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markimb

RCLine User

  • »markimb« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Recklinghausen

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1

Mittwoch, 7. Januar 2004, 23:28

Suche Tips bei ersten Arbeiten mit einer Drehbank

Hallo Leute, endlich habe ich mir eine Drehbank zugelegt.
Da ich in meinem Leben noch nie was mit Drehbänken was zu tun hatte, brauche ich paar Tips was das Drehen angeht. Gibt es irgendwo im Netz so was wie Drehen für Anfänger zum lesen.
Ich bin ja nicht ganz blöd, was Aufbau angeht, oder Pflege ist ja kein Thema, aber Schneid(Dreh)techniken um möglichst sauber, schnell und verschleißarm zu drehen wären schon vom Vorteil. In welchem Winkel das Schneidmesser anlegen und und und.
Wenn ihr da was weiß, dann sagt bitte bescheid.
Dank und Gruß...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

2

Donnerstag, 8. Januar 2004, 12:06

In der Bastelecke gibt es einige Beiträge. Was schlechte Erfahrungen angeht, sind die Beiträge von Jens Damrow ganz gut, allerdings sind die Threads oft auch von Feindseligkeiten durchsetzt. Da gibts dann auch ein paar Links auf Sites mit dem Thema.
Ganz allgemein: am Anfang jeden Schritt vorher gut überlegen; mit wenig Zustellung (so ca. 0.2 mm am Anfang) und wenig Vorschub arbeiten (die Erfahrung, was möglich ist, kommt erst mit der Zeit). Messerhöhe immer genau auf Mitte stellen (am besten mit Körnerspitze im Reitstock). Zuerst mal hauptsächlich längs - und plandrehen, erst später innendrehen, abstechen, Kegel drehen etc. Geeignetes Material verwenden (nicht jedes Aluminimum ist spanabhebend bearbeitbar, rostige geschweißte Stahlrohre sind für Rückschlußringe etc. schlechter zu bearbeiten wie neue gezogene)
Sicherheit: offene drehende Teile sind immer eine Gefahrenquelle; entsprechend erhöhte Vorsicht. Augen schützen. Zum Späne entfernen Handschuhe, speziell bei Stahlspänen.

markimb

RCLine User

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3

Donnerstag, 8. Januar 2004, 16:48

Hallo Wolfgang, ich danke dir sehr für deine Tips.
Heute habe ich die Drehbank mal so gut, wie voll zerlegt, gerinigt und alles richtig eingestellt. Die reten Drehversuche sachen schon recht super aus. Morgen werden wohl die esrten Teile für meine Statoren Sammlung fertig gemacht.
Gruß und Dank...
Ps.: Bin für jeden weiteren Tip natürlich sehr Dankbar...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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4

Donnerstag, 8. Januar 2004, 17:51

Hi Markus,

es ist eigentlich unmöglich, einem Anfänger hier in einem Forum beizubringen, wie man mit der Drehbank arbeitet. Es sind halt 1000 (oder mehr) Dinge oder Tips, die man rüberbringen müsste, und wenn man hier 10 Tips gibt, dann bleiben 990 ungesagt. Normalerweise braucht es nicht umsonst eine 3jährige Lehrzeit.

Ich will dich nicht entmutigen, du brauchst ja nicht alle 1000 auf einmal zum Beginn. Aber ich will es bei einigen mehr allgemeinen Ratschlägen belassen.

1.
Spendiere noch ein paar Teuro und kaufe dir ein paar "Praxis"-Bücher. Beispielsweise haben Neckar-Verlag und vth recht gute Bücher im Angebot; die sind von Praktikern geschrieben, genau für Leute wie dich. Schau mal auf die websites dieser Verlage. In solchen Büchern findest du nicht nur Grundlagen zu Werkstoffen, Arbeitstechniken usw., sondern auch viele Tips zum praktischen Arbeiten.

2.
Denke immer an die Sicherheit.
Ein Arbeitsunfall kann dich bis an dein Lebensende an deine Drehaktivitäten erinnern. Bevor du die Maschine einschaltest, überprüfen, ob alles festsitzt, ob sich Futter und Werkstück frei drehen können, usw.
Stell´ dich nicht dorthin, wohin etwas "abfliegen" kann (und wenn´s nur Späne sind). Bei überstehenden Futter-Backen (manchmal unvermeidlich) kann man mit der Kleidung hängenbleiben. Nie mit der ungeschützten Hand reinlangen (Späne entfernen o.ä.). Zum Messen Maschine abstellen. Und, und, und.....

