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Sonntag, 15. Januar 2017, 22:57

Uranus Regler

Hallo,

Ich hatte mir nur vor einiger Zeit, wie mindestens ein Kollege, den Uranus Regler bei Derkum gekauft. Schaut man sich die Webseiten bei zB Staufenbiel oder Voltmaster darauf hin an, entdeckt man Regler, die zwar in anderer Farbe angeboten werden, aber sonst identisch aussehen. Das legt die Vermutung nahe, daß derselbe Hersteller unter verschiedenen Labeln solche Regler baut. Weiß aber nicht, ob andere Anbieter vielleicht andere Dinge fordern, die zu erfüllen waren. Daher könnte es sein, daß er baugleich aussieht, aber nicht ganz ist.

Zum Stottern: soweit ich verstanden habe, neigen sensorlose BL uU dazu, va im untersten Gas-Bereich nicht "rund" zu laufen, wenn die Abstimmung BL-Regler nicht optimal ist. BL ohne Sensoren müssen erst eine Info zum Lauf finden. Da Kollegen auffiel, daß ein anderer Regler das Problem abstellt, ist das die in dem Fall bessere Kombination. Vielleicht kommt es auch auf Einstellungen des Reglers an. Hier wurde probiert, aber keine bessere Einstellung gefunden. Nach Reglertausch war plötzlich alles ok. Hat mich einfach stutzig gemacht. Wenn ich's richtig verstehe, sollten die Wicklungen in den BL-Nuten und die Magneten in der Glocke im Übereinanderstehen nicht zu sehr voneinander abweichen / keine so großen Lücken haben. Das scheint auch bei heute üblichen 12/14 BL noch so zu sein, jedenfalls möglicherweise.

Meine Frage: ist das Verhalten wie beim Uranus bei scheinbar baugleichen Reglern auch aufgefallen?

Das interessante am Uranus für mich war dessen Data Logging. Mit einem anderen Regler entfällt das uU (im Regler integriert). Natürlich kann man es anders lösen.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

Dieter Ma

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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2

Montag, 16. Januar 2017, 10:26

Hmmm Jockel, speziell auf diesen Reglertyp kann ich jetzt nicht antworten. ich benutze oft MPX - Regler. Richtig ist aber, das da oft ein Hersteller zig Zwischenhändler mit einem und dem selben Reglertyp "bedient". Regler können beim Anlaufen mal sehr kurz zurück und dann vorwärts laufen. Das ist ziemlich normal. Es wird ausserdem nur im Stand passieren. Während des Flugs gibt der Winddruck die Laufrichtung vor und der Motor wird dann sofort in die richtige Richtung drehen. Das der Motor aber mit diesem Regler bei langsamer Drehzahl "ruckelt", ist meines Erachtens nicht so doll. Wenn das mit anderen Reglern nicht auftritt, könnte das dann der Regler sein. Falsche Einstellung? Hmm naja, meistens stellt sich der Regler automatisch auf die "Vorzündung" (Timing) ein. Du kannst das ja mal von "Hand" einstellen, also über ein Programmiergerät oder über den Sender. Wenn sich dadurch das Verhalten ändert, wäre es dann vorteilhaft.
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

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Montag, 16. Januar 2017, 10:37

wenn ein anderer Regler mit dem Motor problemlos funktioniert, könnte es außer einem völlig falschen Reglersetting auch sein, dass der Uranus-Regler einen Schuss weghat. Z.B. einer der MOSFETs steuert nicht an oder in der Rückmeldung ist ein Fehler (kalte Lötstelle...).

4

Montag, 16. Januar 2017, 11:07

darüber kann man Bände schreiben.
Der ursprüngliche Hersteller ist ZTW und die Baugleichheit, hat irgendwo ein Tester bestätigt.
Bedeutet aber nicht, das überall auch die gleiche SW eingesetzt wird.
Wenn ein Motor, im unteren Bereich, nicht sauber angesteuert wird, kann das viele Ursachen haben.
Es ist immer noch so, das bestimmte Motor/ Regler Kombinationen nicht optimal harmonieren.
Manch Regler ist im Anlaufverhalten etwas grobmotorisch, gepaart, mit einem Motor, der ein hohes Rastmoment aufweist, ist man von seidenweich, weit entfernt.
Sind die internen Schutz- und Auswertmechanismen eher grob ausgelegt, dann rennt die Kombi zwar erstmal , aber nicht unbedingt feinfühlig.
Andersrum, kann es passieren, das der Kram gar nicht erst initialisiert, weil irgendwas aus der Toleranzgrenze gerutscht ist.
Dein Regler, kann an einem anderen Motor schon wieder anders funktionieren. Nicht selten, hat man sich gern mal beim Zählen, der Wicklungen, mit der Genauigkeit vertan.
Das Thema Autotimig, ist grad bei preiswerten Reglern, mit Vorsicht zu betrachten. Hier gibt es wenige Hersteller, die das wirklich beherrschen.
Die findest du aber nicht im unteren Segment.
Das andere, was du noch angesprochen hast, nennt sich Magnetabdeckung.
Darüber kannst du wieder ein eigenen Band schreiben.
bis bald Maik

