Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RCLine Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

mwe

RCLine User

  • »mwe« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Tübingen

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 20. Juni 2010, 14:07

Heliumsteiger hat ein paar Fragen an Flächenflieger

Hallo zusammen,

ich fliege seit etwa zwei Jahren Heli. Aus Interesse und FPV-Basteltrieb habe ich mir nun einmal eine Schaumwaffel bestellt, den AXN Floater Jet, ein einfaches Modell mit V-Tragflächen und Druckprop. Ich war heute das erste Mal fliegen und habe ein paar Fragen, die mir vielleicht ein paar erfahrene Flächenflieger beantwortet können. Vorher noch zum meinem "Kenntnisstand": Mit dem Heli mache ich Rundflug, 3D interessiert mich nicht. Ich ging davon aus, dass bei gleicher Steueranordung so ein eigenstabiler Flächenflieger ähnlich fliegt wie ein Heli mit Vorwärtsfahrt. Das Modell habe ich nach den Angaben des Herstellers getrimmt, der SP passt soweit.
Starten: Im Handstart mit 3/4 bis Vollgas steigt das Modell auch bei Gegenwind nicht weg. Ich muss recht beherzt ins Höhenruder greifen, um Höhe zu gewinnen. Danach habe ich ein paar Gleitproben mit Motor aus gemacht, da fliegt der Flieger sehr schön geradeaus und gleitet sanft aus, ein richtiger "Selbstlander". Wenn ich aber den Motor wieder einschalte, wird die Sache wieder unruhiger, ich habe den Eindruck, das Modell "nickt um den Schwerpunkt"; ich hoffe, ihr versteht was ich meine. Ich kann so sehr wohl Kreise und Achten fliegen, aber ich dachte, das müsste irgendwie mit weniger Steuern gehen. Liegt das an der Bauart dieser Druckprop-Dinger, dass die ein wenig unruhig werden?
Um das Problem mit dem Starten zu umgehen, habe ich mir eine Startphase an der MC22 programmiert, die einfach das Höhenruder ein wenig anstellt. Damit klappt dann ein Bilderbuchstart und in 5 Metern Höhe schalte ich um.
Nun würde ich gerne wissen, ob das alles so gehört und an meiner fehlenden Übung liegt, oder ob ich den Flieger anders - besser? - trimmen muss? Wie gesagt, gleiten tut er prima.

dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 20. Juni 2010, 20:44

Servus,

das Einzige was mir jetzt einfällt ist, dass du eventuell minimal Höhe zum Gas mischt,
also wenn du Gas gibst ein paar % Höhe dazumischen, nicht allzuviel.
Könnte aber im Rückenflug dann etwas ungünstig sein, müsstest du mal testen.

Wegen dem instabilen Verhalten kann ich mir nur einen falschen Sturz vorstellen oder
dass da der Motor ein wenig Locker sitzt... aber ohne vielleicht ein Video zu sehen ist
das eher Spekulation.

Was auch sein kann, ist aber eher selten, dass bei viel Gas störungen auf den Servos
oder Empfänger kommen und so eventuelle minimale Ausschläge bei den Servos zu
diesem Nicken führen.

Allerdings - ist meine Meinung, fliege auch helis - ist das Unterschneiden bzw. das Aufbäumen
was einerseits bei der Fläche sein kann und andererseits beim Heli nicht wirklich direkt miteinander
vergleichbar.

LG,
Dieter

udo260452

RCLine User

Wohnort: Geilenkirchen, zur Zeit Mazar-e-Sharif, Afghanistan

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 20. Juni 2010, 21:21

RE: Heliumsteiger hat ein paar Fragen an Flächenflieger

Zitat

Original von mwe
Starten: Im Handstart mit 3/4 bis Vollgas steigt das Modell auch bei Gegenwind nicht weg. Ich muss recht beherzt ins Höhenruder greifen, um Höhe zu gewinnen. Danach habe ich ein paar Gleitproben mit Motor aus gemacht, da fliegt der Flieger sehr schön geradeaus und gleitet sanft aus, ein richtiger "Selbstlander". Wenn ich aber den Motor wieder einschalte, wird die Sache wieder unruhiger, ich habe den Eindruck, das Modell "nickt um den Schwerpunkt";
Also wenn der Flieger ohne Antrieb (Motor aus, ein für den Helipiloten wohl eher ungewohnter Zustand :D ) wunderschön geradeaus fliegt ohne zu Pumpen und ohne in einen Sturzflug überzugehen, dann stimmen soweit alle Einstellungen, also Schwerpunkt, Einstellwinkeldifferenz, Neutralstellungen der Ruder usw. Das ist doch schon mal sehr beruhigend. :ok:

Das Problem wird der Motorsturz sein und sonst nichts.

