ertl_w

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21

Freitag, 3. Oktober 2003, 16:16

@ Michael :

Zitat

Beim anschließenden Probelauf mit 6 Zellen und einer Günther LS kam die Luftschraube kaum auf Touren, weil der Motor viel zu hoch dreh


wie meinst Du das ? Wenn die LS fest verschraubt ist, sollte sie sich so schnell wie der Rotor drehen, oder ?

grüsse

22

Freitag, 3. Oktober 2003, 16:45

@ertl_w

Durch die geringe Windungszahl dreht der Motor so hoch, dass er selbst mit einer relativ kleinen Günther Latte "abgewürgt" wird und der Wirkungsgrad in den Keller geht.
Naja, zumindest wird einem nicht kalt, wenn der Motor läuft :D

Gruß, Michael

Paul H.

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23

Mittwoch, 15. Oktober 2003, 10:46

:D :D :D

Endlich, die Magnete sind gestern gekommen, gleich den Rotor zusammengepappt, eingebaut, Günni montiert, angeschlossen...

ER LÄUFT! :)

Ist zwar sicher noch nicht optimal, hat ein deutlich spürbares Rastmoment, aber ich bin mit dem Ergebnis des ersten Versuchs recht zufrieden.
Drehzahl mit 8 Zellen lag in Sternschaltung bei etwas mageren 11500, in Dreieck dann aber bei vermutlich für den Flieger ausreichenden knappen 17000. Im Vergleich zu den 14500 die der alte 400er geschafft hat müsste das ausreichenden Schub bedeuten, und auch meine 500AR scheinen gerade noch in einem akzeptablen Temperaturbereich zu bleiben :) . Insgesamt ist der neue Antriebsstrang mit dem TMM 4016-3s BEC PL um ca. 40 Gramm schwerer als die ursprüngliche Konfig mit 18A-Schulze und 400er, ich denke das ist verkraftbar.

Sodale, jetzt werden gleich die nächsten Kugellager aus einer Festplatte ausgeschlachtet und ich probier mal 20mm Statorlänge, komme günstig an 20x5,7x1,6mm Magnete (180 Grad!), werde dem Rotor 3 statt 2 Magnete pro Pol spendieren.

:w Paul
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24

Mittwoch, 15. Oktober 2003, 11:05

Hi Paul !

Glückwunsch zum ersten Motor !

Wieviel Strom zieht dein Motor in Stern bzw. Dreieckschaltung ?

Gruß, Michael

Paul H.

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25

Mittwoch, 15. Oktober 2003, 11:25

Weiß ich leider noch nicht, kann nur bis 10 A messen, und da werd ich wohl ein wenig drüber liegen, zumindest im Dreieck. Aber ich werd das nächste mal mitstoppen wie lange die 500AR Strom liefern, dann kann ich wenigstens die Größenordnung schätzen.

Oder ich löt mir schnell eine Meßleitung zusammen an der ich dann den Spannungsabfall messe, nach der Anschaffung des Reglers will ich nicht gleich auch noch in ein neues Meßgerät investieren. Aber da fällt mir sicher was ein wie ich zu brauchbaren Werten komme...


:w Paul
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Kuni

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26

Dienstag, 1. Juni 2004, 18:47

Hallo Paul,
hat sich bei Deinen Experimenten noch was getan, oder gibt´s nix Neues?
Ich will mir auch so ein Teil bauen,allerdings mit Getriebe (hab ich rumliegen)
für ne große LS.
Poste mal, wenns was Neues gibt.

Kuni

Paul H.

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27

Mittwoch, 2. Juni 2004, 11:15

Hallo,

der Motor läuft und verrichtet seinen Dienst, hab nachher noch einen 10-poler gebaut. Für den hab ich aber noch keinen Einsatzzweck gefunden, hat in etwa Speed600 Größe.

Hab mich dann auf CD-Rs und ähnliches verlagert, bisher 6 solche Motoren gebaut und 4 davon im Einsatz.

Bei kleinen, hochdrehenden Motoren werde ich in nächster Zukunft aber bei Bürstis bleiben (Jamara 480 HS u.ä.), ich hab noch genug Bürstenregler und kaum BL-Regler.


Paul
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haschenk

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28

Mittwoch, 2. Juni 2004, 15:23

Hallo Leute,

ich möchte euch zu bedenken geben:
Was ihr da mit dem Günni und sehr hohen Drehzahlen macht, ist gleich dreimal Unsinn:

1. Sicherheit
Für die Drehzahlen und Leistungen, die ihr ihm abverlangt, ist dieses Propellerchen nicht gemacht. Fliehkräfte wachsen quadratisch mit der Drehzahl. Einer ist ja auch schon auseinandergeflogen, und es ist scheinbar nochmal gutgegangen. Beim nächsten mal geht´s vielleicht nicht so glimpflich aus.

2. Propellerwirkungsgrad
Einen kleinen Prop mit (gezwungenermaßen) hohen Drehzahlen zu betreiben, ist aerodynamisch unsinnig. Einzige Ausnahme wären Speedmodelle (aber richtige). Was akustisch recht eindrucksvoll ist, ist in Wirklichkeit Energieverschwendung pur.

