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barnabasch

RCLine User

  • »barnabasch« ist der Autor dieses Themas

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101

Montag, 8. März 2021, 20:28

Wie ich schon gesagt habe, fliege ich vorerst mit dem "SkyRunner" dafür reichen mir die zwei Ladekabel die haben gerade mal 8.- gekostet, denke ich zumindestens.
Wenn die Flug Kenntnisse erlernt sind und dann auch reichen werde ich mit dem"Angel" ohne Motor segeln.
Wann ich den dann auf Motor Antrieb umbauen werde ich sehen.
Da mache ich mir dann Gedanken wie und was ich dafür brauche,
ich hoffe wieder mit eurer Hilfe

102

Montag, 8. März 2021, 21:33

Zitat

ich hoffe wieder mit eurer Hilfe

Womit Du natürlich wieder rechnen kannst :ok:
Freundliche Anfragen werden hier immer beantwortet - Auch wenn's bei verschiedenen Forumsteilnehmern durchaus verschiedene Meinungen über ein Thema geben kann.

barnabasch

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103

Mittwoch, 31. März 2021, 19:51

Hallo,
habe Gestern entlich den "Angel Segler" abgeholt,
er ist soweit ich bis jetzt gesehen habe, gut gebaut.
Das einzige was mir nicht ganz gefällt, sind Leichte Falten
in der Folierung, die aber mit leichter Heißluft super rausgehen.
Es sind die Servos für Höhen, Seitenruder und die für die
Querruder in den Flächen schon eingebaut.
Die Funke ist jetzt eine neue "Tactic-Ttx650" inkl. Empfänger geworden.

Ich möchte den Segler jetzt Flugfertig machen,
was brauche ich jetzt noch dazu, ich denke eine Akku oder?
Austariert ist er anscheinend schon, da jede Menge Blei vorne im Rumpf eingebaut ist.

Könnt ihr mir bitte sagen was ich da verwende?
Sind die Servos kompatibel zu der Funke oder brauche ich andere?
LG
Helmut

104

Donnerstag, 1. April 2021, 07:33

Servos - Empfänger:
Man müsste gucken, welche Servos da verbaut sind.
Neuere Digitalservos vertragen eine Impulwiederholsrate von 10ms.
Die älteren analogen brauchen da 20ms - Digitalservos funktionieren aber auch mit 20ms.
Also den Empfänger lieber auf 20ms einstellen.

Stromversorgung Empfangsanlage:
Was im Prinzip immer gehen sollte sind 4NiMh Zellen für die Empfängerstromversorgung.
Für 2 Lipo Zellen braucht man sog. HV Servos und auch der Empfänger muss HV fähig sein.
Es gibt auch Spannungsregler, die aus den 7,4V der 2 Lipos wieder 5 bis 6V für den Empfänger + Servos machen - Hier auf den Maximalstrom achten!

Elektroantrieb?:
Was auch geht wäre ein Motorregler mit BEC, falls ein Elektromotor eingebaut ist, oder wird - Dann kann auch das Blei raus ;-)
Dabei wird aus dem Antriebsakku eine 5V ( Bei vielen Reglern Spannung einstellbar ) Spannung erzeugt, die den Empfänger versorgt.

Dieter Ma

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

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105

Donnerstag, 1. April 2021, 09:38

Spannung erzeugt, die den Empfänger versorgt.


Hmmm, bitte auch hier auf den möglichen BEC - Strom achten. Bei vier Servos sollten aber die meisten BEC's gehen. Ich persönlich rechne da pro Servo mindestens 0,25 Ampere. Mehr geht aber immer!
Servos von grösseren Modellen können aber durchaus 1,0 und mehr Ampere ziehen.
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

Hilmar

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106

Donnerstag, 1. April 2021, 10:09

Wenn die Flug Kenntnisse erlernt sind und dann auch reichen werde ich mit dem"Angel" ohne Motor segeln.

(...) Ich möchte den Segler jetzt Flugfertig machen,
was brauche ich jetzt noch dazu, ich denke eine Akku oder?
Erst einmal muss ich sagen, dass mir Dein Oldtimersegeler total gut gefällt. :ok:
Es ist toll, wenn der wieder angemessen in die Luft kommt.