Abhilfen:

Alles so lassen, sich daran gewöhnen, dass man unter Motor eben ein wenig viel ziehen muss, eventuell etwas Höhenruder mit dem Gas mischen, das geht auch, ist aber ein wenig unprofessionell, besser wäre, den Motorsturz richtig einzustellen, dazu muss man nur entweder den Motor ein wenig mehr in Richtung "Himmel" pusten lassen, das wird die Rumpfspitze des Modells ein wenig anheben und somit dein Problem lösen (oder war das umgekehrt bei hinter dem Schwerpunkt eingebauten Druckpropellern?, egal, einfach mal experimentieren, mit wenig Veränderungen beginnen und dann nach dem Motto: "Try and Error" vorgehen).

Grüße
Udo

mwe

RCLine User

  • »mwe« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Tübingen

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 20. Juni 2010, 21:35

Danke für eure Antworten. Ich denke, Servozittern und so kann ich ausschließen, das sieht wirklich nach einer Einstellungssache aus. Das Modell ist schon auch zum segeln ausgelegt, so ähnlich wie ein MPX Easystar. Von daher würde ich ungern die guten Segeleigenschaften verlieren. Ich werde jetzt als nächsten Schritt den Tipp von Udo beherzigen und das nächste Mal mit einigen U-Scheiben auf die Wiese gehen und den Sturz verändern. Mischen kann ich natürlich auch, aber von den Helis habe ich gelernt, das nichts über eine gute mechanische Einstellung geht, das würde ich - trotz Schaumwaffelbilligteil - gerne beibehalten. Wenn ich das überlege, muss mein Druckprop hinter dem Schwerpunkt doch mehr Richtung Boden pusten, oder?
Das mit "Motor aus" musste ich echt trainieren, ich habe jedesmal gezuckt und erwartet, dass er runterfällt. Tolles Geräusch, das Pfeifen einer Tragfläche.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mwe« (20. Juni 2010, 21:36)


dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

  • Nachricht senden

5

Sonntag, 20. Juni 2010, 22:28

Natürlich ist eine mechanische Abstimmung immer Besser als Mischen - keine Frage - aber
als HeliPilot ist das nix Neues für Dich - wäre ja nur eine Lösung wenn du
nachträglich mechanisch nix mehr verändern kannst/könntest.

Und wenn ich so nachdenke, bin ich auch eher der Meinung, dass es der Sturz ist und ich
glaub auch, dass er nach unten pusten muss :-) so wars bei meinem Microjet zumindest auch so :-)

LG, Dieter

reset-leo

RCLine User

Wohnort: Oberösterreich

Beruf: Softwareentwickler und Scrum Master

  • Nachricht senden

6

Montag, 21. Juni 2010, 21:19

ich hab grad die kommentare im verbotenen shop durchgesehen und bin zu dem schluss gekommen: ich würds so lassen. dort heißt es, dass am besten ohne, oder mit 1/2 gas geworfen und dann erst nach dem umgreifen auf den gasknüppel gasgegeben werden sollte.

ist zwar komisch für einen china-flieger, aber vielleicht hat das modell einfach sehr viel leistung, die dann durch die motoranordnung relativ weit über der tragfläche dafür sorgt, dass beim start das ding halt auf die nase geht. im flug ists dann nicht mehr so tragisch, weil der beschleunigungsimpuls nicht mehr so einen großen teil vom gesamtimpuls ausmacht (ich werf jetzt einfach mal mit physik-begriffen umher ;) ).

höhenruder beimischen find ich übrigens gar nicht verwerflich! was wäre der sinn davon, zu lernen, eine macke auszusteuern, die der großteil von modellen sowieso nicht hat? wenns die möglichkeit gibt, sowas elektronisch zu eliminieren: warum nicht? halte ich für sehr professionell.
Alfa Model P51-D - Robbe Super Star - BMI Fieseler Storch - FW 190D (Eigenbau) - COX Micro Corsair - Graupner Nemesis - Blade mSR S300 Scale - Blade nCP X - Blade mCP X
-- und noch einige mehr --