5

Montag, 16. Januar 2017, 15:20

Hallo Dieter, e-beaver und Maik,

vielen Dank für Eure Antworten. Gibt es im Forum einen Thread, in dem Paarungen (entweder empfehlenswerte oder nicht gute) gelistet sind? Oder Empfehlungen? Dann lese ich mir das mal durch.

Ich habe schon verschiedene Paarungen gehabt, die recht unterschiedlich reagierten. Motorruckeln bei sehr wenig Gas war auch dabei, aber auch sauberes und weiches Durchlaufen des gesamten Gaswegs. Irgendwie hat das etwas von Russisch Roulett. Daß Paarungen (BL, Regler) von einem Hersteller meist günstiger sind, als Fremdes miteinander zu kombinieren, glaube ich. Wie geht Ihr damit um? Maik, wenn Du schilderst, daß automatisiertes Timing offenbar nicht jeder gut beherrscht, man bei Billigherstellern kritischer sein sollte, heißt es, daß Ihr eher manuell einstellt? Akademisch angehen will ich es nicht unbedingt, aber das Wesentliche verstehen und richtig auswählen, wäre gut. Dazu kann ich aus den Schilderungen schon Einiges entnehmen.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (16. Januar 2017, 15:26)


6

Montag, 16. Januar 2017, 16:01

Mit den Uranus Reglern von Derkum hab ich keine Erfahrung.
Ich hab aber ein paar Comet Regler und die gehen echt super.

Ein Fliegerkollege von mir hat nen Uranus und auch keine Probleme damit.

7

Montag, 16. Januar 2017, 17:27

Irgendwie hat das etwas von Russisch Roulett.

Etwas schnippisch, würde ich sagen, kommt darauf an, wo du ins Regal greifst.
Daß Paarungen (BL, Regler) von einem Hersteller meist günstiger sind, als Fremdes miteinander zu kombinieren, glaube ich.

Die Harmonie, ist hier jedenfalls eher gegeben und im Zweifelsfall, kann keiner, einem Anderen, den schwarzen Peter zu schieben. ;)
Maik, wenn Du schilderst, daß automatisiertes Timing offenbar nicht jeder gut beherrscht, man bei Billigherstellern kritischer sein sollte, heißt es, daß Ihr eher manuell einstellt?

Ja so ist es. Aber Regler mit Kochbuchtiming, ala, weich- mittel- hart, sind bei mir aussen vor.
Wie geht Ihr damit um?

das wird ,für meinen Teil, eine längere Geschichte.
Ich treib das Spiel schon etwas länger, so Ende 90er.
Damals war der Markt sehr übersichtlich. Entweder kam alles von einem Hersteller(z.B . Kontronik ), oder es gab Hersteller, die miteinander redeten und zuyammen arbeiteten (z.b. Plettenberg /Schulze, oder Jeti/ Hacker).
Disharmonien kamen mit den LRK' s auf.
Die waren ja zunächst eher Selbstbau oder Kit Geschichten.
Ein neues , rasant wachsendes Feld tat sich auf. Natürlich auch neue Regler.
( oder anderer Schrumpfschlauch ;)) Einer der wenigen die gleich mit vielen LRK klar kam , war YGE
Mit den unzähligen CD- ROM Selbsbauten, in der aufgekommenen Shocki- Szene das Maß der Dinge.
Die nachfolgende Schwemme aus Asien hat dann die Sache, gut durcheinander gewirbelt.
Die Disharmonien der Anfangszeit sind weitgehend verschwunden. Aber Unterschiede gibt es immer noch.
Ich bin immer sehr skeptisch, wenn irgendwas, plötzlich viel billiger angeboten wird.
Meine Ausflüge in diese Welt sind nicht so erfolgreich .
Ich setze daher gern auf Bewährtes und Erprobtes.
Anfangs eher Kontronik, dann vermehrt Castle Creations, YGE und einen Jeti Mezon, wegen Telemetrie, etabliert sich gerade die Roxxy MSB Smart Control
Serie
2 Regler hats bei mir, bis jetzt entschärft.
Einen Kontronik Smile,( vermutlich Altersschwäche )
und einen gebraucht erworbener YGE 60.
Letzterer, wurde zum fairen Preis ersetzt.
Durch regelmäßige Updates der Hersteller, bleiben die Regler immer an der technischen Entwicklung.
und ich lebe damit recht sorgenfrei.
Das vielgepriesene Chinaderivat des blau / weißen, hat mich nicht überzeugt.
Von zweien, ist einer , ohne Zutun, über Nacht gestorben.
Ausserdem kämpf(t)en sie mit Drehzahlsprüngen .