Zu Deiner Frage würde ich gern vorweg wissen: hast du eine geeignete Infrastruktur um ohne Antrieb segeln zu können? Da kommt ja nur der Hangflug in Betracht, oder alternativ natürlich ein Hochstart.



Einen besseren Lernerfolg wirst Du allerdings mit einem Elektrosegler haben. Du profitierst nach wie vor von der hohen Eigenstabilität des Modells und seinen gemäßigten Reaktionen. Das lässt Dir viel Zeit zum Sehen, Analysieren und Reagieren. Und Du kannst durch sanftes Zugeben des Motors sofort wieder etwas Höhe erfliegen.

Ein Winden- oder Gummiseilstart birgt durchaus Gefahren für einen unerfahrenen Piloten. Abgesehen davon ist die Flugzeit - und damit die Lerndauer - vergleichsweise gering, und die häufige Notwendigkeit des Landens kann man zwar positiv als Lernpotenzial sehen, aber auch da sehe ich für einen Einsteiger wieder viel Bruchgefahr.

Mal im Ernst: ich habe ja selber so angefangen, mit Gummiseil, dabei reihenweise abgestürtzten Modellen, entsprechend viel Reparaturzeiten... und ich weiß daher genau, dass die Lernkurve am Knüppel heutzutage mit einem Elektrosegler viel, viel steiler verläuft. Dafür lernt man bei erstgenannter Methode allerdings auch das Bauen. :nuts:





Um aber Deine Frage nach dem Segler-Akku klar zu beantworten:
Du würdest sowas hier benötigen:




Bild- und Artikelquelle:
https://www.hoelleinshop.com/Eneloop-Emp…2&c=3310&p=3310



Das setzt ein geeignetes Ladegerät voraus, welches ein NiMh-Programm besitzt. Aber das ist ein anderes, heißes Thema, da würde ich mich gern raus halten. :w



Herzlichst
Hilmar.
Bauplanbibliothek online: www.lange-flugzeit.de
Flugvideos, Bautipps und mehr: Youtube-Kanal

107

Donnerstag, 1. April 2021, 14:35

Zitat

Hmmm, bitte auch hier auf den möglichen BEC - Strom achten

Wobei Du natürlich recht hast - Das hab Ich einfach mal Vorausgesetzt.
Ich würde hier auf ein Switched BEC mit 5 bis 8 A setzen - Darunter kommt bei mir nichts mehr in einen größeren Flieger.

Die " alten " 1 bis 2A Linear BEC kanst Du vergessen!

barnabasch

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108

Donnerstag, 1. April 2021, 14:47

@Hkrug - ist für mich alles noch ein "Bömisches Dorf" leider bin ich da noch ein absoluter Laie
@Dieter - "

Hallo Hilmar,

die Infrastruktur ist in allen Fällen ideal, wir haben schöne Hänge/Berge und unendlich große Wiesen,
natürlich möchte ich den Segler möglichst bald auf E-Antrieb umbauen, aber dafür fehlen mir noch die nötigen Kenntnisse.
Was für einen Antrieb , Akku, Regler usw. brauche ich, wo und wie muss ich die Spitze kappen, Motorspant einbauen, davon habe ich noch keine Ahnung ???
Ich habe Heute nachgesehen was für Servo eingebaut sind,
Höhe u. Seite sind
High-Quality-Servo / Power-Sport / Standard
Die Querruder Servo sind,
Micro High-Quality Power-Sport / Standard
leider steht nicht mehr darauf.


Wenn ich dich richtig verstehe, dann benötige ich zum segeln, außer dem Akku keine weiteren Geräte,
das heißt, den Empfänger einbauen, an den die Servos und den Akku anschließen und es könnte nach Einbindung theoretisch los gehen.
Zuerst natürlich noch den Schwerpunkt kontrollieren




Ich denke der Schwerpunkt ist auf der Zeichnung nach der Haube eingezeichnet, liege ich da richtig.
LG
Helmut




jufi

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109

Donnerstag, 1. April 2021, 15:01


Da liegst du richtig :ok:
Gruß Jürgen

barnabasch

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110

Donnerstag, 1. April 2021, 15:05

Danke!!