Und in groß: PA-18-150 Super Cub D-ELUK, PA-28-181 Archer III OE-KMV

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reset-leo« (21. Juni 2010, 21:19)


mwe

RCLine User

  • »mwe« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Tübingen

  • Nachricht senden

7

Montag, 21. Juni 2010, 23:00

Hm, habs grad auch gelesen, Halbgas habe ich gar nicht probiert, ich dachte, je mehr, je besser :-)
Ist ja meine erste Fläche und ich finde das Ding eh´ reichlich übermotorisiert mit 3s, die er aber wegen dem Schwerpunkt braucht. Zum oben bleiben habe ich 15% Regleröffnung...Aber ein gutes hat es: Beim Begutachten der Motorbefestigung sind mir gleich mal 3 Magnete entgegengekommen. Nun gut, das wird morgen ein Fall für Uhu Endfest. Vielleicht ist das Ding zum senkrecht aus der Hand starten gebaut? Ich muss noch mal im Flug schauen, wie sehr es mich nervt.

dgollubits

RCLine User

Wohnort: Niederösterreich

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 22. Juni 2010, 06:05

Vielleicht stellst du mal eine Geberbegrenzung auf 50% bei Gas ein ?
Das könnte dir etwas helfen nicht zu schnell zu fliegen - und bei jedem 2ten Flug gibst du 10% dazu.

Ich hab mir gerade ein Video zum AXN Floater Jet angesehen, das Ding ist glaube ich eher für 2S
als Anfängerflieger zu sehen - oder mit 6-8 NIMH Zellen. Vielleicht hat man da ein Modell
genommen, welches ursprünglich für NickelZellen und Bürstenmotoren vorgesehen wäre - also
bei der Konstruktion und jetzt mit BL und Lipos etwas übermotorisiert ist. Dass die
Dauervollgasleistung der Motorträger lange mitmachen soll ist auch eine andere Frage.
Dieses geschäumte EPP Zeugs wird mit der Zeit ja immer weicher.

LG, Dieter

neonerl

RCLine User

Wohnort: Starnberg

Beruf: Ingenieur

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 22. Juni 2010, 16:18

Wie weiter oben schon erwähnt, ist das ein typisches Problem bei Motoren die oberhalb des Schwerpunktes montiert sind. Grundsätzlich erzeugt der Motor auf diese Weise ein Nickmoment. Bei zunehmender Fahrt wird das durch den steigenden Auftrieb ausgeglichen und der Effekt egalisiert sich.

Den Flieger kannst Du sogar ohne Gas werfen und erst wenn Du die Hand am Steuerknüppel hast Gas geben. Dann hast Du alles besser unter Kontrolle.
Der Trüg scheint.

Ludger

RCLine User

Wohnort: Oer-Erkenschwick/NRW

  • Nachricht senden

10

Dienstag, 22. Juni 2010, 18:29

Was verstehst du genau unter"unruhig"?
Kann auch sein das deine Ruderausschläge zu groß sind.Aus der Ferne ist das immer schwer zu sagen,aber es gibt 3 Möglichkeiten woran es liegen könnte:Motorsturz,Schwerpunkt,Ruderausschläge.

mwe

RCLine User

  • »mwe« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Tübingen

  • Nachricht senden

11

Dienstag, 22. Juni 2010, 19:04

Hey, vielen Dank für die vielen Antworten. Je mehr ich mit euren Hinweisen drüber nachdenke, desto mehr vermute ich tatsächlich, das liegt an der Konstruktion und meiner noch fehlenden Steuererfahrung. Die Gestänge habe ich nach dem ersten Flug alle ins letzte Loch gehängt, jetzt geht es einigermaßen, aber Quer und Höhe waren werksseitig viel zu wenig. Da war ich wohl auch vom Heli mehr Reaktion gewöhnt. Und so eine Drossel im Gas programmiere ich mir auch, habe ja genügend Flugphasen. Der Flieger ist für 2s gebaut, aber da findet man keinen Akku, der von der Größe und den Abmessungen so passt, dass der SP stimmt. Und mehr Dampf ist ja im Zweifelsfall besser als zu wenig :-)