3. Motorwirkungsgrad
Motoren wie der "Fibelmotor" haben im Blumendraht-Rückschluß erhebliche Eisenverluste. Diese wachsen linear (Hysterese) und quadratisch (Wirbelströme) mit der Drehzahl. Daher sollte man hohe Drehzahlen bei diesem Motortyp vermeiden.


Aus allen drei Gründen würde ich euch empfehlen, die Motoren auf mehr Drehmoment, kleinere Drehzahlen, und größere Props hin zu entwickeln.


Gruße,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (2. Juni 2004, 15:25)


Paul H.

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29

Mittwoch, 2. Juni 2004, 16:21

Hab ich vergessen zu erwähnen: inzwischen hängt ein 6x6 Graupner-Prop dran und wird mit 9 Zellen betrieben.

Zu1: Erinnert einen vielleicht daran daß man bei jedem Prop aufpassen soll wenn mal ein Günni platzt (ist mir noch nicht passiert), über 16000 U/min würde ich ihm nicht mehr richtig trauen.
Aber richtig, dafür ist er nicht gemacht. Gemacht wurde er imho für Gummimotoren - auch nicht der Hit :shy:

Zu2: Noch ein Grund: wenn kein Platz da ist (wie in meinem Fall)

Zu3: Ausserdem sollte man nicht noch mehr Pole einbauen - der 10-Poler bleibt bei Vollgas halbwegs kühl, drosselt man ihn spürt man sofort wie sich das Eisen in der Hand erwärmt (Liebe Kinder, nicht zuhause nachmachen, besser den Motor auf nen Prüfstand schnallen). Der Blumendrahtmotor ist ein nettes, funktionelles "keep it simple"-Lehrbeispiel ohne Anspruch auf höchste Wirkungsgrade. Für erste Versuche und erste Erfolgserlebnisse nicht schlecht, bei gehobenen Ansprüchen landet man über kurz oder lang bei anderen Konzepten.

Noch ein Grund der für kleine, hochdrehende Props spricht: weniger Motordrehmoment, bei ganz leichten Fliegern geringer Spannweite vielleicht durchaus ein Vorteil.

Wirkungsgrad ist zwar was schönes - aber es ist immer eine Kompromissfrage. Wozu gibts denn super-duper neue Akkus wenn man dann nicht auch ein bisserl Energie sinnlos verbraten kann :D

Paul
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Kuni

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30

Mittwoch, 2. Juni 2004, 19:42

Also was nun, lohnt es sich, das Teil zu bauen?
Mein erster war als Test gedacht. Ich war selber überrascht, dass er eine 8x4 noch gut gedreht hat, zugegeben bei etwa 20 A. Glaube, er hatte nach den Überschlag-progs ca 65%.
Warm wurde er aber auch, wenn man ihm keine Leistung abverlangt hat, also im Lehrlauf.
Ich will ihn ja eigentlich für Getriebe und Luftschrauben so um 9-10 Zoll; soll halt nen 480er ersetzen.
Gibt es eine Möglichkeit, die Eisenverluste zu begrenzen? Scheiben aus Eisen sind sicher zu aufwendig, aber wie wäre es, Eisenfolie flach aufzuwickeln, wie den Draht?
Vieleicht muß man den Draht auch nur in kürzeren Stücken aufwickeln?

Hat da jemand von euch schon was probiert?

Kuni

Paul H.

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31

Mittwoch, 2. Juni 2004, 19:54

Der Draht wäre von der Form her gar nicht so schlecht - aber das Material, die Legierung ist nicht ideal. Trafoblech wäre besser, aber woher in der richtigen Form bekommen? Dünner Draht ist punkto Wirbelströme schen sehr gut, leider nicht in einer für diesen Zweck optimierten Legierung erhältlich.
Der Blumendraht ist eben ein Kompromiss zwischen Eigenschaften und Beschaffungsmöglichkeiten.

Ob du ihn baust oder nicht musst du selbst entscheiden, ich hab einen im Einsatz und bin zufrieden damit - die eierlegende Wollmilchsau ist er natürlich nicht (wie auch kein andere Motor).

Mit Innenläufer und Getriebe bist du aber wahrscheinlich schwerer und weniger effizient als wenn du gleich einen zum Prop passenden Aussenläufer baust (wenn du die Möglichkeiten dazu hast). Vom Geräusch gar nicht zu reden.

Paul
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Kuni

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32

Mittwoch, 2. Juni 2004, 21:34

Mit dem Gewicht hast Du wahrscheinlich recht. Aber er ist in erster Linie für Oldtimer gedacht, die in ihren kurzen Nasen etwas Gewicht vertragen können.
Ich hab mal ne Sopwith Camel mit nem Torcman 280/10 gebaut. Der war so leicht, dass ich die Akkus im Halbkreis löten und unter die Motorhaube stecken mußte, um den SP hinzukriegen.
Ich wollte es halt probieren; die Mit-60er %e sagen eigentlich in Verbindung mit den Drehzahlen (20000 zu ca7000), dass ein Getriebe nicht schaden kann.
Wenn man die Wicklung natürlich so machen könnte, daß er direkt läuft :nuts:
Müsste man für die halbe Nenndrehzahl/Volt die Windungen verdoppeln?
Das würde ca 10000 Leer geben. Damit ließe sich schon was anfangen.

Kuni