1

Sonntag, 5. April 2020, 21:34

Klassische Balsa/Sperrholzkonstruktionen im Wassereinsatz

Hallo,

mal eine Frage an die Wasserflugexperten:

es gibt ja durchaus klassische Holzkonstruktionen unter den Wasserfliegern. Angenommen da ist Oracover ect. drauf.
Welche Schritte geht man hier, um das Holz vor Wassereinwirkung/Aufquellen zu schützen? Ich stelle mir die Auswirkungen einer gerissenen Bespannung einigermassen Katastrophal vor, wenn man es nicht gleich bemerkt.
Oder es kommt sonst irgendwo Wasser rein, durch die Akku-Ladeluke oder wo auch immer. Innen ist keine Bespannung...

Aber man kann ja schon gewichtstechnisch nicht immer alles Impregnieren.


Wie läuft das in der Wasserflugpraxis ab?

Fliegerberny

RCLine User

Wohnort: Hagnau am Bodensee

  • Nachricht senden

2

Montag, 6. April 2020, 10:15

Hallo !
Speziell bei Holzkonstruktionen würde ich eine komplette Bespannung mit Papier, oder z.B. an der Rumpfunterseite (Flugboot) mit 50 oder 80gr. Glasfasermatte + Epoxi-Harz empfehlen.
Danach entsprechend grundieren und lackieren.
Einen Holzrumpf nur zu lackieren ist nicht ratsam, da sich immer Risse bilden können, an denen dann das Wasser eindringen kann.
Eine Behandlung des Holzes im inneren des Rumpfes halte ich für nicht nötig, da ich meine Modelle nicht für den Notfall, bzw. einen "Absturz" baue.
Eine saubere Folienbespannung kann durchaus auch lange funktionieren, wenn man speziell die Übergänge prüft, damit dort kein Wasser eindringen kann.

... auch mit Gewebefolie wie z.B. Oratex lassen sich größere Modelle sehr gut langfristig wasserdicht verpacken.Eine Akku-Ladeluke sollte so plaziert werden, daß beim normalen Flugbetrieb kein direkter Wasserkontakt besteht.
Zudem sollten auch immer ein paar Papiertücher griffbereit sein, falls doch einmal ein paar Tropfen ins Innere gelangen.
Wasserflieger, die sich wegen Wasser im Rumpf beklagen, hätten meist auch auf dem normalen Modellflugplatz ihre Probleme. ;-)
Grüße vom Bodensee, :w
Bernd

Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand !

3

Mittwoch, 8. April 2020, 17:24

Naja meine Vorgehensweise bei allen bisherigen Holzfliegern war eigentlich Oracover und fertig.
Wenn man vom Regen überrascht wurde oder danach den Flieger in die noch nasse Wiese gesetzt hat war das bei mir nie ein Problem.
Aber ich habs auch niemals lange einwirken lassen - Wasserflug ist ja noch eine andere Qualität... ;)

Ähnliche Themen