1

Donnerstag, 22. November 2007, 14:05

23.7mm CD-Rom-Stator für Rennboot- Außenläufer?

Hallo Zusammen!

Ist zwar vermutlich etwas "off topic" aber evtl. einen Versuch wert:

Habe hier gerade einen 23.7mm 9N Einfachstator mit 4.8mm Höhe aus einem CD-Rom- Laufwerk liegen. Er ist aus sehr dünnen Blechen (0.2mm) aufgebaut.

Habe nun überlegt, ob man nicht einmal Versuchsweise einen hoch drehenden Außenläufer für ein kleines (vorhandenes) Rennboot daraus aufbauen sollte.

Diese Boote werden in der Regel mit Bürstenmotoren der 400er Klasse an 7 Zellen NiCd/NiMh betrieben und leiden dadurch in der Regel an deutlichem Übergewicht.

Nun komme ich da leider mit DC mangels Schraubendaten nicht weiter.

Benötige eine Lastdrehzahl von ca. 25.000 bis 28.000 rpm an 2s Lipo. Also ca. 3500 bis 4000 rpm/V. Der Propeller sollte dann in etwa dem Außendurchmesser des Motors entsprechen (28 bis 32mm).

Nun die Hauptfrage: Welcher maximale Leistungdurchsatz ist bei einem Stator dieser Größe überhaupt möglich/ sinnvoll? (Der Statorträger wird wassergekühlt.)

Bei der Auslegung dachte ich jetzt mal grundsätzlich an 9N6P.

Hat dazu jemand evtl. einen Wicklungsvorschlag, von dem man für die ersten Versuche ausgehen könnte? Stern oder Dreieck?


Vielen Dank!

M. f. G.

Hans
Graupner Bell Micro 47g, Jamara HG-le, Silverlit Acrobat 3D

2

Donnerstag, 22. November 2007, 15:04

Hallo Hans,

bei deiner Schraubengröße und den angegebenen Drehzahlen bewegst du dich im Bereich
von (geschätzt) 35 bis 40A! ==[]
Da ist der Stator komplett überfordert :no:
Gruss
Heinrich

3

Donnerstag, 22. November 2007, 16:26

Ach ja... meine Böötchenmodellbauzeit ist schon soo lange her.

Ich meine aber, mich zu erinnern, daß in der guten, alten Bürstenzeit die 400er Motörchen mit so 10 bis 12 A unterwegs waren, bei den Mini- Mono´s. Das Ganze mit eher bescheidenem Wirkungsgrad.

Bei der Schraubenangabe könnte ich mich auch täuschen, da war ich immer schon ein bisschen zu groß :D.
Die Schraube arbeitet ja aber im Mono nur halbgetaucht.

Zudem läuft ja ein leichtes Böötchen auch deutlich leichter.

Höher als 15 bis 20 A wollte ich eigentlich auch nicht gehen, obwohl mir das auch schon sehr hoch erscheint.

Untermotorisierung wäre aber auch blöd! 2 Blechpakete (9.6mm) ?

M. f. G.

Hans
Graupner Bell Micro 47g, Jamara HG-le, Silverlit Acrobat 3D

4

Donnerstag, 22. November 2007, 20:01

Habe es schon eingesehen und bereits 2 Blechpakete zum "Monsterstator" aufeinandergeklebt.

Das macht jetzt allerdings die Wicklungsauswahl für die hohe Zieldrehzahl auch nicht unbedingt einfacher.

Soll ich bei 9N6P bleiben oder geht der Trend eher zu 9N4P?

Vielen Dank!

M. f. G.

Hans
Graupner Bell Micro 47g, Jamara HG-le, Silverlit Acrobat 3D

5

Donnerstag, 22. November 2007, 21:02

schau mal bei Power Croco rein und lad dir den Drive calc runter.
damit lässt sich prima "testen" :ok:
Gruss
Heinrich

6

Freitag, 23. November 2007, 12:56

DC hat er schon ... der hat aber keine Schiffsschrauben ...

Highspeed http://powercroco.de/9N8P.html
ultra highspeed http://powercroco.de/9N4P.html
heli http://powercroco.de/9N6P22715Heli.html

der heli zeigt: 25'000upm bei ca. 20A und fast 80% eta ...
Der iskönnte eine Ausgangsbasis für Dich sein.

Möglichst dicken draht, wenn möglich in einer (max. 2) lage und Dreieck damit erhältst Du hohe drehzahlen.

Die genaue Auslegung wirst Du dann im "try und error" Verfahren erarbeiten:
also
- Aufbauen mit einer Wicklung
- messsen & fahren
- entsprechend Deinen Bedürfnissen Draht (ev. MagnetPole) anpassen
- das ganze wiederholen

Da alles in ein Boot soll und wahrscheinlich nicht das letzte Gramm und der letzte Milimeter Ausschlaggebend ist, mach genug Platz für Luft und Wickelköpfe ev. ein Zentrifugallüfter in die Glocke einbauen ...

Zur Kühlung gibt es im powercrocoforum ein Fred: "Motorkühlung"
und auch hier: http://www.rc-network.de/forum/showpost.…19&postcount=20
ueliisa

7

Freitag, 23. November 2007, 19:41

Hallo ueliisa!

