baphomet

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101

Montag, 6. Juni 2005, 21:09

Hm ... schon möglich das es verschiedene Härteverfahren gibt , die im Modellmotorenbereich eingesetzt werden .

Ich sagte ja auch , das , wenn man von Beginn an mehr Leistung will , es machen kann . Das die KW durch die Biegung im Betrieb ihren Sitz leicht weitet , das dauert mit Sicherheit etliche Betriebsstunden und würde bei einem Rennmotor zu lange dauern , möglicherweise werden bei diesen Motoren auch andere Härteverfahren eingesetzt , so das ein Schleifen möglich ist .

Vielleicht ist das auch ein Grund mit , das man für Rennmotoren gerne " eingelaufene " Gehäuse benutzt , außer dem Grund , das durch das Gießen und Temperaturunterschiede entstandene Verspannungen im Gehäuse , sich " gesetzt " haben .


Hm ... jetzt müßte ich wissen wie sich die KW beim Betrieb verbiegt .
Verbiegt sie sich S-förmig , macht Deine Darstellung Sinn , verbiegt sie sich dagegen Bogenförmig , nicht .
Erfahrene Piloten , die an das Material das sie Einsetzen glauben,werden durch dieses im Standpunkt beeinflusst.

http://smc-berkelflieger.de/


Gruß Rolf

102

Montag, 6. Juni 2005, 21:57

Die KW biegt sich nicht S-Förmig durch.


Stell dir einfach mal vor der Kolben ist im OT und drück den Kolben nach unten.

Am vorderen Lager drückt die KW nach oben und am hinteren nach unten.
Es wird natürlich einen Punkt geben wo die Kurbelwelle genau auf der Nulllinie ist aber das ist Nebensache. Je nach Motorengrösse kann das bis zu einem 1/10mm ausmachen.

Wenn du ganz wild bist kannst du die KW auch mit sauteuren Keramiklagern ausstatten die werden zum Teil auch im Speedmodelcar-Sport eingesetzt
bei Drehzahlen bis zu 47 000 1/min(1.5ccm). Richtig gelesen ist kein Schreibfehler.
Gruss

Nitromax

baphomet

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103

Dienstag, 7. Juni 2005, 04:24

Moin , moin !

Jepp , das meinte ich mit S-Förmigem Verbiegen/Verwinden , ist wohl eher eine Schräge .

Ich habe mal bei einem älteren 25 FX nachgeschaut ,der hat lediglich in der Mitte, KW-Fenster , Einlaufspuren .
Beim 160er Mvvs sind diese Einlaufspuren am hinteren Lager .
Möglicherweise sorgt OS vor?
Erfahrene Piloten , die an das Material das sie Einsetzen glauben,werden durch dieses im Standpunkt beeinflusst.

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Gruß Rolf

Dappes

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  • »Dappes« ist der Autor dieses Themas

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104

Dienstag, 7. Juni 2005, 06:48

Hm, da schaut man mal paarTage nicht vorbei, und dann... ;)

Gruß

Patric

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dappes« (7. Juni 2005, 06:49)


105

Dienstag, 7. Juni 2005, 07:54

Die Kw biegt sich im Betrieb tatsächlich durch, und nicht mal unerheblich. Ich habe dazu mal einen Artikel der Gebr. Methkemeyer (MB-Motoren) gelesen, die haben seinerzeit versucht, dem Problem mit dynamischen Lastannahmen auf den Grund zu gehen, sind aber letzlich zu einer statischen Betrachtung zurückgekehrt.

Kurbelwellen von Modellmotoren sind üblicherweise aus einem Vergütungsstahl, ähnlich wie ein Schraubenschlüssel.
Das "Freischleifen" wird schon in Frisierrezepten von vor 30 Jahren beschrieben, und das Material des Gehäuses ist allemal weicher.

Zur Frage der Reibung:
Ich bezweifle, das in der Einbausituation einens Modellmotor-Wälzlagers reine Rollreibung herscht.
Das Lager läuft ohnehin mit mehr Einbauspiel als herstellerseitig vorgesehen, und ich gehe davon aus, das es zumindest in Bereichen zu einer Mischreibung kommt (Schlupf).

106

Dienstag, 7. Juni 2005, 08:57

Hallo Andi

Ich glaube ich habe den Artikel auch mal vor längerer Zeit gelesen.
War echt interessant
Die Reibung ist wirklich erstaunlich grosse und nimmt mit der Drehzahl stark zu .

In so einem hochdrehenden Rennmotor gehen Dinge ab die man gar nicht vermutet.