111

Donnerstag, 1. April 2021, 17:03

Wenn ich dich richtig verstehe, dann benötige ich zum segeln, außer dem Akku keine weiteren Geräte,
das heißt, den Empfänger einbauen, an den die Servos und den Akku anschließen und es könnte nach Einbindung theoretisch los gehen.

So ist das richtig. Danach kannst Du die Servos ansteuern. Binden ist erstmal, dass der Empfänger auf den Sender hört.

Aber dann kommt noch der ganz wichtige Punkt, dass die Laufrichtung und der Servoweg kontrolliert (soll nichts blockieren, aber genügend Ausschlag haben) und gegebenenfalls eingestellt werden muss. Und mit welchem Knüppel welche Funktion gesteuert wird.

Auch wenn es banal klingt, lieber zweimal prüfen (lassen), bevor das Modell geworfen wird (selbst mir ist da schon mal der Fehler passiert, dass Höhe und Seite vertauscht war)

barnabasch

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112

Donnerstag, 1. April 2021, 17:48

Aus Erfahrung wird man klug,
vor ca. 40 Jahren, habe ich meinen ersten und einzigen Segler gebaut, ähnlich dem jetzigen,
beim ersten Hochseil-Start hatte ich keinerlei Kenntnisse über das fliegen nur theoretische.

Ich packte ganz stolz meine Hochstartanlage die ich auch selber gebaut hatte aus,
legte alles zu recht und lies den Segler dann sausen.
Er stieg schön in den Himmel, zog aber dann nach rechts weg, also wollte ich korrigieren, leider passierte nichts.
Die Anlage zog den Flieger in Richtung Boden, kurz darauf waren es nur noch kleine Teile ;(


Ich hatte vorlauter Vorfreude vergessen die Funke einzuschalten :wall:
Das wird mir kein zweites mal passieren,
lieber dreimal prüfen vor dem Start.


Jetzt nach der langen Zeit probiere ich es noch einmal :ok:

113

Freitag, 2. April 2021, 08:56

OK ein paar Worte zur Erklärung:

Das mit der Empfängerspannung ist im Prinzip historisch gewachsen.
Zu früheren Zeiten war eine Spannungsversorgung mit 4 Batterien a 1,5V für den Empfänger + Servos vorgesehen.
Die dann recht schnell durch wiederaufladbare NiCd Zellen ersetzt wurden.

4 volle Zellen mit 1,5V ergeben somit ca.6V Empfängerspannung.
Da man auch mal mit dem Ausfall einer Zelle rechnete funktionierten die meisten Empfänger und Servos auch noch mit 3,5V.
Das ist Grundsätzlich auch heute noch so.

Mit der Einführung von LiPo Akkus hatte man plötzlich eine Spannung von 3,7 bis 4,2V pro Zelle, das in das "alte" System nicht mehr passte.
Also entwickelte die Modellbauindustrie Empfänger und Servos, die auch mit 8,5V noch zurecht kamen und als HV ( High Voltage ) bezeichnet wurden.
Achtung auch bei Motor Reglern gibts HV Regler - Hier ist aber üblicherweise ein Regler für mehr als 6 LiPo Zellen gemeint!

Wollte man totzdem weiter die Komponenten mit 6V und LiPo's betreiben brauchte man eine Elektronik, die die LiPo Spannung wieder auf 6V runter regelte.

BEC:
Bedeutet Battery Eliminating Circuit.
Also eine Schaltung die eine (Empfänger) Batterie überflüssig macht.
Die benötigte Spannung wird per Spannungsregler aus der Spannung meistens des Antriebsakkus gewonnen.
Die meisten Motor Regler für kleinere Modelle haben so etwas eingebaut und können somit die Empfangsanlage mit versorgen.

Es gibt auch externe BEC Bausteine die das machen.