Ja! DC habe ich schon und powercroco kenne ich natürlich auch.

Habe vor ein paar Tagen meinen ersten Eigenbau- BL mit 18mm 9N Einfachstator fertiggestellt.
Ist dank der Hilfe hier im Forum und auf Powercroco eigentlich auf Anhieb ganz gut geworden. Vielen Dank an dieser Stelle an Alle, die diese Informationen zur Verfügung stellen!

Die tatsächliche Drehzahl und Stromaufnahme mit verschiedenen Propellern deckt sich ziemlich gut mit den vom Micro-Pibros über den Reconfigurator vorher ermittelten Daten. Allerdings habe ich es nicht geschafft 9 Windungen 0,56mm Draht auf den Stator zu bekommen. Ich denke aber, auch mit dem 0,50mm Draht ist der Füllgrad ganz in Ordnung.
Der Motor soll einen Jomari Parasit befeuern.
Das einzige, kleinere Problem ist, daß der Statorträger bei Vollgas doch ganz schön warm wird, was ziemlich sicher an der hohen Drehzahl in Tateinheit mit den 0,35mm Statorblechen liegen dürfte.

Für den Bootsmotor hatte ich nicht zuletzt deshalb beschlossen, den Statorträger mit Wasserkühlung auszustatten, was eigentlich das Wärmeproblem schon ziemlich gut eliminieren sollte.


Den unten stehenden Helimotor hatte ich mir auch schon gestern Abend als Grundlage für die ersten Versuche ausgesucht.

http://www.powercroco.de/9N6P22715Heli.html

Könnte auch wieder ganz gut passen.



Zitat

Da alles in ein Boot soll und wahrscheinlich nicht das letzte Gramm und der letzte Milimeter Ausschlaggebend ist, mach genug Platz für Luft und Wickelköpfe ev. ein Zentrifugallüfter in die Glocke einbauen ...


Heute, dank BL und Lipo´s ist das wohl so, früher mit Bürsti und NiCd war das ganz anders, da zählte eigentlich jedes Gramm.

Ob ein Lüfter in die Glocke kommt, weiß ich noch nicht so genau, da der Lüfter ja immer nur die wenige Luft des Bootsrumpfes umwälzen würde.

Ich denke, da ist die Statorkülung mittels Wasser schon die effektivste und am einfachsten zu realisierende Methode.

M. f. G.

Hans
Graupner Bell Micro 47g, Jamara HG-le, Silverlit Acrobat 3D

8

Freitag, 23. November 2007, 23:59

Die Wasserkühlung würde ich auf jeden Fall machen wenn dies geht ...
Da der Stator meist zuerst warm wird, ist eine gute Kühlung hier sicher sehr effizient.


Eine Zentrifugallüftung und/oder sogar Kühlrillen im Rückschluss fördern die Wärem an die wenige Umgebungsluft, das ist recht. Aber ...

Meine Fragen (ohne Bootserfahrung):
- Wieviel kann diese während der Laufzeit aufnehmen und damit den Motor doch ein wenig zu kühlen.
- Wird diese nicht zum Teil auch druch die Bootswände gekühlt?
- Ein Boot soll einfach dicht sein, gibt es ander Möglichkeiten die Innenluft zu kühlen?
-> Wassergekühltes Alu Rohr nahe um den Rückschluss :dumm:
ueliisa

9

Samstag, 24. November 2007, 00:11

Hi!

Zitat

Original von mc-guiver
...
Ob ein Lüfter in die Glocke kommt, weiß ich noch nicht so genau, da der Lüfter ja immer nur die wenige Luft des Bootsrumpfes umwälzen würde.
...


So was in der Art hatte ich mal in einem Boot. Propeller auf der Wellenkupplung, der Luft durch den Motor geblasen hat. War deutlich effektiver als die übliche Alurohr-Wasserhühlung, weil man mit dem Rohr genau das falsche Teil gekühlt hat. Beim BL kommt man natürlich da 'ran, wo man 'ran muß...

Hier mal das Bild von der Lüfterkupplung, die Wasserkühlung hab' ich dann erst dicht gamacht, und irgendwann 'raus gebaut..



servus,
Martin

10

Samstag, 24. November 2007, 00:37

Welchen Speed 400 meinst du eigentlich?

den 400Race 4,8V Nr. 3320?

SPEED 400 4,8 V
Nennspannung 4,8V, Leerlaufdrehzahl 22000U/min, 1A - 7A

hätte bei 7,2V etwa 33000 abzüglich der nichtlinear zunehmenden Verluste.
An dem Graupmer M2'er Prop mit D=29 und an 6x600mAh NiCd geht der in meinem Mini-Eco richtig gut :evil:

[img]http://www.rclineforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=44724&sid=[/img]

Wobei ich nie gemessen hab' wieviel Strom da fließt, oder wie lange ich fahren kann. Wenn ich von 3 Minuten ausgehe, sind's eben 12A, bei 2 Minuten 18A

Da wollte ich mal einen 5/4 Powerschnurzz 'rein bauen.
Eigentlich muß der Motor noch irgendwo rum liegen, und ich wollte ne neue Glocke machen, weil 100% Abdeckung und 6P einfach nicht das gelbe vom Ei sind. Aber wenn ich ihn finde, kann ich ja mal messen...

servus,
Martin

11

Samstag, 24. November 2007, 13:27

Hallo Zusammen!

