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Mittwoch, 14. November 2018, 14:27

Anfänger, Flug-Trainer?

Moin Ihr lieben,
ich war ja nun lange nicht mehr hier, habe aber eine Frage, die mir auf der Seele brennt.
Ich suche für meinen Neffen ein Anfängerflugzeug.
Im Sommer hatte er bei mir den 2m Segler und die Spitfire gesehen, diese wollte er ja nun unbedingt fliegen sehen, bei der Landung der Spitfire hat diese sich leider im Gras verfangen und über die Nase/Tragfläche abgerollt, MG aus der Tragfläche gerissen (schnell repariert) aber leider sind auch die Motorhaube und Propeller sowie Motorhalter in Mitleidenschaft gezogen worden.
Motorhalter und Propeller sind schnell beschaft, die Motorhaube ist nicht mehr lieferbar......hat da jemand eine Idee?
FMS-Spitfire MKIX 140cm
Nun aber die eigentliche Frage, ich würde gerne für meinen Neffen nun ein Flugzeug mit Höhen, Seiten und Querruder so bis 1m Spannweite besorgen (gerne auch für mich, 1Meter passt wunderbar in den Kofferraum, so zum "Rumspielen"), da gibt es im www. diverse Angebote .
Was könnt ihr da so empfehlen?
Danke, Joachim

Gun_Shy

RCLine User

Wohnort: Frankfurt

Beruf: Cold Call Spezialist im B2B

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2

Mittwoch, 14. November 2018, 14:36

Hangar
T Rex 250 Pro / Turnbuckels / GR12 rx
HK 450 Pro TT Gps,Control 45 T.Turnbuckels Savöx 1x264 3x263 Scorpion HK II 2221-8 GR 16 RX
DHC 2 Beaver, GR 12 ,Vario,Sound Modul Sternmotor,Beleuchtet Floatplane 152 cm
Cessna 182 Sky Lane GR12+3xG+A3+Vario +Akku überwachung 160 cm
Piper Super Cup Spektrum 4e 120cm
E Flite Clipped Wing J 3 Cub 250 GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 78 cm
FMS Piper J3 Cub mit GR12+3xG+A3+Vario,Voltage modul 1068 mm Spw
TX Graupner MX12/Spektrum 4e
Sim Phoenix ,ver 5,5

jufi

RCLine User

Wohnort: Ba-Wü

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3

Mittwoch, 14. November 2018, 16:10

Hallo,
ein sehr guter Anfänger-Trainer ist der Funman von Multiplex mit Upgrade auf QR.
Gruß Jürgen

4

Mittwoch, 14. November 2018, 19:20

Hallo Joachim,

vor Funman oder noch schickerem würde ich vorschlagen, klassisch einen Bauchlander-Pusher nach Art des Multiplex Easystar / Easystar II (und seine unzähligen Clones/Nachbauten von diversen Herstellern und Anbietern) für die ersten Flugstunden zu nehmen. (Bei Graupner hieß ein ähnlich konzeptioniertes Modell "Graupner Rookie", ist aber leider nicht mehr im Programm, aber noch gebraucht ab und zu haben. Ebenfalls sehr genial.) Das Teil hat noch jedem das Fliegen beigebracht, weil es so herrlich stabil fliegt. In der II.Generation und bei etlichen Clones gibt es den auch schon ab Werk mit QR. Und mit 2S und normalen Motor fliegt der zahm. Man kann ihn aber auch herrlich übermotorisieren. Und für Landschafts-Flugaufnahmen hat er auch genug Platz und Zuladung sowie ein ruhiges Flugbild.

Für den Anfänger ist die Pusherkonfiguration meines Erachtens vorteilhaft: wenn der Flieger bei der Nase auf die Nase geht, sieht die zwar nicht mehr so toll aus, aber der Flug geht weiter, weil Prop und Motorwelle geschützt positioniert sind.

Einigen macht so ein Modell auch nach Jahren noch Laune.
(Schau doch mal im Netz nach den Videos von CrazyHorst z.B.)

Und da es eh nicht bei dem geplanten nur einen Modell in der ganzen Karriere bleibt, ist nach entsprechend erfolgreicher Anfängerphase das ganze Spielfeld für jegliches weitere Modell und Modellart eröffnet.
Inklusive günstigem Selberbauen von Einfachstfliegern aus Depron, EPP, Foamboard und/oder Holz.

