schwarz ist wuerde ich den Motor gleich mitschicken. Beim Anlaufen darf sowas nicht passieren...

Gruss Julian
FollowMe

I :heart:Alex

patrick

RCLine User

  • »patrick« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Alinghi-Land

Beruf: Technopolygraf

  • Nachricht senden

8

Montag, 16. Juni 2003, 10:43

ach so!
Der Regler ist noch angelötet, ich werde ihn heute Abend abnehmen. Trotzdem habe ich das Gefühl dass der Motor nicht mehr ganz rund dreht. Habe ihn noch mit der Taschenlampe angekuckt, die Drähte im innern sehen alle unversehrt aus, er riecht auch nicht "verschmürzelt".

@Julian: Was genau sind "Mosfets"?

Gruss, Patrick

Dicker

RCLine User

Wohnort: Hamburch

Beruf: Ezialist

  • Nachricht senden

9

Montag, 16. Juni 2003, 10:48

das sind die kleinen 8beinigen ICs die die Motorspannung schalten.
Sowas wie Relais nur elektronisch :-)

Gruss Julian
FollowMe

I :heart:Alex

Dr._Gernot

RCLine User

Wohnort: Gersthofen

  • Nachricht senden

10

Montag, 16. Juni 2003, 21:39

MOSFET = Metal Oxide Semiconductor Field Effect Transistor, also ein Feldeffekttransistor, der mit Metalloxidhalbleitern aufgebaut ist. Das sind die heute in Drehzahlstellern üblichen Leistungshalbleiter.

Üblich wäre auch, daß ein Drehzahlsteller bei Überlastung abschaltet. Wenn man die Welle eines Elektromotors blockiert ist das ein fetter Kurzschluß. Der AXI2820/10 hat 0,042 Ohm Widerstand. 10 Zellen = 12 V ---> I = 285 A. Got sei Dank bricht die Akkuspannung ein und es gibt sonst noch ein paar Übergangswiderstände. Dann waren es vielleicht nur noch 100 A.

Der Motor soll übrigens 40 A 60 s lang ertragen. Den kriegst Du mit 100 A für 2 s nicht kaputt. Es sei denn, Du hast ihn entmagnetisiert.

Dann würde ich mich allerdings beim Hersteller des Drehzahlstellers gleich zweimal beschweren.

Gernot

clystron

RCLine User

Wohnort: Vorarlberg/Österreich

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

11

Montag, 16. Juni 2003, 21:45

Kurzschluss? Beim Bürstenmotor wärs so aber ein Brushless pfeifft doch AFAIK nur gequält weil der Rotor dem Drehfeld nicht mehr folgen kann. Das Feld an sich bleibt doch nicht stehen...

Ausserdem müsste der Steller doch checken dass sich der Motor nicht dreht...

Was passiert eigentlich wenn ich einfach die Glocke abziehe und Gas gebe?

mfG
Wolfgang
There are 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't...

12

Dienstag, 17. Juni 2003, 10:22

Hallo,

ich hab’ noch nicht soviel Erfahrungen mit Bürstenlosen, kenne nur 3 Motoren und 4 Regler aus eigener Erfahrung. Was ich als „normales“ Verhalten empfinde ist, daß bei Startproblemen der Regler erkennt, daß sich der Motor nicht dreht. Er schaltet kurz ab und versucht’s erneut. Das konnte bei älteren Reglern passieren, wenn zu schnell Vollgas gegeben wurde, auch wenn die Luftschraube nicht blockiert war. Da nur kurzzeitig der Startstom fließt und immer wieder unterbrochen wird, darf hier nichts passieren!
Vor ein paar Tagen hat sich bei mir die Empfängerantenne in der Gehäusedurchführung abgenabelt, Restlänge 1,5 cm. Der E-Segler ist in ca. 50 Meter entfernung gelandet (Dusel muß man haben!). Dann hat der Regler immer wieder durchgeschaltet bei blockiertem Motor, bis ich am Modell war und nach Aufschrauben den Akku abstecken konnte. Und das hat gedauert! Es ist nichts passiert, am nächsten Tag flog das Ding mit neuem Empfänger wieder ohne Probleme.

Meine Ansicht zum „Fall Patrick“: Produktfehler, Motor und Regler unverändert zurück an Händler / Hersteller und Ersatz verlangen. Wenn der Regler weniger als ein halbes Jahr alt ist, muß der Hersteller nachweisen, daß kein Produktfehler vorlag. Das sollte in diesem Fall schwerfallen. Hast Du Zeugen?