Wegen der Kühlung werde ich berichten, wenn es soweit ist.

@ ueliisa: Das Problem dabei ist: Das Volumen im Boot ist relativ schnell von Akku, Regler und Motor erwärmt und die "Bootshaut" kühlt je nach Außentemperaturen in der Regel nur unzureichend. Mit wassergekühltem Motor und evtl. auch Regler kann man den Großteil der Wärme relativ effizient abführen.

Wenn nun beim BL- Außenläufer der Statorträger aus Aluminium ist und die Passung zum Stator relativ genau dann muß man bei der Statorkühlung nicht den Umweg über die Luft wählen sondern kühlt ziemlich genau da, wo es sinnvoll ist. Ich werde mal eine kleine Skizze erstellen und hier reinstellen.

@ Martin G.:

Zitat

So was in der Art hatte ich mal in einem Boot. Propeller auf der Wellenkupplung, der Luft durch den Motor geblasen hat. War deutlich effektiver als die übliche Alurohr-Wasserhühlung, weil man mit dem Rohr genau das falsche Teil gekühlt hat. Beim BL kommt man natürlich da 'ran, wo man 'ran muß...


Stimmt meines erachtens nach nur zum Teil, da ja die Magnete im Verhältnis am temperaturempfindlichsten sind. Zudem ist ja der Rotor für sich auch noch eine Art Lüfter.

Die genauen Motorbezeichnungen habe ich nicht mehr so im Kopf.

Der 400er Race 4.8 bei 7.2 oder 8.4V ist auf alle Fälle eine der "schärfsten" Motorisierungen in diesem Bereich. Mit 7A kommst Du da nie und nimmer hin. Nicht bei Mono (halbgetaucht) und auf keinen Fall im Eco. Ich würde eher von 12 bis 15 A ausgehen. Das Dein Eco mit 29er Metallpropeller damit gut geht steht außer Zweifel :evil:. Ist halt ein sehr schmaler Grat zwischen ordentlich Geschwindigkeit und abrauchendem Motor, weil Du vermutlich im Wirkungsgrad so bei 50 bis max. 60% liegen dürftest. Funktioniert imho nur, wenn das Böötchen extrem leicht läuft und so leicht als möglich ist. Den 29er sind wir eigentlich nur mit den 500er Motoren im Eco gefahren und schon den hat es in der Drehzahl ordentlich abgewürgt.

Eine Glocke mit relativ geringer Abdeckung könnte meiner Meinung nach nicht schaden. Ich werde mich mal an die Vorgaben des folgenden Motors halten, bei einer Abdeckung zwischen 30 und 50%.

http://www.powercroco.de/9N6P22715Heli.html

M. f. G.

Hans
Graupner Bell Micro 47g, Jamara HG-le, Silverlit Acrobat 3D

12

Samstag, 24. November 2007, 13:41

Hi!

Zitat

Original von mc-guiver
... Mit 7A kommst Du da nie und nimmer hin. Nicht bei Mono (halbgetaucht) und auf keinen Fall im Eco. Ich würde eher von 12 bis 15 A ausgehen. Das Dein Eco mit 29er Metallpropeller damit gut geht steht außer Zweifel :evil:. Ist halt ein sehr schmaler Grat zwischen ordentlich Geschwindigkeit und abrauchendem Motor, weil Du vermutlich im Wirkungsgrad so bei 50 bis max. 60% liegen dürftest. Funktioniert imho nur, wenn das Böötchen extrem leicht läuft und so leicht als möglich ist. Den 29er sind wir eigentlich nur mit den 500er Motoren im Eco gefahren und schon den hat es in der Drehzahl ordentlich abgewürgt.

Eine Glocke mit relativ geringer Abdeckung könnte meiner Meinung nach nicht schaden. Ich werde mich mal an die Vorgaben des folgenden Motors halten, bei einer Abdeckung zwischen 30 und 50%.

http://www.powercroco.de/9N6P22715Heli.html

M. f. G.

Hans



die 7A sind die Angabe für maximalen Wirkungsgrad.. ich hatte ja 2-3 Minuten gerechnet, eben 12-18A.

Lebensdauer des Motors sind mit dem 29'er PLASTIK-Prop so vielleicht 10 Accu-Ladungen.

Das Mini-Eco (26cm) ist damit bei vollem Accu, und vermutlich auch durch mein Unvermögen nicht mehr wirklich fahrbar. Die kleinste Welle, und das Boot springt oder taucht (daraufhin hab' ich mein erstes U-Boot gebaut :D )

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Samstag, 24. November 2007, 15:00

Martin,
das ist nicht dein Unvermögen-
(spring, hüpf, tauch)
-die sind so :w
Gruss
Heinrich