Das fasziniert mich an Rennmotoren. Kleine Details die man verbessern kann wen man sich auskennt.

Kein Wunder dass dass Keramik immer mehr eingesetzt wird.


@Baphomet
Ich glaube nicht dass OS hier vorsorgt. Du vermutest dass sich hier automatisch Spuren gibt das ist aber nicht der Fall wenn die Fläche schön trägt.


Hier noch ein Links von exzellenten Rennmotoren:
http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ult…f=8&t=000235&p=


Gruss

Nitromax
Gruss

Nitromax

107

Dienstag, 7. Juni 2005, 11:35

Schöne Bilder...
Nur das der Rossi F 105 nie ein Rennmotor war.

Das war mal ein Versuch, in der F3A Klasse Fuss zu fassen...

108

Dienstag, 7. Juni 2005, 12:00

Bitte löschen !!!
Gruss

Nitromax

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nitromaxc« (7. Juni 2005, 12:17)


109

Dienstag, 7. Juni 2005, 12:02

Das kann schon sein aber auch der ist nicht ohne.
Wäre jedenfalls geeignet auf auf höhere Drehzahlen sprich Leistung zu bringen.
Gruss

Nitromax

baphomet

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110

Dienstag, 7. Juni 2005, 13:54

Gut , nehmen wir es mal als gegeben hin , das es Leute gibt , die allein an die Reibung glauben . Ich nicht !

Ich weiß jetzt nicht um wieviel Gramm die Kubelwelle dadurch erleichtert wird , aber je geringer die Masse die beschleunigt werden muß , desto mehr bleibt für die Beschleunigung der Latte über . Das Schlagwort heißt Massereduzierung der sich drehenden/bewegenden Teile , sonst würde man am Gehäuse abtragen .

Bei einem Rennmotor ist alles weitestgehend herstellerseitig optimiert .
Das Pleuel ist nur halb so dick und schmaler , das bringt geringere Masse die beschleunigt und abgebremst werden muß , daher mehr Drehmoment .
So sehe ich das bei einem Gebrauchsmotor . Das Pleuel des 25er FX hat ca 3 g verloren , wodurch die Beschleunigung , ergo Drehmoment , zugenommen hat . Sie ist bei der 8x6 APC besser als mit einer 8x4und ATR zuvor .

Je geringer die Masse der sich Auf und Ab bewegenden Teile , desto höher darf die Drehzahl sein .

In meiner Theorie gehe ich sogar noch weiter und denke das die Form , die Breite und die Dicke des Pleuels , einfluss auf die Überströmer/Aufrichter hat , ergo auf die " Strömungsmaschine " Verbrennungsmotor .
Erfahrene Piloten , die an das Material das sie Einsetzen glauben,werden durch dieses im Standpunkt beeinflusst.

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Gruß Rolf

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »baphomet« (7. Juni 2005, 13:56)


111

Dienstag, 7. Juni 2005, 14:46

<Gut , nehmen wir es mal als gegeben hin , das es Leute gibt , die allein an die Reibung glauben . Ich nicht !

Wer sagt dass es nur um die Reibung geht? Niemand !
Die Reibung ist aber ein grosser Teil von Verlusten die höher sind als viele denken.
Der Unterschied ist wenn was erleichert geht das bei Rennmotoren meistens auf kosten der Lebensdauer(sofern nicht ein anderes Material genommen wird)
Reduziert mann allerdings die Reibung hat das meistens weniger Nachteile auf die Lebensdauer.

Im Gegenteil weniger Reibung= Weniger Verlustleistung und weniger Wärme.
Wärme ist in einem Rennmotor doppelt schädlich.


Dass man bei Rennmotoren immer alls möglichst leicht baut ist ja nichts neues.
Beim erleichtern sind einfach gewisse Grenzen gesetzt wie dann durch modernere Werkstoffe hinausgezögert wird

Die Form des Pleuels hat eher eine Auswirkung der Steifigkeit.

Dass das Pleuel die Strömung stört stimmt sicher zu einem Gewissen Grad nur wenn man z.B die Kurbelwellenwangen, Kurbelzapfen usw ansieht beeinflussen die doch Strömung sicher um ein vielfaches.

Das Messerpleuel hat eine Form die die Strömung durch sein Profil eher zu weniger Verlusten führt.
Gruss

Nitromax

baphomet

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112

Dienstag, 7. Juni 2005, 17:03

Zitat

Der Unterschied ist wenn was erleichert geht das bei Rennmotoren meistens auf kosten der Lebensdauer(sofern nicht ein anderes Material genommen wird)


Weil Herstellerseitig bereits an das Machbare ( Garantie und Kostenfaktor), incl. einer Reserve , herangegangen wurde .

