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Donnerstag, 22. Juni 2017, 18:25

Servohorn im 90 Grad Winkel bei Flächenmodellen?

Hallo,
komme vom Helifliegen und habe mir nun auch ein paar Flächenmodelle zugelegt. Ist es bei Flächenmodellen zb. Multiplex Heron Segler genauso wichtig wie beim Heli, die Servohörner genau auf 90 Grad zum zu bringen. Denke bei Seiten- und Höhenruder dürfte es egal sein, solange die entsprechenden Ausschläge passen. Aber wie sieht es bei Querruder und Wölpklappen aus wenn ich Butterfly benutze. Dann fahren ja die Querruder beide nach oben und die Klappen nach unten. Reicht es wenn die Ausschläge für die jeweiligen Ruder gleich groß sind oder sollten auch die Servohören auf 90 Grad stehen? Man kann die Servohörner ja nur mit Subtrimm ausrichten, da kein Flybareless vorhanden ist. Bedeutet das dann, daß die Verstellung der Mitte über Subtrimm die Wege nicht mehr gleich groß sind?
Grüße und Danke Peter

Ströher

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Freitag, 23. Juni 2017, 08:30

Aber wie sieht es bei Querruder und Wölpklappen aus wenn ich Butterfly benutze. Dann fahren ja die Querruder beide nach oben und die Klappen nach unten.

Naja, man wird sicher nicht die Servohörner wahllos anbringen sondern sie schon rechtwinkelig montiern. Damit sind dann auch die Wege ziemlich genau. Kleine Abweichungen kann man dann im "Servoabgleich" oder, besser mechanisch, an den Servos / Ruderhörnern einjustieren.
Es gibt aber Fälle, wo der Modeller keine Möglichkeit hat, Ruderwege nach oben oder unten zu differenzieren. Dann kann man das irgendwie durch verändern des Servohorns machen. darüber habe ich mir dann aber bisher keine Gedanken gemacht, weil mein Sender das so hergibt.
Und in den meisten Fällen, sind ja dann zwei Servos (bei Landeklappen vier Servos) in den Flächen.
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

3

Freitag, 23. Juni 2017, 17:47

Hallo Peter,

wie Dieter und auch andere Kollegen zum Prinzigp gesagt haben: denk dran, lieber zuerst auf mechanischem Weg für möglichst akkurate Einstellung zu sorgen. Je nach dem, ob ein Brett-, halb- oder vollsymetrisches LW (SLW, HLW) vorliegt, ist rechtwinklig (bzw eher (Auflagefläche, wenn's eine gibt) planparallel) auf der Ruder-Oberfläche ja was Anderes - immer an der Ruder-Mittellinie gemessen sollte das R.-Horn im rechten Winkel dazu stehen. Aber das weißt Du sicher längst.
Gruß, Jockel

4

Samstag, 24. Juni 2017, 14:45

Hallo,
Danke erst mal für Eure Hilfen. So richtig verstehe ich die Aussagen aber nicht, bin noch zu unerfahren. Wollte nur wissen ob es was ausmacht, wenn bei einem QR Servo der Servoarm nicht genau auf 90 Grad beim anderen Servo aber ziemlich genau auf 90 Grad steht. Beide Querruder aber gleich nach oben und unten ausschlagen.
Peter

5

Samstag, 24. Juni 2017, 16:26

Hallo Peter,

wurde hier im Forum mal an anderer Stelle diskutiert und festgehalten, meine ich, daß es geschickter ist, Ruderstellungs oder -wegedifferenzen zB bei "QR hoch" (nicht 2hoch" versus "niedrig", sondern links gegen rechts) zunächst so genau wie möglich mechanisch, dann elektronisch auszugleichen. Denke, das hat einmal mit möglichst "sauberer" Aerodynamik am Modell, und zum Anderen mit einer möglichst nicht völlig "schief" stehenden Funke zu tun. Bin aber kein Fachmann für Funken, lieber nicht (hab zu wenig Ahnung davon, aber zu Mechanik und Aerodynamik, sowie zum Bau zB hab ich).

Macht man es gleich elektronisch, läßt die Mechanik völllig außer Acht, gerät man uU mal an
deren (die Elktronik) Grenzen, kann nicht weiter, weil dieren Wegeveränderungsmöglichkeit am Ende ist. Was dann?