Servus
Hans

Gewurtz

RCLine User

Wohnort: D-34560 Fritzlar Danziger Straße 9

  • Nachricht senden

13

Dienstag, 17. Juni 2003, 11:38

Hallo,

wenn der Hersteller oder Händler diesen Tread gelesen hat, hat er jede Menge Zeugen. Es ist wenig hilfreich, wenn man versucht jemanden zu einer nicht gerade gesetzestreuen Handlung zu bewegen. Letztendlich muß aber jeder für sich entscheiden wie er sich verhält und was tut.

Gruß Gerhard
Gruß Gerhard

Hasta la victoria siempre (Che)

HP des MFV-Colibri-Fritzlar

clystron

RCLine User

Wohnort: Vorarlberg/Österreich

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

14

Dienstag, 17. Juni 2003, 11:57

Hab ich da was nicht mitgekriegt? Ich kann hier keine Anstiftung zu "einer nicht gerade gesetzestreuen Handlung" finden...

mfG
Wolfgang
There are 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't...

rinninsland

RCLine User

Wohnort: DE-38551 Vollbuettel

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 17. Juni 2003, 12:04

Bei mir wurde von MGM sogar schon ein Steller kostenfrei repariert, den ich mit entsprechendem Hinweis (eigene Blödheit) hingesandt hatte
Technik für Elektroflug ->

Gewurtz

RCLine User

Wohnort: D-34560 Fritzlar Danziger Straße 9

  • Nachricht senden

16

Dienstag, 17. Juni 2003, 13:48

Hallo,

man muß ja keine schlafende Hunde wecken. ;)

Gerhard
Gruß Gerhard

Hasta la victoria siempre (Che)

HP des MFV-Colibri-Fritzlar

17

Dienstag, 17. Juni 2003, 14:27

Hallo,

Patrick kommt aus "Alinghi-Land", wo Gewärleistung, bzw. Garantie für neue Elektronikprodukte laut Gesetz nur für 12 Monate gegeben werden müssen, und nicht wie in Deutschland (EU) für 24 Monate.
Das mit der Beweislast auf Händlerseite in den ersten 6 Monaten nach Erwerb gibt es meines Wissens nach in der Schweiz nicht. (korrigiert mich wenn ich nicht Recht haben sollte)

Patrick, ich würde zum Händler gehen, wo Du das Antriebsset gekauft hast, und freundlich die Angelegenheit schildern. Meist findet sich eine Lösung.
Wenn nicht, schicke den Motor und Regler mit Vermerk zu einem Deutschen/ Österreichischen Händler oder Servicestelle, wo der Service und Kundenzufriedenheit grössere Bedeutung haben.

Grüsse Matthias

P.S. Patrick, wo fliegst Du?

Peter_Rother

RCLine User

Wohnort: D- Stuttgart

Beruf: Dipl.Ing.

  • Nachricht senden

18

Dienstag, 17. Juni 2003, 15:44

ich wollte mich zuerst hier nicht einmisschen und lass einige Tage nur mit, wenn auch mit imer wiederkehrenden Grinsen :)

jetzt muss ich aber doch rein:


Zitat

Original von HansSchelshorn
Was ich als „normales“ Verhalten empfinde ist, daß bei Startproblemen der Regler erkennt, daß sich der Motor nicht dreht.
[/i]


wer hat behauptet, dass er sich nicht gedreht hat, ist im Unrecht. Da der Motor, soweit ich beurteilen kann, nicht in einer Schraubzwinge total fest genagelt war, sondern im Rumpf auf dem Grass sich sicherlich einige Grade nach Links und Rechts drehen konnte, hat der Controller die Laufrichtung erkennen koennen und ist los gefahren. WAERE der Motor absolut festgenagelt, dann entstuende keine EMK-Spannung und der Controller wuerde abschalten.

Zitat


Vor ein paar Tagen hat sich bei mir die Empfängerantenne in der Gehäusedurchführung abgenabelt, Restlänge 1,5 cm. Der E-Segler ist in ca. 50 Meter entfernung gelandet (Dusel muß man haben!). Dann hat der Regler immer wieder durchgeschaltet bei blockiertem Motor, bis ich am Modell war und nach Aufschrauben den Akku abstecken konnte. Und das hat gedauert! Es ist nichts passiert, am nächsten Tag flog das Ding mit neuem Empfänger wieder ohne Probleme.


Das hat mit dem hier geschilderten Fall absolut nichts zu tun. Dein Empfaenger, Gott sei ihm gnaedig, war so schlecht (keine Squelch), dass er immer wieder, ganz wenig Gas gegeben hatte, obwohl er gar nichts ausgeben sollte. Der Controller hat darauf gefollgt und nur ganz wenig Gas fuer extrem kurze Zeit an den Motor gegeben. Gleich danach war wieder der Puls auf Null Gas und der Motor blieb stehen.