Bei den Motoren ist es ähnlich. Spätestens, wenn du deinen Ersten mal selbst gewickelt hast, siehst du so manch aufgerufenen Preis, mit anderen Augen.
Zuschauen, reicht eigentlich auch schon. ;)
Wenn z. B. Die Magnete, nicht im exakt gleichen Abständen montiert sind, hat ein Regler ein zusätzliches Problem zu bewältigen.
Vernünftige Hersteller, lösen das schon konstruktiv.
Man bekommt halt , was man bereit ist, zu zahlen.
Urteilen, geht auch nur, wenn man beide Seiten kennt.
Meine Anschaffungen, in dem Bereich, sind sehr überschaubar.
bis bald Maik

8

Montag, 16. Januar 2017, 17:47

Hallo wkrug, hallo Maik,

vielen Dank für Eure Antworten, besonders die auch den ausführlichen Blick in die Historie von Dir, Maik. Ich denke, ich habe es jetzt soweit verstanden. Nochmals Danke.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

Dieter Ma

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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9

Dienstag, 17. Januar 2017, 09:59

Vielleicht sollte man zum besseren Verständnis auch mal Folgendes schildern: MPX baute vor ein paar Jahren einen sogenannten Funcopter mit einem schon recht großen Motor. Nun verdaute der Regler dieses Modells zwar einwandfrei das Anlaufen des Motors; nicht aber den Servostrom / BEC. Also einfach von MPX einen stärkeren Regler gekauft!!!???!!! Und schon war da Essig! Die Regler konnten den Motor nie wirklich richtig einwandfrei zum Laufen bringen. Es musste also DER Regler sein oder einer aus der besseren Familie von anderen Herstellern.
MPX bekannte sich zu diesem Problem. Naja, das Modell hatte da noch einige andere Fehler, die sogar gefährlich werden konnten. Ich hatte dann das Modell schlicht und ergreifend an die Wand geflogen und MPX die Teile zukommen gelassen. Den Rest hatte ich dann an Leidensgenossen verschenkt!!!
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

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Dienstag, 17. Januar 2017, 11:04

Hallo Dieter,

mir beweisen solche Geschichten immer wieder, daß oft am falschen Platz gespart wird (beim Anbieter) - am ausreichenden Betrieb und der personellen Ausstattung eines Qualitätsmanagements. Dazu gehört für mich zwingend, daß man sich vor der Freigabe eines Produktes für den VK mal selbst hinstellt, es baut und fliegt - dann würden solche Schoten nämlich sehr wahrscheinlich auffallen und den Kunden erspart bleiben. Statt dessen macht man den Kunden zum QM-Funktionär wider Willen - ist billiger. Ich finde es noch vertretbar, wenn dabei nur Sachschaden entsteht, aber gar nicht mehr hinnehmbar, wenn dabei reale Gefahr für Personenschaden entsteht - das ist für mich zumindest schon an der Grenze zur Kriminalität.

Das besonders Traurige an solchen Dingen ist, daß mit der Zeit (mE bei zu vielen schon längst eingetreten) das Bewußtsein so verdreht ist, daß überhaupt kein Gespür mehr für mögliche Gefahren besteht. Sicher ist jeder von uns auch selbst verantwortlich. Aber wer von einem Anbieter kauft, kauft doch im Vertrauen, daß das in Ordnung ist - wir gehen ja auch nicht unser nächstes neues Auto kaufen und denken, der Hersteller will mir etwas andrehen. Im Hobbybereich scheint das Bewußtsein für Risiken drastisch abzunehmen - eine Entwicklung, die ich sehr bedenklich finde. Aber in Anleitungen oder irgendwo sonst sichert sich dann fast jeder Hersteller gegen eventuelle Regreßansprüche ab, indem er flotte Sprüchlein hinschreibt (Extrem eines amerikan. Anbieters: "...der Rasenmäher taugt nicht zum Hecke schneiden..."), um im Falle eines Falles dann sagen zu können "ich habe darauf hingewiesen". Hier sehe ich auch eine regulierende Behörde bzw den Gesetzgeber mit in der Pflicht, die Hersteller / Anbieter mehr und praxisgerechter in die Pflicht zu nehmen.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (17. Januar 2017, 11:12)