Ich erinnere mich gut an Zeiten, da gab es in diesem Umfang noch keine elektronischen Korrekturen am Sender. Da hat so ziemlich jeder fast "automatisch" gemacht, was viele heute nicht mehr machen: erst die Mechanik in Ordnung gebracht, nur den Rest dann elektronisch. Heute versuchen zu viele, die Mechanik gar nicht mehr in Ordnung zu bringen - die Funke richtet's ja. Diese Leute verstehen dann uU nichts oder zumindest nicht viel von Ruderwegen, deren Mechanik usw bzw werden irgendwann vom Ende von deren Möglichkeiten erwischt.
QR zB werden in der Regel diffferenziert; haben also nach Oben einen anderen Weg (von dessen Streckenlänge her), als nach Unten. Das kann man im Prinzip gut mit Elektronik machen, sollte aber auch hier vorher lieber mechanisch eingreifen. Nur daß die Ruderhebel am QR eben deswegen etwas außer 90 sind. Es gibt im Internet auch einige Zeichnungen und E,rklärungen dazu. Einfach mal gucken (zB RC-Ruderhebel, Ruderwege...). Möchte mich hier aber nicht vordrängen, da haben wir sicher erfahrenere Leute. Nur denken, "die Funke richtet schon alles" ist offenbar aber der falsche Weg.
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (24. Juni 2017, 19:48)


BOcnc

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6

Samstag, 24. Juni 2017, 16:27

Hallo Peter,

so genau muss das nicht sein. Aber man muss beachten das das Gestänge beim Servohebel auf einer Kreisbahn fährt.
Stell dir vor das Servo bewegt sich 10 Grad. Dann hast du bei 90 Grad Stellung den größten Ausschlag. Bei 180 Grad so gut wie keinen mehr.

Würde also die Servomitte nicht bei 90 Grad stehen sondern bei z.B. bei 110 Grad würde das in der einen Richtung mehr Ausschlag als in der anderen machen.

Gruß
Werner
Ich habe nicht genug Geld um billig einzukaufen.

comicflyer

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7

Samstag, 24. Juni 2017, 19:21

Evtl. interessant:

http://www.fabian-guenther.ch/s0102.html

Ab 4:30


CU Eddy
Neue LuftVO! -> gravierte Alu-Namensschilder nur €2,50 -> modellplakette.de

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert, statt durch Kritik gerettet werden.

8

Samstag, 24. Juni 2017, 19:45

Hallo Eddy,

vielen Dank für den Link. Finde, er erklärt eine ganze Menge. Und anschaulich ist's auch. Tolles Video.
Gruß, Jockel

9

Samstag, 24. Juni 2017, 23:38

Nur denken, "die Funke richtet schon alles" ist offenbar aber der falsche Weg.

Korrekt. Je näher ich am Servodrehpunkt bin oder ein extragroßes Ruderhorn an der Klappe verwende, kann ich ev den gesamten Servoweg (bei Futaba= +-120%) ausnutzen.
Vorteil= höhere Stellgenauigkeit, höhere Stell- Haltekraft, höhere Rückstellgenauigkeit, minimales Klappenspiel, längeres Servoleben, geringere Anlaufströme, usw.
Bei einem Segler am Servoquerruder und Wölbklappen steht das Servohorn, optimalerweise nicht bei 0-Lage auf 90° zum Gestänge.
Servohebel Querruder zeigt 1-2Zacken in Richtung Endleiste und bei der Wölbklappe 2-3Zacken in Richtung Nasenleiste, dann dreht man per Offset (an der Funke)
die Klappen zurück in den Strak. Der Rest ist nur noch Feineinstellung.
Das Beispiel war jetzt zur Überkreuzanlenkung.
Bei der linearen Anlenkung lässt es sich nicht verhindern, Servoweg+ die oben genannten Vorteile zu verschenken.

Bei den Shockflyern kommt es auf viel Klappenauschlag an, das Profil ist symetrisch oder hat keines.
Somit gibt es keine bis kaum Differenzierung, kaum Druck auf die Klappen und da ist man mit einer linearen Anlenkung gut bedient.

P.S. Beim Seiten oder Höhenruder sollte in 0-Lage immer das Servohorn 90° zum Gestänge stehen.
Da ist der Ausschlag nach oben oder unten, rechts oder links, in der Regel gleich.

Gruß Tom
T8FG>FPV-Race, Hangflug | Ersatzbank>Helis, Flächenflieger kleiner 3Meter Spannweite

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tom.S« (25. Juni 2017, 00:12)


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Sonntag, 25. Juni 2017, 09:04

Hallo Tom,

vielen Dank für Deine Erläuterungen - ebenfalls sehr anschaulich und knackig auf den Punkt gebracht, worum es geht.
Gruß, Jockel

Tiefflieger Rudi

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Samstag, 30. September 2017, 13:51

Scauh mal im Nachbarforum


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