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nemoce

RCLine User

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Wohnort: Dreieck A7/A27

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1

Freitag, 25. Juni 2010, 12:49

Reichweitenproblem

Hallo Forum,

ich bin gerade ein wenig ratlos. Ich habe mir vor etwa einem Monat einen gebrauchten Easy Star geholt. Ich habe allerdings festgestellt, dass ich bei einer Entfernung von etwa 50-100m Motor- und Steueraussetzer habe.

Ich habe die 35 MHz Anlage (MPX Pico Line mit MPX Micro 5/6 Empfänger) bereits gegen eine rumliegende Conrad-40Mhz-Billigfunke mit Empfänger ausgetauscht -> Kein Erfolg

Ich habe den Standort gewechselt -> Kein Erfolg

Nun vermute ich, dass der Motor (Standard-Permax 400) oder Regler (unbekannt, da Typaufkleber überklebt mit Klett) den Empfänger stört. Wie kann ich das am besten testen bei einem Easy Star? Soviel Platz ist da ja nicht um den Empfänger "weit weg" einzubauen.

Wie sieht es mit den Servos (beide Typ unbekannt, da unleserlich) aus, haben die u. U. einen Einfluß auf die Empfangsstärke?

Gruß und Danke für die Hilfe

Nemo / Bastian

2

Freitag, 25. Juni 2010, 12:56

Hast mal Servos abgesteckt, und einen Reichweitentest per pedes gemacht, um zu sehen, obs an denen liegen könnte?

Wenns immer noch ist, kann auch der Motor soweit mit den Kohlen runter sein, dass das Funkenfeuer zu starken Störungen führt, bleibt nur, Motor raus...

Im schlimmsten Fall, alles neu, auch Servos, Motor und Regler...

nemoce

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3

Freitag, 25. Juni 2010, 13:01

Hm, das mit den Servos werde ich nachher mal probieren. Das ist noch recht einfach zu testen ^^.

Motor sollte auch nicht das Problem sein, ich habe noch 2x 400er rumliegen von meinem MPX-Moviestar-Fehlversuch (Jungfernflugtotalzerlegung) von vor 5 Jahren. ;-)

Ansonsten sollte bald ein Päckchen aus Hong Kong eintreffen... dann gibts hoffentlich ne bürstenfreie Zukunft.

Also an der engen Anordnung der RC-Elemente im Cockpit kann es also nicht liegen?!

4

Freitag, 25. Juni 2010, 13:28

Kann natürlich auch sein.

Ich kann da jetzt nur für mich sprechen:
Als ich meinen ersten ES damals hatte, war alles kreuzundkuddelich verlegt, alle Kabel gingen am Empfänger vorbei, Störungen hatte ich dabei nicht.

Fehler kamen durch die murksige Funke und dessen Empfänger zusatnde, als ich dann eine neue Funke hatte, mit anderem Empfänger, war alles OK.

Die Frage bei dir ist ja auch, wie alt und gut sind/waren die eingebauten elektronischen Bauteile seinerzeit...

nemoce

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5

Freitag, 25. Juni 2010, 13:32

Genau das kann ich ja nicht beantworten. Ich werde nachher mal den Reichweitentest mit jeweils einem ausgesteckten Servo machen und schauen, was der ES sagt. Einen Servo könnte ich wohl noch ersetzen (ich hoffe nen 9g Servo reicht beim ES. So einer liegt hier noch rum). Ansonsten muss ich wohl noch was bestellen, da mir die Modellbauapotheke vor Ort gerade die Laune verhagelt hat.

Also: Erstmal Danke für die Infos, ich werde mal Rückmeldung geben, ob es an den Servos lag.

nemoce

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7

Freitag, 25. Juni 2010, 14:17

Das ist eine SEHR gute Frage. Der Motor ist eingeklebt und meine Endoskopische Ausrüstung ist nicht so gut ausgebaut, dass ich irgendwie da reinsehen könnte.