Da gibt es nun 2 BEC Varianten.
1. Lineare Spannungsregler - Dabei wird der Unterschied von der Eingansspannung zur Ausgangsspannung am Regler in Wärme umgesetzt = Schlechter Wirkungsgrad.
Das ist aber gerade bei mehreren Zellen schlecht, weil die verwendeten Chips auch eine Übertremperaturabschaltung haben und somit bei zu hohem Stromverbrauch am Empfänger / Servos einfach die Spannung abschalten und das Modell somit nicht mehr steuerbar ist. Bei 1 bis 2A BEC findet man so etwas noch.

2. Schaltregler - Hiebei wird die Eingangsspannung ( einfach Ausgedrückt ) für kurze Zeit auf die Ausgangsspannung drauf gelegt und gleich wieder abgeschaltet.
Durch trickreiche Elektronik und Siebung entsteht dabei eine stabile Ausgangsspannung, ohne das sich der Spannungsregler übermässig erwärmt.
Das ist das was heuzutage eher zur Anwendung kommt. Nachteile: Die Ausgangsspannung ist nicht so "sauber" und durch das ständige Ein und Ausschalten entstehen Störungen die in der BEC Elektronik wieder ausgefiltert werden müssen. - Die meisten Hersteller haben das aber im Griff.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Input auf einmal.
Ich finde aber es ist gut wenn man weiss wie etwas funktioniert um die richtigen Komponenten auswählen zu können.

Für Dich wird das Thema erst Interessant, wenn Du auf Elektro umrüstest.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wkrug« (2. April 2021, 20:44)


barnabasch

RCLine User

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114

Freitag, 2. April 2021, 09:16

Vielen Dank,
super erklärt!!

Dieter Ma

RCLine User

Wohnort: Hunsrück

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115

Freitag, 2. April 2021, 09:23

Die " alten " 1 bis 2A Linear BEC kanst Du vergessen!

Eigentlich waren ins Besondere die 2 A. Linearregler sehr verlässlich. Ich fliege sie heute noch. Diese Linearregler gab es später sogar bis 5 Ampere. Und das bei 3 Lipo - Zellen!
Vor allem bei 35 Mhz waren sie damals sogar ratsam wg der Oberwellen. Lediglich ROXXY und YGE - S-BEC-Regler hatten da Oberwellenfilter drin.

Ausserdem hatten die S- BEC - Regler in den Anfängen Spitzenstromprobleme die dann manchmal zum Absturz führten.
Aber das ist "Schnee von gestern"!

4 volle Zellen mit 1,5V ergeben somit ca.6V Empfängerspannung.

Was meinst du mit "Vollen Zellen"? Trockenbatterien!!??!!
Eine NiMH - Zelle hat voll geladen maximal 1,35 Volt. Bei vier Zellen sind das also 5,4 Volt. In jedem Fall aber für Servos und Empfänger ausreichend!
Mit zunehmendem Alter werden wir alle auch ein wenig klüger. :) Oh Gott! Wie alt muss ich denn dann noch werden? 8( Gruß Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dieter Ma« (2. April 2021, 09:31)


116

Freitag, 2. April 2021, 10:02

BEC -Erklärung

Das war mal mehr als ausführlich,- schon fast ein wenig zu tief in der Materie für Einsteiger.
Was mich nun ein wenig verwundert,- das hier noch niemand etwas zu verbauten Servos geschrieben hat.
Vielleicht mag es bei Flugzeug / Segler anders aussehen als beim Heli, das Servos weniger beansprucht werden ?
Das Modell ist Oldi wurde geschrieben, und ein gutes Modell. Sollt es nun einschlagen weil an Servos gespart wurde ?
Hersteller sagt mir nun gar nix. Stell/Haltekraft ? / Geschwindigkeit ? Plastik / Metall Getriebe?
Wenn ich diese Dämpfergummis sehe, ist auch gut das Alter der Servos ersichtlich. Falls nun Plastik Getriebe könnten Zahnräder ebenso brüchig mit der Zeig geworden sein wie diese Dämpfergummis.
Servos funktionieren vielleicht einwandfrei, aber unter Belastung ist die Gefahr schon recht hoch das ein so in die Jahre gekommenes Servo schnell abrauchen könnte.
Wäre Schade um das Modell.
Ich würde sie ersetzen, Marke / Qualität usw lass ich mal im Raum stehen.