11

Dienstag, 17. Januar 2017, 15:19

Zitat

mir beweisen solche Geschichten immer wieder, daß oft am falschen Platz gespart wird (beim Anbieter) - am ausreichenden Betrieb und der personellen Ausstattung eines Qualitätsmanagements.

Das mag ich mal so nicht stehen lassen.
Auch durchaus namhafte Hersteller lassen in Fernost fertigen.
Bei mir hat ein Hacker Regler ( im Modell ist ein Hacker Motor ) mit meinem neuen 2,4GHz Empfänger ( R7008SB Futaba ) einfach nicht mehr sauber zusammen gearbeitet.
- Drehzahlschwankungen ohne erkennbaren Grund.
Vorher hatte ich im selben Modell mit nem Schulze Empfänger ( 35MHz ) keine Probleme.
Ich hab dann auf nen Comet Steller von Derkum umgerüstet und seither funktioniert das Ganze wieder prima.
Der Comet hat auch ein schöneres Regelverhalten als der Hacker.

Mein Fazit!
Man kann hier nicht pauschal sagen billig ist immer schlecht. Ebensowenig teuer ist immer gut.
Letztlich muß man halt Komponenten finden die miteinander können und das ist schwierig.

Meine Favoriten sind zu Zeit Castle Creations, Robbe ( Roxxy ) und Derkum - Je nach Anwendung.

Ich hab ein paar Steller hier, die ich definitiv nirgends mehr einbauen werde, allenfalls in ein 4km/h Auto.

Oberst_Krass

RCLine User

Wohnort: Haunetal (Hessen)

Beruf: Einzelhandelskaufmann für Hifi und Phono

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12

Dienstag, 17. Januar 2017, 15:48

am ausreichenden Betrieb und der personellen Ausstattung eines Qualitätsmanagements. Dazu gehört für mich zwingend, daß man sich vor der Freigabe eines Produktes für den VK mal selbst hinstellt, es baut und fliegt - dann würden solche Schoten nämlich sehr wahrscheinlich auffallen und den Kunden erspart bleiben

Entschuldige mal, aber wie stellst Du Dir das denn vor?

Wenn ein Regler produziert wird, dann werden sicher Messprotokolle usw. angefertigt, die dann entsprechend mit der Qualitätssicherung in regelmäßigen Abständen eine Prüfinstanz durchlaufen.
Soll da nun die QS mit jedem Regler auf den Hof rennen, ihn an Motor X hängen und dann fliegen bis der Akku leer ist, worauf dann das Modell nochmal mit Motor Y ausgerüstet wird und dann nochmal geflogen wird?
So viele Buchstaben haben wir im Alphabet aber nicht und wenn wir mit Zahlen auffüttern, dann kostet ein Regler soviel, wie ein Kleinwagen. Ich gehe mal davon aus, dass Du nie in einem Betrieb mit eigener Fertigung gearbeitet hast.
Jensemann

Meine eigene Meinung und Gedanken zu einem Thema schreibe ich in blau, weil ich so nicht immer wieder erklären muss, dass es sich
bei einigen Textteilen nur um einen Gedanken dreht, nicht aber niedergeschriebene Gesetze o.ä.

heikop

RCLine User

Wohnort: Lüdenscheid

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Dienstag, 17. Januar 2017, 17:16

Du machst es Dir bzw. dem Hersteller zu einfach.

Als Kunde kann ich zumindest erwarten das innerhalb der Produktfamilie des Herstellers Regler und Motoren
untereinander kompatibel sind oder Animositäten klar gekennzeichnet sind..

Ist das nicht der Fall, gibt es aus Käufersicht keinen Grund diesen (durchaus hochpreisigen) Hersteller zu wählen,
da kann man auch gleich Chinaware auf gut Glück kombinieren.

