Lifthrasir

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Montag, 12. Dezember 2016, 09:08

Grundsätzliche Fragen zu BL Motoren

Hallo Zusammen,



Ich habe zu diesem Forum gefunden, weil ich beim Googeln auf einen leider älteren, aber sehr interessanten Thread gestoßen bin, dort ging es zuerst um die Frage Stern oder Dreieck Schaltung und lief später in eine völlig andere Richtung. Da der Thread von 2002 war, möchte ich dort nicht anknüpfen, sondern auch mit noch anderen grundsätzlichen Verständnis-Fragen zu BL Motoren neu beginnen.



In dem Thread ging es um den Rastmoment. Es wurde dort beschrieben, das ein Drahtbündel in die Nut des Stators eingefügt das Rastmoment minimieren würde. Meine erste Frage dazu, wenn ein Stator so gebaut würde, das die Hammerköpfe ohne Luftspalt aneinander stoßen, würde das Rastmoment entfallen? Wenn ja, erhöht das den Wirkungsgrad des Motors? Ich habe in einem Buch gelesen, das der Rastmoment sich negativ, wenn auch nur gering, auf den Wirkungsgrad auswirkt. Klar ist mir auch, das es bei einem lückenlosen Übergang der Hammerköpfe nicht möglich ist den Stator zu bewickeln - trotzdem interessiert mich die Theorie.

Würden MnZn Ferritkerne einen Vorteil gegenüber Dynamoblech haben?



Gelesen habe ich auch über den Sättigungsgrad von Materialien, der von dem Material (magnetische Permeabilität), dem magnetischen Fluss/Feldstärke und den Querschnitt abhängig ist, doch wie kann ich berechnen mit welcher magnetischen Feldstärke der Sättigungsgrad erreicht ist, oder besser der Sättigungsgrad in % berechnet werden kann? Oder gibt es eine Tabelle wie groß der Querschnitt von den Hammerstielen eines Stators bei bestimmter Induktion/Feldstärke sein muss um nicht in den Sättigungsgrad des Stators zu kommen?

In Bezug auf den Skin-Effekt von Leitern wie Kupferdraht, gäbe es Vorteile den Kupferdraht z.B. zu versilbern?



Auch wurde in dem Thread der Füllgrad an Magneten einer Glocke eines Außenläufers angeschnitten. Wie hoch ist ein optimierter Füllgrad? Was bedeutet "Kurzschließen von Magneten"? Wie dick sollte der Rückschlussring im Verhältnis zur Dicke der Magneten sein? Wäre es theoretisch auch denkbar anstatt mit einem Rückschlussring die Magneten als Halbach Array anzuordnen und damit einen 100% Füllgrad zu nutzen? Beispiel 14Pole 28 Magnete 15x5x5 (Magnete natürlich nicht als Stabmagnet magnetisiert) daraus resultierender Innendurchmesser der Glocke ca. 45mm.



Ich finde es sehr spannend sich mit dem Thema auseinander zu setzen und würde auch gerne praktisch experimentieren um zu sehen wie ein BL Motor in seiner Leistung und Wirkungsgrad optimiert werden kann., Zum Beispiel auch wie die Verlustleistung (Wärmeentwicklung, Reibungsverluste) minimiert werden können.

Ich lebe und arbeite in China, über TaoBao kann ich an so einige Materialien heran kommen, ebenso wie Anbieter die Stator-Bleche nach eigenen Angaben fertigen. Ebenso habe ich auch Anbieter gefunden, die Neodym Magnete nach eigenen Angaben fertigen - die Frage ist natürlich stets der Preis und die minimale Abnahmemenge - aber allein schon die theoretische Möglichkeit nicht alles von der Stange zu kaufen macht Spaß auf mehr... --- ...ich hoffe das ihr deswegen meine Fragen versteht - danke!



Grüße vom Lifthrasir
Nachdem der 2000ste Versuch einen Glühfaden herzustellen erfolgreich war, sagte Edison: "Ich kenne jetzt 1999 Wege wie es nicht funktioniert."