Ich hoffe, Dir und Deinem Neffen hiermit weitergeholfen zu haben.
Viel Spaß beim gemeinsamen Fliegen-lehren und -lernen.
Gruß
Thorsten

5

Donnerstag, 15. November 2018, 00:04

Graupner V-Venture jetzt bei Lindinger für 99, 99 €


super Einsteiger-Modell zum Schleuderpreis

Viel Spass damit
Viele Grüße Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Datterich« (15. November 2018, 00:09)


6

Donnerstag, 15. November 2018, 00:11

PS:

vom Funman würde ich eher abraten, überhaupt von Fliegern mit Rädern.
Man sollte dann ein Flugzeug schon sicher fliegen können.
Der Verbrauch an Fahrwerken ist sonst zu hoch :evil:
Viele Grüße Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Datterich« (15. November 2018, 00:19)


7

Donnerstag, 15. November 2018, 00:14

Einigen macht so ein Modell auch nach Jahren noch Laune.
(Schau doch mal im Netz nach den Videos von CrazyHorst z.B.)




Leider sind alle Videos von Crazy Horst bei Vimeo gelöscht.
Viele Grüße Helmut

8

Donnerstag, 15. November 2018, 11:59

Hallo,

also wir sind vom Funman nicht begeistert…
Wir haben diesen (inkl. Querruder-Upgrade) im Sommer 2014 auf Empfehlung für meine Frau gekauft, welche vorher eine Slowflyer Cup 1010mm mit nur gesamt ca. 270gr hatte.
Der Funman liegt bei uns seitdem nur rum und nimmt Platz weg. Hat gerade drei/vier kurze Flüge auf dem Konto da er Ihr einfach nicht liegt. Wer das Teil haben möchte kann den gern komplett flugfertig inkl. Hott GR12L für 100,- Euro abholen. (den Akku pack ich auch drauf, sollte noch gehen) Aber das nur am Rande...
Für mich ist dieser auch vom Flugverhalten und seiner Reaktion auf Steuerkommandos kein optimales Anfängerflugzeug. Bei Windstille ist es Okay, aber ein kleines bisschen Wind und er wird bockig. Da er auch nicht unbedingt sehr langsam fliegt ist ein Anfänger recht schnell mal etwas weiter weg und bei der Größe und fehlender Erfahrung kommt schnell das Problem der Fluglageerkennung.
Da kann ich auch gern andere Flieger von mir, mit besseren Eigenschaften nehmen, allerdings geht da vielleicht beim Absturz mehr kaputt. Aber das allein sollte nicht der Anspruch eines Anfängerflugzeuges sein.


Gruß André

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andre_S« (15. November 2018, 14:18)


ritchy

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Wohnort: Raum Karlsruhe

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9

Donnerstag, 15. November 2018, 17:02

Hallo

Ich kann nur Thorsten zustimmen.
Der ideale Einsteiger Flieger ist der Easystar oder einer seiner Clone. :ok:
(Argumentation wie von Thorsten geschrieben)

Ritchy
"... nein mein Schatz, der Heli ist nicht neu, den hab ich doch schon länger..."

10

Donnerstag, 15. November 2018, 17:38

Hallo Joachim,

da ich mich nach Jahren der Flug-Abstinenz ebenfalls erneut als "Anfänger" bezeichnen und nochmals kräftig üben muß, hier mein Erleben:

Nach einigen Wirren, ebenfalls mit, aus meiner heutigen Sicht, eher ungeeigneten Flugzeugmustern, bin ich letztlich bei Schulter-/Hochdeckern gelandet. Sie haben durch ihre TF-Anordnung gute Voraussetzung, auch mal bei Unsicherheit noch halbwegs Lage zu halten (SWP liegt unter der TF). Weil ich zudem kein Freund mehr von Styro-Derivaten bin (allein schon aus Umwelt-Rücksicht, über Plastikmüll jammern, aber Styro kaufen ?), nutze ich Holzmodelle.

Ich gehe sogar, als alter Segelflieger, davon aus, dass ein etwa 2m Thermiksegler gut geeignet wäre. Diese Flugzeugmuster sind sehr leicht, ein kleiner Rumms mit ihnen führt wohl nicht gleich zu Totalschaden. Und sie haben idR geringes Tempo, aus meiner Sicht noch ein Vorteil. Wenn es aber unbedingt gleich ein Motormodell sein soll, würde ich einen Schulter-/Hochdecker, wie zB ein entsprechendes Sportflugzeug-Muster, bevorzugen. Bei Fa. Natterer zB finden sich in der Rubrik "Flugzeuge, Scale, Holz" sehr günstige, schön und gut gemachte Bausätze mit sauber gelasertem Material, recht gut ausgestattet und idR einer Bilderserie, die den Bauforschritt zeigt, statt großem Bauanleitungstext. Mit einem Bau-erfahrenen Kollegen / einer Kollegin sollte das klappen (eher nicht alleine). Ich fliege derzeit deren Cessna 150. Mit einem 2828er, einfachem 25A Regler, SLS 3s/1250mAh (etwas zu wenig Kapazität, etwa 16ooAh wären wohl besser) an 9.5x5" Prop geht es ganz gut. Die vorher werwendete Konstellation mit 2s/1000mAh und gleichem Prop war mMn etwas zu schwach. Sicher sind nur etwa 1m SPW nicht viel, es dürfte mMn ruhig wenigstens etwa 1.5m sein, aber das geringe Gewicht (rund 650-700g komplett) ist recht gut. Unfälle gibt's damit auch mal, aber die verlaufen idR relativ günstig. Das SLW der Cessna 150 zB ist so konstruiert, dass es selbst beim heftigen Purzelbaum nicht abbricht - clever gemacht. Daher gehe ich davon aus, dass dieses Modell auch zur Einsteiger-Schulung genutzt wird und man daher so konstruiert.

