Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

jets4all

RCLine User

  • »jets4all« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Waterkant

  • Nachricht senden

1

Samstag, 24. Juli 2004, 19:18

Stator Design worauf kommt es dabei an?

Liebe (Fach)Leute ...

wenn man sich das mal ansieht:




......ich meine unten rechts den Schnitt vom Stator, da fragt man sich natürlich, warum die Leute das nicht selber machen.

Dazu hätte ich mal folgende Fragen:

Man erkennt, die Statorsäulen sind im Durchmesser radial ausgerichtet, werden also von oben nach unten nicht breiter oder schmaler. Wenn man jetzt an Herstellungsmethode denkt zum selbermachen, fällt mir ein von oben T-Nuten_Fräser eintauchen, dann wäre das Design fast perfekt erledigt.

Nur daß der T-Nuten-Fräser natürlich den Stator-Fuß unten etwas dünner machen würde und oben etwas dicker und auch das Kreis-Design nicht einhalten würde, also beim Abzweig vom T-Stück wär das dann etwas dünner als am Ende. Ist das von der Elektrik her zulässig/egal/verboten?

Zweite Frage nach den Schichtungen von denne Lamellenträgern. Warum eigentlich Stator nicht massiv anfertigen, sondern aus dünnen Plättchen übereinanderstülpen? Ist das Verlegenheit oder hat das einen tieferen Sinn?

Weitere Fragen bei einlaufenden ANtworten. Thema: Ich will so´n MOt ohne jede Fremdteile herstellen außer Lagern btw. abchecken ob das geht.

Gruß Jens
Wer Modellbau treibt, hat selber Schuld.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jets4all« (24. Juli 2004, 19:25)


Holger_Lambertus

RCLine User

Wohnort: 31535 Dingendskirchen

  • Nachricht senden

2

Samstag, 24. Juli 2004, 19:27

Hi Jens
Ein Qualitätsmerkmal ist die Blechdecke, typisch sind 0,2-0,5mm Bleche, sie sollten untereinander isoliert sein um Wirbelströme im Stator zu vermeiden. Jeh dünner die Bleche, desto besser, auch das Material ist wichtig, da halte ich mich aber raus :D
Der Blechschnitt (Draufsicht), da könnte man wahrscheinlich Bücher drüber schreiben, und selbst bei unterschiedlichen Anwendungen bei demselben Motor unterscheiden. Vom Gewicht abgesehen hat man ein Eisen/Kupferverhältniss in Fläche bei der Draufsicht, diese sollte passen, schwankt jeh nach Zahnbreite, das Optimum kann man in einem Simulationsprogramm (FEMM) ermitteln.

Fräsen dürfte nicht einfach sein, üblicherweise Lasert man kleine Mengen, etwas größere werden erodiert oder gestanzt.

Bleche mit einer großen Statorbohrung wie auf dem Bild sind eher nicht optimal, dort passt wenig Kupfer rein, bei sehr kleinen leichten Motoren könnten die evtl ein Kompromiss sein.
Gruß Holle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holger_Lambertus« (24. Juli 2004, 19:30)


jets4all

RCLine User

  • »jets4all« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Waterkant

  • Nachricht senden

3

Samstag, 24. Juli 2004, 19:37

Hier mal grafisch, wie es gemeint ist:


Wer Modellbau treibt, hat selber Schuld.

Exchange

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: EDV Techniker

  • Nachricht senden

4

Samstag, 24. Juli 2004, 19:39

Copyright ??

Na he... und nicht mal ein Quellenverweis ... :D :D :D :D :D :D :D

Aber ernsthaft zu Deiner Frage:

Selbermachen kannst Du die Dinger nach der von Dir beschriebenen Methode schon....

[SIZE=4]ABER:[/SIZE]

Dann MUSST Du lauter einzelne Bleche fräsen, und diese dann übereinander anordnen.
Ein massiver Ferrit-Kern hat einen gravierenden Nachteil:
Es werden sehr starke Wirbelstöme induziert, welche zur Folge haben, daß
  1. eine hohe Verlustleistung und
  2. sehr starke Erwärmung
    [/list=1]
    zu Stande kommen.

    Wenn Du also einen Low-Power-Motor brauchst, und außerdem Platz genug für eine Stickstoff-Kühlung :D :D :D :D hast, ist das der Weg den Du einschlagen solltest. :D :D :D :D :D

    Falls Du aber einen High-Power-Motor machen willst, solltest Du möglichst dünne Bleche (je dünner je besser) verwenden (werden übrigens normalerweise gestanzt), diese gegeneinander mit Isolierlack isolieren und dann noch verkleben oder anders stabil verbinden. Ach ja.. und dann noch oben-drüber eine gute Isolierung gegen Stator-Schluss.

    Ganz schöner Aufwand... aber machbar ist alles. :ok:

    Have fun, und wenn Du mal so einen Motor in Serie produzierst, melde Dich bei mir *auch haben will* (natürlich den mit den Blechen :D)

    cu MIke
Who the f*** is General Failure, and why is he reading my Harddisk ???

Exchange

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: EDV Techniker

  • Nachricht senden

5

Samstag, 24. Juli 2004, 19:41

verdammt... zu langsam... :D :D
Who the f*** is General Failure, and why is he reading my Harddisk ???

jets4all

RCLine User

  • »jets4all« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Waterkant

  • Nachricht senden

6

Samstag, 24. Juli 2004, 19:42

Zitat

Original von Holger_Lambertus
Hi Jens
Ein Qualitätsmerkmal ist die Blechdecke, typisch sind 0,2-0,5mm Bleche, sie sollten untereinander isoliert sein um Wirbelströme im Stator zu vermeiden. Jeh dünner die Bleche, desto besser, auch das Material ist wichtig, da halte ich mich aber raus :D
Der Blechschnitt (Draufsicht), da könnte man wahrscheinlich Bücher drüber schreiben, und selbst bei unterschiedlichen Anwendungen bei demselben Motor unterscheiden. Vom Gewicht abgesehen hat man ein Eisen/Kupferverhältniss in Fläche bei der Draufsicht, diese sollte passen, schwankt jeh nach Zahnbreite, das Optimum kann man in einem Simulationsprogramm (FEMM) ermitteln.

Fräsen dürfte nicht einfach sein, üblicherweise Lasert man kleine Mengen, etwas größere werden erodiert oder gestanzt.

Bleche mit einer großen Statorbohrung wie auf dem Bild sind eher nicht optimal, dort passt wenig Kupfer rein, bei sehr kleinen leichten Motoren könnten die evtl ein Kompromiss sein.


Ähhhmmmmmmmmmmm....

.....jetzt weiß ich warum die Leute das nicht selber machen ... ;)

Ich dachte eher an was massives, aber Wirbelströme ... na ja, iss ja der alte Trick vom Lehner, segmentierter Innenläufer.

Danke, das war´s dann erstmal. ALso Stator zukaufen.

Gruß Jens
Wer Modellbau treibt, hat selber Schuld.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jets4all« (24. Juli 2004, 19:44)


jets4all

RCLine User

  • »jets4all« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Waterkant

  • Nachricht senden

7

Samstag, 24. Juli 2004, 19:54

RE: Copyright ??

Zitat

Original von Exchange
Na he... und nicht mal ein Quellenverweis ... :D :D :D :D :D :D :D

Aber ernsthaft zu Deiner Frage:

cu MIke


Tja Mike jetzt hab ich allein aus deinen Grinsemännchen mal wieder viel gelernt.

Also mit mikrofeinen Blechen hab ich das nicht, ich bin eher für´s Massive, und genau das ist hier völlig verkehrt, wie´s aussieht. Wieso eigentlich im INnenläufer-Bereich nicht? Den Lamellenmotor/Segmentmotor vom Lehner reden die dauernd runter, obwohl der im Teillastbereich 8-10 Prozent mehr Eta bringen soll. Na ja .........................

Jetzt weiß ich wenigstens, warum die Jungs so scharf auf die dünnen Bleche sind :D:D:D

Für das Copyright entschuldige ich mich, aber nur ein bißchen. Ich sehe jetzt nach Kommentar von Holle, du hast da ein Ding reingesetzt mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeel Eisen und wenig Kupfer. ;)


Gruß Jens
Wer Modellbau treibt, hat selber Schuld.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jets4all« (24. Juli 2004, 19:56)


Exchange

RCLine User

Wohnort: Wien

Beruf: EDV Techniker

  • Nachricht senden

8

Samstag, 24. Juli 2004, 20:09

RE: Copyright ??

hehe

No prob... meine Fotos sind alle zur freien Verfügung :ok:

Den Lamellenmotor/Segmentmotor vom Lehner kenne ich nicht... mein Wissen in diese Richtung beruht auf dem Schul-Physik-Unterricht (Stichwort: Transformator).

cu Mike
Who the f*** is General Failure, and why is he reading my Harddisk ???

jets4all

RCLine User

  • »jets4all« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Waterkant

  • Nachricht senden

9

Samstag, 24. Juli 2004, 20:32

und ich seh wenn ich jetzt meinen Gedanken fortführen will..............

daß ich anstelle Stator zu fräsen Stanzwerkzeug fräsen müßte um denne dünne Blechlein die richtige Form zu geben ............................

Das scheint mir dann doch erstmal zuviel Aufwand obwohl unmöglich iss dat nich ....

Jedenfalls Gedanke erstmal aufgegeben zugunsten aktueller Beschäftigungen, an denne es nicht mangelt.

Gruß Jens
Wer Modellbau treibt, hat selber Schuld.