Wenn Du mir nicht glaubst, dann gebe einfach Vollgas waehrend das Modell auf dem Boden liegt. Dann wuerst Du sehen, ob Dein Controller so toll ist, wie Du behaupten wagst.

Zitat


Meine Ansicht zum „Fall Patrick“: Produktfehler, Motor und Regler unverändert zurück an Händler / Hersteller und Ersatz verlangen. Wenn der Regler weniger als ein halbes Jahr alt ist, muß der Hersteller nachweisen, daß kein Produktfehler vorlag. Das sollte in diesem Fall schwerfallen. Hast Du Zeugen?


Servus
Hans


Wo ist der Produktfehler ??? Junge, was redest Du da? Verlangen????

Der Controller wurde explizit gebaut um einen Propeller in der freien Luft zu rotieren. Ich sehe nirgendwo die Spezifikation der Funktion, dass der Controller die Erde mittels des Props umpfluegen soll

Ersatz verlangen? Mit welche Begruendung?

Wenn Du gegen die Wand Dein Auto zu Schrott faehrst, gehst Du dann zum Haendler um ein Ersatz zu bekommen, weil das Auto es aushalten sollte?

Das es passiert, OK, Pech gehabt, so ist es halt wenn man mit technischen Dingen spiellt. Aber dass man eigene Unfaehigkeit richtig die Geraete zu benutzen (sicherlich nicht die Erde umzugraben), dann als Produktfehler den Hersteller aufhalsen will?

Ganz am Rande, wenn Du was von dem Hersteller willst, muss Du ihm beweisen, dass Fehler vorlag, nicht umgekehrt.

Warum schaffen manche Controller solche Situation zu meistern?

Die Hersteller bauen Zusatzfunktionen rein um VORBEUGEND solchen Anspruechen entgegen zu wirken. Sie sind NICHT verpflichtet, dass diese Funktion immer und ewig einwandfrei ausgefuehrt wird. Der Controller wurde nicht gebaut und verkauft um einen fast blockierten Prop zu drehen. Brannt der Controller wahrend nicht sachgemaesse Anwendung, und solche liegt hier vor, dann ist das alleine Verantwortung des Benutzers.

@Patrick

Du hast misst gebaut, passiert jeden von uns. Du kannst den Hersteller/Haendler nur bitten, diese Situation zu bereinigen in dem beide Seiten sich an den Kosten beteiligen. Wenn er Dir eine kostenlosse Reperatur gibt, dann muss er die Kosten auf andere Produkte umlegen. Vom Nichts kommt nichts. Das bedeutet, dass andere Leute draufzahlen muessen, dass Du den Haendler solange bearbeitet hast, dass er aufgibt mit Dir zu streiten und legt die Kosten auf andere um.

Die Frage ist nur, warum sollen andere Modellflieger fuer Dein Ungeschickt bezahlen. Nur als Nachdenken -:(

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 17. Juni 2003, 16:57

Hi zusammen,

ich schließe mich der "Produktfehler-Fraktion" an.
Es kann und darf nicht sein, daß bei blockiertem BL-Motor der Steller so weit "aufdreht", daß er abraucht.
Normalerweise "testet" der Steller schon aus anderen Gründen mit kleinen Strömen, in welcher Drehrichtung der Motor laufen soll und kann, und dann erst geht er in den Hochlauf. Bei Anhalten aus dem Lauf heraus ist es ähnlich, der Steller merkt sofort, daß kein ordnungsgemäßes feedback mehr vorhanden ist und stellt erst mal ab. Abgesehen davon gibt es auch noch eine Strombegrenzung/Abschaltung, die ansprechen sollte.

Gruß,
Helmut

Peter_Rother

RCLine User

Wohnort: D- Stuttgart

Beruf: Dipl.Ing.

  • Nachricht senden

20

Dienstag, 17. Juni 2003, 17:11

@ Helmut

vergiss nicht, ein Produktfehler kann nur vorliegen, wenn ein bestimmtes Verhalten, dass in der Produktspezifikation beschrieben wird, nicht angehalten wird, obwohl das Produkt bestimmungsrichtig eingesetz wurde/

Da spiellt ueberhaupt keine Rolle was wir uns von dem Produkt wuenschen wuerden. Nur das "Intendent Use" zaehlt.

Klar, als Elektroniker wuerde ich das Geraet so bauen, dass so was nicht passiert. Auch wuerde ich mir wuenschen das Andere die Geraete so bauen.

Deshalb der Unterschied zwischen Wunschdenken (Produktfehler) und der Realitataet (versprochenne/speziefizierte Eigenschaften des Produkts).