Natterer (andere Anbieter haben vielleicht ähnliche Angebote) hat zB eine sehr günstige Piper mit rund 1.1m SPW im Programm, derzeit noch zu haben. Er bringt genau an Weihnachten aber neue Ware, es lohnt sich mE da mal rein zu schauen. Ich habe schon mehr als 5 Modelle von ihm, die meisten warten aber noch auf Bau, die Cessna 150 ist fertig und fliegt. Da ich Qualitäts-Manager bin, denke ich, nach mehr als 20 Jahren in diesem Job einen Blick für gut oder weniger gut zu haben. Und hier stimmt's mE. Die Ware kommt vielfach aus Taiwan, ist präzise gelasert, gut sortiert und verpackt, mMn auch ordentlich ausgestattet. Für den Preis mE zZt fast unschlagbar.

Deine Motorhaubenfrage:

Das ramponierte Teil so gut es geht kleben und flicken. Dann Außen spachteln und schmirgeln, damit es die Form wieder hat und als Positiv zum abformen nutzen. Entweder, Du versuchst es mit Kunststoff-Tiefziehen (sollte man aber halbwegs können), oder Du nimmst mit Stücken dünnen Gewebes und Epoxy die Form ab (vorher Trennmittel auf der Form nicht vergessen). Wenn es nur Risse sind, von Innen mit dünnem Gewebe und Harz flicken (wenn das geht). Viel Erfolg !
Gruß, Jockel

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Tünnbüddel« (15. November 2018, 18:29)


11

Freitag, 16. November 2018, 13:33

Vielen Dank erst einmal für die Vorschläge, der Umwelthinweis ist nicht zu verachten, da ich aber davon ausgehen darf, dass nicht gerne gebastelt dafür lieber geflogen werden soll endet es bestimmt bei einem Styro-flieger. Mein 2-Meter Segler ist ein ein Holzbausatz aus den 70ern, der Sunny von Jamara, ich habe schon Spaß am basteln, ob der Lütte das auch hat? Ich mag es bezweifeln, "wenn da kein bluutooth bei ist , ist's für'n Arsch!"
Die Motorhaube hat sich in viele Teile zerlegt, ich habe zwar aus den Resten und Joghurtbecherresten etwas gezaubert.........ist aber nicht sooooo toll geworden.
Bei den Easystar und co. habe ich eher die Bedenken, dass man so etwas nur bei Windstille fliegen kann, das ist hier im Norden nur selten der Fall.
Joachim

raimcomputi

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Wohnort: Tönisvorst

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12

Freitag, 16. November 2018, 16:32

Bei den Easystar und co. habe ich eher die Bedenken, dass man so etwas nur bei Windstille fliegen kann, das ist hier im Norden nur selten der Fall.

Da brauchst du dir keinen Kopf machen. Das geht auch bei Wind.

Ich habe auch zuerst auf Empfehlung mit einem Funman anfangen wollen. Ging in die Hose, hauptsächlich wegen dem Fahrwerk. Geflogen ist der schon schön, war auch nicht schwer. Aber das Landen halt. Kennt ihr ja sicher :D .

Und dann kam ein Easystar Clone vom Natterer für 75 Euro. Mit dem habe ich das Fliegen gelernt. Einer der Vorteile für mich persönlich war, das der Flieger im Gegensatz zum Easystar, gleich Querruder an Bord hatte. Geflogen bin ich den Flieger durchaus auch bei Wind, war eigentlich kein großes Problem.

Was ich auch sehr empfehlen kann, das ist der Phoenix vom Hobbyking. Bekommt man mit 1600mm Spannweite schon für ca. 65 Euro BNF. Oder den gibt es auch mit 2000mm Spannweite. Kostet dann ein paar Euro mehr. Der Flieger macht so richtig Laune. Fliegt auch bei ordentlich Wind ganz hervorragend. Sogar Landeklappen lassen sich verbauen. Für das, was das Modell kostet, ist der Flieger richtig große Klasse.
Helis: XK K124 EC145, Protos 500, 450ger Jet Ranger
Flächen: Phoenix 1600, Twinstar 2
Funke: Walkera Devo 10
Simulator: Clear View, Heli-X

Ströher

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

Beruf: Rentner

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13

Sonntag, 18. November 2018, 09:04

Die Motorhaube hat sich in viele Teile zerlegt, ich habe zwar aus den Resten und Joghurtbecherresten etwas gezaubert.........ist aber nicht sooooo toll geworden.
Bei den Easystar und co. habe ich eher die Bedenken, dass man so etwas nur bei Windstille fliegen kann, das ist hier im Norden nur selten der Fall.
Joachim

Hallo Joachim!
Wollen wir wetten???? Ab 20 m Höhe siehst du von dem Schaden nichts mehr.... :D Und glaube mir, so denken viele!!!! Also Mut zur Sache!!!! :ok:

Easystar und Co halten mehr aus, als man bei denen vermutet! Dadurch, das sie Bauchlander sind, ist das alles halb so schlimm. Ich hatte, als Beispiel mal die Twinstar bei noch sehr passablen Wind in der Luft gehabt! Und dann? Aus dem Nichts ein , man kann schon beinahe sagen, Sturm!!! Gemessen mit meiner Eieruhr, so Windstärke 7 - 8 (70 km/h) ! Ich habe das Modell trotzdem sauber gelandet bekommen! Aber da war vielleicht auch etwas Glück dann dabei!!!
Wenn ich den Vögeln am Himmel nach sehe, werde ich immer ein bisschen neidisch. :D Gruß Dieter

14

Mittwoch, 21. November 2018, 23:06

Bei den Easystar und co. habe ich eher die Bedenken, dass man so etwas nur bei Windstille fliegen kann, das ist hier im Norden nur selten der Fall.


Hallo Joachim,
das ist m.E. i.w. eine Frage der Motorisierung und von Querrudern.

Ich habe bei meinem mit nur 2s-Lipo und Original-Motor und -ESC bestücktem Graupner Rookie (ähnliches Konzept wie EasyStar) bei starken Wind schon massiv Vollgas und Tiefenruder geben müssen, um landen zu können. Jahre später konnte ich bei starkem Wind querkommend nur mit HR+SR leider das gute Teil nicht mehr gerade ausrichten, bevor der Springbaum näher kam... (Aber dazwischen lagen viele viele glückliche Lage.)

Bei einem Vereinskameraden habe ich gesehen, dass ein mit 3s-Lipo und gut motorisierten (gerne übermotorisierten) Easystar (und mit QR ausgestattet) auch bei stärkerem Wind noch der Einsatz möglich ist.
Z.B. gibt es von Torcster (u.a. bei Natterer) ein Antriebsset "EasyStar II Tuning" mit 30A-ESC, einem 2826/6-2200-Brushless und 6x4-Prop, von dem die behaupten, das der an 3s 700g Schub liefern soll, was m.E. ein Schub/Gewicht-Quotient von 1:1 oder besser darstellen würde. (Ich habe keinen EasyStar II im Hangar und kann daher nicht nachwiegen.)

Ich habe deren Tuning-Antriebsset in einem Easyglider und der geht ganz schön stärker ab als mit der Originalmotorisierung. (Aber wie gesagt: für Anfänger würde ich den Pusher Easystar / Easystar II immer noch empfehlen, weil beim Easyglider für Anfänger im Falle unglücklicher Landungen an der Nase Pop und Motor/Motorwelle etwas abbekommen können.)

Ich hoffe, dies hilft Dir weiter.
Viele Grüße
Thorsten

HubiQuax

RCLine User

Wohnort: Weisenbach

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15

Montag, 26. November 2018, 17:46

Den Tuning- Vorschlag von Thorsten finde ich genial. Ich hab auch mit einem Easystar- Clon angefangen, volle Zustimmung.
Das hatte ein Flieger- Kollege mal erzählt, der hatte das gemacht, und noch einen coolen Rat:
In die Röhre der Tragflächen- 'Stange kann man wunderbar verschiedene Gewindestäbe aus dem Baumarkt einlegen, je nach gewünschtem Gewicht und Wind. Das macht den Vogel schwerer, das Gewicht liegt im Schwerpunkt, und die Stange verstärkt noch zusätzlich.
Gruß Lothar
Paradoxerweise ist das Problem beim Fliegen nicht die Luft, sondern die Erde ^^