3.
Bevor du anfängst, überlege dir die Reihenfolge der Arbeitsgänge ganz genau. Wenn du in der falschen Reihenfolge arbeitest, lassen sich wahrscheinlich bestimmte Arbeitsgänge später nicht mehr durchführen, ohne das Werkstück kaputt zu machen oder die Genauigkeit zu beeinträchtigen. Möglichst immer "in einer Aufspannung" arbeiten, nicht unnötig umspannen.
Noch besser: Schon bei der Konstruktion der Teile drandenken, wie diese später hergestellt werden. Oft erleichtern konstruktive Änderungen die Herstellung erheblich.

4.
Wenn du die Möglichkeit dazu hast, frage "einschlägige" Bekannte, Vereinskollegen, Arbeitskollegen usw., wie man bestimmte Teile am besten anfertigt, auf was man achten muß.....

5.
Mal eine Frage:

Zitat

Heute habe ich die Drehbank mal so gut, wie voll zerlegt, gerinigt und alles richtig eingestellt

Es ist wohl eine Gebraucht-Maschine ? Wenn du wirklich Anfänger bist, dann kannst du nicht wissen, wie man eine Drehbank überprüft und gfls. justiert. Darüber findest du in den o.e. Büchern auch Einiges.

6.
Für den Anfang wäre es gut, wenn du möglichst nur Alu-Teile drehst; damit lernt es sich leichter. Versuche, einfache Teile GENAU herzustellen, und nicht anspruchsvollere ungenau.

7.
Wenn du in Foren so allgemeine Fragen stellst wie in deinem posting, kriegst du wenig Antworten, denn die Andern wissen nicht, was nun besonders wichtig für dich wäre, und "ganze Romane" kann man auch nicht schreiben. Wenn du detailliertere Einzelfragen stellst, wirst du mehr Antworten bekommen.


Grüße,
Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »haschenk« (8. Januar 2004, 17:55)


markimb

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5

Donnerstag, 8. Januar 2004, 21:27

Hallo Helmut, auch dir möchte ich sehr für deinen Beitrag danken. Ich werde mir wohl das eine, oder andere Buch zulegen müssen und einen bekannten habe ich da wohl auch schon, der mir das drehen beibringen kann.
Gruß...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »markimb« (8. Januar 2004, 21:27)


6

Freitag, 9. Januar 2004, 10:54

RE: Suche Tips bei ersten Arbeiten mit einer Drehbank

Hallo Markus,


ich gehe davon aus, daß die Maschine nicht verschlissen optimal eingestellt ist.
Mit der Meßuhr und einer Bügelmeßschraube und einem selbstgedrehten "Meßdorn" kann man schon die Lage der Arbeitsspindel und die Führung des Bett-und Oberschlittens prüfen. Weicht die Zylinderform des gedrehten "Meßdorns" auf 50 mm Länge unter 1 Hunderstel im Durchmesser ab, dann ist das in Ordnung. Als nächstes überprüfe das Fluchten der Drehachse mit der der Reitstockspindel. Wie das z.B. bei der Rotwerk geht, findest Du hier:http://www.schmidt.ath.cx/drehen/reitstock.shtml und für diese Maschine noch einiges an Tipps mehr!

Dreieinhalb Jahre Ausbildungszeit zum Zerspanungstechniker Drehtechnik in Kürze zusammenzufassen, ist wohl mehr als anmaßen. Trotzdem hier mein Versuch:

Tipps zum Drehen:

1. Um- und Neuspannungen ergeben kaum zu vermeidende Rundheitsabweichungen. Also müssen Neu- und Umspannungen auf ein Minimum reduziert werden. Mit einem vor Drehbeginn erstelltem Ablaufplan der einzelnen Bearbeitungsschritte kann man unnötiges Neu- und Umspannen vermeiden.
2. Alle Schnittwerkzeuge, wie z,B, Meißel und Bohrer sollen immer optimal angeschliffen sein.
3. Meißelschneide immer in Höhe der Drehachse einstellen. Bereits wenige Zehntel-Milimeter führen zu katastrophalen Schnittergebnissen.
4. Sowohl Werstück, als auch Werkzeug möglichst kurz einspannen. Das vermeidet Rattern und Werkzeugbruch.
5. Immer die richtige Schnittgeschwindigkeit wählen. Das hängt von der Relation Werkstoff des Werkzeugs und Werkstoff des Werkstücks ab. Werte für schnittgeschwindigkeit findest Du z.B. im Europa-Tabellenbuch Metall. Durch die einzustellende Drehzahl der Hauptspindel läßt sich die Schnittgeschwindigkeit an den Durchmesser anpassen. Formel: v = (D*Phi*n)/1000 (m/min). Eingabe von D in mm, von n in Min-1; oder n = (v*1000)/(D*Phi).
6. Bohrungen mit Bohrern >= 13 mm vom Reitstock aus, sollten unbedingt vorher mit einem Zentrierbohrer zentriert werden. Zum ersten Aufbohren sollte der Bohrer den Durchmesser des Zentrierbohrers besitzen. Erst dann immer weiter mit steigenden Durchmessern Aufbohren. Bohrungen >13 mm können mit einem Innendrehmeißel hergestellt werden.

Ansonsten hilft nur Drehen, Drehen, Drehen! Wenn das Resultat Deinen Vorstellungen entspricht, hast Du alles richtig gemacht. Auf Deinem Weg dahin dürfte noch manches Werkstück in die Schrottkiste wandern. Aber das wird mit steigender Kenntnis immer weniger!


Viel Erfolg

Heinrich Hilgers

markimb

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7

Montag, 12. Januar 2004, 10:59

RE: Suche Tips bei ersten Arbeiten mit einer Drehbank

Hallo Heinrich,
auch dein eTips haben mich wieder ein Stück weiter gebracht.
Danke :ok: und Gruß...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

markimb

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8

Montag, 12. Januar 2004, 16:07

RE: Suche Tips bei ersten Arbeiten mit einer Drehbank

So, meine ersten Arbeiten sind da. Mit etwas hilfe von da und hier und zwei gesunden Händen, habe ich das zustande gebracht:

[IMG]http://www.pixum.de/int/img.php?u=markimb&t=2&i3=nxccnnc3cwnnpnwlncoccw1kypwssmhk&ts=12429&np=1[/IMG]

[IMG]http://www.pixum.de/int/img.php?u=markimb&t=2&i3=w3kkomyk2gopxhy2nollckx2ncgw2opc&ts=12429&np=1[/IMG]

[IMG]http://www.pixum.de/int/img.php?u=markimb&t=2&i3=gwnmgwglgxhchhhkc2cphgon3pwo2m2l&ts=12429&np=1[/IMG]

Der Rundlauf ist einfach super, hätte ich selber nicht für möglich gehalten, sowas zu drehen, aber es geht. :D :D :D

Und was sagt ihr zu meinem Ergebnis?

Gruß...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »markimb« (12. Januar 2004, 16:09)


9

Montag, 12. Januar 2004, 19:08

Gratuliere, gut gelungen. Habe zufälligerweise vor 2 Wochen einen ähnlichen Dopplewhooper gedreht (nehme an, es ist ein 18 mm Stator). Geht wunderbar, Messungen folgen noch.

10

Montag, 12. Januar 2004, 20:21

Wenn ich die Bilder sehe bekomme ich nen Hals.

1. Weil ich keine Drehbank habe

2. Weil ich mal Werkzeugmacher gelern habe und ich schon immer gerne gedreht habe (auch am Rad ;) )

3. Ich mir auch gerne einen Motor bauen würde

4. Ich nach 3 Wochen sucherei endlichdumme dusselige Messingbuchsen mit einem M4 Sackloch gefunden habe, welche ich inner Stunde selber gemacht hätte.

Tip:
- Das wichtigste beim Drehen ist SICHERHEIT. Kein Backenfutterschlüssel bleibt lange bei 2000U/min an seinem Ort.

- Einem Azubikollegen flog mal einer bei 1500U/min um die Ohren !! Nix passiert

- Ausserdem MUSS der Schneidestahl absolut mittig auf der Zentrierebene sitzen

- Immer überlegen was du tust. Lieber 5* Drehstück versauen und kein Risiko eingehen als schnell, schnell.

- Ziehe deine Backen vom 3Backenfutter INTELLIGENT an, will heissen so viel Kraft wie möglich so weinig Druck wie nötig.