14

Dienstag, 17. Januar 2017, 17:27

Hallo,

@ wkrug:

- ich habe nicht pauschal gesagt, daß es jeder so macht, sondern nur, daß es mM immer mehr so oder ähnlich machen. Vielleicht war daß zu hart formuliert - dann wie Unten.
- daß auch Hacker in SOA fertigen läßt, weiß ichsteht auf den Kartons. Dessen QM scheint auch gut zu sein. Der von Dir geschilderte Fall erscheint mir da eher als Ausreißer, dem Hacker sicher nachgegangen ist und die Gründe dafür hat abstellen lassen.
- daß Derkums Comet besseres Regelverhalten haben, als Hackers Regler, von dem Du sprachst, wirft das mE auch nicht um, sondern zeigt, daß es auch Derkum aus Rückläufen, zB der Uranus, gelernt hat. Ich würde das positiv sehen, zumal diese Regler sehr günstig sind, neuere Chargen der Uranus Regler offenbar auch besser sind. Insofern hast Du Recht.
- Ich möchte das weder weiter vertiefen, noch irgend etwas als harsche Kritik erscheinen lassen, nur als Sorge, daß sich hier im Gros des Marktes ein Zustand zeigt, der organisiertes QM von Beginn an zu häufig vermissen läßt. Sonst dürften solche Fälle nicht auftauchen, daß ein Modell zB 7 Jahre am Markt ist, und sich hinsichtlich eines eklatanten Konstruktionsfehlers so lange nichts geändert hat, möglicherweise bis ein bekannter Tester einer renommierten Fachzeitschrift einen Artikel veröffentlichte, in dem ua das recht diplomatisch benannte. Ich bin
ihm dankbar dafür und erstaunt, daß man trotz mehrerer Hinweise darauf, das zumindest beim Hersteller so lange offenbar nicht bearbeitete oder so lange dafür brauchte. Ob man es inzwischen behoben hat, weiß ich nicht, möchte aber davon ausgehen. Du siehst, ganz so schwarz sehe ich es nicht, aber ich halte es für wichtig, auf mE nicht so schöne Dinge auch einmal hinzuweisen. Daß das nicht gern gehört wird, glaube ich.
- Laß es mich bitte so geändert formulieren: die aufgetretenen Fälle lassen für mich den Schluß zu, daß in einem zunehmend wachsenden Markt (ist ja schön) die Notwendigkeit eines frühen QM immer wichtiger scheint. Ich gehe davon aus, daß man dies erkennt und beherzigt.

@ Oberst Krass:

- das wäre sicher zuviel. Doch mit gängigen Motoren stichprobenhaft zu kombinieren wäre möglich. Drei Mal am Motorprüfstand langsam Gas durchwandern ist mE kein unerfüllbarer Aufwand. Die Frage ist für mich eher, ob der Markt genug zB derart erprobte Kombi-Empfehlungen aufweist, oder nicht. Was ist genug? Den aktuellen Stand sehe ich nicht als genug an. Er deckt zweifellos das höherpreisige Segment, nur in Einzelfällen das mittlere zB. Von jedem bekannteren Hersteller wäre ja schon ein Schritt. Von Hacker, Kontronik, Axi (?), Scorpion (?) wissen
wir das, zumindest teilweise. Natürlich kann nicht jeder alles testen und dann noch billig anbieten. Aber zB häufig verkaufte 28er, 35er, 50er, 63er wäre doch eine Sache - und mE nicht komplett unerfüllbar. Ich gehe davon aus, daß Anbieter einer den Markt spiegelnden Palette an Typen daran ein Interesse haben, den Markt auch qualitätsbewußt zu bedienen. Warum dann QM manchmal offenbar so klein geschrieben wird, erschließt sich mir nicht.
- auch techn. Daten zu relevanten Motor-Parametern wären als Standards, die jeder angibt, nicht schlecht. Mancher macht das, andere eher nicht. Standards sind offenbar nicht etabliert. Das wäre aber gerade für Einsteiger eine gute Hilfe, sich daran orientieren zu können. Ich halte das Manko für einen wesentlichen Grund, vom Gesamtverständnis abgesehen, daß zu reichlich Verunsicherung, nicht nur, aber vor allem, bei Einsteigern führt. Aber vielleicht gehe ich da zu weit.

Ich weiß, daß ich da eine besonders kritische Sicht habe. Relativert es, aber im Kern sehe ich es wirklich so. Ist ja auch nur meine Ansicht.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (17. Januar 2017, 17:57)


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Dienstag, 17. Januar 2017, 17:30

Hallo Heiko,

da muß ich Dir komplett Recht geben. Daß hieße, daß man sich vorab gut erkundigen sollte, und von Dubiositäten oder Russisch Roulett besser die Finger läßt - oder die damit verbundenen Risiken in Kauf nimmt. Im letzteren Fall dürfte man hinterher nicht jammern. Stimmt.