117

Freitag, 2. April 2021, 10:35

Servos sind sicher dem Verschleiß unterworfen, aber früher waren Servos noch Präzisionsteile. Fliege z.B. eine LS-1 von Multiplex noch mit den Originalservos von 1980.
Klar, muss man testen, ob die ruckelfrei laufen oder in bestimmten Stellen das Zappeln anfangen (Potis sind nicht unfehlbar). Von neuen Billigservos kenn ich das Problem eher...

Ok, die Schwinggummis mit Senkkopfschrauben und vermutlich ohne Messinghülse zu spaxen ist auch nicht ideal, aber das ist ein Segler, da gibt es eh kaum Vibrationen.

118

Freitag, 2. April 2021, 10:56

Hi e-beaver
ich habe auch noch Teilweise sehr alte Servos mit Glockenanker Motoren, aber vermutlich eine wesentlich andere Qualität als die hier gezeigten.
Das Getriebe wurde vermutlich auch Jahre nicht bewegt. Schmierstoff könnte nun ggf eher zusätzliche Belastung für den Motor bedeuten, Hitze / Tot .. abrauchen.
Zahnräder lagen ggf zum Teil Trocken, Aushärtung unter Belastung Bruchgefahr.
Wollt ja nur mal drauf hingewiesen haben...
Mir wäre es zu unsicher. Klasse Modell zu schrotten wegen so ein dummes Servo....

119

Freitag, 2. April 2021, 12:58

Ok, die Schwinggummis mit Senkkopfschrauben und vermutlich ohne Messinghülse zu spaxen ist auch nicht ideal, aber das ist ein Segler, da gibt es eh kaum Vibrationen.


Warum dann noch Gummies? Spielfreiheit bei Ruderanlenkungen ist doch prima. Muss man doch nicht mit Schwinggummies wieder hineinbauen, oder?
mit besten Grüßen aus dem Bergischen Land

Hans-Dieter

Hilmar

RCLine User

Wohnort: NRW-48149 Münster

Beruf: Designmodellbauer / Fachredakteur Bauplanmodelle bei FlugModell

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120

Freitag, 2. April 2021, 13:49

Ich würde die Gummis zwar auch weglassen und die Servos einfach nur sauber festschrauben,
aber korrekt eingesetzte Elastomere (also mit ihren dazugehörigen Metall-Einsätzen) sind schon in Ordnung, so dass sich das Servo nicht ernsthaft bewegen lässt.

Beim (Elektro-) Segler ist das aber alles nicht sonderlich kritisch, und schon gar nicht bei dieser gemütlichen Art von Flugzeug.
Auf jeden Fall aber gehören die rissigen, alten Gummis raus.



Die betagten Servos würde ich auch auf Funktion prüfen.

Das bedeutet, bei den Knüppelbewegungen auch einmal etwas gegen das Servohorn drücken und schauen wie das Servo darauf reagiert. Es soll bei leichtem Gegendruck unzufrieden brummen, sich aber nicht aus der Position bewegen lassen.

Auch würde ich prüfen, ob die Neutralstellung präzise ist.
Das bedeutet: ein Ruder in eine Richtung ausschlagen, dann den Knüppel wieder auf neutral stellen. Ist diese Ruderstellung dann ABSOLUT IDENTISCH damit, wenn man das Ruder aus der Gegenrichtung ausgeschlagen auf Null fährt? Jede kleine Abweichung muss auf ihre Ursache überprüft werden!

Die Ursache kann im Servo liegen, aber genausogut auch in schwergängigen oder ungünstig verlegten Anlenkungen. Oder ist gar ein Ruderhorn locker?
Gerade bei einem nicht selbstgebauten Modell muss man überall genau hin schauen.



In der Praxis kannst Du die Servos natürlich nur ausprobieren, wenn Du einen Empfängerakku angeschlossen hast.
Alternativ besorgst Du Dir einen sogenannten Servotester, aber auch der benötigt üblicherweise einen extern angeschlossenen Empfängerakku.




Bild- und Bezugsquelle:
derkum-modellbau.com




Herzlichst
Hilmar.
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