Da ich vermute, dass MPX das Ding unentstört liefert, wage ich mal die Behauptung: Nein, ist er nicht. :shy:

Und Aufschnippeln wollte ich den Flieger so eigentlich noch nicht...

8

Freitag, 25. Juni 2010, 17:30

kann es nicht dein, dass deine Anlage streut oder der Empfänger kaputt ist... das gleiche Problem hatten wir vor drei Wochen auch schon mal, aber an einem anderen Flieger.
Empfänger getauscht und alles hat wieder funktioniert...
Grüße
Marius
ich bin vom 08.08.2010 bis einschließlich zum 22.08.2010 im Urlaub und kann dementsprechend nicht antworten.

nemoce

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9

Freitag, 25. Juni 2010, 19:06

Hi Marius,

das hatte ich ja schon geschrieben. Insgesamt zwei verschiedene 35 MHz Empfänger probiert und dann noch eine komplette 40 MHz Anlage (Sender+Empfänger).

Überall das gleiche Problem. Also schließe ich mal einen defekten Sender aus.

Trotzdem Danke für die Hinweise. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nemoce« (25. Juni 2010, 19:06)


eco8mech

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Beruf: Techn. Angestellter im Ruhestand

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10

Freitag, 25. Juni 2010, 19:17

Hallo!
Ich tippe stark auf den Motor der jede Menge Bürstenfeuer hat und
wahrscheinlich schlecht od. gar nicht entstört ist!
Du kannst den Motor auch einlaufen lassen ohne Prop mit 3-4Volt einige
Minuten da legen sich die Kohlen besser an!

:ok:
guten Flug und weiche Landung wünscht
eco8mech

nemoce

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11

Freitag, 25. Juni 2010, 19:30

So, habe nun mal folgende Tests durchgeführt:

1. Sender an, auf 10% Gas, Antenne eingeschoben:

-> nach 10-15m Servozucken und spontane Drehzahländerung des Motors

2. Sender an, auf 10% Gas, Servokabel abgezogen, Antenne eingeschoben:

-> nach 10-15m spontane Drehzahländerung des Motors

3. Sender an, kein Gas, Servokabel angeschlossen, Antenne eingeschoben

-> nach 10-15m Servozucken

Ich habe ein bissl gefriemelt und geschaut. Der Motor hat keine Entstörkondensatoren drauf. Nun aber meine Frage: ist die Reichweite mit 10-15m bei eingeschobener Antenne normal, da ich ja insbesonder in Test 3 den Motor garnicht laufen hatte?
Sollte ich den Test ein wenig sportlicher mit ausgefahrener Antenne widerholen und 3x 100m laufen?

Wenn es nun wirklich am Motor liegt, dann würde ich wohl das Teil gegen einen BL aus HK austauschen. Wie sieht das mit dem aus, muss der dann entstört werden, Bürstenfeuer kann es ja aufgrund "fehlender" Bürsten nicht geben?!

Gruß und Danke für Eure Mühen

Nemo / Bastian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nemoce« (25. Juni 2010, 19:36)


12

Freitag, 25. Juni 2010, 23:09

Hmmm. Das ist jetzt wirklich merkwürdig. Du hast ja verschiedene Sender/Empfänger und sogar unterschiedliche Bänder probiert. Damit kannst du die Funkstrecke eigentlich ausschliessen. Natürlich solltest du jetzt den Recihweitentest nochmal mit ausgefahrener Antenne wiederholen. Das Ergebnis wird aber nicht gut ausfallen. Weitere Fehlerquellen, die mir jetzt einfallen sind:

Antennenkabel am Empfänger (kanns nicht sein da andere Empfänger probiert)

Antennenkabel am Sender (s.o.)

Quarze / Quarzsockel (s.o.)

Servos (kann eigentlich nicht sein, da die Störungen auch bei abgesteckten Servos kamen)

Motorregler

Der Motorregler könnte natürlich besonders im BEC "dreckigen" Strom liefern und damit für Störungen sorgen.
Mein Vorschlag: Regler abstöpseln und den Empfänger mit 4 Zellen (Batterien oder Nimh) versoregn. Reichweitentest mit eingeschobener Antenne wiederholen. Laufen die Servos weiterhin gestört ist es nicht das BEC des Reglers.
Dann wirds schwierig.

nemoce

RCLine User

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13

Freitag, 25. Juni 2010, 23:25

Hm... nen Brushed-Regler hab ich glaube ich noch irgendwo rumliegen. Was muss der denn bei nem 400er abkönnen? 8-10 A sollten da doch reichen, oder?
Also werde ich denn morgen nochmal den Regler tauschen (hmpf... wieder Lötkolben rausholen) und aufs Beste hoffen...

Wenns auch das nicht ist, dann fliegt ALLES raus und da kommt der China-BL und 2 neue Servos rein. Beim MPX EasyStar sollten ja irgendwelche billigen 9gr Servos oder HS81-Clones ausreichen.... denke ich... oder?

Gruß

Nemo / Bastian

14

Freitag, 25. Juni 2010, 23:36

Du musst ja gar keinen Prop montieren. Dann nimmt sich der Motor auch kaum Strom. Der 400er nimmt sich am Günni schon gerne etwas über 10A. Und die finale Konsequenz alles rauszuschmeissen ist natürlich der pragmatische Weg, den ich auch einschlagen würde. Keine Zeit mit sowas verschwenden. Der Easystar kommt mit billigsten Servos locker klar. (Conrad 5€ oder Hobbykönig HXT900) Die reichen dicke.

15

Samstag, 26. Juni 2010, 15:25

RE: Reichweitenproblem

Also die neuen Servos kannste dir sparen!!!!
Servos können zwar für Ruderzucker verantwortlich sein, nicht aber für Steueraussetzer oder Motoraussetzer!!!
Viel mehr würde ich versuchen den Regler in Alufolie einzupacken, um die Streuung zu verringern!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Joe95« (26. Juni 2010, 15:26)


16

Samstag, 26. Juni 2010, 20:39

RE: Reichweitenproblem

Wickel 3-4 Lagen Alufolie um den Empfänger und ich wette dann ist Ruhe. Hatte gleiches Problem an meinem F-86 Nano Jet. Wenn die Stromführenden Leitungen zu nahe am Empfänger vorbei führen treten genau diese von Dir genannten Störungen auf.
Versuch es mal mit Alufolie.Altenativ wie Joe95 geschrieben hat den Regler "einpacken".
LG
Jörg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg SF1« (26. Juni 2010, 20:41)


nemoce

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17

Samstag, 26. Juni 2010, 20:57

Da ich heute mit "echten" Seglern geflogen bin, werde ich mich meiner Easy Star morgen wieder widmen. Wenn Alufolie Abhilfe schafft, dann ist das ja ne echt angenehme Lösung :-D