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

16

Dienstag, 17. Januar 2017, 17:42

Hab irgendwie das Gefühl, hiermit ein heißes Eisen, vieleicht zu unglücklich, angegriffen zu haben. Ich möchte wirklich nicht pauschal alle schlecht machen, wenn ich das getan habe, war es falsch, sorry. Mir geht es eher darum, mal Standards zu propagieren, die allen Beteiligten vielleicht helfen, das Ganze etwas durchschaubarer, übersichtlicher zu gestalten. Vielleicht ist das schon zuviel?

Ich habe als Einsteiger sicher noch Probleme, manches zu verstehen. Aber eben auch den Eindruck, daß manches unter anderen Umständen leichter zu durchschauen, vielleicht sogar zu verstehen wäre. Irre ich mich damit?

Gruß, Jockel
Gruß, Jockel

heikop

RCLine User

Wohnort: Lüdenscheid

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17

Dienstag, 17. Januar 2017, 18:37

Der von mir im anderen Thread erwähnte Dymon Expert 80S konnte mittlerweile nach Rücksetzen auf Werkseinstellung
und langwierigem (keine Progcard) Experimentieren mit den Einstellungen (Timing, Startverhalten) dazu überredet werden
mit einer Auswahl an vorhandenen Außenläufern zu arbeiten - allerdings nur mit einem saumäßigen Anlaufverhalten,
ohne Stottern geht nichts.

Das Ding wird also entsorgt, ein Modell möchte ich ihm nicht anvertrauen - schade.

FloBau

RCLine User

Wohnort: Weinheim

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18

Mittwoch, 18. Januar 2017, 09:18

Ich habe einige der Derkum Uranus 65A und 85A Regler verbaut und habe bis jetzt ganz gute Erfahrungen gemacht.

Sollte ein Motor nicht mit dem Regler funktionieren, gibt es ein Firmwareupdate von ZTW.

Ich hatte lediglich an einem Motor Probleme, welcher bei Vollgas immer abgeschaltet hat. Dieses Problem habe ich dann mit einem Reglerwechsel gelöst.

Was allerdings manchmal bei den Uranus 85A vorkommt ist, dass er nicht sofort startet, da er den Anlaufschutz aktiviert, obwohl die unterste Gasstellung gewählt wurde.

comicflyer

RCLine User

Wohnort: Hilgenroth

Beruf: Schriftsetzer & Deutschliebhaber

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19

Mittwoch, 18. Januar 2017, 10:28

Eure ESCs scheinen ja alle einen Governor-Mode zu haben, sonst wären es ja keine Regler.
In Flächen- und Copterzeugs fliege ich Steller, im Heli Regler (CastleCreations).

Ich frage mich auch des öfteren, wieso man, wenn man mit einem Steller schon so derbe unzufrieden ist,
da nicht einfach mal SimonK oder BLheli aus dem Copterbereich drauf schiebt? Die Vorteile scheinen
wohl weitgehend unbekannt?

Wenn wegwerfen oder entsorgen, bitte in meine Richtung! Ich zahle auch das Porto ;)

CU Eddy
Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

Dieter Ma

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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20

Mittwoch, 18. Januar 2017, 10:39

Hab irgendwie das Gefühl, hiermit ein heißes Eisen, vieleicht zu unglücklich, angegriffen zu haben. Ich möchte wirklich nicht pauschal alle schlecht machen, wenn ich das getan habe, war es falsch, sorry. Mir geht es eher darum, mal Standards zu propagieren, die allen Beteiligten vielleicht helfen, das Ganze etwas durchschaubarer, übersichtlicher zu gestalten. Vielleicht ist das schon zuviel?

Da mach dir bitte keine Flecken ins Hemd! Das ganze ist schon nicht schlecht, wenn das mal durchgekaut wird.
Sicher hast du recht. Die hatten da Materialien auf den Markt geworfen, die zum Teil nicht wirklich sicher waren. Da war immer wieder auch der Fehler mit dem Heckrotor und die daraus resultierende Unsteuerbarkeit. Als ich dabei beinahe einen Mann im Garten verletzt hatte, war da für mich Schluß mit lustig! Das Modell wurde eingeschickt und kam defekter wieder zurück als es hin gesandt war. Wutanfall und ab gegen die Wand!!!! :angry:
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter