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mazdajäger

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  • »mazdajäger« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Salzgitter

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1

Montag, 30. Mai 2005, 15:38

An die Cracks "Blindstrom beim Bl"

Hat einer von euch schon mal versucht den Blindstrom bei ungleichen Wicklungen zu messen ? Wenn man nicht sehr sauber wickelt haben die einzelnen Phasen doch bestimmt unterschiedliche Induktivitäten.
Oder kann ein Regler das " irgendwie messen und ausgleichen" ?
Ist doch bestimmt nicht ganz ohne wenn Wicklungen intern einen Schluss haben.

Gruss Frank.S
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mazdajäger« (30. Mai 2005, 15:40)


2

Dienstag, 31. Mai 2005, 10:28

Habe mal experimentiert (ein 12N14P mit SPS-Wicklung, kann man leicht eine Windung abwickeln)
- 1 oder 2 Windungen auf einem Zahn weniger - Auswirkung praktisch null im Rahmen der Meßgenauigkeit
- 1 oder 2 Kurzschlußwindungen auf einem Zahn (Windungsschluß) - ebenfalls kaum Auswirkung
Allerdings hatte ich 45 Wdg. je Zahn - bei weniger Windungen ist die Auswirkung einer Windung zuwenig natürlich größer

Die Induktivitäten bei unsauberer Wicklung dürften sich ebenfalls nicht recht verändern und haben eher wenig Auswirkung. Die Induktionsspannungen in der jeweils unbestromten Spule (nehme an, daß die gemeint waren) sind natürlich dann unterschiedlich, der Regler wertet aber nicht deren absolute Größe, sondern nur deren Nulldurchgang aus.
Hauptsächliches Problem bei unterscheidlichen Windungszahlen ist, daß die Spulen mit weniger Windungen mehr Strom bekommen und damit die Cu-Verluste etwas ansteigen

ron_van_sommeren

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3

Dienstag, 31. Mai 2005, 11:40

Wenn in delta verschaltet, leiten unterschieden in den Fasen zu grosse zirkulierenden Strom.

mazdajäger

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4

Dienstag, 31. Mai 2005, 12:23

Danke für die Antwort :ok:

Bezüglich Sternschaltungen dürfte dann ab ca. 10 Windungen /Nut eine halbe-ganze Windung / Phase verzählt ziemlich egal sein ?! Gut... Ich denke das dann Luftspalt und optimale Wicklungszahl für den Nennlastbereich mehr ins Gewicht fallen.



Gruß Frank
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mazdajäger« (31. Mai 2005, 12:26)


5

Dienstag, 31. Mai 2005, 14:50

Bin bis vor kurzem davon ausgegangen, daß Stern- und Dreiecksschaltung bei geigneten Windungszahlen und Querschnitten äquivalent sind. Dies gillt aber sternggenommen nur für sinusförmige Ansteuerung und Flußverteilung.
In den üblichen Außenläufern ist aber die Ansteuerung rechteckig und die Flußverteilung (über die Zeit) dreieckig.
Das führt zu einer rechteckigen Generatorspannung und damit bei Delta automatisch zu Kreisströmen, wenn die Magnetabdeckung 70 % überschreitet. Die Stöme sind auch im Generatorbetrieb vorhanden ! (Werde das bei Gelegenheit mal überprüfen).
Auswirkung: Stern ist wahrscheinlich besser !

6

Dienstag, 31. Mai 2005, 15:58

Hi Wolfgang!

Ich habe vor laengerer Zeit mal ein Kreistromexperiment gemacht. Motor gewickelt, in die Drehbank eingespannt und bei Drehzahl x (Einzelspulen unverschaltet) das Moment gemessen das noetig war um das Gehaeuse stillzuhalten. Dann Spulen im 3-Eck verschaltet und Versuch wiederholt. Mit genauen Daten kann ich nicht mehr aufwarten aber in meinem Kopf ist abgespeichert, dass die Verluste durch Kreisstroeme zu vernachlaessigen sind. Dein Argument mit der nicht sinusfoermigen Ansteuerung ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen...

Gruss
Roland
Erst studieren dann probieren!

mazdajäger

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7

Dienstag, 31. Mai 2005, 16:44

??? Falls gleiche Induktivitäten der Spulen warum sollte dann Stern besser sein?
Existiert immer ein Kreisstrom ? Welchen Sinn macht dann überhaupt noch ne Deltaverdrahtung ?
Sorry wegen der Tippfehler ! :shy:
Ein Hoch auf die Polymer-zellen ! :ok:

8

Mittwoch, 1. Juni 2005, 09:46

Also der Kreisstrom ist aufgrund der Induktivitäten wahrscheinlich eher gering und theoretisch nur bei Überdeckung von mehr als 66 % vorhanden. Bei Stern gibts übrigens einen ähnlichen Effekt (mehr dazu demnächst). Die Drehmomentmäßige Auswirkung ist aber so, daß sich die erzeugten Momente aufheben, also 0. Einziger Nachteil sind die Cu - Verluste.
Nachtrag: habs mal gemessen, Motor 180 / 06, 16 Wdg. 0,4 Delta, Magnetabdeckung 80 %. Bei 550 U/min ein Kreisstrom von 6 mA, bei den etwa 10.000 U/min, die der Motor bei 2 Zellen LiPo dreht, also etwa 120 mA (werde ich auch noch messen)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »planw« (1. Juni 2005, 10:03)