Es gibt definitiv einen Unterschied zwischen der Optimierung eines Rennmotors und eines guten Gebrauchsmotors .

Und mir geht es um die Optimierung eines guten Gebrauchsmotors , bevor wir ins Rennlager abgeschweift sind und aneinander vorbei geredet haben . Kann passieren .

Wie ich weiter oben schon mal erwähnt habe , interessiere ich mich für Optimierungsmöglichkeiten in erster Linie theoretisch und die Möglichkeiten die mich überzeugen , setze ich um und teste sie an einem vorhandenen Motor .
Da viele Q 500 Teilnehmer die Quickimotore für eine gute Ausgangsbasis für Tuningmöglichkeiten halten , werde ich mich mal daran versuchen , wo er letztlich seinen Einsatzort findet , Quicki-Rennen oder doch nur in einer Me 163 mit Reso , hängt letztlich davon ab , wie laut das Ding sein wird .
Um an Rennen teilnehmen zu können muß man auch ein Übungsgelände haben und einen Reso-Schalli der den Motor auf touren bringt . Wenn diese Kombi zu laut ist , rein subjektiv , hätte ich ein Problem mit den Vereinsmitgliedern , auch wenn das Ding noch leiser als ein Benziner ist , es zählt der subjektive Eindruck beim nächstgelegenen Nachbarn , der uns die Startbahnverlängerung dadurch verweigern könnte und da ist man als Einzelner schnell überstimmt . ==[]
Erfahrene Piloten , die an das Material das sie Einsetzen glauben,werden durch dieses im Standpunkt beeinflusst.

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Gruß Rolf

113

Dienstag, 7. Juni 2005, 17:08

Q 500 würde mich auch reizen. Hier könnte man mit relativ billigen Motoren experimentieren.Auch dürfte das Erfolgserlebnis grösser sein da man hier mehr verbessern kann.

Aber ich dachte bei Q500 dürfe man die Motoren nicht modifizieren oder täusche im mich?
Gruss

Nitromax

baphomet

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114

Dienstag, 7. Juni 2005, 17:26

Man darf , ein Reso ist verboten .

Es gibt MR. Topspeed der einen Mvvs-Quicki auf eine gute Leistung gebracht hat .

Midgetmustang , der den 6,5er Rossi Standard ebenfalls auf eine gute Leistung gebracht hat .

Über allen schwebt der Nelson , der den Leistungsstandard setzt .

Von allen Quickierfahrenen hört man nur : Es käme nicht auf Leistung , sondern auf das fliegerische Können an . Bei den Geschwindigkeiten (ca.200Km/h) wirken sich Steuerfehler stärker aus , als einige 100 U/min an der Latte mehr .

Nachtrag: Wobei die Kurbelwange sicher schon als Pumpe wirkt . :D
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Gruß Rolf

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »baphomet« (7. Juni 2005, 17:38)


115

Dienstag, 7. Juni 2005, 18:05

Einen MVVS aufzumotzen würde mich auch reizen.

Sind alles nur 6.5ccm Motoren?
Wäre eine Ideale Grösse.
Ich glaube die meisten MVVS-Motoren kann man das Zylindergehäuse einzel abhnehmen so kann man die Überströmkanäle gut anpassen.

Kurbelwange als Pumpe oder doch eher als Verwirbler da kann man geteiler Meinung sein.

Zum an Motoren rumzubasteln würde mich Speedmodelcar interessieren.
Denn hier kommt es nur auf die Technik an.

http://homepage.agrl.ethz.ch/~kiechl/model1.html
http://www.speedmodelcar.com/links.htm
Gruss

Nitromax

baphomet

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116

Dienstag, 7. Juni 2005, 19:33

Hey , die Seite mit den Motoren ist nicht übel .

Ja es sind eigentlich bis 6,6 ccm zugelassen , außer der Sportklasse, da gehen auch 7,5er , hoffe ich hab das richtig wieder gegeben , sonst schau mal im RC-Network vorbei , die haben eine eigene Rubrik darüber .

Beim Mvvs kannste bis 15 ccm die Zylinder abnehmen und nach Deiner Wahl wieder montieren . Wenn Du magst , Auslass nach Vorn . :D

Zitat

Kurbelwange als Pumpe oder doch eher als Verwirbler da kann man geteiler Meinung sein.


Trifft beides zu . Kommt auf den Zeitpunkt des Betrachtens an . :O
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Gruß Rolf