- Um einen sauberen Rundlauf von vorneherein hinzubekommen musst du deine Backen an dem Vierkant anziehen an dem eine Markierung ist.
Meist eine 0 oder ein Pfeil. Das hat den hintergrund dass die Backen beim ausschleifen an diesem Vierkant angezogen wurden. Damit ist der Rundlauf von Hause aus dort besser als bei den anderen beiden.
Gillt für alle Futter MIT Marke.

Gruß und viel spaß

.S. Hast ein Bild von der Bank? Wo hast du sie gekauft? Ih suche nämlich weiter,,,,,
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ralfi« (12. Januar 2004, 20:27)


markimb

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11

Montag, 12. Januar 2004, 22:07

@Wolfgang:

Das sind 23,8mm Statoren, aber 20er habe ich auch noch. ;-)))))

@Rolph:

Junge, ich könnte dich knutschen :evil:
ich hatte etwas mit dem Rundlauf zu kämpfen, ohne Ergebniss. Abweichung von 0,100mm. ich hatte die Backen immer richtig drin, 1zu1, 2zu2, 3zu3. Aber dass man auch den richtigen Anzugsvierkant nehmen muss, wusste ich nicht. Also, nachdem ich mir das durchgelesen habe, bin ich schnell im Keller gerannt, Messuhr drauf und den markierten Vierkant verwendet. Unsiehe da 0,025mm abweichung. Damit bin ich zufrieden :ok: :D :ok: :D
Das sind so Tips, die mir den tag voll verschönern. Danke.
Zur Drehbank:
Das ist ein altes Schätzken, die mal in einer Azubiwerks. gebaut wurde, Ich muss mich noch um die Zentrierung ads Reitstocks kümmern, aber ansonsten bin ich mit der sehr zufrieden. hat mich 500euro gekostet, aber da war ein Unterschrank mit jede menge Werkzeug, unu und und... Schnellspannvorrichtung für die Drehmesser, Ersatzmotor, und...
Für den Anfang reicht es auf jeden Fall.
Ach, den Trick mit dem Spannschlüssel habe ich schon ausprobiert, flog mir aber mit nur ca. 500U/min um die Ohren, da bekommt man ganz schön große Augen :evil: :evil: :evil:

Bin weiterhin für jeden Tip, der noch nicht erwähnt wurde, dankbar.

Gruß und Dank...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

mamerx

RCLine User

Wohnort: Kraja (Nordthüringen) / Dresden (Sachsen)

Beruf: Student Maschinenbau

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12

Montag, 12. Januar 2004, 22:11

Hallo!

Ich gratuliere auch!

Einen gut gemeinten Rat hab ich noch: Schutzbrille tragen - heisse Aluspäne im Auge behindern etwas die Arbeit. 8)

Ansonsten muss ich mal meinem Vorredner widersprechen: Durchmesser kleiner 13mm gehen auch mit einem Innendrehmeißel. Ich habe einen mit dem ich Ansätze (nicht tief) für 6 oder 7mm durchmessend KGL drehe. Allerdings ist der Meißel aich sehr empfindlich.

Ansonsten RUHE in der Ruhe liegt die Kraft...... einmal zuviel abgedreht/ausgedreht und schon :puke:


Achso, und falls du Vorschub an deiner Maschine hast -möglichst nicht ins Futter fahren, das könnte unangenehm werden.

Viel Spaß weiterhin beim Motorbau!

cu, MM

13

Dienstag, 13. Januar 2004, 08:56

Innendrehmeissel: drehe mittlererweile auch 3 mm Bohrungen mit Innendrehmeissel. Sitz ist essentiell besser als beim Bohren; Aufwand wird durch rund laufende Glocke belohnt.

14

Mittwoch, 21. Januar 2004, 17:05

Hallo,

war ziemlich erstaunt, daß so kleine Innendrehmeißel für Bohrungen ab 3 mm Durchmesser unter der Bezeichnung "Einzahnfräser" (z.B. bei Gödde) laufen. Der Werkzeugschaft ist zylindrisch, so daß man auf der Drebank eine kleines Prysma zum Einspannen braucht.


mfG

Heinrich Hilgers

15

Mittwoch, 21. Januar 2004, 19:07

Oder einen Vierkant bohren und etwas schlitzen...gibts auch fertig zu kaufen falls man die 5 Minuten nicht opfern will.
Viel Spaß noch mit Deiner Maschine :ok:
"How can we win when fools can be kings" Muse

X-21

RCLine User

Wohnort: Niedersachsen/Harz

Beruf: Physiklaborant

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16

Mittwoch, 21. Januar 2004, 20:07

Hi RC-Line Gemeinde,
wollte auch mal meinen Senf zu dem Thema geben.
Bin zwar noch neu hier aber habe mal Elektromechaniker gelernt,
war irgendwann in den 70ern.
Wenn Spaene fliegen sollen so ist das bei nur sehr spröden Materialien erwuenscht (Grauguss).