Danke und Gruß

Nemo / Bastian

Drehblech

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Wohnort: Bremen

Beruf: Pilot

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18

Sonntag, 27. Juni 2010, 12:03

Moin Bastian,

Zitat

3. Sender an, kein Gas, Servokabel angeschlossen, Antenne eingeschoben
-nach 10-15m Servozucken


Das hat meiner Meinung nach nichts mit Entstörung des Motors, Servos etc. zu tun, es läuft ja gerade nichts.
Das gleiche Problem hatte ich auch mit Graupner MC16/20. Die Anlagen(habe 2 davon) haben jahrelang gute Dienste getan. In den letzten 2 Jahren bekam ich zunehmend Störungen(Motoraussetzer und kurzes Servozucken). Das letzte heftigere Servozucken (ca 250m Entfernung zum Modell) bescherte mir dann mehrere Bastelstunden in der Werkstatt ! Danach führten wir mit beiden Sendern und diversen Empfängern Reichweitentests durch und kamen bei eingeschobenen Antennen auf max. 20m, voll ausgezogen auf max.300m! Mit eingeschobener Antenne kann ich mich an frühere Tests mit über 50m erinnern.
Nun bin ich leider nicht der HF-Experte um dort eine Ursache findenzu können.
Meine Lösung war der Austausch des HF Teils im Sender gegen ein 2,4 GHz Teil mit entsprechendem Empfänger.
Seit dem habe ich keinerlei Probleme mehr feststellen können. Der andere Sender wird demnächst auch umgerüstet. :D
Gruß Thomas

19

Sonntag, 27. Juni 2010, 20:30

Zitat

Original von Drehblech
Moin Bastian,

Zitat

3. Sender an, kein Gas, Servokabel angeschlossen, Antenne eingeschoben
-nach 10-15m Servozucken


Das hat meiner Meinung nach nichts mit Entstörung des Motors, Servos etc. zu tun, es läuft ja gerade nichts.
Das gleiche Problem hatte ich auch mit Graupner MC16/20. Die Anlagen(habe 2 davon) haben jahrelang gute Dienste getan. In den letzten 2 Jahren bekam ich zunehmend Störungen(Motoraussetzer und kurzes Servozucken). Das letzte heftigere Servozucken (ca 250m Entfernung zum Modell) bescherte mir dann mehrere Bastelstunden in der Werkstatt ! Danach führten wir mit beiden Sendern und diversen Empfängern Reichweitentests durch und kamen bei eingeschobenen Antennen auf max. 20m, voll ausgezogen auf max.300m! Mit eingeschobener Antenne kann ich mich an frühere Tests mit über 50m erinnern.
Nun bin ich leider nicht der HF-Experte um dort eine Ursache findenzu können.
Meine Lösung war der Austausch des HF Teils im Sender gegen ein 2,4 GHz Teil mit entsprechendem Empfänger.
Seit dem habe ich keinerlei Probleme mehr feststellen können. Der andere Sender wird demnächst auch umgerüstet. :D


Na ja. Umrüsten auf 2,4Gig ist aber nun die teuerste aller Lösungen. :O . 35Mhz hat ja jahrzehnte lang funktioniert also muß der Fehler ja irgendwo festzustellen sein.
Wenn das Auto nicht vernünftig läuft kaufst Du dir ja auch nicht sofort einen neuen Motor :D
LG
Jörg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jörg SF1« (27. Juni 2010, 20:30)


20

Sonntag, 27. Juni 2010, 21:54

Und streng gesehen wurde der Motor bereits getauscht. Er hat ja schon 40MHz benutzt und genau die gleichen Zuckungen gehabt. Am HF (Sender/Empfänger) liegt es aus meiner Sicht damit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Und warum Servos als Störquelle ausgeschlossen werden können (siehe Kommentar von Joe95) verstehe ich auch nicht ganz. Die Servoelektronik ist schließlich direkt an die Empfängerelektronik gekoppelt. Wenn da irgendein Bauteil murks ist beeinflussen beide Schaltungen sich gegenseitig.
Im vorliegenden Fall scheiden die Servos zwar aus, weil die Störungen auch mit abgezogenen Servos auftraten aber generell ausschließen sollte man Servos als Störquelle meiner Meinung nach nicht.
Ganz sicher ist der Umstieg auf 2G4 in den meisten Fällen eine elegante (und inzwischen auch nicht mehr so teure) Lösung. Ob der Umstieg im vorliegenden Fall hilft würde ich aber nicht zu 100% beteuern.
Ich vermute die Fehlerquelle nach wie vor im Regler.
Hast du mal die Spannung am Empfänger respektive am BEC des Reglers gemessen? Hast du Zugang zu einem Oszilloskop?