10

Samstag, 24. Juli 2004, 22:22

Hallo Jens,
Du kannst natürlich auch die Bleche vor dem Verarbeiten stappeln.Die Zahnform muss nicht umbedingt die Hammerköpfe haben,die stammen ehr aus Zeiten als die Magnetmaterialien noch nicht so kräftig waren.Es geht auch mit einfachen Nuten die von aussen eingefräst werden.Habe mal den Blechschnitt meines Hubschraubermotors und eines 40 KW Motors eingescant.Der mit den vielen Kühlbohrungen ist die 40 KW Maschine.Der Hubimotor dreht 1200 min^-1 ,der 40 KWler 35000 min^-1.Beide haben um die 100 mm durchmesser.
Happy Amp´s Christian
Ups das bild hat tif als endung,weis jemand wie man tif in gif umwandelt(transformiert).?Hat wohl geklappt.
»ch.lucas« hat folgendes Bild angehängt:
  • Scan0002.gif
Happy Amp´s Christian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ch.lucas« (24. Juli 2004, 22:53)


11

Samstag, 24. Juli 2004, 22:35

@christian
z.b. mit irfan view (freeware) aufmachen, dann speichern unter...
da hast du dann auswahl ohne ende, z.b. gif, jpg.. etc.
die größe kannst du damit auch gleich auf ein vernüftiges maß eindampfen.

12

Sonntag, 25. Juli 2004, 13:36

Wiso bauen wir nich mal einen optimalen Motor? Das optimale Material lässt sich beschaffen. Erodieren ist auch nicht so das Problem. Ihr müsst mir nur mal sagen, wie Ihr die anderen Statoren habt durchrechnen lassen...

13

Sonntag, 25. Juli 2004, 14:47

@overclocker

optimal wofür?
200g oder 2000g
kunstflug oder "seglerschlepp"?
zieldrehzahl, propgröße.........

ansonsten bin ich natürlich dabei :ok:

Frank_Schwaab

RCLine User

Wohnort: Schönste Stadt am Rhein

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 25. Juli 2004, 18:04

20 000 U/min, 2Kw, 95% Eta würde erstmal reichen.
Für irgenden einen kleinen Heli ;)
gruß frank

15

Sonntag, 25. Juli 2004, 18:09

@frank

:evil: neeee- das ist ja nichtmal direktantrieb!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ano0013« (8. Januar 2005, 18:58)


Holger_Lambertus

RCLine User

Wohnort: 31535 Dingendskirchen

  • Nachricht senden

16

Sonntag, 25. Juli 2004, 18:10

Also für den Heckrotor dürfte das ausreichen ;) :O
Gruß Holle

17

Sonntag, 25. Juli 2004, 18:30

Wie wäre es mit einem auf Neodymagnete optimerten Stator, der von sich aus ein sehr geringes Rastmonent oder noch besser einen möglichst guten Wirkungsgrad mit bringt. Dazu kommen dann optimierte Rückschlussringe.

Die Leistungsache ist so eine Frage:
Ein Motor tut es nicht aber mit mehreren Statorn kann man sichen gut was machen. Erst mal wären kleine Helis dran. Die brauchen ähnliche Motoren wie Slowflyer. Ich denke 24-25mm Statordurchmesser passen schon ganz gut...
Die nächste Größe wäre so bei 35 mm..
Besonders große bzw auf drehmoment optimierte Statoren könnte wir für Dierek

im Prinzip müssten sich die Motoren in der Größe Skalieren lassen. Da ist es eher die Frage wie viele Nuten.
Sagen wir erst mal als obergrenze 30A bei 10 Zellen mehr verträgt meine restliche Hardware nicht... aber ansonsten wäre ich erst mal für einen Heli auf Piccologröße..

18

Sonntag, 25. Juli 2004, 19:34

@overclocker

dieser direktantrieb (pic) ist bereits realisiert fliegt schon beim tomo jurlina

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ano0013« (8. Januar 2005, 18:59)


19

Sonntag, 25. Juli 2004, 21:37

Ne stat des Runden ein N-eck. Damit lassen sich die Magneten besser einkleben und werden noch ein wenig stärker, weil der Luftspalt verschwindet... NEbenbei kann der Starordurchmesser an die MAgnetgröße angepasst werden...

20

Donnerstag, 5. August 2004, 15:18

Ich grabe das Topic jetzt einfach mal wieder aus...
Unter Experimentalbau diskutieren wir gerade über meinen noch nicht gebauten Solarflieger... Im Prinzip bräuchte ich noch ein optimiertes Treibwerk dafür. Es Zählen dann ungefähr folgende Eigenschafen:

Verstellprob (OK Nebensache nur Wichtig für den Wellendurchmesser)
Großer Propeller... ich sage mal 50cm durchmesser
Möglichst hoher Wirkungsgrad da es nur eine begrenste Menge an Strom da ist.
Generatorleistung schätze ich auf 130W wenn ich da noch einen 1C Liionakku (11Ah bei 3 Zellen) einbaue. Müssten bis zu 260 W vom Motor verkraftet werden.

Im Prinzip gefällt mir der Godzilla schon ganz gut. nur sind die Bleche ja eigendlich nicht für unsere Zweke gemacht.
Die Frage ist jetzt ob man so einen Motor noch mal kräftig verbessern kann....

Wie ich schon mal geschrieben habe: Eine kleinserie von Blechen kann ich organisieren, da ein Nachbar eine Erodiererei hat...