Schutzbrille tragen ist trotzdem ein sehr guter Ratschlag.

ALU-Spaene sollten fliessen, das heisst der Span sollte durch einen gleichmaessiegen Vorschub nicht abbrechen. Ist zwar nicht immer zu erreichen da es manchmal sehr viel Spanwolle am Drehstahl ergibt und die zubearbeitenden Stelle einfach in Spaenen eingewickelt wird.

Zum Spaene entfernen sollten die Finger nur bei ausgeschalteter Maschine benutzt werden.

3,5 Jahre Lehrzeit kriege ich hier auch nicht rueber .

Profidreher moegen meinen Beitrag einfach ignorieren.


Uwe
X-21

markimb

RCLine User

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17

Mittwoch, 21. Januar 2004, 21:39

RE: Suche Tips bei ersten Arbeiten mit einer Drehbank

Hallo Leute, nach ca. 14Tagen Drehen, Drehen, Drehen, kann ich sagen, dass es doch schon ganz gut geht. Doch der Weg zum richtig gutem Dreher ist noch ganz schön weit.
Ich habe auch schon raus gefunden, dass Stahl nicht gleich Stahl, Alu nicht gleich Alu, ..., ist. Das eine lässt sich besser, das andere schlechter drehen.
Nun, da ich momentan bissel an meinen Motoren am bestelln bin, sind da Alu und Eisenring für nötig. Da ich keine ahnung habe, wo man beides am besten kaufen kann, wäre es vom Vorteil, wenn ihr mir da etwas unter die Arme greifen könntet.
Alu habe ich mir bei Ebay ersteigert, welches echt gut ist, lässt sich super bearbeiten, bis auf paar Reste an Stahl, habe ich nichts mehr. hab ees heute mal mit nem Stück Eisenrohr versucht, doch es lässt sich sowas von schlecht bearbeiten, dass ich ko.... könnte. Kennt ihr irgend einen anbieter, wo ich was passendes bekommen kann.
Gibt es auch irgend wo eine Tabelle, mit Werkstoffbezeichnungen, die beschrieben, welche eingenschaften diese haben, wie die sich bearbeiten lassen,...
Und vielleicht noch ne Tabelle, welche Drehzahlen man für welchen Werkstoff nehmen sollte.

Ich Danke sehr.
Gruß...
F3B Victor / Skorpion F3F/ Shadow F3J / Speedwing

18

Mittwoch, 21. Januar 2004, 21:53

Eine Frage zum ausdrehen von 3mm habe ich noch!
Wie kann es sein ,daß das besser ist, als ein mit 2.9mm gebohrtes und auf 3mm ausgeriebenes Loch?

Grüße,
Malte

haschenk

RCLine User

Beruf: Dipl. Ing.

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19

Donnerstag, 22. Januar 2004, 08:35

Hi Markus,

als Versandhändler für Kleinmengen von Alu oder Stahl ist das keine schlechte Adresse:

www.ghw-modellbau.de

Ansonsten örtliche Halbzeug- oder Buntmetall-Händler. Findest du im Telefonbuch, "Gelbe Seiten".

Grüße,
Helmut

20

Donnerstag, 22. Januar 2004, 10:18

@Malte: das mit ausreiben habe ich bis jetzt nicht probiert, einfcah weil ich keine passenden Reibahlen habe. Geht in Summe vermutlich schneller als ausdrehen. Bin aber mit der Qualität des Sitzes beim ausdrehen jetzt sehr zufrieden (straffer Presssitz, die Welle hat genau kein Spiel und das ganze läuft wunderbar rund). Einziger Nachteil: so ca. 5 - 10 min dauert das ganze schon ...

Nachtrag: das Messer zum Innenausdrehen habe ich aus einem 8 x 8 mm HSS Rohling geschliffen. Ist etwas Schmutzarbeit, lohnt sich aber. Benutze ich auch, um Glockendeckel innen auszudrehen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »planw« (22. Januar 2004, 10:55)